Das Buch habe ich hier im Januar 2022 veröffentlicht. Allerdings veraltet auch eine Webpage ziemlich schnell und die nächsten Monate möchte ich die einzelnen Kapitel aktualisieren. Deswegen werde ich jedes aktuelle Kapitel wieder nach vorne kramen. Das alte Buch mit der sehr eigenwilligen Schreibweise in Frakturschrift hatte ich damals vorgelesen, um den gesprochenen Text von einem Programm namens f4transkript in Buchstaben umzuwandeln. Den umgewandelten Text habe ich danach bearbeitet, da viele der Wörter dem Programm nicht bekannt waren. Aus diesen Gründen ist der Text ein Gemisch aus alter und neuer Schreibweise. Was es in den verschiedenen Kapiteln des Buches gibt, ist diese vorgelesene Tonspur mit dem Transkript in schwarz. In blau sind unten Erklärungen dabei.
Wanderblühten aus dem Gedenkbuche eines Mahlers. Von Lucian Reich.
Mit einem Titelblatt von Rudolf Gleichauf und Bildern von L. Reich,
mit der Feder auf Stein gezeichnet von Johann Nepomuk Heinemann.
Karlsruhe. Herder’sche Buchhandlung (A. Geßner).
1855
In die einzelnen Kapitel kommt man, indem man auf das Bild klickt 🙂
Hier die Ergebnisse 2025 und drunter 2021 Parteien von 2021 die nicht mehr antreten habe ich weg gelassen Alle Zahlen ohne Gewähr!
Hüfingen gesamt
Erststimmen
Zweitstimmen
Prozent Erststimmen
Prozent Zweitstimmen
Thorsten Frei, CDU
2.211 1.839
1.690 1.240
47,6 43,3
36,4 29,1
Derya Türk-Nachbaur SPD
646 623
474 768
13,9 14,7
10,2 18
Marin Jurić GRÜNE Thomas Bleile,
272 444
454 578
5,9 10,4
9,8 13,6
Mark Hohensee FDP Dr. Klinge
188 495
265 703
4,1 11,6
5,7 16,5
Sebastian van Ryt AfD Rothweiler
968 426
1.084 499
20,9 10
23,3 11,7
Heinrich Alexandra Hermann, DIE LINKE
185 80
222 84
4,0 1,9
4,8 2
die Basis Herrmann
179
18 142
4,2
0,4 3,3
Tierschutzpartei
58 61
1,2 1,4
Die PARTEI
20 27
0,4 0,6
Leon Dold FREIE WÄHLER Maier
63 160
58 82
1,4 3,8
1,2 1,9
MLPD 2021 Kruse-Günter
3
0 2
0,1
0 0
BSW
256
5,5
Selina Schmidt Volt
47
31 10
1,0
0,7 0,2
ÖDP
12
0,3
Bündnis C
5
0,1
Louis Weißer
61
1,3
2025: Wahlberechtigte in ganz Hüfingen 5.548 davon haben 4.684 gewählt Wahlbeteiligung 2025: 84,4 %
2021: Wahlberechtigte in ganz Hüfingen 5.538 davon haben 4.301 gewählt. Wahlbeteiligung 2021: 77,7%
Für die einzelnen Wahlräume beschränke ich mich auf über 5 %! Dann fehlen hier natürlich die Briefwähler. Die Zahlen sind die Menschen die aktiv in dem Raum wählen waren. Alle Zahlen ohne Gewähr!
Behla
Behla
Erststimmen
Zweitstimmen
Prozent Erststimmen
Prozent Zweitstimmen
Thorsten Frei CDU
111 105
93 77
52,4 54,4
43,9 39,7
Derya Türk-Nachbaur SPD
25 19
16 30
11,8 9,8
7,5 15,5
Marin Jurić GRÜNE Thomas Bleile
9 15
20 18
4,2 7,8
9,4 9,3
Mark Hohensee FDP Dr. Klinge
7 21
10 32
3,3 10,9
4,7 16,5
Sebastian van Ryt AfD Rothweiler
45 19
42 21
21,2 9,8
19,8 10,8
2025 Wahlberechtigte: 348 davon haben 213 in Behla gewählt. 2021: Wahlberechtigte 339 davon haben 194 in Behla gewählt.
Fürstenberg
Fürstenberg
Erststimmen
Zweitstimmen
Prozent Erststimmen
Prozent Zweitstimmen
Thorsten Frei CDU
149 111
129 91
60,8 51,2
52,7 42,1
Derya Türk-Nachbaur SPD
24 32
15 31
9,8 14,7
6,1 14,4
Marin Jurić GRÜNE Thomas Bleile
13 7
20 15
5,3 3,2
8,2 6,9
Mark Hohensee FDP Dr. Klinge
5 29
12 31
2,0 13,4
4,9 14,4
Sebastian van Ryt AfD Rothweiler
39 18
42 22
15,9 8,3
17,1 10,2
2025 Wahlberechtigte 351 davon haben 246 in Fürstenberg gewählt. 2021: Wahlberechtigte 361 davon haben 219 in Fürstenberg gewählt.
Hausen vor Wald
Hausen vor Wald
Erststimmen
Zweitstimmen
Prozent Erststimmen
Prozent Zweitstimmen
Thorsten Frei CDU
125 107
84 75
52,7 51,4
35,6 36,1
Derya Türk-Nachbaur SPD
20 25
20 29
8,4 12,0
8,5 13,9
Marin Jurić GRÜNE Thomas Bleile
7 6
11 13
3,0 2,9
4,7 6,3
Mark Hohensee FDP Dr. Klinge
10 28
14 35
4,2 13,5
5,9 16,8
Sebastian van Ryt AfD Rothweiler
54 23
69 32
22,8 11,1
29,2 15,4
2025 Wahlberechtigte 376 davon haben 237 in Hausen vor Wald gewählt. 2021: Wahlberechtigte 397 davon haben 211 in Hausen vor Wald gewählt.
Mundelfingen
Mundelfingen
Erststimmen
Zweitstimmen
Prozent Erststimmen
Prozent Zweitstimmen
Thorsten Frei CDU
167 127
124 80
51,5 45,2
38,3 28,4
Derya Türk-Nachbaur SPD
28 34
24 44
8,6 12,1
7,4 15,6
Marin Jurić GRÜNE Thomas Bleile
22 30
29 42
6,8 10,7
9,0 14,9
Mark Hohensee FDP Dr. Klinge
17 36
19 56
5,2 12,8
5,9 19,9
Sebastian van Ryt AfD Rothweiler
64 30
75 28
19,8 10,7
23,1 9,9
2025: Wahlberechtigt 564 davon haben 329 in Mundelfingen gewählt. 2021: Wahlberechtigte 553 davon haben 286 in Mundelfingen gewählt.
Sumpfohren
Sumpfohren
Erststimmen
Zweitstimmen
Prozent Erststimmen
Prozent Zweitstimmen
Thorsten Frei CDU
87 68
70 41
56,1 51,1
45,8 30,8
Derya Türk-Nachbaur SPD
12 7
8 12
7,7 5,3
5,2 9,0
Marin Jurić GRÜNE Thomas Bleile
2 11
6 13
1,3 8,3
3,9 9,8
Mark Hohensee FDP Dr. Klinge
5 23
11 36
3,2 17,3
7,2 27,1
Sebastian van Ryt AfD Rothweiler
39 19
44 21
25,2 14,3
28,8 15,8
2025: Wahlberechtigt 212 davon haben in Sumpfohren 155 gewählt. 2021: Wahlberechtigte 209 davon haben in Sumpfohren 133 gewählt.
LRS Hüfingen
LRS Hüfingen
Erststimmen
Zweitstimmen
Prozent Erststimmen
Prozent Zweitstimmen
Thorsten Frei CDU
303 196
234 142
43,5 41,1
33,5 29,8
Derya Türk-Nachbaur SPD
103 70
82 91
14,8 14,7
11,7 19,1
Marin Jurić GRÜNE Thomas Bleile
43 44
75 52
6,2 9,2
10,7 10,9
Mark Hohensee FDP Dr. Klinge
36 73
41 84
5,2 15,3
5,9 17,6
Sebastian van Ryt AfD Rothweiler
171 43
186 50
24,5 9,0
26,6 10,5
2025: Wahlberechtigte 1334 davon haben in LRS 705 gewählt. 2021: Wahlberechtigte 1304 davon haben in LRS 480 gewählt.
