Vorkaufsrecht

Da nach wie vor großes Interesse besteht wollte ich die Bestimmungen in Baden-Württemberg zum Vorkaufsrecht mal nach vorne kramen und die Linksammlung aktualisieren.

Originalbeitrag vom 24. Juni 2022

Kürzlich war eine kleine Diskussion mit Landwirten, wann und wie das Vorkaufsrecht der Gemeinde zieht und was die gesetzlichen Vorgaben sind. Da eigentlich keiner so richtig Bescheid weiß oder einen Überblick hat, wollte ich es hier mal kurz grob zusammenfassen.

Das Vorkaufsrecht für die Kommune ist in den §§ 24-28 BauGB geregelt. Schon für das „allgemeine Vorkaufsrecht“ unterscheidet § 24 BauGB acht verschiedene Fälle. Politisch besonders wichtig ist das Vorkaufsrecht im Zusammenhang mit förmlich festgelegten Sanierungsgebieten und städtebaulichen Entwicklungsmaßnahmen sowie mit Erhaltungssatzungen nach § 172 BauGB, die dem Erhalt des städtebaulichen Charakters eines Gebiets, dem Erhalt der Zusammensetzung der Wohnbevölkerung („Milieuschutz“) oder einer städtebaulichen Umstrukturierung dienen.

Bei dem link oben kann man es sich genauer durchlesen. Die Zusammenfassung unten gilt für den Schwarzwald-Baar-Kreis im August 2024.

Vorkaufsrecht Landwirtschaft

Für landwirtschaftliche Grundstücke benötigt man im allgemeinen eine Genehmigung der Landwirtschaftsbehörde, die man hier beantragt.

Der Antrag kann auch schriftlich beim Landwirtschaftsamt eingereicht werden. Unter bestimmten Voraussetzungen hat die Landsiedlung Baden-Württemberg GmbH als gemeinnütziges Siedlungsunternehmen das Vorkaufsrecht. Übt die Landsiedlung Baden-Württemberg GmbH das Vorkaufsrecht aus, verlängert sich die Frist um einen weiteren Monat. Die Rechtsgrundlage hierfür ist das Agrarstrukturverbesserungsgesetz (ASVG)

Vorkaufsrecht Gewässerrandstreifen

Die Flächen entlang von Gewässern jenseits ihrer Böschungen werden Gewässerrandstreifen genannt. Sie dienen dem Gewässer als Schutzsaum und halten Stoffeinträge, die dem Gewässer schaden können, zurück. Durch das am 1. Januar 2014 in Kraft getretene neue Wassergesetz für Baden-Württemberg wurde erstmalig im sogenannten Innenbereich ein gesetzlich vorgeschriebener Gewässerrandstreifen von fünf Meter Breite eingeführt. Im Außenbereich besteht nach wie vor ein Gewässerrandstreifen auf einer Breite von 10 Metern. (vgl. § 29 Wassergesetz).

Durch § 29 Abs. 6 Wassergesetz wurde außerdem ein gesetzliches Vorkaufsrecht an Grundstücken geschaffen, auf denen sich Gewässerrandstreifen befinden. Befindet sich der Gewässerrandstreifen nur auf einem Teil des Grundstücks, so erstreckt sich das Vorkaufsrecht auf diese Teilfläche. Das Vorkaufsrecht steht dem jeweiligen Träger der Unterhaltungslast zu. Dies ist bei Gewässern I. Ordnung das Land, für das in den Regierungsbezirken jeweils der Landesbetrieb Gewässer (Referate 53.1 und 53.2) diese Aufgabe wahrnimmt. Bei Gewässern 2. Ordnung steht das Vorkaufsrecht den Gemeinden zu.

Die Gewässer I. Ordnung sind in der Anlage 1 zum Wassergesetz aufgeführt. Alle dort nicht aufgeführten Gewässer oder Gewässerabschnitte sind Gewässer 2. Ordnung.

Vorkaufsrecht Naturschutz

Dem Land Baden-Württemberg steht ein Vorkaufsrecht zu an Grundstücken, zu

  • die in Nationalparken, Nationalen Naturmonumenten, Naturschutzgebieten oder als solchen einstweilig sichergestellten Gebieten liegen,
  • auf denen sich Naturdenkmäler oder als solche einstweilig sichergestellte Gegenstände befinden,
  • auf denen sich oberirdische Gewässer befinden.

Gesetz über Naturschutz und Landschaftspflege, Bundesnaturschutzgesetz § 66 Vorkaufsrecht

Vorkaufsrecht Wald

Der Gemeinde und dem Land steht ein Vorkaufsrecht an Waldgrundstücken zu.

Waldgesetz für Baden-Württemberg, (Landeswaldgesetz – LWaldG), in der Fassung vom 31. August 1995.

Vorkaufsrecht Kommune bei Bebauungsplänen und Sanierungsgebieten

Bei Übertragungen von Grundstücken hat die Gemeinde in bestimmten Fällen ein Vorkaufsrecht. Dies besteht beispielsweise bei

  • Grundstücken, für die der Bebauungsplan eine Nutzung für öffentliche Zwecke festlegt und
  • Grundstücken, die in einem förmlich festgelegten Sanierungsgebiet liegen.

Wollen Sie ein Grundstück erwerben, benötigen Sie ein Negativzeugnis, damit das Eigentum im Grundbuch umgeschrieben werden kann. Mit dem Negativzeugnis bestätigt die Gemeinde Ihnen, dass sie kein Vorkaufsrecht für das Grundstück hat oder dieses nicht ausübt.

Hier gibt es einen Onlineantrag.

Baugesetzbuch (BauGB) § 24 Allgemeines Vorkaufsrecht

Fehler oder kaputte links gerne in die Kommentare!

Hüfinger Gemeinderäte

Vereidigung am 1. August 2024

Der neue Gemeinderat wurde heute am 1. August von unserem neuen Bürgermeister vereidigt.
Der 1. Bürgermeisterstellvertreter wird, wie gehabt, vom Patriarchat der CDU bestimmt, die Stimmenzahl vom Wahlvolk ist hierbei unwichtig. Die Stimmkönigin verzichtet auf eine geheime Kampfabstimmung, da sie nicht gleich mit Streit starten will.

Es geht nach der Gemeinderatswahl wohl dort weiter, wo die Männer letztens aufgehört hatten. Immerhin, die Klügere gibt nach. Gleich drei der vier Frauen – das sind 75 Prozent!– im Gemeinderat haben mehr Stimmen, als der von der CDU bestimmte 1. Bürgermeisterstellvertreter, der auf der Liste unten die Nummer 8 ist. Unsere Demokratie reduziert sich auf eine Diktatur der Mehrheits-Partei und was ich 2020 mit Allmacht des Hüfinger Patriarchats schon geschrieben hatte:
In jeder Ritze sitzt ein verstaubter Kerl!

Meine ganze Hoffnung auf Parität und Partizipation liegt nun auf dem neuen, jungen Bürgermeister!

Fraktionssprecher sind:
Markus Leichenauer (CDU), Kerstin Skodell (SPD), Michael Steinemann (Bürgerforum/FDP/FW/UWV)

Gemeinderäte nach Stimmen

1.Skodell, Kerstin2.823
2.Bucher, Daniel2.569
3.Leichenauer, Markus1.919
4.Hustic, Sasa1.894
5.Moog, Petra1.824
6.Ünal, Mete1.739
7.Bäurer, Sarina1.664
8.Weh, Harald1.602
9.Schwarz, Kathrin1.427
10.Limberger, Gunther1.356
11.Quilamba, Miguel1.321
12.Isak, Reinhard1.220
13.Bäurer, Egon1.196
14.Moog, Patrick1.183
15.Steinemann, Michael1.085
16.Bausch, Martin1.075
17.Sulzmann, Ernst1.063
18.Schöndienst, Martin1.013
19.Happle, Stephan874
20.Albert, Peter737
21.Wills, Philip490


Liste der Stimmen für die einzelnen Kandidaten unten! Schaut auch bei der Stadt vorbei

Ortschaftsräte und Ortsvorsteher

Behla
Ortsvorsteher:
Johannes Bogenschütz

Hausen vor Wald
Ortsvorsteherin:
Ingeborg Reitze

Fürstenberg
Ortsvorsteher:
Volker Gut

Mundelfingen
Ortsvorsteher:
Michael Jerg

Sumpfohren
Ortsvorsteherin:
Ancilla Batsching

Gemeinderat Hüfingen
Bitte meldet mir Tippfehler!

