Neuer Gutachter, Jugendfeuerwehr, Integrationsmanagement und Besoldungsgruppe vom Bürgermeister

Liebe Hüfingerinnen und liebe Hüfinger,

hier soll ein neues Format für unsere Gemeinderatssitzungen entstehen.
Vorerst will ich für die öffentlichen Sitzungen ein paar Tagesordnungspunkte raus picken und darüber in einem Beitrag schreiben. Falls ein Thema besonders interessiert, darf das gerne kundgetan werden! Ansonsten wähle ich nach meinen persönlichen Vorlieben aus. Auch sind, wie immer, Stellungnahmen von allen Stadträten aber auch von allen Bürgerinnen und Bürgern jederzeit herzlich willkommen.

Dann gibt es die Unterlagen immer hier: https://huefingensitzungsdienst

Und denkt daran, die Sitzung ist öffentlich und wenn man nicht von den Einschätzungen und subjektiven Berichten anderer abhängig sein will, so darf man auch sehr gerne selbst kommen.

Kommentare sind immer willkommen!

Neubestellung Gutachter für den Gutachterausschuss

Bei der Stadt Donaueschingen ist die Geschäftsstelle des gemeinsamen Gutachterausschusses angesiedelt und übernimmt als zentraler Ansprechpartner die Aufgaben aus den Gemeinden des südwestlichen Schwarzwald-Baar-Kreises. Nach Vorgaben des Baugesetzbuches führt der Gemeinsame Gutachterausschuss die Kaufpreissammlung, wertet sie aus und ermittelt Bodenrichtwerte und sonstige zur Wertermittlung erforderlichen Daten. Darüber hinaus erstellt er Gutachten über den Verkehrswert von Grundstücken.
https://www.donaueschingen.de/de/Stadt-Buerger/Wirtschaft/Gutachterausschuss

Die Stadt Hüfingen hat im Gutachterausschuss 3 Mitglieder. Heute sollte ein neuer ehrenamtlicher Gutachter bestimmt werden. Der Gemeinderat wählte in geheimer Wahl den Stadtrat Gunther Limberger als 3. Mitglied für Hüfingen.

Änderung der Feuerwehrsatzung zur Gründung einer Jugendfeuerwehr

Diesen TOP11 finde ich persönlich besonders spannend. Hatte doch der letzte Fraktionssprecher der CDU noch verlautbart, dass die Hüfinger Feuerwehr keine Frauen brauche, da genug Männer da wären und kein Bedarf sei. Womit er ja Recht hat, Frauen dürfen in Hüfingen nur Kuchen backen und Kinder bespaßen, ausser wenn „Not am Mann“ ist.

Film von Ernst Kramer 1943

Hüfinger Frauen bei einer Feuerwehrübung in Kriegszeiten

Da mutet es nun fast schon revolutionär an, wenn eine neue Jugendfeuerwehr entstehen soll die Mädchen nicht ausschließt.

Die neue Satzung hierzu wurde heute heute vom Gemeinderat verabschiedet.

Übernahme des Integrationsmanagements

Neben einer pauschalen Förderung stehen Gelder für die Förderung von Integrationsmanagerinnen und -managern in den Kommunen gemäß der Verwaltungsvorschrift des Sozialministeriums zur Förderung des Integrationsmanagements in Baden-Württemberg (VwV Integrationsmanagement 2023) zur Verfügung.

Bislang wurden die Aufgaben des Integrationsmanagers für die Stadt Hüfingen durch das Landratsamt Schwarzwald-Baar-Kreis wahrgenommen. Die entsprechenden Fördermittel hat somit auch das Landratsamt erhalten.

Die Städte Bräunlingen, Brigachtal, Hüfingen, Blumberg und Donaueschingen haben beschlossen, diese Aufgaben zukünftig selbst und gemeinsam durchzuführen. Die Förderung würden dann künftig die 5 Städte erhalten.

Für das Förderjahr 2025 beträgt die insgesamt zur Verfügung stehende Fördersumme voraussichtlich 179.196,96 €.
Davon entfallen 42.816,97 € auf die Stadt Donaueschingen, 42.816,97 € auf die Gemeinde Brigachtal, 41.231,16 € auf die Stadt Bräunlingen, 35.680,81 € auf die Stadt Hüfingen und 16.651,05 € auf die Stadt Blumberg. Die Förderhöhe entspricht 2-2,5 Stellen, die in Entgeltgruppe S 12 eingruppiert werden. Dies entspricht einem Verhältnis von 24% für Donaueschingen, 24% für Brigachtal, 23% für Bräunlingen, 20% für Hüfingen und 9% für Blumberg pro Stelle. Das Verhältnis wird entsprechend der Fördersumme angepasst.

Die eigenen Integrationsmanager werden in den 5 Kommunen vor Ort eingesetzt. Die Einsatzzeiten werden individuell, unter Berücksichtigung der prozentualen Verhältnisse auf die Kommunen verteilt.
Als größte Stadt in diesem Verbund soll die Personalbetreuung in Donaueschingen erfolgen. Sowohl der Kooperationsvertrag mit allen 5 Kommunen als auch die Stellen der Integrationsmanager sind befristet bis zum 31.12.2029.

Dies wurde heute vom Gemeinderat einstimmig angenommen.

Mir fällte dazu ein: Gemeinsam ist besser als einsam. Willkommen baaremer Zeitenwende!

Einweisung des Bürgermeisters in eine Besoldungsgruppe des Landeskommunalbesoldungsgesetzes

Ja, hier geht es um die Besoldung unseres neuen Bürgermeisters. Die rechtlichen Grundlagen sind so, dass er bei einer Gemeinde unter 10.000 Einwohnern (Hüfingen hat heute 8.006) in die Gruppe A16 oder B2 eingeteilt werden kann.

In der Vorlage stehen einige Punkte die unser Bürgermeister zu leisten hat:

1. Hüfingen hat neben der Hüfinger Kernstadt fünf Ortsteile und Ortsverwaltungen, deren Lenkung und Steuerung auf politischer Ebene erhebliche Herausforderungen mit sich bringt. Jeder Ortsteil mit seinen Strukturen stellt Anforderungen an die Verwaltungsspitze.

2. Die Stadtwerke Hüfingen haben durch das Familien- und Freizeitbad aquari eine überregionale Wirkung und Wahrnehmung. Ein weiteres zentrales Thema zur Stadtentwicklung ist die stetige Umsetzung der Energiewende durch die Nutzung regenerativer Energiequellen für die Wärmeversorgung und Stromversorgung. Die Wärmeversorgung stellt für das Gelingen der Energiewende den größten Hebel dar und hat Vorbildcharakter für andere Kommunen, ebenso wie die vorbildliche Wasserversorgung.

3. Der Stadtwald bringt zusätzliche Aufgaben wie den Forstbetrieb und die Ansiedlung von Windkraftanlagen.

4. Das eigene Bauamt innerhalb der Stadtverwaltung bewältigt eine Vielzahl von Baumaßnahmen und verzeichnet ein anhaltend überdurchschnittliches Investitionsniveau.

5. Die langfristige Funktionsfähigkeit der Stadtverwaltung, im Bauhof, den Schulen und in den Außenstellen gilt es durch Personalführung und –management zu sichern und weiterzuentwickeln.

6. Das überdurchschnittliche kulturelles Engagement mit einer Vielzahl von Museen und Hallen, sowie überregionaler Veranstaltungen prägen Hüfingen.

Ich möchte ergänzen:

7. Der letzte Bürgermeister hat einige Millionen „verloren“, von denen man versuchen wird etwas zurück zu holen. So z.B. das Geld für die defekte und gefährliche Lärmschutzwand (die das Regierungspräsidium zu verantworten hat); oder auch das durch die Lappen gegangene ETZ; oder Grundstücke zum vollen Wert zu veräußern; oder die Trinkwassersicherheit herzustellen (bevor die Sanierungskosten bei der Stadt enden); neuen Kindergarten planen et cetera pergite

8. Nicht nur kulturelles Engagement mit einer Vielzahl von Museen, Hallen und Veranstaltungen; sondern auch alle 78 + Vereine prägen Hüfingen, jeder einzelne will jetzt „umsorgt“ werden nach der langen Durststrecke.

