2018 wurde die Brücke vom Hölenstein zum Römerbad unter Leitung von unserem Alt-Bürgermeister und Ehrenbürger Anton Knapp neu errichtet. Heute kann man sich gar nicht mehr vorstellen, wie blöde es war, als wir die Brücke noch nicht hatten. Ich hatte schon 2021 – sozusagen zur 200 Jahr Feier – ein Album und Film zum Jahreslauf der Breg gemacht. Leider hat das Plugin (ein Programm um Fotos in einer Galerie anzuzeigen) das Zeitliche gesegnet und mit ihm die einzelnen Fotos. Der Film ist aber noch unten zu bestaunen. Im Jahr 2023 war ich leider krank und konnte erst wieder ab Juni 2024 Fotos von der Brücke machen. Jetzt habe ich auch ein neues Plugin und hoffe das arbeitet besser.
Hier also die Fotos von der Brücke über die Bregach seit Juni 2024
2026-10-05
2026-09-22
2026-08-30
2026-07-26
2026-06-14
2026-05-02
2026-04-29
2026-04-07
2026-03-02
2026-02-15
2026-01-04
2025-12-16
2025-11-20
2025-11-01
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2025-10-06
2025-09-26
2025-08-28
2025-07-03
2025-06-03
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2025-02-08
2025-01-10
2024-12-21
2024-11-23
2024-11-03
2024-10-22
2024-10-07
2024-09-04
2024-08-13
2024-07-17
2024-06-05
6. Oktober 2021
Die Bregbrücke beim Römerbad ist ein Geschenk das mich persönlich sehr bereichert hat und ja, die mich auch sehr glücklich gemacht hat.
Vielen Dank an Anton Knapp!
Die einzelnen Bilder aus 2021 sind wegen eines alten Plugins nicht mehr verfügbar aber der Film mit Aufnahmen vom Oktober 2020 bis 2021.
200 Jahre nach Errichtung des Steges durch die Freunde der Natur, des Nützlichen und Schönen ein Jahreslauf von der Brücke bis Oktober 2021.
Das Jugendhaus startet am 9. Oktober wieder durch!
Ab 17 Uhr sind alle Kinder und Jugendlichen herzlich eingeladen, vorbeizukommen, sich zu treffen, zu spielen, zu chillen – und einfach gemeinsam Zeit zu verbringen.
Auf euch warten Kicker, Billard, Musik, Waffeln, Turniere, ein Glücksrad und vieles mehr. Der Eintritt ist kostenlos und offen für alle ab 6 Jahren.
Jackson und sein Team freuen sich auf euch – und auf einen tollen Neustart im Jugendhaus!
📍 Bürgerhaus Krone, Kronengasse 2, Hüfingen
Beitrag vom 17. August 2026
Jackson Agbonkhese war in der letzten Gemeinderatssitzung zu Gast und hat dort sein Konzept für „ZukunftsWerte“ vorgestellt. Ab September übernimmt er damit einen Teil der neuen Hüfinger Kinder- und Jugendarbeit. Im Oktober soll das Projekt dann richtig starten.
Sein Ansatz verbindet Bewegung, Wertevermittlung, Resilienz und soziale Kompetenzen und soll die klassische offene Jugendarbeit ergänzen. Wer mehr über die Vorstellung im Gemeinderat wissen möchte, findet hier meinen Bericht über die Gemeinderatssitzung.
Natürlich sind wir alle neugierig, was daraus entstehen wird. Ich habe mich deshalb heute mit Jackson getroffen, um mehr über ihn und seine Ideen zu erfahren.
Die schlechten Tage dieser alten Hütten auf dem Schari sind gezählt!
Wo heute noch kaputte Scheiben und keine Farben zu sehen sind, soll wieder Leben einziehen. Ein eigener Ort für die Hüfinger Kinder und Jugendlichen – zum Treffen, Gestalten und gemeinsamen Machen.
Ich freue mich so sehr, dass es wieder losgeht! ❤️
Was ich dabei übrigens selbst noch gar nicht wusste: Jackson lebt schon seit längerer Zeit in Hüfingen. Wie er überhaupt hierhergekommen ist, erzählt er in einem kurzen Podcast:
Wie Jackson nach Hüfingen kam
Und natürlich wollte ich auch genauer wissen, was hinter „ZukunftsWerte“ steckt und was er ab September mit den Kindern und Jugendlichen in Hüfingen vorhat:
Das Konzept „ZukunftsWerte“
Jetzt darf es also losgehen. Ab September startet Jackson mit einem Teil seiner Arbeit, im Oktober soll „ZukunftsWerte“ dann richtig Fahrt aufnehmen.
Es war einmal, vor langer, langer Zeit, eine kleine Siedlung namens Brigobanna.
Sie lag auf einem Hügel über der Bregach, dort, wo das Wasser seinen Weg aus den Wäldern heraus sucht. Von oben konnte man weit über das Land schauen. Man sah die Hügel, die Wälder und das Wasser, und wenn das Wetter klar war, konnte man bis weit über das Tal hinausblicken.
Brigobanna war keine große Stadt. Aber sie war reich. Nicht nur reich an Dingen, sondern reich an Menschen, an Geschichten und an Wissen. Händler kamen vorbei, brachten Waren aus fernen Ländern mit und erzählten von Orten, die niemand aus Brigobanna je gesehen hatte. Handwerker arbeiteten mit Holz, Metall und Ton. Kinder liefen zwischen den Häusern herum, Hunde schliefen in der Sonne und irgendwo fand sich immer jemand, der etwas zu erzählen hatte.
Mitten in Brigobanna lag ein großer Platz. Die Menschen nannten ihn Agora. Dort wurde nicht nur gehandelt, sondern auch viel geredet. Dort traf man sich, wenn etwas Wichtiges zu entscheiden war. Man diskutierte über das Wasser, über die Wege, über die Felder und darüber, was im kommenden Winter gebraucht wurde. Man stritt sich auch, manchmal sogar heftig. Denn Menschen sind Menschen, und auch in Brigobanna hatte nicht jeder dieselbe Meinung. Aber die Agora hatte ihre eigenen Regeln, wer hier sprach, sollte gehört werden; wer widersprach, durfte widersprechen und wenn zwei Menschen so wütend wurden, dass aus Worten Zorn wurde, dann schritt Briganti ein.
Briganti war die Königin von Brigobanna.
