Antrag der SPD: Stellenbewertung durch die Gemeindeprüfungsanstalt

Es geht also mal wieder um den SPD Antrag, der seit der Haushaltssitzung im Dezember 2023 so vor sich hin schwellt. Inzwischen hat es die Causa sogar in die Lokalpresse geschafft

Heute Abend um 20:00 Uhr ging es also wieder zur Sache, diesmal als Ö8 und einer sieben Minuten langen Rede des Bm der „miteinander sachgerecht vorgehen möchte“. 

Die SPD Fraktionssprecherin macht klar, dass es hier nur um eine neu geschaffene Stelle gehe und nicht um Stellennachbesetzungen.

20:08 Uhr: Bm übernimmt wieder die Rede und erläutert sein Umfeld und verzichtet angeblich auf eine neue Stelle, da jetzt genug Personal da sei.

Um 20:19 Uhr wird über den Antrag der SPD abgestimmt. Dem Bürgermeister folgen die Männer der Fraktion „Freies Forum“ geschlossen, zwei Mitglieder der CDU Fraktion enthalten sich und der Rest der Männer steht hinter dem Bm, deshalb gibt es nur 6 Stimmen für den SPD Antrag, da ein Mitglied der Fraktion krank ist.

Der Antrag wird also mit 11 gegen 6 Stimmen abgelehnt. Der Bürgermeister darf weiterhin einstellen wen und wieviele Menschen er möchte.

18.03.2024

Man kann übrigens die Unterlagen, die der Chef der Verwaltung hierzu zusammengestellt hat hier bis Donnerstag runter laden. Auch ist jeder herzlich eingeladen sich den nächsten Teil des Spektakel selbst anzuschauen. Es ist TOP Ö8.

29.02.2024 um 21:08 Uhr

Nachdem der Bm lange ausgewichen ist und über Flüchtlinge und das Bauamt sogar zu den Wahlen kam, hat der CDU Fraktionssprecher auf den Tisch gehauen.

Jetzt wurde der Punkt auf nächsten Monat vertagt, damit der Bm bis dahin etwas sinnvolles über seine neu geschaffene Pressestelle vortragen kann.

Beitrag vom 28.02.2024

Der Antrag unten von der SPD soll am Donnerstag, den 29. Februar 2024, in der Gemeinderatssitzung besprochen werden. Die Stadtverwaltung begründet die Notwendigkeit einer speziellen Stelle für Öffentlichkeitsarbeit für den Bürgermeister mit dem Fachkräftemangel und vor allem damit, dass kein geeignetes Personal für das Bauamt gefunden werden könne. Unterlagen gibt es bis morgen Abend hier.

Die Stadtverwaltung will, dass der Gemeinderat deswegen den Antrag ablehnt. Es wird spannend werden, welche Fraktionen sich hier für den Bürgermeisterwahlkampf positionieren. Ich werde berichten.

25. Januar 2024 Kerstin Skodell, SPD- Fraktionsvorsitzende

Stellenbewertung der Ämter insbesondere in der Hauptverwaltung und Kämmerei durch die Gemeindeprüfungsanstalt, um neutrale Entscheidungsgrundlagen weiterer und neuer Personalstellen sowie den angemessenen Eingruppierungen zu haben.

Wir gehen mit diesem erneuten schriftlichen Antrag auf die Anforderung vom 23. Januar 2024 vom Herrn Bürgermeister ein, obwohl der Gemeinderat unseren Antrag im Zuge der Beschlussfassung der Haushaltsatzung 2024 am 21.12.2023, bereits beschlossen hat. Schriftliche Grundlage ist die HH-Rede, die dem Protokoll beigefügt wurde.

Ausschlaggebend war unsere Anfrage zur Protokolleinsicht der Sitzung vom 21.Dezember 2023, da im Hüfinger Bote (17.01.2024) eine Stellenausschreibung Pressestelle für das Hauptamt ausgeschrieben war.

Hüfingen, 23.01.2023

Der Stadtrat möge beschließen:

Die Gemeinde gibt umgehend bei der GPA – Gemeindeprüfungsanstalt – ein Gutachten zur Stellenbemessung und Eingruppierung der für unsere Größe angemessenen Stellen in Auftrag. Das Gutachten soll insbesondere aufzeigen inwieweit wir im Hauptamt und in der Kämmerei angemessen oder unterbesetzt sind. Es soll auch Aussagen darüber machen, was die jeweils angemessene Eingruppierung der einzelnen Stellen sind. Um ein geschlossenes Gesamtbild zu bekommen, scheint es sinnvoll gleiches auch für das Bauamt zu fertigen. Vor Vorliegen dieses Gutachtens dürfen keine neuen Stellen ausgeschrieben, bzw. geschaffen und besetzt werden. 

Begründung:

Der Gemeinderat benötigt eine neutrale, fachlich fundierte Entscheidungsgrundlage für die weitere Personalpolitik im Rathaus der Stadt Hüfingen. Eine neutrale Stellenbemessung und Stellenbewertungen stellt die längerfristige Entscheidungsgrundlage für Gemeinderat und Verwaltung dar. 

Die letzte strukturelle gutachterliche Aussage zur inneren Struktur der Verwaltung mit Stellenbemessung und Stellenbewertung ist ca. 10 Jahre her. Die Aufgaben in den Ämtern haben sich zum Teil verändert oder wurden Änderungen unterzogen. Aus diesem Grund halten wir es für notwendig bevor neue Stellen, wie z.B. eine Pressestelle im Hauptamt, geschaffen werden, dass die derzeitige Struktur in der Rathausverwaltung mit Blick auf Stellenbemessung und Stellenbewertungen einer umfassenden Überprüfung durch die Gemeindeprüfungsanstalt unterzogen wird. 

Bei neuen Personalstellen, wie z.B. einer Pressestelle sehen wir den Bedarf mindestens als fraglich an. In einer Stadt wie Hüfingen mit 8.000 Einwohnern einem vollbeschäftigten Hauptamtsleiter und weiteren Beschäftigten ist der Bedarf in einer Gesamtschau zu klären. Es gibt auch noch einen Bürgermeister, der sich ebenso um die Öffentlichkeitsarbeit ein Stück weit kümmern könnte. 

Ähnliche Fragen stellen wir uns im Bereich der Kämmerei. Hier insbesondere auch bzgl. einer weiteren Stelle für die Stellvertretung des Kämmerers; zumal dieser, für unsere Größe der Stadt, in einer überdurchschnittlichen Gehaltsgruppe ist. 

Bunt, dynamisch und vielfältig: SPD stellt Liste für Kommunalwahl vor

von Mete Ünal, Vorsitzender des SPD Ortsvereins

Am vergangenen Montag fand die Nominierungsversammlung der Hüfinger Sozialdemokraten für die kommende Kommunalwahl statt. Mit großer Begeisterung präsentiert die SPD eine Liste, die unter dem Leitsatz „Für Hüfingen. Für Dich.“ Vielfalt und Dynamik in Hüfingen widerspiegelt.

