Dürres Gras ist kein Aschenbecher!

Nachdem ich drei Tage nicht mehr dort war, habe ich heute exakt 22 Zigarettenkippen auf den Wegen rund um die Siere gefunden. Alle lagen im dürren Gras.

Das ist nicht einfach nur gedankenlos. Das ist grob fahrlässig, rücksichtslos, asozial und gewissenlos!

Wir haben gerade eine massive Waldbrandgefahr. Überall brennt es – und manche Leute werfen ihre glimmenden Zigarettenstummel trotzdem einfach ins trockene Gras. Und bevor jetzt wieder jemand sagt: „Die Raucher sind halt so“ – nein! Die allermeisten Raucher sind anständig und entsorgen ihre Kippen vernünftig. Ich möchte genau diese Menschen bitten, bei solchen Idioten nicht wegzusehen. Sprecht sie an.

Ein Taschenaschenbecher kostet fast nichts, passt in jede Tasche und verhindert genau diesen Wahnsinn.

Nur gemeinsam können wir verhindern, dass aus einer Kippe ein Feuer wird.

Und unsere Feuerwehr? Die rückt im Ernstfall aus und löscht den Mist – ehrenamtlich.

Vielleicht einfach mal darüber nachdenken, bevor die nächste Kippe ins trockene Gras fliegt.

Kippen im dörren Gras
Liebe Kippenwerfer: Seid ihr eigentlich noch ganz dicht?

Das 1. Fröhliche Hüfinger Kippenpulen

Beitrag vom 26. Oktober 2025

Beim 1. Fröhlichen Hüfinger Kippenpulen hatten die Freunde der Natur Hüfingen schlagkräftige Hilfe von den City Cleaners Germany – Schwarzwald-Baar-Kreis mit Miriam Steup und Georg Bentele aus Bad Dürrheim. Dank ihrer Hilfe ist die Hauptstrasse jetzt kurzfristig hübscher anzuschauen und das Kippenpulen wurde richtig fröhlich. Wir werden es im Frühjahr wiederholen und bis dahin haltet bitte unsere Umwelt sauber!

alle fünf vor dem Kirchturm
Miriam Steup, Thomas Kring, Hannah M Jaag, Norbert Deininger, Georg Bentele
gesammelte Kippen in Hüfingen
Kippenhaufen vor Gully

Jede einzelne achtlos weggeworfene Kippe verseucht unser Wasser, schädigt Bodenorganismen, tötet Amphibien und Insekten. Die Nanopartikel mit den Toxinen und das Plastik belasten unsere Umwelt dauerhaft.

Poster Umweltproblem Zigarettenkippe
600 Kippen in Messbecher
Cellulose-Acetat Fasern auf Straßen und Wegen
Kippen vor Gully
stopp! Kippen

Hüfingen Kippenfrei!

Hüfingen im Mai 2025

Liebe Hüfingerinnen,
liebe Hüfinger,

es ist mir ein großes Anliegen, dass Zigarettenkippen nicht mehr in der Natur und auch nicht auf der Straße entsorgt werden!

Deswegen haben wir ein kleines Projekt mit Taschenaschenbecher gestartet.


Im Rahmen dieses Projektes haben wir Taschenaschenbecher auf einschlägigen Bänken verteilt. Diese dürfen gerne gefüllt oder auch mitgenommen werden.

Des weiteren gibt es unser Taschenaschenbecher zu verschenken:

  • Im Krokodil
  • In Rosis Blumenstudio
  • In der Tourist-Info

Genaueres kann man auch auf der Webpage der Freunde der Natur Hüfingen nachlesen:
Hüfingen kippenfrei

Vorher, währenddessen und auch nach dem Rauchen: Menschen, Amphibien, Fische, Insekten, Pflanzen – alles Leben wird beeinträchtigt.
Bitte haltet unsere Umwelt gesund!

Inhalsstoffe von Tabak

Infos von: proRauchfrei

Teer

Teer verklebt die Flimmerhärchen in den Atemwegen und der Lunge. Dadurch bedingt kann beispielsweise Staub nicht mehr abgehustet werden. Als Folge davon lagern sich Staubpartikel und daran haftende Schadstoffe und Krankheitserreger in den Atemwegen und der Lunge ab.

Teer wird u. a. im Straßenbau verwendet und wurde im Jahr 2002 im Zusammenhang mit dieser Anwendung als überwachungsbedürftiger, gefährlicher Abfall eingestuft (Abfallschlüssel 17 03 01 – kohlenteerhaltige Bitumengemische).

Bei einem täglichen Konsum von einer Schachtel Zigaretten nimmt die Lunge im Laufe eines Jahres etwa die Menge Teer auf, die eine handelsübliche Teetasse fassen kann.

Quecksilber

Quecksilber wirkt u.a. als Zellgift auf Proteine, daher sind lösliche Verbindungen des Quecksilbers giftig. Quecksilber-Dämpfe gelangen z. B. durch die Schleimhäute und über die Lunge in den Körper und werden im zentralen Nervensystem sowie in der Niere eingelagert, wo sie ihre toxische Wirkung entfalten. Bei einer chronischen Quecksilber-Exposition kommt es zu Mattigkeit, Schwindel, Schlaflosigkeit, Gedächtnisschwund, Abfall der Konzentrationsfähigkeit, Übererregbarkeit, Kopfschmerzen, Nervenschmerzen, Zittern, Haarausfall und Depressionen.

Quecksibler wird industriell u. a. im Bereich der Schädlingsbekämpfung und bei Spezialleuchtmitteln eingesetzt. Früher wurde Quecksilber auch bei der Herstellung von Amalgamplomben verwendet. Bei der Zigarettenherstellung wird Quecksilber zur Reinigung der Tabakblätter eingesetzt.

Auf normalem Wege tritt bei regelmäßigen Fischessern eine erhöhte Queck-silberkonzentration auf. Besonders belastet sind hier Hai, Schwertfisch, Markrele, Marlin und Thunfisch (Stand 5. 2. 2003). Auch in Gemüse ist in den letzten Jahren ein Ansteig der Quecksilberbelastung nachzuweisen (bedingt durch Schädlingsbekämpfungsmittel) – besonders belastet sind Blattgemüse.

Arsen

Arsen ist ein Element der Stickstoffgruppe, zusammen mit den ebenfalls giftigen Elementen Phosphor, Antimon und Bismut. Arsen hat halbmetallischen Charakter, wobei es in seinen metallischen Eigenschaften zwischen Phosphor und Antimon steht. Wie Phosphor ist es als Stickstoffgruppenelement sehr reaktionsfreudig und kommt in vielerlei organischen und anorganischen Verbindungen vor.

In der Natur vorkommend findet man das goldgelbe Arsentrisulfid, das unter dem Namen Auripigment oder Rauschgelb von Malern als Goldersatz verwendet wurde. Da die so gemalten Bilder eine gewisse Giftigkeit verbreiteten, wird es heute in geschlossenen Räumen nicht mehr benutzt.

Organische Arsen-Verbindungen wurden vor der Penicillin-Ära zur Chemotherapie der Syphilis und verschiedener Protozoen-Erkrankungen benutzt. Damit war Arsen eines der ersten Antibiotika (anti: gegen, bios: leben, z. B. Salvarsan). Es bringt Kleinstlebewesen, besonders Parasiten, schnell den Tod. Leider zu leicht auch dem Wirt. Diese Eigenschaft von Arsen, sich gerne an Parasiten und anderen Mikroben zu vergreifen, war lange Zeit Grund für eine der hauptsächlichen gewerblichen Verwendungen von Arsen: Es wurde und wird noch in Pflanzenschutzmitteln eingesetzt. Dabei können Rückstände zu schädlichen Anhäufungen auf Obst, Früchten und sogar im Tabak führen. Im Tabak war es (zumindest bis 1951) in zunehmendem Maße vorhanden (1932: 12,6 Mikrogramm, 1951: 42 Mikrogramm). Dort erhöht es die anderen kanzerogenen Eigenschaften der Zigaretten.

In folgenden Industriezweigen ist Arsen zu finden: Arzneimittelherstellung, Bergbau/Hüttenwesen, Druckereitechnik, Lederwarenherstellung, Sprengstoffindustrie; außerdem ist Arsen Bestandteil von Klärschlämmen und Schädlingsbekämpfungsmitteln. Die Toxizität von Arsen und seinen Verbindungen ist unterschiedlich. Metallisches Arsen und schwer lösliche Sulfide sind fast ungiftig, während 3-wertiges Arsen hoch giftig ist. Beim Einatmen von Arsendämpfen werden Schleimhautreizungen, Lungenödeme, Störungen der Nieren- und Leberfunktionen verursacht. Eine Vergiftung äußert sich in Hautreizungen, Kopfschmerzen oder sogar in Tumorbildung.

Cyanide

Cyanide sind Salze der Blausäure (Cyanwasserstoffsäure), die das giftige Cyanid-Anion enthalten. CN sind industriell im Bergbau/Hüttenwesen, in der Metallverarbeitung und Galvanik, in Schädlingsbekämpfungsmitteln, in Farben und Lacken sowie in Erdöl und Kohle zu finden. In diesen Betrieben sind die CN besonders in den Abwässern eine Problemsubstanz. Cyanide wirken toxisch, wenn Blausäure durch Hydrolyse freigesetzt wird, der entstandene Cyanwasserstoff wirkt durch Lähmung des Atemzentrums sofort tödlich.

Cyanide sind für Menschen und Tiere, insbesondere Fische. aber auch Algen hochgiftig. Nach Auskunft des Umweltbundesamtes kann freies Cyanid schon bei einer Konzentration von 40 Millionstel Gramm (Mikrogramm) pro Liter Forellen töten.

Blausäure

Blausäure, also Cyanwasserstoff, ist eine farblose, nach Bittermandeln riechende, sehr giftige und schnellwirkende Substanz, die über die Blockade von Atmungsenzymen die Verbrennung des Sauerstoffs in den Zellen verhindert. Die Wirkung der Blausäure führt damit zu einer Art innerem Ersticken.

