Donnerstag ist Gemeinderatssitzung!

Hier geht es um die Gemeinderatssitzung am 22. Oktober 2026. Die Unterlagen gibt es hier: https://huefingen-sitzungsdienst.komm.one

Sitzung des Ausschusses für Umwelt und Technik 18:20 Uhr

45/2026 Umbau des Wohngebäudes, Dachgeschoss und Dachgaupen in Hausen vor Wald

Das bestehende Wohngebäude mit zwei Wohneinheiten wird umfassend umgebaut, erweitert und energetisch modernisiert. Wesentlicher Bestandteil der Maßnahme ist
der Umbau des Dachgeschosses. Die Dachneigung wird von bisher 32° auf 40° angepasst. Zur Verbesserung der Belichtung, Belüftung und Wohnqualität im Dachgeschoss werden zwei großflächige Dachgauben mit einer jeweiligen Breite von 7,0m, errichtet. Im Gebäude sind wie bisher zwei Wohneinheiten vorgesehen. 4 Stellplätze sind auf dem Grundstück vorhanden.
Das Vorhaben liegt innerhalb des rechtskräftigen Bebauungsplans „Schaafwasen, 1. Änderung“ in einem allgemeinen Wohngebiet.

46/2026 Errichtung Werbeanlage an der Gierhalde

Beantragt ist ein Werbemodul als innenbeleuchtetes Wandtransparent mit einer Breite von 4,81m und einer Höhe von 46 cm über dem Eingangsbereich der neuen DEVK- Geschäftsstelle. Werbeanlagen sind ab einer Größe von 1,0m² genehmigungspflichtig. Die weiteren beantragten Webeanlagen (Briefkasten + Schild mit Öffnungszeiten) sind daher verfahrensfrei möglich. Das Vorhaben liegt innerhalb des rechtskräftigen Bebauungsplans „Gierhalde“ in einem allgemeinen Wohngebiet. Befreiungen von den Festsetzungen des Bebauungsplans sind nicht beantragt.

Meine Meinung: Eine innenbeleuchtete Werbeanlage dieser Größe halte ich für unnötig. Sie verursacht zusätzliche Lichtbelastung, die gerade in einem allgemeinen Wohngebiet vermieden werden sollte. Nicht alles, was beleuchtet werden kann, muss auch beleuchtet werden.

47/2026 Nutzungsänderung Tonstudio in 2 Ferienwohnungen sowie den Neubau einer Doppelgarage in Sumpfohren

Das vorhandene Tonstudio innerhalb des Wohngebäudes soll dabei zu zwei kleinen Ferienwohnungen umgestaltet werden. Äußerliche Veränderungen sind dabei nicht vorgesehen. Nördlich des Bestandsgebäude ist eine Doppelgarage in den Abmessungen von 6,25m auf 6,65 m mit einem 7° geneigtem Pultdach, beantragt. Die Traufhöhe beträgt hier 4,05 m und die Firsthöhe 4,34m. Die Zufahrt erfolgt über die bestehende Hoffläche. Das Grundstück liegt innerhalb der Inneren Abgrenzung von Sumpfohren und ist daher gemäß § 34 BauGB (Bauen im Innenbereich) zu beurteilen.


Sitzung des Gemeinderates 18:30 Uhr

Öffentliche Sitzung des Gemeinderates 22. Oktober 2026

 


TOP 2 Bürgerfragestunde

Bürgerinnen und Bürger anwesend,


TOP 3 Bekanntgabe von Beschlüssen aus nichtöffentlichen Sitzungen


TOP 4 Zuschuss für den Kunstrasenplatz des FC Hüfingen

Der FC Hüfingen möchte seinen bestehenden Rasenplatz auf dem Sportgelände in einen Kunstrasenplatz umbauen. 
Der Verein bitter darum, dafür im städtischen Haushalt 2027 einen Zuschuss vorzusehen.

Zahlen vom FCH des Wirschaftlichen Projektrahmens

Die wichtigsten Zahlen:
Zaunanlage Ballfang, Spielerbänke, Barriere Zuschauer: 45.200
Fertigstellung Umzäunung Sportgelände 20.000.
Das macht 65.200 Euro für Zäune und Abgrenzungen – zum Fernhalten der „wilden Kühe“, wie ein Stadtrat einmal dem Vorsitzenden vom SV Mundelfingen vorgeschlagen hatte. Der Vorschlag wurde dankend abgelehnt.

