Fast alle Vögel die Nistkästen nutzen, bauen ihr neues Nest auf das Alte des Vorjahrs. Das heißt, wenn die Kästen nicht gereinigt werden, werden sie mit den Jahren immer voller. Dann haben Räuber wie Marder und Eichhörnchen leichtes Spiel. Sie können einfach in den Kasten „hineingreifen“ und so leicht Beute machen. Das Ausräumen kann also lebenswichtig für die Vögel sein! Hinzu kommt natürlich die Gefahr von Verunreinigungen wie Parasiten, Milben und Flöhen.
Warum im Spätsommer oder Frühherbst?
Im September ist die letzte Brut sicher vorbei und es sind noch keine Wintergäste in den Kästen. Wintergäste können sein: Fledermäuse, Siebenschläfer, Meise, Kleiber, Spatzen, Zaunkönige, Kleintiere wie Hasel- oder Waldmaus, aber auch Ohrwürmer, Florfliegen, Wespen- und Hummelköniginnen .
Da manche Tiere die Kästen auch als Schlafplatz nutzen können, empfiehl es sich vor der Reinigung anzuklopfen.
Am Samstag 18. Oktober 2025 trafen wir uns wieder auf der Jungviehweide, um die Nistkästen zu reinigen. Vielen Dank an die Helfer!
Am Samstag 19. Oktober 2024 trafen wir uns auf der Jungviehweide, um die Nistkästen zu reinigen. Dieses Jahr kam unser Bürgermeister Patrick Haas und Ortsvorsteher Michael Jerg dazu, um sich zu informieren.
Am Samstag 21. Oktober 2023 trafen wir uns wieder auf der Jungviehweide um Nistkästen zu reinigen. Im Anschluss an die praktische Arbeit fand die Mitgliederversammlung statt. Vielen Dank an die Helfer!
Am Samstag, 17. September 2022 trafen wir uns auf der Jungviehweide um die rund 30 Nistkästen zu reinigen. Die Kontrolle ergab, dass in fünf Kästen Kohlmeisen gebrütet haben. In je zwei Kästen wohnten Wespen und Hornissen. Sehr erfreut zeigte sich das siebenköpfige Team von den zwei gefundenen Siebenschläfer Nestern. Im Anschluss an die praktische Arbeit fand die Mitgliederversammlung statt.
JungviehweideMundelfingenMitgliederversammlung am 17.09.2022
von Franz Josef Schelble 1899 aktualisierte Version, Original vom August 2021
Nach der lieben Vaterstadt
Die den grünen Kirchturm hat
Eine humoristische Dichtung
Heimatzauber
Wenn in schwülen Sommertagen Schnaken mich und Hitze plage, Wenn zu ernstem, regem Schaffen Geist und Körper mir erschlaffen, Und die schöne Ferienzeit Reget vieler Menschen Neid: Drängt es mich, den Sohn der Baar, Abzudampfen jedes Jahr Nach dem lieben Oberland, hin, wo meine Wiege stand, Nach der Baar, der ährenreichen, Nach der Heimat ohne gleichen.
Seh’ ich dann zum erstenmal In der Abendsonne Strahl Wiederum mein Städtlein ragen, Da vermag ich kaum zu sagen, Wie es mir vor lauter Lust Wohlig wird in meiner Brust, Und das Herz mir jünger schlägt, Wie von Zauberkraft bewegt. So hat’s mir, dem alten Mann, Meine Heimat angethan.
Rasch dann geht’s der Herberg zu; Doch es läßt mir keine Ruh, Renn’ das Städtlein auf und ab, Und wo ich Bekannte hab’, Kehr ich ein, sie rasch zu grüßen, Eile dann mit schnellen Füßen Durch das Thor, um dort zu seh’n Ob die Häuser all noch steh’n
Mühlenbach etwa 1920
Und im Mühlenbache klar Sich noch spiegeln immerdar; Und als ersten Wallfahrtsort Grüße ich Loretto dort, Wo, umrauscht von alten Linden Beter – Trost des Himmels finden.
Eh’ die Nacht sich niedersenkt, Wird der Schritt zurückgelenkt, Und an einem runden Tisch Labet mich ein Schöpplein frisch, Das des Hauses Töchterlein Allzeit freundlich schenkt ein. Wenn die Wächter dann, die alten, Spieße schleppend, Rundgang halten, Sag’ ich, von des Schlafes Nacht Überwältigt: „Gute Nacht!“
Schließ ich dann zu sanften Ruh Meine müden Augen zu, Ach, wie schlaf’ ich da gesund Bis zur frühen Morgenstund! Wacht mich dann der Glocke Ton Vor dem Morgengrauen schon, Ha, da heißt es: “Ausgeträumet”, Länger wird jetzt nicht geträumet, Spute, alter Knabe, dich, Sieh der Himmel rötet sich; Auf, hinaus ins weite Feld, In die schöne Gotteswelt, Wo der Hauch der Freiheit weht, Jeder Unmut rasch vergeht!