Es sei erwähnt, dass bei der Verbrennung von Polyurethanen, also von zahlreich verwendeten Kunststoffen, Blausäure freigesetzt wird. Daher können u. U. sogar Wohnungsbrände zu tödlichen Blausäurevergiftungen führen. Dabei gilt als Faustformel, dass von den dabei entstehenden giftigen Gasen rund 1/3 Kohlendioxid/Kohlenmonoxid, 1/3 Rauchgase und 1/3 Blausäure sind. Ansonsten kommen Vergiftungen mit Blausäure in der metallverarbeitenden und chemischen Industrie, bei der Schädlingsbekämpfung sowie bei der Verschwefelung organischen Materials vor. Weiterhin enthält Tabakrauch teilweise erhebliche Blausäurekonzentrationen.

Nitrosamine

Nitrosamine kommen in der Umwelt des Menschen in vielen Bereichen, u.a. auch in Nahrungsmitteln, Tabak, Kosmetika, Bedarfsgegenständen aus Latex u.a.m. vor (exogene Belastung).

Auch im menschlichen Organismus selbst ist eine Nitrosaminbildung möglich (endogene Belastung), da sowohl die Umwelt als auch die Nahrung nitrosierbare Amine und nitrosierende Stoffe enthält (z. B. Nitrit oder Stickoxide). Bei diesen Substanzen handelt es sich um „Vorläufer“ der Nitrosamine, die erst nach dem Übergang aus dem Produkt in den Speichel oder Magensaft des Menschen durch chemische Reaktion mit Nitrit zu den krebserzeugenden Nitrosaminen umgewandelt werden können.

Die krebserzeugende Wirkung beruht auf reaktiven Metaboliten der Nitrosamine im Stoffwechsel, die mit der Erbsubstanz DNA reagieren, sie dadurch schädigen und Tumore auslösen können. Beim Menschen ist aufgrund der niedrigen Dosierung die Latenzzeit sehr lang, sodass ein kausaler Zusammenhang schwierig zu beweisen ist.

Eine grundsätzlich unschädliche Konzentration kann für Nitrosamine ebenso wenig wie für andere krebserzeugende Stoffe ermittelt werden. Jedoch nimmt die mutmaßliche kanzerogene Wirkung ab, wenn die aufgenommene Menge abnimmt. Heute stellen neben Tabakrauch vor allem Gewürze, gepökelte Fleischwaren und geräucherter Bacon (Frühstücksspeck), denen zwecks Umrötung und Konservierung Nitritpökelsalz zugesetzt wurde, die Hauptnitrosaminquelle dar.

Eine detaillierte Auflistung gibt es auf den Seiten vom Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat: https://service.bmel.de/tabakerzeugnisse/

Tabakanbau

Kinderarbeit im Tabakanbau ist sehr gefährlich und weltweit verboten. Trotzdem arbeiten in allen bedeutenden Tabakanbauländern Kinder auf den Feldern.

Kinder auf den Feldern

Allein in Malawi arbeiten etwa 78.000 Kinder auf den Tabakplantagen. Aber auch in Brasilien, Indonesien, den USA und anderen Ländern ist Kinderarbeit im Tabakanbau weit verbreitet.

Kinder ab 5 Jahren bereiten Saatbeete vor, indem sie Felder umgraben und Bäume fällen. Sie jäten Unkraut auf den Feldern, sie düngen den Tabak und sie sprühen Pestizide, ohne Schutzkleidung zu tragen.

Bei der Ernte der grünen Tabakblätter setzen sie sich der Gefahr einer Nikotinvergiftung aus. Denn sie nehmen das Nikotin aus den Blättern durch die Haut in den Körper auf. Schon eine kleine Menge des Nervengifts führt bei ihnen zur Nikotinvergiftung: Die Grüne Tabakkrankheit verursacht Übelkeit, Erbrechen, Kopfschmerzen, Schwindel und Schwächeanfälle.

Kinder in Malawi nehmen bis zu 54 Milligramm Nikotin pro Tag über die Haut auf, zeigt eine Studie von Plan International. Das ist soviel Nikotin wie in 50 Zigaretten enthalten ist.

Mehr Infos bei Unfairtobacco: https://unfairtobacco.org


Der Hüfinger Storch während der Sonnenfinsternis

Storch auf St. Verena vor Vollmond

Unten Fotos während der Sonnenfinsternis am 12. August 2026 um 20:20 Uhr.

Fotos von Thomas Kring

26. Mai 2026

Dieses Jahr gibt es zwei Jungstörche.

Fotos von Thomas Kring

  • Storchennest auf St. Verena und Gallus am 15. Mai 2026. Storch mit zwei Babies
    Nest auf St. Verena und Gallus am 25. Mai 2026

16. Februar 2026

Dieses Jahr war der 1. Storch schon am 27. Januar auf dem Kirchturm und inzwischen ist auch seine Frau hier. Exakt am selben Tag, dem 16. Februar, wie letztes Jahr.

Störche auf Verena und Gallus
Störche auf Verena und Gallus
Störche auf Verena und Gallus
Störche auf Verena und Gallus
Störche auf Verena und Gallus

16. Februar 2026

Die drei Storchenkinder am 18. Juni 2025

Die Dohlen auf St. Verena wären auch mal einen Artikel wert.

Am 25. Mai 2025 während Hüfingen spielt.

Storchenkinder

am 30.Mai 2025

Seit 16. Februar 2025 sind sie wieder zu zweit.

28. Januar 2025

22.07.2024 von Thomas Kring

Dieses Jahr gibt es drei Jungtiere die alle gut durch das nasse Frühjahr gekommen sind.


Fertig zum Abflug in den Süden

Thomas Kring am 14. September 2022

  • viele Störche auf Dach


Thomas Kring am 29. Mai 2021

Gleich vier hungrige Schnäbel haben die Altvögel zu stopfen.

  • Storch mit drei Jungtieren auf Verena

Weißstorch mit dem später getöteten Kücken am 21. Mai 2020

Störche auf St. Verena und Gallus

Thomas Kring am 7. Juni 2020

Seit 2018 brüten auf einem Wasserspeier der Kirche St. Verena und Gallus in Hüfingen Weißstörche (Ciconia ciconia). Der männliche Storch ist beringt (AU333) und kam 2019 und 2020 nach Hüfingen zurück. 2020 war auch das weibliche Tier zu identifizieren: A1Y92. Zusammen haben sie dieses Jahr drei Eier bebrütet. Allerdings ist daraus nur ein Küken geschlüpft.

Dem ein oder anderen ist es in den letzten Tagen wohl aufgefallen: Seit Ende Mai sind die Weißstörche nicht mehr da! Nur gelegentlich schaut mal ein Alttier vorbei. Was ist also geschehen?

Anwohner beobachteten am Mittwoch, 27. Mai 2020, einen Hubwagen und jemanden, der sich am Horst „zu schaffen machte“. Der Mesner, darauf angesprochen, schaute aus dem Kirchturm ins Nest und stellte fest, dass dieses leer ist. Die nicht ausgebrüteten zwei Eier und das Jungtier sind weg!

Ein Telefonat mit dem Weißstorch-Beauftragten des Regierungspräsidium Freiburg brachte Klarheit: Bei seiner Kontrolle des Horstes lag dort ein totes Küken, aber keine Eier. Seiner Aussage nach kommt es bei den Störche immer wieder zu Konflikten. Im Zuge einer solchen Auseinandersetzung wurde das Jungtier wohl von einem rivalisierenden Storch getötet. Die beiden beringten Weißstörche sind aber wohl auf und noch auf der Baar unterwegs.

Nun hoffen wir, dass im nächsten Jahr AU333 wieder nach Hüfingen zurück kommt und mit A1Y92 oder einem anderen Partner das Brutgeschäft wieder aufnimmt.

Hier die Aufnahmen aus den Jahren 2018-2020

  • Storch
    30. Mai 2018

2018 gab es das erste Nest. Hier ein Foto vom 6. April 2018. Damals konnten wir uns nicht vorstellen, dass dies funktionieren kann. Weitere Fotos von 2018 bis heute unten.

6. April 2018

Große Abendsegler über dem Kofenweiher

Heike konnte Fledermäuse am Kofenweiher im Jagdflug filmen.

Nach meiner Einschätzung könnte es sich um Große Abendsegler handeln. Eine sichere Bestimmung allein anhand des Videos ist jedoch nicht möglich, aber er jagt häufig hoch und schnell im freien Luftraum, oft über Gewässern wie dem Kofenweiher.
Er fliegt schon in der Dämmerung, oft bevor es richtig dunkel wird und sein Flug wirkt kraftvoll, geradlinig und schnell. Also Große Abendsegler sind dafür bekannt, regelmäßig über Seen und Weihern Insekten zu jagen. Große Mausohren hingegen jagen überwiegend bodennah über Wiesen oder im lichten Wald, ihr Flug wirkt etwas langsamer und wendiger.

Der Film zeigt, wie wertvoll dieser Bereich für Fledermäuse sein kann. Umso mehr bestärkt uns diese Beobachtung in unserem Vorhaben, im Rahmen unseres Projekts „Together for Bats!“ den Lebensraum der Tiere weiter zu verbessern und in unmittelbarer Nähe ein „Haus der Vielfalt“ als Quartier für Fledermäuse und Gebäudebrüter zu schaffen.

Fledermäuse am 2. August 2026 am Kofenweiher. Aufnahme Heike Boeke

Vielen Dank an Heike für die schöne Aufnahme!

Unsere interkommunale Eiche sieht wieder recht gut aus – Vielen Dank an den Bauhof für die Pflege!

24. Juli 2026
Vielen lieben Dank an den fleißigen Bauhof!

30. Juni 2026

Nachdem die Eiche wunderschön aus dem Winter raus gekommen ist, ist im Frühling irgend etwas passiert. Wir wissen es noch nicht, aber es war weder die Hitze und schon gar nicht zu wenig Wasser. Als der Baum anfing dürr zu werden war es nämlich noch gar nicht so heiß und hatte auch geregnet.

Unser Bauhof gießt sie auf jeden Fall regelmäßig und wir hoffen sie überlebt den Sommer.