9. Die Funktionsfähigkeit der Stadtverwaltung, des Bauhofs und vor allem der Jugendarbeit muss wieder hergestellt werden. Nicht zu vergessen: Die Kindergärten!

10. Besonders anspruchsvoll: Hüfingen hat neben der Hüfinger Kernstadt die fünf Ortsteile!

Was man dazu wissen muss: B2 ist ist brutto € 346,85 im Monat mehr als A16.

Die Fraktionssprecher und einzelnen Parteien sind sich nicht einig und zählen die Aufgaben des Bürgermeisters auf. Nach der Besprechung einzelner Zahlen und Tarifen wurde abgestimmt. Es ginge um das Amt und nicht um die Person.

10 Stimmen für B2 und 9 dagegen, es wurde streng nach Fraktionen abgestimmt und zwei Stadträte fehlten. Der Bürgermeister wird also nach B2 eingruppiert werden.

Die Lärmschutzwand in Hüfingen

Da die „Halfpipe“ noch immer nicht fertig, bzw. saniert ist, möchten wir den 1. Artikel von Andreas Hofmann hierzu nach oben kramen in dem er die Wand anhand der Zeichnungen erklärt. Anton Knapp hat auch der Zeitung erzählt, wie alles kam. Sehr lesenswerter Artikel! Es kommt dabei raus, dass der letzte Bürgermeister hier wohl hauptverantwortlich war, dass Hüfingen eine Million bezahlen muss. Vielleicht schafft es ja unser neuer Bürgermeister hier noch etwas abzuwehren.

Hier gibt es die Beiträge dazu:

Beitrag vom 28. November 2020 von Andreas Hofmann

In Ergänzung zum Bericht von Heike Boeke möchte ich noch ein paar Bilder zur Lärmschutzwand in Hüfingen, die die B27 vom Wohngebiet Hohen II trennt, zeigen. Denn Bilder sprechen für sich und dann kann sich jeder einen eigenen Eindruck von diesem Schutzwall machen.
Denn zwischen dem, was in einer Gemeinderatssitzung im April 2017 vorgestellt wurde und dem, was dann letztendlich im März 2020 beschlossen wurde, liegen Welten. Um nicht zu sagen, das Eine hat mit dem Anderen nichts mehr zu tun.

So wurde die Lärmschutzwand im April 2017 vom RP Freiburg anläßlich einer Gemeinderatssitzung in Hüfingen vorgestellt. Die Unterlagen sind im Internet frei verfügbar
Die ursprünglich geplante Variante im Schnitt
Ansicht von der B27 her. Sicherlich um einiges ansprechender als das jetzige Bollwerk
Hier kann man deutlich sehen, dass die ursprüngliche Variante vom Wohngebiet her bepflanzt worden wäre.
Und das wurde jetzt daraus. Zumindest sieht es so aus, als ob es Richtung Wohngebiet doch noch einen kleinen Erdwall geben wird. Ob der allerdings viel verdecken wird, bleibt anzuwarten.
Die Lärmschutzwand in ihrer ganzen Pracht. Es hat schon etwas apokalyptisches, wie aus einem Science-Fiction-Film.
Das südliche Ende der Lärmschutzwand. Hier führt sie Richtung Westen zur B31 Richtung Freiburg.
Der Blick auf die Wand direkt von der ersten Häuserreihe aus gesehen.
Am südlichen Ende ist die Lärmschutzwand nur noch eine Mauer.

Insgesamt kann man sagen: Schön ist anders.
Oder war es der nicht ganz mißlungene Versuch, ein bißchen Stammheim-Feeling nach Hüfingen zu holen? Bleibt abzuwarten, ob nicht zumindest Richtung Wohngebiet noch etwas Grünes draus wird.

Vereidigung und Verpflichtung des neugewählten Bürgermeisters Patrick Haas für die erste Amtszeit


Zuerst gab es eine Begrüßung durch den ersten Bürgermeisterstellvertreter und dann die Wahl des „die Verpflichtung des Bürgermeisters vornehmenden Mitglieds des Gemeinderates“. Hier wurde einstimmig Reinhard Isak gewählt.

Es folgte die Vereidigung und Verpflichtung des Bürgermeisters:
Ich schwöre, dass ich mein Amt nach bestem Wissen und Können führen, das Grundgesetzt der Bundesrepublik Deutschland, die Landesverfassung und das Recht achten und verteidigen und Gerechtigkeit gegenüber jedermann üben werde. Insbesondere gelobe ich, die Rechte der Stadt Hüfingen gewissenhaft zu wahren und ihr Wohl und das ihrer Einwohner nach Kräften zu fördern. So wahr mir Gott helfe.


Dann gab es eine Ansprache von Herrn Landrat Sven Hinterseh und Grußworte von Niko Reith (MdL), Jörg Frey (Bürgermeister von Schonach und Vizepräsident des Gemeindetags Baden-Württemberg), Kerstin Skodell (als Stadträtin für den Gemeinderat)

Als letzter hatte dann unser Bürgermeister Patrick Haas das Wort. Hier seine Rede:

auf den Pfeil drücken beim Handy


.


Die Hüfinger Stadtmusik ist der Wahnsinn! Atemberaubend schön! Vielen Dank, das war unglaublich toll!

Nochmal die Rede vom Wahlabend am 30. Juni 2024

„Xerophila brigobannis“ oder die Geschichte der Heideschnecken am Bahnhof in Hüfingen

Originalartikel vom 23. April 2020
Ein ähnlicher Artikel wurde von mir in den Schriften der Baar Band 66/2023 veröffentlicht.


Neben und um den Bahnhof in Hüfingen herum waren ganz früher Weiden, später dann wilde Brachflächen mit abertausenden Heideschnecken.
Ein Stück nach dem anderen wurde seit 2010 für Eigenheime zugebaut. Die neuen Eigenheimbesitzer haben sich für Schottergärten oder englischen Rasen entschieden. So wurde alles Leben dort mit einer Plastikplane oder Ähnlichem überzogen, um das störende Bodenleben zu beseitigen. Es gibt leider nur ein winziges Ausweichquartier für wilde Tiere vor einem alten Haus.
Auf diese Fläche sind einige wenige der Schnecken ausgewichen, und ich konnte sie vor ihrem vermutlich endgültigen Verschwinden dokumentieren.

Garten am Bahnhof etwa 1940
Foto: Karl Schweizer

Kurz bevor der Schacht für das letzte Haus ausgehoben wurde habe ich versucht einige dieser Schnecken in meinen Garten zu retten. Ob diese dort überleben werden ist ungewiss, da Schnecken doch sehr spezialisiert sind.

Leider habe ich von den Schnecken nur sehr schlechte Aufnahmen, da ich damals noch keine so gute Kamera hatte und heute nur noch tote Häuser zu finden sind.

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Natürlich wollte ich wissen was das für eine Schnecke ist. Deshalb habe ich ihre DNA untersucht. Wen interessiert was ich genau mache, der darf  hier schauen.

Auf jeden falls ist unsere Schnecke zu 90% mit Xerolenta obvia verwandt, das ist eine Heideschnecke. Das heißt aber auch es läßt sich nichts gleiches momentan in der Datenbank finden. Deshalb nenne ich hiermit unsere Weiße Heideschnecke, die wohl jetzt ausgestorben ist: Bahnhofs Heideschnecke oder Xerophila brigobannis

.

Heideschnecken

Die Heideschnecke lebt in Steppen und auf trockenen Grashängen, sie verbringt oft in großer Anzahl den Trockenschlaf in der Vegetation.
Wie auch andere Landschneckenarten ist die Heideschnecke ein wichtiger Zeigerorganismus für die Qualität ihres Lebensraums. Im Gegensatz zur landläufigen Meinung, dass Schnecken immer viel Feuchtigkeit brauchen, legen gerade die Heideschnecken Wert auf Trockenheit und Sonnenschein. Die Heideschnecken leiden daher unter der Zunahme von Busch- und Baumgesellschaften in ihren herkömmlichen Trockenlebensräumen. Im entstehenden kühleren Mikroklima können die Schnecken nicht überleben und sterben aus.

