Manchmal entstehen die schönsten Spaziergänge aus einem kleinen Widerspruch. Im Sommer 2021 machte ich mich auf den Weg, um das Aubächle von Mundelfingen bis zu seiner Mündung in die Wutach zu begleiten. Ausgelöst wurde die Wanderung durch die immer wiederholte Bezeichnung Hüfingens als „Donauquelland“. Dabei gerät leicht in Vergessenheit, dass ein Teil der Gemarkung über die Wutach und den Rhein zur Nordsee entwässert. Entstanden ist eine Entdeckungstour entlang eines fast unbekannten Baches – mit einem eindrucksvollen Gedenkstein, einem Wasserfall und einer der schönsten Mundarten der Baar.
Ausflugstipp: Folgt dem Aubächle bis zur Wutach und wandert von dort weiter zur Scheffellinde bei Achdorf. Die schmale, teils steile Schlucht mit ihrem rauschenden Bach gehört zu den stillen Schönheiten der Region. Während sich im Sommer viele Besucher durch die Wutach- oder Gauchachschlucht bewegen, genießt man hier die Natur meist ganz für sich allein.

Postkarte von 1903
Das Aubächle
1. Version war am 13. August 2021

Eingang zur Schlucht am Jokobsweg
Am Eingang der Schlucht erinnert ein Gedenkstein an ein tragisches Unglück und mahnt zugleich: Dieser Weg ist nichts für Ungeübte oder ungeeignetes Schuhwerk.
Schieler sind sie gsi und
guet enand wie Brieder
mit dem Traktor sind
sie i die Diefi gschdirzt
beid hond im Wasserfall
Gumpe
erren so früehne Dod
gfunde
Roland Feger 1972 – 1988
Michael Seng 1972 – 1988

Und zum Abschluss kommt der ultimative Beweis:
Das Aubächle fließt hinter der St.-Otmar-Kirche in Aselfingen in die Wutach!







Ich bin erstaunt, was die Natur in nächster Umgebung uns alles bietet. Es ist wohl so, dass unsere Augen und das Interesse oft erst durch andere Menschen geweckt werden muss.