Sechsuhrläuten von St. Verena und Gallus
Fange dann zu laufen an, Was nur einer laufen kann, Heute hier, und morgen dort, Und so geht es fort und fort. Und so ging’s auch gestern wieder Berge auf und Berge nieder, Bis die Stern’ am Himmelsbogen Mählich kamen aufgezogen Und des Mondes volle Pracht Still vom hohen Himmel lacht.
Wie ich diesen Tag verbrachte, Wie ich fühle, was ich dachte, Teilt Euch dieses Büchlein mit, Leser nimm vorlieb damit!
1. Hinweg
Nach der Weid, wo’s Vieh sich tummelt, Bin ich gestern hingebummelt, Hausen, zubenannt vor Wald, hatt ich erreichet bald Und den Weg, mit Staub bedeckt, Raschen Schritts zurückgelegt.
Unterwegs da konnt‘ ich schauen, Wie die neue Bahn sie bauen, Wie sie schaufeln, wie sie graben Und gar saure Arbeit haben. Waledetto, Sakramento Und verworrenes Lamento Von der Welschen wilden Chor Drang an mein erstauntes Ohr.
Bauarbeiten zur Höllentalbahn bei der Luttlinger Bruck 1899 und im Jahr 2021
Habe mich auch unterhalten Unterwegs mit einer alten Aber schönen Italiana, Zubenamet Giuliana, Die dem Mann das Essen brachte, Heiter mit mir sprach und lachte Doch zumeist italienisch, Denn von Deutsch verstand sie wenig. Als sie endlich angekommen Und ihr Mann mich wahrgenommen, Hui; was der für Augen macht‘, Hätt‘ mich sicher umgebracht, Wenn ich nicht noch grimmiger Ausgesehen hätt‘ wie er!
Als ich that durch Hausen schreiten, War ich eingedenk der Zeiten, Da wir vor so vielen Jahren Einst im Pfarrhaus lustig waren, Wo das Bier so hell und klar Und der Pfarrherr heiter war. Guter Max (Max Hochweber), längst gingest Du Allzufrüh zur ew’gen Ruh!
Darauf ging’s ohne Aufenthalt Durch den frischen Tannenwald, Durch des Waldes Einsamkeit, Wo in Ruhe weit und breit Keinen Laut ich konnt‘ erlauschen Als der Bäume flüsternd Rauschen. Und so wanderte ich weiter Nervenstark, beruhigt, heiter. Legt‘ mich dann ins weiche Gras, Dacht‘ an dies‘ und dacht‘ an das, Dacht‘ an meine teuren Lieben, Sie so fern von mir geblieben. Und in Waldes Schattenruh Sanken mit die Augen zu.
Rasch fuhr ich vom Schlafe auf Fortzusetzen meinen Lauf. Fürbaß ging es weiter dann Aus dem kühlen, dunkeln, Tann. Ha, wie war mein Aug‘ entzückt, Als es in die Landschaft blickt, Und die weiten, schönen Auen Von der Höhe konnt‘ erschauen, Wo der Felder gold’ner Segen Schon der Ernte wogt‘ entgegen! Sah die Berge dort, die blauen, Grüßend zu mir rüberschauen, In der schwülen Morgenluft Eingehüllt in leisen Duft; Und der schneeigen Alpen Kranz Winke fern in Sonnenglanz.
Glocken von Mundelfingen
Feierlich von Mundelfingen Hörte ich die Glocken klingen, Und auf Gottes freier Flur, Zu dem Tempel der Natur, Senkte sich in meine Brust Stiller Andacht selige Lust, Und mir war’s, als müßt‘ ich beten, Dankend vor den Schöpfer treten, Daß er dieses Tages Pracht Mir so wonnesam gemacht.
2. Auf der Weid.
Sah die „Weid“ dann vor mir liegen, Wo ich schnell hinabgestiegen. In der saubern Hütte drin Grüßet mich die Sennerin Urschel, eine fesche Maid, Wirtin auch auf Josephs Weid.