Die Östliche oder Weiße Heideschnecke hieß früher Xerophila obvia. Heute heißt die Weiße Heideschnecke Xerolenta obvia. Die Echte Heideschnecke hieß früher Xerophila ericetorum und heißt jetzt Gemeine Heideschnecke, wissenschaftlich Helicella itala oder Helicella ericetorum. Xerophila ericetorum und Xerophila obvia wurden 1925 von Lais auf dem Randen (Baar) beschrieben.*1

Lais*1 schreibt in den Berichten der Naturforschenden Gesellschaft: „Xerophila bevorzugt grasige Raine und Abhänge und trockene Wiesen auf Kalk- oder Mergelboden. Sie meidet kristallinen Untergrund.” Die hochgradig thermophile Weiße Heideschnecke stammt womöglich ursprünglich aus Südosteuropa und wurde wohl mit der Eisenbahn nach Hüfingen gebracht. *2

Xerolenta obvia steht auf der Roten Liste für Baden-Württemberg als Art auf der Vorwarnliste. Da sie trockene, warme Standorte bevorzugt, ist sie wohl eine Klimagewinnerin, solange man die Standorte nicht versiegelt.

Da die Hüfinger Heideschnecke nur etwa 90% Übereinstimmung mit Xerolenta obvia hatte und inzwischen wohl auch an ihrem letzten viel zu kleinen Standort ausgestorben ist, möchte ich ihr hier einen Nachruf schreiben und sie feierlich “Xerophila brigobannis” nennen.

Zur Erinnerung an Robert Lais, sowie die vergangene Flora und Fauna um den Hüfinger Bahnhof.


*1 Lais, Robert (1925): Dr. Hans Kauff- mann’s hinterlassene Schneckensammlung. Ein Beitrag zur Kenntnis der Schneckenfauna Südbadens und ihrer Beziehungen zum Klima. Berichte der Naturforschenden Gesellschaft zu Frei- burg im Breisgau (Band 25), Seite 1–74.
Lais, Robert (1928): Beiträge zur Kennt- nis der badischen Molluskenfauna. Beiträge zur naturwissenschaftlichen Erforschung Badens, Seite 135–145.

*2 Schmid, Günter (2002): In Baden-Württemberg eingeschleppte oder ausgesetzte Mollusken. Jahreshefte der Gesellschaft für Naturkunde in Württemberg
(Band 158), Seite 253–301.

Für mehr demokratische Partizipation!

Ohne demokratische Partizipation verkommt unsere Demokratie zur Diktatur der Mehrheitsparteien und dagegen hilft den momentanen Mehrheitsparteien auch keine Werbung um Akzeptanz, sondern nur mehr Vertrauen in das eigene Volk.

Wer die Landräte in Baden-Württemberg bestimmt

Von den 16 Bundesländern dürfen in 14 Ländern die Bürgerinnen und Bürger den Landrat wählen.

Nur in Baden-Württemberg und Schleswig-Holstein wird er vom Kreistag bestimmt. Das Resultat dieser Umgehung der Bürger zeigt sich klar an den Ergebnissen.
Unter den 35 Landräten gibt es, stand Sommer 2024, exakt 2 Frauen – das sind keine 5%.
Selbst Bayern ist diverser.

Auch kann sich in Baden-Württemberg ein Landrat wie ein Fürst verhalten und braucht die Bürger oder das unbequeme Ehrenamt nicht zu beachten, lediglich der Kreistag ist für seine Karriere wichtig. Das selbe gilt für den 1. Landesbeamten. Der Erste Landesbeamte ist gemäß § 42 Abs. 5 Landkreisordnung in Baden-Württemberg Stellvertreter des Landrates und Leiter der staatlichen Verwaltung, die das Landratsamt im Rahmen seiner Doppelfunktion als Kreis- und staatliche Behörde (untere Verwaltungsbehörde) wahrnimmt. Der Erste Landesbeamte wird auch vom Kreistag bestimmt. Ich habe jetzt allerdings keine Lust, zu recherchieren, ob es da überhaupt eine Frau in Baden-Württemberg gibt, wenn, dann sicher nur in Großstädten wo es auch eine Presse gibt.

Da in Baden-Württemberg die CDU in den Kreistagen die Mehrheit hat, werden folglich der Landrat und alle hoch bezahlten Beamten von der CDU bestimmt. Unsere Demokratie reduziert sich somit auf eine Diktatur der Mehrheits-Partei und ihren angedienten Männern.

Dabei sind Frauen eigentlich gar keine Minderheit – nur mal so zur Info. Laut statistischem Landesamt gab es 2023 im Schwarzwald-Baar-Kreis 217 998 Einwohner, davon 107 916 Männer das sind 49,5% und 110 082 Frauen, das sind 50,5 %. Auch machen Frauen normalerweise in den Verwaltungen die Arbeit, während die gut bezahlten Männer diese Arbeit sich gegenseitig und der Presse repräsentieren.

Gewaltenteilung

Der Philosoph Montesquieu schrieb vor mehr als 200 Jahren dass sich die drei Gewalten in einem demokratischen Staat gegenseitig kontrollieren sollen. Also Exekutive (das ist die „ausführende Gewalt“, die Verwaltung), Legislative (das ist die gesetzgebende Gewalt, also das Parlament) und Judikative (das ist die rechtsprechende Gewalt, also die Justiz). Dass Exekutive, Legislative und auch Judikative in Baden-Württemberg sie gegenseitig schützen, anstatt zu kontrollieren, konnte man beim Petitionsausschuss und Behlaer Weiher wunderbar sehen.

Mit Vierter Gewalt ist die Presse gemeint, also Medien wie Zeitungen, Fernsehen, Radio und Internet die über das Handeln des Staates und seiner Institutionen informieren, aber auch kontrollieren sollen.

Kontrollieren?

Da es in Baden-Württemberg wenig Gewaltenteilung gibt, der Landrat wie ein Fürst regiert und alle Macht von den großen Parteien ausgeht, gibt es gerade in der Provinz keine freie Presse mehr. Es werden Pressemeldungen der wichtigen Männer übernommen. Ehrenamt, das unangenehm sein könnte, wird ignoriert oder zur Not einfach mal bissen falsch berichtet. So kommen vermutliche Korruptionsfälle, illegale Aktivitäten und auch Straftaten gleich gar nicht an die Oberfläche. Nennt sich vorauseilender Gehorsam, da braucht gleich gar niemand extra Druck aufzubauen.

Mein Fazit

Die Parteien haben in Baden-Württemberg alles getan, um sämtliche Schalthebel der Macht fest in den Händen zu halten und haben dem Volk jegliche Partizipation abgesprochen. Alle paar Jahre ein Kreuzchen machen zu dürfen ist keine Partizipation!

Bei diesem System könnte eine undemokratische Partei, so sie denn genug Stimmen bekommt, zerstörend in die Gewaltenteilung eingreifen. Ebenso braucht der Landrat nur Mehrheiten bei den mächtigsten Parteien zu suchen. Wird dies immer die CDU sein?

Der Landrat dient also nicht dem Volk, sondern den stärksten Parteien. So ist es kein Wunder, dass die am meisten gelobten, finanzierten und beachteten Ehrenämter beim Biertrinken, der Blasmusik, Trachtentänzchen und körperlicher Ertüchtigungen sind. PANEM ET CIRCENSES – Brot und Spiele – fürs Volk hat sich schon immer bewährt.


Für demokratische Partizipation!
Für Parität!

Hüfinger Erpelgang

Gerne möchte ich die Gang und den Beitrag aus 2019 mal wieder hoch holen. Vielleicht erinnert sich ja doch noch jemand oder hat Fotos?

Originalbeitrag vom 30.08.2019

Als ich 2006 aus Kentucky auf Urlaub nach Hüfingen kam, begegneten uns bei einem Spaziergang an der Breg drei Erpel. Ein Weißer, ein Punk und ein „Normalo“. Das Erlebnis mit der Gang war sehr eindrucksvoll und ich habe es nie vergessen.

