Die Projekte unseres Inklusionsbeauftragten Lars Hauser

Titelbild Lars Hauser vor dem Rathaus

Sicher hat es der ein- oder andere schon mit bekommen: Wir haben seit dem Frühjahr einen neuen Inklusionsbeauftragten. Um genau zu sein: Den 1. Inklusionsbeauftragten in Hüfingen.

Dies kommt, weil die Stadträtin Petra Moog am 21. Februar den erfolgreichen Antrag gestellt hatte, diesen Begriff in Zukunft zu verwenden. Lars Hauser ist also jetzt der 1. Inklusionsbeauftragte der Stadt Hüfingen. Der gelernte Erzieher arbeitet Vollzeit in Tannheim in der Nachsorgeklinik und betreut Hüfingen jetzt also in seiner Freizeit.

Also ob dies nicht schon genug sei, hat er noch zwei große Projekte in Angriff genommen, die ich hier vorstellen möchte:

Kindergärten ins Landesheim und umgekehrt

Er möchte mit den zwei Hüfinger Kindergärten (St. Verena und Louise Scheppler) gegenseitige Besuchstage einrichten.
Aber hört selber:

Lars Hauser über sein Generationenprojekt

Spendenlauf für ein Hospiz, die Nachsorgeklinik und Mukoviszidoseforschung

Er hat schon öfters Megaläufe für einen guten Zweck gelaufen und möchte nächstes Jahr wieder einen Lauf nach Stuttgart starten.

Lars Hauser über seinen Spendenlauf für
Mukoviszidose e.V.
Kinder und Jugendhospiz Stuttgart
Tannheim Nachsorgeklinik

Foto vom Instagrammkanal: lars_spendenlauf_mukoviszidose

Fortsetzung folgt!

Lars Hauser vor dem Rathaus

Lars Hauser vor dem Hüfinger Rathaus am Marienbrunnen

Generalentwässerungsplan, esb Erdkabel, neue Server, Zufahrt Kindergarten Behla, Feuerwehrgerätehaus, Sanierung Nepomuk-Schelble-Str., Essenspreise in Kitas, Verlust Stadtwerke

Es gab keine Ausschusssitzung.

Als erstes wurde der ehemalige Inklussionsbeauftragte verabschiedet der diesen Job über 20 Jahre gemacht hatte. Danke, Peter Müller!

TOP 2
Bürgerfragestunde

Keine Wortmeldungen.

TOP 3
Bekanntgabe von Beschlüssen aus nichtöffentlichen Sitzungen

Es gab keine Beschlüsse in der letzten nicht öffentlichen Sitzung.

TOP 4
Vorstellung Generalentwässerungsplan Hüfingen

Der Generalentwässerungsplan (GEP) ist Planungsinstrument für die örtliche Siedlungsentwässerung . Die Stadt Hüfingen erhält durch den Generalentwässerungsplan eine fundierte Handlungsempfehlung, in der die Belange der Stadtentwicklung, der Siedlungsentwässerung und des Gewässerschutzes mit ihren gegenseitigen Abhängigkeiten Berücksichtigung finden.




Ich fände hier nett, liebe Stadtverwaltung, wenn der ganze Kanalplan auf der Webseite von Hüfingen zur Verfügung gestellt werden könnte. Vielleicht irgendwo beim Baumamt?


„Es wird aufgezeigt, welche kurzfristigen, mittelfristigen und langfristigen Maßnahmen ergriffen werden müssen, um eine dauerhafte Entwässerung gewährleisten zu können.
Andererseits sind Einleitungen erlaubnispflichtig und aufgrund einer Befristung in regelmäßigen Abständen zu erneuern, wobei die Schadlosigkeit der Einleitung nachzuweisen ist.“


Schadlose Einleitung mit natürlicher Schaumbildung
Staatsanwalt G.


Hauptinhalt von diesen Plan ist die hydraulische Kanalnetzberechnung, mit der festgestellt wird, in welchen Bereichen es hydraulische Schwachstellen gibt und Überflutungen aus dem Kanalnetz heraus auftreten können.

Laut derzeitigem Stand trete bei 17 von 2.353 Schächten unzulässige Überstauungen auf. Für die Regenentlastungsanlagen ist ein deutlicher Sanierungsbedarf vorhanden.

Für die Umsetzung ist die Erstellung einer gesamtheitlichen Schmutzfrachtberechnung des Einzugsgebiets der Kläranlage Donaueschingen erforderlich.
An insgesamt 24 Einleitstellen ist eine stoffliche Behandlung notwendig und es werden mehrere zentrale Behandlungsanlagen erforderlich, insbesondere für große Verkehrsflächen und Gewerbeflächen.

Arbeiten am Kanalnetz
Hydraulische Berechnung – Maßnahmen
Ermittlung der erforderlichen Maßnahmen
▪ Ziel: Überstaufreiheit für die Berechnungsregen
▪ Ausarbeitung von hydraulischen Maßnahmen
– Aufdimensionierungen
– Querschlüsse
– Flächenabkopplung (auch: Außengebiete)
– Stilllegung Notentlastung
– Fehlanschlüsse beheben

Kostenschätzung: 2,5 Mio. €

Es kommen also ziemliche Kosten auf Hüfingen zu. Viel Geld, das sich wohl nicht vermeiden läßt. Hoffentlich gibt es vom Land Zuschüsse!

Bekannte Fehlanschlüsse die direkt in die Breg gehen an der Gierhalde? Habe ich richtig gehört? Kein Wunder, dass die Donau der schmutzigste Fluss Europas ist.

Dies war alles nur zur Kenntnisnahme.

TOP 5
Projektvorstellung Energieversorgung Südbaar GmbH

Die esb stellt ihre anstehenden Projekte in Hüfingen und den Ortsteilen vor. Also es werden eine ganze Reihe Erdkabel verlegt. Wer sich dafür interessiert wo genau, soll selber gucken.

https://huefingen-sitzungsdienst.komm.one/bi/getfile.asp?id=8780&type=do

(link funktioniert nur bis im August 2025)

Auch dies war nur zur Kenntnisnahme.

TOP 6
Vergabe Erneuerung der Server Infrastruktur
Vorlage: 2025/305

Die derzeitige technische Ausstattung im Rathaus entspricht nicht mehr den Anforderungen an einen ausfallsicheren und modernen Verwaltungsbetrieb.
Die Erneuerung der Server wurde im Rahmen der Haushaltsberatungen im Herbst 2024
angemeldet und vom Gemeinderat einstimmig genehmigt.

Heute geht es darum eine Firma mit der Erneuerung der Serverinfrastruktur in Höhe von 74.720,10€ zu beauftragen.

Der Gemeinderat stimmt hier einstimmig zu.

TOP 7
Zufahrt Kindertagesstätte St. Georg Behla – Vergabe von Bauleistungen

Der Plan war nicht bei SessionNet dabei, deswegen habe ich ihn abfotografiert.
Leider ist die Qualität nicht sonderlich gut. Ich werde das Bild bei Gelegenheit ersetzen.

Die ausgeschriebenen Arbeiten beinhalten Erd- und Straßenbauarbeiten in der Zufahrt zum Kindergarten Behla (Professor-Hall-Weg), sowie Pflasterarbeiten mit Randeinfassungen zur Verbreiterung des Gehwegs und zur Herstellung von zusätzlichen Parkplätzen vor dem Kindergarten.
Das günstigste Angebot wurde von eine Firma aus Hattingen mit einer Angebotssumme von 117.854,70 € brutto eingereicht.

Der Ortsvorsteher von Behla erzählt die lange Geschichte vom Versuch die Zufahrt zum Kindergarten endlich sicherer zu machen. Es gab bisher 15 Planungsvarianten. Bei dieser Planungsvariante haben alle Ortschaftsräte zugestimmt.

Der Gemeinderat stimmt auch einstimmig zu.

TOP 8
Sanierung Nepomuk-Schelble-Straße Ost – Vergabe von Ingenieurleistungen

Die Nepomuk-Schelble-Straße Ost muss saniert werden.

So ist die Sanierung der Straße und des Gehwegs auf eine Länge von ca. 160 m geplant.
Die Wasserleitung wird erneuert von Schulstraße über die Nepomuk-Schelble-Straße und die Karl-Bromberger-Straße (ca. 300 m). Der Kanal wird wegen schlechtem Zustand auf einer Länge von ca. 200 m ausgetauscht.

Das hierfür übliche CDU-Ingenieurbüro aus Donaueschingen soll mit den Planungsleistungen für die Sanierung der Nepomuk-Schelble-Straße Ost i. H. v. 103.430,33 € beauftragt werden. Es soll aber noch dieses Jahr gebaut werden.

Der Gemeinderat stimmt einstimmig zu.

TOP 9
Vergabe Feuerwehrgerätehaus Hüfingen – Holzbauarbeiten

Eine Zimmerei aus Mundelfingen soll für die Holzbauarbeiten in Höhe von 239.775,12 € beauftragt werden.