Die Liste zeichnet sich durch ein erfrischendes Maß an Diversität aus. Von jung bis erfahren, von verschiedensten Lebenshintergründen geprägt, spiegeln die Kandidatinnen und Kandidaten die gesamte Bandbreite der Gesellschaft wider. So sind neben Azubis, Studenten, Müttern und Vätern auch Rentner und Selbstständige vertreten. Mit einem durchschnittlichen Alter von 40,9 Jahren bringt die Liste nicht nur die Stimme der jungen Generation, sondern auch die Erfahrung älterer Mitglieder mit sich.

„Unsere Liste repräsentiert die Zukunft unserer Stadt“, sagt Mete Ünal, Vorsitzender des SPD Ortsvereins. „Wir sind stolz darauf, die Menschen zu präsentieren, die nicht nur die Vielfalt unserer Gemeinschaft widerspiegeln, sondern auch die Herausforderungen und Chancen unserer Zeit verstehen und angehen wollen.“, sagt die Vorsitzende Henrieke Knust aus Sumpfohren.

Benjamin Martin, Alexander Buttler, Reinhard Isak, Julia Lehmann, Diana Hornung, Sasa Hustic, Axel Kasprzak, Kerstin Skodell, Marko Wolf, Birgit Nolting, Dr. Antje Breitsprecher, Marica Schaulies, Mete Ünal, Maximilian Vogel, Christine Harms-Höfler, Lisa Münzer

Die Kandidatinnen und Kandidaten auf der SPD Liste setzen sich für Themen wie Bildung, soziale Gerechtigkeit, Umweltschutz und wirtschaftliche Entwicklung ein. „Wir setzen uns außerdem für den Ausbau der Kinderbetreuung ein. Besonderen Fokus legen wir dabei auf die Erweiterung der U3 Betreuung. Klare Bedingung: Kitas gebührenfrei und gut erreichbar zu machen.“, so Julia Lehmann (Listenplatz 3).

Überdies wollen die Sozialdemokraten die Gesundheitsvorsorge für Jung und Alt stärken. „Deswegen ist es wichtig Anreize für die Ansiedlung von mehr Hausärzten in Hüfingen zu setzen und mit den Entscheidern auf Landesebene ins Gespräch zu gehen. Den Alltag von Seniorinnen und Senioren möchten wir damit unterstützen, indem in Hüfingen ein Mehrgenerationenhaus mit integrierter Tagespflege und Kindergarten geschaffen wird.“, sagen Benjamin Martin und Diana Hornung aus Hausen vor Wald.

„Auch das Wohnen wird bei uns in der Region stetig teurer. Mit sozialem Wohungsbau möchten wir den Markt entzerren und finanziell Schwächeren bezahlbaren Wohnraum bieten.“, das möchte Maximilian Vogel aus Behla.

Für die Zukunft möchten die Hüfinger Sozialdemokraten ein umfassendes Verkehrskonzept voranbringen. „Wir denken nicht von Projekt zu Projekt, sondern erarbeiten einen Ansatz, der verschiedene Formen der Mobilität und eine langfristige Stadtentwicklung miteinschließt.“, so Alexander Buttler (Listenplatz 4).

Die Weiterentwicklung des Nahwärmenetzes und anderer Formen regenerativer Energiegewinnung darf nicht weiter stillstehen. „Mit dem Ausbau erneuerbarer Energien gewährleisten wir kostengünstige und klimafreundliche Energie auch für künftige Generationen.“, so Lisa Münzer (Listenplatz 9)

„Wir stärken Hüfingen als Wirtschaftsstandort. Dazu braucht es Verlässlichkeit. Indem wir gezielt in unsere Infrastruktur investieren und als zuverlässiger Ansprechpartner dienen, unterstützen wir gezielt heimische Unternehmen und ihre Vorhaben.“, so Sasa Hustic (Listenplatz 8)

„Eine Stadt mit Wohlfühlcharakter ist unabdingbar mit Kunst, Kultur und Tourismus verbunden. Indem wir öffentliche Einrichtungen wie Schulen und Museen sinnvoll stärken, stärken wir gleichzeitig unser Gemeinwesen und sichern die Attraktivität unserer Stadt.“, sagt Birgit Nolting (Listenplatz 5).

„Öffentliche Einrichtungen wie das Aquari bilden einen Teil moderner Gesundheitsvorsorge. Künftige Generationen sollen nicht am Riedsee das Schwimmen erlernen müssen. Wir haben innovative Ideen, mit denen es uns gelingt auch weiterhin ein kostengünstiges Hallenbad für alle zu erhalten.“, das liegt Dr. Antje Breitsprecher (Listenplatz 11) am Herzen.

Maximilian Vogel, Norbert Tost, Marica Schaulies, Dr. Antje Breisprecher, Birgit Nolting
Mete Ünal Vorsitzender, Oliver Freischlader als Vertreter für den Kreisvorstand, Kerstin Skodell Fraktionssprecherin

Kerstin Skodell auf Platz eins

Ferner möchte Fraktionssprecherin Kerstin Skodell unter der Prämisse „Fortschritt braucht Gerechtigkeit“ betonen: „Die SPD in Hüfingen entscheidet seit Jahrzehnten ohne Fraktionszwang. Die Gemeinderäte der SPD Fraktion entscheiden nach den Grundwerten Gleichheit, Gerechtigkeit und Solidarität nach Hüfinger sachlichen Bedürfnissen. So waren wir und wollen wir auch in Zukunft Garanten dafür sein, dass sich für Familien, für Jugendliche, für Senioren weiter gut nach vorne entwickeln kann.

Reinhard Isak übernimmt freiwillig den letzten Platz

Das Feld den jungen Menschen überlassen möchte Gemeinderat und ehemaliger Fraktionssprecher Reinhard Isak: „Nur eine gute Mischung, einmal durch alle Gesellschaftsschichten, durch Frauen und Männer, mit Alten und Jungen, schafft ein Beratungsklima in dem letztlich die vielen verschiedenen Interessen zu einem harmonischen Ausgleich gebracht werden können. Dafür möchte ich mich weiter einsetzen und als langjähriger Gemeinderat mitgestalten.“

Für ihn sind neben den harten wirtschaftlichen Eckpunkten der Kommune auch die oft vernachlässigten „weichen Standortfaktoren“ wichtig. Ohne diese sei für Isak eine gedeihliche Entwicklung für Hüfingen nicht denkbar.

Die SPD ruft nun die Bürgerinnen und Bürger dazu auf, sich aktiv an der kommenden Kommunalwahl zu beteiligen und ihre Stimme für eine bunte, junge und vielfältige Zukunft abzugeben.

