Sumsergarten

Sumsergarten

6. Juni 2021 0 Von Hannah Miriam Jaag

Viele kennen den Namen Dr. Erwin Sumser nur noch im Zusammenhang mit dem Orchideenwald im Naturschutzgebiet Deggenreuschen-Rauschachen, wenn überhaupt. Manche kennen vielleicht auch das Denkmal hinterm Römerbad.

Der Gedenkstein, der die Blüten des Frauenschuhs stilisiert, wurde 1962 von der “Arbeitsgemeinschaft Heimatschutz Südbaden” aufgestellt.

Dr. Erwin Sumser (8. Oktober 1891 in Merzhausen bei Freiburg im Breisgau als Erwin Josef Sumser – 22. Januar 1961 in Hüfingen) war ein Pionier des Naturschutzes und wir haben ihm heute in Hüfingen sehr viel zu verdanken.

Der Schutz von Pflanzen, insbesondere von Orchideen, wurde dem Arzt Dr. Erwin Sumser zur Lebensaufgabe. Seit Dezember 1931 kaufte oder pachtete er wertvolle Grundstücke, zunächst im Jennetal, dann auf der Baar. Er zäunte sie ein und verhinderte ihre landwirtschaftliche Nutzung. Außerdem zahlte er Landwirten Entschädigungen, wenn sie ihren Grund und Boden im ursprünglichen Zustand beließen, hielt Lichtbildervorträge und warb um Mitstreiter. Mit Gleichgesinnten verhinderte er das Vorhaben, die Wutach zu stauen, was das Ende der Wutachschlucht bedeutet hätte (aus Wikipedia).

Er verkaufte 1960 seine Naturreservate an das Land Baden-Württemberg in der Hoffnung, dass sie so geschützt seien. Leider ist auch zu vielen Menschen der nachfolgenden Generation die Natur egal und es wurde schon einiges zerstört.

Das von ihm gekauften Gebiet bei Ebringen hat eine Fläche von 7100 m2 und bekam den Namen Sumsergarten. Es ist auch heute noch eingezäunt und bilden ein Kerngebiet des Naturschutzgebiets Jennetal.



Hier kann man sich die Kartierungsbögen der Arten anschauen:
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