Verena Hüfingen
Verena Hüfingen
Erststimmen
Zweitstimmen
Prozent Erststimmen
Prozent Zweitstimmen
Thorsten Frei, CDU
228 178
186 114
37,6 36,6
30,6 23,1
Derya Türk-Nachbaur SPD
89 95
59 106
14,7 19,5
9,7 21,5
Marin Jurić GRÜNE Thomas Bleile
15 36
19 45
2,5 7,4
3,1 9,1
Mark Hohensee FDP Dr. Klinge
24 64
33 81
4,0 13,1
5,4 16,4
Sebastian van Ryt AfD Rothweiler
204 73
207 85
33,6 15,0
34 17,2
2025: Wahlberechtigt 1161 davon haben in Verena 614 gewählt. 2021: Wahlberechtigte 1165 davon haben in Verena 502 gewählt.
Rathaus Hüfingen
Rathaus Hüfingen
Erststimmen
Zweitstimmen
Prozent Erststimmen
Prozent Zweitstimmen
Thorsten Frei CDU
228 168
163 104
37,4 35,3
26,7 22,1
Derya Türk-Nachbaur SPD
108 83
66 105
17,7 17,4
10,8 22,3
Marin Jurić GRÜNE Thomas Bleile
42 53
81 68
4,9 11,1
13,3 14,5
Mark Hohensee FDP Dr. Klinge
21 47
31 70
3,4 9,9
5,1 14,9
Sebastian van Ryt AfD Rothweiler
147 67
162 80
24,1 14,1
26,6 17,0
2025: Wahlberechtigte 1202 davon haben 618 im Rathaus gewählt. 2021: Wahlberechtigte 1210 davon haben 480 im Rathaus gewählt.
Briefwahl ist 001 Hüfingen I und 002 Hüfingen II – diese Ergebnisse liste ich nicht gesondert auf, die fließen dann ganz oben bei Hüfingen gesamt ein.
Es gibt jetzt einen extra Briefkasten für die Briefwahlunterlagen!
Damit eure Stimmen sicher sind. Nutzt sie!
Leider hat sich niemand von den Wahlkämpfern auf unseren Wochenmarkt getraut.
Sehr bizarres Wahlplakat auf der Hüfinger Wand am 8. Februar 2025!
Dazu fand ich von 2019 diesen Kommentar: „Seit 2009 sind die kommunalen Freien Wähler in Baden-Württemberg darauf bedacht, sich von der gleichnamigen Partei in Bayern abzugrenzen – sie sehen sich als das „Original“.
Das mit der Abgrenzung funktioniert ja super!
16. Januar war Derya Türk-Nachbaur in Hüfingen unterwegs!
Was ich momentan auch mache ist unten die Ergebnisse der Wahlen von 2021 aufzulisten, damit man das dann mit 2025 vergleichen kann. Also die Wahlbeteiligung von 2021 ist wirklich ausbaufähig, das können wir besser.
Geht wählen!
Unten erst mal der Neujahrsempfang. Eigentlich wollte ich nur paar Fotos machen, aber da die Reden von Thorsten Frei und Derya Türk-Nachbaur an uns alle waren, möchte ich sie doch mit ganz Hüfingen hier teilen. Leider müsst ihr heute auf unseren Bürgermeister verzichten – obwohl seine Rede wirklich großartig war – aber kommt doch einfach selber das nächste Mal, diese Seite hier ist nun mal nur für die Bundestagswahl.
Zuerst redete Thorsten Frei
Thorsten Frei
Anschließend Derya Türk-Nachbaur
Derya Türk-Nachbaur
Unten stehen vier Fragen, die ich am 9.12.2024 unseren Bundestagskandidaten geschickt habe. Am 10.12.2024 habe ich schon die Antworten von Thorsten Frei bekommen. Vielen Dank an Herrn Frei für die superschnellen und ausführlichen Antworten!
Am 7.01.2025 hat uns Derya Türk-Nachbaur geantwortet. Vielen Dank an Derya Türk-Nachbaur für die persönlichen Worte an alle Hüfingerinnen und Hüfinger!
Am 15.01.2025 hat uns Marin Jurić geantwortet. Vielen Dank an Marin Jurić!
Dann möchte ich allen Nörglern sagen, dass ich hier nur das veröffentliche, was nun mal in Hüfingen los ist und nur die Antworten der Kandidaten, die mir diese auch schicken. Wenn jemandem ein Kandidat besonders wichtig ist, kann er sich gerne selber darum kümmern, dass er sich bei mir meldet. Ich werde bei keinem klingeln und betteln. Wenn mir jemand vorwirft unausgewogen zu sein, kann ich dazu nur sagen: Ihr bekommt hier die Kandidaten, denen auch Hüfingen wichtig ist!
Gelegen in einem vergessen Landstrich von Südbaden ist Hüfingen seit über 200 Jahren herausragend in Kunst, Kultur, Naturschutz und auch Bürgerbeteiligung. Sowohl die Bürgerinnen als auch die Bürger engagieren sich mit vielen Ideen. Deswegen haben wir Berlin als potentiellen Fördergelder-Geber ausgemacht.
1. Die letzte Regierung hat einige Förderprogramme auslaufen lassen. Kunst, Kultur und Naturschutz sind aber besonders darauf angewiesen. Würden Sie sich für nationale Förderprogramme aussprechen und wenn ja für welche?
Thorsten Frei: Sie kennen die Weisheit „Kultur ist nicht alles, aber ohne Kultur ist alles nichts“. Deshalb sollten Kunst und Kultur auch in Zukunft angemessen durch den Bund gefördert werden. Klar ist aber, dass verfassungsrechtlich die Kulturförderung in die Zuständigkeit der Länder fällt. Der Bund wird sich also auf national bedeutsame Projekte beschränken müssen. Beispielsweise bin ich überzeugt, dass es auch in Zukunft die wichtigen Denkmalschutzsonderprogramme geben wird, die den Erhalt national bedeutender Kulturschätze adressieren. Und selbstverständlich werden wir auch im Bereich des Klimaschutzes weiter fördern, beispielsweise bei der Dekarbonisierung im Gebäudebereich. Unser Ziel ist aber mehr Zielgenauigkeit. Klar ist, dass in wirtschaftlich schwierigen Zeiten auch bei der Förderung knapp kalkuliert und entsprechend priorisiert werden muss. Alles wie bisher weiter laufen zu lassen, dürfte nicht zu erwarten sein.
Derya Türk-Nachbaur: Kunst, Kultur und Naturschutz sind nicht nur schön, nicht nur ein nice-to-have, sie sind der Kern unseres gesellschaftlichen Zusammenhalts und unserer Verantwortung gegenüber künftigen Generationen. Ich setze mich dafür ein, dass nationale Förderprogramme in diesen Bereichen langfristig und verlässlich finanziert werden. Besonders wichtig finde ich Programme, die auf die Stärkung des ländlichen Raums abzielen, wie das Programm ‚Kultur in ländlichen Räumen‘ oder die Förderung nachhaltiger Naturschutzprojekte. Mein Ziel ist es, dass Kommunen wie Hüfingen direkt profitieren können und dabei die bürokratischen Hürden so niedrig wie möglich sind.
Marin Jurić: Ich würde nicht sagen, dass Hüfingen in einem vergessenen Landstrich liegt! Kunst und Kultur sind wichtig und deshalb haben wir Claudia Roth 2021 als Kulturstaatsministerin eingesetzt. Damit wurde dieses wichtige Amt der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien, das 1999 eingeführt wurde, fortführen. Förderprogramme sind dynamisch und oft so gestaltet, dass sie als Anschubfinanzierung dienen sollen. Gerade ihre Förderung der jungen Menschen durch den Kulturpass unterstreicht unser Bewusstsein für die Relevanz. Kunst und Kultur sind Gemeinwohl und werden auch oft von Privatpersonen und Institutionen gefördert, denen dieses Gemeinwohl wichtig ist. Vor allem die vielen Menschen, die im Ehrenamt dafür arbeiten, sei es in Brauchtumsvereinen, Naturschutzorganisationen oder in Museen, helfen dabei, Kunst und Kultur zu stärken. Das Naturschutzgroßprojekt ist eine Chance. Es ist ein wichtiges und gefördertes Projekt des Bundes für die Baar. Naturschutz liegt uns Grünen besonders am Herzen, und wir können hier aus Baden-Württemberg starke Impulse in Richtung Bund mit unserem Biodiversitätsstärkungsgesetz aus dem Jahr 2020 oder der Errichtung und Erweiterung des Nationalparks Schwarzwald setzen. Auch die Förderung des Ökolandbaus ist uns Grünen wichtig, um Landwirtschaft und Naturschutz zu vereinen.