Sie war eine kluge Frau, aber ihre größte Stärke war nicht, dass sie immer wusste, was richtig war, ihre Stärke war, dass sie zuhören konnte. Sie ließ die Menschen reden, sie ließ sie widersprechen, sie ließ sie sogar wütend sein, aber sie achtete darauf, dass niemand den anderen klein machte, nur weil er anders dachte. Wenn ein Streit begann persönlich zu werden, hob sie die Hand, denn Briganti wusste, dass ein Streit keine Feindseligkeit ist, eine andere Meinung kein Angriff.
Ihre Töchter standen oft neben ihr auf der Agora. Sie sollten lernen, zuzuhören, die richtigen Fragen zu stellen und zu erkennen, wann jemand etwas sagte, obwohl er eigentlich etwas ganz anderes meinte. Sie lernten, dass Macht nicht darin bestand, immer das letzte Wort zu haben und sie lernten, dass manchmal gerade derjenige etwas Wichtiges zu sagen hatte, der am leisesten sprach.
Neben den Töchtern war noch jemand da: Ein kleiner Kobold in der alten Esche. Niemand wusste so genau, woher er gekommen war. Manche behaupteten, er habe schon unter dem ältesten Baum der Siedlung gewohnt, lange bevor Brigobanna gebaut worden war. Andere sagten, er sei eines Morgens einfach auf der Agora gesessen, als wäre er schon immer dort gewesen.
Der Kobold sagte wenig, dafür beobachtete er viel. Er achtete auf die Menschen, auf die kleinen Bewegungen, darauf, wer plötzlich schwieg, wer zu laut wurde, wer zu laut lachte, obwohl ihm gar nicht zum Lachen war. Er konnte Stimmungen hören – zumindest behauptete er das. Er sagte, Gefühle hätten Schwingungen, und Schwingungen würden niemals einfach verschwinden. Sie gingen nur manchmal unter.
Deshalb war er mit auf der Agora und fing alles auf. Die Freude, die Ungeduld, die Angst, den Ärger, die Hoffnung und manchmal auch die Traurigkeit, die jemand mitgebracht hatte, obwohl an diesem Tag überhaupt nicht über Traurigkeit gesprochen wurde.
Briganti wusste, dass der Kobold da war, sie wusste auch, dass er Dinge bemerkte, die selbst ihr entgingen. Darum ließ sie ihn im Baum sitzen, zuhören und freute sich auf seine Einschätzungen. Denn Briganti hatte verstanden, dass eine Gemeinschaft nicht nur aus dem bestand, was ausgesprochen wurde, eine Gemeinschaft bestand auch aus allem, was zwischen den Worten lag.
Und so standen sie dort auf der Agora: Briganti, ihre Töchter und der Kobold in der alten Esche – um sie herum die Menschen von Brigobanna. Sie ahnten noch nicht, dass ihre kleine Siedlung eines Tages von Fremden entdeckt werden würde. Sie ahnten noch nicht, dass Männer kommen würden, die andere Götter mitbrachten, andere Regeln und andere Vorstellungen davon, wem ein Land gehören konnte. Sie ahnten noch nicht, dass von Brigobanna eines Tages nur noch wenige Spuren übrig sein würden.
Aber die Bregach würde weiterfließen, der Hügel würde bleiben und manches, was die Menschen von Brigobanna geglaubt, gehofft und erzählt hatten, würde länger leben als ihre Häuser. Denn manche Dinge verschwinden nicht, sie warten nur.
Als die 11. Legion des Römischen Imperiums Brigobanna unterwarf, töteten sie auch die Götter. Sie stürzten ihre Bilder, sie zerbrachen ihre Zeichen, sie verbrannten, was ihnen fremd war, und nahmen mit, was ihnen wertvoll erschien. Sie plünderten die Häuser und Speicher, sie nahmen das Vieh, das Getreide, die Werkzeuge und alles, was sich tragen ließ. Wer sich widersetzte, wurde getötet – manche Menschen wurden auch einfach so erschlagen, andere wurden fortgeführt. Denn die Römer brachten nicht nur ihre Waffen nach Brigobanna – sie brachten auch ihre Ordnung mit.
Und in dieser Ordnung gab es Menschen, die frei waren und Menschen, die anderen gehören konnten. Die Töchter Brigantis gehörten von diesem Tag an nicht mehr sich selbst, die Soldaten nahmen sie mit. Sie wurden voneinander getrennt und als Sklavinnen verkauft. Briganti, die Königin, die über ihre Menschen geherrscht hatte, konnte nicht einmal mehr ihre eigenen Kinder vor den Soldaten schützen.
Auch mit den Frauen von Brigobanna machten die Soldaten, was Besatzungssoldaten immer mit Frauen machen. Es war keine Liebe mehr, es war keine Begegnung, es war Gewalt. Die Körper der Frauen wurden zu einem weiteren Teil dessen gemacht, was die Sieger glaubten, erbeuten zu dürfen. Aus einer dieser Gewalttaten wurde später ein Kind geboren, ein Junge. Seine Mutter nannte ihn Brigo. Vielleicht, weil sie ihm etwas von dem Ort mitgeben wollte, den es nicht mehr gab. Vielleicht, weil sie wollte, dass wenigstens sein Name sich erinnerte. Vielleicht auch, weil sie wusste, dass ein Kind seinen Vater nicht kennen muss, um zu wissen, woher es kommt. Brigo wuchs zwischen den Ruinen von Brigobanna auf. Er war Sohn einer Frau von hier und Sohn eines römischen Soldaten. Niemand wusste, ob das Blut seines Vaters ihm etwas bedeutete. Brigo wusste nur, dass seine Mutter manchmal lange zum Hügel hinaufsah. Dorthin, wo einmal die Häuser gestanden hatten. Dorthin, wo die Agora gewesen war. Dorthin, wo Briganti mit ihren Töchtern gestanden hatte.
Denn Briganti war fort, die Töchter waren fort, die Menschen waren fort und die Götter waren fort. Nur einer war geblieben: Der kleine Kobold. Er saß in einem anderen Baum am Ufer der Bregach und schaute hinüber zu den Soldaten. Er hatte gesehen, wie die Römer gekommen waren. Er hatte gesehen, wie sie getötet hatten. Er hatte gesehen, wie die Töchter Brigantis verschleppt wurden. Er hatte gesehen, wie Kinder ihre Väter, wie Männer ihre Frauen und Familien ihre Kinder verloren hatten. Er hatte gesehen, wie aus einer lebendigen Siedlung ein Ort wurde, an dem fremde Soldaten ihre Befehle gaben.