Die Eiche mit gelben Blättern
29. Juni 2026
Der Boden unter der Eiche mit Schnecken
unter dem Sack ist es feucht genug, auch sieht man an den Pflanzen keinen Hinweis dass etwas mit dem Oberboden nicht stimmt.

Die Stiel-Eiche (Quercus robur) bildet ein tiefes Wurzelsystem mit einer starken Pfahlwurzel aus – also falls sie so lange lebt.

Unsere interkommunale Eiche hat den Winter gut überstanden und macht jetzt Frühling. Der Bauhof war so nett und hat ihr einen Wassersack gegeben, falls es mal zu trocken wird. Zum Glück hat es heute Nacht erst mal wieder geregnet, obwohl es vermutlich nicht genug war, um mal richtig alles naß zu machen. Leider hat auch ein Greifvogel wohl bei einem Landeversuch einen Ast abgebrochen, aber das dürfte dem Baum nicht viel machen.

Die interkommunale Eiche am 11. Dezember 2025
Die interkommunale Eiche am 11. Dezember 2025

Unsere interkommunale Eiche wurde am 3. Dezember gefeiert!

Eine Tafel für die Eiche!

Michael Sproll (Bauhofleiter), Johannes Geißler (Biotopbeauftragter), Dr. Hans Joachim Blech (Naturschutzwart a.D.), Henry Probst (Reparatur-Café), Irene Schenzinger (Umweltgruppe Südbaar), Reinhard Isak (Stadtrat)

Die Freunde der Natur Hüfingen bedanken sich herzlich bei der Umweltgruppe Südbaar und dem Reparatur-Café Donaueschingen für die interkommunale Eiche auf dem Plattstein.
Die Eiche steht für Resilienz und auch für Kraft, Beständigkeit, Weisheit sowie Langlebigkeit.

  • Alle vor der Eiche

Herbst 2025

Der Feldahorn auf dem Flurstück mit dem Namen Plattstein musste gefällt werden, da er fast schon tot war. Keine Ahnung, warum der gestorben ist, aber in letzter Zeit habe ich ähnlich kranke Feldahorn gesehen. Vielleicht ist es eine Krankheit oder es war eine Trockenheit.

Das Flurstück ist auf Hüfinger Gemarkung am Rand zu Allmendshofen.

Stieleiche über Hüfingen
Die Umweltgruppe Südbaar und das Reparatur-Café Donaueschingen haben uns diese interkommunale Stieleiche geschenkt.
Der sterbende Feldahorn über Hüfingen
Der sterbende Feldahorn über Hüfingen im August 2025
Baumstumpf über Hüfingen
Der gefällte Baum
Flurstück Plattstein. Hier soll die interkommunale Eiche hin.

Warum das Informationsfreiheitsgesetz für Hüfingen wichtig ist

Die Bundesregierung plant weitreichende Änderungen am Informationsfreiheitsgesetz (IFG). Künftig sollen Auskünfte nur noch unter strengeren Voraussetzungen möglich sein. Die CDU hatte bereits die Abschaffung des IFG in seiner bisherigen Form gefordert. Geplant sind unter anderem eine Begründungspflicht für Anfragen sowie Einschränkungen beim Kreis der Antragsberechtigten. Dagegen regt sich bundesweit erheblicher Widerstand von Medien, Journalisten, Wissenschaftlern und zahlreichen zivilgesellschaftlichen Organisationen. 

Für viele war das Informationsfreiheitsgesetz ohnehin nur ein erster Schritt. Die eigentliche Hoffnung war ein echtes Transparenzgesetz, bei dem staatliche Informationen von sich aus veröffentlicht werden – ohne dass Bürger sie erst mühsam beantragen müssen. Stattdessen drohen nun Einschränkungen. 

Dabei zeigt gerade ein Blick nach Hüfingen, warum ein funktionierendes Informationsfreiheitsgesetz unverzichtbar ist. Der Grundwasserschaden durch das FF Säge- und Imprägnierwerk konnte überhaupt erst durch Anfragen nach dem Informationsfreiheitsgesetz umfassend nachvollzogen werden. Die Unterlagen machen deutlich, wie lange die Belastung bekannt war und welche Maßnahmen ergriffen – oder eben nicht ergriffen – wurden. Zugleich zeigen sie, dass wesentliche Informationen über den Grundwasserschaden öffentlich kaum oder gar nicht thematisiert wurden. Ohne Anfragen nach dem Informationsfreiheitsgesetz wären viele dieser Informationen bis heute nicht öffentlich bekannt.

Wer sauberes Trinkwasser, wirksamen Umweltschutz und eine transparente Verwaltung will, braucht Zugang zu amtlichen Informationen. Demokratie lebt nicht nur von Wahlen – sie lebt auch davon, dass Bürger staatliches Handeln nachvollziehen und kontrollieren können. Das Informationsfreiheitsgesetz ist dafür eines der wichtigsten Werkzeuge.

Es geht nicht um Berlin, sondern auch um unser Wasser in Hüfingen!

Bitte hier unterschreiben: https://weact.campact.de/petitions/spd-stoppt-den-frontalangriff-auf-die-informationsfreiheit

Antworten vom Amt für Umwelt, Wasser- und Bodenschutz zu unserem Trinkwasser

Im August 2024 hatte ich die Sicherheit unseres Trinkwassers aus den Tiefbrunnen am Schaafäcker bezweifelt (siehe weiter unten) und deswegen an das Amt für Umwelt, Wasser- und Bodenschutz eine Anfrage als Auskunft zu Umweltinformationen gesendet.

Ich möchte mich hier ganz herzlich bei Maria Friderich, der Amtsleiterin, für die ausführliche Antwort bedanken! Es ist nicht selbstverständlich, dass sich jemand vom Landratsamt Schwarzwald-Baarkreis eine solche Mühe macht für unsere Fragen.

Hier nochmals die Fragen und die Antworten:

  • Warum wurde das Industriegelände vom Säge- und Imprägnierwerk aus den Wasserschutzzonen 1979 heraus genommen?

Das aktuelle Wasserschutzgebiet Schafäcker der Stadt Hüfingen wurde erstmals auf Grundlage eines Gutachtens des Landesamtes für Geologie aus dem Jahr 1958 abgegrenzt. Für die Abgrenzung wurden die Erkenntnisse einer Geländebegehung und die Geologie des Brunnenaufschlusses verwendet. Weitere Untersuchungen waren damals nicht üblich. Die Abgrenzung erfolgte entsprechend den damaligen Vorgaben und wurde nicht weitergehend begründet. Den Akten ist nicht zu entnehmen, dass das Säge- und Imprägnierwerk explizit aus dem Wasserschutzgebiet herausgenommen worden wäre. Es ist vielmehr davon auszugehen, dass das Wasserschutzgebiet entsprechend des damaligen Stands der Technik so abgegrenzt wurde. Die Stadt Hüfingen beantragte im Jahr 1966 aufgrund neuer rechtlicher Regelungen die Festsetzung des Wasserschutzgebietes Schafäcker in einer Rechtsverordnung auf der Abgrenzungsgrundlage von 1958. Die Rechtsverordnung wurde nach der Abstimmung der Regelungen für die Rechtsverordnung und nach Errichtung des zweiten Brunnens im Jahr 1979 erlassen.

  • Warum wurden die Wasserschutzzonen in den letzen 50 Jahren nicht angepasst?

Im Jahr 1999 hat das Landratsamt das Landesamt für Geologie mit der Überarbeitung der Wasserschutzgebietsabgrenzung beauftragt. Das neue Abgrenzungsgutachten liegt seit dem Jahr 2002 vor. Anlass für die Neuabgrenzung war insbesondere die Absicht der Stadt die Fördermenge zu erhöhen. Dies wurde aber nach Abschluss des Gutachtens von der Stadt Hüfingen aufgrund der damals aktuellen städtebaulichen Entwicklungen nicht mehr für erforderlich gehalten, sodass die Schutzgebietsvergrößerung zunächst nicht weiterverfolgt wurde. Im Jahr 2017 wurde die Neuabgrenzung aufgrund der damaligen Einstufung des Wasserschutzgebiets als Nitrat-Problemgebiet erneut aufgegriffen. Zuletzt wurden unter Federführung der Stadt Hüfingen und unter Beteiligung der Stadt Bräunlingen in den vergangenen Monaten frühzeitige Informationsveranstaltungen für die von der Neuabgrenzung betroffenen Landwirte und Gewerbebetriebe durchgeführt. Als nächster Schritt steht die Antragstellung zur Neuabgrenzung durch die Stadt Hüfingen an.

  • Zur Einhaltung der Bundes-Bodenschutz- und Altlastenverordnung musste der Boden auf Altlasten untersucht werden. Ist dies geschehen und was sind die Ergebnisse?

Das genannte Betriebsgelände wurde bereits vor 30 Jahren erkundet. Es wurde ein Grundwasserschaden mit Schwermetallen auf dem Betriebsgelände festgestellt, der durch eine Grundwasserentnahme mit anschließender Aufreinigung saniert wird. Die Grundwassersanierung läuft seit 1998. Im halbjährlichen Monitoring sind auch die entsprechenden Brunnen der Stadt Hüfingen integriert. Die Messwerte in den Brunnen sind unauffällig.

  • Wie beabsichtigt das Amt die Trinkwassersicherheit der Stadt Hüfingen für die Zukunft sicherzustellen?

Gemäß § 44 Wassergesetz Baden-Württemberg obliegt der Kommune die öffentliche Wasserversorgung als Aufgabe der Daseinsvorsorge sicherzustellen. Das Amt für Umwelt, Wasser- und Bodenschutz steht der Kommune hier bei Fragen beratend zur Verfügung.



Beitrag vom 20. August 2024

Trinkwasser aus unseren Wasserschutzgebieten

Bei der Geschichte um das Säge- und Imprägnierwerk an der Hochstraße kamen mir die Altlasten und die Karte vom Bodenschutz unter:

Altlastenkartaster

Schellenbergstraße A
Quecksilbergehalte [mg/kg] : 1.85

Schellenbergstraße B
Quecksilbergehalte [mg/kg] : 0.64

Dann fiel mir noch ein, dass ich gehört hatte, dass die Wasserschutzgebiete im Schwarzwald-Baar-Kreis viel zu klein bemessen sind und in falsche Zonen eingeteilt wurden.