Am 25. September 2025 beschloss der Gemeinderat, die Umrüstung des Rasenplatzes ab dem Haushaltsjahr 2027 jährlich zu prüfen und dafür 400.000 Euro vorzusehen, sofern es die Haushaltslage zulässt. Die geplante Umzäunung des Sportgeländes betrifft allerdings nicht nur den Fußballverein. Sie berührt auch einen über 200 Jahre alten Weg, der entlang des Sportgeländes durch ein beliebtes Naherholungsgebiet führt. Viele Menschen nutzen ihn für Spaziergänge, unter anderem auf dem Weg zum Römerbad. Angelegt wurde er einst von den Freunden der Natur Hüfingen 1821.  Als Begründung für die Absperrung werden Hinterlassenschaften von Hunden auf dem Fußballplatz angeführt. Der Unmut darüber ist nicht nur auf Spaziergänger beschränkt, die zum Teil nicht mal Hundehalter sind, auch der Tennisclub, der von den geplanten Veränderungen betroffen wäre, spricht sich gegen die Absperrung aus.

Besonders befremdlich finde ich den Vorschlag, den Weg stattdessen in das angrenzende FFH-Gebiet zu verlegen. Einen bestehenden Weg zu verlagern, um ein Sportgelände stärker abzuschotten, wirft Fragen auf – gerade wenn dafür ein geschützter Naturraum in Anspruch genommen werden soll. Für mich zeigt sich darin ein problematischer Umgang mit dem Naturschutz.

Bank auf dem zum Fussballplatz hin gerichter dahinter sieht man den Tennisplatz. Vor der Bank liegen viele Kippen

42 Zigarettenkippen an einer einzigen Bank

Auf diesem Foto sind exakt 42 Zigarettenkippen zu sehen – und zwar nur an einer einzigen Bank. Solche Hinterlassenschaften finden sich regelmäßig rund um die Sitzgelegenheiten am Fußballplatz, vor allem nach Spieltagen und Festen.

Gleichzeitig wird über angebliche Hundehinterlassenschaften auf dem Platz fabuliert, um eine stärkere Absperrung des Geländes zu begründen. Es wäre wohl nicht zu viel verlangt, wenn ein Verein auch den Müll seiner Gäste einsammelt und ordnungsgemäß entsorgt..

Was die Verwaltung empfiehlt

Die Verwaltung empfiehlt, die erforderlichen Mittel in den Haushaltsberatungen für 2027 vorzusehen. 

Noch mehr von Hannahs Meinung:

Die Bevorzugung des Fußballs hat inzwischen unerfreuliche Ausmaße angenommen. Dabei geht es nicht darum, dem FC Hüfingen einen Kunstrasenplatz zu missgönnen. Es geht um die Frage, welche Prioritäten unsere Stadt setzt und ob sie alle Kinder, Jugendlichen und Vereine gleichermaßen im Blick hat.

Der FC Hüfingen beantragt einen städtischen Zuschuss von bis zu 400.000 Euro. Für den SV Mundelfingen wurde ein Zuschuss in gleicher Höhe bereits bewilligt. Gleichzeitig wurde die Förderung der Jugendmusikschule Donaueschingen für Hüfinger Kinder von 39 auf 20 Prozent der Gebühren reduziert. Die Folgen sind inzwischen bei den Familien angekommen: Sie müssen mehr für den Musikunterricht bezahlen. Die bisherige Förderung lag bei rund 41.000 Euro jährlich.

Und die Musikschule ist kein Einzelfall. Der Sozialpreis der Stadt wurde zunächst zur Überarbeitung vertagt und verschwand anschließend aus dem Haushalt, ohne dass öffentlich erklärt wurde, was aus ihm werden sollte. Auch die Mitgliedschaft im Naturpark Südschwarzwald wurde gekündigt, um 2.500 Euro zu sparen. Erst nach der Intervention des Naturparks wurde die Kündigung noch einmal überdacht und schließlich einstimmig zurückgenommen.

Bei der Kinderbetreuung wurden die Öffnungszeiten des verlängerten Betreuungsangebots von sechseinhalb auf sechs Stunden täglich reduziert. Das mag in einer Verwaltungsvorlage nach einer überschaubaren Anpassung aussehen. Für berufstätige Eltern, insbesondere Mütter, kann eine halbe Stunde am Tag jedoch einen erheblichen Unterschied machen. Und auch Familien, deren Kinder für den Schulweg auf den öffentlichen Nahverkehr angewiesen sind, bekommen keinen Zuschuss.

Das sind unterschiedliche Entscheidungen auf unterschiedlichen Ebenen. Aber sie führen zu einer gemeinsamen Frage: Wie viel sind uns Bildung, soziale Teilhabe, Natur und die Unterstützung von Familien wert? Und warum scheinen bei manchen Angeboten selbst vergleichsweise kleine Beträge zur Disposition zu stehen, während für den Fußball Investitionen von mehreren hunderttausend Euro vorgesehen werden?

