Die drei Storchenkinder auf St. Verena und Gallus

Storch auf St. Verena vor Vollmond

Fotos von Thomas Kring

Die drei Storchenkinder am 18. Juni 2025

Die Dohlen auf St. Verena wären auch mal einen Artikel wert.

Am 25. Mai 2025 während Hüfingen spielt.

Storchenkinder

am 30.Mai 2025

Seit 16. Februar 2025 sind sie wieder zu zweite.

28. Januar 2025

22.07.2024 von Thomas Kring

Dieses Jahr gibt es drei Jungtiere die alle gut durch das nasse Frühjahr gekommen sind.


Fertig zum Abflug in den Süden

Thomas Kring am 14. September 2022


Thomas Kring am 29. Mai 2021

Gleich vier hungrige Schnäbel haben die Altvögel zu stopfen.

Weißstorch mit dem später getöteten Kücken am 21. Mai 2020

Störche auf St. Verena und Gallus

Thomas Kring am 7. Juni 2020

Seit 2018 brüten auf einem Wasserspeier der Kirche St. Verena und Gallus in Hüfingen Weißstörche (Ciconia ciconia). Der männliche Storch ist beringt (AU333) und kam 2019 und 2020 nach Hüfingen zurück. 2020 war auch das weibliche Tier zu identifizieren: A1Y92. Zusammen haben sie dieses Jahr drei Eier bebrütet. Allerdings ist daraus nur ein Küken geschlüpft.

Dem ein oder anderen ist es in den letzten Tagen wohl aufgefallen: Seit Ende Mai sind die Weißstörche nicht mehr da! Nur gelegentlich schaut mal ein Alttier vorbei. Was ist also geschehen?

Anwohner beobachteten am Mittwoch, 27. Mai 2020, einen Hubwagen und jemanden, der sich am Horst „zu schaffen machte“. Der Mesner, darauf angesprochen, schaute aus dem Kirchturm ins Nest und stellte fest, dass dieses leer ist. Die nicht ausgebrüteten zwei Eier und das Jungtier sind weg!

Ein Telefonat mit dem Weißstorch-Beauftragten des Regierungspräsidium Freiburg brachte Klarheit: Bei seiner Kontrolle des Horstes lag dort ein totes Küken, aber keine Eier. Seiner Aussage nach kommt es bei den Störche immer wieder zu Konflikten. Im Zuge einer solchen Auseinandersetzung wurde das Jungtier wohl von einem rivalisierenden Storch getötet. Die beiden beringten Weißstörche sind aber wohl auf und noch auf der Baar unterwegs.

Nun hoffen wir, dass im nächsten Jahr AU333 wieder nach Hüfingen zurück kommt und mit A1Y92 oder einem anderen Partner das Brutgeschäft wieder aufnimmt.

Hier die Aufnahmen aus den Jahren 2018-2020

2018 gab es das erste Nest. Hier ein Foto vom 6. April 2018. Damals konnten wir uns nicht vorstellen, dass dies funktionieren kann. Weitere Fotos von 2018 bis heute unten.

6. April 2018

Storchennester

Liebe Bürgerpostleser,

muss man zum Storch noch etwas sagen? Eigentlich nicht. Höchstens natürlich, dass das Mundelfinger Nest immer noch leer ist.


In Karlsruhe versucht ein Storchenpaar mitten in der Stadt ein verlassenes Krähennest auf einer Platane zum Horstplatz zu küren. Meinen Sie, dass das funktioniert? Mein Referendarskollege Dr. Jürgen Looser hat mit diese Hammerbilder geschickt. Wenn da das leere Mundelfinger Nest platziert wäre, mit 99,9 % iger Sicherheit wäre es besetzt. 


Mein Freud Ingo Kirchhoff aus Wietzen in Niedersachen hat vor einem Jahr einen Nistplatz gezimmert und ihn im Sommer 2024 aufgestellt. Im dritten Märzdrittel 2025 saß zunächst ein einzelner Storch darauf und wenige Tage später ein zweiter. Das wird ein klassischer Fall von Nestgründung, so schien es. Aber dann passierte etwas Unerwartetes, es kam zum Kampf zwischen mehreren Störchen und seither ist der Nistplatz verwaist. Wahrscheinlich lockte der gute Nistplatz Neider auf den Plan. Ich sagte zu Ingo, ich sei noch vorsichtig optimistisch, dass es dieses Jahr doch noch klappt, ansonsten gilt, neues Jahr, neues Glück.

Vielen Dank Jürgen und Ingo für die Überlassung der Bilder.