Das Trinkwasser der Gesamtstadt Hüfingen kommt ja aus zwei Tiefbrunnen im Schafäcker (früher Schaafäcker).

Wasserschutzgebiete im Schwarzwald-Baar-Kreis und die ausgewiesenen Zonen.

Die heute gültigen Zonen für das Trinkwasserschutzgebiet (WSG) Schaafäcker vom 30.10.1979

WSG Schaafäcker mit 70,85 ha;
Zone 1: 0,5 ha
Zone 2: 2,5 ha;



Beim Trinkwasserschutz wurde im Jahr 1979 das Gelände vom Imprägnierwerk an der Hochstraße ausgenommen.

Ziele und Abgrenzungen der Schutzzonen laut Wasserschutzgebiets-verordnungen

Das Amt für Umwelt- Wasser- und Bodenschutz behauptet auf seiner Seite:

Jedes Wasserschutzgebiet besteht aus verschiedenen Schutzzonen. Diese werden festgelegt, um die Verunreinigung von Trinkwasser zu vermeiden und sind mit Auflagen und Verboten für die Entnahmegebiete verbunden. Allgemeine Informationen zu den unterschiedlichen Schutzzonen und ihren Regelungen sowie eine interaktive Karte zu den Wasserschutzgebieten des Schwarzwald-Baar-Kreises finden Sie unter den nachfolgenden Verlinkungen.
Die Verlinkung und auch die Rechtsverordnungen werden nur noch angekündigt, aber wurden wohl aus Gründen von der Seite des Landratsamtes entfernt. Alle Infos hier sind von den Seiten der LUBW.

Da der Hieronymus auch eine historische Seite ist, hier die immer noch gültige Rechtsverordnung vom 30.10.1979, unterzeichnet von einem Herrn Kühner, seligen Angedenkens, unter dem Landrat Rainer Gutknecht, seligen Angedenkens.

In Baden-Württemberg gilt die Verordnung des Umweltministeriums über Schutzbestimmungen und die Gewährung von Ausgleichsleistungen in Wasser- und Quellenschutzgebieten (Schutzgebiets- und Ausgleichs-Verordnung – SchALVO) vom 20. Februar 2001. Diese Verordnung gilt aber nur für die Landwirtschaft und nicht für Betriebe die wegen ihren Altlasten 1979 aus den Schutzgebieten herausgestrichen wurden.

Sanierung von Altlasten

Nach § 4 Abs. 2 und 3 BBodSchG ist die Gefahrenabwehr das vorrangige Ziel der Altlastenbearbeitung. Danach müssen Verunreinigungen von Boden und Gewässern so saniert oder gesichert werden, dass dauerhaft keine Gefahren, erhebliche Nachteile oder erhebliche Belästigungen davon ausgehen.

Die Sanierungsnotwendigkeit wird auf der Grundlage der Prüf- und Maßnahmenwerte der BBodSchV, unter Berücksichtigung der Empfehlungen der Bewertungskommission, von der unteren Bodenschutz- und Altlastenbehörde festgestellt.

Bundes-Bodenschutz- und Altlastenverordnung

§ 10 Erforderlichkeit von Untersuchungen
(1) Anhaltspunkte im Sinne des § 9 Absatz 1 Satz 1 des Bundes-Bodenschutzgesetzes für das Vorliegen einer Altlast bestehen bei einem Altstandort insbesondere, wenn auf Grundstücken über einen längeren Zeitraum oder in erheblicher Menge mit Schadstoffen umgegangen wurde und die jeweilige Betriebs-, Bewirtschaftungs- oder Verfahrensweise oder Störungen des bestimmungsgemäßen Betriebs nicht unerhebliche Einträge solcher Stoffe in den Boden vermuten lassen. Die jeweilige Betriebsweise lässt einen solchen Eintrag insbesondere vermuten, wenn die angewendeten Sicherheitsmaßnahmen erheblich vom heutigen Stand der Technik abweichen. Bei Altablagerungen sind diese Anhaltspunkte insbesondere dann gegeben, wenn die Art des Betriebs oder der Zeitpunkt der Stilllegung den Verdacht nahelegen, dass Abfälle nicht sachgerecht behandelt, gelagert oder abgelagert wurden.
(2) Absatz 1 Satz 1 gilt für schädliche Bodenveränderungen durch Schadstoffe entsprechend. Anhaltspunkte für das Vorliegen einer schädlichen Bodenveränderung ergeben sich auch durch Hinweise auf
1. den Eintrag von Schadstoffen über einen längeren Zeitraum oder in erheblicher Menge über die Luft oder Gewässer oder durch eine Aufbringung erheblicher Frachten an Abfällen oder Abwässern auf Böden,
2. eine erhebliche Freisetzung von Schadstoffen aus Böden mit naturbedingt höheren Gehalten,
3. erhöhte Schadstoffgehalte in Nahrungs- oder Futterpflanzen am Standort oder
4. das Austreten von Wasser mit erheblichen Frachten an Schadstoffen aus Böden oder Altablagerungen
sowie aus Erkenntnissen auf Grund allgemeiner Untersuchungen oder von Erfahrungswerten aus Vergleichssituationen insbesondere zur Ausbreitung von Schadstoffen.
(3) Bestehen Anhaltspunkte für das Vorliegen einer Altlast oder einer schädlichen Bodenveränderung, soll die altlastverdächtige Fläche oder die Verdachtsfläche zunächst einer orientierenden Untersuchung nach § 12 unterzogen werden.
(4) Konkrete Anhaltspunkte, die den hinreichenden Verdacht einer schädlichen Bodenveränderung oder Altlast im Sinne des § 9 Absatz 2 Satz 1 des Bundes-Bodenschutzgesetzes begründen, liegen in der Regel vor, wenn Untersuchungen eine Überschreitung von Prüfwerten nach Anlage 2 Tabelle 2 bis 4 oder 6 bis 8 ergeben oder wenn auf Grund einer Sickerwasserprognose eine Überschreitung von Prüfwerten nach Anlage 2 Tabelle 2 oder 3 zu erwarten ist.
(5) Besteht der hinreichende Verdacht einer schädlichen Bodenveränderung oder Altlast, soll eine Detailuntersuchung nach § 13 durchgeführt werden. Von einer Detailuntersuchung kann abgesehen werden, wenn Gefahren, erhebliche Nachteile oder erhebliche Belästigungen nach Feststellung der zuständigen Behörde mit einfachen Mitteln abgewehrt oder auf andere Weise beseitigt werden können.
(6) Wenn auf Grund der örtlichen Umstände oder nach den Ergebnissen von Bodenluft- oder Deponiegasuntersuchungen Anhaltspunkte für die Ausbreitung von flüchtigen Schadstoffen aus einer Verdachtsfläche oder altlastverdächtigen Fläche in Gebäude bestehen, soll im Rahmen der Detailuntersuchung eine Untersuchung der Innenraumluft erfolgen; die Aufgaben und Befugnisse anderer Behörden bleiben unberührt.

Zuständigkeiten

Unmittelbare Ansprechpartner für kommunale Altlasten sind die unteren Bodenschutzbehörden bei den Stadt- und Landkreisen. Also das Amt für Umwelt-, Wasser und Bodenschutz vom Landratsamt Schwarzwald-Baar Kreis.

Ansprechung der zuständigen Stelle

  • Warum wurde das Industriegelände vom Säge- und Imprägnierwerk aus den Wasserschutzzonen 1979 heraus genommen?
  • Warum wurden die Wasserschutzzonen in den letzen 50 Jahren nicht angepasst?
  • Zur Einhaltung der Bundes-Bodenschutz- und Altlastenverordnung musste der Boden auf Altlasten untersucht werden. Ist dies geschehen und was sind die Ergebnisse?
  • Wie beabsichtigt das Amt die Trinkwassersicherheit der Stadt Hüfingen für die Zukunft sicherzustellen?

Ein waldpädagogisches Exempel

Die Forstbehörden haben die ihnen nach diesem Gesetz und sonstigen Rechtsvorschriften zugewiesenen Aufgaben auszuführen, insbesondere…die Waldpädagogik als Bildungsauftrag.  (§ 65 (1) Pkt. 5 LWaldG)

Nach dem Holzhieb und nach Wiederherstellung der Wege

Im Donaueschinger Stadtwalddistrikt Buchberg, hart am Stadtrand gelegen und daher vielbesucht, hatte im Frühjahr 2021 ein heftiger Holzhieb stattgefunden, sodass die Bürger, nachdem die Sperrung der Wege endlich wieder aufgehoben werden konnte, mit Unmutsäußerungen nicht zurückhielten. Um die Wogen zu glätten, beschloss die Stadt, aus der Not eine waldpädagogische Tugend zu machen: Mit Baggerhilfe wurde ein Teil der Eschenstämme den verkaufsfertigen Poltern wieder entnommen und in Wegnähe eingepflanzt. Weil sich der Sinn der – indianischen Totempfählen nicht unähnlichen – Hölzer nicht jedermann sogleich erschloss, versah man sie am Wegrand mit erläuternden Hinweistafeln; in Bild und Text wurden die Waldbesucher darauf über die waldökologischen Vorzüge von Totholz wie über Sinn und Zweck der ungewöhnlichen Maßnahme aufgeklärt. Denn an Totholz hatte es bislang weithin gefehlt, zumal im gewohnt besenrein aufgeräumten und also besucherfreundlichen Walddistrikt Buchberg, wo es natürlich auch Verkehrssicherungs- und Haftungsprobleme zu beachten gilt. Weshalb man nun also zu dieser unorthodoxen Lösung griff, verdankten die Waldbesucher sicher nicht nur dem waldpädagogischen Bildungsauftrag, sondern gewiss auch in der Hoffnung, dass auch die eingepflanzten Stämme alsbald Flechten, Moos und Patina ansetzen werden, sodass sie in ihrem Erscheinungsbild bald echtem, naturbelassenem Totholz zum Verwechseln ähneln würden. Und auch der Specht möge sich, bitteschön, an ihnen zu schaffen machen.  Oder ließen etwa Schilda und Potemkin grüßen? 