Auch beim Kinderferienprogramm lohnt sich ein genauer Blick. Das Programm umfasste 2026 insgesamt 62 Angebote und erreichte 1.345 Kinder. In der städtischen Berichterstattung wurde das Fußballangebot mit dem Bürgermeister besonders hervorgehoben und der FC Hüfingen mehrfach genannt. Die vielen anderen Vereine, Initiativen und Menschen, die ebenfalls Zeit, Geld und Ideen investieren, waren dabei deutlich weniger sichtbar. Sie verdienen dieselbe Aufmerksamkeit und Anerkennung.

Was ist das für eine Prioritätensetzung?

Fußball ist wichtig. Aber er ist nicht das Einzige, was Kinder und Jugendliche zusammenbringt. Turnen, Musik, Naturerfahrung, Kreativität, offene Jugendarbeit und inklusive Angebote gehören ebenso zu einer lebendigen Stadt. Der TuS Hüfingen allein hat weit über 1.000 Mitglieder und erreicht mit seinen verschiedenen Abteilungen zahlreiche Kinder und Jugendliche. Auch die offene Jugendarbeit und das Jugendhaus brauchen verlässliche finanzielle und personelle Rahmenbedingungen.

Vereine leisten viel, aber sie sind nicht für alle der richtige Ort. Nicht jedes Kind findet seinen Platz im Fußballverein oder in der Blasmusik. Eine Stadt muss auch an jene denken, die andere Interessen haben, andere Unterstützung brauchen oder sich in den klassischen Vereinsstrukturen nicht zu Hause fühlen.

Bei Entscheidungen über öffentliche Mittel darf nicht entscheidend sein, für welche Sportart oder Musik man sich persönlich begeistert. Entscheidend muss sein, was den Menschen in unserer Stadt zugutekommt – und zwar möglichst vielen. Ehrenamt verdient Unterstützung, unabhängig davon, ob es auf dem Fußballplatz, in der Musikschule, im Jugendhaus oder im Naturschutz stattfindet.

In Hüfingen gibt es mehr als Fußball und Blasmusik. Unsere Stadt sollte diese Vielfalt nicht nur in Sonntagsreden loben, sondern auch in ihren Entscheidungen sichtbar machen. Nicht nur dort, wo es um große Investitionen geht, sondern auch bei der Förderung derjenigen Angebote, die Kindern und Jugendlichen andere Wege eröffnen.


TOP 5 Beratung und Beschlussfassung über den Feuerwehrbedarfsplan

Der bisherige Feuerwehrbedarfsplan der Stadt Hüfingen stammt aus dem Jahr 2015 und musste aufgrund struktureller, baulicher und organisatorischer Veränderungen fortgeschrieben werden. Nach dem Feuerwehrgesetz Baden-Württemberg ist die Stadt verpflichtet, eine leistungsfähige Feuerwehr entsprechend den örtlichen Verhältnissen aufzustellen und zu unterhalten.

Der neue Bedarfsplan wurde vom externen Büro GT-Service unter Beteiligung der Hüfinger Feuerwehr erarbeitet. Grundlage waren unter anderem Daten zum Personalbestand, Ausbildungsstand und Einsatzgeschehen sowie Besichtigungen der Feuerwehrhäuser.

Der Gemeinderat hatte den Plan am 26. Februar 2026 erstmals vorgestellt bekommen, die abschließende Beratung jedoch wegen offener Fragen vertagt. Dazu gehörte auch die Zukunft der Feuerwehr Hausen vor Wald, zu der am 3. Juli 2026 ein Workshop stattfand. Anschließend wurden die wesentlichen Ergebnisse und Handlungsempfehlungen nochmals erläutert.

Der Feuerwehrbedarfsplan dient künftig als fachliche Grundlage für die Planung und Weiterentwicklung der Feuerwehr. Die Empfehlungen führen nicht automatisch zu Beschaffungs- oder Umsetzungsbeschlüssen. Einzelmaßnahmen sollen entsprechend ihrer Dringlichkeit, den verfügbaren Haushaltsmitteln und den jeweiligen Zuständigkeiten entschieden werden. Der Plan ist regelmäßig zu überprüfen und bei wesentlichen Veränderungen fortzuschreiben.