Auch hier stimmt der Gemeinderat einstimmig zu.

TOP 10
Reduzierung des Essenspreises in Kindergärten und Kitas in Hüfingen

In den Kindertagesstätten St. Verena in Hüfingen, St. Georg in Behla, St. Theresia in Mundelfingen und in der Kita Luise-Scheppler gibt es das Angebot des warmen Mittagessens. Ebenso gibt es Mittagessen in der Krippe Felix in Allmendshofen.

Die Preise für die Mittagsverpflegung an der Lucian-Reich-Schule wurden vom Gemeinderat in der Sitzung am 12.12.2024 ab 01.02.2025 neu und wie folgt festgelegt

Grundschüler (Klasse 1 bis 4) : 4,50 €/Essen
Sekundarstufe (Klasse 5 bis 10) : 4,80 €/Essen
Erwachsene und Lehrkräfte : 7,00 €/Essen


Der Gemeinderat soll die Reduzierung der Essenspreise auf 4,50 € auch für die Kindergartenkinder der katholischen Kindergärten ab dem 01.09.2025 beschließen.

Der Gemeinderat stimmt hier mit einer Enthaltung zu.

Im Herbst gibt es eine Klausurtagung mit Elternvertretern über die Kindergärten und deren Finanzierung.

TOP 11
Feststellung des Jahresabschlusses für den Eigenbetrieb Stadtwerke 2024

Der Eigenbetrieb Stadtwerke Hüfingen bestand im Jahr 2024 aus der Badsparte (Hallenbad, Sauna und Zinserträgen) sowie der Versorgungssparte (Elektrizität, Solar-Anlagen, Wasserversorgung und Nahwärmeversorgung).


Nach der Gesamterfolgsrechnung beträgt der Jahresfehlbetrag der Stadtwerke im Jahr 2024 0,495 Mio. Euro (2023: Jahresgewinn 1,283 Mio. Euro). Im Erfolgsplan 2024 der Stadtwerke Hüfingen war ein Verlust von 0,444 Mio. € veranschlagt.
Aufgrund des Sondereffekts aus dem erfolgswirksamen Überschuss aus dem ESB-Anteil-Verkauf im Jahr 2023 in Höhe von 1,440 Mio. Euro ist das Gesamtjahresergebnis 2023 und 2024 nicht vergleichbar.

Der Jahresabschluss der Stadtwerke Hüfingen soll für das Wirtschaftsjahr 2024 festgestellt werden.
Der Jahresfehlbetrag 2024 der Stadtwerke in Höhe von 495 T Euro soll mit dem Gewinnvortrag zu verrechnet werden.
Dem Bürgermeister, dem kaufmännischen Leiter der Stadtwerke, dem Wassermeister und dem
Elektromeister soll ohne Einschränkungen die Entlastung nach § 16 Abs. 3 Satz 2 Nr. 3 Eigenbetriebsgesetz Baden-Württemberg erteilt werden.

Der CDU Fraktionssprecher bedankt sich für die aussagekräftige und so frühe Ausarbeitung und hofft, dass die Erhöhung des Wasserpreises zum 1. Januar 2025 in Zukunft reicht. Die SPD Fraktionssprecherin bedankt sich auch für die ausführliche Ausarbeitung und stellt viele sehr detaillierte Fragen, die ich selber nicht kapiert habe. Der Amtsleiter der Kämmerei antwortet sehr detailliert. Es geht hier um die Auslegung der Zahlen. Kerstin Skodell meint, dass man die Zahlen anders darstellen muss und das Aquari eigentlich nicht so schlecht aussieht, wie hier dargestellt.

Der Gemeinderat stimmt dem Beschlussvorschlag einstimmig zu.


TOP 12
Informationen der Verwaltung und Anfragen aus dem Gemeinderat

Es gab Vergaben bei der Hackschnetzelanlage.

Der Bürgermeister informiert über die Nachbarschaftshilfe, das Hotel Frank und ein Ärztehaus.

Es gibt 4 neue Leute in der Stadtverwaltung.

55 Jahre Eingemeindung Sumpfohren

Immer mehr setzte sich 1969 die Gewissheit durch, dass die Eingemeindungen nicht mehr abzuwenden sein würden. So begannen im »Sternen« Gespräche zwischen Hüfingen und Sumpfohren mit dem Ziel der Eingemeindung.*

Am 18. Februar 1970 stimmten die wahlberechtigten Sumpfohrener über die Eingemeindung nach Hüfingen ab. 64% der Wahlberechtigten gingen an die Urne und stimmten mit 91% für die Eingemeindung. Sie erteilten damit Bürgermeister und Gemeinderat einen klaren Auftrag. Die endgültigen Verhandlungen konnten beginnen. In einer gemeinsamen Sitzung billigten die Gemeinderäte der beiden Orte Hüfingen und Sumpfohren die Vereinbarung über den Anschluß Hüfingens während der ersten Märzwoche, und am 10. März ratifizierten die beiden Bürgermeister Batsching und Gilly den Vertrag über die erste Eingemeindung im Landkreis Donaueschingen.*

Nach diesem Vertrag wurde Sumpfohren Stadtteil von Hüfingen und erhielt den Namen Stadt Hüfingen-Stadtteil Sumpfohren. Als Gesamtrechtsnachfolgerin Sumpfohrens trat die Stadt Hüfingen in alle Rechte und Pflichten der bisherigen Gemeinde ein.*

Die Sumpfohrener erhielten die gleichen Rechte wie die Hüfinger und haben auch die gleichen Pflichten zu erfüllen. Der Bürgernutzen blieb bestehen. Das gemeindliche Eigenleben sollte erhalten und die Grundschule nur aufgelöst werden, wenn es gesetzliche Bestimmungen geboten. Die kirchlichen, caritativen, kulturellen und sportlichen Einrichtungen im neuen Stadtteil sollten ebenso gefördert werden wie diejenigen Hüfingens. Es wurde vereinbart, im Gewann Espel einen Teilbebauungsplan aufzustellen. Unmittelbar nach dem Inkrafttreten der Vereinbarung war mit dem Bau der Kanalisation zu beginnen. Die Anlage sollte nach zwei Jahren abgeschlossen sein. Eine Feuerwehrabteilung ist in Sumpfohren zu unterhalten, das Rathaus blieb bestehen.*

Bis zur nächsten Gemeinderatswahl im Jahre 1971 war Sumpfohren im Gemeinderat der Stadt mit vier und in der folgenden Wahlperiode mit drei Gemeinderäten vertreten. Mindestens bis 1974 sollte auch der bisherige freie Finanzspielraum von jährlich 35000 DM erhalten bleiben. Bis 1974 sollte die unechte Teilortswahl gelten und schließlich im Gemeinderat Hüfingen nur noch ein Gemeinderat aus Sumpfohren Sitz und Stimme haben. Nach der Bestätigung durch das Regierungspräsidium trat die Vereinbarung am 1. April 1970 in Kraft.*

*Aus der Chronik der Stadt Hüfingen von August Vetter 1984

Karte aus 1848 vom Landesarchiv BW

Die Eingemeindungen von Sumpfohren war also heute vor 55 Jahren. Aus diesem Grund krame ich hier den Spaziergang mit der Ortsvorsteherin aus dem Jahr 2019 wieder hervor.

von Hannah Miriam Jaag am 16.09.2019

Spaziergang mit der Ortsvorsteherin von Sumpfohren

Bei wunderschönen Wetter warte ich an unserem Treffpunkt vor der Kirche auf die Ortsvorsteherin. Mein Auto steht vor dem merkwürdig stillen und leeren Kindergarten. Aber dazu später mehr.

St. Silvester Sumpfohren

Unsere erste Station ist das einstige Rathaus, das heute das Zuhause der 5 Vereine ist und für die Ortschaftsratssitzungen den ehemaligen Kerker bereit hält.