Lisa Münzer, Maximilian Vogel, Christine Harms-Höfler, Marica Schaulies, Mete Ünal, Dr. Antje Breisprecher, Marko Wolf, Birgit Nolting, Axel Kasprzak, Kerstin Skodell, Diana Hornung, Sasa Hustic, Reinhard Isak, Julia Lehmann, Benjamin Martin, Alexander Buttler

Sie alle wollen in und für Hüfingen etwas bewegen:

1. Kerstin Skodell (Podologin B.Sc.), 2. Mete Ünal (Rettungssanitäter, Jurastudent), 3. Julia Lehmann (Sozialarbeiterin in Maria Hof ), 4. Alexander Buttler (Fachpfleger Intensiv & Anästhesie, Teamleiter), 5. Birgit Nolting (Lehrerin an der Lucian Reich Schule), 6. Miguel Quilamba (Maler und Lackierer), 7. Maria Rosshardt (Einzelhandelskauffrau), 8. Sasa Hustic (Diplom Sozialpädagoge B.A.), 9. Lisa Münzer (Floristin in Ausbildung), 10. Axel Kasprzak (Erste-Hilfe Ausbilder), 11. Dr. Antje Breitsprecher (Diplom Biologin), 12. Reinhard Isak (Heimleiter i.R.); Für Behla: 1. Maximilian Vogel (Zimmermann in Ausbildung), 2. Marica Schaulies (Einzelhandelskauffrau); Für Hausen vor Wald: 1. Benjamin Martin (Elektroinstallateur und Fertigungsleiter), 2. Diana Hornung (Werkzeugmechanikerin); Für Mundelfingen: 1. Christine Harms-Höfler (Dipl. Verwaltungswissenschaftlerin), 2. Marko Wolf (Betriebswirt); Für Sumpfohren: Henrieke Knust (Medizinstudentin)

Haushaltsrede 2024 der SPD-Fraktion

21. Dezember 2023 SPD Fraktionsvorsitzende Kerstin Skodell

Sehr geehrter Herr Bürgermeister Michael Kollmeier
Sehr geehrte Herren Amtsleiter
Liebe Kolleginnen und Kollegen,

Hüfingen hat Potential – das müssen wir nutzen

In Zeiten, in denen die globale Situation maßgeblichen Einfluss auf unsere lokale Entwicklung nimmt, stehen wir vor einer Vielzahl von Herausforderungen. Unsicherheiten auf nationaler und internationaler Ebene beeinflussen unmittelbar die Finanzentwicklung unsere Stadt. Angesichts dieser Dynamik ist es von entscheidender Bedeutung, die Potenziale unserer Stadt zu erkennen und zu nutzen, um stabile Zukunftsperspektiven zu schaffen.

Hüfingen glänzt seit Jahrzehnten mit zahlreichen Potenzialen – sei es finanziell, im Energiesektor oder durch eine leistungsfähige Infrastruktur. Die Gemeinde wird von engagierten Bürgern und Bürgerinnen getragen, die ein starkes Interesse an der Entwicklung ihrer Stadt zeigen. Gemeinderäte*innen stehen bereit, um aktiv an der Gestaltung mitzuwirken. Jedoch scheint in den letzten Jahren der Schlüsselakteur zu fehlen. Wir sehen in den letzten sieben Jahren diese Potenziale zu wenig genutzt. 

Bei den freiwilligen Aufgaben wird die Stellschraube unserer Meinung bezüglich von Sparmaßnahmen in die falsche Richtung gedreht. Eine Stadt wie Hüfingen, mit finanziellem Potential, muss es sich leisten können auch defizitäre Bereiche zu unterhalten, damit die Attraktivität Hüfingens nicht sukzessive verloren geht. 

Zum Haushalt

Im Kreisrat haben wir am Montag mehrheitlich beschlossen, die Kreisumlage nicht um 1 Punkt zu erhöhen. Somit hat sich das Gesamtergebnis nochmals positiv verändert.

Mit einem Gesamtergebnis im Haushalt von 268 T€, sieht es somit im Haushaltplan noch erträglich aus.  Allerdings stellen wir einen ständigen Rückgang unserer Rücklagen fest. Wir müssen die netto Abschreibungen von 2,4 Mio. Euro erwirtschaften. Deswegen müssen die leicht gesunkenen Steuereinnahmen, insbesondere der Gewerbesteuer und vor allem die steigenden Personalkosten besonders im Auge behalten werden.

Beginnen wir mit den Personalaufwendungen:

Vertrauen zeigen und bestärken, den Mitarbeitern Raum geben, um die Arbeiten eigenverantwortlich zu gestalten und fertigzustellen. Das funktioniert nur, wenn der Kopf klare Rahmenbedingungen schafft. Gerade in Zeiten der Personalknappheit ist dieser Aspekt oft wertvoller als das Gehalt.

Eine Überprüfung der Personalstellen in der Kämmerei und im Hauptamt, sollte neutral von Fachleuten durchgeführt werden. Insbesondere auch die geplante Pressestelle ist in Frage zu stellen. Hier stellen wir uns die Frage: Ist eine Pressestelle bei einem, in Vollzeit beschäftigten Hauptamtsleiter, in einer Stadt wie Hüfingen mit knapp 8000 Einwohner notwendig? Welche konkreten Aufgaben werden von dieser Stelle erwartet? Und: warum bearbeitet nicht der Bürgermeister Kommunikation nach außen?

Dieselbe Frage stellen wir uns bei den zusätzlichen Stellen in der Kämmerei: Stellvertretung des Kämmerers 100 % . Wer hat diese Aufgaben bisher ausgeführt? Warum ist diese Stelle plötzlich so notwendig? Welche zusätzlichen Aufgaben sind hinzugekommen? 

Unsere Fraktion hat schon im Zuge des HH-Plan 23 einen Antrag auf eine neutrale Bewertung der Stelle mit den einzelnen Aufgabenfeldern und deren Verteilung auf die Mitarbeiter*innen in der Kämmerei, gestellt. Diese haben wir bisher nicht erhalten.

Herr Bürgermeister, haben Sie die Stellenwünsche, als Chef der Verwaltung, mal hinterfragt oder objektiv und neutral berechnen lassen? Etwa von der Gemeindeprüfungsanstalt? 
Das Hauptamt ist erst seit kurzem neu besetzt und soll schon mit einer zusätzlichen, noch nie vorhandenen Stelle in Hüfingen erweitert werden. In welchem Betrieb bekommt ein recht neuer Mitarbeiter gleich eine zusätzliche Stelle? 

Wir sehen bei dem Zahlungsmittelüberschuss von 2,4 Mio. Euro und ein Investitionsvolumen von 7,5 Mio. Euro, allerdings im Bauamt eine dringendere Notwendigkeit für zusätzliches Personal.

Die SPD-Fraktion stellt den Antrag eine Stellenbewertung aller Ämter über die Gemeindeprüfungsanstalt erarbeiten zu lassen, damit der Gemeinderat eine neutrale Entscheidungsgrundlage für weitere oder neue Personalstellen hat.