2. Wie würden Sie in Berlin Anträge von uns bei Förderprogrammen vom Bund unterstützen?
Thorsten Frei: Ja. Selbstverständlich unterstütze ich alle Vorhaben meines Wahlkreises in Berlin im Rahmen meiner Möglichkeiten. Das ist schon immer eine meiner Kernaufgaben als direkt gewählter Abgeordneter gewesen. Sofern ich über Bewerbungen informiert oder um Unterstützung gebeten werde, versuche ich geeignete Ansprechpartner oder Fördertöpfe zu identifizieren, Gesprächsmöglichkeiten zu eröffnen und auch im Namen der Bürgerinnen und Bürger der Wahlkreise für die hiesigen Projekte zu werben. Mit diesem Weg haben wir in der Vergangenheit viele schöne Erfolge erzielen können.
Derya Türk-Nachbaur: Als Abgeordnete dieses wunderschönen Wahlkreises sehe ich es als meine Hauptaufgabe, neben meiner Tätigkeit als Fachpolitikerin in Berlin, vollen Einsatz für unsere Region zu leisten. Der Wahlkreis und seine Anliegen haben für mich oberste Priorität. Wann immer sich die Möglichkeit bietet, den Auswahlprozess positiv zu beeinflussen – sei es durch Gespräche, unterstützende Schreiben oder den direkten Kontakt zu Entscheidungsträgern – nutze ich diese Chance, um Hüfingen bestmöglich zu unterstützen. Bereits in der letzten Legislaturperiode konnte ich als Mitglied der Regierungsfraktion zeigen, wie wichtig mir diese Aufgabe ist: Über 500 Millionen Euro sind mit meiner Unterstützung in die Region geflossen. In Fällen, in denen ich von Bürgermeister:innen und Gemeinderäten über Förderanträge informiert wurde, konnte ich gezielt nachfassen und unterstützen. Der Zugang zu Fördergeldern darf nicht wie ein Hindernisparcours wirken. Mein Ziel ist es, Hüfingen weiterhin dabei zu helfen, Förderanträge strategisch und erfolgreich einzureichen. Das bedeutet, die Hüfinger Entscheidungsträger:innen nicht nur auf mögliche Programme aufmerksam zu machen, sondern sie auch aktiv zu unterstützen – etwa durch mein Netzwerk oder direkte Gespräche mit den zuständigen Ministerien in Berlin. Zudem setze ich mich dafür ein, dass Beratung und Transparenz in Förderprozessen verbessert werden. Keine Kommune sollte aufgrund mangelnder Unterstützung oder Informationen benachteiligt werden
Marin Jurić: Als Abgeordneter ist es ein wichtiger Teil meiner Aufgaben, Vorhaben im Wahlkreis zu unterstützen. Wichtig ist dabei, dass ich rechtzeitig darüber informiert werde und gute Argumente vorhanden sind.
Viele Ding sind in Deutschland reine Ländersache. So sind wir in Hüfingen abhängig von Stuttgart und dem „zuständigen RP“ in Freiburg. Nach unserem Empfinden verhält sich das RP aber eher wie ein Stadthalter und fordert Millionen von der Stadt ohne etwas zu liefern. So haben wir für eine vollkommen verpfuschte „Lärmschutzwand“ bezahlt, die nicht den Lärm sondern den Verkehr aufhält. Dann hat Hüfingen 1,5 Millionen für Ausgrabungen bezahlen müssen und auch noch die Kosten für den Abtransport unserer Kulturgüter nach Freiburg. Die Liste lässt sich beliebig fortführen. Deswegen wünschen sich einige Hüfinger mehr Hilfe aus Berlin oder auch aus Brüssel.
3. Wie stehen Sie zu den föderalen Strukturen? Sollte der Bund mehr Einfluss nehmen können und wobei?
Derya Türk-Nachbaur: Ich bin überzeugt von der Stärke des Föderalismus – er ist ein Kernstück unserer Demokratie. Aber er darf nicht dazu führen, dass kleinere Kommunen wie Hüfingen in einem ungleichen Machtverhältnis zurückbleiben. Der Bund muss in Schlüsselbereichen wie Infrastruktur, Kulturförderung und Daseinsvorsorge mehr direkte Verantwortung übernehmen können. Es ist nicht akzeptabel, dass das Regierungspräsidium Entscheidungen trifft, während Kosten und Lasten bei den Kommunen hängen bleiben.
Deshalb setze ich mich dafür ein, dass der Bund als verlässlicher Partner stärker eingebunden wird und Fördermittel direkt an die Kommunen fließen können, ohne den Umweg über die Länder. Unser Föderalismus ist eine Errungenschaft, die wir bewahren müssen – aber auch anpassen, wo nötig. Ob Klimaanpassung, Unterstützung für sozial Benachteiligte oder wirtschaftliche Hilfen: Der Bund muss dort handeln, wo er gebraucht wird. Dabei zählt immer die konkrete Lösung, nicht pauschale Ansätze. Ein handlungsfähiger Bund ist unerlässlich, um gemeinsam die großen Aufgaben unserer Zeit zu bewältigen.
Marin Jurić: Ich begrüße die föderalen Strukturen in unserem Land. Das Bundesstaatsprinzip des Grundgesetzes verpflichtet Bund und Länder zu wechselseitiger Rücksichtnahme und Hilfeleistung. Dabei werden Aufgaben zwischen Gesamtstaat (Bund) und Einzelstaaten (Länder) aufgeteilt. Beide politischen Ebenen sind für bestimmte, verfassungsgemäß festgelegte Aufgaben selbst zuständig. Der föderale Aufbau soll dazu beitragen, dass Entscheidungen näher an den Bürgern getroffen werden und regionale Unterschiede besser berücksichtigt werden.
4. Wie stehen Sie zum Einfluß der Europäischen Union? Sollte diese mehr Einfluss nehmen können?
Thorsten Frei: Die föderalen Strukturen haben sich in Deutschland bewährt. Für einen leistungsfähigen Staat ist die konsequente Anwendung des Subsidiaritätsprinzips erforderlich. Das bedeutet, dass möglichst viele Aufgaben so nah als möglich an den Bürgern erledigt werden. Und nur die Aufgaben, die von den Kommunen nicht zu bewältigen sind oder weit über die Kommune hinausgehen von Land, Bund oder EU übernommen werden. Leider haben wir in der Vergangenheit erlebt, dass insbesondere in Brüssel, aber auch im Bund, überproportional viel neue Bürokratie geschaffen wurde, die bis in die Kommunen hineinwirkt. Dadurch lähmt sich unser Land, Menschen werden frustriert und wir verlieren an Wettbewerbsfähigkeit. In diesem Sinne wäre ich für eine Entflechtung der Ebenen und Bürokratieabbau. Mein Leitmotto in Bezug auf Europa lautet: Die EU muss in den kleinen Dingen klein und in den großen Dingen groß sein. Soll heißen, in Brüssel müssen wir uns gemeinsam mit unseren Partnern um Migration, Sicherheit- und Verteidigung oder auch Außenhandel kümmern. Auf der anderen Seite sollte sich Europa in vielen Detailfragen zurückhalten und auf Reglementierung verzichten. Auch im Verhältnis von Bund und Ländern gibt es immer wieder ein Gerangel um Aufgaben und Kompetenzen. Ich würde es aber sehr begrüßen, wenn der Bund eine generelle Verantwortung für die Abschiebung von Flüchtlingen erhalten würde, da sich in diesem Bereich das föderale Geflecht nicht bewährt hat.