Waldpädagogik?

Das hier praktizierte Experiment wollte dem pensionierten Forstbeamten (dessen fast tägliche Waldrunde hier vorbeizuführen pflegt) derart kurios erscheinen, dass daraus ein kleiner Bericht für die Fachzeitschrift und eine Kolumne für den Hieronymus-Blog resultierte (Totholznot. Wenn Ökologie und Verkehrssicherung aufeinanderprallen. Holz-Zentralblatt Nr. 40, 8. Oktober 2021). Doch wie würde sich die waldpädagogische Maßnahme über die Jahre hinweg weiterentwickeln? Würde die Totholz-Imitation die Erwartungen erfüllen, würden Spechte, Kleiber, Meisen oder gar Fledermäuse sich davon womöglich täuschen lassen, und würden sich alsbald auch wieder Moose und Flechten darauf einfinden?

Nachdem auch Waldspaziergänge heutzutage nicht ohne Smartphone-Begleitung üblich geworden sind, lag es nahe, den weiteren Werdegang der waldpädagogischen Maßnahme fotografisch zu begleiten und festzuhalten. Nach einem halben Jahrzehnt lässt sich immerhin ein vorläufiges Fazit ziehen: Die gesteigerte Aufmerksamkeit der Waldbesucher scheint die Maßnahme nicht eben erregt zu haben: Kaum jemals sah man jemanden verweilen und die Erläuterungen auf der Tafel lesen. Und so dürfte diese mittlerweile wohl auch kaum vermisst werden, nachdem sie im Gestrüpp verschwunden ist. Wie tot, wenn schon nicht wie natürlich abgestorbenes Totholz, verstecken sich dahinter auch die „Totempfähle“ – Bildungsauftrag erfüllt?

  • 2021

Totholznot vom 16. August 2021

Totholz stellt im Ökosystem Wald eine enorm wertvolle Ressource dar. Pilze, Flechten, Moose, Schnecken, Käfer, Vögel und Säuger stellen rund 11.000 Arten in den Wäldern Deutschlands dar. Von diesen Arten ist ein Großteil auf das Vorhandensein von Totholz z.B. als Unterschlupf, Brutplatz oder Nahrungsquelle angewiesen. Das bedeutet, dass Totholz ein entscheidender Faktor für die Sicherung der biologischen Vielfalt im Ökosystem Wald ist. (Aus dem Alt- und Totholzkonzept Baden-Württemberg)

Im Donaueschinger Walddistrikt Buchberg, hart am Stadtrand gelegen und daher vielbesucht, hat im Frühjahr 2021 ein heftiger Holzhieb stattgefunden. Der galt zwar vornehmlich den erkrankten bis abgestorbenen Eschen, womit die Stadt ihrer Verkehrssicherungspflicht nachgekommen ist, doch im nämlichen Aufwasch fiel auch allerlei weiteres Holz an, gesundes wie erntereifes. Weshalb  die Bürger, nachdem die Sperrung der Wege endlich wieder aufgehoben werden konnte, mit Unmutsäußerungen nicht zurückhielten. Die „Wüstenei“, die die Forstmaschinen hinterlassen hatten, erbosten manche derart, dass sogar der Oberbürgermeister sein Fett abbekam. Hätte der Eingriff nicht doch auch ein bisschen moderater ausfallen können im Erholungswald? Immerhin beeilte sich die Stadt, Pfade und Wege vom Schlagraum zu befreien und wieder herzurichten. Nur mit der Abfuhr der geschlagenen Hölzer längs der Spazierwege haperte und dauerte es.

Um die Wogen zu glätten, beschloss die Stadt, aus der Not eine waldpädagogische Tugend zu machen: Mit Baggerhilfe wurde ein Teil der Stämme den verkaufsfertigen Poltern entnommen und in Wegnähe wieder eingepflanzt, egal ob in der ursprünglichen Wuchsform oder mit dem Fällschnitt zuoberst. Und weil sich der Sinn der eingegrabenen – indianischen Totempfählen nicht unähnlichen – Holzblöcke nicht jedermann sogleich erschließt, versah man sie mit Hinweistafeln, die den geneigten Waldbesucher nun in Bild und Text aufklären über die waldökologischen Vorzüge von Totholz wie über Sinn und Zweck der ungewöhnlichen Maßnahme. Denn an Totholz hat es bislang weithin gefehlt, zumal im gewohnt besenrein aufgeräumten und also besucherfreundlichen Walddistrikt Buchberg. Weshalb man jetzt also zu dieser unorthodoxen Lösung griff. Verspricht man sich doch davon, dass die künstlich eingepflanzten Stämme alsbald Flechten, Moos und Patina ansetzen werden, sodass sie in ihrem äußeren Erscheinungsbild echtem, naturbelassenem Totholz zum Verwechseln ähnlich sehen werden. Selbst der Specht soll sich, bitteschön, recht bald an ihnen zu schaffen machen.  Oder sollten hier etwa Schilda und Potemkin grüßen lassen? 

Dass die Anreicherung mit Totholz dem Ökosystem Wald, auch dem Nutzökosystem Wirtschaftswald, dessen Nährstoff- und Wasserhaushalt zugute kommt, entnehmen die Donaueschinger Waldfreunde und Hundehalter jetzt den Hinweistafeln. In natura tut sich die Stadt offenbar schwerer mit der ökologischen Aufwertung ihres insgesamt 2305 ha großen Waldes, wie zuletzt einem Südkurierbericht (vom 18. April 2017) zu entnehmen war. Das für den Staatswald seit Jahren verbindlich vorgeschriebene Alt- und Totholz-Konzept, entwickelt von der Freiburger Forstlichen Versuchs- und Forschungsanstalt (FVA) und der Landesanstalt für Umweltschutz (LUBW), wird längst wärmstens auch dem Kommunal- wie dem Privatwald empfohlen, stärkt es doch die Selbstheilungskräfte des vom Klimawandel gestressten Waldes. In Donaueschingen war es indessen auf Ablehnung gestoßen, auch wenn der Stadt damit Ökopunkte gewunken hätten: „Viel zu restriktiv und viel zu belastend für den Betrieb“, so zitiert der Südkurier den für den Stadtwald zuständigen Bürgermeister, auch zu gefährlich für Waldarbeiter und Spaziergänger. Zumal nach den Vorgaben des Konzeptes ja nicht nur Einzelbäume stehen zu bleiben hätten, sondern auch „Habitatbaumgruppen“ und „Waldrefugien“ ausgewiesen werden müssten, in denen die Nutzung ruht. Das den Stadtwald betreuende Forstamt bezifferte den bei Übernahme des Konzepts zu erwartenden jährlichen Minderertrag sogar exakt mit 22.400 Euro.

Im ostwärtigen Teil des Buchbergs, dort wo im kommenden Jahr ein weiterer Holzhieb geplant ist und wo die Sperrung in der Zeitung bereits vorangekündigt wurde, war im Jahr 1905 zum hundertsten Todestag Friedrich Schillers der Schillerstein im Rahmen eines Festakts von Stadtverwaltung, Fürstenhaus, Gymnasium und breiter Öffentlichkeit feierlich eingeweiht worden. Das Denkmal am von Joggern und Nordic Walkern viel genutzten Fußpfad mag uns heute aus Anlass unserer Erörterung forstwirtschaftlicher Maßnahmen an eine Schillersche Episode erinnern: Auf einem seiner Waldspaziergänge im Ilmenauer Forst, so hat es die Zeitschrift Sylvan des Jahrgangs 1814 überliefert, soll der Dichterfürst einem Forsttaxator begegnet sein, von dem er sich die weit ins nächste Jahrhundert vorgreifenden Planungen zur Sicherung der Holzversorgung habe erläutern lassen. Erstaunt und voller Hochachtung habe Schiller ausgerufen: „Ich hielt Euch Jäger für sehr gemeine Menschen, deren Taten sich über das Töten des Wildes nicht erheben. – Aber Ihr seid groß, – Ihr wirket unbekannt, unbelohnt, frei von des Egoismus Tyrannei – und Eures stillen Fleißes Früchte reifen der späteren Nachwelt noch.“ 

Ach, wäre es Friedrich Schiller doch gegönnt, in unserem 21. Jahrhundert durch den trotz  Eschensterben und Klimawandel noch immer leidlich intakten Buchberg-Wald zu spazieren. Wie würde er die Arbeit der Förster („Jäger“) heute kommentieren? Nachhaltigkeit in der Forstwirtschaft, so würde ihn der Forstexperte aufklären(sofern er einem solchen im Wald begegnen würde, nachdem im Jahr 2021 wohl wieder einmal eine Forsttaxation ansteht), sei längst nicht mehr das, was vor 300 Jahren der sächsische Berghauptmann Hans Carl von Carlowitz erstmals benannt und in seiner Sylvicultura oeconomica als forstliches Prinzip zur nachhaltigen Versorgungssicherheit von Bergwerken und Hütten  festgeschrieben hatte. Dessen inzwischen so abgenutzter, allgegenwärtiger Nachhaltigkeitsbegriff sei längst um eine ökologische Komponente erweitert worden – auch und gerade in der Waldwirtschaft. 

Vielleicht würde der Dichter, sofern es zu der Begegnung im Wald denn doch nicht gekommen sein sollte, die Handynummer des Forstrevierleiters wählen, wie sie fürsorglich auf den Hinweistafeln zum Thema Totholz vermerkt ist. Mag sein, er würde auch sinnend verweilen, um deren Text vollends durchzumustern: „Der Buchberg“, so heißt es da, „wird von vielen Menschen zur Erholung genutzt. Aus Sicherheitsgründen können alte und kranke Bäume nur bedingt dem natürlichen Verfall überlassen werden. Um den vielen totholzbewohnenden Lebewesen trotzdem einen Rückzugsort zu bieten, hat der städtische Forst Donaueschingen hier diese Holzstücke aufgestellt. Wir hoffen auf viele neue Bewohner der Holzstämme, die das Holz zersetzen. Darin werden am Ende wieder große Bäume auf den zersetzten Stämmen wachsen.“

Ob er sich wohl von den Bemühungen der Donaueschinger beeindruckt gezeigt hätte, wie sie ihre liebe Not mit dem fehlenden Totholz und mit der Verkehrssicherungspflicht nachhaltig zu beheben gedenken?