Rathaus Supmfohren

Die erste urkundliche Nennung des Ortsnamens ist in der Tauschurkunde vom 14. Februar 883 die im St. Gallener Stiftsarchiv verwahrt wird. Im Buch von August Vetter, das 1989 von der Stadt Hüfingen herausgegeben wurde steht zum Tausch folgendes:

Kaiser Karl, der die Urkunde besiegelte und den Tausch mit dem Kloster St. Gallen vornahm, war der unglückliche Karolingerkaiser Karl III., der auch „der Dicke“ genannt wird. Als Sohn des Kaisers Ludwig des Deutschen (843-876) erhielt er beim Tode seines Vaters Alemannien und Churrätien als Erbe. Durch den frühen Tod seiner beiden Brüder wurde er Herrscher des gesamten Ostfränkischen Reiches. 879 zum Kaiser gekrönt, konnte er von 885 an, noch einmal des Reich Karls des Großen unter einer Krone vereinigen, aber es gelang ihm nicht, das Reich vor den Normannen, den Sarazenen und den Mähren zu schützen. Deshalb wurde er 887 auf dem Reichstag zu Tribur von Arnulf von Kärnten, einem unehelichen Sohn seines Bruders Karlmann, zur Abdankung gezwungen. Arnulf wies ihm „die Pfalz“ Auf Hof als Aufenthaltsort an. Der abgesetzte und kranke Kaiser, der im gesunden Mannesalter als Pflalzgraf Auf Hof gewirkt hatte, verbrachte nur wenige Wochen in der Baar, denn schon im Januar des Jahres 888 fand er einen mysteriösen, gewaltsamen Tod in der Nähe seines Verbannungsortes. Die Mönche des Klosters Reichenau holten den Leichnam in ihr Inselkloster, wo sie ihn im Chor des Münsters beisetzten. Wenn die Sage recht hat, fand Karl III. keine Ruhe nach dem Tod, denn als Wiedergänger müsse er in der Entenburg geisterweis umgehen. In Pfohren kennt man ihn als „Schnufer“

Das Rathaus wurde laut Vetter* womöglich 1840 erbaut und am 01. August 1918 stimmten die Bürger darüber ab, ob es versteigert werden solle. Die Abstimmung ergab 9 Stimmen für und 15 Stimmen gegen den Verkauf. Nach der Eingemeindung Sumpfohrens verlor es seine Funktion und wurde nach einem gründlichen Umbau den Vereinen des Stadtteils zur Verfügung gestellt.

Kerker im alten Rathaus der dem Ortschaftsrat als Sitzungsraum dient

Hinter dem Rathaus entsteht momentan ein Abenteuerspielplatz für die älteren Kinder.

Skaterrampe hinterm Rathaus

Für die jüngeren Kinder ist schon ein Abenteuerspielplatz gegenüber vom Rathaus bei der Kirche.

Wasserspiele in Sumpfohren

Genau gegenüber vom ehemaligen Rathaus befindet sich das, laut Ortsvorsteherin, schönste Gemeinschaftshaus der Region.

Gemeinschaftshaus Sumpfohren

Von aussen vielleicht doch recht unspektakulär, eröffnen sich innen ganz andere Ansichten.

Gemeinschaftshaus

Was vielleicht ein Tipp ist, für alle denen der Bahnhofssaal in Hüfingen zu poplig oder zu ausgebucht ist: Man kann sich diesen wunderschönen Saal für Feierlichkeiten mieten!

Unten im Gemeinschaftshaus befindet sich die Feuerwehr Sumpfohren.

Ebenfalls im Dorfzentrum befindet sich die wohl bei allen Hüfingerinnen und Hüfinger berühmte Le Frombaar GbR. Den Käse kann man direkt in Sumpfohren oder im Ölzweig in Hüfingen kaufen.

Le Frombaar GbR

Der gußeiserne Brunnentrog aus dem 19. Jahrhundert diente über lange Zeit dem Vieh als Tränke. Sein Wasser kommt aus einer eigenen Quelle unterhalb des Fürstenbergs.

Brunnentrog aus dem 19. Jahrhundert

Der Rundgang führt uns dann wieder zurück am Acker vorbei zum Kindergarten.

Kindergarten und St. Silvester

1972 wurde die Schule in Sumpfohren zum Kindergarten für die Stadtteile Sumpfohren und Behla. Im Jahr 2007 war das Gebäude in solch einem schlechten Zustand, dass eine weitere Unterbringung des Kindergartens im Haus aus Sicherheitsgründen nicht mehr möglich war. Daraufhin wurde ein Neubau beschlossen. Mit viel ehrenamtlichem Einsatz, Geld und großer Ausdauer wurde ein neuer Kindergarten geschaffen. Die Einweihung fand am 26. September 2009 statt.

Kindergarten St. Silvester

Der neue Kindergarten wurde als Passivhaus konzipiert und nach strengen Umweltkriterien erbaut. Dafür bekam die Stadt Hüfingen einen Preis von 40.000 Euro im Bundeswettbewerb kommunaler Klimaschutz 2013.

“Sumpfohren erhielt den Bundespreis für sein in mehr als 700 freiwilligen Arbeitsstunden aufgebrachtes Projekt der Umsetzung von klimaschonenden Maßnahmen im Kindergarten St. Silvester. Fünf Tonnen Kohlendioxid spart dieser jährlich gegenüber einem konventionellen Bau ein.” Aus dem Schwarzwälder Boten am 24.01.2014

Da fragt man sich: Wo sind die Kinder?

Bestandsargantie für den Kindergarten St. Silvester

Es wurde vom Gemeinderat Hüfingen beschlossen, dass sich der Kindergarten im September 2019 in die neue Kindertagesstätte Behla komplett integriert.

So wurde im Sommer 2019 aus laufendem Betrieb heraus und vor Augen der Kinder sogar der selbst gepresste Apfelsaft nach Behla abtransportiert.

Nur die Marienstatue wurde zurückgelassen und winkte mit dem Jesuskind zum Abschied.

leerer Kindergarten

So ist der viel gelobte Kindergarten St. Silvester von Sumpfohren nicht mal 10 Jahre nach seiner glorreichen Einweihung schon wieder Geschichte.

Hier endet der Spaziergang durch Sumpfohren mit der Ortsvorsteherin wieder an der Kirche auf dem Parkplatz des Kindergartens St. Silvester.

*August Vetter. Sumpfohren. Herausgegeben von der Stadt Hüfingen, Ortsverwaltung Sumpfohren, 1989

Hackschnitzelkessel, neue Schaltanlagen für Tiefbrunnen und Bestandsgarantie für den Kindergarten Fürstenberg

Die Unterlagen gibt es wie immer hier: https://huefingensitzungsdienst

Hier geht es um die Sitzung am 23. Januar 2025

Sitzung des Ausschusses für Umwelt und Technik um 18:20 Uhr

Zuerst ging es um den Umbau von Garage und Kellerräumen zu einer Wohnung und die Erstellung von zwei Garagen und einem Carport am Hexenberg und dann um die Errichtung eines Gartenhauses auf dem Hohen II.

Der Bürgermeister verzichtet darauf die einzelnen Anträge vorlesen zu lassen. Von daher ging es heute drei Minuten.

Allen Bauvorhaben wurde einstimmig zugestimmt.

Öffentliche Gemeinderatssitzung ab 18:30 Uhr

Zuerst gab es Ehrungen für Kerstin Skodell, Ancilla Batsching, Egon Bäurer und Reinhard Isak als langjährige Gemeinderatsmitglieder.

TOP 4
Vergabe der Hochbauarbeiten für den Hackschnitzelkessel II am Standort Bleichewiese

Das Konzepts Hackschnitzelkessel II wurde hier letztes Jahr schon mehrfach besprochen:
https://hieronymus-online.de/hackschnitzelkesselanlage/.

Es gibt einen Förderbescheid Hackschnitzelkessel II in Höhe von 1,035 Mio € und es wird mit Gesamtkosten von 3,78 Mio € gerechnet. Mit dem Bau der Hackschnitzelkesselanlage II mit einer Leistung von 2 MW wird die Bleichewiese die zentrale Heizzentrale der Wärmeversorgung der Stadt Hüfingen.

Der CDU Fraktionssprecher fragt nach dem Unterschied von Nah- und Fernwärme. Es gäbe hier keine Unterschiede und wird einfach regional unterschiedlich benannt. Man kann es also benennen, wie man möchte.

Die Errichtung des Gebäudes für den Hackschnitzelkessel II am Standort Bleichewiese soll in dieser Sitzung an ein Bauunternehmen aus Furtwangen in Höhe von netto 545.209,71 € vergeben werden.

Der Gemeinderat stimmt der Vergabe mit einer Gegenstimme und einer Enthaltung zu.

TOP 5
Vergabe Sanierung Schaltanlagen Tiefbrunnen I & II, HB Schosen & HB Kohlwald

Bei unserem Trinkwasser verweise ich auf die Hüfinger Trinkwasser-Reise die im Grunde vom Hüfinger Wassermeister vorgestellt wurde.

Tiefbrunnen I & II im Schafäcker

Wasserhochbehälter Schosen

Hochbehälter Kohlwald 750 cbm
Eröffnet 15.08.1975

In Zukunft soll der Chlorgehalt erhöht werden, da dies vom Gesundheitsamt gefordert wurde. Also ich persönlich finde das ziemlich blöde. Vielleicht gibt es noch eine Möglichkeit darauf zu verzichten?

Die Sanierung der Schaltanlagen ist erforderlich, da diese alt und reparaturanfällig geworden sind und so für die Zukunft wieder auf Stand gebracht werden. Es soll eine Firma aus Blumberg mit den Arbeiten zur Sanierung der Schaltanlagen für 100.583,60 € netto beauftragt werden.