Klementine und Josef Frank 1926
Plötzlich hörte ich ein Klingen, Leise Laut zum Ohre dringen.
Nun was war’s? Das Telephon Gab der Urschel Instruktion, Daß sie mich bewirten sollte Und mir reichen, was ich wollte. Aß dann Speck, trank Bier dazu, Überließ mich kurzer Ruh‘ Und der Rinder glatte Scharen Sah ich nach den Ställen fahren, Sah die Farren, sah die „Kälble“ Und ich wollt‘, mir wäre selber Wohl wie diesen Viechern hier In der Freiheit Luftrevier.
Postkarte von 1925
Glücklich Kinder preis‘ ich euch. Denn in eurem lust’gen Reich Lebt ihr hier in Wald und Wiese Herrlich wie im Paradiese, Kerngesund, zufrieden, heiter, Alle Tage lustig weiter. Munter sieht euch jeder Morgen, Kennt nicht Verdruß noch Sorgen.
Postkarte 1904
Euch ist stets der Tisch gedeckt, Immer euch die Mahlzeit schmeckt. Tafelmusik auch erklingt, Wo ihr schmauset, wo ihr trinkt. Sagt, wer spielt euch auf so schön? Eurer Glocken traut Getön Und vom nahen Waldeshang Luft’ger Vöglein süßer Sang, Und mit kräft’gen Mu, Mu, Muh Brüllet ihr den Satz dazu. Also grast ihr mit Behagen Und verderbet nie den Magen; Bei dem Trank aus klarem Quell Bleiben Euch die Köpfe hell, Denn auch ohne Alkohol Ist es euch ganz pudelwohl; Das Gespenst „Nervosität“ Niemals euch zu Leibe geht; Seht drum auch nie mürrisch aus Und braucht hier kein Narrenhaus. Mensch, sieh diese Viecher an Nimm Dir ein Exempel dran!
Wenn die Brems‘ und Sonne sticht, habet ihr zu leiden nicht, Könnt euch in die Ställe legen, Ruhig der Siesta pflegen.
Und in eurer Republik Treibt ihr keine Politik, Und der Hader der Parteien Kann euch nimmermehr entzweien, Könnt auch ohne Fraktionen Friedlich hier beisammen wohnen. Solltet ihr in Streit geraten, Braucht ihr keine Advokaten, Denn ihr machet jeden Strauß Sofort mit den Hörnern aus. Auch die Frag‘ „woher, warum“ Geht euch nicht im Kopf herum; Ja, ihr habt es sehr bequeme, Philosophische Probleme Regen euern Geist nicht auf, ’s geht doch alles seinen Lauf. Brauchet euch um nichts zu kränken, Ja, baucht nicht einmal zu denken; In der Zukunft dunklen Schoß Schauet ihr ganz sorgenlos, Denn ihr werdet totgeschlagen, Eh‘ ihr fühlt des Alters Plagen.
Mühlrad in Achdorf
3. Achdorf, Blumberg, Stutz
Also denkend eilt‘ ich fort Von dem vielberühmten Ort. Als die Sonne hoch schon stund, War ich in des Thales Grund, Wo ich sah die Wutach schäumen Zwischen Felsgeklüft und Bäumen. Auch durch Achdorf wohlbekannt Bin ich eilend durchgerannt, Sah dort Scheffels Linde prangen; Doch ich bin vorbeigegangen, Ließ mich nicht vom Durst verführen, Dorten eins zu pokulieren, Wollte Blumberg rasch ereilen Und daselbst ein wenig weilen.
Scheffellinde Achdorf und eine Flasche Bohemia
Liebe Leut, wie schmeckte da Eine Flasch‘ Bohemia!
Nahm dann einen Imbiß ein, Tank ein Gläschen guten Wein, Eine Tass‘ Kaffee dazu, hielt im Grase Mittagsruh. Blumberg, stilles Ruhenest, Gerne bin ich hier gewest, Und im Hause Troll vor allen Hat es trefflich mir gefallen Denn wo könnt‘ es besser sein, Als wo der Mahontsverein Manche kreuzfidele Nacht Lustig zechend zugebracht?
Drauf ging es im Sonnenbrand Steil hinan die Bergeswand; Durch den langgestreckten Wald Naht ich mich dem „Stuze“ bald. Welch ein Anblick wunderbar Bot sich hier dem Auge dar! Worte können’s nicht beschreiben, Könnte Stunden hier verbleiben, Würde doch nicht satt mich sehen. Endlich mußt‘ ich weitergehen Und verlassen diesen Ort Eilend nach der Heimat fort.