Zu den Investitionen:

Die Investitionen für den Umbau des Bauhofes sind unseres Erachtens auch im Bereich der Personalgewinnung zu sehen. Gute Arbeitsbedingen und ein angenehmes Arbeitsumfeld haben unsere Bauhofmitarbeiterinnen und Mitarbeiter schon längst verdient.
Ob es der richtige Weg ist, wie von der Verwaltung vorgeschlagen, die Investitionen für unsere Stadt herunterzufahren sehen wir fraglich. 
Wir wissen alle, dass dieses Investitionsvolumen im Jahr 2024 nicht zu schaffen ist. Ein aufgeblasener HH mit Investitionen, die nicht vollzogen werden können, hinterlässt am Ende die Liquidität in ein schlechtes Licht rücken. Oder ist da wie so Vieles ihrem bereits angelaufenen Wahlkampf zuzuschreiben.

In der Zukunft werden wir uns neuen Herausforderungen stellen müssen. Aktuell haben eine kleine Rezession, die sich spätestens in 2 Jahren haushaltstechnisch zeigen wird. Das wird den Gemeinderat vor neue Entscheidungen stellen. Jetzt schon in Schockstarre zu verharren und nicht zu investieren, sehen wir nicht für richtig an. Wir sollten uns müssen, wie bereits gesagt, unsere Potentiale nutzen.

Herr Bürgermeister, sie haben im Vorbericht zu den Investitionen, Punkt 3 ganze zwei Sätze für unsere Kindertagesstätten übrig.
Hier kann man ihre Prioritäten ablesen. Kinder haben für sie wenig Potential.
Wir sehen das anders: Kinder sind unsere Zukunft! Hinter den Kindern stehen Eltern, die arbeiten und Steuern zahlen, die Wachstum für Hüfingen garantieren, mit dem auch eine Kommune wie Hüfingen haushalten darf. 

Der Kita Umbau in Mundelfingen war und ist unbedingt notwendig und schafft weitere Plätze. Die räumlichen Bedingungen und die sanitären Anlagen waren für einen Kitaablauf grenzwertig. Dazu stehen wir ohne Wenn und Aber!

Die Entscheidung im Gemeinderat für den Naturkindergarten „Wiesenkinder“ sehen wir als eine Zeitenwende in Hüfingen im Bereich des Kita Angebot. Danke an die unermüdliche Arbeit und die Kraft der initiativen Eltern, sich nicht von der anfänglichen Gegenwehr der Verwaltungsspitze von ihrem Vorhaben abbringen zu lassen.

Die schon vorher umstrittene Kita Ziegeleschle, ist im gesamten Gemeinderat durch die überteuerten Baukosten von 6,2 Mio. auf Gegenwehr gestoßen. 
Eine Lösung für dringend benötigte Kitaplätze in der Kernstadt und eine Verbesserung der Personalräume in der Kita St. Verena, hat für die SPD Fraktion weiterhin höchste Priorität und hätte schon längst gelöst sein können.

Diese Situation haben allein sie, Herr Bürgermeister, zu verantworten. Denn:

  1. Die über Monate verzögerte Abstimmung zur Saunaschließung ja-nein, führte zu unnötigen Diskussionen und hemmte die Entwicklung in der Suche eines neues Kita-Standortes.
  2. Nach dem überteuerten Bauvorhabenstopp Kita Ziegeleschle, hätten wir eine Sondersitzung erwartet, ausschließlich zu diesem Thema.
  3. Der Gemeinderat hatte keine Gestaltungsmöglichkeiten, es gab nur ihren Verwaltungsvorschlag- Kita in der Sauna. Auf Kosten der Kinder wollten sie von hinten durch die Brust die Sauna schließen. Einer Kita in diesen Räumen hätten wir auch nicht zugestimmt, wenn die Saunaabstimmung anders ausgefallen wäre.  

Solche Vorhaben können nur mit und nicht gegen den Gemeinderat umgesetzt werden. Mit dem Kopf durch die Wand funktioniert mit einem aktiven und gestaltungsfreudigen Gemeinderat nicht. Wir fordern in diesem Zusammenhang eine Kostenaufstellung der Bauvorentwürfe, Berechnungen usw.  dieses Alleinganges „Kita in der Sauna“ offenzulegen. 

Nun heißt es nach vorne schauen und gemeinsam eine schnellstmögliche Lösung erarbeiten. Wir sind für die Sitzung im Januar gut vorbereitet und werden gerne zu einer guten Lösung beitragen. Eine feste Containerlösung, an einem geeigneten Standort favorisieren wir als SPD-Fraktion. Geeignete Standorte gibt es.

Im Bereich der Schulen stehen im Jahr 2024 keine großen Investitionen an. Zu den Spielgeräten auf dem Schulhof der Schellenberger Schule in Mundelfingen, stellen wir einen Antrag auf Sperrvermerk:

„Die Haushaltsmittel dürfen erst bewirtschaftet werden, wenn die Planung mit den Nutzern, Ortschaftsrat und Gemeinderat abgestimmt ist. Die Vergabe erfolgt im Gemeinderat.

Zur Energie

Die Energiewende wird in Hüfingen seit Jahrzehnten schon sehr  erst genommen und umgesetzt. Stetige Weiterentwicklung und Investitionen verlangen den Kommunen viel ab. Nicht nur finanziell, sondern auch vorausschauende und innovative Umsetzung von regenerativen Energiequellen. Wir sind mit der Erweiterung einer zusätzlichen Hackschnitzelheizung auf einem guten Weg, sollten aber nicht nur in eine Richtung investieren, sondern die Ressourcen zur regenerativen Energiegewinnung weit streuen. Die SPD-Fraktion unterstützt die Investitionen in diesem Bereich vollumfänglich.

In diesem Zuge seien auch die Investitionen der Neubaugebiete in den Ortsteilen genannt. Diese Projekte sind mindestens zwei Jahre zu spät angegangen worden. Herr Bürgermeister, sie hätten gut daran getan, den Forderungen des Gemeinderates und den Ortsverwaltungen früher nachzukommen. Die Zeit des Baubooms ist nun erstmal vorbei. Diese Investitionen muss die Stadt Hüfingen nun lange vor sich her tragen. Wir bezweifeln die Vorlage im HH-Plan, dass in den Ortsteilen 3-4 Bauplätze in 2024 verkauft werden.

Zukunftsentwicklung  

Nachdem sich wieder Türen beim Grundstück Friedenstraße öffnen, fordern wir das Thema Mehrgenerationenhaus mit Wohnungen einer Tagespflege für unsere Seniorinnen und Senioren und evtl. einer integrierten Kita für unsere Kleinsten im Bereich der Friedenstraße, auf Basis einer Machbarkeitsstudie, schnellstmöglich im Gemeinderat zu debattieren.

