Willkommen auf Hieronymus

Wie die Blätter am grünen Stamme wachsen
und abfallen; so die Geschlechter der Menschen.
Das Eine stirbt ab und ein Anders wird geboren.

Diese Worte aus den Sprüchen des Sirach, welche wir als Motto über den Eingang unserer kleinen Bildergallerie gesetzt, deuten dem Publikum den Sinn an, in welchem dieselbe unternommen und aufgestellt worden.

Der heimatliche Boden dieser Bilder ist jene entlegene Landschaft des Großherzogtums Baden, welche das Sprichwort: “Die Brig und die Breg bringen die Donau z`weg” so sprechend andeutet, die östlichen Täler nämlich des mittleren Schwarzwaldes und die angrenzende Hochebene, ein Teil der alten fürstenbergischen Grafschaft Baar, worin Donaueschingen jetzt den Hauptort bildet.

Wenn ich von all Diesem so Manches noch sah und hörte, und mit dem hereinbrechenden modernen Leben verglich, so entstand in mir immer der Wunsch, das Gesehene und Gehörte, als Dauer im Wechsel, nach besten Kräften in Wort und Bild darzustellen und aufzubewahren. Und da ich fühlte, daß mir solches um so eher gelingen dürfte, als es die eigene Heimat betrifft, so unternahm ich endlich diese Darstellung.

In der Baar zu Hause, besuchte ich oft die nahen Schwarzwaldtäler mit ihren Einöden, ihren dunkeln weithingedehnten Tannenwäldern und wasserreichen Wiesen, mit ihren traulichen Hütten und Höfen, und lernte dadurch das Leben des rastlos tätigen und genügsamen Menschenstammes kennen, welcher sie bewohnt.

Aber ich warf meinen Blick auch in die verflossenen Zeiten zurück und sammelte Manchen, was noch aus ihnen stammt, um sie desto treuer und lebendiger beleuchten zu können.

So fand ich unter Anderen unter dem Nachlasse meines seligen Großvaters eine Chronik unseres Heimatstädtleins Hüfingen, deren Verfasser ein Mann war, von welchem in den folgenden Blättern eigens die Rede ist.

Ein solches Werk aber der Öffentlichkeit übergeben, heißt ein Haus an die Straße bauen. Es wird gelobt und getadelt; denn wer an die Straße baut, hat viele Meister, sagt das Sprichwort. Es gleicht einer Schenke, deren Schild oder grüner Busch Jedem zur Einkehr winkt. Viele gehen vorüber, Andere treten ein und versuchen den Trank; dem Einen mundet er, dem Anderen nicht; der Eine findet die Zeche billig, der Andere hält sich für überfordert. Das ist nun einmal nicht anderes, und man muß es hinnehmen wie es kommt.

Doch weiß ich – es behagt manchem Wanderer recht wohl in einem einfachen Schwarzwälderwirtshaus, wo ihm der Wirt, anstatt der Küchenprodukte eines Restaurants, heimische Kost vorsetzt, liefen doch unsere Wälder und Felder, unsere Wasser so Manches, was selbst der Gaumen eines Feinschmeckers nicht verschmähen dürft.

Und wie Mancher, der alle Meere durchschifft und alle Länder bereist hat, findet zuletzt, daß es daheim doch auch wohnlich und schön sei, und daß es manches stille, anmutige Plätzlein in der Nähe gebe, welches er früher nicht gekannt oder geschätzt hatte.

Lucian Reich im Vorwort vom Hieronymus 1853 (th wurde zu t geändert wegen der Lesbarkeit)

In diesem Sinne laden wir Sie hier herzlich ein zum Hieronymus 2.0

Lithographie von J. N. Heinemann

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