Wanderblühten – Friedenweiler und Fürstenberg

Mehrere Jahre, erzählt unser Reisender weiter, waren seit meinem ersten Aufenthalt über Wald verflossen, als mich Geschäfte wieder in jene, mir in mancher Beziehung liebgewordenen Schwarzwald-Thäler führten. Und da es stets etwas Ansprechendes hat, Orte und Gegenden zu betreten, wo wir früher heitere Stunden verlebt haben, so unternahm ich manche Wallfahrt zu bekannten Plätzen und Menschen. Wie wir aber eine Landschaft nach Jahren zwar unverändert als dieselbe wieder finden, manches Bäumlein darin jedoch zum Baume aufgewachsen, manch vormals blühendes Gewächs verdorrt sehen, also ergeht es auch mit den Menschen und ihren Verhältnissen: die Gesamtheit erscheint uns unverändert dieselbe, am Einzelnen jedoch bemerken wir den allmächtigen Einfluss der Zeit.

So fand ich auch bei meinen Besuchen Manches, was mich des Lebens Flüchtigkeit mahnte. In dem bekannten Wirtshause zum Beispiel traf ich meinen gesprächigen Freund, der mir vor Jahren seine Lebensgeschichte erzählt hatte, nicht mehr; ein Fremder, der das Haus an sich gebracht, bewillkommente den Fremden, während der frühere Eigentümer seit Monaten von dem Mühseligkeiten dieses Lebens ausruhte – auf dem Kirchhofe zu Friedenweiler.

Nach kurzer Rast trieb es mich weiter, hinaus in die sonnig-grüne Landschaft mit ihrem ruhsamen Talgründen und hohen von Pfriemen vergoldeten Bergkuppen, über welche das Auge frei hinaus schweifte bis zu den fernen lichtblauen Linien des Jura.

Mittag war vorüber, und jene Stunde eingetreten, welche die Alten die Schlummerstunde des Pan nannten, wo die ganze Natur schweige, um den träumenden Feldgott nicht aufzuwecken. Und wahrlich, die Stille ringsum schien Alles, was Leben hatte, in Schlummer gewiegt zu haben, so vereinsamt lagen die Hütten und Höfe, und wie blankgeschliffene, von keinem Hauch getrübte Spiegel, die Weiher und Lachen in den grünen Tälern; das einzige Lebendige in der Landschaft waren allein die ruhelos fortwellenden Bächlein und plätschernden Brunnen, sowie ein Paar Schmetterlinge, die über die sonnigen Halden flatterten.

Ich hatte langsam eine letzte Höhe erstiegen und war stille gestanden, die zu meinen Füßen liegende Landschaft zu überschauen. Vor mir, gegen Süden, drang der Blick hinaus, bis wo die Landschaft in vielen Abstufungen gegen den Rhein sich verliert, während die nächsten Taleinschnitte zu meiner Linken, schon der jungen Donau ihre Quellen und Bächlein zutrugen.

Eine Weile hatte ich so gestanden, als eine Pilgerin, welche des Weges daherkam, meine Betrachtung ablenkte. Der gelbe Strohhut sowie die üppige übrige Tracht zeigten eine Landeseingeborene, während das schwarzseidene Halstuch und die gleiche Farbe der anderen Kleidungsstücke die Leidtragende verrieten. Die Züge schienen mir bekannt, und als sie näher gekommen war, erkannte ich die Tochter meines verewigten Freundes; dieselbe, welche an jedem Morgen bei meiner ersten Einkehr in dem Wirtshause den Kindern die Kränze und Blumen geordnet hatte: Philippine, das Ebenbild der seligen Mutter, wie sie ihr Vater genannt hatte.

Wir begrüßten einander als Bekannte, denn auch sie hatte mich folglich wiedererkannt. Ihr verständiges blaues Auge nahm einen eigenen Glanz und Ausdruck an, als ich in warmen, lobenden Worten ihres verewigten Vaters gedachte. Es war etwas von wehmütigen Dank für meine Anteilnahme darin zu lesen.

Ich erfuhr, dass sie seit dem Tode ihres Vaters bei der Schwester ihrer Mutter und dem Onkel Valentin wohne, im Augenblick aber im Begriffe stehe, eine Wallfahrt zum „Schneekreuz“ bei Löffingen zu machen und zur Begleitung noch eine Freundin in der Nähe abholen wollte. Auch sagte sie mir ferner, dass sie Lust habe, nach Amerika auszuwandern – und fragte, was ich hier rathe?

In solchen Fällen“, meinte ich, „ist guter Rat teuer. – Im Allgemeinen, ich muss es gestehen, will es mir nicht sonderlich gefallen, wenn ich sehe, dass namentlich Frauen und Mädchen gar keine Anhänglichkeit an ihre Heimat haben. Liebt ja doch die Blume, der Baum, seinen heimatlichen Boden, warum nicht auch der Mensch? Doch wenn es einmal sein muss, und ein solcher Schritt durch Umstände geboten ist, so soll er auch resolut ohne verzagenden Kleinmut geschehen, mit dem man in der Regel ja nur sich und Anderen das Leben versauert. – Was Euch anbetrifft, werteste Freundin, fuhr ich im Ton eines Predigers fort, so glaube ich nicht, dass Ihr Ursache habt, zeitlicher Güter wegen fremde Weltenteile aufzusuchen. (ich wusste nämlich, dass er Vater ein ansehnliches Vermögen hinterlassen hatte), es müßte denn nur sein, fügte ich scherzhaft bei, dass etwa euer Holderstock drüben blüht“, und deutete auf einen goldenen Ring, den sie am Finger trug. – Das Mädchen aber schüttelte den Kopf. „Ihr Männer,“ sagte sie mit treuherziger Schalkhaftigkeit, „meint auch gar immer, wir täten Alles nur um Euretwillen. Es kann ja auch noch etwas anderes sein, was mich forzieht. Hab‘ ich nicht die einzige Schwester drüben, und mit Ausnahme der Schwester meiner Mutter selig gar niemand Eigenes mehr hier? Und doch – je mehr ich es überlege, desto unschlüssiger werde ich. Vor einigen Tagen hab‘ ich einen Brief bekommen aus Amerika von meiner Schwester. Sie können ihn lesen, und dann will ich hören, was Sie dazu sagen.“ Mit diesen Worten hatte sie den Brief hervorgezogen und mir dargereicht. – So viel mir noch erinnerlich, lautet das Sendschreiben etwa folgendermaßen:

Teure, liebe Schwester Philippine!
Dass Ihr mein Schreiben zu spät erhalten habt, und solches dem gottseligen Vater nicht mehr am Leben getroffen, hat mich schwer gekränkt. Doch will ich das, was mich anbetrifft, in Gottesnamen mit Stillschweigen übergehen. Was aber das anbelangt, was Du mir geschrieben hast, dass die Mutter nach ihrem Ausspruche, am großen Gerichtstage mir die Rechnung selber vorlegen werde, weil ich durch meine Heirat und mein Fortziehen ihr so viel Kummer verursacht habe, darauf ist mir gar nicht bange; denn mein Gewissen hat mir noch niemals Vorwürfe gemacht. – Auch habe ich meine Kindespflicht immer redlich an ihr erfüllt. Übrigens hatte ich manchen stillen Kummer, sie in ihrer Krankheit nicht verpflegen helfen zu können. – Doch, was man nicht ändern kann, tut man besser, sich darein zu schicken. – Liebe Schwester, wenn Du von heim abreisest, so tritt die Reise in Gottesnamen an, und lasse frischen Mut. Ich bitte Dich, wenn Du etwas gegen Jemand hast, so versöhn dich noch und trage nichts Böses in deinem Herzen fort; lass alles Böse zurück, das Gute aber nehme mit – Bringe mir, wenn du kannst, auch die Bücher mit, verfaßt von Christoph Schmid, und dem Alois, meinem Mann, ein konstanzer Gesangbuch. Vergesse auch nicht, mir etwas Zeichnungsgarn, sowie wenig Blumen-, Kopfsalat- und Rettichsamen mitzubringen. Sonst, liebe Schwester, nehmen mir nicht zu viel unnötige Sachen mit, aber Weißzeug so viel du hast. Tu alles in Kisten und nehme sie wohl in Acht, denn in der Fremde darf man auf die Ehrlichkeit der Leute nicht allzu viel bauen.

Es hat freilich viel arme deutsche Leut in Amerika, aber auch viele, die es wieder besser haben, als draußen. Es kostete uns sehr viel, bis wir alles in guter amerikanischer Ordnung hatten, und doch müssen wir noch Manches entbehren, was wir daheim hatten und wenig schätzten. Überhaupt mache dir sowohl von dem Guten wie Schlimmen, was dich hier erwartet, keine zu übertriebene Vorstellung, ziehe aber auch die Annehmlichkeiten in Betracht, die du zu Hause zurücklassen mußt.

Ich bitte Dich, gehe noch einmal für mich nach Löffingen zum Winterschneekreuz, und bete für mich und grüße mir alle Freunde und Bekannte herzlich u.s.w.
Deine Schwester Martha“

„Sie sehen“, nahm die schöne Pilgerin wieder das Wort, „dass von nichts der Art, wie Sie meinen die Rede ist. – Was raten Sie mir aber? Man folgt oft lieber fremden Leuten, als den eigenen oder sich selbst.“
„Weil ihr mich“, versetzte ich, „durchaus zu Eurem Rat haben wollt, ich diesen Titel aber nicht, wie so viele Räte in Germanien, lediglich umsonst haben möchte, so rate ich Euch: in dem Lande zu bleiben, wo ihr geboren seid und wo Eure braven Eltern und Vorältern gelebt haben und begraben liegen. Überhaupt ist, meiner Meinung nach, das Streifchen irdischen Lebens zu kurz, als dass es sich der Mühe lohnte, gar zu große Logisveränderung vorzunehmen. Was jedoch den Umstand mangelnder Angehörige anbelangt, so denke ich, hat ein hübsches Mädchen Gelegenheit genug, diesem Übelstand in Ehren abzuhelfen. Sindtemal und alldieweilen es eine Menge Junggesellen im Vaterlande gibt, denen es zu ihrem Glück nichts mehr und nichts weniger fehlt, als die schönere Hälfte des Lebens, ein braves Weib!“
Ich sehe wohl“, unterbrach mich lachend die Schöne „Ihr macht halb Spaß halb Ernst,doch will ich’s überlegen und das Beste daraus wählen.“ Ich versprach ihr, wenn sie meinen Rat befolgen würde, ihrer Hochzeit als Gast und wirklicher Geheimer Rat anzuwohnen, worauf sie mir lachend die Hand gab.

Und so schieden die Pilgrime, auf entgegengesetzten Wegen ihre Reise weiter fortsetzend.

Über Berg und Tal war ich gewandert und kehrte erst spät am Tage zurück. Die Sonne war schon untergegangen, als ich auf die Höhe kam, und die aus der Tiefe wachsenden Schatten verkündeten das Nahen der Nacht. Wie in zärtlichem Geflüster scheidend zog der Abendwind durch Gras und Laub, und über dem blaßgrünen Saatfelde wirbelte allein noch eine Lerche ihr einsames Lied. Höher in der Luft schwebten einzelne rosige Wölklein, wie abgeschiedene Seelen, gegen Osten, der Nacht und dem Norden entgegen; und die Vögel flogen ihrer Herberge zu, dem schweigsamen Walde. Erstorben war das unruhevolle Jagen und Tosen des Tages, nur ein Paar ferne, weitgetragene Stimmen von Wandernden trafen das Ohr des Lauschers. – Endlich verloren sich auch diese, und tiefes Schweigen herrschte ringsumher.

Jetzt erklang es fast wie Gesang – näher und näher unterschied ich die Stimmen Betender. Es waren Wallfahrerinnen, die unten durch das Tal zogen; ich glaube die Gestalt Philippines zu erkennen. Und wie das Beten mehr und mehr verklang, schien in jedner Richtung Erd‘ und Himmel in lichtem glühendem Dufte sich zu vermählen, und unwillkürlich kamen mir die Worte des Psalms in den Sinn:

Wir sind nur Pilger dieser Erde,
und sehnen nach der ew’gen Heimath uns!


Wir kehren zu unserem Junker Harold zurück und begleiten ihn hinaus in die Hochebene der Baar, zu den grünen Buchenwäldern der „Länge„, wo, alles breit gelagerter Vorberg des Jura, der Fürstenberg sich erhebt:

„Als sey er Ausgang einer Bergesreihe,
Ein Vorgebirg, nur daß die See ihm nicht
Den Fuß umringt; statt ihrer siehet man
Lebendig sich die Landschaft vor ihm breiten,
Der Wälder und der korngefide Wellen,
Der Menschenwohnung auch umhergestreut
Und Rauch, der von des Bauern Dach sich hebt“

Von seinem Gipfel, auf dem ehemals das Städtlein Fürstenberg gestanden*, schauen öde, ausgebrannte Mauerzacken in die Niederung, und vergeblich sucht der Besucher die Reste des der Stammburg des durchlauchtigen Hauses der alten Landgrafen der Baar. Die Stürme des 30-jährigen Krieges haben, wie vermutet wird, die Veste in Trümmer gelegt, und auch diese sind im Laufe nachfolgender Zeiten verschwunden. Der Fernblick, der uns dieser hohe Punkt thun läßt, gibt uns ein deutliches Panorama der fruchtreichen, von der jungen Donau durchschlängelten Ebene, die südöstlich mit dem Jura, und westlich mit dem Schwarzwald zusammenhängt, welch‘ letzterer wie ein fernes grünes Meer vor unseren Blicken liegt.
* Das Städtlein brannte im Jahr 1841 an einem stürmischen Sonntag (den 18. Juli) gänzlich ab, und wurde später am Fuße des Berges wieder aufgebaut.

So anziehend ein solches Gemälde auch immer sein mag, so weiß ich doch nicht, ob es einem Landschafts- und Aussichtenschwärmer modernsten Schnittes die halbstündige Mühe des Aufsteigens lohnen wüde. Wahrscheinlich möchte ein solcher finden, dass ein Sonnenaufgang auf dem Rigi oder Montblanc eben doch ungleich „wundervoller“, eine Landschaft aber ohne Ruinen, Schweizerhäuser und Alpen gar nicht „romantisch“ und nichts sei, gegen eine italienische mit „tiefblauen“ Himmel u.s.w.

Ich hatte den Berg im Geleite des alten Schulmeisters und Meßners erstiegen, und er versicherte mich, dass er früher, zur Zeit, als die Stadt noch oben gestanden, selten Morgens bei Tagesanbruch vom Betläuten zurückgekommen sei, ohne noch einen Rundgang um die stillen Ringmauern des Städtleines zu machen, und hinauszuschauen in die dämmernde Hochebene, in welcher er 98 Ortschaften und Meierhöfe zählte. –

Auch berichtete er mir von einem geisterhaften Reiter, der früher zuweilen am Fuße des Berges sich gezeigt habe. Er selbst habe ihn einmal gesehen, als er, noch ein kleiner Bub‘ mit mehreren Kindern an einem schönen Sonntag-Mittag in die Buchenwälder der Länge gegangen, um Erdbeeren zu pflücken. Auf dem Heimweg in der Talschlucht, wo die Kapelle steht, hätten sie einen Reiter erblickt, der in halbem Trab daher geritten und im Walde verschwunden sei. Diese Gestalt habe eine schwarze Kriegsrüstung getragen, sowie auch Sattel und Reitzeug von derselben Farbe gewesen seien. Während die Kinder noch unter sich gezankt hätten, ob der Reiter zu Fuß oder zu Pferd gewesen, habe sie ein alter Kuhhirt am Wege um die Ursache des Streits gefragt, und als er solche vernommen, gesagt: „den schwarzen Reiter habe sich schon oft gesehen, und jedesmal, wenn er sich zeigt, gibt es Unwetter, was auch sicherlich jetzt der Fall sein wird“.

Ob solches eingetroffen, war meinem Gewährsmann nicht mehr erinnerlich, doch, meinte er, sei es das letzte Mal gewesen, dass der Reiter gesehen worden sei. –

Noch heut zu Tage aber ist der Berg, den Bewohnern der Ebene ein Wetterkündiger. So lange nämlich Nebel seinen Gipfel umlagern, ist anhaltend trockene Witterung nicht zu hoffen.

Statt jedoch dem Leser ein weitläufige Beschreibung der Gegend liefern zu wollen, nehmen wir Veranlassung ein kleines Geschichtlein hier einzuschalten, welches in der Baar seine Heimat hat, und eine frühere Arbeit des Verfassers ist.

Vorher nur die kurze Bemerkung, dass damals bei diesem Geisteskindlein ein schriftgeübter Freund und Sohn der Musen zu Gevatter gestanden und dem Neugeborenen manch‘ gute Regel und poetische Blume als Angebinde unter das Deckbettlein gelegt hat, so wie auch im Vorbericht (der hier unverändert beibehalten worden) der kleine Held meist an dieses Freundes Hand in’s Leben eingeführt wird.


Nachdem Lucian Reich die Chronik des Kirner abgeschrieben hatte, geht er unvermittelt zurück auf einen späteren Besuch in Friedenweiler, um seinen Freund, der bei den Befreiungskriegen auf beiden Seiten mitgekämpft hatte, zu besuchen.