Herzliche Grüße
Franz Maus

Die Störche auf Verena und Gallus

Adebar auf der Gruftkirche

Beitrag vom 21. August 2024

Liebe Bürgerpostleser, 

der Storch ist in der Zwischenzeitauf der Baar ein sehr häufiger Brutvogel. Aber in Mundelfingen brütet er leider noch nicht. Obwohl Ortsvorsteher Michael Jerg bei der ersten Storch Sichtung auf dem repräsentativen Prunkbau Mundelfingens vor vielen Jahren unverzüglich eine Nest errichten ließ. Er hat damals auch mich vorgewarnt, ich solle gerichtet sein, damit ich etwas schreiben kann. Und es verging Jahr um Jahr und es passierte nichts. 

Jetzt ist Mundelfingen regelrecht von Störchen „überfallen“ worden, die Bilder unten hat mir Katharina Springindschmitten freundlicher Weise überlassen. Ihr Mann hat dort gemulcht. Ich habe auf dem ersten Bild 35 Störche gezählt, es kann nachgezählt werden.

Jetzt zum Bild unten. Das bekam ich dankenswerter Weise von Hans Hasenfratz. Erkennen Sie, dass ein Storch im Nest steht und der andere links oben zuschaut? Wenn das kein Omen ist, bestimmt ist es ein Paar, das sich im nächsten Jahr an das tolle Nest erinnern wird. Endlich wird auch in Mundelfingen ein Storchenpaar zu bewundern sein. Wetten dass? Die Chancen stehen gut, denn den Störchen gehen die Brutpätze aus. Skeptiker könnten meinen, den Störchen reiche das Futter nicht für sich und die Jungen, alles papperlapapp, sage ich Ihnen. Ich bin überzeugt, dass das etwas wird anno 2025 mit einem besetztem Storchennest in Mundelfingen. 



Ich habe noch etwas mitgebracht. In Allmendshofen gibt es zwei Nester, das eine auf dem roten Rathaus und das andere auf der Grundschule. Weil die Grundschule neu bedacht wurde, konnte das angestammte Paar dort nicht brüten. Kurzerhand bauten Sie auf dem Kamin des leerstehenden Fritschihaus einen Ersatzhorst, schauen Sie sich das Meisterwerk an. Weil der Schornstein zu klein war, haben sie den First miteinbezogen. Wahre Architekten. Drei Jungen haben sie erfolgreich großgezogen, dieses Jahr war das keine Selbstverständlichkeit. 


Herzliche Grüße 
Franz Maus 

Adebar auf der Gruftkirche

Was für ein hoffnungsvolles Signal in Zeiten des weltweiten Artenschwunds: Die Störche, Symbole für Fruchtbarkeit, Wachstum und Kindersegen, nehmen auch auf der Baar wieder kräftig zu. Allein in Neudingen bezogen dieses Frühjahr wieder acht Storchenpaare ihre Brutplätze, ob auf Giebeln, Telegrafenmasten oder Bäumen und, ganz wie es sich gehört, auf dem Dach des Gasthauses Zum Storchen, ein weiteres nebenan auf der Sonne. Doch das spektakulärste Nest hatte ein Paar im Frühjahr 2019 auf den Schwingen einer der Engelsgestalten des Bildhauers Adolf Heer erbaut, welche die Außensäulen der F.F. Gruftkirche von 1853 schmücken. Leider waren im Frühjahr 2020 die Engel auf ihren Säulen mitsamt dem Storchennest verschwunden. Wurden sie womöglich entfernt, um fortan allfällige Zweckentfremdungen zu verhindern? Wollte man auf solch rigorose Weise die Verunzierung durch ätzenden Storchenkot, gar die Beschädigung der Engel unterbinden? An Stelle der Skulpturen zieren jetzt antennenartige Metallstäbe alle vier Säulen rundum, anscheinend eigens dazu ersonnen, den Störchen das Rasten, erst recht das Nisten zu vergällen.



Die Rückfrage im Fürstenhaus brachte ernüchternde Entwarnung: Die Engelsgestalt samt Nest habe aus Sicherheitsgründen entfernt werden müssen. Das Postament sei am Zerbröseln, die Skulptur selbst auf der Rückseite gespalten gewesen. Doch drohte das nämliche Schicksal auch den anderen drei Engeln? Waren etwa auch sie marode, oder wollte man einfach vorbeugen, dass nicht auch sie Störche anlockten? Schade drum, für kunstsinnige Parkbesucher wie für die Störche! Das Paar war inzwischen umgezogen. Es nistete jetzt, weit weniger spektakulär als auf Engels Fittichen, unmittelbar über dem Eingangsportal zur Gruft, und sie hatten auch schon für Nachwuchs gesorgt im neuerbauten Nest.

Ob sich die fürstliche Liegenschaftsverwaltung auch hier mit Fragen zur Verkehrssicherungspflicht konfrontiert sehen würde? Oder ob man den Störchen unbesehen weiterhin Gastrecht gewähren wird – auch dann noch, wenn die Storchenjugend geschlüpft sein wird, wenn der Flugbetrieb zunehmen wird und auch der kalkweiße Storchenkot zunehmend als Ärgernis empfunden werden sollte?