Eichbergstutz
4. Rückkehr über Behla und den Wolfsbühl.
Schon lag Behla hinter mir, Und am nahen Waldrevier Hatte ich erreichet gleich Behlas Schilfbewachs’nen Teich, Wo die Buben Kolben schneiden Und die Gänse lustig weiden, Wo ein Haus auf Pfähl‘ gebaut Düster aus dem Wasser schaut.
Behlaer Weiher 2020 Der Weiher ist ein Rest von mittelalterlichen Fischweihern auf deren Damm heute die B27 liegt.
Hab die Straße dann gemieden, Mich im Wald herumgetrieben, Meinem lieben Wolfesbühl, Wo ich in dem Dickicht kühl, Zu dem feuchten Waldesgras Oft als Knabe Beeren las. Holde Zeit, wo bist Du hin, Da ich noch mit Kindessinn Heiter in das Leben schaute Manches Luftschloß mir erbaute, Aber schon zufrieden war, Wenn ich in der Knabenschar Einen Beerenplatz gefunden? Ha, wie ließen wir und munden Erd-, und Him- und Heidelbeeren! Konnten wir noch mehr begehren? Und auch nach der Zukunft bin Schaut‘ ich mit bescheidenem Sinn. Wie das war, frei nicht verhehlt, Sondern treulich hier erzählt.
Schon fing ich Lateinische an Vollen Ernsts beim Kapelan, Und worauf ging mein Bestreben? Dachte mir: „Ein Herrenleben Ist gewiß so übel nicht Weil es da an nichts gebricht.“ Als ich mich studierend plagte Und die gute Mutter fragte: „Wennd‘ emol en Herr worscht si, S’ka nit fehle“, saget sie, „Sag mir doch, wo worscht no au Dir am liebschte koche lau?“ „Motter,“ sag i, „wißt’rwa? Brotni Knöpfli, Eier dra, Zettelisuppe, Auge druf Und am Sunntig Gugelhupf!“ Das war meiner Wünsche Ziel, Und das deuchte mir schon viel.
So in Waldes Einsamkeit Dachte ich der Jugendzeit, Dachte, wie wir einst als Knaben Uns herumgetrieben haben, Und des Übermutes voll Uns gebärdet oft wie toll, Streich‘ auf Streiche ausgeführet, Reue jedoch nie verspüret. Wie ich als ein kleiner Fant Strampelnd auf dem Kopfe stand, Und in raschem, leichten Schwung Machte flott den Rädlisprung, Was wir alles unterfangen, Wie wir in den „Gumper“ sprangen, Wie wir schwammen, wie wir tauchten; Heimlich auch Zigarren rauchten, Bochelestengel, Lindenblatt Qualmten an Tabakes Statt, Bis uns wurde wind und weh Und die Farbe weiß wie Schnee;
Bochele (Wiesenkerbel)
Wie wir Grundeln, Kroppen fingen, Und sie an das Feuer hingen, Und sie gar nicht ausgeweidet Ohne Schmalz zum Mahl bereitet; Wie im Herbst wir ausgefahren Auf die Weid mit Kinderscharen, Wo wir vor dem frühen Nachten Lustig uns ein Feuer machten, Holz und Stroh zusammentrugen, Daß die Flammen hoch aufschlugen, Und Kartoffeln, die das Feld Anerbeten uns gestellt, In den Gluten samt der Schale Brieten uns zum leckern Mahle. Und wie schmeckte Bier und Weck Sonntags uns beim Wägelibeck! Doch erst in der Kronengaß Gab es für uns manchen Spaß, Wenn wir, echte Strolchenknaben, „Mezler“ dich geärgert haben! Bist uns manchmal nachgesprungen; Hast den Riemen kühn geschwungen, Hast uns aber nie gepackt, Denn wir sind davongejagt!
Stadtmüller Philipp Frank (1860)
Doch vom Müller Frank, dem großen, Kriegt ich einmal auf die Hosen, Weil wir; – o der Greuelthat-; Abgestellt sein Mühlenrad.
Mühlrad hinter der Stadtmühle 1925
Doch genug von meinem Treiben! Will es weiter nicht beschreiben; Wollt‘ ich alle Streich‘ erzählen, Würd‘ es mir an Tinte fehlen.