CDU25.267 Stimmen43,06 %
Bäurer, Sarina1.6646,59
Leichenauer, Markus1.9197,59
Moog, Petra1.8247,22
Uhrhan, Johannes9723,85
Schmid, Melissa7352,91
Weh, Harald1.6026,34
Trenkle, Marco1.4815,86
Bucher, Daniel2.56910,17
Maier, Marc1.0484,15
Bäurer, Sebastian5382,13
Rosenstiel, Linus5832,31
Böhm, Bernd1.1134,40
Sumpfohren
Schöndienst, Martin1.0134,01
Schöndienst, Lisanne4091,62
Fürstenberg
Limberger, Gunther1.3565,37
Bäurer, Manfred4071,61
Behla
Bogenschütz, Johannes7081,61
Bäurer, Egon1.1964,73
Hausen vor Wald
Riegger, Andreas8943,54
Reitze, Ingeborg3011,19
Mundelfingen
Schwarz, Kathrin1.4275,65
Glunk, Thomas9103,60
Bäurer, Ferdinand5982,37


SPD14.048 Stimmen23,94 %
Skodell, Kerstin2.82320,10
Ünal, Mete1.73912,38
Lehmann Julia5033,58
Buttler, Alexander7455,30
Nolting, Birgit6834,86
Quilamba, Miquel1.3219,40
Roßhard, Maria3272,33
Hustic, Sasa1.89413,48
Münzer, Lisa3872,75
Kasprzak, Axel2141,52
Dr. Breitsprecher, Anja3712,64
Isak, Reinhard1.2208,68
Sumpfohren
Knust, Henrieke3552,53
Fürstenberg
Behla
Vogel, Maximilian2261,61
Schaulies, Marica1000,71
Hausen vor Wald
Martin, Benjamin1471,05
Hornung, Diana1841,31
Mundelfingen
Harms-Höfler, Christine6474,61
Wolf, Marco1621,15


LBU5.330 Stimmen9,08 %
Wills, Philip4909,19
Siegfried, Wiltrud3626,79
Albert, Peter73713,83
Röthele, Till2735,12
Sems, Emine4227,92
Wetzel, Petra2384,47
Dr. Breitsprecher, Dennis1834,43
Kurstedt, Ute3195,98
Atik, Mehmet2875,38
Sermersheim, Björn2053,85
Zante-Leovey, Lina2204,13
Boeke, Heike1843,45
Sumpfohren
Knust, Christa1432,68
Hepting, Dorothea460,86
Fürstenberg
Kewes, Christine1953,66
Schmidl, Danny741,39
Behla
Schönecker, Nicole3236,06
Hausen vor Wald
Mundelfingen
Merz, Otto3366,30
Friedrich, Christa2935,50


Bürgerforum/FDP/FW/UWV14.035 Stimmen23,92 %
Bausch, Martin1.0757,66
Bernauer, Sven5964,25
Haas, Jessica3112,22
Hauschel, Jens2711,93
Keller, Markus5263,75
Moog, Patrick1.1838,43
Sangiorgio, Salvatore2842,02
Schafbuch, Tobias4182,98
Schmitz, Beate2832,02
Singier, Christine6224,43
Sulzmann, Ernst1.0637,57
Sulzmann, Markus7985,69
Sumpfohren
Blessing, Thomas3422,44
Mellert, Georg4773,40
Fürstenberg
Schumacher, Barbara2751,96
Wallschläger, Kurt2331,66
Behla
Martin, Christoph1.0487,47
Walter, Astrid3042,17
Hausen vor Wald
Happle, Stephan8746,23
Langenbacher, Christian6534,65
Mundelfingen
Mäder, Leander6784,83
Steinemann, Michael1.0857,73
Zadona, Ines6364,53



Kreistagswahl – Ergebnisse
Liste der Stimmen für die einzelnen Kandidaten ganz unten!

Kreistag Ergebnisse Hüfingen

Namen dazu gibt es hier:

Wahlergebnisse Kreistag

Sitzverteilung im Kreistag

Kreistag Ergebnisse Hüfingen

CDUStimmen37,64 %
Keller, Markus1.35616,29
Kollmeier, Michael1.59819,20
Bächle, Micha1.10313,25
Fischer, Matthias4445,33
Stark, Christian1.05612,69
Müller, Peter7649,18
Albert, Franz1.67520,12
Schweizer, Jan1581,90
Hall, Michael1702,04


GrüneStimmen9,48 %
Ott, Maren45821,84
Albert, Peter55426,42
Thomas, Nora29514,07
Schwenk, Rolf713,39
Wetzel, Petra24111,49
Wills, Philip27513,11
Burkard, Katja2039,68


SPDStimmen34,2 %
Knapp, Anton2.67135,32
Dr. Zöllner, Jutta2413,19
Dr. Ebnet, Peter6278,29
Skodell, Kerstin2.34731,03
Rocha dos Santos, Luis1061,40
Kissig, Jülide1682,22
Ünal, Mete1.18615,68
Fahl, Clemens1772,34
Bofinger, Jörg400,53


FDPStimmen7,27 %
Theel, Mirko1157,15
Neininger-Armbruster, Tanja1479,14
Hofmann, Andreas70944,09
Rendler, Andrea1599,89
Waimer, Werner684,23
Schmid, Jasmin1308,08
Wehinger, Sven20012,44
Zier, Michael804,98


AfDStimmen11,41 %
Kraus, Detlef1.37054,28
Behrendt, Joachim1.15445,72



Europawahl Hüfingen

Ergebnisse Hüfingen Europawahl

Wahlergebnisse Europawahl



Bürgermeisterkandidaten stellen sich vor

Am Samstag 25. Mai 2024 haben sich Christina Meckes, Patrick Haas und Andreas Hofmann in der Ratsstube bei der LBU Hüfingen vorgestellt.

Nach einer kurzen Einführung von Peter Albert haben die Kandidaten ihre Motivation erläutert.

Andreas Hofmann

Andreas Hofmann hat 40 Jahre Führungsverantwortung und will diese Erfahrung in die Waagschale als Bürgermeister werfen.

Christina Meckes

Christina Meckes meint, man muss wissen in welchen Hafen man segeln will, um die Segel richtig zu setzen.

Patrick Haas

Patrick Haas will schon immer Bürgermeister werden. Ihn reizen die Gestaltungsmöglichkeiten gegen alle Schwierigkeiten. Er möchte etwas erschaffen und gestalten.

Moderation von Nicole Schönecker und Fragen von Till Röthele, Emine Sems, Christa Knust, Otto Merz, Petra Wetzel, Dorothea Hepting und Peter Albert.

Christina Meckes meinte, dass hier keiner sagen wird, „das finde ich gut“. Was aber wichtig sei, ist Vernetzung.

Patrick Haas: Da er von aussen komme, war für ihn sehr interessant unbelastet Gespräche in alle Richtungen zu führen. Transparenz sei hier sehr wichtig und Intransparenz führt zu Problemen.

Andreas Hofmann: Für ihn ist wichtig in keiner Partei zu sein. Ebenso mit Vereinen, er möchte auch kein Mitglied in einem Verein sein, damit dann keine Bevorzugung hinterher gesagt wird.

Christina Meckes: Transparenz ist durch Digitalisierung heute leichter zu handhaben. So habe man durch eine Kommunal App ein ganz einfaches Mittel. Man dürfe Gleichbehandlung nicht mit Fairness verwechseln. Es kann nicht jeder gleich behandelt werden, weil nicht alle gleich sind, aber es sind eben alle gleich viel Wert.

Andreas Hofmann: Die Vereinsförderung sollte überarbeitet werden. Die Gemeindeordnung sollte auch offen gelegt werden. Es muss alles einsehbar sein.

Patrick Haas: Vereinsförderung ist ja genau das Mittel wo man Fairness herstellen kann.
Man muss sich das mit den Vereinen anschauen und anpassen.
Es braucht einen Ansprechpartner in der Verwaltung. Bisschen was abnehmen, damit der Spaß nicht verloren geht.


Es ist soviel im Wahlkampf passiert gerade bei Vereinen, die waren noch nie so wichtig die letzten Jahre.
Zitat von Otto von Bismarck: „Es wird niemals so viel gelogen wie vor der Wahl und während des Krieges.“
Wie stehen Sie zu dieser Aussage?

Patrick Haas: Es ist nicht Beruf sondern Berufung. Es ist nicht einfach immer im Wind zu stehen. Ich möchte gerne länger als eine Amtszeit im Amt bleiben und in Hüfingen eine Familie gründen. Dafür ist gute Arbeit und Ehrlichkeit nötig. Leere Versprechungen sind hier fehl am Platz und kosten unglaublich Vertrauen, auch im Wahlkampf.

Andreas Hofmann: Für ihn ist Ehrlichkeit unerlässlich. Eine Lüge ist eine Legende an die man immer wieder anknüpfen muss. 

Christina Meckes: Für sie gehört ein Bürgermeister nicht ins Rathaus sondern zu den Bürgern. Klar ist es Verwaltungsarbeit, aber man muss auch mal aus dem Fenster schauen und in Verbindung bleiben. Ziel ist keine Bürgermeistersprechstunde mehr zu brauchen, da man die Bürgermeisterin eh immer sprechen kann.



Wie wollen Sie die Jugendlichen in Hüfingen erreichen?

Christina Meckes: So schwer ist es nicht die Jugendlichen zu erreichen. Jugendliche sind viel politischer, als man sich das vorstellt. Sie war am Bahnhof und es hat mit einer Pizza sehr gut funktioniert.  Jugendarbeit funktioniert nicht mit einem Auftrag. Also hin gehen und sagen kommt ins Jugendhaus, weil da wo ihr gerne steht, stört ihr. In Hüfingen haben wir verpasst die Jugendlichen mitzunehmen die nicht in Vereinen sind. Vereinsarbeit kann professionelle Jugendarbeit nicht immer ersetzen Wir haben Themen die Jugendliche mitbringen, man muss sie nur sprechen lassen und auch zuhören.