Die CDU fragt sich, warum es nur ein einziges Angebot gab und das war auch noch das 1,5 – fache vom vorher geschätzten Betrag. Der Betrag für die Sanierung der Schaltanlagen erscheint zu hoch. Die anderen Gemeinderäte befinden auch das Angebot für viel zu hoch.

Der Wassermeister meint, dass die Dringlichkeit von der Sanierung sehr hoch sei und im Haushalt seien 35.000 Euro drin. Falls eine Steuerung ausfällt, müsse man auf Handsteuerung umstellen. Eine erneute Ausschreibung ginge mindestens drei Monate.

Bei 15 Gegenstimmen und vier Enthaltungen muss erneut ausgeschrieben werden.


TOP 5
Aufhebung des Grundsatzbeschlusses, zur Schließung der
Ortsteilkindergärten bei Unterschreitung von 12 Kindern
2025/219

Was soll man dazu sagen?

Halleluja

Dieser Beschluss ist sowas an überfällig und kommt eigentlich viel zu spät. Zu spät für Sumpfohren , zu spät für Hausen, aber immerhin nicht zu spät für Fürstenberg.

Bestandsgarantie für den Kindergarten St. Silvester.
Sumpfohren

Alter Kindergarten von Hausen vor Wald der ein ähnliches Schicksal hatte wie der in Sumpfohren.

Der CDU Fraktionssprecher meint, dass dieser Grundsatzbeschluss damals die Voraussetzung war, dass der neue Kindergarten von Behla so gut angenommen wurde. Aber jetzt seien neue Zeiten und der Grundsatzbeschluss soll aufgehoben werden.

Ebenso meint die Fraktionssprecherin der SPD, dass die Zeit gekommen ist, den alten Grundsatzbeschluss erst mal aufzuheben. Auch die anderen Gemeinderäte schließen sich an.

Der Gemeinderat beschließt am 23. Januar 2025 einstimmig die Aufhebung des Grundsatzbeschlusses, die Ortsteilkindergärten bei Unterschreitung von 12 Kindern zu schließen.

Meine Meinung hierzu

Da es hierzu im Gemeinderat leichten Streit gab, wie seit 16 Jahren, möchte ich hier gesondert meine Meinung dazu schreiben.

Das Argument, dass der katholische Kindergarten nur so gut angenommen wurde, wegen der Schließung von Sumpfohren und Hausen, ist eigentlich sarkastisch. Wenn es damals wirklich um die Familien und Kinder gegangen wäre, hätte man einen städtischen Zentralkindergarten errichten können. Keinen alternativlosen katholischen Hort. Es scheint niemand aufzuregen, dass die Leiterin und deren Stellvertreterin, nachdem sie den neuen katholischen Kindergarten aufgebaut hatten, von der Kirche heimlich abgeschoben wurden. Warum?

TOP 6
Anfragen aus dem Gemeinderat

Der CDU Fraktionssprecher, Markus Leichenauer, fragt an, ob eine kommunale App möglich sei, damit alle Hüfingerinnen und Hüfinger einfacher informiert werden können. Auch fragt er, ob eine kostenlose Vollverteilung des Hüfinger Boten möglich sei und was dies kosten würde. Die Liste mit den Fragen hat er uns hier zur Verfügung gestellt:

Hier möchte ich darauf aufmerksam machen, dass Donaueschingen ein eigenständiges Blatt hat, das nicht beim Primo Verlag angesiedelt ist und das allen Bürgerinnen und Bürgern zur Verfügung steht. https://www.donaueschingen.de/mitteilungsblatt

Mete Ünal fragt, wann der geschlossene Spielplatz wieder geöffnet werden darf. Der Bauamtsleiter meint, Problem sei eine geologische Untersuchung die gemacht werden soll, und bei der es Probleme mit dem RP gäbe. Es kann erst weiter gehen, wenn das RP irgendwann was tut.


Hier gibt es den Artikel zum Spielplatz Bleichewiese:

19:40 Uhr war die öffentliche Gemeinderatssitzung beendet.

Bebauungspläne, NGP, Kindergärten, Stegle, Essen in der LRS und Schulhof in Mundelfingen

Die Unterlagen gibt es wie immer hier: https://huefingensitzungsdienst

Hier geht es um die Sitzung am 12. Dezember 2024

Sitzung des Ausschusses für Umwelt und Technik

Der Bauantrag 50/2024 ist besonders interessant, weil ein Besitzer auf Hohen II um die Befreiung vom Bebauungsplan ersucht hat. Die Familie möchte gerne einen „Stahlzaun“ mit einer Höhe von 1,80 m bis 2,00 m auf ca. 35 m errichten. Über den Bebauungsplan auf Hohen II hatte ich mich schon 2022 hier lustig gemacht. Es ist ja so, dass auf dem Hohen II jeder macht was er möchte aber nur bei den „Dummen“, die einen Bauantrag stellen, der Bebauungsplan auch durchgedrückt wird. Ich bin richtig gespannt, wie der neue Gemeinderat zur Realisierung des Bebauungsplanes steht.
Ob sich in Zukunft auch andere Besitzer in Hüfingen an Bebauungspläne halten müssen?
Und was geschieht mit den in der Vergangenheit errichteten „illegalen Bauwerken“?

18:48 Die Gemeinderäte sind sich einig, dass dem Bebauungsplan gefolgt werden soll. Der Bebauungsplan hatte ja damals einen Sinn. Es gab auch den Vorschlag, dass der GR mal eine kleine Exkursion auf den Hohen macht.

Übrigens: Es wurde einmal vom Gemeinderat genehmigt, wegen eines verhaltenskreativen Kindes das gerne spazieren geht, aber ich glaube das wurde dann irgendwie anders gelöst.

Die anderen TOPs vom Ausschuss sind eine neue Dachgaupe in Fürstenberg, eine Garage an der Hochstraße, Werbetafeln vom Lidl und die Errichtung eines schmucken Bürogebäudes neben der Feuerwehr im Gewerbegebiet Ziegeleschle.

Geplantes dreigeschossiges Bürogebäude im Ziegeleschle für ca. 40 Mitarbeiter.

Auch hier fällt uns der irrsinnige Bebauungsplan wieder auf die Füße, da die Befreiung von den „Festsetzungen des Bebauungsplans“ wegen Überschreitung der Firsthöhe um 2,0m (12,0m anstatt 10,0m) beantragt werden muss.

Vielleicht mag ja der neue Bürgermeister und Gemeinderat unsere engstirnigen, aus der Zeit gefallenen, Bebauungsvorschriften modernisieren?

Eine kleine Anekdote aus 2020:

Für das zu planende Wohngebiet in Fürstenberg fragte der Ortsvorsteher den damaligen Bürgermeister warum denn sogar die Farben der Häuser vorgeschrieben seien. Die Antwort war:
Wollen Sie etwa bunte Häuser?

Öffentliche Gemeinderatssitzung ab 19:00 Uhr

TOP 4
Naturschutzgroßprojekt Baar (NGP Baar)

Maßnahme am Südhang des Fürstenberges vom Naturschutzgroßprojektes Baar (NGP-Baar)

Der Gemeinderat hat 2016 festgelegt, dass die im Kalenderjahr anstehenden Maßnahmen des NGP Baar in Hüfingen vorgestellt und zur Umsetzung beschlossen werden.

Die geplanten Maßnahmen in 2025 sind auf der Jungviehweide in Mundelfingen die Neupflanzung von ca. 40 Obstbäume und Erziehungsschnitte an den vorhandenen Obstbäumen.
Im Fördergebiet Riedseen sollen Kleinstgewässer angelegt werden und die Optimierung der Flachwasserzonen erfolgen. Die Einrichtung einer Beweidung und Zaunbau ist für auch für 2025 oder 2026 geplant.

Fördergebiet mit erworbenen Grundstücken bei Fürstenberg.

Lage und Größe der Fördergebiete des NGP auf dem Gebiet der Stadt Hüfingen mit beabsichtigtem Zaunbau am Riedsee.

TOP 5
Beschlussfassung zur örtlichen Bedarfsplanung für Kindertageseinrichtungen in der Stadt Hüfingen 2025

Das Thema Kinderbetreuung ist nicht nur komplex, sondern auch sehr schnellen Änderungen unterworfen. Ich möchte hier nur die Liste der Betreuungsplätze in Hüfingen rein und bitte um Kommentare, falls jemand Anmerkungen hierzu hat.

Betreuung Kinder 0 bis 3 Jahre

Betreuung Kinder 3 bis 6 Jahre in Kindergärten und Kitas


„Wir haben genug Betreuungsplätze für unsere Kinder“ war eine der ersten Aussage, die mich persönlich ziemlich überrascht hat. Lediglich in der Kernstadt sei eine Unterdeckung im U3 Bereich, aber es geht noch. Der Bürgermeister sagte: „Wir sind auf Kante genäht, aber es funktioniert.“ Wir brauchen erst mal keinen Neubau, da es momentan keinen Bedarf und auch keinen passenden Stadtort gibt.