Eigentlich wunderte er sich über nichts mehr, dafür hatte er schon zu viel gesehen.
Die Bregach floss weiter, sie floss am Hügel vorbei, unter den Bäumen hindurch und weiter in die Landschaft und wenn der Wind durch die Zweige fuhr, bewegten sich die Blätter. Der Kobold legte den Kopf schief, er hörte hin. Denn tief unter dem Lärm der Soldaten, unter dem Hämmern und Rufen und unter den fremden Stimmen, glaubte er etwas zu hören. Eine Stimme, sehr leise, eine Stimme, die er kannte. Die Stimme von Briganti.
Nach fast einem Jahr Leerstand und einigen komplizierten Verhandlungen mit dem Landratsamt konnte die Pizzeria in den vergangenen Monaten endlich fertig umgebaut werden. Jetzt gibt es auch neue Pächter: Francesco und Giuseppe bringen wieder italienisches Leben in die Bude!
Geöffnet ist täglich von 11 bis 14 Uhr und von 17 bis 22 Uhr. Dienstag ist Ruhetag.
Und für den google crawler: Hauptstr. 41, 78183 Hüfingen, Telefon: 0771-18596760
Wir freuen uns gewaltig, dass hier endlich wieder Licht brennt, gekocht wird und Menschen zusammenkommen!
Das Bella Vita gibt es auf Instagram: @restaurante_pizzeria_bellavita.
1966 wurde in Hüfingen das reich ausgestattete Grab eines jungen Mannes entdeckt. Der Archäologe Dr. Gerhard Fingerlin hat darüber mehrere Beiträge veröffentlicht, die ich hier zusammenfassen möchte.
Fingerlin beschreibt das an der Gierhalde entdeckte Kammergrab, das er zunächst in die Zeit zwischen 600 und 610 n. Chr. datierte. Trotz einer bereits in früher Zeit erfolgten Beraubung ließ sich erkennen, dass hier ein junger Mann von sehr hohem Rang bestattet worden war. Dafür sprechen nicht nur die außergewöhnlich reichen Beigaben, sondern auch die große, aus Eichenholz gebaute Grabkammer und ihre Lage auf einem kleinen Sonderfriedhof, den Fingerlin mit adligen Familien und Herrenhöfen in Verbindung bringt. Zur Ausstattung gehörten Waffen, Reitausrüstung, kostbare Gürtelbeschläge, Gefäße, Möbel und Speisebeigaben. Besonders außergewöhnlich sind ein Bronzebecken aus dem Mittelmeerraum und drei figürlich verzierte Silberscheiben vom Pferdegeschirr.
Lanzenreiter, der über eine menschenköpfige Schlange hinwegstürmt*
Thronende Muttergottes mit dem Jesuskind*
Reiter als Sieger, die rechte Hand zum Zeichen des Triumphes erhoben. *
*Die historischen Abbildungen aus den „Schriften der Baar“ wurden für die Darstellung auf Hieronymus-online mithilfe von KI technisch aufbereitet und verbessert.
Die drei Scheiben bilden ein ungewöhnliches christliches Bildprogramm: Maria mit dem Christuskind in der Mitte, flankiert von zwei Reitern – der eine kämpfend, der andere als Sieger.
Wie diese Stücke nach Hüfingen gelangten, lässt sich nicht sicher sagen. Fingerlin hält Handel für eher unwahrscheinlich. Er denkt vielmehr an eine politisch motivierte Ehrengabe oder an Beutegut aus einem Italienzug. Eine unvollständige Inschrift auf einer der Scheiben könnte dabei auf einen früheren Besitzer hinweisen. Für Fingerlin handelt es sich um die ältesten christlichen Darstellungen auf süddeutschem Boden. Gleichzeitig finden sich in der Ausstattung des Grabes eindeutig alamannische und nichtchristliche Elemente. Ob der Reiter selbst Christ war, lässt Fingerlin deshalb ausdrücklich offen.
Ich glaube an einen Gott Zierscheiben aus Hüfingen, Grab 1, Schwarzwald-Baar-Kreis Um 600, Silberblech. Inv.-Nr.: 73/171 a-b; L 601 1966 wurde in Hüfingen das reich ausgestattete Grab eines jungen Mannes entdeckt. Zu den Beigaben gehörte ein Pferdegeschirr mit drei Zierscheiben. Die mittlere Scheibe zeigt Maria mit dem Christuskind. Auf den beiden anderen ist jeweils ein mit einer menschenköpfigen Schlange kämpfender Reiter dargestellt. Die Reiter ziehen im Namen Christi und unter seinem Schutz in den Kampf gegen das Böse. Solche Motive weisen in den byzantinischen Raum, doch handelt es sich wohl um eine Arbeit aus Oberitalien. landesmuseum.de/archaeologie-in-baden
Für Fingerlin erzählt dieses eine Grab jedoch weit mehr als die Geschichte eines einzelnen Mannes. Er sieht darin den Hinweis auf eine überregional bedeutende Adelsfamilie.
Hüfingen lag seiner Interpretation nach an einem wichtigen Verkehrsknotenpunkt: Hier traf die Donaustraße auf die Verbindung vom Schweizer Mittelland in den Neckarraum und weiter Richtung Oberrhein. Der hier bestattete Reiter könnte deshalb eine Kontrollfunktion im Auftrag eines Königs oder Herzogs ausgeübt haben. Mit dem Gierhalde-Grab wurde damit ein bis dahin kaum sichtbarer militärischer, politischer und wirtschaftlicher Schwerpunkt erkennbar, der die Geschichte der umliegenden Landschaft im frühen Mittelalter wesentlich geprägt haben könnte.
Tafeln am Fundort
Quellen:
Gerhard Fingerlin: Ein alamannisches Reitergrab aus Hüfingen. In: Studien zur vor- und frühgeschichtlichen Archäologie. Festschrift für Joachim Werner zum 65. Geburtstag, Teil II, 1974, S. 591–628.
Gerhard Fingerlin: Der Reiter von Hüfingen. Notizen zu einem alamannischen Adelsgrab auf der Baar. In: Schriften des Vereins für Geschichte und Naturgeschichte der Baar 31 (1976), S. 53–66.