Schillerstein im Stadtwalddistrikt Buchberg

Grundwasserschaden in Hüfingen

Das Thema ist komplex. Wer sich durch die Akten arbeitet, stellt schnell fest, dass technische, geologische und wissenschaftliche Fragen oft hinter verwaltungsrechtlichen Zuständigkeiten und formalen Verfahren zurücktreten. Gerade deshalb versuche ich hier, die bekannten Fakten verständlich zusammenzustellen.

Auf dem Gelände des FF Sägewerk besteht seit Jahrzehnten ein Grundwasserschaden. Bereits vor rund 30 Jahren wurden auf dem Betriebsgelände Belastungen des Bodens und des Grundwassers festgestellt. Die Sanierung erfolgt seit 1998 durch die Entnahme und Aufbereitung des belasteten Grundwassers und dauert nach den vorliegenden Unterlagen bis heute an.

Am 8. Mai genehmigte der Gemeinderat den Bau einer Halle auf einem Teil des belasteten Geländes. Dadurch wird die Fläche teilweise versiegelt. 

Aus meiner Sicht trägt diese Entscheidung dazu bei, dass der Grundwasserschaden künftig noch weniger im öffentlichen Bewusstsein präsent ist, anstatt transparent aufgearbeitet zu werden.

Das Flurstück 600 im Eigentum der Stadt Hüfingen wurde im Jahr 2021 untersucht. Auf diesem Grundstück wurde nach den Unterlagen ausschließlich Holz gelagert.

Die eigentliche Kontamination und der bekannte Grundwasserschaden befinden sich weiter westlich auf Privatgelände. Untersuchungsergebnisse für diesen Bereich wurden bislang nicht veröffentlicht und sind daher der Öffentlichkeit nicht zugänglich.

Das Trinkwasser aus den Tiefbrunnen betrifft nicht einzelne Straßenzüge, sondern die gesamte Kernstadt und alle Ortsteile. Es geht deshalb nicht um ein abstraktes Umweltproblem, sondern um die Trinkwasserversorgung heutiger und künftiger Generationen.

Antworten vom Amt für Umwelt, Wasser- und Bodenschutz zu unserem Trinkwasser

Erweiterung der Industrieanlagen Palmhof

3. Februar 2026

Was soll man da noch weiter sagen? Vom Finanzamt gibt es für die Industrieanlage nach 20 Jahren nicht mehr genug Geld, deswegen muss der Irrsinn nun „weiterentwickelt“ werden. Wir bezahlen diesen Energieaustausch auf Kosten unserer Natur nicht nur mit Steuergeldern, sondern auch eines Tages mit unserem Trinkwasser.

Industriegebiet Palmhof bedroht unser Trinkwasser

Alter Hochbehälter beim Römerbad.

1897 beschloss der Hüfinger Gemeinderat eine Hochdruckwasserleitung zu bauen und am am 24. Oktober 1903 konnte Hüfingen das Brunnenfest begehen. Die Hochdruckwasserleitung wurde von den Dellinger Brunnen gespeist. *

Schafäcker und Wasserlanden auf einem Kartenausschnitt der LUBW.
Auf dem Furstück Schafäcker sieht man auch die zwei Tiefbrunnen.

Seit dem Bau des Kirnbergsees 1921 nahm die Schüttung der Dellinger Quellen immer weiter ab. So entschloss man sich auf Hüfinger Gemarkung einen Tiefbrunnen zu graben. Nach einiger Suche fand man im Gewann „Wasserlanden“ eine Wasserader.*

Das Hüfinger Trinkwasser kommt jetzt aus zwei Tiefbrunnen auf dem Flurstück Schafäcker (oder Schaafäcker). Das Trinkwasser unserer ganzen Gemeinde: Hüfingen, Behla, Fürstenberg, Hausen vor Wald, Sumpfohren und Mundelfingen. Ohne Ausnahme!

Tiefbrunnen auf dem Schafäcker.

Wasserschutzgebiet Schafäcker Nitrat-Problemgebiet 2017

Wasserschutzgebiet Schafäcker Nitrat-Problemgebiet 2025

Die Fabrikanalgen des Palmhofes über den Hüfinger Tiefbrunnen

Vielleicht wird nun dem ein oder anderen klar, warum wir im Jahr 2019 so sehr gegen die gigantische Erweiterung des Palmhofes gekämpft hatten. Die Qualität des Trinkwassers der Gesamtstadt Hüfingen hängt maßgeblich vom Wohlwollen der Stadt Bräunlingen ab. Dies war früher schon so als Bräunlingen die Dellinger Quellen versiegen ließ und dies ist heute kein bisschen anders.

Im Jahr 2019 fand eine Belehrung eines Handelsvertreters von Biogasanlagen statt. Da der Herr wenig Ahnung von der Baar und der Landwirtschaft hatte, hat man sich darauf beschränkt, über die technischen Gegebenheiten der Biogasanlage zu berichten. Nach den technischen Highlights wurde der Gemeinderat mit einer Milchmädchenrechnung beehrt, mit der die Nachhaltigkeit einer solchen, von Steuergeldern hoch subventionierten Anlage, bewiesen werden sollte.

Die Ausschüttung an Energie der Anlage wird direkt in Heizöl umgerechnet und damit hat man dann eine angebliche Ersparnis. Der Einsatz von Energie für den Anbau und Transport vom Mais, den Fahrzeugpark, die vielen Anfahrten von weit her, die Chemikalien und deren regelmäßige Ausbringung, die Zerstörung der Umwelt, die Vernichtung von Lebensräumen spielt bei der Berechnung keinerlei Rolle. Als ob sich eine Biogasanlage befüllen ließe wie ein Öltank. Der wissenschaftliche Konsens, dass eine solche Anlage nicht nachhaltig ist, spielt keine Rolle. Wissenschaftler und alle anderen die die Nachhaltigkeit anzweifeln, wären ungebildet und uninformiert.

Meine Meinung als Agraringenieurin und Wissenschaftlerin
Biogasanlagen sind Industrieanlagen, die auf Kosten der Natur einen hoch subventionierten Energieaustausch durchführen.

Ich habe mich seit dem letzten Brand auf dem Palmhof gar nicht mehr getraut etwas zu sagen, da ich vermutlich sonst in Zukunft für jede Havarie verantwortlich gemacht werde. Dabei hoffe ich einfach nur, nicht eines Tages Kassandra zu sein. Ganz unten gibt es noch einen Teil vom dazugehörigen Steuermodell.


Wasserschutzgebiet Schafäcker Nitrat-Problemgebiet

Schafäcker

Fakten zum chlorieren vom Trinkwasser

18. Februar 2025

Hier ein sehr aktueller Review vom 21. Januar 2025 in Environmental Health Perspectives von der Universität Upsala: Exposure to Drinking Water Trihalomethanes and Risk of Cancer: A Systematic Review of the Epidemiologic Evidence and Dose–Response Meta-Analysis .

Die Schlussfolgerung lautet: „Gemäß den Kriterien des World Cancer Research Fund haben wir Hinweise darauf gefunden, dass Trihalomethan im Trinkwasser das Risiko von Blasen- und Darmkrebs erhöht und zwar bei Werten, die unter den derzeitigen Grenzwerten in den USA und der EU liegen, was darauf hindeutet, dass diese nicht vor Krebs in der Allgemeinbevölkerung schützen.“

Ich habe noch viel mehr Veröffentlichungen hierzu gefunden. Aber erhöht, oder nicht erhöht, eine prophylaktische Chlorierung von Trinkwasser sollte unbedingt unterbleiben.

Nicht nur das Krebsrisiko ist problematisch, auch führt das Vorhandensein von Chlor/Chloraminen im Abwassersystemen zu zahlreichen Problemen. So die potenzielle Freisetzung von Metallionen und die Beschleunigung der Rohrkorrosion, die Erzeugung toxischer stickstoff- und jodhaltiger Desinfektionsnebenprodukte, sowie die Förderung horizontaler Übertragungen von Bakteriengenen unter der Belastung durch unterschiedliche Chlor-/Chloraminarten, was zur Verbreitung von Chlorresistenzgenen oder Antibiotikaresistenzgenen führen kann.

Durch die unbeabsichtigte Mischform von Chlor/Chloraminen könnten die oben genannten Probleme weit weniger kontrolliert und vorhersehbar werden, was zu zahlreichen gesundheitlichen Bedenken und wachsender Besorgnis führt. Einen Übersichtsartikel hierzu von 2023 gibt es hier:

Mixed chlorine/chloramines in disinfected water and drinking water distribution systems (DWDSs): A critical review

Alles zum Trinkwasser auf dem Hieronymus: https://hieronymus-online.de/?s=Trinkwasser

Wie deutsche Bauern das Finanzamt melken

Die Brüsseler Behörde hatte die Klage gegen die deutsche Umsatzsteuerpauschalierung in der Landwirtschaft am 10. Februar 2022 zurück gezogen, da der Satz der Pauschalierung jedes Jahr angepasst würde. Dies ändert allerdings nichts daran, dass die Landwirte sich selber ihre eigenen Gülle verkaufen und daran gut verdienen. Aber ich weise darauf hin dass der Artikel unten 6 Jahre alt ist.

von Hannah Miriam Jaag am 12. August 2019

Am 25. Juli 2019 verklagte die EU Kommission Deutschland vor dem EU-Gerichtshof wegen Nichtanwendung der EU-Mehrwertsteuer-Regelung für Landwirte.

Nach den geltenden EU-Vorschriften können die Mitgliedstaaten eine Pauschalregelung anwenden, wonach die Landwirte ihren Kunden einen Pauschalbetrag („Pauschalausgleich“) auf ihre landwirtschaftlichen Erzeugnisse und Dienstleistungen in Rechnung stellen können. Die Regelung ist eigentlich für Landwirte gedacht, die bei der Anwendung der normalen Mehrwertsteuerregelung auf verwaltungstechnische Schwierigkeiten stoßen dürften.