Andreas Hofmann: Will einen Jugendgemeinderat etablieren. 

Patrick Haas: Für ihn war es eine unfassbar lehrreiche Zeit, die Jugendarbeit. Es war learning by doing. Wobei Mönchweiler ist eh eine Leuchtturmgemeinde. Die Frage ist: „Wie beteiligt man?“ Die Kinder und Jugendlichen sind mit der Zeit aufgeblühlt. Die Entwicklung war sehr interessant, wie politisch und auch mutig sie geworden sind. Und wie zentral es ist, dass der Bürgermeister mit dabei sitzt. Wir haben in der Demokratie ein Problem mit Politikverdrossenheit. Wir haben es in der Hand die Generation die folgt politisch zu bilden. Es hat sich verändert, wie wir die Kinder erziehen. Psychische Erkrankungen steigen, weil vieles nicht im familiären Kontext aufgefangen wird. Genau die Jugendlichen müssen wir auffangen, die nicht vom Verein oder der Familie aufgefangen werden können. 


Was ist wichtiger Naturschutz oder Wirtschaft?

Patrick Haas: Will einen Konsens finden. Wirtschaft bringt ja auch Geld, man muss die Balance finden und den Konflikt jedes Mal wieder neu verhandeln.

Andreas Hofmann: Wurde bei der Bundeswehr in Punkto Naturschutz erzogen und habe sich gerne daran gehalten.

Christina Meckes: Meint dass beides Hand in Hand gehen kann.

Zum Dank überreicht Peter Albert den Kandidaten einen guten Holzhammer.

Die Diskussion ging drei Stunden und oben ist natürlich nur eine kurze Zusammenfassung. Wer sich eingehender informieren möchte, findet auf den oben verlinkten Internetauftritten die einzelnen Zeitpläne der Kandidaten.

Antrag der SPD: Stellenbewertung durch die Gemeindeprüfungsanstalt

Es geht also mal wieder um den SPD Antrag, der seit der Haushaltssitzung im Dezember 2023 so vor sich hin schwellt. Inzwischen hat es die Causa sogar in die Lokalpresse geschafft

Heute Abend um 20:00 Uhr ging es also wieder zur Sache, diesmal als Ö8 und einer sieben Minuten langen Rede des Bm der „miteinander sachgerecht vorgehen möchte“. 

Die SPD Fraktionssprecherin macht klar, dass es hier nur um eine neu geschaffene Stelle gehe und nicht um Stellennachbesetzungen.

20:08 Uhr: Bm übernimmt wieder die Rede und erläutert sein Umfeld und verzichtet angeblich auf eine neue Stelle, da jetzt genug Personal da sei.

Um 20:19 Uhr wird über den Antrag der SPD abgestimmt. Dem Bürgermeister folgen die Männer der Fraktion „Freies Forum“ geschlossen, zwei Mitglieder der CDU Fraktion enthalten sich und der Rest der Männer steht hinter dem Bm, deshalb gibt es nur 6 Stimmen für den SPD Antrag, da ein Mitglied der Fraktion krank ist.

Der Antrag wird also mit 11 gegen 6 Stimmen abgelehnt. Der Bürgermeister darf weiterhin einstellen wen und wieviele Menschen er möchte.

18.03.2024

Man kann übrigens die Unterlagen, die der Chef der Verwaltung hierzu zusammengestellt hat hier bis Donnerstag runter laden. Auch ist jeder herzlich eingeladen sich den nächsten Teil des Spektakel selbst anzuschauen. Es ist TOP Ö8.

29.02.2024 um 21:08 Uhr

Nachdem der Bm lange ausgewichen ist und über Flüchtlinge und das Bauamt sogar zu den Wahlen kam, hat der CDU Fraktionssprecher auf den Tisch gehauen.

Jetzt wurde der Punkt auf nächsten Monat vertagt, damit der Bm bis dahin etwas sinnvolles über seine neu geschaffene Pressestelle vortragen kann.

Beitrag vom 28.02.2024

Der Antrag unten von der SPD soll am Donnerstag, den 29. Februar 2024, in der Gemeinderatssitzung besprochen werden. Die Stadtverwaltung begründet die Notwendigkeit einer speziellen Stelle für Öffentlichkeitsarbeit für den Bürgermeister mit dem Fachkräftemangel und vor allem damit, dass kein geeignetes Personal für das Bauamt gefunden werden könne. Unterlagen gibt es bis morgen Abend hier.

Die Stadtverwaltung will, dass der Gemeinderat deswegen den Antrag ablehnt. Es wird spannend werden, welche Fraktionen sich hier für den Bürgermeisterwahlkampf positionieren. Ich werde berichten.

25. Januar 2024 Kerstin Skodell, SPD- Fraktionsvorsitzende

Stellenbewertung der Ämter insbesondere in der Hauptverwaltung und Kämmerei durch die Gemeindeprüfungsanstalt, um neutrale Entscheidungsgrundlagen weiterer und neuer Personalstellen sowie den angemessenen Eingruppierungen zu haben.

Wir gehen mit diesem erneuten schriftlichen Antrag auf die Anforderung vom 23. Januar 2024 vom Herrn Bürgermeister ein, obwohl der Gemeinderat unseren Antrag im Zuge der Beschlussfassung der Haushaltsatzung 2024 am 21.12.2023, bereits beschlossen hat. Schriftliche Grundlage ist die HH-Rede, die dem Protokoll beigefügt wurde.

Ausschlaggebend war unsere Anfrage zur Protokolleinsicht der Sitzung vom 21.Dezember 2023, da im Hüfinger Bote (17.01.2024) eine Stellenausschreibung Pressestelle für das Hauptamt ausgeschrieben war.

Hüfingen, 23.01.2023

Der Stadtrat möge beschließen:

Die Gemeinde gibt umgehend bei der GPA – Gemeindeprüfungsanstalt – ein Gutachten zur Stellenbemessung und Eingruppierung der für unsere Größe angemessenen Stellen in Auftrag. Das Gutachten soll insbesondere aufzeigen inwieweit wir im Hauptamt und in der Kämmerei angemessen oder unterbesetzt sind. Es soll auch Aussagen darüber machen, was die jeweils angemessene Eingruppierung der einzelnen Stellen sind. Um ein geschlossenes Gesamtbild zu bekommen, scheint es sinnvoll gleiches auch für das Bauamt zu fertigen. Vor Vorliegen dieses Gutachtens dürfen keine neuen Stellen ausgeschrieben, bzw. geschaffen und besetzt werden. 

Begründung:

Der Gemeinderat benötigt eine neutrale, fachlich fundierte Entscheidungsgrundlage für die weitere Personalpolitik im Rathaus der Stadt Hüfingen. Eine neutrale Stellenbemessung und Stellenbewertungen stellt die längerfristige Entscheidungsgrundlage für Gemeinderat und Verwaltung dar. 

Die letzte strukturelle gutachterliche Aussage zur inneren Struktur der Verwaltung mit Stellenbemessung und Stellenbewertung ist ca. 10 Jahre her. Die Aufgaben in den Ämtern haben sich zum Teil verändert oder wurden Änderungen unterzogen. Aus diesem Grund halten wir es für notwendig bevor neue Stellen, wie z.B. eine Pressestelle im Hauptamt, geschaffen werden, dass die derzeitige Struktur in der Rathausverwaltung mit Blick auf Stellenbemessung und Stellenbewertungen einer umfassenden Überprüfung durch die Gemeindeprüfungsanstalt unterzogen wird. 

Bei neuen Personalstellen, wie z.B. einer Pressestelle sehen wir den Bedarf mindestens als fraglich an. In einer Stadt wie Hüfingen mit 8.000 Einwohnern einem vollbeschäftigten Hauptamtsleiter und weiteren Beschäftigten ist der Bedarf in einer Gesamtschau zu klären. Es gibt auch noch einen Bürgermeister, der sich ebenso um die Öffentlichkeitsarbeit ein Stück weit kümmern könnte. 

Ähnliche Fragen stellen wir uns im Bereich der Kämmerei. Hier insbesondere auch bzgl. einer weiteren Stelle für die Stellvertretung des Kämmerers; zumal dieser, für unsere Größe der Stadt, in einer überdurchschnittlichen Gehaltsgruppe ist. 

Bunt, dynamisch und vielfältig: SPD stellt Liste für Kommunalwahl vor

von Mete Ünal, Vorsitzender des SPD Ortsvereins

Am vergangenen Montag fand die Nominierungsversammlung der Hüfinger Sozialdemokraten für die kommende Kommunalwahl statt. Mit großer Begeisterung präsentiert die SPD eine Liste, die unter dem Leitsatz „Für Hüfingen. Für Dich.“ Vielfalt und Dynamik in Hüfingen widerspiegelt.