Lucian Reich ergeht sich hier in längeren Beschreibungen der Landschaft und dass sein Freund, der Wirt gestorben sei und auf dem Friedhof in Friedenweiler begraben liege.

Die hölzerne Wallfahrtskapelle war erst 1849/50 neben einer schon bestehenden offenen Andachtsstätte errichtet worden. Die heute das Landschaftsbild eindrucksvoll prägende neoromanische Kapelle wurde erst 1894–97 in der direkten Nachbarschaft erbaut und nach Fertigstellung der Innenarbeiten 1901 geweiht. Die Wallfahrt zum wundertätigen Schneekreuz spielte im 19. Jahrhunderts eine wichtige Rolle auf der Westbaar und den angrenzenden Waldgebieten. Da hier ein entsprechend guter Absatz für Heiligenbildchen, Agathenzettel u.ä. bestand, ist gut denkbar, dass auch Nikolaus Ganter am Anfang seiner künstlerischen Laufbahn für diesen Markt produzierte. Die auf dem Bild dargestellten Biedermeier-Figuren sind Ganter gut gelungen, auch wenn sie dem Geiste der Zeit folgend alle nur von hinten zu sehen sind. Der an zwei Stöcken gehende gut gekleidete Herr dürfte ein Pilger sein, der sich am Gnadenort Besserung seiner Gesundheit erbitten will. Die Mühle in der Mitte des Bildes und auch die links oberhalb davon sichtbaren Häuser am Ahlenberg sind in der Höhe überproportioniert und wirken wie gegenüber dem ansonsten klein gemalten Städtchen wie Riesenbauten. Rechts im Hintergrund sieht man den Schnee des Säntis in den Schweizer Alpen, die bei klarer Luft tatsächlich aus diesem Blickwinkel sichtbar sind. Es ist das einzige Mal, dass Ganter in seinem Werk den Alpenblick dokumentiert, der doch von Friedenweilers Höhen aus keine Seltenheit ist und den „echten“ Schwarzwaldmalern um die Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert sicher ein dankbares Motiv gewesen wäre.

“Der Maler Nikolaus Ganter” in den Schriften der Baar Band 55, 2012 von Gerrit Müller.

Dann kehrt Lucian Reich spontan „zu unserem Junker Harold zurück“ (keine Ahnung was er damit meint) und begleiten ihn hinaus auf die Hochebene der Baar, „zu den grünen Buchwäldern der Länge, wo, als bereit gelagerter Vorberg des Jura, der Fürstenberg sich erhebt“

Da Fürstenberg am 18.Juli 1841, „einem stürmischen Sonntag“ abbrannte, kannte Lucian Reich noch die „öden, abgebrannten Mauerzacken„.

Wanderblühten – Das Buch

Kreistag erhöht die Kreisumlage

Damit es bei den nächsten Kreistagswahlen nicht wieder untergeht möchte ich hier einen kleinen Artikel veröffentlichen bei dem ich Hüfingen erzähle, was unser Kreistag und sein Landrat so treibt.

Es ist nämlich so, dass hier draußen in Hüfingen sich aufgeregt wird, wenn man mit dem Landratsamt zu tun haben muss, aber sonst nicht hin guckt. Der Landrat, der nicht mal von uns gewählt werden darf und der Kreistag bestimmen nämlich sehr viel über unser Leben. Auch die hohen Beamten (Landrat, Landesbeamter, Amtsleiter) verdienen sehr viel Geld – unser Geld – und wenn unsereins was möchte, stellen die sich tot. Es sei denn, man zwingt sie sich mit uns Bürgern abzugeben, dann kann man sicher sein, dass der Aktionismus sehr steigt, um dem Störenfried zu zeigen wo der Hammer hängt. Siehe auch: Fremdverwaltet von oben herab

Heute geht es als Einstieg um die Erhöhung der Kreisumlage.

Kreisumlage

Finanztechnisch und rechtlich ist die Kreisumlage ein Instrument des interkommunalen Finanzausgleichs in Form einer öffentlich-rechtlichen Geldleistung der kreisangehörigen Gemeinden an den Kreis. Die Festsetzung der Kreisumlage ist unabdingbarer Bestandteil der Haushaltssatzung des Landkreises. (*aus Wikipedia)

Kreisumlage im Schwarzwald-Baar-Kreis

Die Verwaltung – also der Landrat – forderte eine Erhöhung dieser Umlage auf 33 %. Also mehr Geld von uns und der Stadt Hüfingen. Jetzt muss man fast von Glück sprechen, dass der Kreistag nur eine Erhöhung auf 32 % genehmigt hat. Die Stadt Hüfingen rechnete im Haushalt 2025 mit 32,50 % .

Steuern, Zuweisungen und Umlagen aus dem Haushalt 2025,

Hüfingen muss also mehr bezahlen für Nichts! Wenn wir krank werden oder was brauchen, müssen wir nach VS fahren. Die Kreisaufgaben, wie der Sozialbereich, beschränken sich nämlich auf das Oberzentrum. Hier in der zahlenden Provinz sind wir auf das Ehrenamt angewiesen wie unsere unermüdlichen Helfer vor Ort .

Die Deckelung der Personalkosten auf 76,5 Millionen Euro trifft wieder nur die Angestellten vom Landratsamt. Diese müssen jetzt mehr arbeiten, weil vakante Stellen nicht besetzt werden. Aber die wichtigen Männer, die bedeutsam für ein sehr hohes Gehalt auf Fotos posieren, betrifft dies nicht.

Windpark Länge, Gasthaus Frank, Bauhof Umbau, Erweiterung Feuerwehr, Kanalbefahrungen, Vergaberichtlinie, Aubachhalle, Spendenbericht, Hüfinger Bote und App

Hier geht es um die Sitzung am 27. März 2025

Unterlagen wie immer hier: https://huefingen-sitzungsdienst.komm.one

Sitzung des Ausschusses für Umwelt und Technik

– 07/2025- Dem Umbau und der Sanierung eines Zweifamilienhauses mit Errichtung von zwei Gaupen in Hüfingen, Kernstadt wird einstimmig zugestimmt.

– 08/2025- Dem Anbau von einer Außen-Stahltreppe an ein bestehendes Wohnhaus im Hohen II wird auch einstimmig zugestimmt.

– 09/2025- Unterirdischer Löschwassertank für den Windpark Länge

Die solarcomplex GmbH & Co KG beantragen die Errichtung eines unterirdischen Löschwassertanks auf auf Gemarkung Fürstenberg. Eigentümer des Grundstücks ist die Stadt Donaueschingen.

Unterirdischer Löschwasserbevorratungstank mit einem Volumen von 100m³ und mit einem Durchmesser von 2,90m und eine Länge von 16,0m.

Die geplanten sechs neuen Windkraftanlange auf der Länge

Hier gibt es keine Einwendungen und auch der Ortschaft hat einstimmig zugestimmt.

– 10/2025- Der Errichtung von Gaupen im 2. Dachgeschoss eines Wohn- und Geschäftshauses an der Hauptstraße in Hüfingen wird einstimmig zugestimmt.

– 11/2025- Umbau Wohnhaus zu zwei Wohneinheiten

Die Erwerber eines Hauses in der Grabengasse beantragen den Umbau des bestehenden Wohnhauses zu zwei Wohneinheiten. Bei dem Gebäude handelt es sich um ein zweigeschossiges Wohnhaus mit Satteldach aus dem 17. Jahrhundert. In der Denkmalliste des Landesdenkmalamtes ist das Gebäude als „Prüffall“ eingetragen. Der bestehenden Schleppdach-Anbau soll entfernt werden. Als Befreiung von den Festsetzungen des Bebauungsplans muss die Ausführung als Flachdach anstatt eines Steildach mit einer Dachneigung von 45-55° wird einstimmig zugestimmt.

– 12/2025- Dem Neubau eines Einfamilienhauses mit Garage in Behla an der Römerstraße wird auch einstimmig zugestimmt.

– 13/2025- Der Errichtung einer Mehrfachgarage mit 7 Stellplätzen im Dreiangel wird auch einstimmig zugestimmt. Die überplanten Flächen sind bereits versiegelt und werden z.Zt. als Lagerplatz, Stellplätze und Containerstellplätze genutzt.

Öffentliche Gemeinderatssitzung ab 18:30 Uhr

Der Gemeinderat hat beschlossen für 750.000 € das Grundstück vom Gasthaus Frank zu kaufen! Super! Danke!

Frank in Hüfingen ist Geschichte

TOP 4
Umnutzung und Umbau der Lagerfläche im DG des städt. Bauhofes zur Schaffung von Büro- und Sozialräumen, 2. BA – Vergabe der
Planungsleistungen

Der Bauhof soll umgebaut werden.
Hierbei wird die ehemalige Lagerfläche im Dachgeschoß, mit Umkleideräumen, mit Duschen und WC‘s für die Mitarbeiter des Bauhofs, der Stadtwerke, Wasserwerk und neu auch des Forstbetriebes umgebaut. Zusätzlich wird auch ein schwarz-weiß Bereich für den Kanalreiniger geschaffen.
Der Forstbetrieb erhält im Erdgeschoss des Gebäudes eine Werkstatt zur Wartung der Gerätschaften, da die Forsthütte auf Loretto zukünftig entfallen wird. Der neue Sozialraum wird künftig groß genug für die gesamte Belegschaft sein. Um zukünftig auch weibliches Personal im Bauhof einstellen zu können, erhalten die Damen einen eigenen Dusch- und Umkleidebereich. Die Planungsleistungen werden 47.762,32 € kosten und es soll der übliche Architekt beauftragt werden.

Der Gemeinderat lässt sich erklären warum die Planungsleistungen so teuer sein sollen und wurde anscheinend vom Bauamtsleiter überzeugt. Der Gemeinderat hat dann einstimmig zugestimmt.

TOP 5
Erweiterung FGH Hüfingen – Vergabe von Erd- und Rohbauarbeiten

Die Submission zur Vergabe Erweiterung Feuerwehrgerätehaus fand am 06.03.2025 statt. Bei der öffentlichen Ausschreibung haben sechzehn Firmen die Angebotsunterlagen angefordert, insgesamt sieben Firmen haben ein Angebot abgegeben.


Nach der Nachberechnung und fachtechnischen Überprüfung durch ein Ingenieurbüro ergab sich eine Bieterreihenfolge. Das wirtschaftlichste Angebot kam von einer Firma aus Hohentengen mit einer Bruttoangebotssumme 654.015,52 €.

Hier stimmt der Gemeinderat mit einer Enthaltung zu.

TOP 6
LRS Trafostation – Vergabe Lieferung Trafostation und Erdarbeiten

Die Submission zur Vergabe „Neue Stromversorgung Lucian-Reich-Schule“ fand am 07.03.2025 statt. Es wurden zwei Angebote abgegeben. Nach der Nachberechnung und fachtechnischen Überprüfung durch ein Planungsbüro aus Donaueschingen ergab sich, dass eine Firma aus Hüfingen als wirtschaftlichster Bieter mit den Arbeiten für die Trafostation mit Mittelspannungsanlage in Höhe von 333.277,08 € beauftragt werden soll.

Hier stimmt der Gemeinderat einstimmig zu.

TOP 7
Vergabe Umbau barrierefreie Bushaltestellen Hüfingen und Ortsteile

Zur öffentlichen Ausschreibung des barrierefreien Ausbaus der Bushaltestellen wurden sechs Angebote und ein Nebenangebot abgeben. Die Submission zur Vergabe „Barrierefreier Ausbau Bushaltestellen“ fand am 07.03.2025 statt. Nach der Nachberechnung und fachtechnischen Überprüfung durch ein Ingenieurbüro aus Donaueschingen wird ein Angebot von 361.626,59 € brutto ausgewählt. Hier werden 75% über Fördermittel vom Land Baden-Württemberg finanziert, da in jeder Ortschaft mindestens ein barrierefreier Zugang nachgewiesen werden muss. Der von Behla wird verbunden mit der neuen Ortsmitte.

Auch dies wird einstimmig beschlossen.

TOP 8
Vergabe EKVO 2025 Hüfingen 2. Abschnitt

Die Stadt plant die Befahrung der Kanalisation in Hüfingen gemäß der Eigenkontrollverordnung (EKVO). Die Schmutz- und Regenwasserkanäle sollen durch eine Kanaltechnikfirma gereinigt und befahren werden. Die Dokumentation der TV-Befahrung soll in die Kanaldatenbank übernommen und hinsichtlich der Schäden ausgewertet werden.

Bellemer Kanallabyrinth

Es wird Zeit, dass hier mal Pläne angefertigt werden durch die auch jemand durchsteigt. Hoffentlich gibt es dieses Mal auch Männer die kapieren was auf den Plänen steht. Ich freue mich, wenn zukünftig alles Schmutzwasser ins Klärwerk kommt und nicht in unseren Biotopen endet.

Die Verwaltung schlägt den günstigsten Bieter für 55.657,73 € vor. Auch diesem wird einstimmig zugestimmt.

TOP 9
Vergaberichtlinien der Stadt Hüfingen
Antrag der CDU-Fraktion

Gemäß dem Antrag der CDU-Fraktion folgt eine Erläuterung zu den Vergaberichtlinien der Stadt Hüfingen:

Ausschreibungen werden prinzipiell nach der Vergabe- und Vertragsordnung für Bauleistungen (VOB) und der Vergabe- und Vertragsordnung für Leistungen (VOL) getätigt.

Direktvergabe:
Die Stadt Hüfingen vergibt Aufträge bis zu einer Gesamtsumme von 5.000 € als Direktvergabe.
Hier werden zwischen zwei bis vier Firmen direkt aufgefordert, ein Angebot für die zu vergebende Leistung abzugeben. Die Vergabe der Leistungen erfolgt formfrei, d. h. es bedarf keines vorherigen Vergabeverfahrens und es kann verhandelt werden.
Ab einer Gesamtsumme von 5.000 € werden mindestens 3 Angebote von Firmen eingeholt.

Reparaturvergabe:
Praxisbeispiel: Heizungsausfall im Winter in den Turnhallen.
Ein ortsansässiger, für die Leistung qualifizierter Handwerker kann direkt für die Leistung der Ersatzbeschaffung/Reparaturarbeiten angefragt und beauftragt werden. Die Höhe der Gesamtsumme des Auftrags ist hier nicht von Bedeutung. Dies steht mit den Vergaberichtlinien für Kommunen im Einklang. Es geht darum, bei unvorhersehbaren Ausfällen/Schäden schnellstmöglich handeln zu können.

Beschränkte Ausschreibung:
Die Vergabestelle überlegt im Vorfeld, welche Firmen für die Ausführung der auszuschreibenden Leistungen qualifiziert sind. Dies kann z. B. aufgrund Bekanntheit aus früherer Zusammenarbeit, guter Referenzen, räumlichen Aspekten (Ortsansässigkeit), etc. geschehen. Es handelt sich hier um eine Ausschreibung im nationalen Bereich.

Öffentliche Ausschreibung:
Die Vergabestelle fordert eine unbegrenzte Anzahl von Firmen öffentlich zur Abgabe eines Angebots auf. Hierfür wird ein Leistungsverzeichnis auf der Vergabeplattform „AI Vergabemanager“ eingestellt, auf das berechtigte Unternehmen über die Plattform zugreifen und ein Angebot abgeben können. Die Plattform filtert die Unternehmen bereits vor. Das heißt: Wenn eine Vergabe zu Straßenbauarbeiten geplant ist, haben auch nur Firmen mit Zugang als Straßenbaufirma die Möglichkeit auf Einsichtnahme des
Leistungsverzeichnisses. Für einen Schreiner z. B. ist diese Ausschreibung dann nicht
ersichtlich. Bei der öffentlichen Ausschreibung liegt die Gesamtsumme des Auftrags noch unterhalb des
EU-Schwellenwerts von derzeit 5.538.000 € (ohne USt.) bei öffentlichen Bauaufträgen und
221.000 € (ohne USt.) bei öffentlichen Liefer- und Dienstleistungsaufträgen 1. Es fällt somit
unter das nationale Vergaberecht.

Offene Ausschreibung:
Bei der offenen Ausschreibung wird ebenfalls, wie bei der öffentlichen Ausschreibung, eine unbegrenzte Anzahl an Firmen zur Abgabe eines Angebots aufgefordert. Unterschied ist, dass der EU-Schwellenwert mit der Vergabesumme überschritten wird. So haben Firmen aus dem gesamten EU-Raum die Möglichkeit, das Leistungsverzeichnis herunterzuladen und mit einem Angebot an der Vergabe teilzunehmen.
Laut Vergaberecht und Gemeindeprüfungsanstalt (GPA) ist die öffentliche und offene Ausschreibung bevorzugt zu behandeln, weil hier der Wettbewerb unter den Unternehmen am ehesten erhalten bleibt (unbegrenzte Anzahl an Unternehmen kann teilnehmen). Zudem sorgt das EU-Recht bei der offenen Ausschreibung dafür, dass qualifizierte Unternehmen aus dem gesamten EU-Raum die Möglichkeit auf Teilnahme an der Ausschreibung erhalten.

