Zum Tod von Hermann Sumser

Unser herzliches Beileid an seine Witwe und allen Angehörigen.

Hier stellte Hermann Sumser im April 2021 das Brigobannis-Projekt im Hieronymus vor:

Brigobannis auf kulturellen Abwegen

06.04.2021 von Hermann Sumser

Statt nach der Realisierung der Fußgängerbrücke über die Breg ein nächstes Element im Rahmen des „Brigobannis-Projektes“ anzugehen,  riskiert man auf Anraten der CDU-Fraktion wie ich annehme lieber den Untergang dieses Projektes und der angesagten 50%-Zuschüsse des Landes, um das verfügbare Kapital für das nächste Großprojekt der Stadt anzusparen: z.B. die Umwandlung von Grünlandschaft in kommunales Bauland in der Kernstadt und in den Ortsteilen entgegen der Umweltpolitik des Landes und riskiert damit auch noch den Verlust der verfügbaren Finanzen  durch riskante Geldanlagen, die keinesfalls dem Fachbeamten allein anzulasten sind, sondern der politischen Vorgabe durch den Bürgermeister und die CDU-Fraktion, wie ich annehme.

Nun nach dem möglichen Verlust von 3 Millionen und dem großzügigen Verlust von Zuschüssen zum von Anfang an verunglimpften Projekt des „Römerparks“ kann man sich wohl die Wunschvorstellungen der Rekonstruktion von Serpentinenpfaden zum ehemaligen Waldhaus im „Roten Rain“ und hoch vom Römerbad zum Galgenberg und die Landschaftsgestaltung zur optischen Wiedergabe des Kastells auf dem Galgenberg bis zum Beispiel  die Umwandlung der leer stehenden Wasserreservoire in Schauräume zur Ausstellung von wichtigen Repliken des „Hüfinger Reiters und anderer spektakulären archäologischen Fundobjekten an den Hut schreiben; wahrscheinlich auch das Vorhaben der Darstellung des „Unteren Tores“ im Städtle als wichtigen Abschluss der Straßengestaltung in den letzten 10 Jahren, die das Städtle attraktiver gestalten  und das Geschichtsbewusstsein der Einwohner stärken soll.

Vermutlich können sich die Hüfinger Bürger auch das begehbare Archiv  im Erdgeschoss des Hüfinger Rathauses und die Ausstellung der Hüfinger Geschichte dort vergessen, weil kein Geld für sowas „Überflüssiges“ nach einem solchen Verlust mehr da ist, zumal auch noch die Großinvestition der Erneuerung des Schwimmbades ansteht. Wie schön, dass man immer die verzichtbaren Kultur-Investitionen im Auge hat. Schon einmal wie vor 200 Jahren, als einige engagierte Personen, wie z.B. Luzian Reich der Ältere die Hüfinger „Anlagen“ und jene noch heute wunderbare Fußgänger-Baumallee als Zugang, zum Teil sogar auf eigene Kosten,  realisiert haben und dafür von den Hüfinger Normalbürgern belächelt wurden. 

Liebe Hüfingerinnen, liebe Hüfinger,

was macht Hüfingen im Vergleich zu den umliegenden Städten zu etwas Besonderem, das es immer wieder zu stärken gilt? Es sind die Zeugnisse aus der Frühgeschichte und das Stadtbild aus der mittelalterlichen Geschichte der Stadt.

Vor mittlerweile  60 Jahren hatte mich eines Tages Altbürgermeister Max Gilly zu meiner Überraschung nach bestandenem Abitur ins Rathaus rufen lassen, um mit mir über die Zukunft von Hüfingen zu sprechen. Auf seine Fragestellung habe ich ihm damals geantwortet, dass das größte Kapital von Hüfingen seine mittelalterliche Altstadt ist. Wenige Jahre später gehörte Hüfingen zu den ersten Antragstellern an die zuständige Behörde der Landesregierung nach Aufnahme in das neue Städtebauförderungsprogramm. Die folgenden Jahre waren in Hüfingen geprägt von den Sanierungsmaßnahmen in der „Hinterstadt“, später in der „Vorderstadt“, schließlich in der Unterstadt, in der Folge auch von den Auseinandersetzungen um den Erhalt von historischen Häusern in der „Hinterstadt“, dem Sanierungsgebiet Nr. 1. Als ein von Bürgermeister Gilly an mich beauftragtes  Gutachten im Ergebnis das Zerschneiden des besonderen Baudenkmals in der Hinterstadt Nr. 7-9 in Frage stellte, dessen Abbruch schon vorgesehen war,  scheiterte bei unserem Antrag zur Bewahrung dieses nach Aussage des zuständigen Denkmalschützers, der sich voll hinter mein Gutachten zur Bewahrung diese bedeutenden Baudenkmals stellte, unser Antrag zum Erhalt in der anschließenden Gemeinderatssitzung an der CDU-Mehrheitsfraktion. Der Abbruch wurde nach Beschluss im Gemeinderat vollzogen.

Vor nunmehr mehr als 30 Jahren hat das Land Baden-Würrtemberg auf einen Hinweis des inzwischen als Nachfolger gewählten Bürgermeisters Anton Knapp auf die heruntergekommene Ruine des „Römerbades“ auf eigene Rechnung des Landes das Ruinenfeld wieder rekonstruiert  und in aufwändiger  Form eine Besichtigungsbühne auf halber Höhe über den Ruinen mittels einer Stahlkonstruktion einbringen lassen und damit dem bedeutenden Baudenkmal wieder zu neuem Glanz verholfen. Wenige Jahre später habe ich das Projekt „Brigobannis“ mit mehr als 20 Einzelelementen konzipiert vom „Pavillon“ über die Tribünen an der Römerwiese, über eine Brücke über die Breg in Fortsetzung der früheren Römerstraße, über die Reaktivierung von historischen Pfaden im Umfeld des Römerbades bis hin zum ehemaligen Waldhaus im „Roten Rain“ mit Aussicht auf die Altstadt, über die Darstellung des ehemaligen Kastells auf dem Galgenberg mit landschaftlich gestalteten Außenanlagen bis hin zum Ausbau von zwei vorhandenen unterirdischen Wasserreservoiren, die aufgegeben wurden, weil sie technisch überholt waren zu unterirdischen Schauräumen, in denen die bedeutenden Funde der Hüfinger Geschichte aus den verschiedenen archäologischen Grabungsfeldern, die in den Archiven des Landes ruhen,  in Hüfingen präsentiert werden sollten über den Einbau eines unterirdischen Verbindungsbauwerks zwischen den unterirdischen Schauräumen und die Herstellung von Repliken dieser Fundgegenstände. Das Projekt wurde von Bürgermeisetr Knapp aufgenommen und mit der Zentrale des Denkmalschutzes in Esslingen kommuniziert. Der damalige Präsident des Landesdenkmalschutzes Professor Dr. Bader erschien persönlich zu einer Besprechung in Hüfingen und hat seine Zustimmung signalisiert. Das Regierungspräsidium in Freiburg hat das Projekt begrüßt und die Bezuschussung in Höhe von 50% der jeweiligen Baukosten in Aussicht gestellt. Im Gemeinderat in Hüfingen habe ich das Projekt vorgestellt. Einige Elemente wurden realisiert und zu 50% bezuschusst, andere scheiterten bislang am Einspruch der CDU-Fraktion und wurden vorerst zurückgestellt. 