Die Liste zeichnet sich durch ein erfrischendes Maß an Diversität aus. Von jung bis erfahren, von verschiedensten Lebenshintergründen geprägt, spiegeln die Kandidatinnen und Kandidaten die gesamte Bandbreite der Gesellschaft wider. So sind neben Azubis, Studenten, Müttern und Vätern auch Rentner und Selbstständige vertreten. Mit einem durchschnittlichen Alter von 40,9 Jahren bringt die Liste nicht nur die Stimme der jungen Generation, sondern auch die Erfahrung älterer Mitglieder mit sich.

„Unsere Liste repräsentiert die Zukunft unserer Stadt“, sagt Mete Ünal, Vorsitzender des SPD Ortsvereins. „Wir sind stolz darauf, die Menschen zu präsentieren, die nicht nur die Vielfalt unserer Gemeinschaft widerspiegeln, sondern auch die Herausforderungen und Chancen unserer Zeit verstehen und angehen wollen.“, sagt die Vorsitzende Henrieke Knust aus Sumpfohren.

Benjamin Martin, Alexander Buttler, Reinhard Isak, Julia Lehmann, Diana Hornung, Sasa Hustic, Axel Kasprzak, Kerstin Skodell, Marko Wolf, Birgit Nolting, Dr. Antje Breitsprecher, Marica Schaulies, Mete Ünal, Maximilian Vogel, Christine Harms-Höfler, Lisa Münzer

Die Kandidatinnen und Kandidaten auf der SPD Liste setzen sich für Themen wie Bildung, soziale Gerechtigkeit, Umweltschutz und wirtschaftliche Entwicklung ein. „Wir setzen uns außerdem für den Ausbau der Kinderbetreuung ein. Besonderen Fokus legen wir dabei auf die Erweiterung der U3 Betreuung. Klare Bedingung: Kitas gebührenfrei und gut erreichbar zu machen.“, so Julia Lehmann (Listenplatz 3).

Überdies wollen die Sozialdemokraten die Gesundheitsvorsorge für Jung und Alt stärken. „Deswegen ist es wichtig Anreize für die Ansiedlung von mehr Hausärzten in Hüfingen zu setzen und mit den Entscheidern auf Landesebene ins Gespräch zu gehen. Den Alltag von Seniorinnen und Senioren möchten wir damit unterstützen, indem in Hüfingen ein Mehrgenerationenhaus mit integrierter Tagespflege und Kindergarten geschaffen wird.“, sagen Benjamin Martin und Diana Hornung aus Hausen vor Wald.

„Auch das Wohnen wird bei uns in der Region stetig teurer. Mit sozialem Wohungsbau möchten wir den Markt entzerren und finanziell Schwächeren bezahlbaren Wohnraum bieten.“, das möchte Maximilian Vogel aus Behla.

Für die Zukunft möchten die Hüfinger Sozialdemokraten ein umfassendes Verkehrskonzept voranbringen. „Wir denken nicht von Projekt zu Projekt, sondern erarbeiten einen Ansatz, der verschiedene Formen der Mobilität und eine langfristige Stadtentwicklung miteinschließt.“, so Alexander Buttler (Listenplatz 4).

Die Weiterentwicklung des Nahwärmenetzes und anderer Formen regenerativer Energiegewinnung darf nicht weiter stillstehen. „Mit dem Ausbau erneuerbarer Energien gewährleisten wir kostengünstige und klimafreundliche Energie auch für künftige Generationen.“, so Lisa Münzer (Listenplatz 9)

„Wir stärken Hüfingen als Wirtschaftsstandort. Dazu braucht es Verlässlichkeit. Indem wir gezielt in unsere Infrastruktur investieren und als zuverlässiger Ansprechpartner dienen, unterstützen wir gezielt heimische Unternehmen und ihre Vorhaben.“, so Sasa Hustic (Listenplatz 8)

„Eine Stadt mit Wohlfühlcharakter ist unabdingbar mit Kunst, Kultur und Tourismus verbunden. Indem wir öffentliche Einrichtungen wie Schulen und Museen sinnvoll stärken, stärken wir gleichzeitig unser Gemeinwesen und sichern die Attraktivität unserer Stadt.“, sagt Birgit Nolting (Listenplatz 5).

„Öffentliche Einrichtungen wie das Aquari bilden einen Teil moderner Gesundheitsvorsorge. Künftige Generationen sollen nicht am Riedsee das Schwimmen erlernen müssen. Wir haben innovative Ideen, mit denen es uns gelingt auch weiterhin ein kostengünstiges Hallenbad für alle zu erhalten.“, das liegt Dr. Antje Breitsprecher (Listenplatz 11) am Herzen.

Maximilian Vogel, Norbert Tost, Marica Schaulies, Dr. Antje Breisprecher, Birgit Nolting
Mete Ünal Vorsitzender, Oliver Freischlader als Vertreter für den Kreisvorstand, Kerstin Skodell Fraktionssprecherin

Kerstin Skodell auf Platz eins

Ferner möchte Fraktionssprecherin Kerstin Skodell unter der Prämisse „Fortschritt braucht Gerechtigkeit“ betonen: „Die SPD in Hüfingen entscheidet seit Jahrzehnten ohne Fraktionszwang. Die Gemeinderäte der SPD Fraktion entscheiden nach den Grundwerten Gleichheit, Gerechtigkeit und Solidarität nach Hüfinger sachlichen Bedürfnissen. So waren wir und wollen wir auch in Zukunft Garanten dafür sein, dass sich für Familien, für Jugendliche, für Senioren weiter gut nach vorne entwickeln kann.

Reinhard Isak übernimmt freiwillig den letzten Platz

Das Feld den jungen Menschen überlassen möchte Gemeinderat und ehemaliger Fraktionssprecher Reinhard Isak: „Nur eine gute Mischung, einmal durch alle Gesellschaftsschichten, durch Frauen und Männer, mit Alten und Jungen, schafft ein Beratungsklima in dem letztlich die vielen verschiedenen Interessen zu einem harmonischen Ausgleich gebracht werden können. Dafür möchte ich mich weiter einsetzen und als langjähriger Gemeinderat mitgestalten.“

Für ihn sind neben den harten wirtschaftlichen Eckpunkten der Kommune auch die oft vernachlässigten „weichen Standortfaktoren“ wichtig. Ohne diese sei für Isak eine gedeihliche Entwicklung für Hüfingen nicht denkbar.

Die SPD ruft nun die Bürgerinnen und Bürger dazu auf, sich aktiv an der kommenden Kommunalwahl zu beteiligen und ihre Stimme für eine bunte, junge und vielfältige Zukunft abzugeben.

Lisa Münzer, Maximilian Vogel, Christine Harms-Höfler, Marica Schaulies, Mete Ünal, Dr. Antje Breisprecher, Marko Wolf, Birgit Nolting, Axel Kasprzak, Kerstin Skodell, Diana Hornung, Sasa Hustic, Reinhard Isak, Julia Lehmann, Benjamin Martin, Alexander Buttler

Sie alle wollen in und für Hüfingen etwas bewegen:

1. Kerstin Skodell (Podologin B.Sc.), 2. Mete Ünal (Rettungssanitäter, Jurastudent), 3. Julia Lehmann (Sozialarbeiterin in Maria Hof ), 4. Alexander Buttler (Fachpfleger Intensiv & Anästhesie, Teamleiter), 5. Birgit Nolting (Lehrerin an der Lucian Reich Schule), 6. Miguel Quilamba (Maler und Lackierer), 7. Maria Rosshardt (Einzelhandelskauffrau), 8. Sasa Hustic (Diplom Sozialpädagoge B.A.), 9. Lisa Münzer (Floristin in Ausbildung), 10. Axel Kasprzak (Erste-Hilfe Ausbilder), 11. Dr. Antje Breitsprecher (Diplom Biologin), 12. Reinhard Isak (Heimleiter i.R.); Für Behla: 1. Maximilian Vogel (Zimmermann in Ausbildung), 2. Marica Schaulies (Einzelhandelskauffrau); Für Hausen vor Wald: 1. Benjamin Martin (Elektroinstallateur und Fertigungsleiter), 2. Diana Hornung (Werkzeugmechanikerin); Für Mundelfingen: 1. Christine Harms-Höfler (Dipl. Verwaltungswissenschaftlerin), 2. Marko Wolf (Betriebswirt); Für Sumpfohren: Henrieke Knust (Medizinstudentin)

Kompetente Visionen des Patriarchats Teil 7

Ein sehr wichtiges Privileg ist das eines von den Bürgern bezahlten Dienstwagens exklusiv nur für den Bürgermeister vom lokalen CDU Autohaus.

Nicht nur der OB von Tübingen hat keinen Dienstwagen, auch der Oberbürgermeister von Donaueschingen zieht es vor mit dem Fahrrad zu fahren – es ständen ja genug Fahrzeuge der Stadt zur Verfügung, falls er eines brauche. Die Stadt Hüfingen hat drei Dienstfahrzeuge und der Gemeindevollzugsbedienstete sogar einen Ford Focus Kombi.

Allerdings ist ein Hüfinger Bürgermeister ist auch deutlich wichtiger als alle anderen Männer und muss allzeit bereit sein, mit einem exklusiven Wagen auf den Ortschaften bei der nächsten fröhlichen Zusammenkunft standesgemäß präsent zu sein. Wobei sich wieder viele Fragen auftun.