Der CDU Fraktionssprecher möchte die Richtlinien etwas präzisieren und eigentlich eine Entlastung. Die SPD Fraktionssprecherin und der Sprecher vom Freien Forum wollen das Bauamt nicht mit Vorschriften überlasten, ebenso nicht die LBU. Der CDU Sprecher präzisiert dann nochmal sein Vorhaben. Er möchte nur einen verbindlichen Handlungsrahmen schaffen der dann den Handwerkern bekannt ist. Unser Bürgermeister meint, dass die Vergabe oft schwierig sei, damit sich niemand zurückgesetzt fühlt und alles möglichst transparent zu machen. Das Bauamt und der Bürgermeister hätten fast täglich damit zu tun. Deswegen wird das Thema nochmal in die Fraktionssprechstunde gelegt.

TOP 10
Erwerb und Umrüstung der PV-Anlage auf der Aubachhalle in Mundelfingen

Die Stadt Hüfingen hatte bis zum 31.12.2025 die Dachfläche auf der Aubachhalle an die Solargemeinschaft Mundelfingen GbR verpachtet. Bislang speiste die PV-Anlage der Solargemeinschaft in das Stromnetz der ESB ein.

Die Solargemeinschaft Aubachhalle GbR hat der Stadt Hüfingen angeboten, die PV-Anlage auf der Aubachhalle mit 39,1 kWp zu erwerben. Die PV-Anlage ist nach 20 Jahren vollends abgeschrieben. Die Stadt Hüfingen hat der Solargemeinschaft für die PV-Anlage I mit 39,1 kWp ein Kaufpreis von netto 5.000 € geboten.

Die PV-Anlage I auf der Aubachhalle soll zu einem Kaufpreis von netto 5.000 € von der Solargemeinschaft Mundelfingen GbR erworben werden.

Die Arbeiten für die Umrüstung auf Eigenverbrauch nebst Erwerb eines Stromspeichers mit 13,8 kWh sollen für 16.426,08 € netto vergeben werden.

Dies wird auch einstimmig beschlossen.

TOP 11
Beschluss über die Annahme der Geld- und Sachspenden 2024; Spendenbericht 2024

Den Spendenbericht kann ich hier nicht veröffentlichen, aber es wurden 2024 insgesamt 7.600 € an Spenden eingenommen. Der größte Anteil macht das Sommertheater mit 6.400 € und enttäuschend klein sind die Spenden für die Jugendfeuerwehr. Irgendwie sind unsere Unternehmer hier sehr knausrig. Schade eigentlich für das tolle Projekt.

Die Spenden und Zuweisungen sollen gemäß dem beiliegenden Spendenbericht zur
Kenntnis genommen und angenommen werden. Dem wird auch einstimmig zugestimmt.

TOP 12
Finanzielle Beteiligung von Umlandgemeinden an weiterführenden Schulen – Villingen-Schwenningen, Sanierung Gymnasium Romäusring, Investition Gymnasium am Hoptbühl, Sanierung und Ausbau Sprachheilschule

Nach Furtwangen kommt nun die Stadt Villingen-Schwenningen und will auch die Umlandgemeinden zur finanziellen Beteiligung der Schulbauinvestitionen heranziehen. Dies umfasst das Gymnasium Romäusring mit 2 Schülern, das Gymnasium am Hoptbühl mit 1 Schüler und die Sprachheilschule mit 2 Schülern.

Diese Thema war schon in der Sitzung am 24. Oktober 2024 und in der Sitzung am 20. Februar 2025. Es geht wieder um dieses obsolete VGH-Urteil vom 6. Dezember 2022. Seitens des Gemeindetags gibt es Bestrebungen hier Lösungen zu erarbeiten, allerdings ohne einen ungefähren Zeitrahmen nennen zu können.

Diese Thema ist meiner Meinung nach Teil unseres dysfunktionalen Staates, absolut unnötige Arbeitsbeschaffung und hetzt die Kommunen gegenseitig auf. Vor allem auch angesichts der Tatsache, dass Stuttgart sich selber nicht sonderlich um Gesetze schert, aber die Kommunen sollen es dann, aber auch nur bei bestimmten Themen. Nicht nur beim Lidllager wurde EU Recht gebrochen, ich habe weiteres hier aufgeführt: Fremdverwaltet von oben herab . Gesetzte werden nur dort eingehalten bei denen auch jemand klagen darf und kann.
Stuttgart schaut dem Gemetzel der Gemeinden untereinander tatenlos zu.

Wenn die Gemeinden die Freiwilligkeitsphase ablehnen, dann wird das Verfahren beschleunigt. Also müssen die Gemeinderäte hier mal wieder zustimmen, was sie auch mit einem Stöhnen tun.

TOP 13
Antrag der CDU-Fraktion – Verbesserung der Öffentlichkeitsarbeit

Unten sind nur die Antworten, die ich für wichtig erachte. Wer alle will, möge selbst schauen.

zu 1. Welche (kommunalverbandlichen / gewerblichen) Anbieter gibt es?
Es gibt eine sehr große Auswahl an App-Anbietern aus der freien Wirtschaft. Darüber hinaus wird auch über Komm.One als kommunales Rechenzentrum eine Bürger-App angeboten.
Eine sinnvolle Lösung kann auch der jeweilige Homepage-Anbieter sein, da hier die Inhalte
nur einmal gepflegt werden müssen und sich somit automatisch synchronisieren.

zu 3. Welche Städte und Gemeinden haben bereits eine kommunale App?
Villingen-Schwenningen bietet seit 2016 eine App für die Bürger an, die zum Informieren, Parkplatz suchen, Tickets kaufen, Kita finden usw. ausgelegt ist. Umgesetzt wurde die App vom Anbieter „Make a Smile Media“ aus Villingen-Schwenningen. Mönchweiler nutzt seit 2017 die „City Hub App“ vom Schramberger Unternehmen digital softfolio. Die App hat in ganz Baden-Württemberg die gleiche Oberfläche. Jede Kommune kann ihren persönlichen Auftritt selbst gestalten. Durch die optische und digitale Mängelverwaltung können die Meldungen über Lob und Tadel direkt mit einem Bild (inkl. Standortlieferung über Google Maps) an die Gemeindeverwaltung übersendet werden.
St. Georgen (seit 2020) und Bad Dürrheim (seit 2021) nutzen den „digitalen Dorfplatz“ vom Schweizer Anbieter „Crossiety“, der als App genutzt werden kann. Besonders ist die Kommunikationsmöglichkeit für die Bürger untereinander.
Unterkirnach nutzt eine Bürger-App vom Anbieter „Hirsch & Wölfl“ aus Vellberg. Auch hier sind die informativen Inhalte der Webseite verfügbar.
Furtwangen nutzt seit 2024 eine Park-App zur Bezahlung der Parktickets (Anbieter ist „Parkster GmbH“ aus München).
Donaueschingen bietet seit 2024 die Erlebnis-App „Donaueschingen erleben“ an, die eine interaktive Tour durch Donaueschingen ermöglicht.
Blumberg bietet „Blumberg digital“ als App an, mit der Funktion 3D-Modelle, historisches Film- und Bildmaterial, interaktive Bildergalerien und Animationen anzeigen zu lassen. Zukünftig werden auch aktuelle kommunale Themen wie z.B. Baugebiete ebenfalls bereitgestellt.

zu 7. Wie viele Bürger (in der Kernstadt und je Ortsteil) haben den Hüfinger Boten zum Stichtag 31.12.2024 abonniert?

Hüfingen: 627 Exemplare
Behla: 67 Exemplare
Fürstenberg: 78 Exemplare
Hausen vor Wald: 95 Exemplare
Mundelfingen: 125 Exemplare
Sumpfohren: 38 Exemplare

zu 16. Welche Kosten kämen auf die Stadt Hüfingen bei einer Vollverteilung zu?
Für die Stadt Hüfingen würden nach heutigem Stand folgende Positionen anfallen:
12.100€ Herstellungskosten (48 Ausgaben á 12 Seiten, 3.337 Exemplare)
49.300€ Zustellung über Austräger (Mindestlohn)
3.900€ Verwaltungskosten für die Angestellten Austräger

65.300€/Jahr

zu 17. Gäbe es ein Modell, nachdem der Verlag die Kosten trägt und durch den Anzeigenteil refinanziert?
Eine Finanzierung ausschließlich von Anzeigen ist nicht möglich. Die Kosten können durch Reduzierung des Redaktionellen Umfanges erreicht werden. Ebenfalls können die Kosten bei Verzicht auf die 4-farbigkeit im Innenteil stark reduziert werden. Eine weitere Reduzierung der Kosten ist möglich, wenn der Produktionsverlauf optimiert wird (Anpassung der Abgabe und Freigabe-Zeiten).

Der CDU Fraktionssprecher bedauert, dass sich dann wohl eine kostenlose Vollverteilung ausschließt, da es leider viel zu viel Geld kostet. Die SPD fragt wie wohl eine App angenommen wird, ob man da was weiß. Der Bürgermeister war mit dem Hauptamtsleiter in St. Georgen und konnte sehen wie die App dort ein ganz großer Erfolg ist. Über 7.000 Leute hätten die App und sie würde sehr gut angenommen. St. Georgen hat laut google 8.500 Einwohner. Der Bürgermeister schlägt vor mit dem Hüfinger Boten alles so beizubehalten und parallel eine App zu entwickeln.

TOP 14
Informationen der Verwaltung und Anfragen aus dem Gemeinderat

Es gibt einige neuen Stellenbesetzungen und Hüfingen ist Gewinnerin bei Natur nah dran!

Mete Ünal soll im Namen der Nachbarskinder die Frage stellen, wann man wieder auf dem Spielplatz Bleichewiese spielen darf.

Das Regierungspräsidium hat noch immer nicht geantwortet. Der Bauamtsleiter hat schon 6 x nachgefragt.

Absperrungen am Spielplatz Bleichewiese

Ebenso sei beim RPF Straßenbau niemand zu erreichen wegen der Lärmschutzwand.

Fremdverwaltet von oben herab

Am 20 Mai wird eine Verkehrsschau an der LRS stattfinden.

Bundestagswahl in Hüfingen

Wer selber schauen möchte, hier geht es zu den Ergebnissen: https://wahlergebnisse.komm.one

Hier die Ergebnisse 2025 und drunter 2021
Parteien von 2021 die nicht mehr antreten habe ich weg gelassen
Alle Zahlen ohne Gewähr!

Hüfingen gesamtErststimmenZweitstimmenProzent
Erststimmen
Prozent
Zweitstimmen
Thorsten Frei, CDU 2.211
1.839
1.690
1.240
47,6
43,3
36,4
29,1
Derya Türk-Nachbaur
SPD
646
623
474
768
13,9
14,7
10,2
18
Marin Jurić
GRÜNE
Thomas Bleile,
272
444
454
578
5,9
10,4
9,8
13,6
Mark Hohensee
FDP
Dr. Klinge
188
495
265
703
4,1
11,6
5,7
16,5
Sebastian van Ryt
AfD
Rothweiler
968
426
1.084
499
20,9
10
23,3
11,7
Heinrich Alexandra Hermann, DIE LINKE 185
80
222
84
4,0
1,9
4,8
2
die Basis
Herrmann

179
18
142

4,2
0,4
3,3
Tierschutzpartei58
61
1,2
1,4
Die PARTEI20
27
0,4
0,6
Leon Dold
FREIE WÄHLER
Maier
63
160
58
82
1,4
3,8
1,2
1,9
MLPD 2021
Kruse-Günter

3
0
2

0,1
0
0
BSW
256

5,5
Selina Schmidt
Volt
4731
10
1,00,7
0,2
ÖDP120,3
Bündnis C50,1
Louis Weißer611,3

2025: Wahlberechtigte in ganz Hüfingen 5.548 davon haben 4.684 gewählt
Wahlbeteiligung 2025: 84,4 %

2021: Wahlberechtigte in ganz Hüfingen 5.538 davon haben 4.301 gewählt.
Wahlbeteiligung 2021: 77,7%

Für die einzelnen Wahlräume beschränke ich mich auf über 5 %!
Dann fehlen hier natürlich die Briefwähler.
Die Zahlen sind die Menschen die aktiv in dem Raum wählen waren.
Alle Zahlen ohne Gewähr!

Behla

BehlaErststimmenZweitstimmenProzent
Erststimmen
Prozent Zweitstimmen
Thorsten Frei
CDU
111
105
93
77
52,4
54,4
43,9
39,7
Derya Türk-Nachbaur
SPD
25
19
16
30
11,8
9,8
7,5
15,5
Marin Jurić
GRÜNE
Thomas Bleile
9
15
20
18
4,2
7,8
9,4
9,3
Mark Hohensee
FDP
Dr. Klinge
7
21
10
32
3,3
10,9
4,7
16,5
Sebastian van Ryt
AfD
Rothweiler
45
19
42
21
21,2
9,8
19,8
10,8

2025 Wahlberechtigte: 348 davon haben 213 in Behla gewählt.
2021: Wahlberechtigte 339 davon haben 194 in Behla gewählt.

Fürstenberg

FürstenbergErststimmenZweitstimmenProzent
Erststimmen
Prozent Zweitstimmen
Thorsten Frei
CDU
149
111
129
91
60,8
51,2
52,7
42,1
Derya Türk-Nachbaur
SPD
24
32
15
31
9,8
14,7
6,1
14,4
Marin Jurić
GRÜNE
Thomas Bleile
13
7
20
15
5,3
3,2
8,2
6,9
Mark Hohensee
FDP
Dr. Klinge
5
29
12
31
2,0
13,4
4,9
14,4
Sebastian van Ryt
AfD
Rothweiler
39
18
42
22
15,9
8,3
17,1
10,2

2025 Wahlberechtigte 351 davon haben 246 in Fürstenberg gewählt.
2021: Wahlberechtigte 361 davon haben 219 in Fürstenberg gewählt.

Hausen vor Wald

Hausen vor WaldErststimmenZweitstimmenProzent
Erststimmen
Prozent Zweitstimmen
Thorsten Frei
CDU
125
107
84
75
52,7
51,4
35,6
36,1
Derya Türk-Nachbaur
SPD
20
25
20
29
8,4
12,0
8,5
13,9
Marin Jurić
GRÜNE
Thomas Bleile
7
6
11
13
3,0
2,9
4,7
6,3
Mark Hohensee
FDP
Dr. Klinge
10
28
14
35
4,2
13,5
5,9
16,8
Sebastian van Ryt
AfD
Rothweiler
54
23
69
32
22,8
11,1
29,2
15,4

2025 Wahlberechtigte 376 davon haben 237 in Hausen vor Wald gewählt.
2021: Wahlberechtigte 397 davon haben 211 in Hausen vor Wald gewählt.

Mundelfingen

MundelfingenErststimmenZweitstimmenProzent
Erststimmen
Prozent Zweitstimmen
Thorsten Frei
CDU
167
127
124
80
51,5
45,2
38,3
28,4
Derya Türk-Nachbaur
SPD
28
34
24
44
8,6
12,1
7,4
15,6
Marin Jurić
GRÜNE
Thomas Bleile
22
30
29
42
6,8
10,7
9,0
14,9
Mark Hohensee
FDP
Dr. Klinge
17
36
19
56
5,2
12,8
5,9
19,9
Sebastian van Ryt
AfD
Rothweiler
64
30
75
28
19,8
10,7
23,1
9,9

2025: Wahlberechtigt 564 davon haben 329 in Mundelfingen gewählt.
2021: Wahlberechtigte 553 davon haben 286 in Mundelfingen gewählt.

Sumpfohren

SumpfohrenErststimmenZweitstimmenProzent
Erststimmen
Prozent Zweitstimmen
Thorsten Frei
CDU
87
68
70
41
56,1
51,1
45,8
30,8
Derya Türk-Nachbaur
SPD
12
7
8
12
7,7
5,3
5,2
9,0
Marin Jurić
GRÜNE
Thomas Bleile
2
11
6
13
1,3
8,3
3,9
9,8
Mark Hohensee
FDP
Dr. Klinge
5
23
11
36
3,2
17,3
7,2
27,1
Sebastian van Ryt
AfD
Rothweiler
39
19
44
21
25,2
14,3
28,8
15,8

2025: Wahlberechtigt 212 davon haben in Sumpfohren 155 gewählt.
2021: Wahlberechtigte 209 davon haben in Sumpfohren 133 gewählt.

LRS Hüfingen

LRS HüfingenErststimmenZweitstimmenProzent
Erststimmen
Prozent Zweitstimmen
Thorsten Frei
CDU
303
196
234
142
43,5
41,1
33,5
29,8
Derya Türk-Nachbaur
SPD
103
70
82
91
14,8
14,7
11,7
19,1
Marin Jurić
GRÜNE
Thomas Bleile
43
44
75
52
6,2
9,2
10,7
10,9
Mark Hohensee
FDP
Dr. Klinge
36
73
41
84
5,2
15,3
5,9
17,6
Sebastian van Ryt
AfD
Rothweiler
171
43
186
50
24,5
9,0
26,6
10,5

2025: Wahlberechtigte 1334 davon haben in LRS 705 gewählt.
2021: Wahlberechtigte 1304 davon haben in LRS 480 gewählt.