Ein anderer Projektvorschlag: das „Untere Tor“, das ich planerisch und im Detail ausgearbeitet hatte, hat Bürgermeister Knapp ebenfalls im Gemeinderat eingebracht. Es ging dabei um die Darstellung dieses ehemaligen wichtigen Gebäudes der Vorderstadt, das ca. 1840 durch Antrag der Fuhrunternehmer abgebrochen wurde. Die Darstellung in Konturen, die durch eine Stahlkonstruktion erfolgen soll,  um wieder die ehemalige räumliche Wirkung in moderner Form zu vermitteln, ist sie eine wichtige städtebauliche Maßnahme, die das „Städtle“ als Veranstaltungsraum stärken soll. Die Realisierung scheiterte vor 20 Jahren wieder einmal am dem Widerspruch der CDU-Fraktion in der betreffenden Gemeinderatssitzung.  Es wäre gleichzeitig eine bewusste Schickane, um den immer noch heftigen Durchfahrtsverkehr etwas zu reduzieren, die Attraktivität im und vor dem „Städtle“ zu steigern und das Brauchtum zu stärken durch die Figuren-Installationen an dieser Stahlkonstruktion und die Einbeziehung in die Hüfinger  Fasnacht. 

Sie sehen, dass in der jüngeren Vergangenheit immer wieder Ansätze zur Bewahrung und zur Belebung des Hüfinger Stadtbildes und zur Veranschaulichung der bedeutenden Hüfinger Geschichte durch mich und durch die Unterstützung durch den Bügermeister erfolgt sind. Vor nunmehr 2 Jahren habe ich dem jetzigen Bürgermeister in einem Gespräch im Rathaus diese Projekte vorgestellt, die er als ehemals auswärtiger Bewerber um das Bürgermeisteramt natürlich noch nicht kennen konnten. Sie sehen, dass immer wieder auch wichtige Vorschläge von Außen an den Bürgermeister herangetragen wurden, die immer wieder von den aufeinander folgenden Bürgermeistern aufgenommen wurden und  zur Profilierung der Stadt und auch  ihres Bürgermeisters beigetragen haben.

Obgleich der Bürgermeister bei dem Gespräch einen wirklich interessierten Eindruck auf mich gemacht hat, ist bis heute keinerlei Berücksichtigung erkennbar. Statt dessen ist die Stadtverwaltung bestrebt in der Kernstadt und in allen Ortsteilen die landschaftliche  Umgebung zu Bauland umzuwidmen entgegen der allgemeinen politischen Absicht im Land. Statt dessen schockt uns vor wenigen Tagen  die jüngste Nachricht  von einem Verlust von 3 Millionen im Stadtsäckel durch eine verloren gegangene Einlage der Stadtverwaltung in einer privaten Bank. Für diesen Betrag hätten problemlos manche dieser vorgeschlagenen Elemente des Projektes realisiert werden können. Ohne jegliche Schuldzuweisung auszusprechen, schmerzt mich natürlich dieser finanzielle Verlust. Vielleicht wäre eine gewisse Offenheit gegenüber meinen Vorschlägen als gebürtiger und geschichtsbewussten Hüfinger Bürger hilfreich. Statt dessen erklärte der Bürgermeister damals: das Projekt „Brigobannis“ werde nicht weiter verfolgt,  auf Anraten wieder mal der CDU-Fraktion, wie ich annehme, obgleich auch die Realisierung der Wege und Pfade, die Rekonstruktion des Waldhauses, die gärtnerische Gestaltung des Kastells auf dem Galgenberg einmal abgesehen von den unterirdischen Schauräumen genügend Ansätze bieten, auch überschaubare Elemente des Projektes zu realisieren. Also verzichtet man auch großzügig auf die angesagten Zuschüsse des Regierungspräsidiums. 

Blick von der Bregbrücke

Die einzelnen Bilder aus 2021 sind wegen eines alten Plugins nicht mehr verfügbar. Dieser Artikel wird bei Gelegenheit aktualisiert.

Heute kann man sich gar nicht mehr vorstellen, wie blöde es war, als wir die Brücke noch nicht hatten, dabei ist sie gerade mal sechs Jahre alt.

6. Oktober 2021

Die Bregbrücke beim Römerbad ist ein Geschenk das mich persönlich sehr bereichert hat und ja, die mich auch sehr glücklich gemacht hat.

Vielen Dank an Anton Knapp!

Die Aufnahmen wurden ab Oktober 2020 gemacht.

Vereidigung und Verpflichtung des neugewählten Bürgermeisters Patrick Haas für die erste Amtszeit


Zuerst gab es eine Begrüßung durch den ersten Bürgermeisterstellvertreter und dann die Wahl des „die Verpflichtung des Bürgermeisters vornehmenden Mitglieds des Gemeinderates“. Hier wurde einstimmig Reinhard Isak gewählt.

Es folgte die Vereidigung und Verpflichtung des Bürgermeisters:
„Ich schwöre, dass ich mein Amt nach bestem Wissen und Können führen, das Grundgesetzt der Bundesrepublik Deutschland, die Landesverfassung und das Recht achten und verteidigen und Gerechtigkeit gegenüber jedermann üben werde. Insbesondere gelobe ich, die Rechte der Stadt Hüfingen gewissenhaft zu wahren und ihr Wohl und das ihrer Einwohner nach Kräften zu fördern. So wahr mir Gott helfe.“


Dann gab es eine Ansprache von Herrn Landrat Sven Hinterseh und Grußworte von Niko Reith (MdL), Jörg Frey (Bürgermeister von Schonach und Vizepräsident des Gemeindetags Baden-Württemberg), Kerstin Skodell (als Stadträtin für den Gemeinderat)

Als letzter hatte dann unser Bürgermeister Patrick Haas das Wort. Hier seine Rede:

auf den Pfeil drücken beim Handy


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Die Hüfinger Stadtmusik ist der Wahnsinn! Atemberaubend schön! Vielen Dank, das war unglaublich toll!

Nochmal die Rede vom Wahlabend am 30. Juni 2024

„Xerophila brigobannis“ oder die Geschichte der Heideschnecken am Bahnhof in Hüfingen

Originalartikel vom 23. April 2020
Ein ähnlicher Artikel wurde von mir in den Schriften der Baar Band 66/2023 veröffentlicht.


Neben und um den Bahnhof in Hüfingen herum waren ganz früher Weiden, später dann wilde Brachflächen mit abertausenden Heideschnecken.
Ein Stück nach dem anderen wurde seit 2010 für Eigenheime zugebaut. Die neuen Eigenheimbesitzer haben sich für Schottergärten oder englischen Rasen entschieden. So wurde alles Leben dort mit einer Plastikplane oder Ähnlichem überzogen, um das störende Bodenleben zu beseitigen. Es gibt leider nur ein winziges Ausweichquartier für wilde Tiere vor einem alten Haus.
Auf diese Fläche sind einige wenige der Schnecken ausgewichen, und ich konnte sie vor ihrem vermutlich endgültigen Verschwinden dokumentieren.

Garten am Bahnhof etwa 1940
Foto: Karl Schweizer

Kurz bevor der Schacht für das letzte Haus ausgehoben wurde habe ich versucht einige dieser Schnecken in meinen Garten zu retten. Ob diese dort überleben werden ist ungewiss, da Schnecken doch sehr spezialisiert sind.

Leider habe ich von den Schnecken nur sehr schlechte Aufnahmen, da ich damals noch keine so gute Kamera hatte und heute nur noch tote Häuser zu finden sind.

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Natürlich wollte ich wissen was das für eine Schnecke ist. Deshalb habe ich ihre DNA untersucht. Wen interessiert was ich genau mache, der darf  hier schauen.

Auf jeden falls ist unsere Schnecke zu 90% mit Xerolenta obvia verwandt, das ist eine Heideschnecke. Das heißt aber auch es läßt sich nichts gleiches momentan in der Datenbank finden. Deshalb nenne ich hiermit unsere Weiße Heideschnecke, die wohl jetzt ausgestorben ist: Bahnhofs Heideschnecke oder Xerophila brigobannis

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Heideschnecken

Die Heideschnecke lebt in Steppen und auf trockenen Grashängen, sie verbringt oft in großer Anzahl den Trockenschlaf in der Vegetation.
Wie auch andere Landschneckenarten ist die Heideschnecke ein wichtiger Zeigerorganismus für die Qualität ihres Lebensraums. Im Gegensatz zur landläufigen Meinung, dass Schnecken immer viel Feuchtigkeit brauchen, legen gerade die Heideschnecken Wert auf Trockenheit und Sonnenschein. Die Heideschnecken leiden daher unter der Zunahme von Busch- und Baumgesellschaften in ihren herkömmlichen Trockenlebensräumen. Im entstehenden kühleren Mikroklima können die Schnecken nicht überleben und sterben aus.