Deutschland wendet die Pauschalregelung jedoch standardmäßig auf alle Landwirte an. Siehe Besteuerung: Kommission verklagt Deutschland vor dem EU-Gerichtshof wegen Nichtanwendung der EU-MwSt-Regelung für Landwirte

Hierzu kam in der taz am 11. August 2019 der Bericht:

Wie deutsche Bauern das Finanzamt melken

So berechnen Landwirte einen Preis von bis zu 14 Euro pro Tonne Gülle, obwohl auf dem Markt nur 3 Euro üblich sind. Die Biogasanlagen haben damit kein Problem, da ihre Betreiberfirma den Landwirten selbst gehört. Wegen des überhöhten Preises kassieren die Landwirte mehr Umsatzsteuer.

Im Groben zusammengefasst: Die Landwirte verkaufen sich selber zu überhöhten Preisen Gülle und kassieren dafür Umsatzsteuer.

Dies funktioniert über eine Pauschale, die das Finanzministerium festsetzt. Der Bauernverband liefert den Landwirten dann Steuerberater die wissen, wie man diese Pauschale anwendet.

Der Bundesrechnungshof vermutet, dass Landwirte im Jahr 200 Mio Euro mehr Umsatzsteuer einnehmen, als sie an den Staat weiterleiten.

Deutsche Landwirte bekommen also eine „Überkompensation“. Dies ist nach den EU-Vorschriften nicht zulässig und führt zu großen Wettbewerbsverzerrungen auf dem Binnenmarkt, insbesondere zugunsten großer Landwirte.

Dieses Geschäftsmodell fördert die Produktion von Gülle und belohnt industrielle Tierställe.

* Chronik von Hüfingen von August Vetter 1984

Flausbau – Bau von fassadenintegrierten Fledermauskästen


Lebensraum statt nur Fassade
Langfristige Quartierlösungen für Fledermäuse bei energetischen Gebäudesanierungen

Artenhilfsmaßnahmen für Fledermäuse im Rahmen energetischer Gebäudesanierungen – FLAUSBAU

Wer Heizkosten sparen und Treibhausemissionen reduzieren möchte, entscheidet sich häufig für eine energetische Haussanierung mittels Wärmedämmverbundsystemen (WDVS). Diese Maßnahme soll aber nicht zulasten von gebäudebewohnenden Fledermausarten gehen, die insbesondere in Altbauten geeignete Quartiere finden. Dafür startet der NABU Rheinland-Pfalz gemeinsam mit dem Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung (Leibniz-IZW) das Forschungsprojekt FLAUSBAU.

FLAUSBAU ist ein vom Bundesamt für Naturschutz (BfN) gefördertes Erprobungs- und Entwicklungsvorhaben (E+E Vorhaben), welches neue Quartierangebote für Fledermäuse bei Gebäudesanierungen schaffen soll.

Dabei entstehen Fledermauskästen, die als Modul in die WDVS integriert werden können. Diese Fledermauskastenmodule könnten nicht nur wegfallende Quartiere ersetzen, sondern auch langfristig das Quartierangebot steigern. Dafür werden Prototypen entwickelt und deren Annahme durch Fledermäuse wissenschaftlich erprobt. Im Anschluss erfolgt dann die Installation und Überwachung der praxisgeprüften/bewährten Module im Zuge der Sanierungsarbeiten.

Gesucht werden Teststandorte!

Wer bundesweit Sanierungsprojekte in den Jahren 2027/2028 mit Fledermausvorkommen kennt, die sich möglicherweise als Monitoring-Standorte eignen, kann sich gerne wenden an:

Flausbau (ät) NABU-RLP.de

Jetzt ist Frank endgültig Geschichte

Es ist ein unglaublich beruhigendes Gefühl, zu wissen, dass wir eine so engagierte und schlagkräftige Feuerwehr haben. Vielen herzlichen Dank für euren Einsatz – und dafür, dass wir uns auf euch verlassen können!

Vielen Dank an die Anwohner für die Fotos!

Nach dem, was mir berichtet wurde, sollen beim Abklemmen der Photovoltaikanlage Funken entstanden sein. Offenbar kann dies bei älteren Anlagen vorkommen. Falls sich dies bestätigt, wäre es sicher sinnvoll, dieses Risiko bei Abbrucharbeiten künftig verstärkt zu berücksichtigen.

Hüfinger Leuchtturmprojekt  zerhäckselt

Leserbrief von Heike Boeke im Südkurier am 3. Dezember 2025
Leserbrief von Heike Boeke im Südkurier am 3. Dezember 2025

Es fing alles so schön an! Der Kauf des Hotels Frank durch die Stadt Hüfingen und der im SÜDKURIER am 28.11. vorgestellte strukturierte Projektentwicklungsprozess beginnt mit einem Vernichtungsfeldzug gegen fast 100jährige Bäume die in der Vergangenheit Tieren eine Heimat, Menschen beim Feierabendbier Schatten und als grüne Lunge Staub und Partikel aus der Luft gefiltert haben. Bei dieser Größe mehr als 100 Kilogramm pro Jahr. Während andere Städte solche Oasen erst mal wieder herstellen müssen wird in Hüfingen gesägt. Obwohl noch überhaupt keine Planung zur Nutzung und städtebaulichen Ausgestaltung vorliegt, wurden gesunde Bäume, die sicherlich in das zukünftige Areal mit eingeplant hätten werden können, ohne Grund gefällt. Kein guter Anfang eines Projektes, das eigentlich für Hüfingen ein Leuchtturmprojekt hätte sein können. Und auch, wenn irgendwo eine Ausgleichsmaßnahme als Feigenblatt der Verwaltung durchgeführt wird – 100 Jahre Geschichte sind unwiederbringlich verloren. Kein Ruhmesblatt und sicherlich nicht zum Nachmachen geeignet. Hüfingen sagt Danke für den Verlust einer weiteren grünen Oase im Ort.

Heike Boeke

Das Gashaus zum Bahnhof wurde bereits im Jahr 1897 eröffnet und ging 1930 von Gustav Adolf Fehrenbach an seine Tochter Frieda Maria Frank (03.07.1904-24.02.1945) und ihren Mann Adolf Frank (14.05.1893-?).

Postkarte: Hüfingen, Gasthaus zum Bahnhof. Ehemaliges Hotel Frank von 1930
Gasthaus zum Bahnhof. Postkarte von 1930
Landgasthof Frank Logo
Landgasthof Frank Logo
Anna Höfler (16.04.1855-13.09.1931) und Josef Frank (01.05.1852 – 31.10.1923)
Umzugswagen vom Gashof Frank am 11. Februar 2002
Umzugswagen vom Gashof Frank am 11. Februar 2002

Alte Bäume am Frank wurden grundlos gefällt

In der Gemeindratssitzung am 16. Oktober und 20. November ging es um die Projektentwicklung. Der Gemeinderat hat auch einstimmig beschlossen, dass das Hotel abgerissen wird. Damals schon schrieb ich: Ganz gleich, welche Maßnahmen umgesetzt werden, bitte ich darum, die alten Bäume zu erhalten und ihr Umfeld als naturnahe Grünfläche zu gestalten – mit einem Spielplatz im Grünen und einer wilden, naturbelassenen Ecke.

Diese Bitte hat der Bauamtsleiter wohl dahingehend aufgefasst, möglichst schnell Tatsachen zu schaffen. Er hat die Bäume vorsorglich gleich mal fällen lassen.

Letzter Baum vor dem Frank der heute auch noch fallen soll.
Letzter Baum vor dem Frank der heute auch noch fallen soll.
Platt gemachte alten Bäume vor dem Frank am 27. November 2025
27. November 2025

Der nächste Starkregen wird uns die Quittung dafür geben. Aber dann kann der Bauamtsleiter nach dem Fällen und Versiegelen einer weiteren Lieblingsbeschäftigung , dem Kanalbau, nachgehen. Wir wissen ja, Spitzenabflüsse müssen reduziert werden.

Gasthof Frank am 3. Februar 2021 mit den alten Bäumen.
Die alten Bäume am ehemaligen Landgasthof Frank von apple maps.
Die alten Bäume am ehemaligen Landgasthof Frank von Apple Maps.
Die alten Bäume am ehemaligen Landgasthof Frank von Apple Maps.
Die alten Bäume am ehemaligen Landgasthof Frank von Apple Maps.
Garten vom Gashof Frank am 1. Oktober 2021
Ein Bauer und Gretel in Tracht vom Malermeister Herbert Labor
Gashaus Frank am 21. Oktober 2021
Gashaus Frank am 21. Oktober 2021
Die alten Bäume am ehemaligen Landgasthof Frank von Apple Maps.
Die alten Bäume am ehemaligen Landgasthof Frank von Apple Maps.
Die alten Bäume am ehemaligen Landgasthof Frank von Apple Maps.
Die alten Bäume am ehemaligen Landgasthof Frank von Apple Maps.

Der Landgasthof Frank am 1. Oktober 2021

  • Landgasthof Frank 2021

Lucian-Reich-Schule verschönert „Natur nah dran“ Flächen

Vielen lieben Dank an die Technikgruppe der Klasse 9c der Lucian-Reich-Schule für die wunderschöne Idee mit den Schmetterlingen und der tollen Umsetzung! Vielen Dank an den Bauhof für die Unterstützung!

„Natur nah dran“ brummt und summt unbeeindruckt von der Sommerhitze

27. Juni 2026

Es ist der absolute Knaller wie sich die Flächen von Natur nah dran entwickeln. Es summt und brummt. Unzählige verschiedene Bienen, Hummeln und Schmetterlinge. Bleibt mal stehen und guckt:

Taubenschwänzchen
Schari-Scherri am 26. Juni 2026

Die Tafeln für „Natur nah dran“ sind da

23. Juni 2036

Mit großer Freude habe ich gestern die neuen Tafeln entdeckt – und ich freue mich gewaltig.

Danke! Danke! Danke!

