Das Denkbuch war ursprünglich als Band der historischen Reihe der Stadt Hüfingen vorgesehen. Nun ist es hier erschienen – vollständig gesetzt, bebildert und für alle Interessierten zugänglich. Wer das Buch drucken möchte, kann die dafür erstellte PDF-Ausgabe in besserer Qualität gerne von mir erhalten.
Ein persönlicher Blick auf eine vergangene Welt
Lucian Reich veröffentlichte 1896 seine Erinnerungen unter dem Titel Blätter aus meinem Denkbuch. Er erzählt darin von seiner Familie, von Hüfingen und der Baar, von seiner Ausbildung und seinem künstlerischen Leben, von Freunden, Reisen und Begegnungen mit Menschen seiner Zeit.
Das Denkbuch verbindet persönliche Erinnerung mit Orts- und Kulturgeschichte. Reich schreibt dabei nicht nur über das, was er selbst erlebt hat, sondern hält auch vieles fest, was ihm aus der älteren Generation überliefert wurde. So entsteht ein ungewöhnlich anschauliches Bild des 19. Jahrhunderts in Hüfingen, auf der Baar und darüber hinaus.
Für die Online-Ausgabe ist der Text in sechs Abschnitte geteilt. Die Aufteilung folgt grob der zeitlichen Entwicklung des Buches und soll die umfangreiche Lektüre übersichtlicher machen.
Denkbuch von Lucian Reich 1750 bis 1813
1. Teil mit dem Hänslihof, Bad Dürrheim und der Geschichte der Großeltern und des Vaters Luzian Reich senior am Benediktionerkloster in Villingen.
Denkbuch von Lucian Reich 1813 bis 1830
2. Teil mit dem Bericht von Luzian Reich senior und die Anfänge der Zeichenschule in Hüfingen. Hans Kraut, Villingen, der römischen Altertümern und der Geschichte vom Rotrain und der Johannishütte, sowie des Galgens.
Denkbuch von Lucian Reich bis etwa 1833
3. Teil mit Herr Bürgermeister Burkhard, dem Nachtwächterbuch und Hohentwiel.
Denkbuch von Lucian Reich bis etwa 1836
4. Teil mit Frankfurt bei Onkel Schelble, der Cäcilienverein bis Felix Mendelssohn Bartholdy.
Denkbuch von Lucian Reich 1837 bis etwa 1860
5. Teil mit dem Haus Nober, dem weißlakierten Strohhut, der Fasnet in Villingen, Hüfingen und „Von einem närrischen Zweispänner an der Donauquelle„. Am Ende des Teils beim „Hebel-Schoppen“ in Hausen. Originalzeichnung von Luc. Reich in Rastatt. Die Gartenlaube, 1860.
Denkbuch von Lucian Reich 1860 bis 1868
6. und letzter Teil mit dem Schützenhaus, der jungen Donau als Kind im Schooße der Baar und der Festfeier des Cäcilien-Vereins bei Gelegenheit seines 50jährigen Jubiläums im Oktober 1868.