Noch eine Neuerung hat mich überrascht: Von der CDU durfte dieses Mal die Fachfrau sprechen. Sehr schön!

Der Gemeinderat und der Bürgermeister wollen langfristig über einen Naturkindergarten auch in der Kernstadt nachdenken. Dann ist der Kindergarten in Fürstenberg sicher, auch wenn unter 12 Kinder dort angemeldet sind. Diese Richtlinie soll bei Gelegenheit überarbeitet und aufgelöst werden.

TOP 6
Erschließung Neubaugebiet „Im Stegle“ in Hausen vor Wald
a) Vorstellung der Erschließungsplanung
b) Beschluss über eine mögliche Bauabschnittsbildung
c) Beschluss zur Ausschreibung der Tiefbau- und Straßenarbeiten

Wer sich hier genauer interessiert, die Unterlagen gibt es auf der Seite der Stadt hier unter Stegle:

https://www.huefingen.de/de/Wirtschaft-Bauen/Bauen-in-Huefingen/Bebauungsplaene/Rechtskraeftige-Bebauungsplaene


Hier blockiert momentan das Regierungspräsidium in Freiburg, da ein Hochwasserrisiko bestände. Deswegen müsse eine „Überflutungsvorsorge“ getroffen werden, also ein Starkregen mit eingerechnet werden. Deswegen wird eventueller Starkregen um das Neubaugebiet herum geleitet.

Insgesamt sollen über den Bebauungsplan auf einer gesamten Geltungsbereichsfläche von
2,17 ha 26 Wohnbaugrundstücke planungsrechtlich ausgewiesen werden. Die resultierende
und zur Vermarktung anstehende Nettobauplatzfläche beläuft sich auf ca. 11.400 m².

Die Ortsvorsteherin meint, der Ortschaftsrat von Hausen möchte, dass das Neubaugebiet in Abschnitte unterteilt wird, da momentan nicht so viele Grundstücke benötigt werden. Die CDU ist der Meinung, dass gleich alles erschlossen wird, auch da die Bauplätze für die Tiny-Häuser im 2. Bauabschnitt lägen. Die SPD schließt sich dem Ortschaftsrat an. Die anderen Gemeinderäte sind unterschiedlicher Meinung. Die Verwaltung bevorzugt auch zwei Bauabschnitte und findet 26 Bauplätze zu viel für eine Ortschaft in der Größe von Hausen. Elf Bauplätze würden erst mal genug sein und wenn man irgendwann mehr braucht, dann kann man jederzeit den Rest erschließen.

14 Stadträte sind für eine Bauabschnittsplanung und 6 dagegen. Es werden also erst nur 11 Bauplätze erschlossen.

TOP7
Änderung der Satzung über die Erhebung einer Tourismusabgabe (Tourismusabgabesatzung)

Hier wird von der Verwaltung eine Erhöhung von 50 Cent vorgeschlagen. Also Erwachsene sollen ab nächstes Jahr 2 € und Kinder 1 € Tourismusabgabe entrichten.

TOP8
Festlegung Essenspreis für die Lucian-Reich-Schule Hüfingen ab 2025

Einige Familien der Schülerinnen und Schüler der LRS forderten von der Schulleitung die Teilnahme an der gemeinsamen Mensaverpflegung freizustellen und beschwerten sich über die Qualität des Mittagessens. Deswegen wurde, bis auf die „Ganztagskinder“ der Grundschule, die Teilnahme frei gestellt.
Das Schuljahr 2023/24 hat gezeigt, dass die Essenzahlen durch die Freiwilligkeit der Teilnahme ab Klasse 5 insgesamt um ca. 1/3 zurückgegangen sind. Wurden im Schuljahr 2022/23 noch rund 45.500 Essen in der Mensa ausgegeben, waren es im Schuljahr 2023/24 nur noch 31.161 Essen.

Kostendeckende Essenspreise würden zu folgenden Preisen führen:
Grundschüler (Klassen 1 bis 4) 6,30 €/Essen
Sekundarstufe (Klassen 5 bis 10) und Lehrkräfte 6,50 €/Essen

Die Essenspreise sollen also angepasst werden. Die Verwaltung schlägt vor

Grundschüler (Klassen 1 bis 4) 4,90 €/Essen
Sekundarstufe (Klassen 5 bis 10) 5,10 € und Lehrkräfte 6,50 €/Essen

CDU bemängelt, dass das Essen aus Rheine in NRW geliefert wird und einige Eltern sind mit der Qualität nicht zufrieden. Es soll versucht werden einen regionalen Anbieter oder Alternativen zu finden.

CDU schlägt vor:

Grundschüler (Klassen 1 bis 4) 4,50 €/Essen
Sekundarstufe (Klassen 5 bis 10) 4,80 € und Lehrkräfte 6,50 €/Essen

SPD will auch lieber einen regionalen Anbieter. Geschmack, Qualität und Frische soll in Zukunft im Mittelpunkt stehen. SPD schlägt vor:

Grundschüler (Klassen 1 bis 4) 4,50 €/Essen
Sekundarstufe (Klassen 5 bis 10) 4,80 € und Lehrkräfte 7 €/Essen

Das Freie Forum und LBU möchten gerne einen „Fleischzusatzpreis“ von einem Euro, da sonst das Fleisch von den „Nichtfleischessern“ subventioniert wird. Andere Schulen in der Region würden das schon so machen.

Der Vorschlag der SPD wurde mehrheitlich angenommen

Grundschüler (Klassen 1 bis 4) 4,50 €/Essen
Sekundarstufe (Klassen 5 bis 10) 4,80 € und Lehrkräfte 7 €/Essen

Alle sind sich einig, einen regionalen Anbieter zu finden – es wurden einige Vorschläge gemacht. Auch muss man da wissen, dass regionale Qualität sicher nicht günstiger wird.

TOP9
Schulhofneugestaltung Mundelfingen

Die Schulhofumbauarbeiten beinhalten das Umsetzen der Tischtennisplatte, ein Gartenschrank zur Spielgerätelagerung, 2 neue Kletteranlagen auf einem Fallschutzbelag, ein aufgemaltes Hüpfspiel, sowie ein aufgezeichnetes Fußballfeld mit 2 Kleinspielfeldtoren und einem seitlichen Ballfangzaun. Auch eine neue Liegefläche auf einem Holzdeck und ein Pflanzbeet wird geschaffen.

5 Jahre Beobachtung der kompetenten Visionen des Patriarchats

Die Reihe ganz unten ist mein persönlicher Abschluss der fünf Jahre des schrecklichsten Ehrenamtes das ich je hatte – und ich hatte und habe einige Ehrenämter!

Es ist sicher so, dass sich die letzten Jahre in Hüfingen die Politik von ihrer dunkelsten Seite gezeigt hat. Es ist aber auch so, dass das „Volk“ gerne belogen und betrogen sein will, auf bunte idiotische Bilder steht und daheim auf dem Sofa dann grob über Berlin schimpft.

Auch wenn ich mich von der Politik verabschiede, so werde ich weiterhin für die Natur, für Transparenz, für Bürgerbeteiligung und für Gerechtigkeit für alle kämpfen!

Ich werde weiterhin anprangern was mir falsch erscheint und ohne Rücksicht auch weiterhin unsere Geschichte erkunden.

Geht wählen!

Meine kleine Parabel:



Bitte macht vom Wahlrecht Gebrauch!
Geht wählen!

Bleibt nicht daheim!

Die Wiesenkinder – Naturkindergarten für Hüfingen

von Wiltrud Siegfried

Die Wiesenkinder stehen in den Startlöchern – die Genehmigung vom Baurechts- und Naturschutzamt kann täglich eingehen – dann wird es losgehen: Im Erlebnisraum Wald am Ortsrand von Hausen vor Wald, entsteht der erste Naturkindergarten unserer Kommune. Das 2.500 m2 große Waldstück wurde gemeinsam mit Förster Wolf anhand eines Kriterienkatalogs ausgewählt. Zuvor hatten die Eltern vom Verein Wiesenkinder e.V. insgesamt 45 andere Einrichtungen besucht, um ihr Konzept zu entwickeln. Hauptbereich zum Spielen und Lernen für Kinder ab einem Alter von drei Jahren wird der Wald sein, der in drei Zonen unterteilt wird:

  • Einen grünen Bereich im Umfeld der Schutzunterkunft, in dem die Kinder sich frei bewegen dürfen.
  • Einen gelben Bereich, den die Kinder nur mindestens zu zweit betreten werden. Er befindet sich etwas weiter entfernt.
  • Und einen roten Bereich außerhalb der gelben Zone, der für die Kinder tabu ist. Die natürliche Grenze zwischen gelbem und rotem Bereich bildet ein Bachlauf im Wald.