Verena Hüfingen

Verena HüfingenErststimmenZweitstimmenProzent
Erststimmen
Prozent Zweitstimmen
Thorsten Frei, CDU228
178
186
114
37,6
36,6
30,6
23,1
Derya Türk-Nachbaur
SPD
89
95
59
106
14,7
19,5
9,7
21,5
Marin Jurić
GRÜNE
Thomas Bleile
15
36
19
45
2,5
7,4
3,1
9,1
Mark Hohensee
FDP
Dr. Klinge
24
64
33
81
4,0
13,1
5,4
16,4
Sebastian van Ryt
AfD
Rothweiler
204
73
207
85
33,6
15,0
34
17,2

2025: Wahlberechtigt 1161 davon haben in Verena 614 gewählt.
2021: Wahlberechtigte 1165 davon haben in Verena 502 gewählt.

Rathaus Hüfingen

Rathaus HüfingenErststimmenZweitstimmenProzent
Erststimmen
Prozent Zweitstimmen
Thorsten Frei
CDU
228
168
163
104
37,4
35,3
26,7
22,1
Derya Türk-Nachbaur
SPD
108
83
66
105
17,7
17,4
10,8
22,3
Marin Jurić
GRÜNE
Thomas Bleile
42
53
81
68
4,9
11,1
13,3
14,5
Mark Hohensee
FDP
Dr. Klinge
21
47
31
70
3,4
9,9
5,1
14,9
Sebastian van Ryt
AfD
Rothweiler
147
67
162
80
24,1
14,1
26,6
17,0

2025: Wahlberechtigte 1202 davon haben 618 im Rathaus gewählt.
2021: Wahlberechtigte 1210 davon haben 480 im Rathaus gewählt.

Briefwahl ist 001 Hüfingen I und 002 Hüfingen II – diese Ergebnisse liste ich nicht gesondert auf, die fließen dann ganz oben bei Hüfingen gesamt ein.



Es gibt jetzt einen extra Briefkasten für die Briefwahlunterlagen!

Damit eure Stimmen sicher sind.
Nutzt sie!


Leider hat sich niemand von den Wahlkämpfern auf unseren Wochenmarkt getraut.

Sehr bizarres Wahlplakat auf der Hüfinger Wand am 8. Februar 2025!

Dazu fand ich von 2019 diesen Kommentar: „Seit 2009 sind die kommunalen Freien Wähler in Baden-Württemberg darauf bedacht, sich von der gleichnamigen Partei in Bayern abzugrenzen – sie sehen sich als das „Original“.

Das mit der Abgrenzung funktioniert ja super!









16. Januar war Derya Türk-Nachbaur in Hüfingen unterwegs!


Was ich momentan auch mache ist unten die Ergebnisse der Wahlen von 2021 aufzulisten, damit man das dann mit 2025 vergleichen kann. Also die Wahlbeteiligung von 2021 ist wirklich ausbaufähig, das können wir besser.

Geht wählen!

Unten erst mal der Neujahrsempfang. Eigentlich wollte ich nur paar Fotos machen, aber da die Reden von Thorsten Frei und Derya Türk-Nachbaur an uns alle waren, möchte ich sie doch mit ganz Hüfingen hier teilen. Leider müsst ihr heute auf unseren Bürgermeister verzichten – obwohl seine Rede wirklich großartig war – aber kommt doch einfach selber das nächste Mal, diese Seite hier ist nun mal nur für die Bundestagswahl.

Zuerst redete Thorsten Frei

Thorsten Frei


Anschließend Derya Türk-Nachbaur

Derya Türk-Nachbaur


Unten stehen vier Fragen, die ich am 9.12.2024 unseren Bundestagskandidaten geschickt habe. Am 10.12.2024 habe ich schon die Antworten von Thorsten Frei bekommen. Vielen Dank an Herrn Frei für die superschnellen und ausführlichen Antworten!

Am 7.01.2025 hat uns Derya Türk-Nachbaur geantwortet. Vielen Dank an Derya Türk-Nachbaur für die persönlichen Worte an alle Hüfingerinnen und Hüfinger!

Am 15.01.2025 hat uns Marin Jurić geantwortet. Vielen Dank an Marin Jurić!

Dann möchte ich allen Nörglern sagen, dass ich hier nur das veröffentliche, was nun mal in Hüfingen los ist und nur die Antworten der Kandidaten, die mir diese auch schicken.
Wenn jemandem ein Kandidat besonders wichtig ist, kann er sich gerne selber darum kümmern, dass er sich bei mir meldet. Ich werde bei keinem klingeln und betteln. Wenn mir jemand vorwirft unausgewogen zu sein, kann ich dazu nur sagen:
Ihr bekommt hier die Kandidaten, denen auch Hüfingen wichtig ist!


Thorsten Frei: Sie kennen die Weisheit „Kultur ist nicht alles, aber ohne Kultur ist alles nichts“. Deshalb sollten Kunst und Kultur auch in Zukunft angemessen durch den Bund gefördert werden. Klar ist aber, dass verfassungsrechtlich die Kulturförderung in die Zuständigkeit der Länder fällt. Der Bund wird sich also auf national bedeutsame Projekte beschränken müssen. Beispielsweise bin ich überzeugt, dass es auch in Zukunft die wichtigen Denkmalschutzsonderprogramme geben wird, die den Erhalt national bedeutender Kulturschätze adressieren. Und selbstverständlich werden wir auch im Bereich des Klimaschutzes weiter fördern, beispielsweise bei der Dekarbonisierung im Gebäudebereich. Unser Ziel ist aber mehr Zielgenauigkeit. Klar ist, dass in wirtschaftlich schwierigen Zeiten auch bei der Förderung knapp kalkuliert und entsprechend priorisiert werden muss. Alles wie bisher weiter laufen zu lassen, dürfte nicht zu erwarten sein.

Derya Türk-Nachbaur: Kunst, Kultur und Naturschutz sind nicht nur schön, nicht nur ein nice-to-have, sie sind der Kern unseres gesellschaftlichen Zusammenhalts und unserer Verantwortung gegenüber künftigen Generationen. Ich setze mich dafür ein, dass nationale Förderprogramme in diesen Bereichen langfristig und verlässlich finanziert werden. Besonders wichtig finde ich Programme, die auf die Stärkung des ländlichen Raums abzielen, wie das Programm ‚Kultur in ländlichen Räumen‘ oder die Förderung nachhaltiger Naturschutzprojekte. Mein Ziel ist es, dass Kommunen wie Hüfingen direkt profitieren können und dabei die bürokratischen Hürden so niedrig wie möglich sind.

Marin Jurić: Ich würde nicht sagen, dass Hüfingen in einem vergessenen Landstrich liegt!
Kunst und Kultur sind wichtig und deshalb haben wir Claudia Roth 2021 als Kulturstaatsministerin eingesetzt. Damit wurde dieses wichtige Amt der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien, das 1999 eingeführt wurde, fortführen. Förderprogramme sind dynamisch und oft so gestaltet, dass sie als Anschubfinanzierung dienen sollen. Gerade ihre Förderung der jungen Menschen durch den Kulturpass unterstreicht unser Bewusstsein für die Relevanz.
Kunst und Kultur sind Gemeinwohl und werden auch oft von Privatpersonen und Institutionen gefördert, denen dieses Gemeinwohl wichtig ist. Vor allem die vielen Menschen, die im Ehrenamt dafür arbeiten, sei es in Brauchtumsvereinen, Naturschutzorganisationen oder in Museen, helfen dabei, Kunst und Kultur zu stärken.
Das Naturschutzgroßprojekt ist eine Chance. Es ist ein wichtiges und gefördertes Projekt des Bundes für die Baar. Naturschutz liegt uns Grünen besonders am Herzen, und wir können hier aus Baden-Württemberg starke Impulse in Richtung Bund mit unserem Biodiversitätsstärkungsgesetz aus dem Jahr 2020 oder der Errichtung und Erweiterung des Nationalparks Schwarzwald setzen. Auch die Förderung des Ökolandbaus ist uns Grünen wichtig, um Landwirtschaft und Naturschutz zu vereinen.

Thorsten Frei: Ja. Selbstverständlich unterstütze ich alle Vorhaben meines Wahlkreises in Berlin im Rahmen meiner Möglichkeiten. Das ist schon immer eine meiner Kernaufgaben als direkt gewählter Abgeordneter gewesen. Sofern ich über Bewerbungen informiert oder um Unterstützung gebeten werde, versuche ich geeignete Ansprechpartner oder Fördertöpfe zu identifizieren, Gesprächsmöglichkeiten zu eröffnen und auch im Namen der Bürgerinnen und Bürger der Wahlkreise für die hiesigen Projekte zu werben. Mit diesem Weg haben wir in der Vergangenheit viele schöne Erfolge erzielen können.

Derya Türk-Nachbaur: Als Abgeordnete dieses wunderschönen Wahlkreises sehe ich es als meine Hauptaufgabe, neben meiner Tätigkeit als Fachpolitikerin in Berlin, vollen Einsatz für unsere Region zu leisten. Der Wahlkreis und seine Anliegen haben für mich oberste Priorität. Wann immer sich die Möglichkeit bietet, den Auswahlprozess positiv zu beeinflussen – sei es durch Gespräche, unterstützende Schreiben oder den direkten Kontakt zu Entscheidungsträgern – nutze ich diese Chance, um Hüfingen bestmöglich zu unterstützen.
Bereits in der letzten Legislaturperiode konnte ich als Mitglied der Regierungsfraktion zeigen, wie wichtig mir diese Aufgabe ist: Über 500 Millionen Euro sind mit meiner Unterstützung in die Region geflossen. In Fällen, in denen ich von Bürgermeister:innen und Gemeinderäten über Förderanträge informiert wurde, konnte ich gezielt nachfassen und unterstützen. Der Zugang zu Fördergeldern darf nicht wie ein Hindernisparcours wirken.
Mein Ziel ist es, Hüfingen weiterhin dabei zu helfen, Förderanträge strategisch und erfolgreich einzureichen. Das bedeutet, die Hüfinger Entscheidungsträger:innen nicht nur auf mögliche Programme aufmerksam zu machen, sondern sie auch aktiv zu unterstützen – etwa durch mein Netzwerk oder direkte Gespräche mit den zuständigen Ministerien in Berlin. Zudem setze ich mich dafür ein, dass Beratung und Transparenz in Förderprozessen verbessert werden. Keine Kommune sollte aufgrund mangelnder Unterstützung oder Informationen benachteiligt werden

Marin Jurić: Als Abgeordneter ist es ein wichtiger Teil meiner Aufgaben, Vorhaben im Wahlkreis zu unterstützen. Wichtig ist dabei, dass ich rechtzeitig darüber informiert werde und gute Argumente vorhanden sind.

Derya Türk-Nachbaur: Ich bin überzeugt von der Stärke des Föderalismus – er ist ein Kernstück unserer Demokratie. Aber er darf nicht dazu führen, dass kleinere Kommunen wie Hüfingen in einem ungleichen Machtverhältnis zurückbleiben. Der Bund muss in Schlüsselbereichen wie Infrastruktur, Kulturförderung und Daseinsvorsorge mehr direkte Verantwortung übernehmen können. Es ist nicht akzeptabel, dass das Regierungspräsidium Entscheidungen trifft, während Kosten und Lasten bei den Kommunen hängen bleiben.

Deshalb setze ich mich dafür ein, dass der Bund als verlässlicher Partner stärker eingebunden wird und Fördermittel direkt an die Kommunen fließen können, ohne den Umweg über die Länder. Unser Föderalismus ist eine Errungenschaft, die wir bewahren müssen – aber auch anpassen, wo nötig. Ob Klimaanpassung, Unterstützung für sozial Benachteiligte oder wirtschaftliche Hilfen: Der Bund muss dort handeln, wo er gebraucht wird. Dabei zählt immer die konkrete Lösung, nicht pauschale Ansätze. Ein handlungsfähiger Bund ist unerlässlich, um gemeinsam die großen Aufgaben unserer Zeit zu bewältigen.

Marin Jurić: Ich begrüße die föderalen Strukturen in unserem Land. Das Bundesstaatsprinzip des Grundgesetzes verpflichtet Bund und Länder zu wechselseitiger Rücksichtnahme und Hilfeleistung. Dabei werden Aufgaben zwischen Gesamtstaat (Bund) und Einzelstaaten (Länder) aufgeteilt. Beide politischen Ebenen sind für bestimmte, verfassungsgemäß festgelegte Aufgaben selbst zuständig.
Der föderale Aufbau soll dazu beitragen, dass Entscheidungen näher an den Bürgern getroffen werden und regionale Unterschiede besser berücksichtigt werden.

Thorsten Frei: Die föderalen Strukturen haben sich in Deutschland bewährt. Für einen leistungsfähigen Staat ist die konsequente Anwendung des Subsidiaritätsprinzips erforderlich. Das bedeutet, dass möglichst viele Aufgaben so nah als möglich an den Bürgern erledigt werden. Und nur die Aufgaben, die von den Kommunen nicht zu bewältigen sind oder weit über die Kommune hinausgehen von Land, Bund oder EU übernommen werden. Leider haben wir in der Vergangenheit erlebt, dass insbesondere in Brüssel, aber auch im Bund, überproportional viel neue Bürokratie geschaffen wurde, die bis in die Kommunen hineinwirkt. Dadurch lähmt sich unser Land, Menschen werden frustriert und wir verlieren an Wettbewerbsfähigkeit. In diesem Sinne wäre ich für eine Entflechtung der Ebenen und Bürokratieabbau. Mein Leitmotto in Bezug auf Europa lautet: Die EU muss in den kleinen Dingen klein und in den großen Dingen groß sein. Soll heißen, in Brüssel müssen wir uns gemeinsam mit unseren Partnern um Migration, Sicherheit- und Verteidigung oder auch Außenhandel kümmern. Auf der anderen Seite sollte sich Europa in vielen Detailfragen zurückhalten und auf Reglementierung verzichten. Auch im Verhältnis von Bund und Ländern gibt es immer wieder ein Gerangel um Aufgaben und Kompetenzen. Ich würde es aber sehr begrüßen, wenn der Bund eine generelle Verantwortung für die Abschiebung von Flüchtlingen erhalten würde, da sich in diesem Bereich das föderale Geflecht nicht bewährt hat.

Derya Türk-Nachbaur: Europa ist unsere Zukunft und bekommt angesichts der multipolaren Krisen eine noch viel größere Bedeutung. Nur ein starkes Europa wird die Herausforderungen, mit denen wir konfrontiert sind, gut bewältigen können. Ich glaube, dass die EU dort mehr Einfluss nehmen sollte, wo grenzüberschreitende Themen wie Klimaschutz, Digitalisierung, Migration oder der Schutz des kulturellen Erbes betroffen sind. Gleichzeitig muss sichergestellt werden, dass EU-Fördermittel direkt in die Kommunen gelangen, ohne dass bürokratische Hürden in den Ländern den Zugang erschweren. Für Hüfingen heißt das konkret: Wenn Gelder aus Brüssel für Kultur- oder Naturschutzprojekte bereitstehen, müssen sie schnell und unkompliziert abrufbar sein.

Marin Jurić: Die europäische Einigung ist unfassbar wertvoll. Sie hat uns vieles gebracht, was vorher nicht selbstverständlich war: demokratische Freiheit, Sicherheit vor Kriegen, wirtschaftlichen Fortschritt und Wohlstand.
Gerade heute, wo von Russland, China und leider auch den USA unter Trump Bedrohungen unserer Freiheit und Sicherheit ausgehen, müssen wir den Einigungsgedanken stärken, Gefahren gemeinsam mit unseren Partnern abwehren, freiheitliches Denken erhalten und durch Zusammenarbeit unsere Wirtschaft stärken. Alleine, als Nationalstaat, wäre Deutschland hilflos ausgeliefert.
Nur ein geeintes Europa kann erfolgreich Spielregeln in der digitalen Welt gegenüber den Musks und Zuckerbergs durchsetzen. Des Weiteren kann sich ebenfalls nur ein geeintes Europa gegen Putins Expansionsstreben wehren.
Aber es gilt auch: Alles, was sinnvoller in den Gemeinden, Ländern oder im Bund entschieden werden kann, muss dort entschieden werden. Möglichst nahe an den Bürgerinnen und Bürgern und durch sie selbst!


Hier die Seiten aus 2021:

Biotopvernetzungsplanung, Kopfacker, Beauftragter für Menschen mit Behinderung, interkommunale Zusammenarbeit und Teambuilding

Hier geht es um die Sitzung am 20. Februar 2025


Unterlagen wie immer hier: https://huefingen-sitzungsdienst.komm.one

Sitzung des Ausschusses für Umwelt und Technik

Dem Neubau eines Wohnhauses mit Einliegerwohnung im Baugebiet von Behla wird zugestimmt. Ebenso einer PV-Anlage auf bestehenden Garagen.

Der dritte Punkt ist die Errichtung eines Parkplatzes mit 27 Stellplätzen am Weiherweg 10. Der Parkplatz soll mit 8 E-
Ladesäulen für 16 Stellplätze ausgestattet werden und es sollen 4 neue Bäume gepflanzt werden.