Ein Bm einer Gemeinde unter 10.000 Einwohner hat Grundgehaltsstufe A 16 ‐ was einem monatlichen Bruttoverdienst von 8110,70 Euro entspricht. Hinzu kommt eine steuerfreie Dienstaufwandsentschädigung von 13,5 Prozent. So steigt das monatliche Einkommen auf 9205,65 Euro. Dann Sitze in Aufsichtsräten, Zweckverbänden, Familienzuschläge, so liegt das Monatseinkommen bei über 10.000 Euro. (Bei der zweiten Amtsperiode steigt das nochmal ordentlich). Dann gibt es ab 2024 eine Gehaltserhöhung um 11,5.

Stellungnahme Fraktionssprecher Bürgerforum/DIE GRÜNEN FRAKTION

6. Januar 2024 Peter Albert

Zum bevorstehenden Fraktionswechsel von Michael Steinemann möchte ich mich folgendermaßen äußern:

In der Tagespresse wurde ausführlich darüber berichtet. Bedauerlicherweise wurde ich als Fraktionssprecher von der Zeitung um keine Stellungnahme gebeten, obwohl unsere Gruppierung dadurch den Fraktionsstatus verliert.

Hannah Miriam Jaag und ich wurden am Nachmittag des 2. Januar, kurz vor der Veröffentlichung
im Südkurier, von Michael Steinemann über sein Vorhaben, unsere Fraktion vorzeitig verlassen zu wollen, per Zoom informiert.

Die Fraktionsarbeit von uns Dreien war im Hüfinger Gemeinderat die ganzen Jahre über vertrauensvoll, sachorientiert und daher auch erfolgreich.
Unsere kleine Fraktion hat in 4 ½ Jahren einiges erreicht, was viele Außenstehende anfangs nicht für möglich gehalten hatten. Auch persönlich sind wir uns in der Fraktion dabei näher gekommen. Noch Ende Dezember hatten wir uns zu einer kleinen Weihnachtsfeier mit Partner*innen getroffen.

Leider wurden Hannah Miriam Jaag und ich zu keinem Zeitpunkt in diesen Entscheidungsprozess miteinbezogen. Wir wurden von einem Tag auf den anderen vor vollendete Tatsachen gestellt und hatten keine Chance, mit Michael Steinemann über seinen Fraktionswechsel zu sprechen.

Wir sind menschlich sehr enttäuscht.

Abschlussrede von Gemeinderätin Hannah M Jaag 2024

3 Epitaphe auf dem Hüfinger Friedhof in der Mitte das mit einer Dame die das Schwert im Arm hat und in die Ferne schaut
Die Rede wurde vor der Sitzung aufgenommen, da es während der Sitzung verboten ist.

Eigentlich wollte ich ja nichts mehr sagen, aber da Sie sonst meinen, Sie hätten mich mit ihren Unverschämtheiten zum Schweigen gebracht, möchte ich zumindest die letzte Haushaltsrede halten, bei der ich eigentlich als Fraktionssprecherin hätte reden sollen.

Als ich 2019 zum ersten Mal in diesem Gemeinderat saß, war ich zu allererst schockiert über das großkotzige, arrogante Verhalten vieler Männer.
Lange habe ich darüber nachgedacht, ob dies eine Eigenheit nur von Hüfingen oder vielleicht in ganz Deutschland ein Problem ist.
Ich bin promovierte Naturwissenschaftlerin und auch Ingenieurin und von daher gewohnt mit vielen Männern zu arbeiten. Nach vielen Jahren in den USA und auch der Schweiz war ich allerdings an eine kollegiale Zusammenarbeit und ein vollkommen anderes Demokratieverständnis gewohnt. 

Es ist so, dass sich Frauen heute zwar wählen lassen dürfen, aber wenn sie gewählt sind, keinerlei Schutz ausserhalb einer Partei bekommen. Es kommt weder die Kommunalaufsicht, noch das Regierungspräsidium zur Hilfe. Ohne starken Mann in einer der Parteien im Hintergrund, ist eine Frau zum Abschuss frei gegeben. Genau dies wird vom Bm und seinem Fraktionssprecher hemmungslos ausgenutzt und genüsslich betrieben. Frei nach dem Motto: “Politische Teilhabe könnt ihr haben, aber dann werdet ihr eben fertig gemacht.” Qualifikation oder demokratische Grundprinzipien sind vollkommen egal.

Der Rechtsstaat wird für eine bestimmte Gesellschaftsschicht ausgesetzt und dies kann öffentlich betrieben werden, da es keine Presse mehr, sondern nur noch unreflektierte Hofberichterstattung gibt. 
Die ständigen kompetenzfreien Machtdemonstrationen, das zusammenhangslose, dümmliche Sinnieren und auch das sinnlose, zerstörerische Verschwenden von Steuergeldern nervt mich einfach nur noch. 

Ich wurde gewählt, damit auch die Natur und der Artenschutz in Hüfingen wieder eine Rolle spielen. Dies ist nicht möglich und wird verwehrt. Kompromisse gibt es keine. Bei der CDU sind Kompromisse: Ich mach was ich will und Du hältst den Mund. Wenn man diesen nicht hält, ist man halt nicht kompromissfähig.

Zum Haushalt

Dieser gesamte Haushalt ist ein Schlag ins Gesicht vom Naturschutz, von jungen Familien, die ihre Kinder nicht katholisch erziehen möchten, von Jugendlichen und auch aller Menschen, die irgendwie im 21. Jahrhundert angekommen sind, oder dies vielleicht möchten.

Was haben wir in Hüfingen:
5 katholische und 1 evangelischer Kindergarten. Ausser einer zuerst stark bekämpften Elterninitiative keine laizistische oder sonstige Einrichtung. Kein pädagogisches Personal das nicht den Wertvorstellungen des hiesigen Klerus entspricht.
Aber gut, es wurde mir bereits öfters gesagt, dass ich über keinerlei Kompetenzen verfüge über Kindergärten zu sprechen. Leider ist die hierfür ausgebildete Stadträtin komplett verstummt und überlässt es brav alten Männern.

Kommen wir zu meiner Expertise, dem Naturschutz.
Baugebiete Fläche Behla 0,85 ha (Nettobaufläche 6.924 m2), Fürstenberg 3 ha (Nettobaufläche 16.520 m2), Ziegeleschle 4,3 ha (Nettobaufläche 13.700 m2), Loretto 6,9 ha, Hausen vor Wald 2,17 ha (Nettobaufläche 11.303 m2), Mundelfingen 2,06 ha, Sumpfohren 0,9 ha (Nettobaufläche 4.329 m2).
Das sind mindestens 20 ha Neuversiegelung – ohne die 16 ha vom Lidl. Diese Neuversiegelung wird die Stadt die nächsten Jahre mindestens 10 Mio Euro kosten. Alleine 2024 stehen im Haushalt “immense Investitionen von 8.8 Mio Euro”. Es ist fraglich, ob sich diese Investitionen in den nächsten 20-30 Jahren amortisieren; insbesondere vor dem Hintergrund stark rückläufiger Bauanträge und steigender Zinsen.

Stellen wir uns den Aufschrei einiger Landwirte vor, wenn der Naturschutz 20 ha aus der intensiven Nutzung nehmen wollte. Aber gut, deshalb investiert die Stadt Hüfingen gleich besser rein gar nichts in den Naturschutz. Ganz im Gegenteil:

  • Für das illegale 13b Baugebiet Hondinger Straße wurde ebenfalls illegal (nachträglich durch das LRA genehmigt) eine Streuobstwiese vernichtet.
  • In das Biotop Behlaer Weiher wurde über Jahre hinweg Mischwasser eingeleitet. Um nichts wiederherstellen zu müssen, wird gelogen, betrogen und es werden alle verfügbaren Beziehungen ausgespielt.
  • Auf Wunsch eines bestimmten Landwirtes seine Neupachtung ohne Hecke zu bekommen, wird auf der Längewiese illegal ein geschütztes Heckenbiotop gerodet.
  • Für das Gewerbegebiet Ziegeleschle und einen CDU Wahlkampfhelfer wird ebenso vorsorglich wieder illegal eine Streuobswiese ausgerissen. Auch hier werden wieder alle verfügbaren Kontakte und Beziehungen ausgespielt.

Naturschutz ist in Hüfingen, wenn Ökopunkte generiert werden, um den gesetzlichen Vorgaben zu genügen.

Neben dem Naturschutz spielen auch die Jugendlichen in Hüfingen keine Rolle mehr. So wird gerade mal getan, was vom Staat gegenfinanziert wird. Der Stadtjugendpfleger wurde in die Nachbarstadt weggemobbt. Offene Jugendarbeit und seine Beliebtheit war den herrschenden Männern ein Dorn im Auge. Gerade nach der schlimmen “Coronazeit” wird diese fehlende Sozialisation vieler Jugendlichen der gesamten Stadt noch ordentlich auf die Füsse fallen.
Wie kann eine Stadt von der Größe Hüfingens auf ein funktionierendes Jugendhaus verzichten? Und nein, Vereine und Ehrenamtliche können und werden dieses Defizit nicht auffangen können.