Derya Türk-Nachbaur: Europa ist unsere Zukunft und bekommt angesichts der multipolaren Krisen eine noch viel größere Bedeutung. Nur ein starkes Europa wird die Herausforderungen, mit denen wir konfrontiert sind, gut bewältigen können. Ich glaube, dass die EU dort mehr Einfluss nehmen sollte, wo grenzüberschreitende Themen wie Klimaschutz, Digitalisierung, Migration oder der Schutz des kulturellen Erbes betroffen sind. Gleichzeitig muss sichergestellt werden, dass EU-Fördermittel direkt in die Kommunen gelangen, ohne dass bürokratische Hürden in den Ländern den Zugang erschweren. Für Hüfingen heißt das konkret: Wenn Gelder aus Brüssel für Kultur- oder Naturschutzprojekte bereitstehen, müssen sie schnell und unkompliziert abrufbar sein.
Marin Jurić: Die europäische Einigung ist unfassbar wertvoll. Sie hat uns vieles gebracht, was vorher nicht selbstverständlich war: demokratische Freiheit, Sicherheit vor Kriegen, wirtschaftlichen Fortschritt und Wohlstand. Gerade heute, wo von Russland, China und leider auch den USA unter Trump Bedrohungen unserer Freiheit und Sicherheit ausgehen, müssen wir den Einigungsgedanken stärken, Gefahren gemeinsam mit unseren Partnern abwehren, freiheitliches Denken erhalten und durch Zusammenarbeit unsere Wirtschaft stärken. Alleine, als Nationalstaat, wäre Deutschland hilflos ausgeliefert. Nur ein geeintes Europa kann erfolgreich Spielregeln in der digitalen Welt gegenüber den Musks und Zuckerbergs durchsetzen. Des Weiteren kann sich ebenfalls nur ein geeintes Europa gegen Putins Expansionsstreben wehren. Aber es gilt auch: Alles, was sinnvoller in den Gemeinden, Ländern oder im Bund entschieden werden kann, muss dort entschieden werden. Möglichst nahe an den Bürgerinnen und Bürgern und durch sie selbst!
Dem Neubau eines Wohnhauses mit Einliegerwohnung im Baugebiet von Behla wird zugestimmt. Ebenso einer PV-Anlage auf bestehenden Garagen.
Der dritte Punkt ist die Errichtung eines Parkplatzes mit 27 Stellplätzen am Weiherweg 10. Der Parkplatz soll mit 8 E- Ladesäulen für 16 Stellplätze ausgestattet werden und es sollen 4 neue Bäume gepflanzt werden.
Es ist ja löblich Bäume zu pflanzen, um die Autos irgendwann zu beschatten. Es wundert mich aber wieso man nicht gleich ein Solardach drauf kann? Damit hätte man auch Strom für die Ladesäulen und die Autos wären immer beschattet. Ich bin absolut gegen Solaranlagen auf der grünen Wiese so lange man sich nicht in der Lage sieht, versiegelte Flächen damit zu überdachen. Diesen nutzlosen Flächenverbrauch über den Autos halte ich für Irrsinn.
In Hausen vor Wald soll ein ehemaliges Bauernhaus saniert werden und 3 Wohneinheiten sowie ein Carport errichtet werden. Dem wird einstimmig zugestimmt.
In Sumpfohren soll eine Lagerhalle für landwirtschaftliche Güter und als Unterstand für sogenannt Kälberiglus errichtet werden. Ich lebe jetzt fast 60 Jahre in dieser grausamen Kultur, trotzdem werde ich mich nie daran gewöhnen, dass Babies gleich nach der Geburt ihrer Mutter entrissen werden, um sie in eine Kiste zu sperren. Diese Selbstverständlichkeit erschüttert mich immer wieder. Ja, ich muss mich damit abfinden, wie mit so Vielem, aber es wird niemals von mir einfach so hingenommen werden. Ebenso der letzte Antrag für die Erweiterung eines Milchviehstalls in Behla. Echte Männer trinken sowieso kein Eutersekret!
Beiden Bauanträgen wurde einstimmig zugestimmt.
Fragen aus dem Gremium
Ein Stadtrat fragt am Ende der Ausschusssitzung ob der Weg vom Bahnhof zum Stellwerk nicht asphaltiert werden soll, weil man sich dort dreckige Schuhe holt. Meine Meinung dazu: Ich bin dagegen alles zu asphaltieren! Der Weg ist gut wie er ist. Problem ist der Schneepflug der dort immer wendet und mit der Schaufel Löcher gräbt. Diese Löcher laufen dann jedes Frühjahr mit Wasser voll und werden im Herbst vom Bauhof wieder repariert. Hört einfach auf, mit dem Schneepflug da rein zu fahren und alles ist gut!
Bitte kein Asphalt!
Öffentliche Gemeinderatssitzung ab 18:30 Uhr
Bekanntgabe von Beschlüssen aus nichtöffentlichen Sitzungen
Die Preise vom Aquari bleiben gleich und werden nicht erhöht.
Die Stadt Hüfingen hat das Flurstück 191 gekauft. Das ist das Haus vom ehemaligen Blumenladen, also Hauptstraße 4. Super! Das freut mich!
TOP 4 Biotopvernetzungsplanung – Berichterstattung 2024 und Vorstellung der Planung 2025 durch den Biotopvernetzungsbeauftragten
Unter 1a) 2024 steht: Anlegen von Blühstreifen Unterwieden, Hammeltal und Vor Gatter. Diese 3 Flächen sollen neu eingesät werden, weil sie „ausgeblüht“ seien. Es steht da: „Sie müssen aber für die Neueinsaat bestellt werden, also beackert.“
Ein mehrjähriger Blühstreifen ist nicht „ausgeblüht“. Sauerampfer und Disteln sind auch keine Zeigerpflanzen für ein „Ausblühen“. Dieses Wort gibt es nicht in diesem Zusammenhang. Wissenschaftliche Infos hierzu gibt es auf der Seite vom Nabu.
Unter 1b) steht: „Die Flächen Burgmühle und Lochmühle werden zurzeit zum größten Teil von Privaten als Holzlagerplatz benutzt. Die angelegten Blühflächen sind zerstört und somit entfallen 15.264 Ökopunkte.“ Liebe Mundelfinger, das geht gar nicht! Macht so was auf eigenem Land!
Im Mai 2024 wurde zur Biotopverbundplanung eine gemeinsame Veranstaltung mit den Hüfinger BLHV-Vertretern durchgeführt. Hierbei wurden alle Maßnahmen abgelehnt. Streuobstwiesen wurden ebenso gestrichen, wie Extensivierung, Beweidung und Wiedervernässung. Das einzige was getan werden muss ist unter 4h) „Öffnen der Gräben mit Bagger“. Ich möchte hierzu erwähnen dass für den Unterhalt der Drainagen der Steuerzahler her halten muss. Das Ried, von dem wir hier reden, haben in den 1930er Jahren die Nazis zerstört und ihren loyalen Anhängern vermacht.
Entwässerung vom Ried 1939
Unter 2024 9b) werden die Pachtverhältnisse der Längewiese erläutert und dass das Ausgraben und Häckseln des geschützten Heckenbiotopes keine Flurbereinigung gewesen sei.
Längewiese im September 2022
Längewiese im September 2024 mit nachgepflanzten Hecken
Bei zwei Grundstücken auf ca. 0,75 ha wurde der Humus abgeschoben. Diese Flächen werden wohl für die Montage der Windräder benötigt, allerdings fand hier keine Absprache statt. Mir ist im Januar auch der Müll aufgefallen der bei der Aktion einfach mal so fallen gelassen wurde. Anscheinend muss den Herren mit den Windrädern etwas mehr auf die Finger geguckt werden.
Den Müll auf der Längewiese hat es inzwischen in den Wald verblasen.
TOP 5 Bebauungsplanverfahren „Kopfacker, 1. Änderung“ Satzungsbeschluss Abwägung zu den in der Offenlage und Behördenbeteiligung (TÖB) eingegangenen Stellungnahmen
Der Kopfacker wurde am 24. Oktober 2024 auf den Weg gebracht. Der Produktionsablauf Fa. FB Food GmbH soll künftig zur Einsparung von Energie, Flächenbedarf und Arbeitszeit auf „Senkrechttransport“ ausgerichtet werden. Dazu ist eine wesentlich größere Bauhöhe notwendig, die eine Änderung des geltenden Bebauungsplans „Kopfacker“ für das ausgewiesene Baufenster im Bereich der geplanten zweiten und dritten Bauabschnitte erforderlich macht. Bisher ist dort eine Bauhöhe von ca. 20,5 m zulässig. Die neue Planung erfordert eine Bauhöhe von ca. 33 m.