Es ist ja löblich Bäume zu pflanzen, um die Autos irgendwann zu beschatten. Es wundert mich aber wieso man nicht gleich ein Solardach drauf kann? Damit hätte man auch Strom für die Ladesäulen und die Autos wären immer beschattet. Ich bin absolut gegen Solaranlagen auf der grünen Wiese so lange man sich nicht in der Lage sieht, versiegelte Flächen damit zu überdachen. Diesen nutzlosen Flächenverbrauch über den Autos halte ich für Irrsinn.

In Hausen vor Wald soll ein ehemaliges Bauernhaus saniert werden und 3 Wohneinheiten sowie ein Carport errichtet werden. Dem wird einstimmig zugestimmt.

In Sumpfohren soll eine Lagerhalle für landwirtschaftliche Güter und als Unterstand für sogenannt Kälberiglus errichtet werden.
Ich lebe jetzt fast 60 Jahre in dieser grausamen Kultur, trotzdem werde ich mich nie daran gewöhnen, dass Babies gleich nach der Geburt ihrer Mutter entrissen werden, um sie in eine Kiste zu sperren. Diese Selbstverständlichkeit erschüttert mich immer wieder. Ja, ich muss mich damit abfinden, wie mit so Vielem, aber es wird niemals von mir einfach so hingenommen werden. Ebenso der letzte Antrag für die Erweiterung eines Milchviehstalls in Behla. Echte Männer trinken sowieso kein Eutersekret!

Beiden Bauanträgen wurde einstimmig zugestimmt.

Fragen aus dem Gremium

Ein Stadtrat fragt am Ende der Ausschusssitzung ob der Weg vom Bahnhof zum Stellwerk nicht asphaltiert werden soll, weil man sich dort dreckige Schuhe holt. Meine Meinung dazu: Ich bin dagegen alles zu asphaltieren! Der Weg ist gut wie er ist. Problem ist der Schneepflug der dort immer wendet und mit der Schaufel Löcher gräbt. Diese Löcher laufen dann jedes Frühjahr mit Wasser voll und werden im Herbst vom Bauhof wieder repariert. Hört einfach auf, mit dem Schneepflug da rein zu fahren und alles ist gut!

Bitte kein Asphalt!

Öffentliche Gemeinderatssitzung ab 18:30 Uhr

Bekanntgabe von Beschlüssen aus nichtöffentlichen Sitzungen

  1. Die Preise vom Aquari bleiben gleich und werden nicht erhöht.
  2. Die Stadt Hüfingen hat das Flurstück 191 gekauft. Das ist das Haus vom ehemaligen Blumenladen, also Hauptstraße 4. Super! Das freut mich!

TOP 4
Biotopvernetzungsplanung – Berichterstattung 2024 und Vorstellung der Planung 2025 durch den Biotopvernetzungsbeauftragten

Unter 1a) 2024 steht: Anlegen von Blühstreifen Unterwieden, Hammeltal und Vor Gatter.
Diese 3 Flächen sollen neu eingesät werden, weil sie „ausgeblüht“ seien. Es steht da: „Sie müssen aber für die Neueinsaat bestellt werden, also beackert.

Ein mehrjähriger Blühstreifen ist nicht „ausgeblüht“. Sauerampfer und Disteln sind auch keine Zeigerpflanzen für ein „Ausblühen“. Dieses Wort gibt es nicht in diesem Zusammenhang. Wissenschaftliche Infos hierzu gibt es auf der Seite vom Nabu.

Unter 1b) steht: „Die Flächen Burgmühle und Lochmühle werden zurzeit zum größten Teil von Privaten als Holzlagerplatz benutzt. Die angelegten Blühflächen sind zerstört und somit entfallen 15.264 Ökopunkte.
Liebe Mundelfinger, das geht gar nicht! Macht so was auf eigenem Land!

Im Mai 2024 wurde zur Biotopverbundplanung eine gemeinsame Veranstaltung mit den Hüfinger BLHV-Vertretern durchgeführt. Hierbei wurden alle Maßnahmen abgelehnt. Streuobstwiesen wurden ebenso gestrichen, wie Extensivierung, Beweidung und Wiedervernässung.
Das einzige was getan werden muss ist unter 4h) „Öffnen der Gräben mit Bagger“. Ich möchte hierzu erwähnen dass für den Unterhalt der Drainagen der Steuerzahler her halten muss. Das Ried, von dem wir hier reden, haben in den 1930er Jahren die Nazis zerstört und ihren loyalen Anhängern vermacht.

Entwässerung vom Ried 1939

Unter 2024 9b) werden die Pachtverhältnisse der Längewiese erläutert und dass das Ausgraben und Häckseln des geschützten Heckenbiotopes keine Flurbereinigung gewesen sei.

Längewiese im September 2022

Längewiese im September 2024 mit nachgepflanzten Hecken

Bei zwei Grundstücken auf ca. 0,75 ha wurde der Humus abgeschoben. Diese Flächen werden wohl für die Montage der Windräder benötigt, allerdings fand hier keine Absprache statt.
Mir ist im Januar auch der Müll aufgefallen der bei der Aktion einfach mal so fallen gelassen wurde. Anscheinend muss den Herren mit den Windrädern etwas mehr auf die Finger geguckt werden.

Den Müll auf der Längewiese hat es inzwischen in den Wald verblasen.

TOP 5
Bebauungsplanverfahren „Kopfacker, 1. Änderung“ Satzungsbeschluss
Abwägung zu den in der Offenlage und Behördenbeteiligung (TÖB) eingegangenen Stellungnahmen

Der Kopfacker wurde am 24. Oktober 2024 auf den Weg gebracht. Der Produktionsablauf Fa. FB Food GmbH soll künftig zur Einsparung von Energie, Flächenbedarf und Arbeitszeit auf „Senkrechttransport“ ausgerichtet werden. Dazu ist eine wesentlich größere Bauhöhe notwendig, die eine Änderung des geltenden Bebauungsplans „Kopfacker“ für das ausgewiesene Baufenster im Bereich der geplanten zweiten und dritten Bauabschnitte erforderlich macht. Bisher ist dort eine Bauhöhe von ca. 20,5 m zulässig. Die neue Planung erfordert eine Bauhöhe von ca. 33 m.

Heute soll über die eingegangenen Stellungnahmen aus der Abwägungstabelle gesprochen werden.
Der Bebauungsplan „Kopfacker 1. Änderung“ soll gemäß § 10 Baugesetzbuch (BauGB) als Satzung beschlossen werden und dem Satzungstext zugestimmt werden.

Mit zwei Gegenstimmen wird der Satzung zugestimmt.

Die Verwaltung wird beauftragt, den Satzungsbeschluss des Bebauungsplans „Kopfacker 1. Änderung“ öffentlich bekanntzumachen.

TOP 6
Bestellung ehrenamtlicher Behindertenbeauftragter der Stadt Hüfingen (m/w/d)

Die 5-jährige Amtszeit des „ehrenamtlichen Behindertenbeauftragten“ läuft ab und es ist eine neue Bestellung erforderlich.

Hier hat unser Gemeinderat die gute Idee als neuen Beauftragten für Menschen mit Behinderung Lars Hauser zu wählen. Lars Hauser ist der Träger vom Sozialpreis 2024, vielseitig engagiert und kennt sich gut aus. Es freut mich sehr hier frischen Wind von einem jungen Mann zu bekommen und ich bedanke mich für seine Bereitschaft Verantwortung zu übernehmen!

Allerdings empfehle ich die Wortwahl unserer verstaubten Verwaltung in das 21. Jahrhundert zu heben und er soll der 1. Beauftragte für Menschen mit Behinderung von Hüfingen werden.

Die CDU schlägt ehrenamtlicher Inklusionsbeauftragter vor. Danke, finde ich sehr gut, sogar besser.

TOP 7
Abschluss einer öffentllich-rechtlichen Vereinbarung zur gegenseitigen Vertretung von Standesbeamten

Die Städte auf der Südbaar Hüfingen, Bräunlingen und Blumberg wollen enger zusammenarbeiten. Ein Themenfeld hierbei ist dabei das Standesamt, sowie die Möglichkeit zur gegenseitigen Vertretung der Vollstandesbeamten.
Durch die Vereinbarung wird die interkommunale Zusammenarbeit unter den Städten und Gemeinden gestärkt und hilft mögliche Personalengpässe in diesem Bereich der Pflichtaufgaben sicher überbrücken zu können. Zudem wird noch das Gespräch mit der Stadt Donaueschingen gesucht, ob ebenfalls Interesse besteht in den öffentlich-rechtlichen Vertrag aufgenommen zu werden.

Der Gemeinderat soll den Bürgermeister ermächtigen diesem zuzustimmen. Dies wird mir einer Gegenstimme beschlossen.

TOP 8
Finanzielle Beteiligung von Umlandgemeinden an weiterführenden Schulen – Sanierung des Otto-Hahn-Gymnasiums mit Realschule Furtwangen; Freiwilligkeitsphase

Auch diese Thema war schon in der Sitzung vom 24. Oktober 2024 und es geht wieder um dieses obsolete VGH-Urteil vom 6. Dezember 2022. Seitens des Gemeindetags gibt es Bestrebungen hier Lösungen zu erarbeiten, allerdings ohne einen ungefähren Zeitrahmen nennen zu können. Aktuell lassen sich diese aufwändigen Verhandlungen nicht vermeiden.

Teil dieser Verhandlungen ist nun, dass die Stadt Hüfingen der Stadt Furtwangen sich im Rahmen der Freiwilligkeitsphase i.S.d. § 31 Abs. 1 S. 1 SchG bereit erklärt zur Verhandlung einer öffentlich-rechtlichen
Vereinbarung.

Diese Thema ist meiner Meinung nach Teil unseres dysfunktionalen Staates, absolut unnötig und hetzt die Kommunen gegenseitig auf. Vor allem auch angesichts der Tatsache, dass Stuttgart sich nicht sonderlich um Gesetze schert, aber die Kommunen sollen es dann, aber auch nur bei bestimmten Themen. Nicht nur beim Lidllager wurde EU Recht gebrochen, ich habe weiteres hier aufgeführt: Fremdverwaltet von oben herab . Gesetzte werden nur dort eingehalten bei denen auch jemand klagen darf und kann. Stuttgart schaut dem Gemetzel der Gemeinden untereinander nun tatenlos zu. Von daher ist es gut unser Bürgermeister sucht den Schulterschluss mit unseren Nachbarn.

Der CDU-Fraktionssprecher hat sich übrigens hierzu gepflegter ausgedrückt als ich, aber er hat eine ähnliche Meinung.

TOP 9
Personal – Einführung einer Regelung zur Durchführung von Teambuilding-Maßnahmen

In der Stadtverwaltung Hüfingen gibt es bislang keine Regelungen hinsichtlich der Durchführung von Teambuilding-Maßnahmen. Der Personalrat hat daher eine entsprechende Dienstvereinbarung entworfen, welche mit dem Bürgermeister abgestimmt ist.
Das Ziel von Teambuilding-Maßnahmen besteht darin, das Vertrauen der Mitarbeiter zu stärken, die Kommunikation zu verbessern, die Zusammenarbeit zu steigern und die Motivation zu erhöhen oder aufrechtzuerhalten.

Als Grundsätze der Förderung wurden folgende Punkte festgelegt:

  1. Die Teambuiliding-Maßnahme findet außerhalb der Kernarbeitszeit statt.
  2. Jedes teilnehmende Team-Mitglied erhält eine Zeitgutschrift von max. 2 Arbeitsstunden
  3. Jedes teilnehmende Team-Mitglied erhält einen Zuschuss von 20,00-€ als Zuschuss zur
    Verwendung für Verpflegung bzw. Eintritt usw.
  4. Die Förderung kann einmal jährlich in Anspruch genommen werden.

Der Gemeinderat stimmt einer Dienstvereinbarung zur Durchführung von Teambuilding-Maßnahmen zu. Die entsprechenden Mittel werden bereitgestellt.

TOP10
Informationen der Verwaltung und Anfragen aus dem Gemeinderat

SPD stellt einen Antrag für ein professionelles Schülerlotsen-Konzept an der Lucian Reich Schule zusammen mit der Verkehrswacht. Eine Lehrerin von der LRS Schule stellt das Konzept kurz vor.

Um 20:03 Uhr wird der öffentliche Teil geschlossen.

Hackschnitzelkessel, neue Schaltanlagen für Tiefbrunnen und Bestandsgarantie für den Kindergarten Fürstenberg

Die Unterlagen gibt es wie immer hier: https://huefingensitzungsdienst

Hier geht es um die Sitzung am 23. Januar 2025

Sitzung des Ausschusses für Umwelt und Technik um 18:20 Uhr

Zuerst ging es um den Umbau von Garage und Kellerräumen zu einer Wohnung und die Erstellung von zwei Garagen und einem Carport am Hexenberg und dann um die Errichtung eines Gartenhauses auf dem Hohen II.

Der Bürgermeister verzichtet darauf die einzelnen Anträge vorlesen zu lassen. Von daher ging es heute drei Minuten.

Allen Bauvorhaben wurde einstimmig zugestimmt.

Öffentliche Gemeinderatssitzung ab 18:30 Uhr

Zuerst gab es Ehrungen für Kerstin Skodell, Ancilla Batsching, Egon Bäurer und Reinhard Isak als langjährige Gemeinderatsmitglieder.

TOP 4
Vergabe der Hochbauarbeiten für den Hackschnitzelkessel II am Standort Bleichewiese

Das Konzepts Hackschnitzelkessel II wurde hier letztes Jahr schon mehrfach besprochen:
https://hieronymus-online.de/hackschnitzelkesselanlage/.

Es gibt einen Förderbescheid Hackschnitzelkessel II in Höhe von 1,035 Mio € und es wird mit Gesamtkosten von 3,78 Mio € gerechnet. Mit dem Bau der Hackschnitzelkesselanlage II mit einer Leistung von 2 MW wird die Bleichewiese die zentrale Heizzentrale der Wärmeversorgung der Stadt Hüfingen.

Der CDU Fraktionssprecher fragt nach dem Unterschied von Nah- und Fernwärme. Es gäbe hier keine Unterschiede und wird einfach regional unterschiedlich benannt. Man kann es also benennen, wie man möchte.

Die Errichtung des Gebäudes für den Hackschnitzelkessel II am Standort Bleichewiese soll in dieser Sitzung an ein Bauunternehmen aus Furtwangen in Höhe von netto 545.209,71 € vergeben werden.

Der Gemeinderat stimmt der Vergabe mit einer Gegenstimme und einer Enthaltung zu.

TOP 5
Vergabe Sanierung Schaltanlagen Tiefbrunnen I & II, HB Schosen & HB Kohlwald

Bei unserem Trinkwasser verweise ich auf die Hüfinger Trinkwasser-Reise die im Grunde vom Hüfinger Wassermeister vorgestellt wurde.

Tiefbrunnen I & II im Schafäcker

Wasserhochbehälter Schosen

Hochbehälter Kohlwald 750 cbm
Eröffnet 15.08.1975

In Zukunft soll der Chlorgehalt erhöht werden, da dies vom Gesundheitsamt gefordert wurde. Also ich persönlich finde das ziemlich blöde. Vielleicht gibt es noch eine Möglichkeit darauf zu verzichten?

Die Sanierung der Schaltanlagen ist erforderlich, da diese alt und reparaturanfällig geworden sind und so für die Zukunft wieder auf Stand gebracht werden. Es soll eine Firma aus Blumberg mit den Arbeiten zur Sanierung der Schaltanlagen für 100.583,60 € netto beauftragt werden.

Die CDU fragt sich, warum es nur ein einziges Angebot gab und das war auch noch das 1,5 – fache vom vorher geschätzten Betrag. Der Betrag für die Sanierung der Schaltanlagen erscheint zu hoch. Die anderen Gemeinderäte befinden auch das Angebot für viel zu hoch.

Der Wassermeister meint, dass die Dringlichkeit von der Sanierung sehr hoch sei und im Haushalt seien 35.000 Euro drin. Falls eine Steuerung ausfällt, müsse man auf Handsteuerung umstellen. Eine erneute Ausschreibung ginge mindestens drei Monate.

Bei 15 Gegenstimmen und vier Enthaltungen muss erneut ausgeschrieben werden.


TOP 5
Aufhebung des Grundsatzbeschlusses, zur Schließung der
Ortsteilkindergärten bei Unterschreitung von 12 Kindern
2025/219

Was soll man dazu sagen?

Halleluja

Dieser Beschluss ist sowas an überfällig und kommt eigentlich viel zu spät. Zu spät für Sumpfohren , zu spät für Hausen, aber immerhin nicht zu spät für Fürstenberg.

Bestandsgarantie für den Kindergarten St. Silvester.
Sumpfohren

Alter Kindergarten von Hausen vor Wald der ein ähnliches Schicksal hatte wie der in Sumpfohren.

Der CDU Fraktionssprecher meint, dass dieser Grundsatzbeschluss damals die Voraussetzung war, dass der neue Kindergarten von Behla so gut angenommen wurde. Aber jetzt seien neue Zeiten und der Grundsatzbeschluss soll aufgehoben werden.

Ebenso meint die Fraktionssprecherin der SPD, dass die Zeit gekommen ist, den alten Grundsatzbeschluss erst mal aufzuheben. Auch die anderen Gemeinderäte schließen sich an.