2011 sind wir aus den USA nach Hüfingen gezogen und seit dem verbringe ich fast täglich an der Breg. Täglich konnte ich die Gang beobachten, die entweder unter der Brücke oder unweit davon bregaufwärts ihrer Arbeit nach ging. Immer gemeinsam, immer ganz dicht beisammen.

Den Winter 2017/18 mit der Vogelgrippe hatten die drei Jungs unbeschadet überstanden. Auch der Winter 2018/19 ging spurlos an ihnen vorüber.

Dann, im Mai 2019, kam mir auf der Höhe der Hühner der Punk hysterisch schreiend entgegen. Ich folgte ihm die Breg herab. Er stieg noch kurz beim Wehr hoch, schrie Richtung Insel Alarm, drehte um, setzte seinen Weg laut schreiend Breg abwärts fort und ward nie mehr gesehen.

Seit diesem Tag gibt es nach mindestens 13 Jahren Freundschaft keine Gang mehr auf der Breg.

Vorkaufsrecht

Da nach wie vor großes Interesse besteht wollte ich die Bestimmungen in Baden-Württemberg zum Vorkaufsrecht mal nach vorne kramen und die Linksammlung aktualisieren.

Originalbeitrag vom 24. Juni 2022

Kürzlich war eine kleine Diskussion mit Landwirten, wann und wie das Vorkaufsrecht der Gemeinde zieht und was die gesetzlichen Vorgaben sind. Da eigentlich keiner so richtig Bescheid weiß oder einen Überblick hat, wollte ich es hier mal kurz grob zusammenfassen.

Das Vorkaufsrecht für die Kommune ist in den §§ 24-28 BauGB geregelt. Schon für das „allgemeine Vorkaufsrecht“ unterscheidet § 24 BauGB acht verschiedene Fälle. Politisch besonders wichtig ist das Vorkaufsrecht im Zusammenhang mit förmlich festgelegten Sanierungsgebieten und städtebaulichen Entwicklungsmaßnahmen sowie mit Erhaltungssatzungen nach § 172 BauGB, die dem Erhalt des städtebaulichen Charakters eines Gebiets, dem Erhalt der Zusammensetzung der Wohnbevölkerung („Milieuschutz“) oder einer städtebaulichen Umstrukturierung dienen.

Bei dem link oben kann man es sich genauer durchlesen. Die Zusammenfassung unten gilt für den Schwarzwald-Baar-Kreis im August 2024.

Vorkaufsrecht Landwirtschaft

Für landwirtschaftliche Grundstücke benötigt man im allgemeinen eine Genehmigung der Landwirtschaftsbehörde, die man hier beantragt.

Der Antrag kann auch schriftlich beim Landwirtschaftsamt eingereicht werden. Unter bestimmten Voraussetzungen hat die Landsiedlung Baden-Württemberg GmbH als gemeinnütziges Siedlungsunternehmen das Vorkaufsrecht. Übt die Landsiedlung Baden-Württemberg GmbH das Vorkaufsrecht aus, verlängert sich die Frist um einen weiteren Monat. Die Rechtsgrundlage hierfür ist das Agrarstrukturverbesserungsgesetz (ASVG)

Vorkaufsrecht Gewässerrandstreifen

Die Flächen entlang von Gewässern jenseits ihrer Böschungen werden Gewässerrandstreifen genannt. Sie dienen dem Gewässer als Schutzsaum und halten Stoffeinträge, die dem Gewässer schaden können, zurück. Durch das am 1. Januar 2014 in Kraft getretene neue Wassergesetz für Baden-Württemberg wurde erstmalig im sogenannten Innenbereich ein gesetzlich vorgeschriebener Gewässerrandstreifen von fünf Meter Breite eingeführt. Im Außenbereich besteht nach wie vor ein Gewässerrandstreifen auf einer Breite von 10 Metern. (vgl. § 29 Wassergesetz).

Durch § 29 Abs. 6 Wassergesetz wurde außerdem ein gesetzliches Vorkaufsrecht an Grundstücken geschaffen, auf denen sich Gewässerrandstreifen befinden. Befindet sich der Gewässerrandstreifen nur auf einem Teil des Grundstücks, so erstreckt sich das Vorkaufsrecht auf diese Teilfläche. Das Vorkaufsrecht steht dem jeweiligen Träger der Unterhaltungslast zu. Dies ist bei Gewässern I. Ordnung das Land, für das in den Regierungsbezirken jeweils der Landesbetrieb Gewässer (Referate 53.1 und 53.2) diese Aufgabe wahrnimmt. Bei Gewässern 2. Ordnung steht das Vorkaufsrecht den Gemeinden zu.

Die Gewässer I. Ordnung sind in der Anlage 1 zum Wassergesetz aufgeführt. Alle dort nicht aufgeführten Gewässer oder Gewässerabschnitte sind Gewässer 2. Ordnung.

Vorkaufsrecht Naturschutz

Dem Land Baden-Württemberg steht ein Vorkaufsrecht zu an Grundstücken, zu

  • die in Nationalparken, Nationalen Naturmonumenten, Naturschutzgebieten oder als solchen einstweilig sichergestellten Gebieten liegen,
  • auf denen sich Naturdenkmäler oder als solche einstweilig sichergestellte Gegenstände befinden,
  • auf denen sich oberirdische Gewässer befinden.

Gesetz über Naturschutz und Landschaftspflege, Bundesnaturschutzgesetz § 66 Vorkaufsrecht

Vorkaufsrecht Wald

Der Gemeinde und dem Land steht ein Vorkaufsrecht an Waldgrundstücken zu.

Waldgesetz für Baden-Württemberg, (Landeswaldgesetz – LWaldG), in der Fassung vom 31. August 1995.

Vorkaufsrecht Kommune bei Bebauungsplänen und Sanierungsgebieten

Bei Übertragungen von Grundstücken hat die Gemeinde in bestimmten Fällen ein Vorkaufsrecht. Dies besteht beispielsweise bei

  • Grundstücken, für die der Bebauungsplan eine Nutzung für öffentliche Zwecke festlegt und
  • Grundstücken, die in einem förmlich festgelegten Sanierungsgebiet liegen.

Wollen Sie ein Grundstück erwerben, benötigen Sie ein Negativzeugnis, damit das Eigentum im Grundbuch umgeschrieben werden kann. Mit dem Negativzeugnis bestätigt die Gemeinde Ihnen, dass sie kein Vorkaufsrecht für das Grundstück hat oder dieses nicht ausübt.

Hier gibt es einen Onlineantrag.

Baugesetzbuch (BauGB) § 24 Allgemeines Vorkaufsrecht

Fehler oder kaputte links gerne in die Kommentare!

100 Jahre Festschrift vom Gausängertag 1924

überarbeitet – Originalartikel vom 26. Mai 2022

Die ersten 14 Seiten der Festschrift wurden mit Trankribus transkribiert und von mir mit Anmerkungen bebildert. Der Text der Festschrift ist in schwarz, meine Anmerkungen in blau oder (kursiv).
Wer weiß, wo sich die Fahne befindet oder hat ein Foto dieser?

Die vorliegende Festschrift wurde im Auftrage des Gesangvereins Liederkranz verfaßt.
Es sei dies vorweg gesagt und damit betont, daß das Schriftchen keinerlei Anspruch auf schriftstellerische Vollendung macht, sondern diesbezüglich um weitgehendste Nachsicht bittet. 
Auch ist eine erschöpfende Darstellung der Geschichte des Hüfinger Liederkranzes leider nicht möglich, da ein Teil der Vereinsakten bei dem im Jahre 1897 stattgehabten Brande des Gasthauses zur Sonne in welchem sich zu jener Zeit das Vereinslokal befand, zerstört wurde.

Es gab in Hüfingen mehrere Gasthäuser zur Sonne. Hier ist wohl die um 1815 von Johann Baptist Fischerkeller (30.6.1781- 25.8.1853) neu erbaute an der Schaffhauser Straße gemeint, sie befand sich in der Nähe des Sonnenkreuzes und des Sonnenbrunnens und ist 1897 abgebrannt.