Wie schön, dass darauf noch das alte Logo zu sehen ist. Ob das Absicht oder Zufall war, weiß ich nicht aber ihr habt mir damit eine riesengroße Freude gemacht.

Manchmal sind es die kleinen Dinge, die einem ein Lächeln ins Gesicht zaubern. Diese Tafeln gehören für mich definitiv dazu.

Fläche von Natur nah dran vor dem Tor
Fläche von Natur nah dran vor dem Tor
22. Juni 2026
Fläche von Natur nah dran vor dem Tor

Kurze Erklärung:
Auf Initiative der „Freunde der Natur Hüfingen“ hatte sich die Stadt Hüfingen im Herbst 2024 erfolgreich bei „Natur nah dran“ beworben.  Die für „Natur nah dran“ ausgewählten Kommunen werden mit bis zu 15.000 Euro für die Planung und Umsetzung vom Umweltministerium und vom NABU gefördert. 

Die Planung wurde in den letzten Monaten mit sehr viel Engagement vom Bauhof der Stadt umgesetzt. Die „Freunde der Natur Hüfingen“ bedanken sich ganz herzlich bei Michael Sproll und seinem Team vom Bauhof!

Vielen Dank an den Bauhof!

3. Mai 2026

In der letzten Gemeinderatssitzung wurde dennoch engagiert gegen ein Stück Natur argumentiert: zu teuer, nicht abgestimmt, irgendwie grundsätzlich problematisch.

Dabei lohnt sich ein kurzer Blick auf die Realität: Naturschutzmaßnahmen wie „Natur nah dran“ werden mit bis zu 15.000 Euro gefördert. Sie kosten die Stadt also nicht nur nichts, sondern bringen zusätzliche Mittel, Wissen und vor allem Lebensqualität. Man könnte fast meinen, genau das sei der eigentliche Stein des Anstoßes. Es entsteht der Eindruck, als sei jedes Beet ein finanzielles Risiko und jede Blüte ein potenzieller Haushaltsengpass. Eine bemerkenswerte Perspektive – insbesondere in Zeiten, in denen gleichzeitig andere Ausgaben deutlich weniger kritisch hinterfragt werden.

Und was das angeblich fehlende Mitspracherecht angeht: Möglichkeiten, sich einzubringen, gibt es ausreichend. Sie setzen allerdings voraus, dass man bereit ist gemeinsam zu arbeiten anstatt im Mittelpunkt zu stehen und genau dies ist offenbar eine größere Zumutung  als jedes noch so kleine Beet.

Die 40.000 Euro für ein neues Logo mit Männerkopf waren im Übrigen kein Problem. Interessanterweise stellte sich weder die Kostenfrage noch das Bedürfnis nach umfassender Mitwirkung als hinderlich heraus. Beteiligung scheint also vor allem dann gut zu funktionieren, wenn sie das Ergebnis nicht gefährdet.

Tulpen von Natur nah dran neben der Straße
02. Mai 2026
Winterlinde vor der St. Leonhardtkapelle
Winterlinde
Pflanze von Natur nah dran neben der Straße
02. Mai 2026
Tulpe von Natur nah dran neben der Straße
Pflanze von Natur nah dran neben der Straße
02. Mai 2026

Natur nah dran, der Schari und Jugendarbeit

7. April 2026

Was mir am Schari fehlt

Eigentlich war die Idee am Schari gemeinsam mit Jugendlichen etwas wachsen zu lassen:
Etwas, das nicht nur angelegt wird, sondern auch mit Beteiligung, Verantwortung und Identifikation zu tun hat.

Also nicht etwas für junge Menschen machen, sondern mit ihnen.

Und genau diese Beteiligung fehlt mir hier.
Ich liebe Blühflächen.
Aber man kann Flächen gestalten – oder Orte entstehen lassen.
Das ist nicht dasselbe. Und genau da liegt für mich der Unterschied.

Bei der Jugendarbeit hatte ich eigentlich auf mehr gehofft.
Nicht alle finden ihren Platz in Vereinen oder in den klassischen Angeboten.

Gerade deshalb wäre es schön gewesen, wenn aus so einer Fläche mehr geworden wäre als einfach nur ein ordentlich angelegtes Beet. Manche brauchen zuerst einen Ort, an dem sie überhaupt vorkommen dürfen.

Bild von der Baustelle mit großen Steinen
Schari am 8. April 2026
ausgehobenes Beet auf dem Schari
Schari am 2. April 2026
Neu gepflanzte Beete auf dem Spielplatz
Schari an Weihnachten 2025

Zwischen Tor und Friedhof

Fläche vor dem Tor am 04.12.2025
Fläche vor dem Tor am 04.12.2025
Fläche vor der Brücke am 04.12.2025
Fläche vor der Brücke am 04.12.2025

Die Winterlinde, die uns Guido Wolf geschenkt hat, steht jetzt vor dem Leänedli!

17. November 2025

Am 17. November wurde die Winterlinde gepflanzt die uns Guido Wolf bei seinem Besuch am 12. Mai versprochen hatte. Hüfingen hat jetzt eine Linde vor dem Leänedli!

  • 17.11.2025 Winterlinde kommt vor die Leonhardkapelle

„Einverstanden, Herr Hofgärtner, bin ganz Eurer Meinung“, sagte der Feldwaibel, „und bedaure nur, daß der alte Brauch mit Pflanzen von Linden so ganz abzukommen droht. Denn abgesehen von den Gemeindelinden ist keine Kirch, kein Kirchhof, keine Kapell oder Schützenhaus gewesen, wo früher nicht Linden hingepflanzt worden sind. – So ein Lindenbaum aber ist für den Landmann eine kleine Apothek, wo er den Lindenblütentee umsonst haben kann, für die Immen im Frühling aber eine wahre Honigweid. – Und daß auch der Holzbildhauer am liebsten zum Lindenholz greift, wenn er etwas Schönes machen will, ist bekannt.“
Lucian Reich 1853 im Hieronymus

Die Freunde der Natur Hüfingen bedanken sich herzlich bei Guido Wolf für die Winterlinde am Friedhof und ein besonderes Dankeschön geht an den Bauhof, Michael Sproll und Johannes Geißler für die Umsetzung von Natur nah dran.

Am Tor und Friedhof kann man Anfang November schon was sehen, hier wurde der Boden vorbereitet:

Natur nah dran Fläche am 7. November 2025
Bauhofmitarbeiter vor dem Stadttor
10. November 2025
Natur nah dran Fläche

Projektbesprechung Natur nah dran mit Naturgartenplaner

28. Mai 2025

Am 28. Mai war Projektbesprechung mit dem Naturgartenplaner Sebastian Frey, Katja Wörner vom Nabu, dem stellve. Bauhofleiter Alexander Huber und unserem neuen Biotopbeauftragtem Johannes Geißler.

Es sind einige Orte rausgefallen und dafür ist ein Ort vorne beim H-Kreisel dazu gekommen. Ich werde unten die Beschreibungen aktualisieren.



Guido Wolf informiert sich über Natur nah dran




Am 12. Mai 2025 besuchte uns Guido Wolf, um sich über das Projekt zu informieren.

Die Stadt Hüfingen wird mit Unterstützung des Projektes „Natur nah dran“ Grünflächen mit Wildpflanzen in insektenfreundliche Blumenwiesen und Säume umwandeln.
In 2025 wurden 15 Kommunen (von ca. 35 Bewerbern) ausgewählt an diesem vom Umweltministerium BW geförderten Projekt teilzunehmen. Am 29. April 2025 führte der NABU in Singen eine erste Schulung für die teilnehmenden Kommun durch. Für die Stadt Hüfingen nahmen Tanja Geyer (Stellv. Bauamtsleiterin) und Michael Sproll (Leiter Bauhof) sowie Thomas Kring (Freunde der Natur Hüfingen e.V.) teil.

Michael Sproll, Tanja Geyer und Thomas Kring

Worum es geht?

Das Kooperationsprojekt „Natur nah dran“ von NABU und dem Land wird durch das Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg gefördert. Ziel ist es, Städte und Gemeinden mit Rat und Tat dabei zu unterstützen Grünflächen im Sinne der Biodiversität umzugestalten.

Die Stadt Hüfingen hat sich hier letzten Herbst beworben und am 11. März gab es die Pressemeldung, dass wir unter den Gewinnern sind: https://rp.baden-wuerttemberg.de/neue-natur-nah-dran-kommunen-ausgewaehlt.

Im Schwarzwald-Baar-Kreis war bisher nur Bad-Dürrheim 2024 erfolgreich. Unser Bürgermeister und das Bauamt haben dies fast ganz alleine geschafft, lediglich die Freunde der Natur Hüfingen e.V. haben bisschen geholfen.

Das soll gemacht werden

Wir haben 6 Orte in der Kernstadt Hüfingen vorgeschlagen bei denen wir Hilfe brauchen etwas daraus zu machen. Was gemacht wird können wir noch nicht sagen, deswegen brauchen wir ja Hilfe. Ich möchte hier aber zuerst mal die 6 Orte vorstellen, damit jeder weiß worum es geht. Hoffentlich kann ich dies dann über das Jahr ergänzen.

Ort zwischen Landesheim und Mühlebach

Zwischen dem Mühlebach und dem Landesheim befindet sich so etwas wie eine Wiese/Rasen. Diese könnte man in eine dauerhafte Wildblumenwiese umwandeln.

Ort am Tor

Um das Tor werden jedes Jahr die Beikräuter entfernt und dann vorgezogene Pflänzchen im 50er Jahre Flair gepflanzt. Diese arbeitsintensive und auch langweilige Gestaltung soll durch adequate Wildstauden ersetzt werden.


Ort Kleiner Park um den Gedenkstein der Heimatzunft


Hier wird der Rasen angepasst und eventuell gibt es neue Wildstauden oder Büsche.


Ort beim Spielplatz „Schari“ an der Hohenstraße


Hier wird etwas für das Jugendhaus angelegt neben den Hütten. Wir wollten hier klein anfangen, da wir befürchten es wird zerstört werden.


Ort beim Hüfingen Kreisel, Aldi

Hier soll eine dauerhafte Blumenwiese angelegt werden.

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