Die Östliche oder Weiße Heideschnecke hieß früher Xerophila obvia. Heute heißt die Weiße Heideschnecke Xerolenta obvia. Die Echte Heideschnecke hieß früher Xerophila ericetorum und heißt jetzt Gemeine Heideschnecke, wissenschaftlich Helicella itala oder Helicella ericetorum. Xerophila ericetorum und Xerophila obvia wurden 1925 von Lais auf dem Randen (Baar) beschrieben.*1

Lais*1 schreibt in den Berichten der Naturforschenden Gesellschaft: „Xerophila bevorzugt grasige Raine und Abhänge und trockene Wiesen auf Kalk- oder Mergelboden. Sie meidet kristallinen Untergrund.” Die hochgradig thermophile Weiße Heideschnecke stammt womöglich ursprünglich aus Südosteuropa und wurde wohl mit der Eisenbahn nach Hüfingen gebracht. *2

Xerolenta obvia steht auf der Roten Liste für Baden-Württemberg als Art auf der Vorwarnliste. Da sie trockene, warme Standorte bevorzugt, ist sie wohl eine Klimagewinnerin, solange man die Standorte nicht versiegelt.

Da die Hüfinger Heideschnecke nur etwa 90% Übereinstimmung mit Xerolenta obvia hatte und inzwischen wohl auch an ihrem letzten viel zu kleinen Standort ausgestorben ist, möchte ich ihr hier einen Nachruf schreiben und sie feierlich “Xerophila brigobannis” nennen.

Zur Erinnerung an Robert Lais, sowie die vergangene Flora und Fauna um den Hüfinger Bahnhof.


*1 Lais, Robert (1925): Dr. Hans Kauff- mann’s hinterlassene Schneckensammlung. Ein Beitrag zur Kenntnis der Schneckenfauna Südbadens und ihrer Beziehungen zum Klima. Berichte der Naturforschenden Gesellschaft zu Frei- burg im Breisgau (Band 25), Seite 1–74.
Lais, Robert (1928): Beiträge zur Kennt- nis der badischen Molluskenfauna. Beiträge zur naturwissenschaftlichen Erforschung Badens, Seite 135–145.

*2 Schmid, Günter (2002): In Baden-Württemberg eingeschleppte oder ausgesetzte Mollusken. Jahreshefte der Gesellschaft für Naturkunde in Württemberg
(Band 158), Seite 253–301.

Hüfinger Erpelgang

Gerne möchte ich die Gang und den Beitrag aus 2019 mal wieder hoch holen. Vielleicht erinnert sich ja doch noch jemand oder hat Fotos?

Originalbeitrag vom 30.08.2019

Als ich 2006 aus Kentucky auf Urlaub nach Hüfingen kam, begegneten uns bei einem Spaziergang an der Breg drei Erpel. Ein Weißer, ein Punk und ein „Normalo“. Das Erlebnis mit der Gang war sehr eindrucksvoll und ich habe es nie vergessen.

2011 sind wir aus den USA nach Hüfingen gezogen und seit dem verbringe ich fast täglich an der Breg. Täglich konnte ich die Gang beobachten, die entweder unter der Brücke oder unweit davon bregaufwärts ihrer Arbeit nach ging. Immer gemeinsam, immer ganz dicht beisammen.

Den Winter 2017/18 mit der Vogelgrippe hatten die drei Jungs unbeschadet überstanden. Auch der Winter 2018/19 ging spurlos an ihnen vorüber.

Dann, im Mai 2019, kam mir auf der Höhe der Hühner der Punk hysterisch schreiend entgegen. Ich folgte ihm die Breg herab. Er stieg noch kurz beim Wehr hoch, schrie Richtung Insel Alarm, drehte um, setzte seinen Weg laut schreiend Breg abwärts fort und ward nie mehr gesehen.

Seit diesem Tag gibt es nach mindestens 13 Jahren Freundschaft keine Gang mehr auf der Breg.

100 Jahre Festschrift vom Gausängertag 1924

überarbeitet – Originalartikel vom 26. Mai 2022

Die ersten 14 Seiten der Festschrift wurden mit Trankribus transkribiert und von mir mit Anmerkungen bebildert. Der Text der Festschrift ist in schwarz, meine Anmerkungen in blau oder (kursiv).
Wer weiß, wo sich die Fahne befindet oder hat ein Foto dieser?

Die vorliegende Festschrift wurde im Auftrage des Gesangvereins Liederkranz verfaßt.
Es sei dies vorweg gesagt und damit betont, daß das Schriftchen keinerlei Anspruch auf schriftstellerische Vollendung macht, sondern diesbezüglich um weitgehendste Nachsicht bittet. 
Auch ist eine erschöpfende Darstellung der Geschichte des Hüfinger Liederkranzes leider nicht möglich, da ein Teil der Vereinsakten bei dem im Jahre 1897 stattgehabten Brande des Gasthauses zur Sonne in welchem sich zu jener Zeit das Vereinslokal befand, zerstört wurde.

Es gab in Hüfingen mehrere Gasthäuser zur Sonne. Hier ist wohl die um 1815 von Johann Baptist Fischerkeller (30.6.1781- 25.8.1853) neu erbaute an der Schaffhauser Straße gemeint, sie befand sich in der Nähe des Sonnenkreuzes und des Sonnenbrunnens und ist 1897 abgebrannt.

Skizze vom Sonnenbrunnen von Alexander Albert


Unsere Festschrift verfolgt auch noch einen anderen Zweck. Sie soll unseren jetzigen und künftigen Mitgliedern ein Ansporn sein, das, was die Alten schon vor Mitte des vorigen Jahrhunderts gegründet was sie erstrebt und erwirkt, in ernster Zeit erhalten und erweitert haben, in treue Obhut zu übernehmen und als heiliges Vermächtnis zu betrachten. Wir können das Andenken unserer Gründer und verstorbenen Mitglieder nicht besser ehren als dadurch daß wir fleißig und treu auf unser Ziel losstreben, nämlich unser herrliches deutsches Lied immerfort zu hegen und zu pflegen.

Im Bauernkrieg 1525 wurde Hüfingen von den aufständischen Bauern unter Anführung des Hans Müller von Bulgenbach eingenommmen und trat sodann förmlich in das Bauernbündnis ein, mußte aber diese Stellungnahme nach der Niederwerfung des Aufstandes bitter büßen.

Häßliche Schatten warf auf die Geschichte des 16. u. 17. Jahrhunderts auch die Hexenverfolgung, denn schon im Jahr 1613 wurden in Hüfingen viele Hexen verbrannt, darunter 7 ehrbare Bürgersfrauen, welche durch Intervention des damaligen Geistlichen insofern begnadigt wurden, daß sie erst enthauptet und dann auf den Scheiterhaufen gelegt wurden. 

1631-1632 fand der abscheuliche Hexenprozeß gegen den fürstlichen Registrator Tinktorius statt. In den Jahren 1622 und 1628 herrschte in Hüfingen eine große Hungersnot und erreichte der Nahrungsmangel einen solchen Grad daß viele Arme beim Wasenmeister (Abdecker) um Fleisch bettelten.