Skizze vom Sonnenbrunnen von Alexander Albert


Unsere Festschrift verfolgt auch noch einen anderen Zweck. Sie soll unseren jetzigen und künftigen Mitgliedern ein Ansporn sein, das, was die Alten schon vor Mitte des vorigen Jahrhunderts gegründet was sie erstrebt und erwirkt, in ernster Zeit erhalten und erweitert haben, in treue Obhut zu übernehmen und als heiliges Vermächtnis zu betrachten. Wir können das Andenken unserer Gründer und verstorbenen Mitglieder nicht besser ehren als dadurch daß wir fleißig und treu auf unser Ziel losstreben, nämlich unser herrliches deutsches Lied immerfort zu hegen und zu pflegen.

Im Bauernkrieg 1525 wurde Hüfingen von den aufständischen Bauern unter Anführung des Hans Müller von Bulgenbach eingenommmen und trat sodann förmlich in das Bauernbündnis ein, mußte aber diese Stellungnahme nach der Niederwerfung des Aufstandes bitter büßen.

Häßliche Schatten warf auf die Geschichte des 16. u. 17. Jahrhunderts auch die Hexenverfolgung, denn schon im Jahr 1613 wurden in Hüfingen viele Hexen verbrannt, darunter 7 ehrbare Bürgersfrauen, welche durch Intervention des damaligen Geistlichen insofern begnadigt wurden, daß sie erst enthauptet und dann auf den Scheiterhaufen gelegt wurden. 

1631-1632 fand der abscheuliche Hexenprozeß gegen den fürstlichen Registrator Tinktorius statt. In den Jahren 1622 und 1628 herrschte in Hüfingen eine große Hungersnot und erreichte der Nahrungsmangel einen solchen Grad daß viele Arme beim Wasenmeister (Abdecker) um Fleisch bettelten.

Einige Jahre später, 1632, hatte Hüfingen im Dreißigjährigen Kriege vieles zu leiden. Im Oktober genannten Jahres hatten die Hüfinger den Kaiserlichen Beistand geleistet und sollte sie der württembergische Oberst Rau dafür züchtigen. Mit 5000 Mann zog er vor das Städtlein, solches zur Übergabe auffordernd. Die Beamten eilten auch aus der Stadt und taten vor dem Obersten einen Fußfall. Die Bürgerschaft aber wollte von einer Übergabe nichts wissen und während die Beamten mit dem Feinde unterhandelten, fiel aus der Stadt ein Schuß in die Reihen der württembergischen Soldaten. Darob sehr ergrimmt begannen diese wutentbrannt den Sturm, erbrachen das Tor, nahmen die Stadt im ersten Anlauf und richteten unter den Bürgern ein furchtbares Blutbad an.  Auch wurde die Kirche ausgeraubt und gegen 1000 Stück Vieh hinweggetrieben. Aber auch im weiteren Verlauf des Krieges hatte Hüfingen Schlimmes zu erdulden; bald quälte es der Feind bald der Freund dazu wütete auf’s neue eine Hungersnot und als im Jahre 1633 auch die Pest viele Einwohner dahinraffte, war die Stadt entvölkert und zerfallen. Kaum hatte sich die verminderte Einwohnerschaft ein wenig erholt, als neue Kriegsstürme auch wieder neue Leiden und Lasten brachten.

Ludwig XlV. König von Frankreich, schickte seine Heere von 1673-1678, von 1666-1698 über den Rhein. Auch in Hüfingen fehlte es in dieser Zeit nicht an Durchmärschen, Einlagerungen, Winterquartierungen, Brandschatzungen und anderen schweren Kriegslasten, wodurch die wirtschaftlichen Verhältnisse abermals schwer darniederlagen. Im Jahre 1775 erbaute der damalige Herr von Hüfingen Fürst Ferdinand von Fürstenberg-Meßkirch ein Schloss, das heute noch steht in welchem das Fürstl. Fürstenb. Landesspital untergebracht ist.

Ferner wurde im Jahre 1775 auch das damals für die fürstenbergischen Lande in Schwaben neuerrichtete Zuchthaus erbaut, deren Räume heute das vom Caritasverband geleitete Knabenheim, Mariahof, beherbergen.

Als zur Zeit der französischen Revolution 1796 Moreau, von Erzherzog Karl verfolgt seinen Rückzug durch den Schwarzwald nahm, erlitt Hüfingen wiederum eine Plünderung. In dem sog. Russenwinter 1813-1814 forderte der Typhus viele Opfer während ungeheure Durchmärsche der Verbündeten stattfanden.

Zur Zeit der Volksbewegung im Sommer 1849 war sämtliche Artillerie der revolutionären badischen Truppen, auf dem Rückzuge vor den hessischen Reichstruppen begriffen, in Hüfingen anwesend.

Im Jahre 1850 wurde das Bezirksamt Hüfingen nach hundertjährigem Bestehen aufgehoben und nach Donaueschingen/ der Residenz des Fürsten von Fürstenberg, verlegt.

Geschichte des Gesangvereins „Liederkranz“ Hüfingen.

Motto:
Teure Heimat, traute Baar,
Deutsches Lied pflegt immerdar.

Hüfingen mit seiner bedeutenden geschichtlichen Vergangenheit war stets eine sorgsame Pflegestätte der Musik und des Gesanges, dieser idealen Güter des von höherer Macht verliehenen Volksvermögens, wo für, um nicht weiter zurückzugreifen, das vorige Jahrhundert so manche Anhaltspunkte gibt. Wenn auch Landwirtschaft und Gewerbe die Hauptberufe der Bürger bildeten, so machte sich im Verhältnis zur Größe und Bedeutung des Platzes auch höheres Wissen und Können in reichstem Maße erkennbar, denn aus den Familien Gleichauf, Heinemann, Schelble, Reich, Seele und Schrenk sind Männer hervorgegangen, deren Schaffen und Wirken weit über die Grenzen ihrer Vaterstadt Bewunderung erregten und deren Werke fortleben werden.

Auf dem Gebiete der Tonkunst waren es der Fürstl. Fürstenb. Hofmusiker Ambros Schrenk, der sich als Klarinettvirtuose bei der f. f. Hofkapelle einen bedeutenden Namen erworben hatte und der hervorragende Opernsänger Joh. Nep. Schelble, welcher in Berlin, Wien und Frankfurt a. M. wegen seinen künstlerischen Leistungen ganz besonders gefeiert wurde.

Johann Nepomuk Schelble Quelle: gallica.bnf.fr / Bibliothèque nationale de France

Der F. F. Hof in Donaueschingen unterhielt nebst einer berühmten Kapelle ein Theater, wozu bei großen Aufführungen dann und wann männliche und weibliche Sangeskräfte aus Hüfingen beigezogen wurden. Unter den Staats und f. f. Beamten befanden sich stets lebensfrohe junge Leute. 

All diese Momente haben die Liebe zu Musik und Gesang stets wach gehalten und mögen ohne Zweifel dazu beigetragen haben, daß Hüfingen unter den kleineren Städten Badens eine der ersten war, in welcher ein Männergesangverein in’s Leben gerufen wurde.



Es ist nicht unsere Aufgabe, die Geschichte des deutschen Männergesangs unserer Festschrift einzuverleiben, doch wollen wir kurz anführen, daß sich im Jahre 1808 auf Anregung “Zelters” von der Berliner Sangakademie der erste deutsche Männerchor, die Zelter’sche Liedertafel abzweigte. Zelter ist als der geistige Vater des norddeutschen Männergesanges zu betrachten, während der Schweizer J. Nägeli, der Gründer der süddeutschen Männerchöre ist.

Dem Beispiele Berlins folgten bald eine ganze Reihe anderer Großstädte unter diesen auch Frankfurt a. M. im Winter 1826-28. Hier war es der obengenannte Joh. Nep. Schelble der Gründer und Dirigent des heute noch berühmten Cäzilienvereins, der aus Herren dieser Gesellschaft die Frankfurter Liedertafel in’s Leben rief. Schelble war ein treuer Freund Zelters und stand s. Zt. im Mittelpunkt des gesamten Musiklebens der Stadt Frankfurt, die ihm bis in unsere Tage ein treues Andenken bewahrt hat.