Wofür aber Geld da ist, neben der Versiegelung und Zerstörung unserer Natur, ist ein sogenannter Bürgerdialog, Consulter, Anwälte, Berater, Architekten und natürlich Dienstwägen. Zum Ausverkauf des Hüfinger Stromnetzes sage ich gar nichts.
Aber zum vermeintlichen Luxusgut Sauna: Die einzigen Luxusgüter die Hüfingen sich leistet, sind Consulter, Anwälte und Architekten, deren Kosten und Beauftragungen sich dem Gemeinderat und der Öffentlichkeit entziehen. Hierzu wurden nie Zahlen genannt.

Dies war vermutlich das Letzte, was ich als Stadträtin sagen werde und ich hoffe, die Hüfinger Bürgerinnen und Bürger nutzen das Wahljahr 2024, um der unguten Entwicklung nachhaltig entgegen zu wirken.

Vielen Dank an meine Fraktionskollegen für die spannenden Diskussionen und die Unterstützung der letzten Jahre!

Haushaltsrede 2024 der SPD-Fraktion

21. Dezember 2023 SPD Fraktionsvorsitzende Kerstin Skodell

Sehr geehrter Herr Bürgermeister Michael Kollmeier
Sehr geehrte Herren Amtsleiter
Liebe Kolleginnen und Kollegen,

Hüfingen hat Potential – das müssen wir nutzen

In Zeiten, in denen die globale Situation maßgeblichen Einfluss auf unsere lokale Entwicklung nimmt, stehen wir vor einer Vielzahl von Herausforderungen. Unsicherheiten auf nationaler und internationaler Ebene beeinflussen unmittelbar die Finanzentwicklung unsere Stadt. Angesichts dieser Dynamik ist es von entscheidender Bedeutung, die Potenziale unserer Stadt zu erkennen und zu nutzen, um stabile Zukunftsperspektiven zu schaffen.

Hüfingen glänzt seit Jahrzehnten mit zahlreichen Potenzialen – sei es finanziell, im Energiesektor oder durch eine leistungsfähige Infrastruktur. Die Gemeinde wird von engagierten Bürgern und Bürgerinnen getragen, die ein starkes Interesse an der Entwicklung ihrer Stadt zeigen. Gemeinderäte*innen stehen bereit, um aktiv an der Gestaltung mitzuwirken. Jedoch scheint in den letzten Jahren der Schlüsselakteur zu fehlen. Wir sehen in den letzten sieben Jahren diese Potenziale zu wenig genutzt. 

Bei den freiwilligen Aufgaben wird die Stellschraube unserer Meinung bezüglich von Sparmaßnahmen in die falsche Richtung gedreht. Eine Stadt wie Hüfingen, mit finanziellem Potential, muss es sich leisten können auch defizitäre Bereiche zu unterhalten, damit die Attraktivität Hüfingens nicht sukzessive verloren geht. 

Zum Haushalt

Im Kreisrat haben wir am Montag mehrheitlich beschlossen, die Kreisumlage nicht um 1 Punkt zu erhöhen. Somit hat sich das Gesamtergebnis nochmals positiv verändert.

Mit einem Gesamtergebnis im Haushalt von 268 T€, sieht es somit im Haushaltplan noch erträglich aus.  Allerdings stellen wir einen ständigen Rückgang unserer Rücklagen fest. Wir müssen die netto Abschreibungen von 2,4 Mio. Euro erwirtschaften. Deswegen müssen die leicht gesunkenen Steuereinnahmen, insbesondere der Gewerbesteuer und vor allem die steigenden Personalkosten besonders im Auge behalten werden.

Beginnen wir mit den Personalaufwendungen:

Vertrauen zeigen und bestärken, den Mitarbeitern Raum geben, um die Arbeiten eigenverantwortlich zu gestalten und fertigzustellen. Das funktioniert nur, wenn der Kopf klare Rahmenbedingungen schafft. Gerade in Zeiten der Personalknappheit ist dieser Aspekt oft wertvoller als das Gehalt.

Eine Überprüfung der Personalstellen in der Kämmerei und im Hauptamt, sollte neutral von Fachleuten durchgeführt werden. Insbesondere auch die geplante Pressestelle ist in Frage zu stellen. Hier stellen wir uns die Frage: Ist eine Pressestelle bei einem, in Vollzeit beschäftigten Hauptamtsleiter, in einer Stadt wie Hüfingen mit knapp 8000 Einwohner notwendig? Welche konkreten Aufgaben werden von dieser Stelle erwartet? Und: warum bearbeitet nicht der Bürgermeister Kommunikation nach außen?

Dieselbe Frage stellen wir uns bei den zusätzlichen Stellen in der Kämmerei: Stellvertretung des Kämmerers 100 % . Wer hat diese Aufgaben bisher ausgeführt? Warum ist diese Stelle plötzlich so notwendig? Welche zusätzlichen Aufgaben sind hinzugekommen? 

Unsere Fraktion hat schon im Zuge des HH-Plan 23 einen Antrag auf eine neutrale Bewertung der Stelle mit den einzelnen Aufgabenfeldern und deren Verteilung auf die Mitarbeiter*innen in der Kämmerei, gestellt. Diese haben wir bisher nicht erhalten.

Herr Bürgermeister, haben Sie die Stellenwünsche, als Chef der Verwaltung, mal hinterfragt oder objektiv und neutral berechnen lassen? Etwa von der Gemeindeprüfungsanstalt? 
Das Hauptamt ist erst seit kurzem neu besetzt und soll schon mit einer zusätzlichen, noch nie vorhandenen Stelle in Hüfingen erweitert werden. In welchem Betrieb bekommt ein recht neuer Mitarbeiter gleich eine zusätzliche Stelle? 

Wir sehen bei dem Zahlungsmittelüberschuss von 2,4 Mio. Euro und ein Investitionsvolumen von 7,5 Mio. Euro, allerdings im Bauamt eine dringendere Notwendigkeit für zusätzliches Personal.

Die SPD-Fraktion stellt den Antrag eine Stellenbewertung aller Ämter über die Gemeindeprüfungsanstalt erarbeiten zu lassen, damit der Gemeinderat eine neutrale Entscheidungsgrundlage für weitere oder neue Personalstellen hat.

Zu den Investitionen:

Die Investitionen für den Umbau des Bauhofes sind unseres Erachtens auch im Bereich der Personalgewinnung zu sehen. Gute Arbeitsbedingen und ein angenehmes Arbeitsumfeld haben unsere Bauhofmitarbeiterinnen und Mitarbeiter schon längst verdient.
Ob es der richtige Weg ist, wie von der Verwaltung vorgeschlagen, die Investitionen für unsere Stadt herunterzufahren sehen wir fraglich. 
Wir wissen alle, dass dieses Investitionsvolumen im Jahr 2024 nicht zu schaffen ist. Ein aufgeblasener HH mit Investitionen, die nicht vollzogen werden können, hinterlässt am Ende die Liquidität in ein schlechtes Licht rücken. Oder ist da wie so Vieles ihrem bereits angelaufenen Wahlkampf zuzuschreiben.

In der Zukunft werden wir uns neuen Herausforderungen stellen müssen. Aktuell haben eine kleine Rezession, die sich spätestens in 2 Jahren haushaltstechnisch zeigen wird. Das wird den Gemeinderat vor neue Entscheidungen stellen. Jetzt schon in Schockstarre zu verharren und nicht zu investieren, sehen wir nicht für richtig an. Wir sollten uns müssen, wie bereits gesagt, unsere Potentiale nutzen.

Herr Bürgermeister, sie haben im Vorbericht zu den Investitionen, Punkt 3 ganze zwei Sätze für unsere Kindertagesstätten übrig.
Hier kann man ihre Prioritäten ablesen. Kinder haben für sie wenig Potential.
Wir sehen das anders: Kinder sind unsere Zukunft! Hinter den Kindern stehen Eltern, die arbeiten und Steuern zahlen, die Wachstum für Hüfingen garantieren, mit dem auch eine Kommune wie Hüfingen haushalten darf. 

Der Kita Umbau in Mundelfingen war und ist unbedingt notwendig und schafft weitere Plätze. Die räumlichen Bedingungen und die sanitären Anlagen waren für einen Kitaablauf grenzwertig. Dazu stehen wir ohne Wenn und Aber!

Die Entscheidung im Gemeinderat für den Naturkindergarten „Wiesenkinder“ sehen wir als eine Zeitenwende in Hüfingen im Bereich des Kita Angebot. Danke an die unermüdliche Arbeit und die Kraft der initiativen Eltern, sich nicht von der anfänglichen Gegenwehr der Verwaltungsspitze von ihrem Vorhaben abbringen zu lassen.

Die schon vorher umstrittene Kita Ziegeleschle, ist im gesamten Gemeinderat durch die überteuerten Baukosten von 6,2 Mio. auf Gegenwehr gestoßen. 
Eine Lösung für dringend benötigte Kitaplätze in der Kernstadt und eine Verbesserung der Personalräume in der Kita St. Verena, hat für die SPD Fraktion weiterhin höchste Priorität und hätte schon längst gelöst sein können.

