Fünf Sätze die der Südkurier nie sagen würde

1. Im Hüfinger Gemeinderat gab es Widerspruch.

Egal ob Lidl-Erweiterung, Baugebiete oder Haushaltsverabschiedung wird eine Einigkeit vorgegaukelt. Mag sein, weil der CDU und ihrem Bm Widerspruch per se nicht passt, oder auch weil man dann unsere Argumente darlegen oder sogar widerlegen müsste, was man allem Anschein nach nicht kann.

2. Wegen Verstoß gegen Ziffer 2 (journalistischer Sorgfalt) haben wir eine Mißbilligung vom Presserat bekommen.

Die schwarzen Listen vom Südkurier werden geheim gehalten, Leserbriefe zensiert und Journalismus spielt absolut keine Rolle; dafür streut man bunte Blümchen um korrupte Machenschaften.

Der Beschwerdeausschuss hält den Verstoß gegen die Ziffer 2 des Pressekodex für so schwerwiegend, dass er gemäß § 12 Beschwerdeordnung die Maßnahme der Missbilligung wählt. Nach § 15 Beschwerdeordnung besteht zwar keine Pflicht, Missbilligungen in den betroffenen Publikationsorganen abzudrucken. Als Ausdruck fairer Berichterstattung empfiehlt der Beschwerdeausschuss jedoch eine solche redaktionelle Entscheidung.

aus dem Brief vom Presserat

3. Die Einleitung von Mischwasser in ein Biotop ist eine Straftat.

Die jahrzehntelange Einleitung von Mischwasser in ein Biotop und dessen Zerstörung war eine Straftat und der Südkurier bringt statt dessen Bilder einiger Mitglieder unseres Patriarchats mit seinem ersten Auto in einer hübschen Männerserie.

4. Die illegale Rodung einer Streuobstwiese könnte sich wegen Grundstücksgeschäften hoch bezahlt machen.

Wenn jemand zufällig illegal eine Streuobstwiese rodet wird dies vom Südkurier ebenso ignoriert, wie der darauf folgende Bußgeldbescheid und dass dies eine Ordnungswidrigkeit war. Dies mag zum einen daran liegen, dass dies der Bm und seine CDU nicht möchten, aber auch daran, dass man dann eventuell die Hintergründe recherchieren müsste. Also warum die Streuobstwiese genau an dieser Stelle im Weg war und wem. Und apropos Weg: Warum ein alter Weg nicht benutzt werden kann für einen neu zu errichtenden katholischen Aufbewahrungshort für Kinder im Industriegebiet?

5. Der Hüfinger Gemeinderat hat beschlossen, eine Wahlkampftour über die Ortschaften aus der Stadtkasse zu finanzieren und Bürgerdialog zu nennen.

Dann war da die Gemeinderatssitzung am 20. Oktober 2022 in dem die CDU, FDP/FW/UWV Fraktionen bestimmt hatten, dass die Firma translake GmbH 30.000 Euro aus dem Hüfinger Haushalt bekommt für einen sogenannten “Zukunftsdialog” der jetzt im September zum Wahlkampfauftakt stattfinden soll.

Da der Bm bestimmt hatte, dass dies ein “Zukunftsdialog on Tour” über die Ortschaften werden soll, liegt die Vermutung nahe, dass unsere Ortschaften hiermit zurück gekauft werden sollen. Und dies auch noch mit dem eigenen Geld, wie geschickt für die Parteikassen!

Fünf Sätze?

Oh weh, mir fallen natürlich noch jede Menge mehr Sätze ein, aber ich wollte ja hier unsere Hofberichterstatter spiegeln und nicht ewig lange Listen erstellen. Aber so rein zur Unterhaltung sei auf einen kürzlich zensierten Leserbrief verwiesen, der es doch gewagt hatte am Alkoholkonsum und der Fahrlässigkeit im Umgang mit Sicherheitsregeln „rumzunörgeln“.