Feuerwehrbedarfsplan 2026–2031

  • Leistungsfähigkeit: Die Feuerwehr erreichte bei zeitkritischen Einsätzen im untersuchten Zeitraum in 96 % der Fälle die vorgesehene Eintreffzeit der Ersteinheit.
  • Personal: Die ehrenamtliche Struktur soll erhalten bleiben. Für Verwaltung und Gerätewartung wird mindestens eine Vollzeitstelle hauptamtliche Unterstützung empfohlen.
  • Feuerwehrhäuser: Das Feuerwehrhaus Hüfingen wird erweitert. Mehrere weitere Häuser weisen funktionale oder sicherheitstechnische Mängel auf.
  • Standorte: Mundelfingen gilt für die Abdeckung des Stadtgebiets innerhalb von zehn Minuten als unverzichtbar. Auch Behla, Sumpfohren und Fürstenberg sollen als Standorte erhalten bleiben.
  • Hausen vor Wald: Die Abteilung soll bis 2031 konzeptionell weiterentwickelt werden. Zu prüfen sind Sonderaufgaben, Kooperationen mit anderen Abteilungen sowie bauliche Möglichkeiten am bestehenden Standort oder im Zusammenhang mit der künftigen Entwicklung des Stadtteils. Das Feuerwehrhaus hat erhebliche Sicherheitsmängel und nur sehr begrenzte Erweiterungsmöglichkeiten.
  • Fahrzeuge und Kosten: Für 2027 bis 2029 sieht das Konzept größere Ersatzbeschaffungen vor. Die geschätzten städtischen Anteile liegen nach Zuschüssen bei 136.000 Euro für 2027, 440.000 Euro für 2028 und 450.000 Euro für 2029.

Wichtig: Der Bedarfsplan ist eine fachliche Planungsgrundlage. Er beschließt noch keine einzelnen Anschaffungen oder Baumaßnahmen. Diese müssen jeweils gesondert entschieden werden.

Beschlussvorschlag:

  1. Der Gemeinderat beschließt den als Anlage beigefügten Feuerwehrbedarfsplan der Stadt Hüfingen als Planungsgrundlage für die Weiterentwicklung der Feuerwehr.
  2. Die Verwaltung wird beauftragt, die Handlungsempfehlungen gemeinsam mit der Feuerwehr zu priorisieren und bei künftigen Planungen und Haushaltsberatungen zu berücksichtigen. Die Umsetzung erfolgt im Rahmen der verfügbaren Haushaltsmittel und geltenden Zuständigkeiten, erforderliche Einzelbeschlüsse bleiben vorbehalten.

TOP 6 Wohnmobilstellplatz – Erhöhung der Gebühren

Die Verwaltung schlägt vor, die Stellplatzgebühr von derzeit 9 auf 13 Euro je Übernachtung zu erhöhen. Die letzte Erhöhung erfolgte 2021. Begründet wird die Anpassung mit gestiegenen Betriebs- und Unterhaltungskosten, der allgemeinen Preisentwicklung und der verbesserten Infrastruktur. Seit Juli 2025 steht eine neue Entsorgungsstation zur kostenfreien Entleerung von Schmutzwasser und Chemietoiletten zur Verfügung. Die Kurtaxe wird weiterhin gesondert erhoben.

Beschlussvorschlag:

  1. Die Stellplatzgebühr für den Wohnmobilstellplatz Hüfingen wird von derzeit 9,00 Euro je Übernachtung und Wohnmobil auf 13,00 € angepasst
  2. Die Anpassung tritt zum 01.01.2027 in Kraft.
  3. Die Verwaltung wird beauftragt, die für die Umsetzung erforderlichen Anpassungen der Gebühreninformation und der Abrechnungsmodalitäten vorzunehmen sowie die Gäste rechtzeitig über die Änderung zu informieren.

TOP 7 Erschließung Baugebiet Loretto – Vergabe von Rettungsgrabungen

Im nordwestlichen Teil des Baugebiets Loretto/Ziegeleschle sollen auf den Teilflächen A bis E archäologische Rettungsgrabungen durchgeführt werden. Das Landesamt für Denkmalpflege hat das Leistungsverzeichnis erstellt. Bei der Ausschreibung wurden sieben Fachfirmen zur Angebotsabgabe aufgefordert, vier Angebote gingen ein. Die Grabungen sollen die archäologischen Befunde vor den Erschließungsarbeiten dokumentieren und sichern.

Für 2026 sind im Haushalt rund 29.100 Euro eingestellt; für 2027 sollen weitere Mittel bereitgestellt werden.

Beschlussvorschlag:

Eine Firma aus Engen wird mit den Arbeiten zur Rettungsgrabung in Höhe von 99.674,40 € brutto beauftragt.


TOP 8 Informationen der Verwaltung und Anfragen aus dem Gemeinderat

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