Nachdem schon vorher der Männergesang in engerem Kreise gepflegt wurde, trat man im Jahre 1844 an die Gründung des Gesangvereins heran, wobei sich die Herren Gleichauf, Revellio und Rombach besonders verdient gemacht haben. Die Zahl der ausübenden Sänger belief sich damals auf 15, worunter auch Amtsphysikus Dr. Würth, Ehrenbürger der Stadt Hüfingen war, der erst im Jahre 1905 in Freiburg i. B. als Neunundneunzigjähriger zur ewigen Ruhe gegangen ist.

Medizinalrat Dr. med. Fidel oder Fidelis Würth (geboren 1806 ? gestorben 1905 in Freiburg), Großherzoglicher Physikus, verheiratet mit Anna Hasenfratz etwa 1847. Ein Sohn Stefan (27.12.1848-27.12.1848). Mehr gibt das Sippenbuch und die Chronik nicht her.

Die Statuten des Vereins welcher sich gemäß §1 zur Aufgabe stellt, den Gesang in der hiesigen Stadt und der Umgegend nach Kräften zu veredeln und zu verbreiten, sowie auch mittelbar das gesellige Verhältnis zu heben, wurden erst am I8. Oktober 1845 festgelegt. Diese wurden von 44 aktiven Mitgliedern unterschrieben, ein Zeichen, mit welch‘ großer Begeisterung die damaligen Bürger dieser idealen Bestrebung zugetan waren.

Aber auch weitere Kreise der Bürgerschaft würdigten den jungen Verein, indem sie ihm Mittel an die Hand gaben, um die Anschaffung nebst Volksgesängen auch klassischer Musikalien zu ermöglichen. Nebst der Pflege des Gesangs wurde auch stets für geselliges Zusammensein durch Wagen- und Schlittenfahrten Sorge getragen.

Einen großen Eifer zeigte der Verein im Jahre 1845 durch Veranstaltung eines Wohltätigkeits-Konzertes, bei welchem 234 Gulden eingenommen wurden und durch Beteiligung am 2. Hegauer Sängerfest in Engen, sowie am großen Gesangswettstreit in Schaffhausen im darauffolgenden Jahre, bei welchem der Verein einen silbernen Becher nebst Urkunde als Preis erhielt.

Die bekanntesten Namen außer den obenerwähnten Gründern sind: Hofmusikus Flaig, Forstinspektoren Ekart und Gebhard, Lehrer Neumeister und Aktuar Bühler. Auch unser größter Hüfinger Kunstfreund und Kenner Lucian an Reich würdigte den damals entstandenen Verein und gehörte demselben als Ehrenmitglied an. 

Nach dem Ausscheiden des 1. Vorstandes und Dirigenten Gleichauf trat an dessen Stelle Oberlehrer Rombach. Nach der Versetzung Rombachs scheint der Verein für die Leitung Mangel an geeigneten Personen gehabt zu haben , da bis zum Jahre 1860 Tätigkeit und Aufzeichnungen fehlen. Der sich anfangs der 60er Jahre von neuem aufraffende Verein wurde alsdann von Oberlehrer Martin Brugger geleitet die alte Gemütlichkeit wurde wieder wachgerufen. (In jener Zeit gehörte das vor einigen Jahren verstorbene Ehrenmitglied Altbürgermeister Wilhelm Krausbeck als einer der eifrigsten Sänger dem Verein an.)  Musikinstrumente wurden angeschafft und Gesangverein und Blechmusil zu einem Vereine gebildet. Nebst privaten Stiftungen des damaligen Bürgermeisters Jakob Bausch wurden dem Verein von der Stadtkasse für Mitwirkung bei den 3 Kirchenfesten jährlich 25 Gulden überwiesen. Auch wurden wiederholt im Schloßgarten in Donaueschingen Konzerte veranstaltet.

Kurz vor Ausbruch des 70er Krieges wurde Oberlehrer Brugger nach Konstanz versetzt. Während des Krieges lies der Verein seinen im Felde stehenden Mitgliedern 15 Gulden verteilen und ebensoviel übergab er dem Frauenverein für die Verwundetenfürsorge. 1871 wurde Fridolin Dufner ein ehemaliges Mitglied des F. F. Hoforchesters Dirigent des Vereins. Am 8. September 1878 nahm der Verein an einem Sängerfeste in Konstanz teil. Nachdem seither der Dirigent zugleich die Vorstandsstelle wahrzunehmen hatte, wurde im Jahre 1879 erstmals ein Vorstand in der Person des Ferd. Fischerkeller gewählt. Dafür daß der Verein in guten Händen lag, spricht die Genauigkeit der Anmeldungen aktiver und passiver Mitglieder, die stets auf schriftlichem Wege zu erfolgen hatten. 

Das Vereinslokal war bis zum Brand 1897 das Gashaus Sonne. Diese wurde von Johann Baptist Fischerkeller (30.6.1781- 25.8.1853) erbaut. Sein Sohn, Matthias Fischerkeller (18.2.1820-6.6.1893) übernahm die Sonne und später eins seiner 11 Kinder: Ferdinand Fischerkeller (15.03.1845-?1899?)

Zum Vereine zählten in jener Zeit unter anderen: Josef Fischerkeller, Matthäus Riegger, Karl Schelble, Valentin Bromberger, Emil Heinemann, Bürgermstr. Julius Faller, Richard Schelble, Adolf Eisele, Adolf Martin, Rudolf Riedlinger und Josef Moog.

Aus dem Jahre 1880 befindet sich das erste gedruckte Programm bei den Akten. Mit dem Austritt des Fridolin Dufner wurde Ferdinand Fischerkeller Dirigent, und Bürgermeister Julius Faller 1. Vorstand. Unter Leitung dieser beiden bewährten Musikfreunde entfaltete der Verein eine rege Tätigkeit mit bestem Erfolg. Leider gingen dem Verein durch den Brand (1897) der Wirtschaft zur Sonne Aufzeichnungen aus jener Zeit verlustig und auch das ziemlich um fangreiche Inventar erlitt beträchtliche Einbuße. Darunter befanden sich die Fahne aus dem Jahre 1866, ein Podium, Musikinstrumente, Musikalien und eine originelle reichhaltige Garderobe. Im Jahre 1866 war Ludwig Schmid Vorstand dessen Stelle Josef Martin von 1902-06 einnahm. Nach dem Austritt des Dirigenten F. Fischerkeller,  welcher im Jahre 1899 erfolgte, trat wieder eine Pause ein bis 1909 wo Josef Heinemann die Dirigentenschaft übernahm und Adolf Sulzmann 1. Vorstand wurde, dem drei Jahre nachher Jakob Müller folgte.

Während des Krieges setzte die reguläre Tätigkeit des Vereins aus indem der Dirigent, der auf dem Feld der Ehre den Tod gefunden hat und eine erhebliche Anzahl der Mitglieder unter die Fahnen gerufen wurden. Die Zurückgebliebenen wirkten in jener Zeit bei einigen Feierlichkeiten mit, wobei in dankenswerter Weise Oberlehrer Bach dirigierte.

Durch die Beteiligung an der Empfangsfeier für die heimkehrenden Krieger am Stephanstage 1918 wurde Veranlassung gegeben, den Verein neu ins Leben zu rufen. Durch den Vorstand erging an sangeskundige Herren eine Aufforderung dem Verein als aktive Mitglieder beizutreten. Diese Aufforderung schlug nicht fehl, denn schon bei der ersten Veranstaltung unter Leitung des neuen Dirigenten Hauptlehrer Ferd. Frei zählte der Verein gegen 50 aktive und über l00 passive Mitglieder. Im Jahre 1920 wurde Adolf Müller 1. Vorstand. Durch die anerkannten musikalischen Kenntnisse des Dirigenten und dessen zielbewustes energisches Vorwärtsstreben kam der Verein bald zu neuem Aufblühen. In den letzten Jahren kamen nebst Männerchören auch gemischte Chöre und Männerchöre mit Orchesterbegleitung durch die hiesige Streichmusikgesellschaft zum Vortrage, welche die Kritik gut überstanden haben. Auch wurden einige Operetten gegeben, welche den besten Anklang fanden und auch von auswärtigen Besuchern stark frequentiert waren. Tatkräftiges Eingreifen des Vorstandes in die übrigen Vereinsgeschäfte trug dazu bei, daß der Verein auf einer vordem noch nicht erreichten Höhe angelangt ist.