Zudem ist das Aufstellen eines Tipis, einer Schutzeinrichtung für Kinder und Erzieher:innen und das Errichten eines Materiallagers vorgesehen. Als Träger konnte der DRK-Kreisverband Donaueschingen e.V. gewonnen werden. Das Deutsche Rote Kreuz betreibt deutschlandweit 90.000 Einrichtungen für Kinder und ist damit gut aufgestellt in diesem Bereich.
Mittlerweile wurde der Kindergarten in die Bedarfsplanung der Stadt aufgenommen, was für den Träger bedeutet, dass ein Großteil der Kosten vom KVJS, Kommunalverband für Jugend und Soziales Baden-Württemberg, getragen wird, ungefähr ein Drittel der Kosten übernimmt die Gemeinde und beim DRK-Kreisverband verbleiben 7% der Kosten. Wie für alle anderen Kindertagesstätten zahlen Eltern auch für den Naturkindergarten eine einheitliche Gebühr. Apropos Kosten: Sie betragen für den Naturkindergarten einen Bruchteil der Kosten eines konventionellen Kindergartens.

Kompetente Visionen des Patriarchats Teil 11

Eine seit mehr als sieben Jahre schwellende Geschichte ist die eines zusätzlichen Kindergartens. Diese Geschichte zusammenzufassen ist ähnlich wirr und schwierig wie die der Straftaten um das Biotop Behlaer Weiher.

Es fing, glaub ich, im Sommer 2020 an mit der Bedarfsplanung für die Hüfinger Kindergärten an. Auf jeden Fall hatte Frank Meckes hierzu einen Beitrag veröffentlicht. Leider war unter den über 4.000 Lesern wohl nicht der Chef der Verwaltung.

Dann ab 2021 wurde es, wie so üblich in Hüfingen, total chaotisch. Ich versuche hier einfach mal wieder so punkteweise zusammenzufassen:

  • Die Diskussion um einen Naturkindergarten wird im Sommer 2021 vom Chef der Verwaltung abgelehnt, da die Katholische Kirche hierfür nicht als Träger bereit stehe und andere Träger nicht in Frage kämen.
  • Im November oder Dezember 2021 wird mit CDU/FDP/FW Mehrheit beschlossen im neuen Gewerbegebiet Ziegeleschle einen Kindergarten zu bauen.
  • Am 29. Januar 2022 wird das Bauland vorsorglich von einer störenden Streuobstwiese illegal befreit.
  • Im März 2022 wird der vom Steuerzahler finanzierte Kindergarten im Vorfeld der katholischen Kirche übergeben. Laut Bm sei dies „unerlässlich da viele Dinge berücksichtigt werden müssen, die sonst nicht berücksichtigt werden.” Weiterhin hatte der Bm gesagt: „Auch wenn Kosten dazu kommen dann trägt man die.” Ja, ich habe seit Sommer 2020 angefangen meine eigenen Protokolle zu führen, da ich die offiziellen Protokolle ja nicht einsehen darf – davon abgesehen stimmen diese eh nicht.
  • Schon im Winter 2021/2022 haben die Männer unter sich einen speziellen Ausschuss gebildet der einen Architekt auswählte (bei dem Ausschuss wurde die einzige Frau, die eine Ahnung hat, ausgeschlossen). Der Herr Architekt wurde an in die Kirche zitiert, deren Wünsche entgegen zu nehmen. – Sogenannte „Gespräche zu Optimierung mit der Caritas” (Zitat Architekt). Dem Architekten wurde von CDU Seite widersprochen, dass es sich um die katholische Kirche und nicht um die Caritas handele.
  • Im Frühjahr 2022 gründet sich die Elterninitiative Wiesenkinder e.V., um in Hüfingen einen Naturkindergarten zu verwirklichen.
  • Bei der Gemeinderatssitzung am 27.04.2023 hat der Bm dann Kosten von zuerst 1,5 Mio auf 6,3 Mio Euro für den katholischen Aufbewahrungshort angesetzt. Der CDU Fraktionssprecher hat dann die Notbremse gezogen, da er die Millionen nicht mehr bei den Bürgern rechtfertigen könne.
  • Der Kindergarten im Ziegeleschle schwellte dann einige Monate im Hintergrund, da der Bürgermeister keinen neuen Gemeinderatsbeschluss anstrebte. Das „Basta“ des CDU Fraktionssprechers war ihm als Beschluss genug.
  • Am 28.09.2023 hatte die SPD Fraktionssprecherin das heimliche Rumsinnieren über Kindergärten sehr unsanft abgebrochen, indem sie forderte eins nach dem anderen zu tun und dies auch noch öffentlich.
  • Am 26.10.2023 wurde das Vorhaben im Ziegeleschle offiziell beendet und der Wunsch des Bm für eine Kita in der Sauna öffentlich.
  • Am 11. Dezember 2023 schrieb ich: Der Wahnsinn geht Donnerstag in eine neue Runde!
  • Im Dezember kämpfte der Bm mit fragwürdigen Mitteln um einen Kindergarten in der Sauna ohne diese überhaupt geschlossen zu haben. Auch wurde der ganze Haushalt 2024 diesem Wunsch angepasst.
  • Am 14. Dezember 2023 wurde dieses ganze Spektakel mit reichlich Zuschauer vorerst beendet. Die Sauna wird nicht geschlossen und für die Kinder muss eine neue Lösung her.

Wer Spaß daran hat kann es sich irgendwie chronologisch hier nachlesen:


Es wäre auch hier ratsam, dass junge Hüfinger Eltern von ihrem Wahlrecht Gebrauch machen und einen Gemeinderat und Bürgermeister wählen gehen.

Bleibt nicht daheim!

Abschlussrede von Gemeinderätin Hannah M Jaag 2024

Die Rede wurde vor der Sitzung aufgenommen, da es während der Sitzung verboten ist.

Eigentlich wollte ich ja nichts mehr sagen, aber da Sie sonst meinen, Sie hätten mich mit ihren Unverschämtheiten zum Schweigen gebracht, möchte ich zumindest die letzte Haushaltsrede halten, bei der ich eigentlich als Fraktionssprecherin hätte reden sollen.

Als ich 2019 zum ersten Mal in diesem Gemeinderat saß, war ich zu allererst schockiert über das großkotzige, arrogante Verhalten vieler Männer.
Lange habe ich darüber nachgedacht, ob dies eine Eigenheit nur von Hüfingen oder vielleicht in ganz Deutschland ein Problem ist.
Ich bin promovierte Naturwissenschaftlerin und auch Ingenieurin und von daher gewohnt mit vielen Männern zu arbeiten. Nach vielen Jahren in den USA und auch der Schweiz war ich allerdings an eine kollegiale Zusammenarbeit und ein vollkommen anderes Demokratieverständnis gewohnt. 

Es ist so, dass sich Frauen heute zwar wählen lassen dürfen, aber wenn sie gewählt sind, keinerlei Schutz ausserhalb einer Partei bekommen. Es kommt weder die Kommunalaufsicht, noch das Regierungspräsidium zur Hilfe. Ohne starken Mann in einer der Parteien im Hintergrund, ist eine Frau zum Abschuss frei gegeben. Genau dies wird vom Bm und seinem Fraktionssprecher hemmungslos ausgenutzt und genüsslich betrieben. Frei nach dem Motto: “Politische Teilhabe könnt ihr haben, aber dann werdet ihr eben fertig gemacht.” Qualifikation oder demokratische Grundprinzipien sind vollkommen egal.

Der Rechtsstaat wird für eine bestimmte Gesellschaftsschicht ausgesetzt und dies kann öffentlich betrieben werden, da es keine Presse mehr, sondern nur noch unreflektierte Hofberichterstattung gibt. 
Die ständigen kompetenzfreien Machtdemonstrationen, das zusammenhangslose, dümmliche Sinnieren und auch das sinnlose, zerstörerische Verschwenden von Steuergeldern nervt mich einfach nur noch. 

Ich wurde gewählt, damit auch die Natur und der Artenschutz in Hüfingen wieder eine Rolle spielen. Dies ist nicht möglich und wird verwehrt. Kompromisse gibt es keine. Bei der CDU sind Kompromisse: Ich mach was ich will und Du hältst den Mund. Wenn man diesen nicht hält, ist man halt nicht kompromissfähig.

Zum Haushalt

Dieser gesamte Haushalt ist ein Schlag ins Gesicht vom Naturschutz, von jungen Familien, die ihre Kinder nicht katholisch erziehen möchten, von Jugendlichen und auch aller Menschen, die irgendwie im 21. Jahrhundert angekommen sind, oder dies vielleicht möchten.