Einige Jahre später, 1632, hatte Hüfingen im Dreißigjährigen Kriege vieles zu leiden. Im Oktober genannten Jahres hatten die Hüfinger den Kaiserlichen Beistand geleistet und sollte sie der württembergische Oberst Rau dafür züchtigen. Mit 5000 Mann zog er vor das Städtlein, solches zur Übergabe auffordernd. Die Beamten eilten auch aus der Stadt und taten vor dem Obersten einen Fußfall. Die Bürgerschaft aber wollte von einer Übergabe nichts wissen und während die Beamten mit dem Feinde unterhandelten, fiel aus der Stadt ein Schuß in die Reihen der württembergischen Soldaten. Darob sehr ergrimmt begannen diese wutentbrannt den Sturm, erbrachen das Tor, nahmen die Stadt im ersten Anlauf und richteten unter den Bürgern ein furchtbares Blutbad an.  Auch wurde die Kirche ausgeraubt und gegen 1000 Stück Vieh hinweggetrieben. Aber auch im weiteren Verlauf des Krieges hatte Hüfingen Schlimmes zu erdulden; bald quälte es der Feind bald der Freund dazu wütete auf’s neue eine Hungersnot und als im Jahre 1633 auch die Pest viele Einwohner dahinraffte, war die Stadt entvölkert und zerfallen. Kaum hatte sich die verminderte Einwohnerschaft ein wenig erholt, als neue Kriegsstürme auch wieder neue Leiden und Lasten brachten.

Ludwig XlV. König von Frankreich, schickte seine Heere von 1673-1678, von 1666-1698 über den Rhein. Auch in Hüfingen fehlte es in dieser Zeit nicht an Durchmärschen, Einlagerungen, Winterquartierungen, Brandschatzungen und anderen schweren Kriegslasten, wodurch die wirtschaftlichen Verhältnisse abermals schwer darniederlagen. Im Jahre 1775 erbaute der damalige Herr von Hüfingen Fürst Ferdinand von Fürstenberg-Meßkirch ein Schloss, das heute noch steht in welchem das Fürstl. Fürstenb. Landesspital untergebracht ist.

Ferner wurde im Jahre 1775 auch das damals für die fürstenbergischen Lande in Schwaben neuerrichtete Zuchthaus erbaut, deren Räume heute das vom Caritasverband geleitete Knabenheim, Mariahof, beherbergen.

Als zur Zeit der französischen Revolution 1796 Moreau, von Erzherzog Karl verfolgt seinen Rückzug durch den Schwarzwald nahm, erlitt Hüfingen wiederum eine Plünderung. In dem sog. Russenwinter 1813-1814 forderte der Typhus viele Opfer während ungeheure Durchmärsche der Verbündeten stattfanden.

Zur Zeit der Volksbewegung im Sommer 1849 war sämtliche Artillerie der revolutionären badischen Truppen, auf dem Rückzuge vor den hessischen Reichstruppen begriffen, in Hüfingen anwesend.

Im Jahre 1850 wurde das Bezirksamt Hüfingen nach hundertjährigem Bestehen aufgehoben und nach Donaueschingen/ der Residenz des Fürsten von Fürstenberg, verlegt.

Geschichte des Gesangvereins „Liederkranz“ Hüfingen.

Motto:
Teure Heimat, traute Baar,
Deutsches Lied pflegt immerdar.

Hüfingen mit seiner bedeutenden geschichtlichen Vergangenheit war stets eine sorgsame Pflegestätte der Musik und des Gesanges, dieser idealen Güter des von höherer Macht verliehenen Volksvermögens, wo für, um nicht weiter zurückzugreifen, das vorige Jahrhundert so manche Anhaltspunkte gibt. Wenn auch Landwirtschaft und Gewerbe die Hauptberufe der Bürger bildeten, so machte sich im Verhältnis zur Größe und Bedeutung des Platzes auch höheres Wissen und Können in reichstem Maße erkennbar, denn aus den Familien Gleichauf, Heinemann, Schelble, Reich, Seele und Schrenk sind Männer hervorgegangen, deren Schaffen und Wirken weit über die Grenzen ihrer Vaterstadt Bewunderung erregten und deren Werke fortleben werden.

Auf dem Gebiete der Tonkunst waren es der Fürstl. Fürstenb. Hofmusiker Ambros Schrenk, der sich als Klarinettvirtuose bei der f. f. Hofkapelle einen bedeutenden Namen erworben hatte und der hervorragende Opernsänger Joh. Nep. Schelble, welcher in Berlin, Wien und Frankfurt a. M. wegen seinen künstlerischen Leistungen ganz besonders gefeiert wurde.

Johann Nepomuk Schelble Quelle: gallica.bnf.fr / Bibliothèque nationale de France

Der F. F. Hof in Donaueschingen unterhielt nebst einer berühmten Kapelle ein Theater, wozu bei großen Aufführungen dann und wann männliche und weibliche Sangeskräfte aus Hüfingen beigezogen wurden. Unter den Staats und f. f. Beamten befanden sich stets lebensfrohe junge Leute. 

All diese Momente haben die Liebe zu Musik und Gesang stets wach gehalten und mögen ohne Zweifel dazu beigetragen haben, daß Hüfingen unter den kleineren Städten Badens eine der ersten war, in welcher ein Männergesangverein in’s Leben gerufen wurde.



Es ist nicht unsere Aufgabe, die Geschichte des deutschen Männergesangs unserer Festschrift einzuverleiben, doch wollen wir kurz anführen, daß sich im Jahre 1808 auf Anregung “Zelters” von der Berliner Sangakademie der erste deutsche Männerchor, die Zelter’sche Liedertafel abzweigte. Zelter ist als der geistige Vater des norddeutschen Männergesanges zu betrachten, während der Schweizer J. Nägeli, der Gründer der süddeutschen Männerchöre ist.

Dem Beispiele Berlins folgten bald eine ganze Reihe anderer Großstädte unter diesen auch Frankfurt a. M. im Winter 1826-28. Hier war es der obengenannte Joh. Nep. Schelble der Gründer und Dirigent des heute noch berühmten Cäzilienvereins, der aus Herren dieser Gesellschaft die Frankfurter Liedertafel in’s Leben rief. Schelble war ein treuer Freund Zelters und stand s. Zt. im Mittelpunkt des gesamten Musiklebens der Stadt Frankfurt, die ihm bis in unsere Tage ein treues Andenken bewahrt hat.

Nachdem schon vorher der Männergesang in engerem Kreise gepflegt wurde, trat man im Jahre 1844 an die Gründung des Gesangvereins heran, wobei sich die Herren Gleichauf, Revellio und Rombach besonders verdient gemacht haben. Die Zahl der ausübenden Sänger belief sich damals auf 15, worunter auch Amtsphysikus Dr. Würth, Ehrenbürger der Stadt Hüfingen war, der erst im Jahre 1905 in Freiburg i. B. als Neunundneunzigjähriger zur ewigen Ruhe gegangen ist.

Medizinalrat Dr. med. Fidel oder Fidelis Würth (geboren 1806 ? gestorben 1905 in Freiburg), Großherzoglicher Physikus, verheiratet mit Anna Hasenfratz etwa 1847. Ein Sohn Stefan (27.12.1848-27.12.1848). Mehr gibt das Sippenbuch und die Chronik nicht her.

Die Statuten des Vereins welcher sich gemäß §1 zur Aufgabe stellt, den Gesang in der hiesigen Stadt und der Umgegend nach Kräften zu veredeln und zu verbreiten, sowie auch mittelbar das gesellige Verhältnis zu heben, wurden erst am I8. Oktober 1845 festgelegt. Diese wurden von 44 aktiven Mitgliedern unterschrieben, ein Zeichen, mit welch‘ großer Begeisterung die damaligen Bürger dieser idealen Bestrebung zugetan waren.

Aber auch weitere Kreise der Bürgerschaft würdigten den jungen Verein, indem sie ihm Mittel an die Hand gaben, um die Anschaffung nebst Volksgesängen auch klassischer Musikalien zu ermöglichen. Nebst der Pflege des Gesangs wurde auch stets für geselliges Zusammensein durch Wagen- und Schlittenfahrten Sorge getragen.