„Deutschlandtempo“

Mitten in die einzigartige Kulturlandschaft auf Rügen soll jetzt ein LNG-Terminal gebaut werden. Es wäre vielleicht ganz sinnvoll gewesen, sich mit dem Erbgut dieser Insel zu befassen, bevor man sie der Industrialisierung opfert. (Renate Meinhof: „Ein Rohr durchs Paradies“, Süddeutsche Zeitung v. 21. Juli 2023)

Nein, die Autorin ist nicht etwa verwandt mit der Terroristin Ulrike M., und sie gilt wohl auch nicht als sonderlich subversiv; doch um heutzutage über die Folgen der Energiewende eine so bittere Bilanz in einer ganzseitigen Reportage auf Seite Drei einer Tageszeitung zu verbreiten, muss sie als Journalistin wohl viel Renommee haben in der Redaktion – und sich als gebürtige Insulanerin auch besonders betroffen fühlen. Was sie über den bereits beschlossenen LNG-Terminal auf Rügen recherchiert hat, ist wahrhaft erschütternd:  

Caspar David Friedrichs bekanntestes Motiv


Der energiepolitische „Sachzwang“ schmerzt heftig, mit dem die Opferung einer einzigartigen Vorzeigelandschaft für Kultur, Natur und Tourismus begründet wird. Befinden wir uns hier doch in Caspar David Friedrichs „Wohnzimmer“, am Rande des Jasmund Nationalparks mit seiner Stubbenkammer (deren Buchenwald  UNESCO-Weltnaturerbe ist!) sowie auf der Strandpromenade des noblen Kur- und Badeorts Binz. Kurzum: es handelt sich um ein gegen alle Widerstände der Einheimischen bis hin zur Ministerpräsidentin kurz vor der Sommerpause vom Bundestag noch durchgewunkenes Großprojekt, das vom Bundeskanzler zur Chefsache erklärt worden ist. Ein neues „Deutschlandtempo“ gelte es dabei einzuhalten, ein Bautempo, wie es von den Machern der vom Lieferstopp russischen Erdgases und vom Klimawandel erzwungenen Transformation bislang sonst allenthalben vergebens angestrebt wird – trotz aller Beschleunigungsvorsätze der Behörden.

Der SZ-Bericht schließt mit den Worten eines ganz und gar desillusionierten Hans Dieter Knapp, seines Zeichens langjähriger Leiter der Außenstelle des Bundesamts für Naturschutz mit Sitz auf der kleinen Nachbarinsel Rügens, der „Malerinsel“ Vilm, wo sich seit Deutschlands Wiedervereinigung jahraus jahrein professionelle und ehrenamtliche Naturschützer ihr Stelldichein geben, um kluge Ideen auszutauschen: „Der Irrsinn nimmt scheinbar seinen Lauf.“

Carl Gustav Carus: Eichen auf der Malerinsel Vilm


Dabei ist das Rügener LNG-Projekt zwar sicherlich ein besonders krasses Beispiel. Und doch droht es, symptomatisch zu werden auch für andere „beschleunigte“ Ausbauvorhaben in unserer an noch halbwegs intakten Wohlfühllandschaften schon so armen Republik – man denke an die Überstellung von Wald und Flur mit monströsesten Windenergieanlagen, mit Solarfeldern und Leitungstrassen. Der Landschaftsschutz, für den schon vor 150 Jahren Verschönerungsvereine, sodann die Naturschutzverbände auf die Barrikaden gestiegen sind (und der mittlerweile sogar im Grundgesetzartikel 21 a verankert ist) scheint endgültig auf die Verliererstraße zu geraten. Und wer sich noch immer gegen die Inanspruchnahme der letzten leidlich ungestörten, reizvollen Landschaften zu wehren wagt, wird prompt als AfD-Sympathisant verdächtigt.