Was haben wir in Hüfingen:
5 katholische und 1 evangelischer Kindergarten. Ausser einer zuerst stark bekämpften Elterninitiative keine laizistische oder sonstige Einrichtung. Kein pädagogisches Personal das nicht den Wertvorstellungen des hiesigen Klerus entspricht.
Aber gut, es wurde mir bereits öfters gesagt, dass ich über keinerlei Kompetenzen verfüge über Kindergärten zu sprechen. Leider ist die hierfür ausgebildete Stadträtin komplett verstummt und überlässt es brav alten Männern.

Kommen wir zu meiner Expertise, dem Naturschutz.
Baugebiete Fläche Behla 0,85 ha (Nettobaufläche 6.924 m2), Fürstenberg 3 ha (Nettobaufläche 16.520 m2), Ziegeleschle 4,3 ha (Nettobaufläche 13.700 m2), Loretto 6,9 ha, Hausen vor Wald 2,17 ha (Nettobaufläche 11.303 m2), Mundelfingen 2,06 ha, Sumpfohren 0,9 ha (Nettobaufläche 4.329 m2).
Das sind mindestens 20 ha Neuversiegelung – ohne die 16 ha vom Lidl. Diese Neuversiegelung wird die Stadt die nächsten Jahre mindestens 10 Mio Euro kosten. Alleine 2024 stehen im Haushalt “immense Investitionen von 8.8 Mio Euro”. Es ist fraglich, ob sich diese Investitionen in den nächsten 20-30 Jahren amortisieren; insbesondere vor dem Hintergrund stark rückläufiger Bauanträge und steigender Zinsen.

Stellen wir uns den Aufschrei einiger Landwirte vor, wenn der Naturschutz 20 ha aus der intensiven Nutzung nehmen wollte. Aber gut, deshalb investiert die Stadt Hüfingen gleich besser rein gar nichts in den Naturschutz. Ganz im Gegenteil:

  • Für das illegale 13b Baugebiet Hondinger Straße wurde ebenfalls illegal (nachträglich durch das LRA genehmigt) eine Streuobstwiese vernichtet.
  • In das Biotop Behlaer Weiher wurde über Jahre hinweg Mischwasser eingeleitet. Um nichts wiederherstellen zu müssen, wird gelogen, betrogen und es werden alle verfügbaren Beziehungen ausgespielt.
  • Auf Wunsch eines bestimmten Landwirtes seine Neupachtung ohne Hecke zu bekommen, wird auf der Längewiese illegal ein geschütztes Heckenbiotop gerodet.
  • Für das Gewerbegebiet Ziegeleschle und einen CDU Wahlkampfhelfer wird ebenso vorsorglich wieder illegal eine Streuobswiese ausgerissen. Auch hier werden wieder alle verfügbaren Kontakte und Beziehungen ausgespielt.

Naturschutz ist in Hüfingen, wenn Ökopunkte generiert werden, um den gesetzlichen Vorgaben zu genügen.

Neben dem Naturschutz spielen auch die Jugendlichen in Hüfingen keine Rolle mehr. So wird gerade mal getan, was vom Staat gegenfinanziert wird. Der Stadtjugendpfleger wurde in die Nachbarstadt weggemobbt. Offene Jugendarbeit und seine Beliebtheit war den herrschenden Männern ein Dorn im Auge. Gerade nach der schlimmen “Coronazeit” wird diese fehlende Sozialisation vieler Jugendlichen der gesamten Stadt noch ordentlich auf die Füsse fallen.
Wie kann eine Stadt von der Größe Hüfingens auf ein funktionierendes Jugendhaus verzichten? Und nein, Vereine und Ehrenamtliche können und werden dieses Defizit nicht auffangen können.

Wofür aber Geld da ist, neben der Versiegelung und Zerstörung unserer Natur, ist ein sogenannter Bürgerdialog, Consulter, Anwälte, Berater, Architekten und natürlich Dienstwägen. Zum Ausverkauf des Hüfinger Stromnetzes sage ich gar nichts.
Aber zum vermeintlichen Luxusgut Sauna: Die einzigen Luxusgüter die Hüfingen sich leistet, sind Consulter, Anwälte und Architekten, deren Kosten und Beauftragungen sich dem Gemeinderat und der Öffentlichkeit entziehen. Hierzu wurden nie Zahlen genannt.

Dies war vermutlich das Letzte, was ich als Stadträtin sagen werde und ich hoffe, die Hüfinger Bürgerinnen und Bürger nutzen das Wahljahr 2024, um der unguten Entwicklung nachhaltig entgegen zu wirken.

Vielen Dank an meine Fraktionskollegen für die spannenden Diskussionen und die Unterstützung der letzten Jahre!

Haushaltsrede 2024 der SPD-Fraktion

21. Dezember 2023 SPD Fraktionsvorsitzende Kerstin Skodell

Sehr geehrter Herr Bürgermeister Michael Kollmeier
Sehr geehrte Herren Amtsleiter
Liebe Kolleginnen und Kollegen,

Hüfingen hat Potential – das müssen wir nutzen

In Zeiten, in denen die globale Situation maßgeblichen Einfluss auf unsere lokale Entwicklung nimmt, stehen wir vor einer Vielzahl von Herausforderungen. Unsicherheiten auf nationaler und internationaler Ebene beeinflussen unmittelbar die Finanzentwicklung unsere Stadt. Angesichts dieser Dynamik ist es von entscheidender Bedeutung, die Potenziale unserer Stadt zu erkennen und zu nutzen, um stabile Zukunftsperspektiven zu schaffen.

Hüfingen glänzt seit Jahrzehnten mit zahlreichen Potenzialen – sei es finanziell, im Energiesektor oder durch eine leistungsfähige Infrastruktur. Die Gemeinde wird von engagierten Bürgern und Bürgerinnen getragen, die ein starkes Interesse an der Entwicklung ihrer Stadt zeigen. Gemeinderäte*innen stehen bereit, um aktiv an der Gestaltung mitzuwirken. Jedoch scheint in den letzten Jahren der Schlüsselakteur zu fehlen. Wir sehen in den letzten sieben Jahren diese Potenziale zu wenig genutzt. 

Bei den freiwilligen Aufgaben wird die Stellschraube unserer Meinung bezüglich von Sparmaßnahmen in die falsche Richtung gedreht. Eine Stadt wie Hüfingen, mit finanziellem Potential, muss es sich leisten können auch defizitäre Bereiche zu unterhalten, damit die Attraktivität Hüfingens nicht sukzessive verloren geht. 

Zum Haushalt

Im Kreisrat haben wir am Montag mehrheitlich beschlossen, die Kreisumlage nicht um 1 Punkt zu erhöhen. Somit hat sich das Gesamtergebnis nochmals positiv verändert.

Mit einem Gesamtergebnis im Haushalt von 268 T€, sieht es somit im Haushaltplan noch erträglich aus.  Allerdings stellen wir einen ständigen Rückgang unserer Rücklagen fest. Wir müssen die netto Abschreibungen von 2,4 Mio. Euro erwirtschaften. Deswegen müssen die leicht gesunkenen Steuereinnahmen, insbesondere der Gewerbesteuer und vor allem die steigenden Personalkosten besonders im Auge behalten werden.

Beginnen wir mit den Personalaufwendungen:

Vertrauen zeigen und bestärken, den Mitarbeitern Raum geben, um die Arbeiten eigenverantwortlich zu gestalten und fertigzustellen. Das funktioniert nur, wenn der Kopf klare Rahmenbedingungen schafft. Gerade in Zeiten der Personalknappheit ist dieser Aspekt oft wertvoller als das Gehalt.

Eine Überprüfung der Personalstellen in der Kämmerei und im Hauptamt, sollte neutral von Fachleuten durchgeführt werden. Insbesondere auch die geplante Pressestelle ist in Frage zu stellen. Hier stellen wir uns die Frage: Ist eine Pressestelle bei einem, in Vollzeit beschäftigten Hauptamtsleiter, in einer Stadt wie Hüfingen mit knapp 8000 Einwohner notwendig? Welche konkreten Aufgaben werden von dieser Stelle erwartet? Und: warum bearbeitet nicht der Bürgermeister Kommunikation nach außen?

Dieselbe Frage stellen wir uns bei den zusätzlichen Stellen in der Kämmerei: Stellvertretung des Kämmerers 100 % . Wer hat diese Aufgaben bisher ausgeführt? Warum ist diese Stelle plötzlich so notwendig? Welche zusätzlichen Aufgaben sind hinzugekommen? 

Unsere Fraktion hat schon im Zuge des HH-Plan 23 einen Antrag auf eine neutrale Bewertung der Stelle mit den einzelnen Aufgabenfeldern und deren Verteilung auf die Mitarbeiter*innen in der Kämmerei, gestellt. Diese haben wir bisher nicht erhalten.

Herr Bürgermeister, haben Sie die Stellenwünsche, als Chef der Verwaltung, mal hinterfragt oder objektiv und neutral berechnen lassen? Etwa von der Gemeindeprüfungsanstalt? 
Das Hauptamt ist erst seit kurzem neu besetzt und soll schon mit einer zusätzlichen, noch nie vorhandenen Stelle in Hüfingen erweitert werden. In welchem Betrieb bekommt ein recht neuer Mitarbeiter gleich eine zusätzliche Stelle? 