Der Gemeinderat beschließt am 23. Januar 2025 einstimmig die Aufhebung des Grundsatzbeschlusses, die Ortsteilkindergärten bei Unterschreitung von 12 Kindern zu schließen.

Meine Meinung hierzu

Da es hierzu im Gemeinderat leichten Streit gab, wie seit 16 Jahren, möchte ich hier gesondert meine Meinung dazu schreiben.

Das Argument, dass der katholische Kindergarten nur so gut angenommen wurde, wegen der Schließung von Sumpfohren und Hausen, ist eigentlich sarkastisch. Wenn es damals wirklich um die Familien und Kinder gegangen wäre, hätte man einen städtischen Zentralkindergarten errichten können. Keinen alternativlosen katholischen Hort. Es scheint niemand aufzuregen, dass die Leiterin und deren Stellvertreterin, nachdem sie den neuen katholischen Kindergarten aufgebaut hatten, von der Kirche heimlich abgeschoben wurden. Warum?

TOP 6
Anfragen aus dem Gemeinderat

Der CDU Fraktionssprecher, Markus Leichenauer, fragt an, ob eine kommunale App möglich sei, damit alle Hüfingerinnen und Hüfinger einfacher informiert werden können. Auch fragt er, ob eine kostenlose Vollverteilung des Hüfinger Boten möglich sei und was dies kosten würde. Die Liste mit den Fragen hat er uns hier zur Verfügung gestellt:

Hier möchte ich darauf aufmerksam machen, dass Donaueschingen ein eigenständiges Blatt hat, das nicht beim Primo Verlag angesiedelt ist und das allen Bürgerinnen und Bürgern zur Verfügung steht. https://www.donaueschingen.de/mitteilungsblatt

Mete Ünal fragt, wann der geschlossene Spielplatz wieder geöffnet werden darf. Der Bauamtsleiter meint, Problem sei eine geologische Untersuchung die gemacht werden soll, und bei der es Probleme mit dem RP gäbe. Es kann erst weiter gehen, wenn das RP irgendwann was tut.


Hier gibt es den Artikel zum Spielplatz Bleichewiese:

19:40 Uhr war die öffentliche Gemeinderatssitzung beendet.

Fremdverwaltet von oben herab

Schon öfters hatte ich mich beschwert, dass Hüfingen undemokratisch und aus historischen Gründen Stuttgart unterstellt wurde. Deswegen gilt bei uns eine Verfassung die 1953 von schwäbischen Männern beschlossen wurde. In dieser Verfassung steht: Das Land Baden-Württemberg ist ein republikanischer, demokratischer und sozialer Rechtsstaat und Die Staatsgewalt geht vom Volke aus. Deswegen dürfen wir alle 5 Jahre wählen. Um zu gewährleisten, dass Hüfingen keine Rolle in Stuttgart spielt, wurden wir zum Wählen dem württembergischen Tuttlingen zugeteilt. Ob das wohl die Rache für das Wahlergebnis von 1950 war, bei dem Hüfingen mit über 60% für Baden war und Tuttlingen zu 95% dagegen gestimmt hatte?

Um sich nicht direkt mit uns auseinanderzusetzen zu müssen, hat Stuttgart ein Regierungspräsidium (RP) in Freiburg errichtet das uns verwaltet. Als mittlere Landesbehörde steht das RPF zwischen dem Land Baden-Württemberg und der kommunalen Ebene. Das Regierungspräsidium zählt 1.718 Mitarbeiter darunter 809 hoch bezahlte Beamte.(Zahlen, Daten und Fakten RPF, abgerufen am 15.01.2025). Der Regierungspräsident wird genau so wenig vom Volk gewählt wie der Erste Landesbeamte oder der Landrat. Aus diesem Grund lassen sich bei den hoch bezahlten Stellen fast nur Männer finden die meiner Meinung nach viel zu viel Macht haben und nicht kontrolliert werden.

So bestimmt das RPF mit Macht und Steuergeld von oben herab wer was wie zu tun habe und missachtet die Bedürfnisse der Kommunen und die Sinnhaftigkeit seiner Maßnahmen. Deswegen möchte ich hier eine kleine Liste für Hüfingen zusammenstellen.

Lidllager

Als erstes muss man das Lidllager erwähnen, das ohne Sinn und Verstand auf eine Feuchtwiese geknallt wurde. Das Lager ist größer als die Hüfinger Altstadt und widerspricht nicht nur EU Recht, sondern auch Landesrecht. Es wurden 5 ha geschützte Biotope und Streu- und Nasswiesen versiegelt. Hier gibt es die Ausführungen von Prof. Dr. Günther Reichelt dazu: https://hieronymus-online.de/lidl-erweiterung. Dies alles unter Umgehung sämtlicher Gesetzte und ohne vorgeschriebene Umweltverträglichkeitsprüfung.

Auch wurde auf das 46.969,22 m2 große Dach keine Photovoltaikanlage gebaut, da das Zentrallager so billig wie möglich gebaut wurde, so dass auch nachträglich keine Photovoltaikanlage mehr möglich war. https://hieronymus-online.de/kein-photovoltaik-fuer-lidl/

esb (Energieversorgung Südbaar GmbH & Co.KG)

Die Hüfinger Anteile an der esb wurden 2023 von der CDU und der FDP/FW/UWV verkauft. Die esb gehört der Kapitalgesellschaft Energiedienst Holding die sich jetzt Naturenergie Holding AG nennt, der Hauptaktionär ist die EnBW. Die Naturenergie Holding AG hatte 2024 eine Dividendenrendite von 3,54 % (Abgerufen am 20.01.2025).

Seit dem Rückkauf der Hüfinger Anteile plant die esb ein Umspannwerk an der B33 in Sumpfohren. Um den Gewinn an dem Umspannwerk den Aktionären zu sichern hat die esb hierfür landwirtschaftliche Fläche gekauft die nach ASVG der Landwirtschaft vorbehalten ist.

Dies wird vom RPF mit volkswirtschaftlichen Belangen begründet. Es stellt sich hier die Frage, warum das RPF der Ansicht ist, es sei ein volkswirtschaftlicher Belang, dass der Boden der esb gehören muss? Womöglich geht es hier eher darum, privilegiert bauen zu dürfen und die Gewinne an den Landwirten vorbei für die Aktionäre zu sichern?

Also die Genehmigung vom RPF wird genutzt, um ein Bauwerk planungsrechtlich nicht über ein Bebauungsplanverfahrenn bauen zu müssen sondern um es privilegiert bauen zu können.

Das RP hat die Gemeinde Hüfingen ausgehebelt!

Das RP und das Landwirtschaftsamt haben den Kauf am 20.12.2024 genehmigt.

Es soll anscheinend ein Baugenehmigungsverfahren nach §35 BauGB stattfinden, ohne alle Träger öffentlicher Belange zu hören.

Dieser Trick eine Umweltverträglichkeitsprüfung zu verhindern, erinnert stark an den Lidl weswegen ich diese Geschichte vorangestellt habe. Aber wie es hier weiter geht ist noch nicht gesetzt und wir können gespannt sein.

Die Frage die sich hier aber immer wieder stellt ist warum Gesetzte immer irgendwie positiv für esb oder Lidl ausgelegt werden?

Tod der Singschwäne

Das Gebiet an der B33 war bis 1983 über Jahrhunderte das Zuhause von Singschwänen bis das Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Umwelt in Stuttgart nicht nur diese Vögel der Vernichtung preis gab. Also bestimmten auch damals Stuttgarter Männer über unsere Heimat. Diese Geschichte kann bei Eva Zeller im gleichnamigen Buch nachgelesen werden.

Prof. Dr. Günther Reichelt hatte damals gekämpft und verloren. Verloren haben wir die die Großen Brachvögel, die Zwergtaucher, die Löffel-, Reiher-und Pfeifenten, vor allem aber die Traditionsplätze zur Überwinterung der Singschwäne.

Damals hat Stuttgart unsere Tierwelt unter die volkswirtschaftlichen Belange der Industrie gestellt. Um so mehr hat es alle Ökologen und Ornithologen auf der Baar gefreut, als der Wiesenackerhof ein Artenschutzprojekt für den Kiebitz umgesetzt hatte. Ein großer Traum von Professor Dr. Reichelt ist in Erfüllung gegangen und leider konnte er die Rückkehr des Kiebitz auf die Baar nicht mehr erleben. Bis zu den „fast überall gegenwärtigen lauten Brutgenossenschaften der Kiebitze“ ist zwar noch ein sehr weiter Weg, aber ein Anfang war gemacht.

Ja, der Anfang war gemacht. Ob die esb darauf Rücksicht nimmt, wenn sie in unserem Vogelschutzgebiet ihrem „privilegiertem Bergbau mit volkswirtschaftlichem Belange“* nachgeht?

* Bergbau ist die Begründung des RPFs für die angeblichen wirtschaftlichen Belange der esb

Lärmschutzwand und Ausgleich

Ein wahres Monument der Unfähigkeit des RPFs (in diesem Fall der Abteilung 4, Straßenbau) befindet sich an der B27 – im Volksmund Halfpipe genannt.

Hier wurden alle Pläne unseres Altbürgermeisters und der SPD vom RPF verworfen. 2016 dann, als uns Anton Knapp wegen seines verdienten Ruhestandes, nicht mehr beschützen konnte, hat das RPF die Chance ergriffen, eine sehr spezielle Firma für eine nie gewollte Halfpipe zu beauftragen. So mussten wir für eine vollkommen verpfuschte „Lärmschutzwand“ die nicht den Lärm sondern den Verkehr aufhält, bezahlen. Dieser ganz Zustand wurde schon in sieben (7!) Artikeln auf dem Hieronymus besprochen und wir sind alle müde davon.

Ausgleichsprojekt im Binsengraben

Aber passend dazu ist das absolut geniale Ausgleichsprojekt des RPF, Abteilung Straßenbau, zur B27 im Hüfinger Binsengraben. Weil dort wurde jetzt schon die 2. Generation Eiben mit Biberschutz gepflanzt. Die 1. Generation ist zum Erstaunen aller gestorben.

Europäische Eibe (Taxus baccata) mit Biberschutz im Binsengraben

Fortsetzung folgt

Über die Haushaltsitzung für 2025 am 19. Dezember 2024

Die Sitzung hat pünktlich um 17:30 angefangen und es sind erstaunlich wenig Zuschauer dabei gewesen. Womöglich wollen alle auf dem Hieronymus nachlesen.

Die Rede von unserem Bürgermeister Patrick Haas

17:49 Uhr startete der CDU Fraktionssprecher, Markus Leichenauer, mit seiner Rede.

Hier die Rede der CDU Hüfingen:

17:58 dann die SPD Fraktionssprecherin, Kerstin Skodell, mit ihrer Rede zum Haushalt und um 18:06 Reinhard Isak mit der Rede zu den Stadtwerken.

Hier die Rede der SPD Fraktionssprecherin

Sehr geehrter Herr Bürgermeister Haas, sehr geehrte Herren Amtsleiter, liebe Kolleginnen und Kollegen des Gemeinderats!

„Gemeinsam sind wir stark“

„Die Zukunft hängt davon ab, was wir heute tun.“ – Dieses Zitat von Mahatma Gandhi erinnert uns eindringlich daran, dass die politischen Entscheidungen, die wir heute treffen, die Lebensqualität und das Miteinander in unserer Stadt Hüfingen von morgen entscheidend beeinflussen. 

Meine sehr geehrten Damen und Herren!

Der vergangene Sommer hat mit der Kommunal- und Bürgermeisterwahl 2024 für Hüfingen einen echten Neustart signalisiert. Wir haben nun die Chance, gemeinsam die Entwicklung unserer Stadt so zu gestalten, dass sich weitestgehend alle alle Bürgerinnen und Bürger mitgenommen fühlen und hier gerne leben. Doch damit verbunden ist viel Arbeit – Arbeit für unseren neuen Bürgermeister, für die Verwaltung und für uns alle im Gemeinderat. Ein Zusammenfinden auf Augenhöhe, klare Zielsetzungen, Transparenz und das Schaffen von gegenseitigem Vertrauen: Das sind für uns die zentralen Voraussetzungen, um kommunale Politik nachhaltig und zukunftsfähig zu gestalten.

Als SPD-Fraktion sehen wir uns auf einem guten Weg, um Hüfingen in diesen schwierigen innenpolitischen wie weltpolitischen Zeiten bestmöglich aufzustellen. Natürlich können wir auf globale Entwicklungen nur begrenzt einwirken. Aber wir können und müssen auf lokaler Ebene verantwortungsvolle und zukunftsweisende Entwicklungs- und Finanzpolitik betreiben.

Zum Ergebnishaushalt:
Wir können ein Gesamtergebnis mit einem Gewinn von nahezu 70.000 Euro verzeichnen. Unsere Rücklagen belaufen sich auf erfreuliche 13,4 Millionen Euro. Die Gewerbesteuereinnahmen bleiben bis jetzt noch stabil, der Anteil der Einkommenssteuer steigt leicht an. Als finanzschwache Gemeinde im Sinne des Finanzausgleichsgesetzes profitieren wir zudem von entsprechenden Schlüsselzuweisungen, was zu Gesamteinnahmen von rund 11,4 Millionen Euro führt – ein erneuter Anstieg gegenüber 2024.

Die Zinserträge in Höhe von rund 313.000 Euro bleiben zwar ernüchternd, aber auf diesem Niveau wohl stabil. Trotz schwieriger gesamtwirtschaftlicher Rahmenbedingungen bestätigt die Stadt Hüfingen ihre gute finanzielle Grundausstattung. Die Personalkosten steigen überwiegend aufgrund tariflicher Anpassungen. Hier ist hervorzuheben, dass wir wieder junge Menschen für eine Ausbildung in der Stadtverwaltung gewinnen konnten. Unsere langjährigen, erfahrenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind ein hohes Gut; sie tragen wesentlich dazu bei, Wissen weiterzugeben und junge Fachkräfte zu integrieren.

Bildung und Kinderbetreuung sind für uns als SPD-Fraktion seit Jahren ein zentrales Anliegen. Die aktuelle Bedarfsplanung zeigt, dass in der Kernstadt Handlungsbedarf bei der Kinderbetreuung besteht. Unsere Schulen sind grundsätzlich gut aufgestellt, aber wir dürfen nicht nachlassen, an Qualitätsverbesserungen zu arbeiten und die Bildungsinfrastruktur an die Anforderungen der Zukunft anzupassen.

Der Gemeinderat hat sich bei der letzten Klausurtagung unter anderem ein Ziel deutlich gemacht: Eine bürgernahe Stadtentwicklung. Was bedeutet das konkret? Es geht um ein neues Bürgerhaus, in dem soziale Angebote durch eine Stabstelle koordiniert werden. Ehrenamtliches Engagement soll hier eingebunden und gefördert werden. Bürgerinnen und Bürger möchten wir in diesen Prozess einbinden, um gemeinsam ein Leuchtturmprojekt zu entwickeln, das unser Miteinander stärkt. Wir stehen am Anfang dieser Entwicklung, und dieser Anfang wird auch mit finanziellen Aufwendungen verbunden sein, die wir alle gemeinsam tragen müssen.

Die SPD-Fraktion wird diesen Weg unterstützend begleiten, denn wir setzen uns bereits seit Jahren für folgende Punkte ein:

  1. Ein Mehrgenerationenhaus zu schaffen: Ein Ort des Austauschs, der Begegnung und der gegenseitigen Unterstützung.
  2. Die offene Jugendarbeit weiter auszubauen: Unsere Jugend ist die Zukunft unserer Stadt. Gerade in unsicheren Zeiten dürfen wir sie nicht allein lassen. Unsere Vereine leisten hier wertvolle Arbeit. Doch wir wissen, dass es auch Jugendliche gibt, die anderweitige Unterstützung benötigen. Hier muss die Stadt handeln.
  3. Wohnraum für junge Familien fördern: Wir sollten städtische Anreize schaffen, um jungen Familien den Verbleib in Hüfingen zu ermöglichen. Dies ist von zentraler Bedeutung, um die Attraktivität unserer Stadt zu erhalten und zu steigern.

Neben diesen zentralen Themen halten wir das Investitionsvolumen von knapp 7,9 Millionen Euro für sinnvoll. Damit können wir wichtige Projekte und Sanierungsmaßnahmen voranbringen. An erster Stelle steht der Anbau des Feuerwehrgebäudes mit rund 1,5 Millionen Euro. Auch der gezielte Erwerb von Grundstücken ist für eine vorausschauende kommunale Entwicklung entscheidend.

Die geplante Einlage ins Eigenkapital der Stadtwerke für das Familienbad Aquari halten wir hingegen für überflüssig und nicht zielführend. Wir weisen in den Stadtwerken eine Eigenkapitalquote aus, nach der sich viele Firmen die Finger lecken würden. Es fragt sich deshalb wieso die zum derzeitigen Zeitpunkt um über 1 Mio. aus dem Haushalt erhöht werden soll. Es macht doch finanzwirtschaftlich Sinn, weiter benötigtes Investitionskapital den Stadtwerken aus dem Hoheitshaushalts als Darlehen zur Verfügung zu stellen und damit selbst Zinsen zu erwirtschaften, anstatt eine Einlage ins Eigenkapital zur Verfügung zu stellen. Hier wünschen wir uns eine kritische Prüfung der Notwendigkeit und der langfristigen Effekte auf die städtischen Finanzen.