Denk‘ ich dein, o Knabenzeit, Wird es mir im Busen weit, Ja schon die Erinnerung Macht das Herz mir wieder jung. Doch auch Schatten steigen auf, Denk‘ ich, wie im „Zeitenlauf“ Mancher, der „fidel“ einst war In der lust’gen Knabenschar, Ach so frühe von hienieden Nach dem Jenseits abgeschieden! Schlafet sanft, vom Freund betrauert, Ach, wer weiß, wie lang es dauert, Deckt auch mich zur letzten Ruh Irgendwo der Rasen zu!
5. Begegnung im Walde.
So der Knabenzeit gedenkend Und die Schritte weiter lenkend Kam ich an des Waldes Rand, An den Gipsbruch hingerannt.
Und was hört ich? Helles Singen, Heitern Ruf zum Ohre klingen. Ha, wie freute mich der Laut Meiner Heimatsprache traut! Wollte länger nicht mehr lauschen, Wollte lieber Worte tauschen, Und mit eig’nen Augen schauen, War für Mädchen, was für Frauen Beeren lesend in dem Schatten, Also mich entzücket hatten. Und so lief ich, Rock am Arm, Hurtig nach der Mädchen Schwarm Kaum jedoch erreicht ich sie, Als da plötzlich eine schrie:
„Jesses Gott, dä rennt on hear, Ear sieht us fascht wie en Bäar! Jesses, Meidli rennt mit, Sellem Kerli trau i nit!“ Und sie rannten – , und gar bald Waren sie hinaus zum Wald,
Und ich rannte kreuz und quer Ihnen folgend hinterher. Endlich sah sich eine um „Meildi“, sagt sie, „o wie dumm, Daß mer wie die Gäns‘ sont rennne; Sella Herr dä sott i kenna, S’ischt dr sell, wo alli Johr Umenanderrennt in dr Boor, Und wo uf de Römerplätz Grabe duet no alte Schätz. Loset, ’s ischt kon schlimme Ma, Wo om ebbis due ka!“ Alsdann hielt der Flücht’gen Schar Wie ich ihnen nahe war, Fragt ich: „Was rennt ihr, Warum flieht ihr vor mir? Seh‘ ich denn so schrecklich aus, Daß ihr vor mir reißet aus?“ Sprach dann eine: „Jo, sischt wohr, Blibet doch, es hott ko Gfohr!“ Hett ech Sie nu früher kennt, Wär ech nit so bsesse grennt Als sie ihren Namen nannten Waren’s Töchter von Bekannten Meiner frühen Jugendzeit, Die jetzt hinter mir so weit, Töchter derer, die vor Jahren Mir bekannt, befreundet waren. „Ach“, dacht ich im Weitergehen, „Konntest wieder einmal sehen, Wie’s den fremdgewordenen Mann In der Heimat gehen kann!“
Heute ist der alte mittelalterliche Weg über die ehemalige Hüfinger Allemende versperrt. Eine Koalition aus SPD/CDU/FDP hat das alte Niedermoor für einen symbolischen Betrag an einen Großkonzern mehr oder weniger verschenkt.
6. Hüfingen.
Jetzt ging es gemütlich, heiter Durch die Felder heimwärts weiter, Nach der lieben Vaterstadt, Die den grünen Kirchturm hat, Wo die Rinder in den Gassen Die Visitenkarten lassen, Wo in einer Gasse still Traulich lockt das Krokodil,
Hochzeitsgesellschaft vor dem Krokodil vielleicht in den 1930er Jahren Film von Ernst Kramer
Wo die alte Schächerkatze Nächtlich noch auf ihrem Platze Nach dem Wanderer lauernd späht, Der bezecht nach Hause geht,
Und wo mitten durch das Städtlein Plätschernd fließt ein muntres Bächlein; Wo die Leut‘ mit ihrem Treiben Glücklich noch beim alten bleiben Und recht fleißig alle Zeit Leben in Zufriedenheit; Nach der Stadt, wo jedes Jahr Ich im Herbst so gerne war, Und wohin, solang ich lebe, Jedes Jahr zu kommen strebe.
In dem Thore grüßt‘ ich froh Meinen Freund Antonio, Der als Wirt die Ochsengäste Höchst galant bedient auf’s beste. Als ich eintrat in die Krone, Wo ich ganz gemütlich wohne, Ha, wie schmeckte da der Wein Und das Abendessen fein‘!
Ochsengasse etwa 1910
Legte dann die müden Glieder Ziemlich früh zur Ruhe nieder. So war dieses Tags Verlauf. Punktum, fertig, Streusand drauf!