Am 2. Juli 1922 beteiligte sich der Verein an dem Sängerfeste in Bonndorf und erhielt dort in heißumumstrittenem Wettsingen la. mit Ehrenpreis im erschwerten Volksgesang.

In der jetzigen schweren Zeit hat der Gesangverein das Bestreben, seinen Mitgliedern wie auch der Allgemeinheit durch die edle Sangeskunst Gelegenheit zu bieten neben all‘ den Tageslasten und Gedanken über Vergangenheit und Zukunft auch von Zeit zu Zeit einen wärmenden Sonnenstrahl in das Innere eines Jeden dringen zu lassen denn Gesang erfreut das Menschenherz und jeder nach höherem Ziele strebende Mann wird im Gesang ein Ideal finden.

Hüfingen,  im Mai 1924 Josef Bausch, Altbürgermstr.

Foto von Karl Schweizer

Die Fahne des Vereins.

Wie oben erwähnt, wurde die sich jetzt im defekten Zustande befindliche Fahne im Jahre1846 beschafft und genau 20 Jahre später die Fahne, welche beim Brande des Gasthauses zur Sonne zerstört wurde.

Der Verein sah sich daher veranlaßt, im Hinblick auf das 80jährige Stiftungsfest eine neue Fahne zuzulegen, mit deren Anfertigung das Kloster Gengenbach, welches in diesem Industriezweige bedeutenden Ruf besitzt betraut wurde.

Die neue Fahne.

Die vordere Seite der Fahne ist in ihrer Grundfarbe dunkelgrün, trägt eine im Goldton gestickte Lyra, das Symbol des Gesanges, welche mit Lorbeerzweigen, dem Zeichen des Ruhmes bekränzt ist. Der in die Lyra eingestickte weise Schwan deutet auf das alte deutsche Lied hin, das durch unsere großen Meister der Dichtungen festgehalten worden ist. Die Deutschen haben im Mittelalter ein sinniges, ausdeutendes Verhältnis zur Natur gehabt.

Das Volk sah in der Natur Vorgänge, welche in allen Arten liebenden, segnenden, neckenden oder Verderben bringenden Vorkommnissen geheimnisvoll in das Menschenleben hineinragten. So gewann damals der Schwan bei unsern Vorfahren einen Platz in verschiedenen Formen u. a. auch für den Gesang. Als Darstellung des deutschen Liedes, sowie zur Versinnbildlichung der Stärke des Mannes zieren Eichenzweige mit Eicheln die Fahnenecken. Die hieran angeflochtenen Bänder tragen die Worte:

Teure Heimat, traute Baar,
Deutsches Lied pflegt immerdar!

Die Rückseite hält als Grundfarbe amarandrot. Auf den ersten Blick erhält der Beschauer von dem Bild den Eindruck des Heimats- und Vaterlandsgedankens. Ährenbündel in Bändern in den vier Ecken verkörpern die ährenschmucke Baar, welche sich an die Höhen des Schwarzwaldes anschließt und dieser hier durch einen leichten Tannenzweigenkranz angedeutet wird. Daran schließt sich ein Schriftband mit der Aufschrift, “Liederkranz Hüfingen 1844-1924”ferner sind zwei Sternkreuze eingefügt um unsern Herrgott nicht zu vergessen, in dessen Obhut wir gestellt sind.

Durch ein leicht gehaltenes, in das Schriftband verschlungenes Bänderarragement in badischen Farben wird ein aufgerolltes Pergament mit dem Stadtwappen aus dem Jahre 1477 als Fahnenbild getragen. Nach dem Fürstl. Fürstenb. Arkundenbuch Band Vll erscheint das gewählte Wappen auf einer Urkunde des genannten Jahres, ist also geschichtlich das richtige Stadtzeichen unserer Vorfahren. In Silberstickarbeit auf tiefblauem Tatschenschild als Untergrund, sowie dem fahlgelben, geschlitzt, aufgerollten Pergament erhebt sich der viereckige Turm mit Türmchen (das Wappen markant hervor, gleichsam uns an unsere Stadtgeschichte und Altvordern ermahnend.

Altherkömmlich sind die Stadtfarben “Blau- Weiß” oder in der Heraldik “Blau-Silber”. Das in ruhigen Farben stilvolle Bild gibt der Fahne durch das Festhalten an dem heraldisch/ geschichtlich Nichtigen einen wirklichen dokumentarischen Wert, ehrt hierin die Vergangenheit und ehrt die Gegenwart indem darin die Verehrung zum Vaterlande, sowie die Liebe zur Heimat niedergelegt ist. 

Die Fahne wird aber auch der Zukunft zur Ehre gereichen, solange und so oft sich die Sänger Hüfingens um ihr Wahrzeichen zur Verherrlichung des deutschen Liedes versammeln.

Karl Moog. Bürgermstr. Hausach.

Funde aus der Jungsteinzeit auf dem Ziegeleschle

Da scheinbar Interesse besteht und es hier bald noch mehr Infos gibt, wollte ich diesen Artikel vom 17. September 2023 mit der Steinaxt bisschen weiter nach oben kramen:

Auf Loretto und in dem neuen Gewerbegebiet Ziegeleschle wurden Magnetometerprospektionen (auch Geomagnetik genannt) durchgeführt. Auf dem hierdurch angefertigten digitalen Bild ließen sich dort Siedlungsreste erkennen.

Das Magnetfeld der Erde wird durch die magnetischen Eigenschaften verschiedener Materialien, wie Gesteine, Böden, gebrannte Lehmziegel oder Holzreste gestört ‒ also auch von archäologischen Überresten. Zur Aufzeichnung dieser Magnetfeldstörungen kommt ein hochempfindliches Cäsium-Magnetometer auf einem Rollwagen zum Einsatz. Auch Unterschiede zwischen den physikalischen Eigenschaften des Zielobjekts und dem umgebenden Boden lassen sich hierbei messen.

Ausgrabungen
Ziegeleschle
15. März 2023

Die Firma ArchaeoTask hatte das Gelände mit dem Bagger und Sonden durchsucht und es konnten Artefakte aus dem Endneolithikum gefunden werden.

Das Endneolithikum bezeichnet die jüngste neolithische Unterstufe am Übergang zur Bronzezeit. Es wird mit dem Beginn der „Schnurkeramik“ (veraltet auch Streitaxt-Kultur) gleichgesetzt und reicht in Süd- und Mitteldeutschland von ca. 2800–2200 v. Chr.
(*und nein, liebe CDU, „die Eiszeit“ war es nicht.)

Steinaxt aus dem Endneolithikum.
Grabbeigaben aus der Jungsteinzeit.

Eine Silexklinge wird durch Abschlag aus Feuerstein (Silex) hergestellt.

Die Artefakte oben wurde beim diesjährigen Römerfest vom Denkmalamt ausgestellt. Dabei war auch noch ein mittelalterlicher Mühlstein, der womöglich als Baumaterial dort oben benutzt wurde.

Fragment eines Mühlsteines aus dem Hochmittelalter (11./12. Jahrhundert)

Bei den Ausgrabungen auf dem Mühlöschle wurden im Jahre 1958 zwei urnenfelderzeitliche Gräber gefunden. Die Urnenfelderkultur (1300 v. Chr. bis 800 v. Chr.) war später.

Hüfinger Gemeinderäte

Vereidigung am 1. August 2024

Der neue Gemeinderat wurde heute am 1. August von unserem neuen Bürgermeister vereidigt.
Der 1. Bürgermeisterstellvertreter wird, wie gehabt, vom Patriarchat der CDU bestimmt, die Stimmenzahl vom Wahlvolk ist hierbei unwichtig. Die Stimmkönigin verzichtet auf eine geheime Kampfabstimmung, da sie nicht gleich mit Streit starten will.