Gerhard Fingerlin: Die ältesten christlichen Bilder der Alamannia. Zur Herkunft und Ikonographie der drei silbernen Phalerae aus dem Kammergrab von der „Gierhalde“ in Hüfingen. In: Schriften der Baar 55 (2012), S. 7–26.
Badisches Landesmuseum Karlsruhe: Ich glaube an einen Gott – Zierscheiben aus Hüfingen, Grab 1. Badisches Landesmuseum
Der Wartenberg lockt zu jeder Jahreszeit, ob zu Fuß oder per Rad; bequemere Baaremer dürfen seinen Gipfel sogar motorisiert ansteuern – doch bleibt ihnen die riskante Steilstrecke nach Dreilärchen hinunter mit ihrem 22prozentigen Gefälle verwehrt, die allenfalls Anliegern vorbehalten bleibt. Mich hat beim Anmarsch auf der östlichen, der Geisinger Seite im obersten Drittel des Sträßchens hart an seiner bergseitigen Böschungsoberkante seit eh und je ein Baum besonders fasziniert: eine (sage und schreibe!) 8-stämmige Esche, entstanden vor geschätzt einem halben Jahrhundert aus Stockausschlägen nach Fällung des dickleibigen Mutterbaums. Der muss ein stattliches und vitales Exemplar gewesen sein, nicht anders als die Starkeschen zuoberst im verbliebenen Rest des einstigen englischen Gartens rund um das Lassolay‘sche Lustschlösschen mit seiner Ermitage, heute als flächenhaftes Naturdenkmal ausgewiesen.
2022
2026
Leider hat mir mein vorerst letzter Besuch ausgangs des Hitzerekordsommers 2026 eine herbe Enttäuschung beschert: Alle acht Stämme meines Prachtexemplars waren in Brusthöhe säuberlich gekappt worden! Was für einen Grund mag es bloß für die Fällung gegeben haben? War es das Eschentriebsterben, die aus Ostasien eingeschleppte Pilzerkrankung, dem weltweit bereits so viele Eschen zum Opfer gefallen sind? Hatte ich bei meinem vorletzten Besuch seinen Gesundheitszustand noch allzu optimistisch eingeschätzt? Oder sollten ihm Hitze und Trockenheit neuerdings doch zu sehr zugesetzt haben, obwohl doch die Esche von allen mitteleuropäischen Laubbaumarten noch am besten mit Trockenstress-Phasen zu Rande zu kommen scheint? Oder war hier, an diesem vergleichsweise wenig befahrenen Sträßchen, womöglich eine allzu eifrige Verkehrssicherungsmaßnahme durchgeführt worden? Vieleicht stand mein Baum ja auch irgendwie im Weg im Zuge der maschinellen Durchforstung des angrenzenden Fichtenbestands, wo es sich doch um eine normale Nutzung noch weit vor der Erntereife kaum gehandelt haben dürfte? Die glatte, exakt gleichhohe Schnittführung bei sämtlichen acht Stämmen weist unmissverständlich auf den Einsatz einer Holzerntemaschine hin, eines Harvesters mit Hydraulikarm.
Stockausschläge
Was aber nun? Die Kappung scheint im vorigen Winter erfolgt zu sein, wofür die gefiederten einjährigen Triebe sprechen, die sich trotz des Hitzesommers in frischem Grün zeigen und vermuten lassen, dass die Wasserpumpe im Wurzelstock tief unten durchaus noch intakt sein muss. Was für eine verwegene Vorstellung, dass demnächst erneut, wie einst aus dem Mutterbaum, aus jedem der gekappten Stämme acht junge Stämmchen hervorwachsen könnten – ein ganzer Jungwald von zusammen 8 x 8 = 64 stockschlägigen Eschen! Einst lebte ja die gesamte „Niederwaldwirtschaft“, zu Teilen auch die „Mittelwaldwirtschaft“, zur Brennholzversorgung der Bevölkerung vom famosen Ausschlagvermögen einiger Laubbaumarten (sofern diese nur zum richtigen Zeitpunkt, vorzugsweise wohl im Spätwinter, gekappt worden waren). Ihr verlässliches Ausschlagvermögen aus Wurzelstöcken und Aststummeln hatten erst recht die Hof- und Schneiteleschen bewiesen, die nicht nur im hohen Schwarzwald für den Überlebenskampf der Kleinbauern und Häusler unverzichtbar waren, als Viehfutter ebenso wie als Heizmaterial.
Die Baumart Esche, der Weltenbaum Yggdrasil der nordischen Mythologie, Sinnbild für das Leben schlechthin mit all seinen Höhen und Tiefen, Schutzbaum des Alls wie auch als von den Schatten des Todes umnebelter Schicksalsbaum, in dessen Krone der Adler horstet, während an den Wurzeln der Drache nagt und an den Knospen Ziege und Hirsch knabbern, derweil das Zwietracht stiftende Eichhorn zwischen Adler und Drachen hin- und her huscht, Fraxinus excelsior rangiert derzeit zuoberst in der Kandidatenliste für den Baum des Jahres 2027. Verdient hätten die Eschen die Ehre allemal angesichts all der dramatischen Verluste.
Ist die Esche „dem Untergang geweiht“?
Beitrag vom 21. Dezember 2022
Die Pressemeldung des Forstministers zum Gesundheitszustand der baden-württembergischen Wälder, wie sie der Schwarzwälder Bote am 20. 12. 2022 unter der Schlagzeile „Esche ist bereits dem Untergang geweiht“ verbreitet hat, ist wahrlich nicht dazu geeignet, Festtagsstimmung zu erzeugen. Selbst der als trockenheitstolerant geltenden Douglasie drohe Gefahr, nachdem sich ein aggressiver Pilz ausbreite, der in anderen Bundesländern schon viele Bestände vernichtet habe. Bereits todgeweiht sei die Esche, auf die man im Klimakampf doch so gerne gesetzt hätte. Seit dem Auftreten des aus Fernost importierten Pilzes mit der so niedlich klingenden Bezeichnung Falsches weißes Stengelbecherchengrassiert das Eschentriebsterben. „Die Esche“, so klagt Forstminister Peter Hauk, „gibt es bald bei uns nicht mehr.“ Genauso war es vor Jahren auch schon der Ulme ergangen, auch sie wurde nahezu komplett ausgerottet durch den aus Fernost eingeschleppten Ulmensplintkäfer in Verbindung mit einem Schadpilz.