Einen großen Eifer zeigte der Verein im Jahre 1845 durch Veranstaltung eines Wohltätigkeits-Konzertes, bei welchem 234 Gulden eingenommen wurden und durch Beteiligung am 2. Hegauer Sängerfest in Engen, sowie am großen Gesangswettstreit in Schaffhausen im darauffolgenden Jahre, bei welchem der Verein einen silbernen Becher nebst Urkunde als Preis erhielt.

Die bekanntesten Namen außer den obenerwähnten Gründern sind: Hofmusikus Flaig, Forstinspektoren Ekart und Gebhard, Lehrer Neumeister und Aktuar Bühler. Auch unser größter Hüfinger Kunstfreund und Kenner Lucian an Reich würdigte den damals entstandenen Verein und gehörte demselben als Ehrenmitglied an. 

Nach dem Ausscheiden des 1. Vorstandes und Dirigenten Gleichauf trat an dessen Stelle Oberlehrer Rombach. Nach der Versetzung Rombachs scheint der Verein für die Leitung Mangel an geeigneten Personen gehabt zu haben , da bis zum Jahre 1860 Tätigkeit und Aufzeichnungen fehlen. Der sich anfangs der 60er Jahre von neuem aufraffende Verein wurde alsdann von Oberlehrer Martin Brugger geleitet die alte Gemütlichkeit wurde wieder wachgerufen. (In jener Zeit gehörte das vor einigen Jahren verstorbene Ehrenmitglied Altbürgermeister Wilhelm Krausbeck als einer der eifrigsten Sänger dem Verein an.)  Musikinstrumente wurden angeschafft und Gesangverein und Blechmusil zu einem Vereine gebildet. Nebst privaten Stiftungen des damaligen Bürgermeisters Jakob Bausch wurden dem Verein von der Stadtkasse für Mitwirkung bei den 3 Kirchenfesten jährlich 25 Gulden überwiesen. Auch wurden wiederholt im Schloßgarten in Donaueschingen Konzerte veranstaltet.

Kurz vor Ausbruch des 70er Krieges wurde Oberlehrer Brugger nach Konstanz versetzt. Während des Krieges lies der Verein seinen im Felde stehenden Mitgliedern 15 Gulden verteilen und ebensoviel übergab er dem Frauenverein für die Verwundetenfürsorge. 1871 wurde Fridolin Dufner ein ehemaliges Mitglied des F. F. Hoforchesters Dirigent des Vereins. Am 8. September 1878 nahm der Verein an einem Sängerfeste in Konstanz teil. Nachdem seither der Dirigent zugleich die Vorstandsstelle wahrzunehmen hatte, wurde im Jahre 1879 erstmals ein Vorstand in der Person des Ferd. Fischerkeller gewählt. Dafür daß der Verein in guten Händen lag, spricht die Genauigkeit der Anmeldungen aktiver und passiver Mitglieder, die stets auf schriftlichem Wege zu erfolgen hatten. 

Das Vereinslokal war bis zum Brand 1897 das Gashaus Sonne. Diese wurde von Johann Baptist Fischerkeller (30.6.1781- 25.8.1853) erbaut. Sein Sohn, Matthias Fischerkeller (18.2.1820-6.6.1893) übernahm die Sonne und später eins seiner 11 Kinder: Ferdinand Fischerkeller (15.03.1845-?1899?)

Zum Vereine zählten in jener Zeit unter anderen: Josef Fischerkeller, Matthäus Riegger, Karl Schelble, Valentin Bromberger, Emil Heinemann, Bürgermstr. Julius Faller, Richard Schelble, Adolf Eisele, Adolf Martin, Rudolf Riedlinger und Josef Moog.

Aus dem Jahre 1880 befindet sich das erste gedruckte Programm bei den Akten. Mit dem Austritt des Fridolin Dufner wurde Ferdinand Fischerkeller Dirigent, und Bürgermeister Julius Faller 1. Vorstand. Unter Leitung dieser beiden bewährten Musikfreunde entfaltete der Verein eine rege Tätigkeit mit bestem Erfolg. Leider gingen dem Verein durch den Brand (1897) der Wirtschaft zur Sonne Aufzeichnungen aus jener Zeit verlustig und auch das ziemlich um fangreiche Inventar erlitt beträchtliche Einbuße. Darunter befanden sich die Fahne aus dem Jahre 1866, ein Podium, Musikinstrumente, Musikalien und eine originelle reichhaltige Garderobe. Im Jahre 1866 war Ludwig Schmid Vorstand dessen Stelle Josef Martin von 1902-06 einnahm. Nach dem Austritt des Dirigenten F. Fischerkeller,  welcher im Jahre 1899 erfolgte, trat wieder eine Pause ein bis 1909 wo Josef Heinemann die Dirigentenschaft übernahm und Adolf Sulzmann 1. Vorstand wurde, dem drei Jahre nachher Jakob Müller folgte.

Während des Krieges setzte die reguläre Tätigkeit des Vereins aus indem der Dirigent, der auf dem Feld der Ehre den Tod gefunden hat und eine erhebliche Anzahl der Mitglieder unter die Fahnen gerufen wurden. Die Zurückgebliebenen wirkten in jener Zeit bei einigen Feierlichkeiten mit, wobei in dankenswerter Weise Oberlehrer Bach dirigierte.

Durch die Beteiligung an der Empfangsfeier für die heimkehrenden Krieger am Stephanstage 1918 wurde Veranlassung gegeben, den Verein neu ins Leben zu rufen. Durch den Vorstand erging an sangeskundige Herren eine Aufforderung dem Verein als aktive Mitglieder beizutreten. Diese Aufforderung schlug nicht fehl, denn schon bei der ersten Veranstaltung unter Leitung des neuen Dirigenten Hauptlehrer Ferd. Frei zählte der Verein gegen 50 aktive und über l00 passive Mitglieder. Im Jahre 1920 wurde Adolf Müller 1. Vorstand. Durch die anerkannten musikalischen Kenntnisse des Dirigenten und dessen zielbewustes energisches Vorwärtsstreben kam der Verein bald zu neuem Aufblühen. In den letzten Jahren kamen nebst Männerchören auch gemischte Chöre und Männerchöre mit Orchesterbegleitung durch die hiesige Streichmusikgesellschaft zum Vortrage, welche die Kritik gut überstanden haben. Auch wurden einige Operetten gegeben, welche den besten Anklang fanden und auch von auswärtigen Besuchern stark frequentiert waren. Tatkräftiges Eingreifen des Vorstandes in die übrigen Vereinsgeschäfte trug dazu bei, daß der Verein auf einer vordem noch nicht erreichten Höhe angelangt ist.

Am 2. Juli 1922 beteiligte sich der Verein an dem Sängerfeste in Bonndorf und erhielt dort in heißumumstrittenem Wettsingen la. mit Ehrenpreis im erschwerten Volksgesang.

In der jetzigen schweren Zeit hat der Gesangverein das Bestreben, seinen Mitgliedern wie auch der Allgemeinheit durch die edle Sangeskunst Gelegenheit zu bieten neben all‘ den Tageslasten und Gedanken über Vergangenheit und Zukunft auch von Zeit zu Zeit einen wärmenden Sonnenstrahl in das Innere eines Jeden dringen zu lassen denn Gesang erfreut das Menschenherz und jeder nach höherem Ziele strebende Mann wird im Gesang ein Ideal finden.

Hüfingen,  im Mai 1924 Josef Bausch, Altbürgermstr.

Foto von Karl Schweizer

Die Fahne des Vereins.

Wie oben erwähnt, wurde die sich jetzt im defekten Zustande befindliche Fahne im Jahre1846 beschafft und genau 20 Jahre später die Fahne, welche beim Brande des Gasthauses zur Sonne zerstört wurde.

Der Verein sah sich daher veranlaßt, im Hinblick auf das 80jährige Stiftungsfest eine neue Fahne zuzulegen, mit deren Anfertigung das Kloster Gengenbach, welches in diesem Industriezweige bedeutenden Ruf besitzt betraut wurde.