Wir sehen bei dem Zahlungsmittelüberschuss von 2,4 Mio. Euro und ein Investitionsvolumen von 7,5 Mio. Euro, allerdings im Bauamt eine dringendere Notwendigkeit für zusätzliches Personal.

Die SPD-Fraktion stellt den Antrag eine Stellenbewertung aller Ämter über die Gemeindeprüfungsanstalt erarbeiten zu lassen, damit der Gemeinderat eine neutrale Entscheidungsgrundlage für weitere oder neue Personalstellen hat.

Zu den Investitionen:

Die Investitionen für den Umbau des Bauhofes sind unseres Erachtens auch im Bereich der Personalgewinnung zu sehen. Gute Arbeitsbedingen und ein angenehmes Arbeitsumfeld haben unsere Bauhofmitarbeiterinnen und Mitarbeiter schon längst verdient.
Ob es der richtige Weg ist, wie von der Verwaltung vorgeschlagen, die Investitionen für unsere Stadt herunterzufahren sehen wir fraglich. 
Wir wissen alle, dass dieses Investitionsvolumen im Jahr 2024 nicht zu schaffen ist. Ein aufgeblasener HH mit Investitionen, die nicht vollzogen werden können, hinterlässt am Ende die Liquidität in ein schlechtes Licht rücken. Oder ist da wie so Vieles ihrem bereits angelaufenen Wahlkampf zuzuschreiben.

In der Zukunft werden wir uns neuen Herausforderungen stellen müssen. Aktuell haben eine kleine Rezession, die sich spätestens in 2 Jahren haushaltstechnisch zeigen wird. Das wird den Gemeinderat vor neue Entscheidungen stellen. Jetzt schon in Schockstarre zu verharren und nicht zu investieren, sehen wir nicht für richtig an. Wir sollten uns müssen, wie bereits gesagt, unsere Potentiale nutzen.

Herr Bürgermeister, sie haben im Vorbericht zu den Investitionen, Punkt 3 ganze zwei Sätze für unsere Kindertagesstätten übrig.
Hier kann man ihre Prioritäten ablesen. Kinder haben für sie wenig Potential.
Wir sehen das anders: Kinder sind unsere Zukunft! Hinter den Kindern stehen Eltern, die arbeiten und Steuern zahlen, die Wachstum für Hüfingen garantieren, mit dem auch eine Kommune wie Hüfingen haushalten darf. 

Der Kita Umbau in Mundelfingen war und ist unbedingt notwendig und schafft weitere Plätze. Die räumlichen Bedingungen und die sanitären Anlagen waren für einen Kitaablauf grenzwertig. Dazu stehen wir ohne Wenn und Aber!

Die Entscheidung im Gemeinderat für den Naturkindergarten „Wiesenkinder“ sehen wir als eine Zeitenwende in Hüfingen im Bereich des Kita Angebot. Danke an die unermüdliche Arbeit und die Kraft der initiativen Eltern, sich nicht von der anfänglichen Gegenwehr der Verwaltungsspitze von ihrem Vorhaben abbringen zu lassen.

Die schon vorher umstrittene Kita Ziegeleschle, ist im gesamten Gemeinderat durch die überteuerten Baukosten von 6,2 Mio. auf Gegenwehr gestoßen. 
Eine Lösung für dringend benötigte Kitaplätze in der Kernstadt und eine Verbesserung der Personalräume in der Kita St. Verena, hat für die SPD Fraktion weiterhin höchste Priorität und hätte schon längst gelöst sein können.

Diese Situation haben allein sie, Herr Bürgermeister, zu verantworten. Denn:

  1. Die über Monate verzögerte Abstimmung zur Saunaschließung ja-nein, führte zu unnötigen Diskussionen und hemmte die Entwicklung in der Suche eines neues Kita-Standortes.
  2. Nach dem überteuerten Bauvorhabenstopp Kita Ziegeleschle, hätten wir eine Sondersitzung erwartet, ausschließlich zu diesem Thema.
  3. Der Gemeinderat hatte keine Gestaltungsmöglichkeiten, es gab nur ihren Verwaltungsvorschlag- Kita in der Sauna. Auf Kosten der Kinder wollten sie von hinten durch die Brust die Sauna schließen. Einer Kita in diesen Räumen hätten wir auch nicht zugestimmt, wenn die Saunaabstimmung anders ausgefallen wäre.  

Solche Vorhaben können nur mit und nicht gegen den Gemeinderat umgesetzt werden. Mit dem Kopf durch die Wand funktioniert mit einem aktiven und gestaltungsfreudigen Gemeinderat nicht. Wir fordern in diesem Zusammenhang eine Kostenaufstellung der Bauvorentwürfe, Berechnungen usw.  dieses Alleinganges „Kita in der Sauna“ offenzulegen. 

Nun heißt es nach vorne schauen und gemeinsam eine schnellstmögliche Lösung erarbeiten. Wir sind für die Sitzung im Januar gut vorbereitet und werden gerne zu einer guten Lösung beitragen. Eine feste Containerlösung, an einem geeigneten Standort favorisieren wir als SPD-Fraktion. Geeignete Standorte gibt es.

Im Bereich der Schulen stehen im Jahr 2024 keine großen Investitionen an. Zu den Spielgeräten auf dem Schulhof der Schellenberger Schule in Mundelfingen, stellen wir einen Antrag auf Sperrvermerk:

„Die Haushaltsmittel dürfen erst bewirtschaftet werden, wenn die Planung mit den Nutzern, Ortschaftsrat und Gemeinderat abgestimmt ist. Die Vergabe erfolgt im Gemeinderat.

Zur Energie

Die Energiewende wird in Hüfingen seit Jahrzehnten schon sehr  erst genommen und umgesetzt. Stetige Weiterentwicklung und Investitionen verlangen den Kommunen viel ab. Nicht nur finanziell, sondern auch vorausschauende und innovative Umsetzung von regenerativen Energiequellen. Wir sind mit der Erweiterung einer zusätzlichen Hackschnitzelheizung auf einem guten Weg, sollten aber nicht nur in eine Richtung investieren, sondern die Ressourcen zur regenerativen Energiegewinnung weit streuen. Die SPD-Fraktion unterstützt die Investitionen in diesem Bereich vollumfänglich.

In diesem Zuge seien auch die Investitionen der Neubaugebiete in den Ortsteilen genannt. Diese Projekte sind mindestens zwei Jahre zu spät angegangen worden. Herr Bürgermeister, sie hätten gut daran getan, den Forderungen des Gemeinderates und den Ortsverwaltungen früher nachzukommen. Die Zeit des Baubooms ist nun erstmal vorbei. Diese Investitionen muss die Stadt Hüfingen nun lange vor sich her tragen. Wir bezweifeln die Vorlage im HH-Plan, dass in den Ortsteilen 3-4 Bauplätze in 2024 verkauft werden.

Zukunftsentwicklung  

Nachdem sich wieder Türen beim Grundstück Friedenstraße öffnen, fordern wir das Thema Mehrgenerationenhaus mit Wohnungen einer Tagespflege für unsere Seniorinnen und Senioren und evtl. einer integrierten Kita für unsere Kleinsten im Bereich der Friedenstraße, auf Basis einer Machbarkeitsstudie, schnellstmöglich im Gemeinderat zu debattieren.

Die Erstellung des Haushaltsplans obliegt Ihnen Herr Bürgermeister, sowie dem Kämmerer und ist zeitaufwendig. Herzlichen Dank Herr Binninger, Ich möchte mich persönlich bei ihnen bedanken für ihre hilfreiche Unterstützung bei den vielen Anfragen meinerseits im vergangenen Jahr.
Das Hauptamt ist mit ihnen Herr Lafera auf neuen Wegen, wir sind gespannt auf die Veränderungen und wir hoffen auf Effektivität und nicht auf mehr Personal.
Herr Bauamtsleiter Mayer, auch ihnen danke für ihren umtriebigen Einsatz und die Unterstützung bei allen Fragen bezüglich der vielseitigen Bauprojekte.
Weiter gilt unser Dank allen unseren Stadtbediensteten, die täglich ihr Bestes geben.

Wir stimmen dem Haushalt 2024 unter Berücksichtigung der geforderten Anträge zu.

Ihnen, liebe Kolleginnen und Kollegen im Gemeinderat danke ich im Namen der SPD-Fraktion für die gute Zusammenarbeit und wünschen allen Fraktionen für die Kommunalwahl 2024 viele gute motivierte Kandidatinnen und Kandidaten, damit wir gemeinsam Hüfingen künftig in lebendigen und hoffentlich fairen Gemeinderatsitzungen für ihre Bürgerinnen und Bürger gestalten können.