Von Carl Gustav Carus (1789 – 1869), dem Arzt und Malerfreund von Caspar David Friedrich, ist über seine künstlerisch so produktiven Rügen-Aufenthalte das zeitlose Bekenntnis überliefert „…ich habe kaum jemals wieder dies Gefühl so reinen, schönen und einsamen Naturerlebnisses gehabt…“. Soll hier nicht auch Johannes Brahms vom Natur- und Landschaftserlebnis mächtig inspiriert worden sein? Doch egal, auch wenn sich auf dem Königsstuhl heute Touristenherden drängeln, angesichts des Terminals und der mit Flüssiggas beladenen Tankschiffe vor den Kreidefelsen und vor dem Binzer Strand wird man die Landschaft künftig anders, jedenfalls weit weniger einzigartig akzeptieren müssen. 

Es sei denn, die Klage vor dem Bundesverwaltungsgericht, die vom Ostseebad aus Sorge um die Zukunft von Tourismus und Umwelt angestrengt wird, hätte schließlich doch noch Erfolg. Oder sollte gar die Strafanzeige gegen die Betreiberfirma „wegen des Verdachts der gewerbsmäßigen Geldwäsche“ womöglich noch die Wende bringen? Tempo ist allemal angesagt. 

Königsstuhl mit Stubbenkammer

Kleine Baaremer Botanik

Es gibt ein altes Verzeichnis der Badischen Volksnamen von Pflanzen aus den Jahren 1913 – 1933 von Walther Zimmermann. Da kam mir die Idee ein Verzeichnis der Namen unserer Pflanzen, die es im frühen 20. Jahrhundert hier gab, zu erstellen. Also nicht die Sorten, über alte Sorten gibt es anderswo genug. Es geht hier rein um die Bezeichnungen von Pflanzen in der regionalen Mundart, also auf Alemannisch.

Die Liste ist noch lange nicht fertig da es sich hier um etwa 100 Seiten aus vier Hefen handelt.

Im Februar 2025 hatte ich Probleme mit Wikipedia Fotos von wegen Lizenzen. Da ich nicht weiß ob auf einem Foto eine Lizenz war, die ich nicht beachtet hatte und auch nicht mehr wusste welche Fotos von mir waren, hatte ich hier alle Bilder gelöscht.
Nach- und nach kommen eigene Fotos von der Baar dazu.

Diptam

Diptam
Und da stehen wir vor einer Pflanze, zu der schon viele Kenner gepilgert sind und bei der sie in andächtigem Staunen verharrt haben. Es ist der Diptam (Dictamnus albus). Tief wurzelt er in dem steinigen Grund unter den hohen Buchen, selbst ein kleines Bäumchen. Wie ein kräftiger Eschenjährling sieht er aus und erreicht eine Höhe von 1 m. Würziger Duft entströmt den großen, rosaroten, dunkel geäderten Blumenblättern.

Blumenreiche Baar von Karl Wacker, Donaueschingen. Badische Heimat. Die Baar. Jahrgang 1938

Diptam bei Tuttlingen

Der Diptam ist heute auf der Baar ausgerottet und bei den Jungen schon vergessen. Deshalb lasst uns hier mindesten die alten Namen bewahren!

So schrieb Prof. Dr. Günther Reichelt 1990 in seinem Buch über die Baar:

Runde 300 verschiedene Pflanzenarten könnten wir bei sorgfältiger Nachsuche in den Fluren des Schwarzwaldes finden. Dass sie die Voraussetzung bieten für mindestens 1500 Tierarten, sollte mitbedacht werden. Dazu gehören rund 170 verschiedene Arten allein von Wildbienen und Hummeln, die in der Höhenstufe über 500 m bislang gefunden wurden, ferner zahlreiche Heuschrecken- und Zikadenarten, Käfer, Schmetterlinge und Vögel vom Wiesenpieper über die Gebirgsstelze bis zum Braunkehlchen. Sie alle verschwinden mit zunehmender Düngung und Intensivierung der Landwirtschaft.