Der Bauantrag 50/2024 ist besonders interessant, weil ein Besitzer auf Hohen II um die Befreiung vom Bebauungsplan ersucht hat. Die Familie möchte gerne einen „Stahlzaun“ mit einer Höhe von 1,80 m bis 2,00 m auf ca. 35 m errichten. Über den Bebauungsplan auf Hohen II hatte ich mich schon 2022 hier lustig gemacht. Es ist ja so, dass auf dem Hohen II jeder macht was er möchte aber nur bei den „Dummen“, die einen Bauantrag stellen, der Bebauungsplan auch durchgedrückt wird. Ich bin richtig gespannt, wie der neue Gemeinderat zur Realisierung des Bebauungsplanes steht. Ob sich in Zukunft auch andere Besitzer in Hüfingen an Bebauungspläne halten müssen? Und was geschieht mit den in der Vergangenheit errichteten „illegalen Bauwerken“?
18:48 Die Gemeinderäte sind sich einig, dass dem Bebauungsplan gefolgt werden soll. Der Bebauungsplan hatte ja damals einen Sinn. Es gab auch den Vorschlag, dass der GR mal eine kleine Exkursion auf den Hohen macht.
Übrigens: Es wurde einmal vom Gemeinderat genehmigt, wegen eines verhaltenskreativen Kindes das gerne spazieren geht, aber ich glaube das wurde dann irgendwie anders gelöst.
Die anderen TOPs vom Ausschuss sind eine neue Dachgaupe in Fürstenberg, eine Garage an der Hochstraße, Werbetafeln vom Lidl und die Errichtung eines schmucken Bürogebäudes neben der Feuerwehr im Gewerbegebiet Ziegeleschle.
Geplantes dreigeschossiges Bürogebäude im Ziegeleschle für ca. 40 Mitarbeiter.
Auch hier fällt uns der irrsinnige Bebauungsplan wieder auf die Füße, da die Befreiung von den „Festsetzungen des Bebauungsplans“ wegen Überschreitung der Firsthöhe um 2,0m (12,0m anstatt 10,0m) beantragt werden muss.
Vielleicht mag ja der neue Bürgermeister und Gemeinderat unsere engstirnigen, aus der Zeit gefallenen, Bebauungsvorschriften modernisieren?
Eine kleine Anekdote aus 2020:
Für das zu planende Wohngebiet in Fürstenberg fragte der Ortsvorsteher den damaligen Bürgermeister warum denn sogar die Farben der Häuser vorgeschrieben seien. Die Antwort war: „Wollen Sie etwa bunte Häuser?„
Der Gemeinderat hat 2016 festgelegt, dass die im Kalenderjahr anstehenden Maßnahmen des NGP Baar in Hüfingen vorgestellt und zur Umsetzung beschlossen werden.
Die geplanten Maßnahmen in 2025 sind auf der Jungviehweide in Mundelfingen die Neupflanzung von ca. 40 Obstbäume und Erziehungsschnitte an den vorhandenen Obstbäumen. Im Fördergebiet Riedseen sollen Kleinstgewässer angelegt werden und die Optimierung der Flachwasserzonen erfolgen. Die Einrichtung einer Beweidung und Zaunbau ist für auch für 2025 oder 2026 geplant.
Fördergebiet mit erworbenen Grundstücken bei Fürstenberg.
Lage und Größe der Fördergebiete des NGP auf dem Gebiet der Stadt Hüfingen mit beabsichtigtem Zaunbau am Riedsee.
TOP 5 Beschlussfassung zur örtlichen Bedarfsplanung für Kindertageseinrichtungen in der Stadt Hüfingen 2025
Das Thema Kinderbetreuung ist nicht nur komplex, sondern auch sehr schnellen Änderungen unterworfen. Ich möchte hier nur die Liste der Betreuungsplätze in Hüfingen rein und bitte um Kommentare, falls jemand Anmerkungen hierzu hat.
Betreuung Kinder 0 bis 3 Jahre
Betreuung Kinder 3 bis 6 Jahre in Kindergärten und Kitas
„Wir haben genug Betreuungsplätze für unsere Kinder“ war eine der ersten Aussage, die mich persönlich ziemlich überrascht hat. Lediglich in der Kernstadt sei eine Unterdeckung im U3 Bereich, aber es geht noch. Der Bürgermeister sagte: „Wir sind auf Kante genäht, aber es funktioniert.“ Wir brauchen erst mal keinen Neubau, da es momentan keinen Bedarf und auch keinen passenden Stadtort gibt.
Noch eine Neuerung hat mich überrascht: Von der CDU durfte dieses Mal die Fachfrau sprechen. Sehr schön!