Die Erstellung des Haushaltsplans obliegt Ihnen Herr Bürgermeister, sowie dem Kämmerer und ist zeitaufwendig. Herzlichen Dank Herr Binninger, Ich möchte mich persönlich bei ihnen bedanken für ihre hilfreiche Unterstützung bei den vielen Anfragen meinerseits im vergangenen Jahr.
Das Hauptamt ist mit ihnen Herr Lafera auf neuen Wegen, wir sind gespannt auf die Veränderungen und wir hoffen auf Effektivität und nicht auf mehr Personal.
Herr Bauamtsleiter Mayer, auch ihnen danke für ihren umtriebigen Einsatz und die Unterstützung bei allen Fragen bezüglich der vielseitigen Bauprojekte.
Weiter gilt unser Dank allen unseren Stadtbediensteten, die täglich ihr Bestes geben.

Wir stimmen dem Haushalt 2024 unter Berücksichtigung der geforderten Anträge zu.

Ihnen, liebe Kolleginnen und Kollegen im Gemeinderat danke ich im Namen der SPD-Fraktion für die gute Zusammenarbeit und wünschen allen Fraktionen für die Kommunalwahl 2024 viele gute motivierte Kandidatinnen und Kandidaten, damit wir gemeinsam Hüfingen künftig in lebendigen und hoffentlich fairen Gemeinderatsitzungen für ihre Bürgerinnen und Bürger gestalten können.

Kindergarten in der Sauna ist keine brauchbare Lösung 

Die SPD-Fraktion kämpft für schnelle und gute Kindergartenplätze 

Das Gesundheits- und Freizeitangebot Hallenbad muss mit Sauna erhalten bleiben !

Die SPD-Fraktion setzt sich vehement für die schnelle Schaffung von Kindergartenplätzen ein. „Sie in die Sauna im Hallenbad einzubauen ist weder vernünftig noch tragbar“, sagt die Fraktionsvorsitzende Kerstin Skodell. Die vom Bürgermeister angeleierte Diskussion die Sauna zu einem Kindergarten umzubauen ist eine ungeeignete Lösung. Einer solcher Umbau schaffe frühestens im Jahr 2025 KiTa Plätze und schwächt außerdem das Gesundheits- und Freizeitangebot der Stadt durch die fehlende Sauna erheblich. 

„Die Schließung der Sauna ist keine akzeptable Lösung“, betont die SPD-Fraktion mit Nachdruck. Dies sein nicht nur der Verlust einer wichtigen Gesundheitseinrichtung für die Bürgerinnen und Bürger, sondern auch keine brauchbare Lösung für das drängende Problem des Kindergartenplatzmangels. Die SPD-Fraktion schlägt deshalb vor temporäre Pavillons als Übergangslösung zu nutzen, um dann in Ruhe einen geeigneten Standort zu suchen, um einen weiteren Kindergarten zu planen und zu bauen. 

Für solche Übergangspavillons gäbe es durchaus geeignete Standorte. Unter anderem im Wohngebiet auf Hohen oder in der Friedenstraße gegenüber der KITA St. Verena. 

Diese oder weitere Vorschläge sollen sicherstellen, dass alle Kinder in Hüfingen schnellstmöglich Zugang zu qualitativ angemessenen Kindertagesstätten erhalten, ohne erst irgendwann 2025 in den Umbau der Sauna im Hallenbad einziehen zu können. 

Die SPD-Fraktion meint hier müsse man weg kommen von Saunaschnellschüssen und ruft zu einer umfassenden Diskussion und Bürgerbeteiligung auf. „Wir sind offen für tragfähige Vorschläge und Lösungen“ sagt die Fraktionsvorsitzende Kerstin Skodell. 

Ein Abend im Museum mit der SPD

Dies stand in der Einladung:

Die SPD-Hüfingen lädt herzlich zu einer Feierstunde ein, die am Do., 14.09. um 19 Uhr zu Ehren unseres längjährigen Bürgermeister a.D. Anton Knapp stattfindet. Die Veranstaltung wird im Hüfinger Stadtmuseum abgehalten.
Diese Feierstunde ist eine Gelegenheit, um Antons 50 Jahre Mitgliedschaft in der SPD zu feiern und gemeinsam schöne Momente zu teilen.
Wir wollen auch die Gelegenheit bieten, uns mit den anderen OVs der Südbaar auszutauschen, und den ein oder anderen Bericht aus Berlin von unserem MdB Derya Türk-Nachbaur mit Spannung zu erwarten.
Außerdem werden unser Landrat Sven Hinterseh und Kreisrat Nicola Schurr sprechen. Die Ehrung wird letztlich durch den baden-württembergischen Innenminister a.D. Reinhold Gall durchgeführt.

Ich war unter anderem gespannt auf den Bericht aus Berlin und bin hin.

Die Rede von Derya Türk-Nachbaur habe ich aufgenommen und möchte sie hier jedem zur Verfügung stellen. Die Qualität ist jetzt nicht die allerbeste, aber ich finde man kann es ganz gut verstehen, wenn man den Ton laut macht.

Rede von Derya Türk-Nachbaur

Danach gab es die Reden vom Landrat und von Nicola Schnurr und dann bekam Anton Knapp vom Innenminister a.D. Reinhold Gall eine Ehrennadel für 50 Jahre SPD.

Kreisrat Nicola Schnurr
Landrat Sven Hinterseh
Innenminister a.D. Reinhold Gall
Mete Ünal, Derya Türk-Nachbaur, Reinhold Gall, Anton Knapp, Kerstin Skodell, Nicola Schnurr, Hernrieke Knust und Sven Hinterseh.

Nach der Ehrung von Anton Knapp habe ich die Vorsitzenden der SPD Hüfingen Henrieke Knust und Mete Ünal gefragt was sie vom Bürgerdialog halten

Hier die Antworten:

Meinung von Henrieke Knust zum Bürgerdialog
Meinung von Mete Ünal zum Bürgerdialog

Waldkindergarten „Wiesenkinder“ für Hüfingen

Die pädagogische Ausrichtung der Hüfinger Kindergärten folgt ausschließlich patriarchalen Richtlinien unter konfessioneller (5 Katholische, 1 evangelische) Trägerschaft und orientiert sich demnach an der klassischen Elementarpädagogik.

Deshalb haben letztes Jahr einige betroffene Hüfinger Eltern einen Verein gegründet, der mit einer naturnahen pädagogischen Einrichtung eine Alternative zu den bestehenden Kinderbetreuungseinrichtungen bieten soll. Der DRK Kreisverband Donaueschingen e.V. konnte von den Zielen des Vereins überzeugt werden und übernahm Ende 2022 in Kooperation die Trägerschaft.

Der Kindergarten ist als Ergänzung zu den bestehenden Kinderbetreuungseinrichtungen in Hüfingen zu sehen und wird keine Konkurrenz zum geplanten katholischen Aufbewahrungshort im neuen Gewerbegebiet werden!