Heute soll über die eingegangenen Stellungnahmen aus der Abwägungstabelle gesprochen werden. Der Bebauungsplan „Kopfacker 1. Änderung“ soll gemäß § 10 Baugesetzbuch (BauGB) als Satzung beschlossen werden und dem Satzungstext zugestimmt werden.
Mit zwei Gegenstimmen wird der Satzung zugestimmt.
Die Verwaltung wird beauftragt, den Satzungsbeschluss des Bebauungsplans „Kopfacker 1. Änderung“ öffentlich bekanntzumachen.
TOP 6 Bestellung ehrenamtlicher Behindertenbeauftragter der Stadt Hüfingen (m/w/d)
Die 5-jährige Amtszeit des „ehrenamtlichen Behindertenbeauftragten“ läuft ab und es ist eine neue Bestellung erforderlich.
Hier hat unser Gemeinderat die gute Idee als neuen Beauftragten für Menschen mit Behinderung Lars Hauser zu wählen. Lars Hauser ist der Träger vom Sozialpreis 2024, vielseitig engagiert und kennt sich gut aus. Es freut mich sehr hier frischen Wind von einem jungen Mann zu bekommen und ich bedanke mich für seine Bereitschaft Verantwortung zu übernehmen!
Allerdings empfehle ich die Wortwahl unserer verstaubten Verwaltung in das 21. Jahrhundert zu heben und er soll der 1. Beauftragte für Menschen mit Behinderung von Hüfingen werden.
Die CDU schlägt ehrenamtlicher Inklusionsbeauftragter vor. Danke, finde ich sehr gut, sogar besser.
TOP 7 Abschluss einer öffentllich-rechtlichen Vereinbarung zur gegenseitigen Vertretung von Standesbeamten
Die Städte auf der Südbaar Hüfingen, Bräunlingen und Blumberg wollen enger zusammenarbeiten. Ein Themenfeld hierbei ist dabei das Standesamt, sowie die Möglichkeit zur gegenseitigen Vertretung der Vollstandesbeamten. Durch die Vereinbarung wird die interkommunale Zusammenarbeit unter den Städten und Gemeinden gestärkt und hilft mögliche Personalengpässe in diesem Bereich der Pflichtaufgaben sicher überbrücken zu können. Zudem wird noch das Gespräch mit der Stadt Donaueschingen gesucht, ob ebenfalls Interesse besteht in den öffentlich-rechtlichen Vertrag aufgenommen zu werden.
Der Gemeinderat soll den Bürgermeister ermächtigen diesem zuzustimmen. Dies wird mir einer Gegenstimme beschlossen.
TOP 8 Finanzielle Beteiligung von Umlandgemeinden an weiterführenden Schulen – Sanierung des Otto-Hahn-Gymnasiums mit Realschule Furtwangen; Freiwilligkeitsphase
Auch diese Thema war schon in der Sitzung vom 24. Oktober 2024 und es geht wieder um dieses obsolete VGH-Urteil vom 6. Dezember 2022. Seitens des Gemeindetags gibt es Bestrebungen hier Lösungen zu erarbeiten, allerdings ohne einen ungefähren Zeitrahmen nennen zu können. Aktuell lassen sich diese aufwändigen Verhandlungen nicht vermeiden.
Teil dieser Verhandlungen ist nun, dass die Stadt Hüfingen der Stadt Furtwangen sich im Rahmen der Freiwilligkeitsphase i.S.d. § 31 Abs. 1 S. 1 SchG bereit erklärt zur Verhandlung einer öffentlich-rechtlichen Vereinbarung.
Diese Thema ist meiner Meinung nach Teil unseres dysfunktionalen Staates, absolut unnötig und hetzt die Kommunen gegenseitig auf. Vor allem auch angesichts der Tatsache, dass Stuttgart sich nicht sonderlich um Gesetze schert, aber die Kommunen sollen es dann, aber auch nur bei bestimmten Themen. Nicht nur beim Lidllager wurde EU Recht gebrochen, ich habe weiteres hier aufgeführt: Fremdverwaltet von oben herab . Gesetzte werden nur dort eingehalten bei denen auch jemand klagen darf und kann. Stuttgart schaut dem Gemetzel der Gemeinden untereinander nun tatenlos zu. Von daher ist es gut unser Bürgermeister sucht den Schulterschluss mit unseren Nachbarn.
Der CDU-Fraktionssprecher hat sich übrigens hierzu gepflegter ausgedrückt als ich, aber er hat eine ähnliche Meinung.
TOP 9 Personal – Einführung einer Regelung zur Durchführung von Teambuilding-Maßnahmen
In der Stadtverwaltung Hüfingen gibt es bislang keine Regelungen hinsichtlich der Durchführung von Teambuilding-Maßnahmen. Der Personalrat hat daher eine entsprechende Dienstvereinbarung entworfen, welche mit dem Bürgermeister abgestimmt ist. Das Ziel von Teambuilding-Maßnahmen besteht darin, das Vertrauen der Mitarbeiter zu stärken, die Kommunikation zu verbessern, die Zusammenarbeit zu steigern und die Motivation zu erhöhen oder aufrechtzuerhalten.
Als Grundsätze der Förderung wurden folgende Punkte festgelegt:
Die Teambuiliding-Maßnahme findet außerhalb der Kernarbeitszeit statt.
Jedes teilnehmende Team-Mitglied erhält eine Zeitgutschrift von max. 2 Arbeitsstunden
Jedes teilnehmende Team-Mitglied erhält einen Zuschuss von 20,00-€ als Zuschuss zur Verwendung für Verpflegung bzw. Eintritt usw.
Die Förderung kann einmal jährlich in Anspruch genommen werden.
Der Gemeinderat stimmt einer Dienstvereinbarung zur Durchführung von Teambuilding-Maßnahmen zu. Die entsprechenden Mittel werden bereitgestellt.
TOP10 Informationen der Verwaltung und Anfragen aus dem Gemeinderat
SPD stellt einen Antrag für ein professionelles Schülerlotsen-Konzept an der Lucian Reich Schule zusammen mit der Verkehrswacht. Eine Lehrerin von der LRS Schule stellt das Konzept kurz vor.
Um 20:03 Uhr wird der öffentliche Teil geschlossen.
Es ist mir eine Ehre mit seiner jährlichen Collage „gewürdigt“ zu werden.
Da das Hüfinger Narrenblatt Qualität vermissen lässt, haben wir hier mal was witziges.
Leider war die vom letzten Jahr nicht tauglich für den Hieronymus, aber ich habe unten die von 2023 und Maischerze. Ich freue mich schon auf den 1. Mai!
Diese uralte Frage beschäftigt momentan wieder Hüfingen und die Meinungen gehen ordentlich auseinander.
Vorneweg: Wir haben damit nichts zu tun und wissen auch nicht, wer es gemacht hat! Ich mache so etwas grundsätzlich nicht und wehre mich vehement gegen Spekulationen.
Seit dem 1. Mai erscheinen in Hüfingen mehrere dieser Abbildungen, zuerst dachte man an einen Maistreich. Die Meinungen gehen hier auseinander, ob dies Kunst ist oder nicht. Auf jeden Fall ist es Sachbeschädigung und deshalb wird der Künstler wohl auch im Geheimen bleiben.
Meiner Meinung nach darf Kunst durchaus böse sein und ich finde diesen Spruch nicht beleidigend. Auf jeden Fall erschließt sich mir der Sinn eher als bei dem lila RTL, das jahrelang an allen möglichen und unmöglichen Stellen prangerte.
Ich persönlich sehe darin also wohl Kunst und einen Ausdruck von frustrierten Bürgern sich mit einem Augenzwinkern Gehör zu verschaffen.
wir haben heute 5508 Dokumente und Fotos auf dem Hieronymus, diese verteilt in 886 Beiträgen seit 2019. Das ist ziemlich viel, gell?
Es ist so, dass etwa 90 % aller Fotos und Dokumenten von uns stammen. Aber 10% halt nicht. Ich wusste, dass man Wikimedia Fotos zwar benutzen darf, aber immer das Kleingedruckte unter den Fotos lesen muss und beachten. Eigentlich hatte ich das auch gemacht – dachte ich.