Die neue Fahne.

Die vordere Seite der Fahne ist in ihrer Grundfarbe dunkelgrün, trägt eine im Goldton gestickte Lyra, das Symbol des Gesanges, welche mit Lorbeerzweigen, dem Zeichen des Ruhmes bekränzt ist. Der in die Lyra eingestickte weise Schwan deutet auf das alte deutsche Lied hin, das durch unsere großen Meister der Dichtungen festgehalten worden ist. Die Deutschen haben im Mittelalter ein sinniges, ausdeutendes Verhältnis zur Natur gehabt.

Das Volk sah in der Natur Vorgänge, welche in allen Arten liebenden, segnenden, neckenden oder Verderben bringenden Vorkommnissen geheimnisvoll in das Menschenleben hineinragten. So gewann damals der Schwan bei unsern Vorfahren einen Platz in verschiedenen Formen u. a. auch für den Gesang. Als Darstellung des deutschen Liedes, sowie zur Versinnbildlichung der Stärke des Mannes zieren Eichenzweige mit Eicheln die Fahnenecken. Die hieran angeflochtenen Bänder tragen die Worte:

Teure Heimat, traute Baar,
Deutsches Lied pflegt immerdar!

Die Rückseite hält als Grundfarbe amarandrot. Auf den ersten Blick erhält der Beschauer von dem Bild den Eindruck des Heimats- und Vaterlandsgedankens. Ährenbündel in Bändern in den vier Ecken verkörpern die ährenschmucke Baar, welche sich an die Höhen des Schwarzwaldes anschließt und dieser hier durch einen leichten Tannenzweigenkranz angedeutet wird. Daran schließt sich ein Schriftband mit der Aufschrift, “Liederkranz Hüfingen 1844-1924”ferner sind zwei Sternkreuze eingefügt um unsern Herrgott nicht zu vergessen, in dessen Obhut wir gestellt sind.

Durch ein leicht gehaltenes, in das Schriftband verschlungenes Bänderarragement in badischen Farben wird ein aufgerolltes Pergament mit dem Stadtwappen aus dem Jahre 1477 als Fahnenbild getragen. Nach dem Fürstl. Fürstenb. Arkundenbuch Band Vll erscheint das gewählte Wappen auf einer Urkunde des genannten Jahres, ist also geschichtlich das richtige Stadtzeichen unserer Vorfahren. In Silberstickarbeit auf tiefblauem Tatschenschild als Untergrund, sowie dem fahlgelben, geschlitzt, aufgerollten Pergament erhebt sich der viereckige Turm mit Türmchen (das Wappen markant hervor, gleichsam uns an unsere Stadtgeschichte und Altvordern ermahnend.

Altherkömmlich sind die Stadtfarben “Blau- Weiß” oder in der Heraldik “Blau-Silber”. Das in ruhigen Farben stilvolle Bild gibt der Fahne durch das Festhalten an dem heraldisch/ geschichtlich Nichtigen einen wirklichen dokumentarischen Wert, ehrt hierin die Vergangenheit und ehrt die Gegenwart indem darin die Verehrung zum Vaterlande, sowie die Liebe zur Heimat niedergelegt ist. 

Die Fahne wird aber auch der Zukunft zur Ehre gereichen, solange und so oft sich die Sänger Hüfingens um ihr Wahrzeichen zur Verherrlichung des deutschen Liedes versammeln.

Karl Moog. Bürgermstr. Hausach.

Funde aus der Jungsteinzeit auf dem Ziegeleschle

Da scheinbar Interesse besteht und es hier bald noch mehr Infos gibt, wollte ich diesen Artikel vom 17. September 2023 mit der Steinaxt bisschen weiter nach oben kramen:

Auf Loretto und in dem neuen Gewerbegebiet Ziegeleschle wurden Magnetometerprospektionen (auch Geomagnetik genannt) durchgeführt. Auf dem hierdurch angefertigten digitalen Bild ließen sich dort Siedlungsreste erkennen.

Das Magnetfeld der Erde wird durch die magnetischen Eigenschaften verschiedener Materialien, wie Gesteine, Böden, gebrannte Lehmziegel oder Holzreste gestört ‒ also auch von archäologischen Überresten. Zur Aufzeichnung dieser Magnetfeldstörungen kommt ein hochempfindliches Cäsium-Magnetometer auf einem Rollwagen zum Einsatz. Auch Unterschiede zwischen den physikalischen Eigenschaften des Zielobjekts und dem umgebenden Boden lassen sich hierbei messen.

Ausgrabungen
Ziegeleschle
15. März 2023

Die Firma ArchaeoTask hatte das Gelände mit dem Bagger und Sonden durchsucht und es konnten Artefakte aus dem Endneolithikum gefunden werden.

Das Endneolithikum bezeichnet die jüngste neolithische Unterstufe am Übergang zur Bronzezeit. Es wird mit dem Beginn der „Schnurkeramik“ (veraltet auch Streitaxt-Kultur) gleichgesetzt und reicht in Süd- und Mitteldeutschland von ca. 2800–2200 v. Chr.
(*und nein, liebe CDU, „die Eiszeit“ war es nicht.)

Steinaxt aus dem Endneolithikum.
Grabbeigaben aus der Jungsteinzeit.

Eine Silexklinge wird durch Abschlag aus Feuerstein (Silex) hergestellt.

Die Artefakte oben wurde beim diesjährigen Römerfest vom Denkmalamt ausgestellt. Dabei war auch noch ein mittelalterlicher Mühlstein, der womöglich als Baumaterial dort oben benutzt wurde.

Fragment eines Mühlsteines aus dem Hochmittelalter (11./12. Jahrhundert)

Bei den Ausgrabungen auf dem Mühlöschle wurden im Jahre 1958 zwei urnenfelderzeitliche Gräber gefunden. Die Urnenfelderkultur (1300 v. Chr. bis 800 v. Chr.) war später.

Brigobannis: Römerstraßen und Peutingerkarte

aktualisiert, Originalbeitrag vom Januar 2021

Im September 2020 habe ich über die Villa Rustica im Naturschutzgebiet Deggenreuschen geschrieben.

In dem Artikel von Dr. Paul Revellio (3) wurde ein Segment der sogenannten Peutingerkarte, einer mittelalterlichen Kopie einer römischen Straßenkarte des 4. Jahrhunderts, erklärt. Es ist eine eine kartografische Darstellung, aus dem spätrömischen Reich von den Britischen Inseln über den Mittelmeerraum und den Nahen Osten bis nach Indien und Zentralasien. Der Ausschnitt von Revellio (3) zeigt die Römerstraße von Vindonissa (Schweiz) über Brigobanne (Hüfingen) nach Samulocenis (Rottenburg).

Da auch die Suche nach der Villa Rustica in Fürstenberg läuft, kam ich auf die Idee mir die Römerstraßen rund um Brigobannis (Hüfingen) etwas genauer anzuschauen. Hierbei kamen mir die Schriften der Baar zu Hilfe.

Der Artikel in den Schriften der Baar ist zwar ungewohnt unwissenschaftlich, aber er bietet einen guten Überblick über die Literatur der letzten 200 Jahre.

Peutingerkarte

Die Tabula Peutingeriana ist nach Konrad Peutinger (1465–1547) benannt und zählt zum UNESCO-Weltdokumentenerbe. Sie ist in der Österreichischen Nationalbibliothek in Wien aufbewahrt.

Die Datenbank der Karte ist Teil des DFG-Projekts „Kommentar zur Tabula Peutingeriana“ und steht online auf der Seite https://tp-online.ku.de/ zur freien Verfügung.