Da der momentan herrschende Bm anscheinend eine Gefahr in einem freien, naturpädagogischen Konzept sieht, und Überparteilichkeit und Neutralität des Roten Kreuzes nicht die Werte seiner hiesigen CDU widerspiegeln, will der Bm die ehrenamtlichen Eltern unbedingt mit allen Mitteln ausbremsen.

Als Argument muss Geld dienen – was natürlich auch ein Naturkindergarten kostet. Ich will an dieser Stelle aber anführen, dass ein Bauwagen mit allerhöchstens 300.000 Euro dem Neubau im Ziegeleschle mit 4-5 Mio. entgegensteht. Mit dem Geld des Neubaus könnte man locker mindestens 15 Naturkindergärten bauen; was allerdings durchaus Unfug wäre. Aber die Frage warum die CDU das Geld der Stadt so großzügig in patriarchale Projekte verschwendet und an anderer Stellte angeblich kein Geld hat, darf ich durchaus stellen.

Aus diesen Gründen haben die – SPD und Bürgerforum/ Die Grünen – Fraktionen im Februar einen Antrag gestellt, den Verein Wiesenkinder e.V. in die Bedarfsplanung der Stadt Hüfingen aufzunehmen.

In der Stadtratsitzung heute am 30. März 2023 wurde der Antrag angenommen, nur der CDU Fraktionssprecher war dagegen.

Der Verein Wiesenkinder e.V. wird mit dem Träger DRK in die Bedarfsplanung 2024 der Stadt Hüfingen aufgenommen.

Haushaltsrede 2023 der SPD Fraktion

20. Dezember 2022 SPD Fraktionsvorsitzende Kerstin Skodell

Sehr geehrter Herr Bürgermeister Michael Kollmeier
Sehr geehrte Herren Amtsleiter
Liebe  Kolleginnen und Kollegen,

In jeder Krise liegen auch Chancen! 

Ja, wird haben eine weitere Krise zu bewältigen. Die Corona Pandemie ist noch nicht überwunden, da wird durch den Angriffskrieg Russland`s gegen die Ukraine eine Zeitenwende hervorgerufen. Ein Krieg in Europa und die davon ausgelöste Energiekrise und Inflation verändert das Leben der Menschen, auch hier in Hüfingen, gewaltig.

Unsicherheit und Perspektivlosigkeit lösen Ängste aus. Es ist neben der Regierung auch unsere Aufgabe als kommunales Organ den Menschen Zuversicht zu vermitteln und Projekte auf den Weg zu bringen die zeigen, das wir an die Zukunft glauben. Innovative energetische Projekte, um den jungen Menschen zu vermitteln, dass wir uns um ihre Zukunft kümmern. Soziale Einrichtungen auch für unsere älteren Bürgerinnen und Bürger. Familienfreundliche Bildung und Betreuung, für Kinder und Jugendliche in ausreichendem Maße schaffen, und dem heutigen Standard anpassen. 

Wir können uns das in Hüfingen leisten, wenn sie es wollen Herr Bürgermeister.

Denn wir können, aufgrund unseres guten langjährig erwirtschafteten Finanzpolster, weiterhin mit einer guten finanzielle Ausstattung in Hüfingen in die Zukunft planen. Die SPD Fraktion sieht auch  Chancen für Hüfingen in dieser Krise. Wir müssen sie nur nutzen.

Der Priester der St. PiusX Bruderschaft, Franz Schmidberger sagt „Jeder Krise kann man nur mit absoluter Ehrlichkeit entgegentreten.“ 

Seit Jahren wird uns jedes Jahr schwarzgemalt, wie sich unsere Finanzen negativ verändern. Das  muss mit klaren und wahren Zahlen dargelegt werden.  Auch für 2023 sollen erneut die freiwilligen Aufgaben, die das Leben in Hüfingen so lebenswert machen, auf den Prüfstand gestellt oder sogar geschlossen werden. Anstatt mit Mut und innovativen Ideen unsere Stadt weiterzuentwickeln und auch mal gegen den Strom zu schwimmen, wird unseren Bürgerinnen und Bürgern immer wieder vermittelt, das ausschließlich die Muss-Aufgaben in Hüfingen angegangen werden sollen.

Ein Mehrgenerationenhaus wird schon seit Jahren gefordert, eine Tagespflege für unsere betagten Seniorinnen und Senioren. Das Schwimmbad, zu großen Teilen mit regenerativer Energie betrieben, wird durch die Schließung des Außenbeckens unattraktiv gemacht. Die Sauna soll ganz geschlossen werden. Zu was führt das? Hüfingen verliert zunehmend seinen Wohlfühlcharakter. 

Herr Bürgermeister, im Sommer haben sie stolz die 8000 Grenze an Einwohner gefeiert. Das diese Zahl durch unsere geflüchteten Menschen so schnell gestiegen ist, wurde nicht von ihnen vermittelt.

Bleiben wir gleich bei dem Thema. Es ist auffällig, dass die Stadt Hüfingen alle städtischen Wohnungen räumen und monatelang sogar jahrelang frei stehen lässt. Das sind Einnahmen, die der Stadt fehlen. Bei Nachfrage wird immer auf die evtl. weiteren ankommenden geflüchteten Menschen hingewiesen.  Es gab bisher immer Lösungen, um unseren geflüchteten Menschen zu helfen.  2015 und auch in diesem Jahr. Fast alle ukrainischen Menschen sind durch private Initiativen, unserer Hüfinger Bürgerinnen und Bürger, empfangen worden und untergekommen.

Was soll also diese Strategie? Städtischen Wohnungen leer stehen zu lassen ist nicht wirtschaftlich.

Kommen wir zu den konkreten Zahlen:

Für das Jahr 2023 sind Investitionen in Höhe von rund 10,5 Millionen Euro veranschlagt. Das diese Investitionssumme in 2023 nicht umsetzbar ist, wird jedem hier im Raum klar sein. Das schaffen unsere Mitarbeiter*innen nicht.

Ein aufgeblasener HH mit Investitionen, die nicht vollzogen werden können, lässt am Ende die Liquidität in ein schlechtes Licht rücken. 

Wenn alle im HH-Plan 2023 veranschlagte Maßnahmen umgesetzt werden, würde die Liquidität für 2023 bei 94 T€ liegen und ein Ergebnisüberschuss von gut 80 T€ ausweisen. 

Wir haben im der HH-Planberatungen am Gesamtergebnishaushaltes schon einige unrealistische Maßnahmen geschoben, dafür wiederum für uns als SPD Fraktion wichtige Maßnahmen erkämpft. Auf die werde ich in meinem Ausführungen noch eingehen. 