Insgesamt können wir von einem soliden Haushalt ausgehen, der weiterhin Spielräume für zukunftsweisende Investitionen bietet – und das ohne die Aufnahme neuer Kredite. Hüfingen ist seit 2013 schuldenfrei, und wir freuen uns, dass dies auch so bleibt. Das gibt uns die Freiheit, gestaltend tätig zu werden und optimistisch in die Zukunft von Hüfingen zu blicken.

Wir wissen, sehr geehrter Herr Bürgermeister Haas, dass Sie mit Ihrem Tatendrang, Ihrer Kompetenz und im engen Austausch mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Verwaltung einen wesentlichen Beitrag leisten werden, um diese Entwicklung moderat, aber entschlossen voranzubringen. Das ist eine Mammutaufgabe, für die wir Ihnen schon jetzt danken – ebenso wie für die vergangenen Monate des Aufbruchs und der bereits spürbaren Veränderungen.

Unser Dank gilt der gesamten Mitarbeiterschaft mit den verantwortlichen im Hauptamt, Rechnungsamt und Bauamt. Meine Herren Amtsleiter, bitte geben Sie unseren Dank an alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stadt weiter – denn nur gemeinsam sind wir stark. 

Wir freuen uns auf 2025 mit ihnen liebe Kolleginnen und Kollegen im Gemeinderat. Die letzten Monate haben gezeigt, dass es auch miteinander geht. Das bereitet Freude und macht neugierig auf das, was kommen wird. Bleiben sie gesund und voller Tatendrang, damit wir weiterhin in lebendiger und fairer Gemeinderatsarbeit unsere Stadt für die Bürgerinnen und Bürger gestalten können.

Kerstin Skodell, Fraktionsvorsitzende



18:12 startete der Fraktionssprecher vom Freien Forum und um 18:22 die LBU mit Peter Albert.

Hier die Rede der LBU Hüfingen

Haushaltsrede zur Verabschiedung des Haushalts 2025

Sehr geehrter Herr Bürgermeister,
sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen des Gemeinderats,
werte Ortsvorsteherinnen und Ortsvorsteher,
liebe Bürgerinnen und Bürger

Haushaltsberatungen haben mit ihren Entscheidungen nicht nur Einfluss auf ein umfangreiches Zahlenwerk, sondern spiegeln in ihren Ergebnissen vor allem den politischen Willen der Mitglieder des Gemeinderates und der Verwaltung. Wir von der LBU wollen die nun folgenden Vorhaben als für unsere Bürger:innen so wichtig und weiterführend ansehen, dass sie jetzt und in den künftigen Beratungen der folgenden Jahre Berücksichtigung im Zahlenwerk der Haushaltspläne finden müssen, soweit sie nicht schon jetzt dort verankert sind.

Wir setzen folgende Schwerpunkte:

Das Trinkwasser ist unser höchstes Gut. Seine Verfügbarkeit und Qualität ist von überragendem Wert. Ich hatte in der Vergangenheit im Gremium diesbezüglich mehrfach auf das Sondergebiet Palmhof in Bräunlingen im Zusammenhang mit der Nitratbelastung hingewiesen. Der Brandfall auf dem Palmhof hat eindrücklich gezeigt, wie fragil unsere Versorgung ist.

Die erhöhten Nitratwerte und die daraus resultierende neuerliche Einstufung als Problemgebiet ist kein gutes Zeichen. Wir müssen hier gemeinsam nach nachhaltigen Lösungen suchen.

Nach wie vor gibt es im Städtedreieck keine ausreichende Vernetzung des Rohrleitungssystems. Gerade in einem Havariefall stünden wir vor großen Problemen!

Die Verwaltung unter Bürgermeister Kollmeier wurde vom Gemeinderat deshalb angehalten, mit Donaueschingen im Zusammenhang mit einer dortigen neuen Bohrung in Kontakt zu treten, um die Lücke auch nach Donaueschingen endlich zu schließen. Von Bräunlingen aus können wir in Sachen Wasserlieferungen jedenfalls keine große Hilfe erwarten.

Verkehr ist kein Zufall, er muss politisch gesteuert und reguliert werden, wenn er die Bürger:innen durch Abgase oder Lärm, zu sehr belastet, sodass ein angenehmer Einkaufsbummel oder das Flanieren im Zentrum nicht mehr möglich ist. Wie überall ist auch hier der Klimawandel eine besondere Herausforderung. Es führt kein Weg daran vorbei, auch einst bewährte Konzepte zu überdenken und Routinen zu verändern.

Damit dieser Wandel nicht von den Bürger:innen als Freiheitsverlust empfunden wird, müssen Alternativen geschaffen werden. Das beginnt beim Fahrradweg an den Straßen, bei den E-Ladestationen in der Stadt oder besseren Bahnanbindungen im ländlichen Raum und endet möglicherweise bei der Einrichtung einer verkehrsberuhigten Zone, die die Aufenthaltsqualität in der Innenstadt und damit den Kaufanreiz erhöht. Wenn alle bei Amazon oder an der Peripherie einkaufen, verliert das Zentrum immer mehr an Qualität. Falls deshalb die Urbanität verloren geht, schwindet auch der touristische Reiz. Hier sollten aus unserer Sicht alle Möglichkeiten ausgeschöpft werden.

Das Beispiel Schaffhauser Straße hat uns verdeutlicht, dass die Kfz-Fahrbahn viel zu breit und der gemeinsame Fuß- und Radweg zu schmal und nicht gesetzeskonform sind. Der Fuß- und Radweg entsprach bereits bei der Fertigstellung nicht der Norm und endet abrupt an der Ochsengasse. Um die Verkehrssicherheit in diesem Bereich zu erhöhen, benötigen wird dort eine sichere Radwegeinfädelung vom Fahrradweg auf die Fahrbahn der Hauptstraße. Das ist eine dringende Maßnahme, die keinen Aufschub duldet.

Damit die Fuß- und Radwege nicht nur in der Schaffhauser Straße fast täglich von Pkw`s zugeparkt werden, ist eine Kontrolle unbedingt erforderlich.

Der Ausbau des Radwegenetzes im Rahmen des schon lange angedachten Verkehrskonzeptes Hüfingen – im Einklang mit dem Städtedreieck – muss endlich angegangen werden. Als Beispiel möchte ich hier die völlig unzureichende und gefährliche Verkehrssituation des Schulwegs bei der Feldwegbrücke an der Hohenstraße anführen. Wir sollten dort einen zweiten Brückenschlag für den Rad- und Fußverkehr, so wie über die Breg bei der Leonhards Kapelle ins Auge fassen. Mehrere Fördertöpfe stehen für Maßnahmen wie die Erarbeitung eines Konzeptes oder den Bau von Radwegen und Brücken zur Verfügung. Herr Bürgermeister Haas, wie schon mehrfach erwähnt, steht Herr Wahl vom Büro Trans- Rapp hier gerne zur Verfügung.

Ein wichtiger positiver Schritt war die Umsetzung der 4. Stufe des Lärmaktionsplanes und die Einführung von Tempo 30. Jetzt heißt es, die im Gremium beschlossenen flankierenden Maßnahmen 2025 auch zügig umzusetzen, da sich viele motorisierte Verkehrsteilnehmer nicht an die vorgegebene Geschwindigkeit halten.

Gesundheitsversorgung und Wohnen im Alter

In Donaueschingen gibt es einen Hausarzt, der über 4000 Patienten betreut, darunter viele auch aus Hüfingen. Wenn dieser Arzt ausfällt, was voraussichtlich bald geschehen könnte, wird die Gesundheitsversorgung von heute auf morgen äußerst schwierig werden. Kein Hausarzt mehr vor Ort: Das ist in einigen Gegenden Deutschlands schon Realität.

Wer krank wird, will möglichst schnell und in der Nähe ärztliche Hilfe – ohne lange Wege oder endlose Wartezeiten. Ein Hausarzt im selben Wohnviertel oder eine Kinderärztin in der Nähe von Schule oder Kita wünschen sich viele. Die Realität sieht aber oft ganz anders aus: Gerade in ländlichen Regionen oder in strukturschwachen Gebieten fehlen viele Haus- und Kinderärzte. Wer einen Facharzttermin braucht, wartet schon mal wochenlang. Wir sollten daher gemeinsam ein Ärztehaus aufbauen und Wohnraum für junge Ärzt:innen bereit stellen. Eine Zusammenarbeit mit Nachbargemeinden wäre zwar wünschenswert, ist aber keine Bedingung.

Die LBU könnte sich auch eine Angliederung eines Generationenhauses in unmittelbarer Nähe zu solch einer zukunftsweisenden Einrichtung durchaus vorstellen. Die Friedensstraße wäre für einen solchen Standort geradezu prädestiniert.

Förderung der Jugendarbeit

Viele Familien und Alleinerziehende würden sich über eine umfangreichere städtisch geförderte Ferienbetreuung sehr freuen. Wir sollten hier alles in unserer Macht stehende versuchen, um die momentane zeitliche Lücke zu schließen. Die fünf Ferienwochen sind aus unserer Sicht nicht ausreichend, da die Eltern in der Regel berufstätig sind. Im Rahmen der Jugendarbeit wäre die Schaffung eines Jugendgemeinderats

sehr wünschenswert. Bei der Gastronomie für Jugendliche hat sich glücklicherweise im Löwen eine erste Möglichkeit ergeben.

Mindestens ein sogenanntes Leuchtturmprojekt in der Hauptstraße (Innenstadt)

Die vielen Leerstände in der Haupt- und Donaueschinger Straße sind besorgniserregend und erfordern seitens der Stadt eine ähnliche Kraftanstrengung wie seinerzeit die Sanierung der Hinterstadt unter Bürgermeister Gilly. Daher möchten wir zu einem gemeinsamen Leuchtturmprojekt anstoßen. Dies könnte zum Beispiel eine Bücherei für Erwachsene mit einem angeschlossenen Inklusions – Bistro sein. Das ist aber nur „eine“ Anregung. Es freut uns, dass die Verwaltung unseren Hinweis in Sachen der Raumnot des Stadtmuseums aufgegriffen hat.

Um Abhilfe in Sachen Platzmangel im Rathaus zu schaffen, sollte die ehemalige Gutmann`sche Scheune im Süßen Winkel und das Nachbargebäude ausgebaut werden, die sich bereits im Eigentum der Stadt befinden.

Ab einer Einwohnerzahl von 8000 besteht für eine Kommune die Möglichkeit die untere Baurechtsbehörde einzurichten. So könnten zukünftig die Bauanträge im eigenen Rathaus selbst bearbeitet werden.

In Hüfingen fehlt es an Übernachtungsmöglichkeiten, nicht nur für den Tourismus. Das Hotel Frank an der Donaueschinger Straße hat vor Jahren geschlossen. Ein früheres Hotelneubauprojekt an der Donaueschinger Straße auf dem heutigen Aldi Areal scheiterte vor geraumer Zeit. Wir sollten versuchen, das Hotel Frank unter neuer Regie wieder zum Leben zu erwecken. Der Standort beim Bahnhof wäre dafür ideal.

Sorge für die betagten Bürger:innen

In der Kernstadt hat Hüfingen ein architektonisches Schmuckstück. Es ist das katholische Pfarrhaus – übrigens ein Haus von Franz Joseph Salzmann, dem Fürstenbergischen Baumeister des Archivs und der Hofbibliothek.

Dies wäre ein idealer Ort für altersgerechte Wohneinheiten in der Innenstadt in Kooperation mit der katholischen Kirche und möglicherweise mit der Stiftung.

Solche Projekte wurden anderorts schon mit großem Erfolg umgesetzt. Damit könnte im Rahmen der Umwandlung auch ein Modell mit einer CO 2-armen Energieversorgung geschaffen werden, das Nachahmer findet.

Klimaziele und erneuerbare Energie

Ein sehr guter Ansatz ist und bleibt das Naturschutz-Großprojekt Baar.

Wir wurden in der letzten Gemeinderatssitzung über die Fortschreibung genauestens informiert. Es muss dringend im Interesse der nachkommenden Generationen fortgeführt werden.

Ein wichtiger Anknüpfungspunkt für die Erreichung der Klimaziele ist die Kommunale Wärmeplanung. Unsere Nachbarstädte sind uns bei diesem Thema bereits vorausgegangen. Wir sollten hier baldmöglichst nachziehen und ein geeignetes Büro mit den Planungen beauftragen. Professor Burger vom Fraunhofer Institut in Freiburg wird uns sicher auf diesem Weg begleiten. Die nötigen Gelder sind im Haushalt dankenswerterweise eingestellt worden.

Die Errichtung von PV-Freiflächenanlagen finden wir zukunftsweisend. Um bei der Bevölkerung auf breite Unterstützung zu stoßen, wäre eine Beteiligung der Bürgerschaft von Vorteil. Warum nicht in Form einer Energiegenossenschaft?

Hüfingen sollte mittelfristig auch versuchen, Abwärme aus Abwasser auf unserer Gemarkung zu nutzen. Der Bereich bei der Schächerkapelle wäre hierzu ideal, da dort auch die Abwärme anderer Ortschaften mit nutzbar gemacht werden könnte.

Zum Haushaltsplan

Die LBU stimmt dem Haushaltsentwurf und dem Wirtschaftsplan gerne zu.

Herzlichen Dank für die Aufstellung des Haushalts- und Wirtschaftsplanes 2025 an Herrn Binninger und sein Team.

Wir bedanken uns bei allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Hauptamtes, der Kämmerei und des Bauamtes für die geleistete Arbeit in diesem Jahr.

Zum Schluss sagen wir herzlichen Dank an unsere Kolleginnen und Kollegen im Gemeinderat für die Zusammenarbeit.

Dank auch an die gesamte Verwaltung und Herrn Bürgermeister Patrick Haas.

Wir wünschen allen ein frohes, besinnliches Weihnachtsfest und einen guten Übergang ins neue Jahr.

Peter Albert (LBU Hüfingen)



Am Schluß gab es noch ein großes Danke an unseren Bürgermeister von allen Gemeinderäten.

Schon einmal hatte ich von einer Baaremer Zeitenwende gesprochen. Patrick Haas hat diese in einem halben Jahr vollführt. Dieser Gemeinderat hat mit dem Gemeinderat von vor einem Jahr überhaupt nichts mehr gemeinsam. Dies liegt aber sicher auch an der neuen CDU mit ihrem Fraktionsvorsitzenden.

Anstatt andere Meinungen brutalst möglichst platt zu machen und den dazugehörigen Menschen klein zu stauchen, gibt es nun einen wertschätzenden Umgang miteinander. Man spricht offen und mit Respekt!

An dieser Stelle auch mein Dankeschön an unseren Bürgermeister Patrick Haas und die gesamte CDU Fraktion mit Markus Leichenauer und natürlich die schon immer von mir sehr geschätzte SPD mit der Fraktionsvorsitzenden Kerstin Skodell.

Von mir gibts keinen Blumenstrauß sondern ein paar Schlossrollen

Mein Kommentar zum Haushalt 2025

Ich habe auch bisschen gelesen aber hatte nicht so viel Zeit, wie ich wollte. Das bisschen dazu von mir gibt es deshalb hier am Schluss.

Meine erste Suche war nach der Hundesteuer da unsere Nachbarstädte wieder erhöht haben. Aber zum Glück ist dies nicht in Hüfingen passiert.

Hier mal unsere wesentlichen Gebührensätze:

Das mit der Grundsteuer hatte ich ja schon bei der Gemeinderatssitzung dazu erklärt und für alle die es nicht lesen wollen den banalen Satz hier aufgestellt:
Kramt den Bescheid vom Finanzamt raus und multipliziert den Steuermessbetrag bei einem Grundstück mit Haus mal 4,42 und beim Flurstück vom Garten/Acker mit 3,61.

Dann habe ich nach dem schrecklichen Bürgerdialog geschaut für den der letzte Bürgermeister jedes Jahr viel Geld ausgeben hatte – im Herbst 2023 allein 38.046,10 € . Unter „Bürgerdialog“ (der auf 0 gesetzt wurde) gibt es jetzt eine neue Kostenstelle für 2025 und da steht „Gesamtstädtisches Entwicklungskonzept“ für 35.000 €. Da bin ich mal gespannt, Konzept kann ja nie schaden.

Den Haushalt gibt es hier: huefingen-sitzungsdienst

Ich freue mich über Kommentare!

5 Jahre Hieronymus – in tempore mutationis

Liebe Hüfingerinnen, liebe Hüfinger,

Achtung dies ist ein Jahresendbettelbrief!

Im Sommer 2019 habe ich den Hieronymus gegründet, der erste Blogeintrag war am 19.07.2019.
Seit da hat sich viel verändert. Ursprünglich aus Frust über eine unehrliche Zeitung gegründet ist über die Jahre mehr entstanden als ein rein politischer Blog einer rebellierenden Fraktion.