Tabula Peutingeriana. Brigobanne auf 2A5 der Karte die rote Linie ist die Römerstraße.
Die ganze Peutingerkarte gibts es hier: https://tp-online.ku.de

Arbor felix (segenbringender Baum) auf der anderen Seite Sees ist das Kastell Arbon bei Arbon im Kanton Thurgau und rechts daneben ist Brigantio (Bregenz). So ist der dicke grüne Fleck der Bodensee. Tenedone (Zurzach) und Juliomagus (Schleitheim) ist auf der Karte links von Brigobanne. Aris Flavis (Rottweil) und Samulocenis (Rottenburg) sind rechts von Brigobanne.

Der Abzweig der Römerstraße auf der Hüfingen liegt geht also von Vindonissa (Windisch) nach Adlunam (Kastell Urspring).

Wer hier mehr erleben möchte, auf der Webpage Römertraße gibt es noch so einiges. Vielleicht gute Ausflugstipps für den nahenden Sommer?

Römerstraße um Hüfingen

Der römische Geograph Strabo berichtet, dass Tiberius, der Stiefsohn von Kaiser Augustus, 15. v. Chr. zu den Quellen der Donau kam, also in den Raum der Baar und vielleicht bereits bis nach Hüfingen, der kleinen keltischen Siedlung an einer Handelsstraßenkreuzung am Ufer der Breg mit einer Furt.(1)

TIBERIUS IN ILLYRICUM
Contributions to the history of the Danubian provinces under Tiberius’ reign (14–37 AD)
Eötvös Loránd University, Dept. of Ancient History und University of Debrecen Dept. of Classical Philology and Ancient History

Im dritten Kapitel desselben Buches erklärte Strabo, dass der Danuvius ursprünglich der Name des Oberlaufs dieses Flusses gewesen sei: „Denn sie [die Römer] gaben dem oberen Teil des Flusses vom Gebiet seiner Quellen bis zu den Katarakten den Namen Danuvius, nämlich dem Teil, der hauptsächlich durch die Gebiete der Daker fließt, während sie den unteren Teil des Flusses, der durch die Gebiete der Geten fließt, von den Katarakten bis zum Pontus „Ister“ nennen. Die Identität des Danuvius und des Ister wurde möglicherweise erst während des Feldzuges des Statthalters von Makedonien C. Scribonius Curio im Jahre 72/73 v. Chr. gegen die Dardaner und Moesier erkannt.

Die Aussage von Strabo, Tiberius habe die Donauquellen nach nur einer Tagesreise erreicht, entspricht jedoch nicht der tatsächlichen Entfernung, die länger ist. Dies würde vielleicht darauf hindeuten, dass er nur bis zum Zusammenfluss von Breg und Brigach östlich von Donaueschingen kam.

Als historische Quelle der Donau gilt die Quelle des Donaubachs bei Donaueschingen, während die tatsächlichen Quellen der Donau hydrologisch gesehen die der größeren Breg sind, die sich bei der Martinskapelle bei Furtwangen befindet.

Unabhängig davon, welchen Bach im Bereich der Donauquellen Tiberius tatsächlich gesehen hat, lässt sich feststellen, dass die Römer noch in der augusteischen Zeit über ein völlig unzureichendes Wissen über die Geographie der Alpenregionen verfügten

Übersetzt von: TIBERIUS IN STRABO’S GEOGRAPHY: ECHOES OF HIS ACTIVITIES IN ILLYRICUM von MARJETA ŠAŠEL KOS, Seite 139-155, TIBERIUS IN ILLYRICUM

Unabhängig davon, welchen Bach Tiberius tatsächlich gesehen hat, darf die geneigte Leserin und auch der Leser, unten die Breg beim Römerbad im Wechsel der Jahreszeiten sehen.

Blick über die Furt der Breg vor dem Hüfinger Römerbad Oktober 2020 bis Oktober 2021

Die Römer legten eine Militärstraße an, überquerten den Hochrhein bei Zurzach und marschierten über die Höhen bei Blumberg gegen Norden weiter nach Hüfingen, Rottweil, Rottenburg bis nach Regensburg. Später errichteten die Römer zwischen Donau und Main den Limes als Schutzwall gegen die Germanen und sicherten ihr erobertes Gebiet durch weitere Straßen und Kastelle. (1)

Römerstraßen und Limes mit Windonissa, Tenedo, Juliomagus, Brigobannis
Foto: Wikipedia

Nach der Chronik der Stadt Hüfingen von August Vetter (1984) hatte sich Hans von Schellenberg 1605 schon mit Altertümern im Gebiet des Hüfinger Galgenberges befasst. Unterhalb fand man am 17. März 1768 in einem Ackerfeld silberne und metallene römische Münzen von Titus, Vespasian „und andere“. Im Jahr 1820 vermutete Professor Andreas Buchner (1776-1856) aus Regensburg das römische Brigobanne der Peutingerkarte bei Hüfingen. Er fand nach kurzen Grabungen im Mühlöschle römisches Mauerwerk. Noch im gleichen Jahr stieß eine vom Fürsten Karl Egon II. zu Fürstenberg (1796-1869) eingesetzte Kommission, die sich aus Alois Hirt, Luzian Reich, E.J. Leichtlen, Heinrich Schreiber und dem fürstenbergischen Leibarzt W.A. Rehmann als Leiter zusammensetzte, auf das Römerbad. (4)
Mehr dazu gibt es im Denkbuch von Lucian Reich.

Karl Alois Fickler beschreibt 1821 unmittelbar westlich des Römerbades einen römischen Straßenkörper, der durch das Hammeltal bis zum Deckrischen Wald (Deggenrauschen) verfolgt wurde. (1)

Hammeltal auf dem Weg nach Deggenreuschen

Die vom Klettgau kommende römische Hauptstraße zog das Tal von Riedböhringen hinauf über die Wasserscheide zwischen Aitrach und Donau gegen Behla. Etwa 1 km vor Behla schlägt die Straße die Richtung Hausen vor Wald ein, wohl um die sumpfigen Ausläufer des Donaueschinger Rieds zu umgehen. Während der römische Straßenkörper bis dahin in den Äckern und Wiesen rechts und Iinks der heutigen Straße (ca. 1895) sicher nachzuweisen ist, fehlt es zwischen Hausen vor Wald und Hüfingen an jeder Spur.

G. RIEGER (1900) (1)
„Ruinenweg“ bei der Villa Rustica im Deggenreuscher Wald

Ein zweiter vorgeschichtlicher Weg, der ebenfalls von den Römern benutzt wurde, kam vom Schweizer Rhein und zog von Schleitheim über die Wutach nach Stühlingen und über Weizener Häusle nach Ewattingen. Dort durchquerte er das Wutachtal ein zweites Mal, um an Mundelfingen vorbei gerade auf das Kastell Hüfingen zuzustreben. Auf ihm sind wohl die Römer von Schleitheim aus an die Donau vorgerückt. Die von den Römern ausgebaute Strecke verlief von Schleitheim über Zollhaus und unter der jetzigen Landstraße Schaffhausen-Donaueschingen bis nördlich Behla, verließ sie beim Behlaer Weiher, um durch den Wolfsbühl das Kastellgelände zu erreichen.

Paul Revellio (1937) (1)
Wolfsbühl westlich des Behlaer Weiher

Hab die Straße dann gemieden,
Mich im Wald herumgetrieben,
Meinem lieben Wolfesbühl,
Wo ich in dem Dickicht kühl,
Zu dem feuchten Waldesgras
Oft als Knabe Beeren las.

Ferienbummlers Rundgang in der Baar von Franz Josef Schelble 1899

Die Römerstraße überquerte auf der Luttlinger Brücke, die wohl ihretwegen gebaut wurde, das Bächlein (Kennerbach) in den Schleewiesen und wurde durch den Bau der Höllentalbahn abgelenkt. Aber westlich des Bahndamms ist sie von dem Höhenpunkt 692,5 ab auf eine Strecke von 200 m erhalten, weil dieses Stück bis zum Jahre 1870 von der Straße Hausen vor Wald-Hüfingen benutzt wurde.