Es geht nach der Gemeinderatswahl wohl dort weiter, wo die Männer letztens aufgehört hatten. Immerhin, die Klügere gibt nach. Gleich drei der vier Frauen – das sind 75 Prozent!– im Gemeinderat haben mehr Stimmen, als der von der CDU bestimmte 1. Bürgermeisterstellvertreter, der auf der Liste unten die Nummer 8 ist. Unsere Demokratie reduziert sich auf eine Diktatur der Mehrheits-Partei und was ich 2020 mit Allmacht des Hüfinger Patriarchats schon geschrieben hatte:
In jeder Ritze sitzt ein verstaubter Kerl!

Meine ganze Hoffnung auf Parität und Partizipation liegt nun auf dem neuen, jungen Bürgermeister!

Fraktionssprecher sind:
Markus Leichenauer (CDU), Kerstin Skodell (SPD), Michael Steinemann (Bürgerforum/FDP/FW/UWV)

Gemeinderäte nach Stimmen

1.Skodell, Kerstin2.823
2.Bucher, Daniel2.569
3.Leichenauer, Markus1.919
4.Hustic, Sasa1.894
5.Moog, Petra1.824
6.Ünal, Mete1.739
7.Bäurer, Sarina1.664
8.Weh, Harald1.602
9.Schwarz, Kathrin1.427
10.Limberger, Gunther1.356
11.Quilamba, Miguel1.321
12.Isak, Reinhard1.220
13.Bäurer, Egon1.196
14.Moog, Patrick1.183
15.Steinemann, Michael1.085
16.Bausch, Martin1.075
17.Sulzmann, Ernst1.063
18.Schöndienst, Martin1.013
19.Happle, Stephan874
20.Albert, Peter737
21.Wills, Philip490


Liste der Stimmen für die einzelnen Kandidaten unten! Schaut auch bei der Stadt vorbei

Ortschaftsräte und Ortsvorsteher

Behla
Ortsvorsteher:
Johannes Bogenschütz

Hausen vor Wald
Ortsvorsteherin:
Ingeborg Reitze

Fürstenberg
Ortsvorsteher:
Volker Gut

Mundelfingen
Ortsvorsteher:
Michael Jerg

Sumpfohren
Ortsvorsteherin:
Ancilla Batsching

Gemeinderat Hüfingen
Bitte meldet mir Tippfehler!

CDU25.267 Stimmen43,06 %
Bäurer, Sarina1.6646,59
Leichenauer, Markus1.9197,59
Moog, Petra1.8247,22
Uhrhan, Johannes9723,85
Schmid, Melissa7352,91
Weh, Harald1.6026,34
Trenkle, Marco1.4815,86
Bucher, Daniel2.56910,17
Maier, Marc1.0484,15
Bäurer, Sebastian5382,13
Rosenstiel, Linus5832,31
Böhm, Bernd1.1134,40
Sumpfohren
Schöndienst, Martin1.0134,01
Schöndienst, Lisanne4091,62
Fürstenberg
Limberger, Gunther1.3565,37
Bäurer, Manfred4071,61
Behla
Bogenschütz, Johannes7081,61
Bäurer, Egon1.1964,73
Hausen vor Wald
Riegger, Andreas8943,54
Reitze, Ingeborg3011,19
Mundelfingen
Schwarz, Kathrin1.4275,65
Glunk, Thomas9103,60
Bäurer, Ferdinand5982,37


SPD14.048 Stimmen23,94 %
Skodell, Kerstin2.82320,10
Ünal, Mete1.73912,38
Lehmann Julia5033,58
Buttler, Alexander7455,30
Nolting, Birgit6834,86
Quilamba, Miquel1.3219,40
Roßhard, Maria3272,33
Hustic, Sasa1.89413,48
Münzer, Lisa3872,75
Kasprzak, Axel2141,52
Dr. Breitsprecher, Anja3712,64
Isak, Reinhard1.2208,68
Sumpfohren
Knust, Henrieke3552,53
Fürstenberg
Behla
Vogel, Maximilian2261,61
Schaulies, Marica1000,71
Hausen vor Wald
Martin, Benjamin1471,05
Hornung, Diana1841,31
Mundelfingen
Harms-Höfler, Christine6474,61
Wolf, Marco1621,15


LBU5.330 Stimmen9,08 %
Wills, Philip4909,19
Siegfried, Wiltrud3626,79
Albert, Peter73713,83
Röthele, Till2735,12
Sems, Emine4227,92
Wetzel, Petra2384,47
Dr. Breitsprecher, Dennis1834,43
Kurstedt, Ute3195,98
Atik, Mehmet2875,38
Sermersheim, Björn2053,85
Zante-Leovey, Lina2204,13
Boeke, Heike1843,45
Sumpfohren
Knust, Christa1432,68
Hepting, Dorothea460,86
Fürstenberg
Kewes, Christine1953,66
Schmidl, Danny741,39
Behla
Schönecker, Nicole3236,06
Hausen vor Wald
Mundelfingen
Merz, Otto3366,30
Friedrich, Christa2935,50


Bürgerforum/FDP/FW/UWV14.035 Stimmen23,92 %
Bausch, Martin1.0757,66
Bernauer, Sven5964,25
Haas, Jessica3112,22
Hauschel, Jens2711,93
Keller, Markus5263,75
Moog, Patrick1.1838,43
Sangiorgio, Salvatore2842,02
Schafbuch, Tobias4182,98
Schmitz, Beate2832,02
Singier, Christine6224,43
Sulzmann, Ernst1.0637,57
Sulzmann, Markus7985,69
Sumpfohren
Blessing, Thomas3422,44
Mellert, Georg4773,40
Fürstenberg
Schumacher, Barbara2751,96
Wallschläger, Kurt2331,66
Behla
Martin, Christoph1.0487,47
Walter, Astrid3042,17
Hausen vor Wald
Happle, Stephan8746,23
Langenbacher, Christian6534,65
Mundelfingen
Mäder, Leander6784,83
Steinemann, Michael1.0857,73
Zadona, Ines6364,53



Kreistagswahl – Ergebnisse
Liste der Stimmen für die einzelnen Kandidaten ganz unten!

Kreistag Ergebnisse Hüfingen

Namen dazu gibt es hier:

Wahlergebnisse Kreistag

Sitzverteilung im Kreistag

Kreistag Ergebnisse Hüfingen

CDUStimmen37,64 %
Keller, Markus1.35616,29
Kollmeier, Michael1.59819,20
Bächle, Micha1.10313,25
Fischer, Matthias4445,33
Stark, Christian1.05612,69
Müller, Peter7649,18
Albert, Franz1.67520,12
Schweizer, Jan1581,90
Hall, Michael1702,04


GrüneStimmen9,48 %
Ott, Maren45821,84
Albert, Peter55426,42
Thomas, Nora29514,07
Schwenk, Rolf713,39
Wetzel, Petra24111,49
Wills, Philip27513,11
Burkard, Katja2039,68


SPDStimmen34,2 %
Knapp, Anton2.67135,32
Dr. Zöllner, Jutta2413,19
Dr. Ebnet, Peter6278,29
Skodell, Kerstin2.34731,03
Rocha dos Santos, Luis1061,40
Kissig, Jülide1682,22
Ünal, Mete1.18615,68
Fahl, Clemens1772,34
Bofinger, Jörg400,53


FDPStimmen7,27 %
Theel, Mirko1157,15
Neininger-Armbruster, Tanja1479,14
Hofmann, Andreas70944,09
Rendler, Andrea1599,89
Waimer, Werner684,23
Schmid, Jasmin1308,08
Wehinger, Sven20012,44
Zier, Michael804,98


AfDStimmen11,41 %
Kraus, Detlef1.37054,28
Behrendt, Joachim1.15445,72



Europawahl Hüfingen

Ergebnisse Hüfingen Europawahl

Wahlergebnisse Europawahl



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