Der Gemeinderat und der Bürgermeister wollen langfristig über einen Naturkindergarten auch in der Kernstadt nachdenken. Dann ist der Kindergarten in Fürstenberg sicher, auch wenn unter 12 Kinder dort angemeldet sind. Diese Richtlinie soll bei Gelegenheit überarbeitet und aufgelöst werden.
TOP 6 Erschließung Neubaugebiet „Im Stegle“ in Hausen vor Wald a) Vorstellung der Erschließungsplanung b) Beschluss über eine mögliche Bauabschnittsbildung c) Beschluss zur Ausschreibung der Tiefbau- und Straßenarbeiten
Wer sich hier genauer interessiert, die Unterlagen gibt es auf der Seite der Stadt hier unter Stegle:
Hier blockiert momentan das Regierungspräsidium in Freiburg, da ein Hochwasserrisiko bestände. Deswegen müsse eine „Überflutungsvorsorge“ getroffen werden, also ein Starkregen mit eingerechnet werden. Deswegen wird eventueller Starkregen um das Neubaugebiet herum geleitet.
Insgesamt sollen über den Bebauungsplan auf einer gesamten Geltungsbereichsfläche von 2,17 ha 26 Wohnbaugrundstücke planungsrechtlich ausgewiesen werden. Die resultierende und zur Vermarktung anstehende Nettobauplatzfläche beläuft sich auf ca. 11.400 m².
Die Ortsvorsteherin meint, der Ortschaftsrat von Hausen möchte, dass das Neubaugebiet in Abschnitte unterteilt wird, da momentan nicht so viele Grundstücke benötigt werden. Die CDU ist der Meinung, dass gleich alles erschlossen wird, auch da die Bauplätze für die Tiny-Häuser im 2. Bauabschnitt lägen. Die SPD schließt sich dem Ortschaftsrat an. Die anderen Gemeinderäte sind unterschiedlicher Meinung. Die Verwaltung bevorzugt auch zwei Bauabschnitte und findet 26 Bauplätze zu viel für eine Ortschaft in der Größe von Hausen. Elf Bauplätze würden erst mal genug sein und wenn man irgendwann mehr braucht, dann kann man jederzeit den Rest erschließen.
14 Stadträte sind für eine Bauabschnittsplanung und 6 dagegen. Es werden also erst nur 11 Bauplätze erschlossen.
TOP7 Änderung der Satzung über die Erhebung einer Tourismusabgabe (Tourismusabgabesatzung)
Hier wird von der Verwaltung eine Erhöhung von 50 Cent vorgeschlagen. Also Erwachsene sollen ab nächstes Jahr 2 € und Kinder 1 € Tourismusabgabe entrichten.
TOP8 Festlegung Essenspreis für die Lucian-Reich-Schule Hüfingen ab 2025
Einige Familien der Schülerinnen und Schüler der LRS forderten von der Schulleitung die Teilnahme an der gemeinsamen Mensaverpflegung freizustellen und beschwerten sich über die Qualität des Mittagessens. Deswegen wurde, bis auf die „Ganztagskinder“ der Grundschule, die Teilnahme frei gestellt. Das Schuljahr 2023/24 hat gezeigt, dass die Essenzahlen durch die Freiwilligkeit der Teilnahme ab Klasse 5 insgesamt um ca. 1/3 zurückgegangen sind. Wurden im Schuljahr 2022/23 noch rund 45.500 Essen in der Mensa ausgegeben, waren es im Schuljahr 2023/24 nur noch 31.161 Essen.
Kostendeckende Essenspreise würden zu folgenden Preisen führen: Grundschüler (Klassen 1 bis 4) 6,30 €/Essen Sekundarstufe (Klassen 5 bis 10) und Lehrkräfte 6,50 €/Essen
Die Essenspreise sollen also angepasst werden. Die Verwaltung schlägt vor
Grundschüler (Klassen 1 bis 4) 4,90 €/Essen Sekundarstufe (Klassen 5 bis 10) 5,10 € und Lehrkräfte 6,50 €/Essen
CDU bemängelt, dass das Essen aus Rheine in NRW geliefert wird und einige Eltern sind mit der Qualität nicht zufrieden. Es soll versucht werden einen regionalen Anbieter oder Alternativen zu finden.