Eschenfällung bei Bad Dürrheim
Einsetzendes Eschentriebsterben am Donaueschinger Buchberg
Ulmensterben, Eschensterben, Waldsterben: wo mag es da noch Hoffnung geben? Lässt sich nicht wenigstens die Esche noch irgendwie retten, der „Weltenbaum“ der germanischen Mythologie? Zumeist sind sie bereits gefällt worden, wo immer sich Krankheitssymptome gezeigt haben, ob im Wald oder längs von Wegen und Straßen, wo durch abbrechende Dürräste Gefahr für Passanten droht. Ein solcher Sanierungshieb fand im Spätwinter 2021 auch im Buchberg statt, einem vielbegangenen Walddistrikt angrenzend an die Stadt Donaueschingen. Manch ein Waldspaziergänger dürfte sich damals gewundert oder gar beschwert haben angesichts des durch den Holzhieb angerichteten Verhaus.
Eschen-Stockausschlag (Ende November 2022)
Umso verblüffter registriert man inzwischen, dass aus den unterhalb des Fällschnitts verbliebenen Eschenstöcken, ob in Knöchel-, Knie- oder Brusthöhe, eine Vielzahl dichtbelaubter junger Triebe (sog. „Stockausschläge“) hervor wachsen. Fast erinnern sie bereits an die Kopfweiden in den Rheinauen, deren Triebe in kurzen Intervallen für Flechtwerk und Faschinen genutzt worden sind. Oder an die Schneiteleschen der Schwarzwaldhöfe, deren Äste regelmäßig „geschneitelt“ (gekappt) wurden. Das Eschenlaub diente als Viehfutter (was die Butter schön gelb färbte), die Äste wurden verheizt.
Während im Wald schon das Herbstlaub abgefallen war, schienen die jungen Eschentriebe gar nicht ausgiebig genug assimilieren zu können – so sattgrün war ihr Laub sogar noch anfangs Dezember, und erst mit dem Schnee fiel es dann vollends ab. Nun wird es spannend zu beobachten sein, wie und ob sie im nächsten Frühjahr in ähnlicher Vitalität wieder austreiben werden. Sollten sie sich tatsächlich wieder zu ausgewachsenen Stämmen entwickeln und damit dem Eschensterben ein Schnippchen schlagen können? Die Aussicht auf Nutzholz, auf künftige Besenstiele und sonstiges Holzgerät, dürfte sich dann zwar kaum erfüllen. Doch um zu fruktifizieren sind stockschlägische Eschen allemal zu gebrauchen, sofern die Triebe nicht zuvor wieder vom Pilz befallen werden und absterben. Die Hoffnung auf Rettung des „Weltenbaums“, so die Weihnachtsbotschaft 2022, stirbt zuletzt. Verfolgen wir also aufmerksam das weitere Geschehen im Wald!
Wo mer i de Kindheit no mit em qualmende Dampfzug in Schwarzwald und in Breisgau gfahre isch, do hät mer die Brucke und Löcher no kennt. Jetzt pforret mer dra vorbei, drübert dorri und au i de Tunnel schmeckt mer de Guu vu de Kohle nimme.
Die Lokomotive „Romulus“ der Bregtalbahn im Bahnhof Hammereisenbach.
Sunntig morge um nieni: De Vater kauft am Bahschalter im Eschinger Bahhof e Famileifahrkart gi Löffinge. De Bahofsschaltermaa und de Vater kennet sich guet. Fascht jede Tag löst er e Billet für sini Gschäftsfahrte is Bregtal, is Brigachtal, is Dunnetal oder au is Aitrachtal zum Revisione mache. Bevor mer gi Wandere a die urplötzlich ganz frisch iibroche Doline z Göschwieler goht, däe isch e granate, fascht e biblisch Loch z mitts im Feld am Rosshaag uffgange, hät d Motter no die ganz Bande i d Frühmess id Mariekerch gscheicht. Jeder hät e Rucksäckle uff em Buckel mit eme Brotriebel, eme Schübling oder Landjäger und ere Bügelsprudelflasch Marke “ Silberperle“. Noch dem a de Barrier die Hin- und Ruckfahrtskart abknippst isch, stoermet die ganz Bagage in en freie Holzklasse Abteil a linke und reachte Fenschterplätz. Bevor de Schaffner und de Lokführer piift, sind Fenschter mit dene speckige Lederrähme abiglau. De Zug schhnuufet a de Labrante vorbei, unterm Iisebah- Fuessgängersteg und de Iisene Strossebruck geg Hifinge. Denoch zoeget om de Vatter z Aamedshofe d Junipperusquell.
Sit em Volksdichter Viktor von Scheffel hoesst die sprudlig aamedshofer Brunnequell jetzt ebe so literarisch, poesievoll, halt scheffelmaessig Juniperusquell. Naemli noch sim Büchle über de Wanderbursch, de sageumwobe Kreuzritter, ebe de Juniperus. Wieso er dem de Botanisch Name vum Wacholder, vum Reckholder, gähe hät, isch bis hit no im Scheffel sii Gheimnis.
Abschied am Bahnhof in Hüfingen in den 1930er Jahren. Film von Ernst Kramer.
A Hifinge vorbei tischet d Motter die oe oder ander Familie Gschicht uff. Und scho kunnt die uugeduldig Frog: „Wenn kunnt s Dögginger Loch ?“. Zerscht zoeget d Motter no uffs Bahwartshiesli, wo sie uff d Welt kumme isch und im Dögginger Bahhof uffgwaase isch. Bim Abfahrtspfiff z Dögginge kunt s Kommando: Alli Fenschter mit em speckige Zugrähme ganz uffi ziehe und verrammle. Bevor d Dampflock im Tunnelloch verschwindet, loot de Heizer no drei ganz lange, schrille Pfiff los, dass jo alli im Zug d Fenschter zuemachet.