Diese Situation haben allein sie, Herr Bürgermeister, zu verantworten. Denn:

  1. Die über Monate verzögerte Abstimmung zur Saunaschließung ja-nein, führte zu unnötigen Diskussionen und hemmte die Entwicklung in der Suche eines neues Kita-Standortes.
  2. Nach dem überteuerten Bauvorhabenstopp Kita Ziegeleschle, hätten wir eine Sondersitzung erwartet, ausschließlich zu diesem Thema.
  3. Der Gemeinderat hatte keine Gestaltungsmöglichkeiten, es gab nur ihren Verwaltungsvorschlag- Kita in der Sauna. Auf Kosten der Kinder wollten sie von hinten durch die Brust die Sauna schließen. Einer Kita in diesen Räumen hätten wir auch nicht zugestimmt, wenn die Saunaabstimmung anders ausgefallen wäre.  

Solche Vorhaben können nur mit und nicht gegen den Gemeinderat umgesetzt werden. Mit dem Kopf durch die Wand funktioniert mit einem aktiven und gestaltungsfreudigen Gemeinderat nicht. Wir fordern in diesem Zusammenhang eine Kostenaufstellung der Bauvorentwürfe, Berechnungen usw.  dieses Alleinganges „Kita in der Sauna“ offenzulegen. 

Nun heißt es nach vorne schauen und gemeinsam eine schnellstmögliche Lösung erarbeiten. Wir sind für die Sitzung im Januar gut vorbereitet und werden gerne zu einer guten Lösung beitragen. Eine feste Containerlösung, an einem geeigneten Standort favorisieren wir als SPD-Fraktion. Geeignete Standorte gibt es.

Im Bereich der Schulen stehen im Jahr 2024 keine großen Investitionen an. Zu den Spielgeräten auf dem Schulhof der Schellenberger Schule in Mundelfingen, stellen wir einen Antrag auf Sperrvermerk:

„Die Haushaltsmittel dürfen erst bewirtschaftet werden, wenn die Planung mit den Nutzern, Ortschaftsrat und Gemeinderat abgestimmt ist. Die Vergabe erfolgt im Gemeinderat.

Zur Energie

Die Energiewende wird in Hüfingen seit Jahrzehnten schon sehr  erst genommen und umgesetzt. Stetige Weiterentwicklung und Investitionen verlangen den Kommunen viel ab. Nicht nur finanziell, sondern auch vorausschauende und innovative Umsetzung von regenerativen Energiequellen. Wir sind mit der Erweiterung einer zusätzlichen Hackschnitzelheizung auf einem guten Weg, sollten aber nicht nur in eine Richtung investieren, sondern die Ressourcen zur regenerativen Energiegewinnung weit streuen. Die SPD-Fraktion unterstützt die Investitionen in diesem Bereich vollumfänglich.

In diesem Zuge seien auch die Investitionen der Neubaugebiete in den Ortsteilen genannt. Diese Projekte sind mindestens zwei Jahre zu spät angegangen worden. Herr Bürgermeister, sie hätten gut daran getan, den Forderungen des Gemeinderates und den Ortsverwaltungen früher nachzukommen. Die Zeit des Baubooms ist nun erstmal vorbei. Diese Investitionen muss die Stadt Hüfingen nun lange vor sich her tragen. Wir bezweifeln die Vorlage im HH-Plan, dass in den Ortsteilen 3-4 Bauplätze in 2024 verkauft werden.

Zukunftsentwicklung  

Nachdem sich wieder Türen beim Grundstück Friedenstraße öffnen, fordern wir das Thema Mehrgenerationenhaus mit Wohnungen einer Tagespflege für unsere Seniorinnen und Senioren und evtl. einer integrierten Kita für unsere Kleinsten im Bereich der Friedenstraße, auf Basis einer Machbarkeitsstudie, schnellstmöglich im Gemeinderat zu debattieren.

Die Erstellung des Haushaltsplans obliegt Ihnen Herr Bürgermeister, sowie dem Kämmerer und ist zeitaufwendig. Herzlichen Dank Herr Binninger, Ich möchte mich persönlich bei ihnen bedanken für ihre hilfreiche Unterstützung bei den vielen Anfragen meinerseits im vergangenen Jahr.
Das Hauptamt ist mit ihnen Herr Lafera auf neuen Wegen, wir sind gespannt auf die Veränderungen und wir hoffen auf Effektivität und nicht auf mehr Personal.
Herr Bauamtsleiter Mayer, auch ihnen danke für ihren umtriebigen Einsatz und die Unterstützung bei allen Fragen bezüglich der vielseitigen Bauprojekte.
Weiter gilt unser Dank allen unseren Stadtbediensteten, die täglich ihr Bestes geben.

Wir stimmen dem Haushalt 2024 unter Berücksichtigung der geforderten Anträge zu.

Ihnen, liebe Kolleginnen und Kollegen im Gemeinderat danke ich im Namen der SPD-Fraktion für die gute Zusammenarbeit und wünschen allen Fraktionen für die Kommunalwahl 2024 viele gute motivierte Kandidatinnen und Kandidaten, damit wir gemeinsam Hüfingen künftig in lebendigen und hoffentlich fairen Gemeinderatsitzungen für ihre Bürgerinnen und Bürger gestalten können.

Kindergarten nicht in der Sauna!

Ich werde heute Abend für alle die nicht dabei sein können über das TOP Ö6 „EU-weites offenes Verfahren zur Vergabe der Planungsleistungen für die Kindertagesstätte an der Lucian-Reich-Schule“ hier live berichten. Unten ist der link zu den Unterlagen.

20:33 Uhr
Zu Anfang der Sitzung stellte die SPD einen Antrag über die Schließung der Sauna abzustimmen bevor TOP6 behandelt wird. Der Antrag wurde einstimmig angenommen, der Bm hat nicht mit abgestimmt.

Bei TOP6 wollte der Bm den GR-Beschuss übergehen und wurde von Kerstin Skodell gestoppt. Als der Bm nicht hören wollte, hat der CDU Fraktionssprecher interveniert. Der Bm hat dann eine Diskussion über den Weiterbetrieb der Sauna zugelassen. Momentan war Aussprache der Gemeinderäte und jetzt redet seit 10 Minuten der Bm über Kinder, Energiewende und junge Eltern.

20:50 Abstimmung
Soll die Sauna weiter betrieben werden? 13 Ja und 5 Nein.

Der Bm will danach das TOP 6 weiter nicht besprechen und ist beleidigt.

Containerlösung soll dann im Januar besprochen werden. Sauna ist vom Tisch. Fortsetzung folgt

Hier mein Update vom 11. Dezember 2023

Der Wahnsinn geht Donnerstag in eine neue Runde!

Im Hüfingener GR wird seit 2016 über Kindergärten diskutiert und jetzt versucht der Bm weiterhin Tatsachen zu schaffen, die in sein enges Weltbild passen. Wie immer versucht er Menschen gegeneinander auszuspielen. Diesmal will er junge Eltern gegen die Saunaliebhaber ausspielen, nachdem es gegen den Naturschutz nicht so richtig funktioniert hat und er nur ein großes Feld der Zerstörung hinterlassen hat.

Nächsten Donnerstag soll der GR über eine Ausschreibung für den Umbau der Sauna zu einem Kindergarten abstimmen. Obwohl die SPD und auch die CDU seit fast einem halben Jahr sagen, dass er zuerst einen GR-Beschluss zum schließen der Sauna brauche. Dies wird fleissig ignoriert und es werden zusammen mit einem wieder von unserem Geld bezahlten Consulter falsche Behauptungen aufgestellt.

Bis Donnerstag kann man sich die Unterlagen hier runter laden:

Ich bin gespannt, ob seine CDU und auch die FDP/FW sich weiterhin zu seinen Spießgesellen machen werden.

Wer keinen Durchblick mehr hat, unten sind meine Updates und hier ein paar links:

Ein kleiner Ausschnitt der Beiträge auf dem Hieronymus zu den Kindergärten:

Peter Albert hatte am 24.07.2020 eine Kitaerweiterung in der Friedensstraße angeregt https://hieronymus-online.de/friedenstrasse1/
Am 7.01.2021 hat Frank Meckes angeregt endlich mal nachzudenken https://hieronymus-online.de/kinderbetreuung-weiter-denken/
Am 22.12.201 hat Frank Meckes nachgelegt https://hieronymus-online.de/kommentar-zur-loesung-des-kitaproblems/
16.12.2022 Michael Steinemann: https://hieronymus-online.de/redebeitrag-zur-bedafsplanung-fuer-kindertageseinrichtungen/
Haushaltsrede der SPD im Dezember 2022: https://hieronymus-online.de/haushaltsrede-2023-der-spd-fraktion/
06.06.2023 Michael Steinemann https://hieronymus-online.de/kinder-kinder-und-nochmals-kinder/

Jeder kann noch mehr finden. Rechts oben: Suche.