Wir können mit rund 9,5 Mio. Steuer- und Zuweisungen für 2023 rechen. Die notwendigen Erhöhung des Kreisumlage-Hebesatzes auf 30,5 %, führt nicht dazu, dass die Zahlen schlechter aussehen. Wir haben 800 T€ mehr Steuer und Zuweisungen als in 2022. Ausschlaggebend dafür sind insbesondere die höheren Schlüsselzuweisungen, die einer steuerschwachen Gemeinde wie Hüfingen zugeführt werden und die Verbesserungen bei Einkommen- und Umsatzsteueranteil.

Wenn auch nur leicht – die Zinserträge steigen wieder. Für Hüfingen eine gute Entwicklung. Schon vor vielen Jahren wurden mit einer geordneten Finanzpolitik hohe Rücklagen geschaffen, die uns nun wieder zunächst kleinere Zinserträge einspielen, wie die für 2023 geplanten 200 T€.

Wegen der vor Jahren eingeleiteten Finanzpolitik brauchen wir auch in 2023 keine Schulden aufnehmen, auch das konnten wir in den Vorberatungen abwenden. Das hätte auch nicht der HH- Wahrheit und Klarheit  entsprochen, sondern nur das Ergebnis schlechter aussehen lassen.

Den Personalstand müssen wir genau im Blick behalten. Natürlich sind die tarifbedingten Steigerungen eine wichtige Notwendigkeit. Bei den Zulagen jedoch sollten finanziellen Anreize gezielt eingesetzt werden. Für die Mitarbeiter*innen sind neben dem Einkommen, auch klare Personalstrukturen und Zieldefinitionen aus der Chefetage wichtig. Jede gute Firma hat ein Leitbild an dem sich Mitarbeiter und Kunden orientieren können. Wo finde ich das in Hüfingen? Es ist bekannt, dass Vieles oft wichtiger ist, für die Zufriedenheit der Mitarbeiter*innen, als höhere Löhne.

Wir  befürworten eine weitere Stelle im Bereich Digitalisierung. Hier dürfen wir nicht den Anschluss verlieren. Viele Gemeinden in unserer Größe, sind uns da schon weit voraus. 

Zum Antrag einer weiteren Stelle in der Kämmerei: Wir stellen den Antrag auf eine neutrale Bewertung der Stelle mit den einzelnen Aufgabenfeldern und deren Verteilung auf die Mitarbeiter*innen in der Kämmerei. 

Die SPD Fraktion wird zum heutigen Datum einer weiteren Stelle in der Kämmerei nicht zustimmen. Des Weiteren sei hier anzumerken, dass die Stelle schon im Südkurier ausgeschrieben war, obwohl der Gemeinderat noch keinen Beschluss gefasst hat. Wir haben bei den HH-Planbesprechungen, nachdem eine eigene ausgearbeitete Tischvorlage vom Kämmerer vorlag, darüber diskutiert und entschieden wird Anfang 2023 im Gemeinderat.

Nun zu den Investitionen für 2023

Ein neue Kita im Ziegeleschle ist auf den Weg gebracht, wir sehen den Standort als SPD Fraktion kritisch, da der Standort in einem eigeschränkten Gewerbegebiet liegt und verkehrstechnisch für die Kinder fußläufig schlecht zu erreichen ist. Bis im Baugebiet „Loretto“ die ersten Kinder diese Kita besuchen, wäre die Variante „Auf Hohen“, für die sich die SPD Fraktion schon lange stark gemacht hat, eine gut laufende und notwendige Kita gewesen. Jetzt müssen junge Familien vertröstet und die Kinder auf die Warteliste gesetzt werden. Wir brauchen jede Arbeitskraft. Junge Eltern mit eine guten Ausbildung, müssen daheim bleiben, weil es zu wenig u3 Kita Plätze in Hüfingen gibt. Das ist keine vorausschauende und zukunftsweisende Planung. 

Innovative Vorschläge werden als nicht umsetzbar abgelehnt, das Angebot mit einer neutralen Trägerschaft für Familien fehlt ganz.

Aus der Not heraus machen sich engagierte Eltern im Verein „Wiesenkinder“ stark, Kindern ein naturnahes Lernen in einem Waldkindergarten zu ermöglichen. Hier merken wir auch nochmals kritisch an, das die Ablehnung einer Trägerschaft nicht durch den Gemeinderat beschlossen wurde, sondern durch sie Herr Bürgermeister Kollmeier allein entschieden wurde. Ich darf sie daran erinnern, das der Gemeinderat das entscheidende Organ ist. Nur dank dem herausragenden Engagement dieser Familien, ist es ihnen gelungen einen verlässlichen Träger für ihr Vorhaben zu finden. 

Auch im Bereich Jugendarbeit geht es nicht vorwärts. Bei jeder SPD Anfrage, wird uns eine neue Version erzählt. Wir haben mit den jungen Menschen am Bahnhof gesprochen, dass ist nämlich zur Zeit ihr „Jugendtreff.“ Sie fühlen sich verlassen und vergessen. Das sind doch keine Perspektiven die ein Bürgermeister seinen jungen Bürgerinnen und Bürgern geben darf. 

Dank unseren zahlreichen Vereine, die für unsere Kinder und Jugendliche wertvolle Jugendarbeit leisten, sind viele junge Menschen intergiert. Aber eben nicht alle und genau diese Jugendlichen brauchen eine Anlaufstelle, wo sie verstanden und mitgenommen werden. Wenn die Verwaltung hier nicht tätig wird, sehen wir in den nächsten Jahren gravierende soziale Verschlechterungen.

Den jungen Menschen hilft auch keine Bürgerumfrage. Die Jugendlichen müssen abgeholt werden, wir müssen ihnen halt geben und das geht nur mit einer pädagogischen Fachkraft und einen Jugendraum. Wir fordern sie auch in diesem Jahr wieder auf, Mariahof bei der Stellensuche zu unterstützen. 

Bleiben wir gleich beim Bürgerdialog 2023. Nachdem im letzten Herbst ein Bürgerdialog mit einer umfassenden Bürgerumfrage stadtgefunden hat, mit denen wir jetzt mindesten 2 Jahre arbeiten können, soll nun im Herbst 2023 wiederum ein Bürgerdialog mit Treffpunkten in den Ortsteilen stattfinden. Diese Veranstaltung ist mit gut 30 T€ im HH eingestellt. Das haben wir als SPD Fraktion abgelehnt. Nicht weil wir die Bürger- und Bürgerinnen nicht anhören und mitnehmen wollen. Da sind wir die letzten, die dagegen wären. Wir sehen diese Veranstaltung, erst 1 Jahr nach einem kostspieligen und erkenntnisreichen Bürgerdialog, als nicht zielführend.

Unser Vorschlag war eine anderer: Jeder hier im Raum weiß, dass die Kommunalwahl 2024 und die Bürgermeisterwahl in der ersten Jahreshälfte 2024 stattfinden. Eine solcher Bürgerdialog hätte nach den Kommunalwahlen mit dem neuen Gemeinderat weit mehr Sinn gemacht.