Paul Revellio (1937) (1)
Bauarbeiten zur Höllentalbahn bei der Luttlinger Bruck 1899

Das kann allerdings so kaum stimmen, da diese beiden Wege keinesfalls auch nur wenige Meter parallel verliefen, sondern sich mit nahezu 90° kreuzten.

Luftbildaufnahmen von 1961/62 ließen südlich des Kastellgeländes im Gewann „Krumme Äcker“ auf ein weiteres römisches Bauwerk schließen. Bei der eingeleiteten Notgrabung wegen Ausbaues der Bundesstraße 31 (1977/78) ergaben sich Hinweise auf ein zeitlich dem Galgenberg-Kastell vorausgehendes Truppenlager, zu dem ein ungewöhnlich großer, vierflügeliger Holzbau gehören dürfte. Noch etwas weiter südlich konnten 31 römische Brandgräber mit Urnen und weiteren Beigaben aufgedeckt werden. Weitere Grabungen ab 1952 im Bereich Mühlöschle bestätigten das römische Dorf (vicus) und damit neben dem Römerbad die Bedeutung von Hüfingen als wichtiger römischer Garnisonsort mit Kastell, Handwerkern und Händlern am Knotenpunkt uralter und von den Römern erbauter Verkehrswege in alle vier Himmelsrichtungen.

Diese musste das Kastell am Galgenberg und das Erdkastell im Gewann „Krumme Äcker“ tangieren und zwangsläufig am Römerbad vorbei zur Furt durch die Breg gehen, um den gegenüberliegenden vicus im Mühlöschle zu erreichen. Von dort ist die Straße vor Allmendshofen, bei der ehemaligen Kammgarnspinnerei Wirth, in Richtung Donaueschingen gesichert.

(1) Wie die Römer nach Hüfingen kamen von Günter Hofmann in den Schriften der Baar 46 (2003)

Leider sind die vielen Aufzeichnungen und Funde von Straßenbauamt nicht zu finden, ebenso die Erkenntnisse des Denkmalamtes scheinen geheim. Gesichert sind Funde bei Behla beim Bau der Wasserleitung.

Deshalb schließe ich hier. Wir müssen wohl zufrieden sein mit dem aufkochen von über 100 Jahre alten Erkenntnissen.

Aquatinta von W. Scheuchzer und G.L. von Kreß sc. Verlag J. Velten in Karlsruhe etwa 1825

(1) Wie die Römer nach Hüfingen kamen von Günter Hofmann in den Schriften der Baar 46 (2003)
(2) Ein römisches Bauernhaus im Deggenreuschenwald bei Hüfingen von Dr. Paul Revellio in den Schriften der Baar 14 (1920)
(3) Die Römer in der Baar von Dr. Paul Revellio in der Badische Heimat 8 (1921)
(4) Chronik der Stadt Hüfingen. August Vetter (1984)

Bauarbeiten Friedhof / Schaffhauser Straße

An dieser Stelle habe ich die Bauarbeiten um den Friedhof dokumentiert.

Es war ein schöner Sommer. Menschen standen am Friedhof und durften sich unterhalten. Wir hatten ein kleines Zeitfenster in dem wir erleben durften, wie es sein könnte, wenn Autos nicht unser Leben beherrschen würden.

Ab heute wird sich wieder angeschrien.
HÄ? Was häsch geseid?

Danke an Axel für die Aufnahme vom 7. Oktober 2023

Seit Freitag Mittag ist die Straße frei!



23. Oktober der Asphalt ist fertig und morgen Mittag wird geöffnet.
04. Oktober 2023
Asphalt kommt drauf
Danke an Axel für die Fotos!
26.09.2023 Verkehr wird einspurig durch das Tor geleitet.
20. September 2023
Weinhaus Baum darf geradeaus
18.09.2023
Busse dürfen wieder über die Brücke.
19. September
16.09.2023

Der Belag der Brücke ist fertig
11. September 2023
Der Kreisel ist geteert
Kreisel am 11. September
Blick über s’Leänedli
Bei Bullenhitze wird über Mittag geschafft was das Zeugs hält. Respekt!
Die Woche vor dem 10. September scheint mit neuen Brückenbelag angefangen worden zu sein..
Kreisel am Weinhaus Baum
1. September 2023
Blick über s’Leänedli
Landesheim und s’Leänedli
Nepomuk am 1. September

Seit 4. August ist zwischen Tor und Friedhof theoretisch gesperrt!

Die Ampel nach Bräunlingen läuft aber noch!

Weinhaus Baum ist über Schaffhauser Str. und Dögginger Str. erreichbar.
11. August 2023

Also mit dem Auto ist dicht. Fußgänger und Fahrradfahrer kommen immer überall hin. Weinhaus Baum kann mit dem Auto über die Dögginger Straße und Schaffhauser Straße angefahren werden. Die Läden an der Hauptstraße sind alle sehr gut erreichbar!

4. August die Ampel nach Bräunlingen steht noch.
Bräunlinger Straße geht momentan noch
04. August 2023 frei bis zum Tor
Weinhaus Baum von hier erreichbar!
d‘ neu Leänedli Bruck
Leänedli Bruck und s’Leänedli
01. August 2023

Am Montag, 24. Juli um 23:20 Uhr kam die neue Alubrücke. (Mit solch einem schlimmen Besäufnis, dass ich unten tatsächlich einen Film zensieren musste, um nicht einen Unbeteiligten zu belasten.)










21. Juli 2023

17. Juli 2023



17. Juli 2023


der Straßenbelag wird abgetragen


Vollsperrung über die Bregbrücke

Seit 17. Juli ist die Bregbrücke gesperrt.

08. Juli 2023 Mühlebach

Der Schlosspark ist wieder auf und es wird vor dem Tor eine Überquerung geben.

08. Juli 2323
Querung zum Schlosspark
08. Juli 2023
hinten kommt die neue Brücke hin
30.06.2023

Inzwischen hat sich geklärt, warum der Schlosspark abgesperrt ist. Die graben da die Straße ab und wollten die Leute wohl schon seit Montag daran gewöhnen. Also, falls jemand da trotzdem lang geht: Aufpassen, nicht ins Loch fallen!

Baustelle am 29.06.2023

Seit heute, Montag den 26. Juni, ist das Chaos perfekt. Keiner weiß so recht wie er fahren darf und Fußgänger werden gleich mal prophylaktisch ausgesperrt. So darf man nicht mehr durch das Tor und auch nicht mehr in den Park. Ich empfehle hier das Verschieben der Sperren.

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Ab dem 26. Juni gibt es eine Ampellösung!

[ngg src=“galleries“ ids=“127″ display=“pro_mosaic“]

Ab dem 19. Juni 2023, wird die Baustelle eingerichtet. Das heißt erst mal, dass der Parkplatz hinterm Nepomuk ab Montag gesperrt wird.

Nepomuk
Parkplatz ist ab Montag gesperrt!

Die Baustelle wird ab Weinhaus Baum eingerichtet.


Am 26. April war dann das Fundament für die Brücke fertig.

Die Brücke selber soll Ende Mai kommen.

Das Fundament ist am 15. März gegossen und muss jetzt erst mal ein paar Wochen/Monate aushärten.

Fundament am 15.03.2023
Fundament am 17.03.2023
11. März 2023

Am 08. März, wurde mit dem Bauarbeiten für die Fahrradbrücke über die Breg begonnen:




Römerfest Zeitreise 2023

Vielen Dank an Helmut Vogel, Heidi Mayer-Löhr und an alle Beteiligten für das tolle Fest!

Hier ein paar Eindrücke von uns:

Am Samstag Abend marschierten das Grenadiercorps 1810 aus Villingen, die historische Bürgerwehr Hüfingen und das Fähnlein Rottweil zum Platz jenseits der Breg und nahmen auf Kommando ihre Position für den dreifachen Böllersalut ein. Diese Darbietung soll im Besonderen an die Belagerung 1632 und das grauenvolle Blutbad sowie an die Sinnlosigkeit der vielen Kriege erinnern.

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