Mitte August 2020, die Jungstörche hatten sich bereits auf den Wiesen der Riedbaar versammelt, um die Thermik des nächstbesten Hochdruckgebiets zum Start nach Süden zu nutzen, als die Tageszeitung unter der Überschrift Storchennest ist plötzlich weg die nachstehende Notiz aus Donaueschingen-Neudingen brachte: „Plötzlich war es weg. Und lange scheint dieser Zustand niemandem aufgefallen zu sein. Unbekannte Personen haben laut Mitteilung der Polizei im Marienpark des Klosters Neudingen ein Weißstorchennest entfernt, das sich auf der Gruftkirche der Fürsten zu Fürstenberg befand. Die Polizei ordnet den Vorfall in einem Zeitraum zwischen 12. und 26. Juli ein. Warum drei Wochen lang keine Anzeige erfolgt ist, kann sich Jörg Kluge, Polizeisprecher beim Präsidium Konstanz, auch nicht erklären. Möglicherweise hänge es damit zusammen, dass das Gelände schwer zugänglich ist. Oder man wisse nicht, dass ein Storchennest auch nach der Aufzucht der Brut nicht abgebaut werden darf. Da Weißstörche nach dem Bundesnaturschutzgesetz streng geschützt sind ist es verboten, ihre Brut- und Ruhestätten zu entnehmen, zu beschädigen oder zu zerstören.“

Doch egal: im Frühjahr 2021 war das Storchenpaar jedenfalls wieder da, um sich aus Astmaterial an gleicher Stelle über dem Eingangportal der Gruftkirche erneut sein Nest zu bauen. Und Frau Storch machte sich auch alsbald ans Brüten. Der April war der kälteste seit vierzig Jahren und auch der Mai war kühl und nass – fürs Brutgeschäft keine günstigen Voraussetzungen. Für die Neudinger Störche sah es dennoch nicht schlecht aus gegen Ende Mai: In allen Nestern war Nachwuchs zu versorgen. Einzig das Nest auf der Gruftkirche war offenbar aufgegeben worden. Was war passiert? War es ein erneuter Platzverweis? Ein Schelm, wer Zweifel hegt an der Willkommenskultur des Fürstenhauses!

Kolumne Heike Boeke

Storchenpaar

Weil mir Hüfingen am Herzen liegt

Wisst ihr wo sich derzeit unser Storch aus Hüfingen aufhält?  Ich leider auch nicht, aber es gibt einen Storch im Schwarzwald Baar Kreis , der in Pfohren nistet und jedes Jahr Ende Februar bereits wieder hier ist. Sein Name ist Louis.

Woher ich das weiß? Es gibt eine ganz tolle App, die ich euch ans Herz legen möchte – den Animal Tracker des Max-Planck Instituts.  Er ist gratis und zeigt euch, wo sich Louis derzeit aufhält. Die App macht richtig Spaß, denn sie zeigt euch welche riesigen Strecken unsere Weißstörche zurücklegen. Ihr bekommt  eine Ahnung davon, was unsere Störche und viele andere Tiere auf ihren Wanderungen so leisten und schätzt es umso mehr, wenn sie wieder jedes Jahr zurückkehren. Mit Miniatursendern ausgestattet können sie über die App verfolgt werden.

 Jedes Jahr ziehen Millionen von Zugvögeln in ihre Winterquartiere und im Frühjahr wieder zurück. Diese Routen zu beobachten war das Ziel des Icarusprojektes von der ISS aus.  Bisher rund 25.000 Tiere zu Land, zu Wasser und in der Luft können schon beobachtet werden- hightech auf dem Rücken von unterschiedlichen Arten. Diese raffinierten Geräte senden eine Vielzahl an Daten an die ISS und von dort an das Max-Planck-Institut für Ornithologie in Radolfzell.

Wie überwinden Streifengänse den Himalaja ? Wie finden die Vögel ihre  Winterquartiere. Das Wunder der Natur wird einem erst richtig bewusst, wenn  man sieht was die Tiere unseres Planeten leisten. Daher ist es umso wichtiger solche Projekte zu unterstützen. Die Icarus-Forscher sind nämlich auch auf Beobachtungen von Tierfreunden angewiesen.  Dadurch kann jeder aktiv an diesem tollen Forschungsprojekten teilnehmen. Wer also ein solches mit einem Sender versehenes Tier beobachtet, kann das mitteilen und so helfen mehr über die Tiere zu verstehen, denn so  könnt ihr aktiv den Artenschutz unterstützen. Mit der auf dem Smartphone installierten App lassen sich die Beobachtungen speichern und die Daten in der Forscherdatenbank speichern.  Werdet Forscher, werdet Animal Tracker  und lernt auch, wie großartig unsere Natur ist, die es gilt zu schützen. Freuen wir uns also schon jetzt auf die Rückkehr unseres Storches namenlos nach  Hüfingen.