Dögginger Tunnel
Und wehe, wenn nu oe Fenschter no uff isch, kummet ganzi Ruesswolke is Abteil bei de Volldampfahrt dorchs 850 m lang aastiegend Dögginger Tunnelloch. Desell Kuehseckel, wo s Fenschter nit uffizoge hät, word verscholte und aagoschet. Ghöhrig schnuufe muess des Löckle im aastiegende Loch. Jetzt words rappeduschter. Erscht noch em grelle Liecht noch de Uusfahrt gohts liicht abwärts geg Unedinge rab. Glii dirigiert d Motter alli a s reacht Fenschter. Uumerklich fahremer ueber die gwaltig Iise und Granitbogebruck ueber de Gauche.
In der GauchachschluchtBahnlinie bei der EulenmühleMauchachbrücke mit S-Bahn.
Blick nach UnadingenBrücke über die GauchachBrücke über die Mauchach.
Fuer 10 Sekunde sieht mer die legendär Iihlemilli. Jetzt no rechts die zwische zwei mächtige Linde iiklemmt Iihlemiller Kaepelle.
EulenmühleKapelleKapelle
Und scho fahrt mer au fascht uumerkli über die zweit längscht Bruck vu de Hölletalbah: Die mit zahlriiche Sandsteiböge steimetzmässig akkurat und solid baut Mauchachbruck. Des Kleiod lehrt mer erscht richtig kenne, bewundernd und schätze, wenn mer des idyllisch Mauchachtal ab em Kupferbrunne geg de Tabor abspatziert. Wer denno unter dene Sansteiböge, unter de gwaltige Mauchachbruckearkade e Liedle pfiift oder singt, der glaubt er wär i me romanische Chorgwölbe. E Akkustik wie s i de best gstimmte Oper nit besser sii kinnt. Drei gwaltige Bauwerk homer jetzt scho uff grad nu 4 km i dem Gai, i dere Region, kenneglehrt. Im sogenannte Baarschwarzwald. Dere Baar Ecke zwische Dögginge und Unedinge, dem Gauche- Mauche Gai, kennt mer au treffend s „Brucke – und Tunnelland“ sage. Notwendig gmacht hät den gwaltige Bauwerkskraftackt die ganz bsunder Geologie und die Landschaftsgeographie vu de Gauche und de Mauche.
Mauchachbrücke
S kunnt aber no besser. Wem mer jetzt no en Zeitsprung vum Hölletalbahnbau um 1890 is Automobilzeitalter vu 1950, 1995 und 2022 machet kunnts no dicker, höhner, no protziger, no uffwaendiger.
Bauarbeiten zur Höllentalbahn bei der Luttlinger Bruck 1899
Während sich die beide wunderscheene Bahbrucke Gauche- und Mauchebruck zwischeziitlich ziemli im Bewuchs vu de über 100 jährige Naturrückeroberung verstecklet und verschoppet, nuu s Dögginger Loch nimmt mer beim bahfahre in Schwarzwald ussi wohr, strecket und recket sich protzig und hoffaehrtig sit de 1990 Johr neui Stahlbetonbruckepfeiler in Himmel. No kühner lieget uff dene Pfiehler Stahlhohlkammerträger. Die traget die Fahrbahnplatte fuer de Tag und Nacht rollend und donnernde Autoverkehr vu de Baar ueber de Hochschwarzwald in Breisgau. Wer anne 1900 glaubt hät, mit de uffwändige Hölletalbahn wär des Verkehrsproblem vu Ost nach West gloest, der isch schwer verkumme.
Hauptsächlich die plogete Dögginger, aber au s Doegginger Postloch a de Gipsmilli vum Reimnitz, hond en gwaltige Strossebau Kraftackt erzwunge. Nit nuu dass des Menetekel vu dem fürchterliche Busuuglück vu 1954 i de Postlochkurv a de Gipswänd ghanget isch. Dä sind 35 Radolfzeller Skifahrer, die an Feldberg hond welle, tragisch ums Lebe kumme. S gröscht Uuglick im Landkreis i Friedensziite. Aber au z Doegginge war de verkehr dorchs Ort nimme zum uushalte. Also sind vor em Ortsiigang im Oste zwei Tunnellöcher mit zwei Fahrbahnröhre bohret wore bis noch em Ortsend im Weste. Für die zwei löcher hät s Geld grad so glanget. Uugfähr paralell zum Bahtunnel vu 1885 , aber mit über 1200 m no ziemli länger wie s 850 m lang Hoelletalbahtunnelloch, sind die zwei Strosseröhre baut wore. Noch em Uusfahrtsportal im Weste zielt zwar die oe rohre genau uff die besagt elegant und harmonisch ueber d gauche und mauche gschwunge Stahlplattebruck. Die ander Rohrii- und Ussfahrt muess sich aber schwer verkrimme. De Verkehr vu de einspurige Bruckefahrbahn is suedlich stroossetunnelloch word verschwenkt. S Geld hät halt dämols oefach nimme glanget für e zweite Bruck.
Blick nach Unadingen
Aber jetzt anne 2025 isch es so wieht. E „Nochwuselli“, wie mer uff de Boor zu so ere verspätete Zeugung sait, word jetzt uff langi, hohni Betonstelze gstellt. Noch lange, intensive Planunge und de Natur gschuldete Ausgleichsmassnahme kriegt des Gai jetzt nomol e Bruck. Vier gwaltige, technisch und bauhistorisch bedeutende Brucke us wiit ueber 100 johr Baugeschichte sind dä versammlet: D Iisebah Gauchebruck, D Iisebah Mauchebruck, Stroossebruck 1995 und jetzt 2025. Usserdem drei grosse, lange Tunnel: Bahtunnel Dögginger Loch, B 31 Röhre Nord und Süd. Die sind am Östliche Landkreisrand, im Baarschwarzwald, i de „Brucke- und Tunnelregio“ uff engstem Raum, i me Art Brucke und Tunnelpark, versammlet. E Rarität, e Unikat im Badische. So viel künstliche Brucke und Tunnel uff engstem Raum sind nuu dä so massiv versammlet. Und wenn mer s 120 m lang, duschter, uuheimlich Mauchach Bachgwölbe, Bachtunnel, kurz oberhalb vum Gauchach- Mauchach Zämetfluss, wo nit nu s Wasser dorchgoht, sondern au de Wanderweag, dezuenimmt, sinds sogar au 4 grossi Tunnellöcher. Wa dähtet au die Liit us em abgangene Dorf „Muuche“, genau i de mitti vu dene gwaltige Bauwerk, sage, wenn sie die uubache Veränderunge vu ihrere hoemet verlebe dätet ? Hond sie amend ghahnt wa do emol kunnt und sind drum selli rechtziitig mit Sack und Pack vertloffe?