CDU schlägt vor:
Grundschüler (Klassen 1 bis 4) 4,50 €/Essen Sekundarstufe (Klassen 5 bis 10) 4,80 € und Lehrkräfte 6,50 €/Essen
SPD will auch lieber einen regionalen Anbieter. Geschmack, Qualität und Frische soll in Zukunft im Mittelpunkt stehen. SPD schlägt vor:
Grundschüler (Klassen 1 bis 4) 4,50 €/Essen Sekundarstufe (Klassen 5 bis 10) 4,80 € und Lehrkräfte 7 €/Essen
Das Freie Forum und LBU möchten gerne einen „Fleischzusatzpreis“ von einem Euro, da sonst das Fleisch von den „Nichtfleischessern“ subventioniert wird. Andere Schulen in der Region würden das schon so machen.
Der Vorschlag der SPD wurde mehrheitlich angenommen
Grundschüler (Klassen 1 bis 4) 4,50 €/Essen Sekundarstufe (Klassen 5 bis 10) 4,80 € und Lehrkräfte 7 €/Essen
Alle sind sich einig, einen regionalen Anbieter zu finden – es wurden einige Vorschläge gemacht. Auch muss man da wissen, dass regionale Qualität sicher nicht günstiger wird.
TOP9 Schulhofneugestaltung Mundelfingen
Die Schulhofumbauarbeiten beinhalten das Umsetzen der Tischtennisplatte, ein Gartenschrank zur Spielgerätelagerung, 2 neue Kletteranlagen auf einem Fallschutzbelag, ein aufgemaltes Hüpfspiel, sowie ein aufgezeichnetes Fußballfeld mit 2 Kleinspielfeldtoren und einem seitlichen Ballfangzaun. Auch eine neue Liegefläche auf einem Holzdeck und ein Pflanzbeet wird geschaffen.
haben Sie eine Vorstellung, was die Spatzen auf unserem Rasen machen? Sie versammelten sich nicht am Futterhaus, sondern in Scharen auf dem Rasen. Ich erzähle und Sie machen sich Gedanken: Am Samstag, den 26. März wurde unser Rasen vertikuliert. Es gab schon einiges Moos zum Wegfahren auf die Kompostanlage. Kurz vor dem großen Regen habe ich dann 4 kg Rasensamen gesät. Muss ich weitererzählen? Die Vögel haben es irgendwie mitbekommen und hatten natürlich Ihre Freude daran. Anita meinte, sie kauft noch eine Runde Rasen, ich jedoch bin der Meinung, dass die Spatzen niemals alles fressen können und noch genügend anwachsen wird. Dr. Otto Kötteritzsch kommentierte zielsicher mit 99 Jahren: „Die haben Dich beobachtet, als Du gesät hast, das nächste Mal musst Du um Mitternacht streuen. Dann passiert nichts“. Andere sagten, wir haben Katzen, da gibt’s so etwas nicht. Tatsache ist, dass ich so etwas noch nie erlebt habe, obwohl ich schon ab und zu Rasen nachgesät habe. Lustig und spannend, was da noch passieren wird.
Gestern Abend schaute ich in den Garten und erblickte einen Vogel im Rasen, bei dem ich kurz überlegen musste, was es ist. Zunächst dachte ich an einen Spatz, aber er war etwas größer und anders gefärbt. Erkennen Sie ihn schon? Ich habe vor drei Jahren über ihn geschrieben, als beim Landratsamtsparkplatz sogar zwei Exemplare sich zeigten. So nebenbei gesagt, ich dachte zunächst es sei ein, höchstens zwei Jahre her, aber auf keinen Fall drei, wie schnell halt die Zeit vergeht. Auf dem ersten Bild zeigt er, wieso er Wendehals heißt, ein geflügeltes Word aus der Wendezeit vor über dreißig Jahren. Und Gottlieb Wendehals ist auch vielen bekannter als der Vogel Wendehals. Der Zugvogel ist bei uns recht selten, umso mehr habe ich mich gefreut, dass er kurz vorbeigeschaut hat. Es gibt nur wenige Brutpaare bei uns, am liebsten hat er Streuobstwiesen mit reichlich Ameisenvorkommen. In der Mundelfinger Jungviehweide habe ich ihn schon über den Sommer gesehen und gehört. Sein Ruf ist eindringlich „gig, gig, gig, gig“, dann ist für mich sonnenklar, der Wendehals ist da. Vielleicht achten Sie in nächster Zeit etwas auf ihn, ich würde mich sehr freuen, wenn Sie diesen Burschen beobachten könnten. Eins war auch klar, er hat auch im Rasen herumgepickt, aber da weiß ich genau, dass er nach Ameisen gepickt hat und nicht nach Rasensamen.
Herzliche Grüße
Franz Maus
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