Jetzt hatte ich letzten Samstag einen alten Artikel hoch geholt und dabei ein Foto neu formatiert. Dabei ist die Beschriftung verloren gegangen. Zwei Tage später bekam ich eine E-Mail wegen Lizenzverletzung. War natürlich blöde. Aber im Grunde hatte ich Glück, dass nicht gleich eine Abmahnug kam und der Fotograf mit sich reden ließ.
Was ich jetzt viel gemacht hatte, war alte Artikel auf Wikipedia zu prüfen. Ist ne ziemliche Arbeit, weil ich muss das Foto aufmachen und bei Wikipedia nachlesen, ob ich alles richtig gemacht hatte. Dabei ist mir aufgefallen, dass ich eigentlich fast immer alles richtig gemacht hatte – fast! Also Ich hatte gestern Abend noch zwei Fotos gefunden, bei denen ich geschlampt hatte.
Jetzt könnte ich also das Wochenende und Nächte damit verbringen alte Artikel zu kontrollieren, oder hoffen dass der nächste Fotograf auch so nett ist, über meine Fehler hinweg zu sehen.
Das alles ist mir jetzt einfach zu viel. Deswegen gehe ich jetzt direkt an die Medien vom Hieronymus und werde alles ungeachtet löschen bei dem ich mir nicht sicher bin, dass es von mir ist, oder ich es richtig beschriftet habe. Wenn also (vor allem bei den Büchern) Lücken sind, wisst ihr warum. In Zukunft werde ich natürlich darauf besser achten.
Passt auf euch auf! Und denkt dran auch bei Wikipedia Fotos die Lizenzen zu überprüfen – gilt auch für die sozialen Medien.
Am 24. Januar 2025 war die Eröffnung der Ausstellung „STROMSCHNELLEN …eine Jugend…“ mit Arbeiten von Walter Gramming, Peter Gramming, Monika Burkart und ushi f.
E freie frohe Muth e gsund und frölich Blut goht über Geld und Guth. >Johann Peter Hebel
Peter Gramming: „Stromschnellen, unser Ausstellungstitel, wird von mir umgesetzt mit blauer, reflektierender Kunststofffolie, gewunden wie Flüsse. Eben wie Brigach und Breg, wie die Donau, an der ich heute wohne“
Hier einige Eindrücke:
Monika Burkart widmet sich in ihrer Arbeit für die gemeinsame Ausstellung dem Blumenteppich. „Am Hochrhein geboren und aufgewachsen“, so erzählt Monika Burkart, „hat mich der alljährliche katholische Fronleichnamsbrauch der geschmückten Altäre an der Straße durch meine Kindheit begleitet. Das Sammeln der Blumen mit anderen Kindern, das Legen des Blumenteppichs vor dem Altar in der Früh am Morgen war immer ein Ereignis und Erlebnis für mich in dieser Zeit. Meine Mutter hatte die jährliche Motivwahl und die Ausgestaltung einer Prozessionsstation übernommen. Entsprechend war sie interessiert an der Thematik. So fuhren wir in den frühen sechziger Jahren hierher nach Hüfingen, in den Ort, der zumindest im südbadischen Raum für seine langen und schönen Teppiche bekannt war. Ich war sehr beeindruckt von der Farbigkeit, der Motivvielfalt und enormen Länge, so dass ich mich jetzt, Jahrzehnte später, noch daran erinnern kann. Dieser Bezug zur Stadt ist der Auslöser dafür, mich mit dem Thema Blumenteppich auseinanderzusetzen und mich ihm mit textiler Technik zu nähern.“
Die Künstlerin ushi f. zeigt uns Einblicke in die besonderen und unvergesslichen Momente ihrer Jugend, positiv wie negativ, – vom erstmals real empfundenen Glück der Sommerferien in einem Dorf bei Bad Kissingen, der ersten Begegnung des Berliner Stadtkindes mit Wäldern, Bächen und Flüssen, über die tief empfundene Traurigkeit angesichts der Feststellung, dass Zeit Dinge verändert, bis hin zu Angst und Schrecken über die Teilung Berlins, die ushi f. als 13jährige Teenagerin unvermittelt traf. Mit Fragen über die Individualität von Erinnerungen, Subjektivität und Gemeinsamkeit konfrontiert uns die Künstlerin und macht uns bewusst, dass wir ohne unsere Jugend mitnichten die wären, die wir sind.
Walter Gramming setzte sich in Vorbereitung der Ausstellung mit Fotografien auseinander, die in Hüfingen entstanden. „Ende der 60er Jahre“, so Gramming, „entstanden in der scheinbar kurzen Abfolge von kaum zwei Jahren Fotos, die meinen Abschied aus der Kindheit und den Start in die Jugend markieren. Doch erst als ich letztes Jahr begann die Fotografien für diese Ausstellung improvisierend/zeichnerisch umzusetzen wurde mir ihre viel größere Bedeutung bewusst.“
„Die STROMSCHNELLEN,“ stellt Walter Gramming fest, „das sind wir selbst, sind zugleich der Fluss und das Hindernis, wir sind der Fels und die Brandung, sind nur auf Sand gebaut und treiben mit den Wellen.“
Sitzung des Ausschusses für Umwelt und Technik um 18:20 Uhr
Zuerst ging es um den Umbau von Garage und Kellerräumen zu einer Wohnung und die Erstellung von zwei Garagen und einem Carport am Hexenberg und dann um die Errichtung eines Gartenhauses auf dem Hohen II.
Der Bürgermeister verzichtet darauf die einzelnen Anträge vorlesen zu lassen. Von daher ging es heute drei Minuten.
Allen Bauvorhaben wurde einstimmig zugestimmt.
Öffentliche Gemeinderatssitzung ab 18:30 Uhr
Zuerst gab es Ehrungen für Kerstin Skodell, Ancilla Batsching, Egon Bäurer und Reinhard Isak als langjährige Gemeinderatsmitglieder.
TOP 4 Vergabe der Hochbauarbeiten für den Hackschnitzelkessel II am Standort Bleichewiese
Es gibt einen Förderbescheid Hackschnitzelkessel II in Höhe von 1,035 Mio € und es wird mit Gesamtkosten von 3,78 Mio € gerechnet. Mit dem Bau der Hackschnitzelkesselanlage II mit einer Leistung von 2 MW wird die Bleichewiese die zentrale Heizzentrale der Wärmeversorgung der Stadt Hüfingen.
Der CDU Fraktionssprecher fragt nach dem Unterschied von Nah- und Fernwärme. Es gäbe hier keine Unterschiede und wird einfach regional unterschiedlich benannt. Man kann es also benennen, wie man möchte.
Die Errichtung des Gebäudes für den Hackschnitzelkessel II am Standort Bleichewiese soll in dieser Sitzung an ein Bauunternehmen aus Furtwangen in Höhe von netto 545.209,71 € vergeben werden.
Der Gemeinderat stimmt der Vergabe mit einer Gegenstimme und einer Enthaltung zu.
TOP 5 Vergabe Sanierung Schaltanlagen Tiefbrunnen I & II, HB Schosen & HB Kohlwald
Bei unserem Trinkwasser verweise ich auf die Hüfinger Trinkwasser-Reise die im Grunde vom Hüfinger Wassermeister vorgestellt wurde.
Tiefbrunnen I & II im Schafäcker
Wasserhochbehälter Schosen
Hochbehälter Kohlwald 750 cbm Eröffnet 15.08.1975
In Zukunft soll der Chlorgehalt erhöht werden, da dies vom Gesundheitsamt gefordert wurde. Also ich persönlich finde das ziemlich blöde. Vielleicht gibt es noch eine Möglichkeit darauf zu verzichten?
Die Sanierung der Schaltanlagen ist erforderlich, da diese alt und reparaturanfällig geworden sind und so für die Zukunft wieder auf Stand gebracht werden. Es soll eine Firma aus Blumberg mit den Arbeiten zur Sanierung der Schaltanlagen für 100.583,60 € netto beauftragt werden.
Die CDU fragt sich, warum es nur ein einziges Angebot gab und das war auch noch das 1,5 – fache vom vorher geschätzten Betrag. Der Betrag für die Sanierung der Schaltanlagen erscheint zu hoch. Die anderen Gemeinderäte befinden auch das Angebot für viel zu hoch.