Jo so ischs, im Brucke und Tunnel Park
Die Lokomotive „Romulus“ der Bregtalbahn im Bahnhof Hammereisenbach.Schneeschleuder Lokomotive 1975Führerstand der E-Lok 1975Dampflock 18 505Beschreibung der Dampflok 18 505Triberger Bahnhof am 30.08.1975
Wieder ist eine Ladung Kronkorken nach St. Georgen. Ihr seid großartig!
Joachim Jantzen konnte mit eurer Hilfe im September 15,9 Tonnen Kronkorken abgeben. Das gab einen Erlös von 3.200 Euro für den Förderverein für krebskranke Kinder Tübingen e.V.
Am 12. Juni wurden 148 kg Koronkorken von Joachim Jantzen persönlich abgeholt:
Die Wege der Kronkorken wurden letztes Jahr in der Landesschau beschrieben und können in der Mediathek angeschaut werden:
4 volle Kisten Kronkorken gingen am 17. März 2026 nach Bad Dürrheim.
Übergabe der Hüfinger Kronkorken an Miriam Steup von den City Cleaners Germany – Schwarzwald-Baar am 3. November 2025
Kronkorkensammelstelle in Hüfingen für den Förderverein für krebskranke Kinder Tübingen e.V.
Die Freunde der Natur Hüfingen haben seit 19. August in Kooperation mit den City Cleaners Germany – Schwarzwald-Baar eine Sammelstelle für Kronkorken eingerichtet:
Kronkorken können in die Kiste gelegt werden oder auch bei den Freunden der Natur Hüfingen abgegeben werden.
Die Kiste befindet sich vor unserer Geschäftsstelle bei Rosis Blumenstudio.
Wir werden diese dann zu gegebener Zeit nach Bad Dürrheim zu Miriam Steup von den City Cleaners bringen. Die Kronkorken dürfen aber auch gerne direkt nach Bad Dürrheim gebracht werden.
Miriam Steup im Sommer 2025 mit gesammelten Kronkorken
Der Erlös geht zu 100% an den Förderverein für krebskranke Kinder Tübingen e.V.!
Keine Kippe verschwindet im Gulli. Keine Kippe verschwindet im Meer.
Die Tauben, die ihr für schöne Fotos in den Himmel fliegen lasst, verschwinden nicht. Sie verenden oft elendiglich vor Hunger.
Und auch Luftballons verschwinden nicht im Himmel. Sie landen irgendwann in unserer Natur. Im besten Fall werden sie einfach nur Müll, im schlimmsten Fall eine tödliche Falle für Vögel und andere Tiere.
Vielleicht sollten wir aufhören, Dinge cool zu finden, nur weil sie auf Fotos gut aussehen.
nach der Aspisviper vom letzten Mal geht um den Baum, welche Baumart er ist und was für einen Umfang er hat. Der Umfang wurde deutlich unterschätzt, die Baumart hatten doch einige erkannt, ich war überrascht. „Japanischer Schnurbaum“ sagte die holländische Besitzerin des Landgutes, in dessen Vorhof dieser Prachtbaum stand. Sofort hatte er mich in den Bann gezogen.
Denn seine Ausmaße sind enorm. Hochinteressant ist die Geschichte dieser Baumart in Europa.
ChatGPT gibt schreibt:
„Die Geschichte lässt sich erstaunlich genau rekonstruieren – und sie beginnt nicht in Japan, sondern in Peking. Die wichtigste Quelle dafür ist heute das Muséum national d’histoire naturelle bzw. der Jardin des Plantes in Paris. Der französische Jesuit Pierre-Nicolas Le Chéron d’Incarville (1706–1757) lebte ab 1740 in China und war als Naturforscher sehr interessiert an Pflanzen. Er stand in Kontakt mit Bernard de Jussieu, einem der bedeutendsten französischen Botaniker seiner Zeit und Verantwortlichen am Jardin du Roi in Paris. D’Incarville sammelte Pflanzen und Samen in China und schickte sie nach Frankreich. 1747 sandte er Jussieu eine Sendung mit Samen, die lediglich als „unbekannte chinesische Bäume“ – bezeichnet waren. Darunter befanden sich die Samen des später als Japanischer Schnurbaum bekannten Baumes. Es handelte sich nicht um einen Baum, der aus Japan nach Frankreich gebracht wurde. Die Samen kamen aus China, wahrscheinlich aus dem Raum Peking. Bernard de Jussieu ließ die Samen dort aussäen. Sie keimten erstaunlich gut. Jussieu pflanzte einen der daraus entstandenen Bäume im Jardin des Plantes ein. Dieser heute noch vorhandene alte Schnurbaum gilt als das historische Exemplar aus dieser ersten Aussaat und als einer der ältesten, wenn nicht der älteste Schnurbaum Europas.
Das Muséum gibt für ihn heute etwa 19–21 Meter Höhe und einen Stammumfang vonetwa 112 cm Durchmesser an. Zunächst wusste man nicht, welche Art daraus entstehen würde. Der Baum wuchs jahrelang, ohne Blüten zu zeigen. Erst 1779, also rund 32 Jahre nach der Aussaat, blühte der Pariser Baum zum ersten Mal. Erst anhand der Blüten konnte man ihn sicher botanisch identifizieren. Zu diesem Zeitpunkt war die Art bereits von Carl von Linné 1767 als Sophora japonica beschrieben worden – aufgrund eines Herbarexemplars, das man damals mit Japan in Verbindung brachte. Und genau daraus entstand der etwas irreführende Name „Japanischer Schnurbaum“. Heute weiß man, dass der Baum ursprünglich vor allem aus China und Korea stammt. Er wurde bereits lange vor seiner Ankunft in Europa in Japan kultiviert. Noch später stellte sich heraus, dass die Art botanisch gar nicht richtig in die Gattung Sophora gehört. Deshalb wurde sie 1830 in die Gattung Styphnolobium gestellt. Spannend ist die weitere Verbreitung. Denn Jussieu behielt die Samen nicht einfach im Jardin du Roi, sondern verteilte Samen an andere Botaniker und Gärten in Frankreich und England. Dadurch entstanden weitere Exemplare und der Baum begann sich in Europa zu verbreiten. Es gab beispielsweise weitere historische Exemplare in der Umgebung von Versailles. Auch andere französische Parks erhielten im Laufe der Zeit Schnurbäume. Später erwies er sich aber als ausgesprochen geeignet für das Pariser Stadtklima: Er ist langlebig, verträgt Trockenheit und städtische Bedingungen relativ gut und besitzt eine attraktive, leichte Krone. Deshalb wurde er zunehmend als Alleebaum und Straßenbaum verwendet. Heute ist er in Paris sehr häufig. Es gibt mehr als 11.000 erfasste Exemplare, womit der Schnurbaum mehr als fünf Prozent der registrierten Stadtbäume ausmacht.“
Diese Eigenschaft sorgt dafür, dass er gut dem Klimawandel standhält und beispielsweise in Freiburg in der Haslacher Straße bei der Schwarzwaldmilch die Straße säumt.
