21. September 2026 von Thomas Kring
Mit Blütenstaub verbinden die meisten Menschen den Frühling. Warum aber ist unser Hof Mitte September gelb-grünlich gepudert? In der kurzen Filmsequenz sind die Mengen an Pollen gut zu erkennen.
Hat der extrem trockene Sommer unseren Nadelbaum durcheinander gebracht? Oder steckt etwas anderes dahinter?
Unsere heimischen Nadelbäume, Fichten, Tannen und Kiefern, blühen im Frühling und Frühsommer, also von März bis Juli. Es gibt aber Ausnahmen unter den Nadelgehölzen: Die Zedern! Diese blühen erst im Herbst (September bis November).
Und genau so ist es bei uns: Vor einigen Jahren wurde in unserem Hof eine Libanonzeder (Cedrus libani) gepflanzt.

Die männlichen Blütenzapfen erscheinen bereits im Juni und sind 3 cm bis 5 cm lang. Im August färben sie sich gelblich. Die weiblichen Blütenzapfen sind nur ca. 8 mm groß und bläulich-grün. Sie erscheinen erst im September.
Der Zeitpunkt der Pollenbildung im September/Oktober passt also für die Bestäubung. Nach der Bestäubung brauchen die Zapfen rund zwölf Monate zur Reife. Die reifen Zapfen sind harzig und 7 cm bis 11 cm groß.
Das natürlich Verbreitungsgebiet der Libanon-Zeder befindet sich im Libanon, in Syrien und der Türkei. Dort wächst sie Höhenlagen zwischen 800 und 2100 m.

Quellen (jeweils abgerufen am 21. September 2026)
www.schifferstadt.de/bauminformationen/libanonzeder
https://virtuelle-gaerten.uni-hohenheim.de
https://www.waldwissen.de//libanonzeder