Obwohl ich mich immer um größtmögliche Transparenz bemüht hatte, gab es die verrücktesten Gerüchte und Behauptungen auf die ich nicht näher eingehen will.
Was heute wohl jeder weiß: Der Hieronymus-online ist mein ganz persönliches Steckenpferd und wird von keiner Partei finanziert noch unterstützt. – Das Gegenteil ist der Fall.

In den letzten 5 Jahren hat sich der Hieronymus immer wieder gewandelt und all das hätte ohne Euch nicht funktioniert. Deswegen bedanke ich mich bei allen Mitstreitern – Ihr habt durch Eure Beiträge, Überlegungen und auch Kritik den Hieronymus mit Leben gefüllt!

Dankeschön!

Ich habe überlegt was für mich das Schönste in den letzten 5 Jahre war und kam auf das Konzert mit Tanja Futter und Thomas Heinsohn in St. Verena und Gallus. Weswegen ich es hier extra noch einmal erwähne.

So, dann kommen wir zu meinem Steckenpferd, dem Hieronymus. Das Finanzamt bezeichnet ein Steckenpferd als Liebhaberei – man könnte es Neudeutsch auch als Hobby bezeichnen, also ein Hobby das Geld kostet. Eine Webpage braucht nämlich zu allererst mal Speicherplatz, einen sogenannten „Host“, natürlich einen Namen, der registriert sein muss und dann muss auch der „Traffic“ (die verschiedenen Besucher in einem Zeitraum) bezahlt werden.

Der Hieronymus hat (Stichtag 24.11.2024) 851 Beiträge, 4.907 Bilder, 1.134 Kommentare, 246 Audios, 105 Videos und 64 Dokumente gespeichert. Der Traffic ist recht unterschiedlich, aber bewegt sich zwischen 4.000 und 10.000 Besuchern im Monat.

Es ist so, dass dies alles dem großen, weiten www nicht entgangen ist. „Traffic“ bedeutet nämlich „Klicks“, Kommerz und Geld. Deswegen blinkt bei anderen, kommerziellen, Seiten überall Werbung auf. Eine weitere Möglichkeit Geld zu verdienen ist „Content“. Man bekommt hier Anfragen was es kosten würde einen Artikel auf seiner Webpage zu platzieren. Dieser „Content“ soll dann die Aufmerksamkeit der Leserinnen und Leser auf sich ziehen. Eure Aufmerksamkeit ist Geld wert! Eine andere Möglichkeit ist eine sogenannte „Paywall“, hier bekommen nur der bezahlende Gast Einblick in den Inhalt einer Seite.

Ich habe mich für eine barrierefreie Seite entschieden.
Das bedeutet keine Werbung, kein bezahlter Inhalt und auch keine Bezahlung für Artikel.

Womit wir wieder bei der Liebhaberei sind.

Jeder der mich kennt weiß, dass mir neben dem Hieronymus die Natur von Hüfingen wichtig ist. Unten ist der Artikel über die Freunde der Natur, die wir 2021 wieder gegründet haben.
– Auch auf Basis vom Hieronymus.

Die Freund der Natur Hüfingen e.V. sind als gemeinnützig vom Finanzamt anerkannt und beim Amtsgericht Freiburg in das Vereinsregister unter der Nummer VR 703285 eingetragen, die Steuernummer ist 22101/42953. Spenden und Mitgliedsbeiträge können als Sonderausgaben steuerlich geltend gemacht werden. Wenn im Betreff die Adresse angegeben wird, dann schicke ich im Januar einen Spendenbescheid.

Freunde der Natur e.V.
DE11 6945 0065 0151 0739 22
SOLADES1VSS
Sparkasse Schwarzwald-Baar

Ich bitte Euch heute und hier um Spenden für den Verein Freunde der Natur Hüfingen e.V.

Die Freunde der Natur Hüfingen vertreten die Natur und Landschaft auf der Baar und stehen für Bürgerbeteiligung.  Die Freunde der Natur Hüfingen bilden mit den Mitgliedern eine basisdemokratisch organisierte Ehrenamtsorganisation. 

Zur Wiedergründung der Freunde der Natur am 7. August 2021

Ein alter Briefkopf zeigt Hüfingen in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts mit Pflanzungen der Freunde der Natur.

Treibende Kraft der Freunde der Natur waren und Luzian Reich senior  (7.01.1787 in Bad Dürrheim – 18.12.1866), Maria Josefa Reich (Schelble) (18.03.1788 -12.11.1866) und ihr Bruder Johann Nepomuk Schelble (16.05.1789 – 7.08.1837 in Hüfingen).

Johann Nepomuk Schelble war auch Gründer und Direktor des Cäcilienvereins in Frankfurt a. M. und Hofsänger in Wien. Seine Schwester Josefa war mit Luzian Reich senior verheiratet und alle gehörten dem Hüfinger Künstlerkreis  an.

Luzian Reich senior und Maria Josefa Schelble 1865

Zu den Unterstützern der Freunde der Natur Hüfingen gehörte auch der damaligen Stadtrat Heinemann. Vermutlich war dieser Stadtrat Heinemann der Vater von Johann Nepomuk Heinemann, der später Elisabeth Reich heiratete und zusammen mit Lucian Reich den Hieronymus verfasst hat.

Das Staatsarchiv Freiburg hat einige Unterlagen über die Freunde der Natur Hüfingen, die uns freundlicherweise zur Verfügung gestellt wurden.

Der Verein Freunde der Natur Hüfingen war weit über die Landesgrenzen bekannt. Zu seinen Unterstützern zählten auch Johann Wenzel Kalliwoda, dem Hofkapellmeister am Hoftheater Donaueschingen und Salomon Gugenheim aus der Schweiz. Johann Wenzel Kalliwoda hatte 1853 für Lucian Reich im Bruder Martin ein Weihnachtslied geschrieben:
https://hieronymus-online.de/der-heilige-weihnachtsabend-und-das-krippelein/

Spendenliste Freunde der Natur etwa 1820 (Staatsarchiv Freiburg)

Der Verein Freund der Natur Hüfingen vor der Nistkästenpflege auf der Jungviehweide im Herbst 2024

https://www.freunde-der-natur-huefingen.de/

Bebauungspläne, NGP, Kindergärten, Stegle, Essen in der LRS und Schulhof in Mundelfingen

Die Unterlagen gibt es wie immer hier: https://huefingensitzungsdienst

Hier geht es um die Sitzung am 12. Dezember 2024

Sitzung des Ausschusses für Umwelt und Technik

Der Bauantrag 50/2024 ist besonders interessant, weil ein Besitzer auf Hohen II um die Befreiung vom Bebauungsplan ersucht hat. Die Familie möchte gerne einen „Stahlzaun“ mit einer Höhe von 1,80 m bis 2,00 m auf ca. 35 m errichten. Über den Bebauungsplan auf Hohen II hatte ich mich schon 2022 hier lustig gemacht. Es ist ja so, dass auf dem Hohen II jeder macht was er möchte aber nur bei den „Dummen“, die einen Bauantrag stellen, der Bebauungsplan auch durchgedrückt wird. Ich bin richtig gespannt, wie der neue Gemeinderat zur Realisierung des Bebauungsplanes steht.
Ob sich in Zukunft auch andere Besitzer in Hüfingen an Bebauungspläne halten müssen?
Und was geschieht mit den in der Vergangenheit errichteten „illegalen Bauwerken“?

18:48 Die Gemeinderäte sind sich einig, dass dem Bebauungsplan gefolgt werden soll. Der Bebauungsplan hatte ja damals einen Sinn. Es gab auch den Vorschlag, dass der GR mal eine kleine Exkursion auf den Hohen macht.

Übrigens: Es wurde einmal vom Gemeinderat genehmigt, wegen eines verhaltenskreativen Kindes das gerne spazieren geht, aber ich glaube das wurde dann irgendwie anders gelöst.

Die anderen TOPs vom Ausschuss sind eine neue Dachgaupe in Fürstenberg, eine Garage an der Hochstraße, Werbetafeln vom Lidl und die Errichtung eines schmucken Bürogebäudes neben der Feuerwehr im Gewerbegebiet Ziegeleschle.

Geplantes dreigeschossiges Bürogebäude im Ziegeleschle für ca. 40 Mitarbeiter.

Auch hier fällt uns der irrsinnige Bebauungsplan wieder auf die Füße, da die Befreiung von den „Festsetzungen des Bebauungsplans“ wegen Überschreitung der Firsthöhe um 2,0m (12,0m anstatt 10,0m) beantragt werden muss.

Vielleicht mag ja der neue Bürgermeister und Gemeinderat unsere engstirnigen, aus der Zeit gefallenen, Bebauungsvorschriften modernisieren?

Eine kleine Anekdote aus 2020:

Für das zu planende Wohngebiet in Fürstenberg fragte der Ortsvorsteher den damaligen Bürgermeister warum denn sogar die Farben der Häuser vorgeschrieben seien. Die Antwort war:
Wollen Sie etwa bunte Häuser?

Öffentliche Gemeinderatssitzung ab 19:00 Uhr

TOP 4
Naturschutzgroßprojekt Baar (NGP Baar)

Maßnahme am Südhang des Fürstenberges vom Naturschutzgroßprojektes Baar (NGP-Baar)

Der Gemeinderat hat 2016 festgelegt, dass die im Kalenderjahr anstehenden Maßnahmen des NGP Baar in Hüfingen vorgestellt und zur Umsetzung beschlossen werden.

Die geplanten Maßnahmen in 2025 sind auf der Jungviehweide in Mundelfingen die Neupflanzung von ca. 40 Obstbäume und Erziehungsschnitte an den vorhandenen Obstbäumen.
Im Fördergebiet Riedseen sollen Kleinstgewässer angelegt werden und die Optimierung der Flachwasserzonen erfolgen. Die Einrichtung einer Beweidung und Zaunbau ist für auch für 2025 oder 2026 geplant.

Fördergebiet mit erworbenen Grundstücken bei Fürstenberg.

Lage und Größe der Fördergebiete des NGP auf dem Gebiet der Stadt Hüfingen mit beabsichtigtem Zaunbau am Riedsee.

TOP 5
Beschlussfassung zur örtlichen Bedarfsplanung für Kindertageseinrichtungen in der Stadt Hüfingen 2025

Das Thema Kinderbetreuung ist nicht nur komplex, sondern auch sehr schnellen Änderungen unterworfen. Ich möchte hier nur die Liste der Betreuungsplätze in Hüfingen rein und bitte um Kommentare, falls jemand Anmerkungen hierzu hat.

Betreuung Kinder 0 bis 3 Jahre

Betreuung Kinder 3 bis 6 Jahre in Kindergärten und Kitas


„Wir haben genug Betreuungsplätze für unsere Kinder“ war eine der ersten Aussage, die mich persönlich ziemlich überrascht hat. Lediglich in der Kernstadt sei eine Unterdeckung im U3 Bereich, aber es geht noch. Der Bürgermeister sagte: „Wir sind auf Kante genäht, aber es funktioniert.“ Wir brauchen erst mal keinen Neubau, da es momentan keinen Bedarf und auch keinen passenden Stadtort gibt.

Noch eine Neuerung hat mich überrascht: Von der CDU durfte dieses Mal die Fachfrau sprechen. Sehr schön!

Der Gemeinderat und der Bürgermeister wollen langfristig über einen Naturkindergarten auch in der Kernstadt nachdenken. Dann ist der Kindergarten in Fürstenberg sicher, auch wenn unter 12 Kinder dort angemeldet sind. Diese Richtlinie soll bei Gelegenheit überarbeitet und aufgelöst werden.

TOP 6
Erschließung Neubaugebiet „Im Stegle“ in Hausen vor Wald
a) Vorstellung der Erschließungsplanung
b) Beschluss über eine mögliche Bauabschnittsbildung
c) Beschluss zur Ausschreibung der Tiefbau- und Straßenarbeiten

Wer sich hier genauer interessiert, die Unterlagen gibt es auf der Seite der Stadt hier unter Stegle:

https://www.huefingen.de/de/Wirtschaft-Bauen/Bauen-in-Huefingen/Bebauungsplaene/Rechtskraeftige-Bebauungsplaene


Hier blockiert momentan das Regierungspräsidium in Freiburg, da ein Hochwasserrisiko bestände. Deswegen müsse eine „Überflutungsvorsorge“ getroffen werden, also ein Starkregen mit eingerechnet werden. Deswegen wird eventueller Starkregen um das Neubaugebiet herum geleitet.

Insgesamt sollen über den Bebauungsplan auf einer gesamten Geltungsbereichsfläche von
2,17 ha 26 Wohnbaugrundstücke planungsrechtlich ausgewiesen werden. Die resultierende
und zur Vermarktung anstehende Nettobauplatzfläche beläuft sich auf ca. 11.400 m².

Die Ortsvorsteherin meint, der Ortschaftsrat von Hausen möchte, dass das Neubaugebiet in Abschnitte unterteilt wird, da momentan nicht so viele Grundstücke benötigt werden. Die CDU ist der Meinung, dass gleich alles erschlossen wird, auch da die Bauplätze für die Tiny-Häuser im 2. Bauabschnitt lägen. Die SPD schließt sich dem Ortschaftsrat an. Die anderen Gemeinderäte sind unterschiedlicher Meinung. Die Verwaltung bevorzugt auch zwei Bauabschnitte und findet 26 Bauplätze zu viel für eine Ortschaft in der Größe von Hausen. Elf Bauplätze würden erst mal genug sein und wenn man irgendwann mehr braucht, dann kann man jederzeit den Rest erschließen.

14 Stadträte sind für eine Bauabschnittsplanung und 6 dagegen. Es werden also erst nur 11 Bauplätze erschlossen.

TOP7
Änderung der Satzung über die Erhebung einer Tourismusabgabe (Tourismusabgabesatzung)

Hier wird von der Verwaltung eine Erhöhung von 50 Cent vorgeschlagen. Also Erwachsene sollen ab nächstes Jahr 2 € und Kinder 1 € Tourismusabgabe entrichten.

TOP8
Festlegung Essenspreis für die Lucian-Reich-Schule Hüfingen ab 2025

Einige Familien der Schülerinnen und Schüler der LRS forderten von der Schulleitung die Teilnahme an der gemeinsamen Mensaverpflegung freizustellen und beschwerten sich über die Qualität des Mittagessens. Deswegen wurde, bis auf die „Ganztagskinder“ der Grundschule, die Teilnahme frei gestellt.
Das Schuljahr 2023/24 hat gezeigt, dass die Essenzahlen durch die Freiwilligkeit der Teilnahme ab Klasse 5 insgesamt um ca. 1/3 zurückgegangen sind. Wurden im Schuljahr 2022/23 noch rund 45.500 Essen in der Mensa ausgegeben, waren es im Schuljahr 2023/24 nur noch 31.161 Essen.

Kostendeckende Essenspreise würden zu folgenden Preisen führen:
Grundschüler (Klassen 1 bis 4) 6,30 €/Essen
Sekundarstufe (Klassen 5 bis 10) und Lehrkräfte 6,50 €/Essen

Die Essenspreise sollen also angepasst werden. Die Verwaltung schlägt vor

Grundschüler (Klassen 1 bis 4) 4,90 €/Essen
Sekundarstufe (Klassen 5 bis 10) 5,10 € und Lehrkräfte 6,50 €/Essen

CDU bemängelt, dass das Essen aus Rheine in NRW geliefert wird und einige Eltern sind mit der Qualität nicht zufrieden. Es soll versucht werden einen regionalen Anbieter oder Alternativen zu finden.

CDU schlägt vor:

Grundschüler (Klassen 1 bis 4) 4,50 €/Essen
Sekundarstufe (Klassen 5 bis 10) 4,80 € und Lehrkräfte 6,50 €/Essen

SPD will auch lieber einen regionalen Anbieter. Geschmack, Qualität und Frische soll in Zukunft im Mittelpunkt stehen. SPD schlägt vor:

Grundschüler (Klassen 1 bis 4) 4,50 €/Essen
Sekundarstufe (Klassen 5 bis 10) 4,80 € und Lehrkräfte 7 €/Essen

Das Freie Forum und LBU möchten gerne einen „Fleischzusatzpreis“ von einem Euro, da sonst das Fleisch von den „Nichtfleischessern“ subventioniert wird. Andere Schulen in der Region würden das schon so machen.

Der Vorschlag der SPD wurde mehrheitlich angenommen

Grundschüler (Klassen 1 bis 4) 4,50 €/Essen
Sekundarstufe (Klassen 5 bis 10) 4,80 € und Lehrkräfte 7 €/Essen

Alle sind sich einig, einen regionalen Anbieter zu finden – es wurden einige Vorschläge gemacht. Auch muss man da wissen, dass regionale Qualität sicher nicht günstiger wird.

TOP9
Schulhofneugestaltung Mundelfingen

Die Schulhofumbauarbeiten beinhalten das Umsetzen der Tischtennisplatte, ein Gartenschrank zur Spielgerätelagerung, 2 neue Kletteranlagen auf einem Fallschutzbelag, ein aufgemaltes Hüpfspiel, sowie ein aufgezeichnetes Fußballfeld mit 2 Kleinspielfeldtoren und einem seitlichen Ballfangzaun. Auch eine neue Liegefläche auf einem Holzdeck und ein Pflanzbeet wird geschaffen.

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