Hier mein Update vom 27. Oktober 2023

Gestern Abend wurde der Gemeinderat über das neue Vorhaben des Bürgermeisters informiert. Danke an die Bürgerinnen und Bürger die sich her getraut haben und sich auch wortstark gemeldet haben.

Wie schon angemerkt, gab es keinen Beschluss. Der Versuch der SPD Fraktionssprecherin dies alles zu verschieben, da die Sauna ja noch normal offen ist und ja eigentlich ein Kiga auf dem Ziegeleschle geplant sei, ist an dem Widerstand der CDU/FDP Koalition gescheitert.

Die Geschichte geht jetzt also irgendwie auf Neustart. Hier was unser Fraktionssprecher Peter Albert dazu angemerkt hat:

Peter Albert zum TOP 5 Machbarkeitsstudie Nachnutzung Saunagebäude 26.10.2023

Eigene Überlegungen im Vorfeld zur Sitzung:

Für mich persönlich stellt sich nach wie vor die Frage, warum das Gremium über eine eventuelle Saunaschließung bzw. Umnutzung beraten soll und nicht zuerst um den weiteren Fortgang der fast fertigen Planungen im Ziegeleschle! Auch müsste zuerst über eine eventuelle Schließung der einzigen öffentlichen Sauna in Hüfingen gesprochen werden.

Hier stimmt schlicht und ergreifend nach wie vor die Reihenfolge nicht!

Im Ziegeleschle ist sowohl schon sehr viel Geld in die Architektenplanung als auch für den Energieberater geflossen; von den Wettbewerbsaufwendungen einmal ganz zu schweigen.

Bis heute wartet in Sachen Kostenaufstellung nicht nur unsere Fraktion auf eine Antwort aus der Verwaltung.

Redetext

Unsere Fraktion bedankt sich beim Planungsbüro für die geleistete Arbeit.

Diese Saunaanlage hat sehr hohe Herstellungs- und Erweiterungskosten verursacht. Es wurde sehr viel Geld in die hochwertige Innenausstattung investiert. Diese Investitionskosten würden durch eine Umnutzung unwiederbringlich verloren gehen. So können wir meines Erachtens mit unseren Ressourcen in der heutigen Zeit nicht mehr umgehen. Das ist nicht nachhaltig. Meiner Meinung nach sind zum Beispiel die Öffnungszeiten nicht an die Wünsche und Erfordernisse der potenziellen Kunden angepasst worden.

Wir haben uns alle beim Vor-Ort-Termin vom tadellosen Zustand dieser ansprechenden Anlage überzeugen können. Also ich kann mit einer Schließung „noch nicht“ mitgehen. Hier ist noch lange nicht alles „in Betracht“ gezogen worden.

Nach wie vor halte ich auch die Räumlichkeiten dort für eine Kita ungeeignet. Dort ist viel zu viel Unruhe durch das Hallenbad und die angrenzende Schule. Wie sollen dort die Kleinkinder im Schlafraum zur Ruhe kommen können?

Es gibt in Hüfingen viele Möglichkeiten kostengünstigere Kitas einrichten zu können; was uns unter anderem das Beispiel Hausen vor Wald mit den Wiesenkindern deutlich aufzeigt.

Hier wird seitens der Stadtverwaltung versucht „Alternativlosigkeit“ in dieser Sache zu suggerieren. Entweder Ziegeleschle oder in die Sauna, nach dem Motto „Friss oder stirb“. Mir ist das zu plump.

Übrigens, wie sieht es mit der vielzitierten Abschreibung in Sachen Sauna aus?

Danke für Ihre Aufmerksamkeit.

Peter Albert am 26. Oktober 2023 in der Gemeinderatssitzung

Hier mein Update vom 20. Oktober 2023

Nachdem, wie unten dargestellt, der CDU-Fraktionssprecher die Aktion „wünsch Dir was“ für die katholische Kirche abgebrochen hatte, gibt es einen neuen Akt voll der Überraschungen.

Na ja, für die Gemeinderäte kommt es nicht sehr überraschend, da in den ausgiebigen, nicht öffentlichen Sitzungen (NÖ), darüber schon viel vom Bm sinniert wurde. Dieses heimliche Rumsinnieren wurde dann sehr unsanft von der SPD-Fraktionssprecherin abgebrochen, indem sie forderte eins nach dem anderen zu tun und dies auch noch öffentlich. Dieses Ereignis bescherte uns am 28.09.2023 die vorzeitige Beendigung der nächtlichen Sitzung, da der Bm beleidigt war und zur Freude aller die restlichen Tagesordnungspunkte zurück zog.

So darf sich die profane Bürgerin und der gewöhnliche Bürger nächsten Donnerstag einweihen lassen, welch Beraterfirma, Consulter und Architekt den nächsten Schwank mit Euerm Geld bieten werden.

Die genaue Tagesordnung gibt es übrigens in einem sehr kurzen Zeitfenster (bis kurz vor der GR Sitzung) hier: http://ris.huefingen.de/buergerinfo/info.php und ganz grob und kryptisch im Hüfinger Bote.

Ich werde versuchen für Euch die Rede hierzu von der SPD-Fraktionssprecherin zu bekommen und hier zu veröffentlichen. Am besten aber ihr kommt Donnerstag selber. Vielleicht will mir dann auch jemand einen offenen Brief schreiben?

Hier mein Update vom 11. Mai 2023

In der Gemeinderatssitzung am 24.03.2022 hatte der Hüfinger Gemeinderat beschlossen, der katholischen Kirche die Hoheit über den neuen Aufbewahrungshort im Gewerbegebiet zu geben. Der Bm hatte wörtlich gesagt: „Auch wenn Kosten dazu kommen dann trägt man die.“

Inzwischen haben die Männer einen speziellen Ausschuss gebildet (bei dem die einzige Frau, die eine Ahnung hat, ausgeschlossen wurde, obwohl sie sogar eine CDU Dame ist) und der Herr Architekt wurde an in die Kirche zitiert, deren Wünsche entgegen zu nehmen. – Sogenannte „Gespräche zu Optimierung mit der Caritas“ (Zitat Architekt).

Bei der letzten Gemeinderatssitzung am 27.04.2023 hat der Bm dann Kosten von 6,3 Mio Euro für den katholischen Aufbewahrungshort angesetzt. Dies übersteigt nun sogar die von Michael Steinemann vor einem halben Jahr prophezeiten 6 Mio. EUR.

Der CDU Fraktionssprecher hat dann doch die Notbremse gezogen, da ja schon Wahlkampf ist und er die Millionen aus der Stadtkasse für die Kirche nicht mehr bei den Bürgern rechtfertigen kann.

Der Bm hat daraufhin seinen Antrag zurück gezogen.

Wir können gespannt sein, wie es weiter geht!

Hier mein Beitrag vom 24.03.2022

Da in Hüfingen die Kapazitäten für Kindergartenkinder nach den ganzen Schließungen auf den Ortschaften nicht mehr reichen, hat der Bm mit seinem Stadtrat beschlossen im neuen Gewerbegebiet im Ziegeleschle einen neuen Kindergarten für mindestens 1,5 Millionen Euro zu bauen.

Laut Bm sei dies „unerlässlich da viele Dinge berücksichtigt werden müssen, die sonst nicht berücksichtigt werden.“ Dagegen stimmten ausser uns nur die Fraktionssprecherin der SPD.

Vorsorglich wie sie sind, und damit die Kleinen nicht etwa auf Bäume starren müssen, wurde die Streuobstwiese daneben ganz zufällig illegal entfernt. Etwa ein Natur- oder Bauernhofkindergarten wie ihn fast alle Nachbargemeinden jetzt haben, ist den Männern bei ihrem Feldzug gegen unsere Natur natürlich viel zu suspekt, um überhaupt in Erwägung gezogen zu werden. Statt dessen behauptet man lieber mal, dass nur die Kirche als Träger in Frage käme. Bei freien Kindergärten, nun ja, wären es halt freie Träger…

Na ja, vielleicht brauchen ja die Kolping Männer auch gefügigen Nachwuchs? Irgendeine muss ihnen ja das Bier servieren und den Kuchen backen.

Heute, am 24. März 2022, meint dazu der Hauptamtsleiter:

Ein großes Problem bei einer Neueinrichtung einer Kindertageseinrichtung in eigener Trägerschaft wird beim derzeitigen Personalengpass im Erzieher/Erzieherinnen-Bereich gesehen. Teilweise suchen Kommunen aber auch kirchliche Träger händeringend nach weiterem Personal.

Da es angeblich nur die katholische Kirche als Träger gäbe, wegen des Händeringens, ist heute der Hüfinger Stadtrat mal wieder dem Bm und der katholischen Kirche brav gefolgt. Der vom Steuerzahler finanzierte Kindergarten wird schon im Vorfeld der Macht des katholische Patriarchats übergeben. Dies wurde mit den Stimmen der CDU, FDP und auch SPD befürwortet. Es gab nur vier Stimmen dagegen. Zwei von der SPD haben sich enthalten einer dagegen gestimmt.

Familien mit anderen Glaubensrichtungen oder Familien die in der Erziehung nicht einer patriarchalen Doktrin folgen möchten, müssen halt auf Privatinitiative ausweichen.

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