Der Wassermeister meint, dass die Dringlichkeit von der Sanierung sehr hoch sei und im Haushalt seien 35.000 Euro drin. Falls eine Steuerung ausfällt, müsse man auf Handsteuerung umstellen. Eine erneute Ausschreibung ginge mindestens drei Monate.
Bei 15 Gegenstimmen und vier Enthaltungen muss erneut ausgeschrieben werden.
TOP 5 Aufhebung des Grundsatzbeschlusses, zur Schließung der Ortsteilkindergärten bei Unterschreitung von 12 Kindern 2025/219
Was soll man dazu sagen?
Halleluja
Dieser Beschluss ist sowas an überfällig und kommt eigentlich viel zu spät. Zu spät für Sumpfohren , zu spät für Hausen, aber immerhin nicht zu spät für Fürstenberg.
Bestandsgarantie für den Kindergarten St. Silvester. Sumpfohren
Alter Kindergarten von Hausen vor Wald der ein ähnliches Schicksal hatte wie der in Sumpfohren.
Der CDU Fraktionssprecher meint, dass dieser Grundsatzbeschluss damals die Voraussetzung war, dass der neue Kindergarten von Behla so gut angenommen wurde. Aber jetzt seien neue Zeiten und der Grundsatzbeschluss soll aufgehoben werden.
Ebenso meint die Fraktionssprecherin der SPD, dass die Zeit gekommen ist, den alten Grundsatzbeschluss erst mal aufzuheben. Auch die anderen Gemeinderäte schließen sich an.
Der Gemeinderat beschließt am 23. Januar 2025 einstimmig die Aufhebung des Grundsatzbeschlusses, die Ortsteilkindergärten bei Unterschreitung von 12 Kindern zu schließen.
Meine Meinung hierzu
Da es hierzu im Gemeinderat leichten Streit gab, wie seit 16 Jahren, möchte ich hier gesondert meine Meinung dazu schreiben.
Das Argument, dass der katholische Kindergarten nur so gut angenommen wurde, wegen der Schließung von Sumpfohren und Hausen, ist eigentlich sarkastisch. Wenn es damals wirklich um die Familien und Kinder gegangen wäre, hätte man einen städtischen Zentralkindergarten errichten können. Keinen alternativlosen katholischen Hort. Es scheint niemand aufzuregen, dass die Leiterin und deren Stellvertreterin, nachdem sie den neuen katholischen Kindergarten aufgebaut hatten, von der Kirche heimlich abgeschoben wurden. Warum?
TOP 6 Anfragen aus dem Gemeinderat
Der CDU Fraktionssprecher, Markus Leichenauer, fragt an, ob eine kommunale App möglich sei, damit alle Hüfingerinnen und Hüfinger einfacher informiert werden können. Auch fragt er, ob eine kostenlose Vollverteilung des Hüfinger Boten möglich sei und was dies kosten würde. Die Liste mit den Fragen hat er uns hier zur Verfügung gestellt:
Hier möchte ich darauf aufmerksam machen, dass Donaueschingen ein eigenständiges Blatt hat, das nicht beim Primo Verlag angesiedelt ist und das allen Bürgerinnen und Bürgern zur Verfügung steht. https://www.donaueschingen.de/mitteilungsblatt
Mete Ünal fragt, wann der geschlossene Spielplatz wieder geöffnet werden darf. Der Bauamtsleiter meint, Problem sei eine geologische Untersuchung die gemacht werden soll, und bei der es Probleme mit dem RP gäbe. Es kann erst weiter gehen, wenn das RP irgendwann was tut.
Hier gibt es den Artikel zum Spielplatz Bleichewiese:
Schon öfters hatte ich mich beschwert, dass Hüfingen undemokratisch und aus historischen Gründen Stuttgart unterstellt wurde. Deswegen gilt bei uns eine Verfassung die 1953 von schwäbischen Männern beschlossen wurde. In dieser Verfassung steht: Das Land Baden-Württemberg ist ein republikanischer, demokratischer und sozialer Rechtsstaat und Die Staatsgewalt geht vom Volke aus. Deswegen dürfen wir alle 5 Jahre wählen. Um zu gewährleisten, dass Hüfingen keine Rolle in Stuttgart spielt, wurden wir zum Wählen dem württembergischen Tuttlingen zugeteilt. Ob das wohl die Rache für das Wahlergebnis von 1950 war, bei dem Hüfingen mit über 60% für Baden war und Tuttlingen zu 95% dagegen gestimmt hatte?
Um sich nicht direkt mit uns auseinanderzusetzen zu müssen, hat Stuttgart ein Regierungspräsidium (RP) in Freiburg errichtet das uns verwaltet. Als mittlere Landesbehörde steht das RPF zwischen dem Land Baden-Württemberg und der kommunalen Ebene. Das Regierungspräsidium zählt 1.718 Mitarbeiter darunter 809 hoch bezahlte Beamte.(Zahlen, Daten und Fakten RPF, abgerufen am 15.01.2025). Der Regierungspräsident wird genau so wenig vom Volk gewählt wie der Erste Landesbeamteoder der Landrat. Aus diesem Grund lassen sich bei den hoch bezahlten Stellen fast nur Männer finden die meiner Meinung nach viel zu viel Macht haben und nicht kontrolliert werden.
So bestimmt das RPF mit Macht und Steuergeld von oben herab wer was wie zu tun habe und missachtet die Bedürfnisse der Kommunen und die Sinnhaftigkeit seiner Maßnahmen. Deswegen möchte ich hier eine kleine Liste für Hüfingen zusammenstellen.
Lidllager
Als erstes muss man das Lidllager erwähnen, das ohne Sinn und Verstand auf eine Feuchtwiese geknallt wurde. Das Lager ist größer als die Hüfinger Altstadt und widerspricht nicht nur EU Recht, sondern auch Landesrecht. Es wurden 5 ha geschützte Biotope und Streu- und Nasswiesen versiegelt. Hier gibt es die Ausführungen von Prof. Dr. Günther Reichelt dazu: https://hieronymus-online.de/lidl-erweiterung. Dies alles unter Umgehung sämtlicher Gesetzte und ohne vorgeschriebene Umweltverträglichkeitsprüfung.
Auch wurde auf das 46.969,22 m2 große Dach keine Photovoltaikanlage gebaut, da das Zentrallager so billig wie möglich gebaut wurde, so dass auch nachträglich keine Photovoltaikanlage mehr möglich war. https://hieronymus-online.de/kein-photovoltaik-fuer-lidl/
esb (Energieversorgung Südbaar GmbH & Co.KG)
Die Hüfinger Anteile an der esb wurden 2023 von der CDU und der FDP/FW/UWV verkauft. Die esb gehört der Kapitalgesellschaft Energiedienst Holding die sich jetzt Naturenergie Holding AG nennt, der Hauptaktionär ist die EnBW. Die Naturenergie Holding AG hatte 2024 eine Dividendenrendite von 3,54 % (Abgerufen am 20.01.2025).
Seit dem Rückkauf der Hüfinger Anteile plant die esb ein Umspannwerk an der B33 in Sumpfohren. Um den Gewinn an dem Umspannwerk den Aktionären zu sichern hat die esb hierfür landwirtschaftliche Fläche gekauft die nach ASVG der Landwirtschaft vorbehalten ist.
Dies wird vom RPF mit volkswirtschaftlichen Belangen begründet. Es stellt sich hier die Frage, warum das RPF der Ansicht ist, es sei ein volkswirtschaftlicher Belang, dass der Boden der esb gehören muss? Womöglich geht es hier eher darum, privilegiert bauen zu dürfen und die Gewinne an den Landwirten vorbei für die Aktionäre zu sichern?
Also die Genehmigung vom RPF wird genutzt, um ein Bauwerk planungsrechtlich nicht über ein Bebauungsplanverfahrenn bauen zu müssen sondern um es privilegiert bauen zu können.
Das RP hat die Gemeinde Hüfingen ausgehebelt!
Das RP und das Landwirtschaftsamt haben den Kauf am 20.12.2024 genehmigt.
Es soll anscheinend ein Baugenehmigungsverfahren nach §35 BauGB stattfinden, ohne alle Träger öffentlicher Belange zu hören.
Dieser Trick eine Umweltverträglichkeitsprüfung zu verhindern, erinnert stark an den Lidl weswegen ich diese Geschichte vorangestellt habe. Aber wie es hier weiter geht ist noch nicht gesetzt und wir können gespannt sein.