Jetzt zu unserem Baum. Vermutlich gehört er zu den ersten Exemplaren. Das Hofgut sei um 1700 entstanden, vielleicht ist er um 1750 gepflanzt worden. Durch meterweises Messen eines um den Stamm gelegten Verlängerungskabels kamen Michael und ich auf man höre und staune exakte 5 m Umfang in 1,30 cm Höhe. Das gibt etwa 160 cm Durchmesser. Erinnert Ihr Euch noch an die 112 cm des ersten Pariser Baumes? Wenn das kein Oberhammer ist. Die Bedingungen für diesen Schnurbaum müssen excellent gewesen sein.
Wenige von Euch haben die Dimension erkannt, 4 Meter schätzte der beste. Ohne Vergleich ist das natürlich schwierig. Mit mir und meinen ausgebreiteten Armen ist das anderst. Die Kohlwaldtanne zum Vergleich ist nur etwas dicker mit 512 cm.
Im Schutz des Fussbereichs fand sich eine Häuserschneckenart, die wir bei uns nicht kennen, die gefleckte Weinbergschnecke. Ungewohnt ist die dunkle Färbung der kriechenden Schnecke.
Herzliche Grüße Franz Maus
Unten der Teil mit der Schlange am 23. September 2026
Liebe Bürgerpostleser,
Ich war selber unsicher, einige wenige haben den richtigen Tipp abgegeben. Schlangenkenner Dr. Gerrit Müller aus Neustadt, schrieb nur „Aspisviper“ mit Ausrufezeichen (!).
Und ich durfte sie sehen, ein absoluter Oberhammer. Spannend ist auch die Geschichte, wie die Bilder zustande kamen. Sohn Michael und ich kamen von einem Naturspaziergang in unsere Ferienwohnung bei Orleans. Beim Haustüröffnen denke ich, Mann, was kriecht da vorbei an der Wand entlang.
Bild 3 zeigt die Wand, zwei Steine waren dort angelehnt. Zunächst verschwand sie hinter dem großen ersten, der bot ihr anscheinend zu wenig Deckung. Deshalb verzog sie sich hinter den zweiten kleineren. Dann war Ruhe.
Das Bild zeigt, was ich gemacht habe, nämlich den Stein mit der linken Hand ganz ruhig oben von der Wand weggezogen, so dass Michael dieses schöne Bild 1 gelingen konnte. Ob ihrs glaubt oder nicht, ich versuchte mit der anderen Hand auch zu fotografieren, aber ich war zu langsam. Denn sie entrollte sich und verdrückte sich weiter an der Wand entlang, bis ein Busch ihr vollkommene Deckung gab. Toll war, dass Michael nochmals die Schlange in ganzer Länge aufnehmen konnte, siehe Bild 2.
Interessant war für mich, dass die Schlange beim Abmarsch seltsame relativ leise Geräusche von sich gab. Vielleicht wollte sie sagen, lasst mich ja in Ruhe, sonst beiß ich Euch. Natürlich habe ich die Bilder Google lens und ChatGPT geschickt, aber letztlich war ich froh und dankbar, dass Dr. Gerrit Müller „Aspisviper“! schrieb.
Das war ein Erlebnis, kann ich Euch sagen. Es hat mich etwas daran erinnert, als Cathrin Schelshorn in Ischgl eine Kreuzotter auf Ihren Skistock nahm, ihr erinnert Euch sicherlich noch. Die Aspisviper ist die zweite Giftschlange Deutschlands und der Hammer ist, sie kommt nur im Südschwarzwald auf einer relativ kleinen Fläche vor.
Leider bin ich ihr bei meinen Außendiensten im Hinterwäldergebiet auf den Weideflächen nicht begegnet. Wie die Kreuzotter ist sie lebendgebärend. Unser fotografiertes Exemplar war etwa 50 cm lang, ausgewachsen können sie 85 cm erreichen. Sie werden erst mit drei Jahren geschlechtsreif. Schaut auf den Kopf, typisch für Vipern ist die etwas vom Körper abgesetzte Dreiecksform. Das Band auf dem Rücken ist nicht gleichmäßig wie das Zickzackband der Kreuzotter. Das ist sehr gut zu sehen auf dem Bild.
Wer weiteres zu dieser interessanten Schlange wissen will, schaue unter https://de.wikipedia.org/wiki/Aspisviper. Was sich in diesem Fall bestätigt hat, dass Schlangen vor dem Menschen die Flucht ergreifen und nur im Ausnahmefall zubeißen. So ein Ausnahmefall passierte vor kurzem im Schweizer Jura, als ein Kletterer von einer Asisviper in die Hand gebissen wurde: www.alpin.de/kletterer_von_giftschlange_gebissen__aufwendiger_rettungseinsatz. Er überlebte. Im übrigen ist die Giftwirkung der Aspisviper nicht ganz so stark wie die der Kreuzotter.
Vielen Dank allen fürs Miträtseln. Nächste Woche ist der Kracherbaum an der Reihe.
16. September 2026 Liebe Bürgerpostleser,
um etwas Abwechslung anzubieten, seid Ihr dieses Mal gefragt.
Erste Frage, welchen Umfang in 1,30 Meter Höhe hat dieser Baum? Zweite Frage, um welche Baumart handelt es sich?
Dritte Frage, welche Schlangenart seht Ihr auf den beiden Bildern? Kleiner Tipp, sie kommt in Deutschland nur im Südschwarzwald vor.
Ich bin gespannt auf Eure Antworten. Die Auflösung folgt im nächsten Beitrag.