Nun kann sich jeder seine eigenen Gedanken machen, ob die 30 T€ für eine Bürgerveranstaltung im Herbst 2023, neutral eingesetzt werden.

Wir kritisieren das auf `s Äußerte!!!

Kommen wir zur Energiewende

Das zentrale Thema Energiewende und der damit verbundenen Schaffung von regenerativen Energiequellen, ist in Hüfingen schon seit Jahrzehnten aktuell. Es ist in den letzten Jahren verschlafen worden und jetzt wo es brennt, da macht man sich endlich auf den Weg. Wir haben mit unserem Energie-Antrag 2020 auch nochmals einen Anstoß gegeben. Jetzt müssen wir in großen Schritten und erheblichen Investitionen in die Nahwärme, Solaranlagen und Holzhackschnitzelanlage investieren.  Die SPD Fraktion  wird  diese Vorhaben weiterhin unterstützen.

Weitere Entwicklung 

Gewerbegebiet Ziegeleschle, endlich ist es soweit. Viele Handwerksbetriebe warten schon seit Jahren auf diese wichtige Entwicklungsmöglichkeiten. Auch dürfen wir nicht stehenbleiben, weiteres Gelände zu kaufen oder zu halten. Wir können unseren Firmen, die industrielle Gewerke ausführen, keine Ausweichmöglichkeit bieten. Die Folge sind Abwanderungen und damit verbundene fehlende Steuereinnahmen für die Stadt.

Zur Einlage ins Eigenkapital der Stadtwerke. 

Wir haben in den Stadtwerken immer noch eine gute Eigenkapitalquote. Deswegen stellen wir den Antrag: „ Anstatt einer Kapitaleinlage sollen die anstehenden Investitionen mit einem Darlehen aus unseren Rücklagen finanziert werden. Damit hat unser Hoheitshaushalt auch noch sichere Zinserträge.

Für die FF-Feuerwehr Hüfingen ist ein LF 20 Fahrzeug bestellt worden, das ist wichtig und richtig. Richtig ist aber nicht, Herr Bürgermeister, dass die 540 T€ für das Fahrzeug in 2023 eingestellt sind, obwohl wir in den Vorberatungen über eine Verschiebung in 2024 abgestimmt haben. Ich beziehe mich auf meine Einleitung, dass entspricht nicht der HH-Wahrheit und Klarheit.  Wir stellen den Antrag:  „Die Summe von 540 € nicht in 2023 einzustellen, sondern in die Planung 2024.“ 

Dann sieht auch das Gesamtergebnis gleich anders aus.

Mit einem Zitat von John Fitzgerald Kennedy schließe ich meine HH-Rede:

Das Wort Krise setzt sich im Chinesischen aus zwei Schriftzeichen zusammen – das eine bedeutet Gefahr und das andere Gelegenheit.

Nutzen wir die Gelegenheit in der Krise – die Hüfinger Bürgerinnen und Bürger haben einen Anspruch darauf.

Wir stimmen dem Haushalt 2023 unter Berücksichtigung der drei geforderten Änderungen zu.

Die Erstellung des Haushaltsplan obliegt Ihnen Herr Bürgermeister, sowie Herr Binninger und ist sehr zeitaufwendig. Aber auch Gemeinderäte beschäftigen sich tagelang mit dem Jahreswerk. 

Heute gilt unser besonderer Dank unserem Hauptamtsleiter Herr Vetter, der sich im Januar in den vorzeitigen Ruhestand verabschiedet. Im Namen der SPD Fraktion möchten wir uns bei ihnen für den großen Einsatz zum Wohle der Stadt Hüfingen und der Ehrlichkeit und Loyalität unserer Fraktion gegenüber herzlich bedanken. 

Herr Bauamtsleiter Mayer, auch ihnen, danke für ihren stetigen Einsatz.

Der Dank gilt aber auch allen unseren Stadtbediensteten.

Ihnen, liebe Kolleginnen und Kollegen im Gemeinderat danke ich im Namen der SPD Fraktion für die Zusammenarbeit. Die Ereignisse in 2022 haben uns sehr  bewegt und hier und da zu neuen Sichtweisen geführt. 

Für die Zukunft bleiben sie gesund und behütet, damit wir weiterhin in lebendigen und fairen Gemeinderatsitzungen unsere Stadt für ihre Bürgerinnen und Bürger gestalten können.

Besuch beim SPD Kreisvorstand in Hüfingen

Am 16. November hat die SPD eingeladen unsere Bundestagsabgeordnete Derya Türk-Nachbaur im Il Mediterraneo zu treffen. Was lag also näher für mich, als dort mal vorbei zu schauen?

Es wurde besprochen, was ein Kreisvorstand so bespricht. Was mich aber besonders gefreut hat, war ein Plädoyer von Derya Türk-Nachbaur für ein genossenschaftlich geführtes Ärztehaus. Wie sehr vermissen wir Offenheit für solche Ideen in Hüfingen!

Im Anschluss durfte ich Henrieke Knust und Mete Ünal, die Vorsitzenden des SPD Ortsvereins Hüfingen, kennenlernen.

Mete Ünal, Henrieke Knust und Derya Türk-Nachbaur

Mete Ünal fände einen Jugendgemeinderat für eine sehr gute Idee. Auch in Hüfingen sollte man junge Menschen teilhaben lassen. Dies gehe nur über „Youth Empowerment“.

Henrieke Knust versteht nicht, warum für viel Geld ein neuer Kindergarten gebaut wird und man nicht auf viele kleine dezentrale Lösungen zurückgreift. In Mundelfingen wäre jetzt schon alles überbelegt. Die einzige Abhilfe würde ein Bauwagen machen und nicht ein großer Kindergarten irgendwann für Millionen im neuen Gewerbegebiet. Man wisse ja auch nicht, was in fünf Jahren sei. Warum würde hier so viel Geld ausgegeben und das total am Bedarf und dem Willen der Eltern vorbei? Man könnte jetzt eine schnelle ökologische Lösung haben.

Die Wiesenkinder werden auf jeden Fall von beiden unterstützt und man versteht gar nicht, warum die Stadt sich hier quer stellt.

Mete Ünal sprach dann noch die letzte Gemeinderatssitzung an und spannte den Bogen von den Kindergärten zu den 30.000,– Euro für einen Bürgerdialog im Herbst 2023 kurz vor den Wahlen.

Er ist verwundert, warum die Stadt den Kindergartenkindern von Hausen vor Wald nicht – wie versprochen – die Fahrtkosten bezahlt. Es wären momentan nur 7 Kinder und diese würden etwa 1.000 Euro im Jahr kosten. Hierfür sei anscheinend kein Geld da.

Aber 30.000,– Euro für einen versteckten Wahlkampf seien kein Problem. Warum arbeite man nicht zuerst die Anregungen des eben erst beendeten Bürgerdialoges ab? Warum werden Bürgerprojekte abgeschmettert?

Vielen Dank dem SPD Ortsverein für Eure Zeit!