Die Frage die sich hier aber immer wieder stellt ist warum Gesetzte immer irgendwie positiv für esb oder Lidl ausgelegt werden?
Tod der Singschwäne
Das Gebiet an der B33 war bis 1983 über Jahrhunderte das Zuhause von Singschwänen bis das Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Umwelt in Stuttgart nicht nur diese Vögel der Vernichtung preis gab. Also bestimmten auch damals Stuttgarter Männer über unsere Heimat. Diese Geschichte kann bei Eva Zeller im gleichnamigen Buch nachgelesen werden.
Prof. Dr. Günther Reichelt hatte damals gekämpft und verloren. Verloren haben wir die die Großen Brachvögel, die Zwergtaucher, die Löffel-, Reiher-und Pfeifenten, vor allem aber die Traditionsplätze zur Überwinterung der Singschwäne.
Damals hat Stuttgart unsere Tierwelt unter die volkswirtschaftlichen Belange der Industrie gestellt. Um so mehr hat es alle Ökologen und Ornithologen auf der Baar gefreut, als der Wiesenackerhof ein Artenschutzprojekt für den Kiebitz umgesetzt hatte. Ein großer Traum von Professor Dr. Reichelt ist in Erfüllung gegangen und leider konnte er die Rückkehr des Kiebitz auf die Baar nicht mehr erleben. Bis zu den „fast überall gegenwärtigen lauten Brutgenossenschaften der Kiebitze“ ist zwar noch ein sehr weiter Weg, aber ein Anfang war gemacht.
Ja, der Anfang war gemacht. Ob die esb darauf Rücksicht nimmt, wenn sie in unserem Vogelschutzgebiet ihrem „privilegiertem Bergbau mit volkswirtschaftlichem Belange“* nachgeht?
* Bergbau ist die Begründung des RPFs für die angeblichen wirtschaftlichen Belange der esb
Lärmschutzwand und Ausgleich
Ein wahres Monument der Unfähigkeit des RPFs (in diesem Fall der Abteilung 4, Straßenbau) befindet sich an der B27 – im Volksmund Halfpipe genannt.
Hier wurden alle Pläne unseres Altbürgermeisters und der SPD vom RPF verworfen. 2016 dann, als uns Anton Knapp wegen seines verdienten Ruhestandes, nicht mehr beschützen konnte, hat das RPF die Chance ergriffen, eine sehr spezielle Firma für eine nie gewollte Halfpipe zu beauftragen. So mussten wir für eine vollkommen verpfuschte „Lärmschutzwand“ die nicht den Lärm sondern den Verkehr aufhält, bezahlen. Dieser ganz Zustand wurde schon in sieben (7!) Artikeln auf dem Hieronymus besprochen und wir sind alle müde davon.
Ausgleichsprojekt im Binsengraben
Aber passend dazu ist das absolut geniale Ausgleichsprojekt des RPF, Abteilung Straßenbau, zur B27 im Hüfinger Binsengraben. Weil dort wurde jetzt schon die 2. Generation Eiben mit Biberschutz gepflanzt. Die 1. Generation ist zum Erstaunen aller gestorben.
Europäische Eibe (Taxus baccata) mit Biberschutz im Binsengraben
Bei der Festsetzung der neuen Hebesätze für Hüfingen hatte ich schon mal darüber berichtet: https://hieronymus-online.de/grsitzung-14-11-2024/ Da jetzt alle relevanten Hüfingerinnen und Hüfinger den Veranlagungsbescheid haben, wollte ich den Sachverhalt nochmals gesondert versuchen zu erklären. Wegen des tristen Anlasses verzichte ich auf Fotos.
Der Ursprung dieser Reform ist eine Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts am 10.04.2018. Deswegen hat Stuttgart am 4. November 2020 ein neues Gesetz zur Regelung einer Landesgrundsteuer beschlossen. Für das Grundvermögen (Grundsteuer B) hat der Landesgesetzgeber in Baden-Württemberg mit dem modifiziertenBodenwertmodell einen eigenen Weg gewählt. Bei diesem Modell wird die Grundstücksfläche mit dem vom örtlichen Gutachterausschuss auf den 01.01.2022 festgestellten Bodenrichtwert multipliziert. Die Gebäudewerte auf den entsprechenden Grundstücken sind dagegen nicht relevant. In Baden-Württemberg bleibt die Bebauung eines Grundstücks und damit ein etwaiger Gebäudewert auf der Ebene der Bewertung unberücksichtigt.
Stuttgart hat also für Baden-Württemberg ein eigenes Modell für die neue Grundsteuer bestimmt. Das heiß unsere Grün/Schwarze Regierung hat beschlossen, dass es unerheblich ist, ob jemand in einer Villa wohnt, ob eine alte Dame gerne ihr Gärtchen pflegt oder ein Landwirt vor dem Haus eine Streuobstwiese hat, von allen wird die selbe Grundsteuer vom Konto abgezogen.
Die Grün-Schwarze Regierung hat hier auf der ganzen Ebene versagt; nein, nicht ganz, zumindest ist das rechtssicher. In einem Musterprozess hat des Finanzgericht Baden-Württemberg die Klagen gegen die Grundsteuerreform abgewiesen. Allerdings hat das Gericht eine Revision zugelassen und man kann noch bisschen auf die nächste Instanz hoffen.
Das Resultat des Sonderweges von Stuttgart für uns ist eine Enteignung aller nicht bebaubaren Grundstücken. Eine Streuobstwiese wird zur Siedlungsfreifläche. In Zukunft werden sich nur die Menschen einen Garten leisten können, die ihn sich durch jährliche Abgaben an die Stadt pachten können. Es wird der Todesstoß aller privaten Grünflächen und Rentner werden frühzeitig aus ihrem Haus getrieben werden. Es werden noch mehr Streuobstwiesen ausgerissen werden und Naturschutz wird bestraft.
Die Stadt kann man hierfür nicht verantwortlich machen. Unter dem Strich ändert sich für Hüfingen nichts, da die Besitzer einer Streuobstwiese die Villenbewohner mit Schottergarten subventionieren werden.
Dies von einer Partei die vor 40 Jahren mal angetreten ist, unsere Natur zu schützen und jetzt der nächsten Generation nur verbrannten Boden hinterlässt. Das wird 2026 eine sehr schwierige Landtagswahl.
Vielleicht sollten wir uns nochmal überlegen, ob nicht doch Baden in die Schweiz eingegliedert werden solle – zumindest Südbaden? Nach dieser Reform werden uns die Schweizer wohl eh endgültig aufkaufen, von daher wäre es doch netter wir könnten auch von deren Demokratie profitieren.
Seit 1. Januar 1975 ist Mundelfingen offiziell, nach langem Streit, eingemeindet worden.
Oben unser Alt-Bürgermeister Max Gilly der das Dokument für Hüfingen unterschieben hatte.
Mundelfingen um 1920 (Foto aus dem Rathaus Mundelfingen)
Nachdem die Landesregierung entschlossen war, die Gemeindereform bis zum 31. Dezember 1974 notfalls durch Gesetz zum Abschluß zu bringen, wurden auch zwischen Hüfingen und Mundelfingen Verhandlungen aufgenommen. Die Vereinbarung wurde am 4. Mai 1974 von den Bürgermeistern Gilly und Mäder unterzeichnet und trat am 1. Januar 1975 in Kraft. Den Bezeichnungen der anderen ehemaligen selbständigen Gemeinden entsprechend, erhielt Mundelfingen den Namen »Hüfingen-Stadtteil Mundelfingen«. Bürgermeister Mäder übernahm das Amt des Ortsvorstehers, die Ortsverfassung sieht acht Ortschaftsräte und bei unechter Teilortswahl zwei Gemeinderäte in Hüfingen vor. Der finanzielle Freiraum sollte in den kommenden Jahren dem im Haushaltsplan des Jahres 1974 ausgewiesenen Betrag entsprechen, aber im Hinblick auf die Investitionsvorhaben während der nächsten vier Jahre auf zwei Drittel ermäßigt werden. Während dieser vier Jahre sollte die Wasserversorgung Hausen vor Wald/Mundelfingen ausgebaut und Mundelfingen an die Abwasserversorgung angeschlossen werden. In den anderen Teilen entspricht die Mundelfinger Vereinbarung derjenigen der übrigen Stadtteile.*