Badische Volksnamen

Walter Zimmermann wollte Anfand des 20. Jahrhunderts ein Lexikon der Badischen Volksamen für Pflanzen veröffentlichen und stieß, ebenso wie ich heute, auf taube Ohren. So schreibt er 1913 frustriert:
Einem einzelnen ist es unmöglich, in allen Gauen zu sammeln. Es bedarf da, der Unterstützung von vielen Seiten. Meine Bitte in den „Monatsblättern des Badischen Schwarzwaldvereins“ blieb vergeblich. So muss ich sie hier wiederholen. Vielleicht finde ich im Kreise unseres Vereins Unterstützung bei dem mühsamen Sammeln, das für Baden leider sehr spät beginnt.

Badische Volksnamen von Pflanzen

nach Walther Zimmermann

Stollhäfele

Beim Hammeltal

Akelei, Stollhäfele.

Aquilegia vulgaris,

Delphinium consolida, Rittersporn, Ritterspore, Ritterspeerli, Heilandschühle, Hergottschühli.

Geisebolle

Schofglocke bei Blumberg

Großes Windröschen, Gügüke, Schofglocke, Geisebolle, Storchenblume.

Anemone silvestris

Märzenblume

Buschwindröschen bei Blumberg

Buschwindröschen, Schlodderblume, Märzenblume, Blätzerblume (beim Reiben auf der Haut entsteht ein entzündliche Stelle), Kuckucksblume, Hasenblume, Geisenbiürnie, Geisetrappe.

Anemone nemorosa

Kuhschelle

Pulsatilla vulgaris, Küchenschelle, Kuhschelle, frühe Zeitlosen, fräji Zitlose, Lenzeglöckli, Kuckucksblume.

Küchenschellen bei der Siere

Equisetinae, Schachtelhalme, Katzenwedel, Katzenschwanz; Farewadel (= Farrenwedel; Hüsingen i. W.); Zinnkraut; Gutterebutzer (=Flaschenputzer; Säckingen).

Weisstanne

Abies alba, Wiissholz (Löffingen), die Zapfen heissen in Neukirch (Hegau) „Busel“ ; das Harz wurde als „Bielharz“ (Schönberg) in der Apotheke gefordert; junge Tannen „Hitlen“ (Rastatt).

Hepatica triloba, Leberblümchen, Märzeblümli, Guggauchele.

Juniperus communis, grosser oder gemeiner Wacholder, Reckholder, Dreckholder (Bernau, Hotzenwald), Machandelbaum, Wacholderbaum, Kranewittbaum, Reckholder, Weihrauchbaum, Feuerbaum.

Clematis vitalba, Waldrebe, Lähne, Lierreben, Madleneseiler.

Ranunculus-, Hahnenfußarten o. U., Butterblume, Haofuss.

Ranunculus ficaria, Ficaria verna, Scharbockskraut, Feigwurz, Butterblümel.

Ranunculus aconitifolius, Eisenhutblättrige Hahnenfuß, Sturmhutblättriger Hahnenfuß, Eisenhut-Hahnenfuß, Gebirgs-Hahnenfuß, Wasserstrüss, weißer Hah’fuß, Fidisser Yach, (Hegi, Flora v. Mitteleuropa: Fiderst).

Ranunculus repens, Kriechende Hahnenfuß, Geisbocksbart.

Ranunculus fluitans, Flutender Hahnenfuß, Flutende Wasserhahnenfuß, Bachkrut, Schlamm (bei Burte „Der Pflasterstein“, Ekkhart-Kalender 1923, S. 81).

Paeonia, Pfingstrosenarten, Gichterrose, Hergottsrose (Hüfingen, Fronleichnamsteppich), Bibilirose.

Calycanthus floridus, wohlriechender Gewürzstrauch, Echter Gewürzstrauch, Nelkenpfeffer, Specereistrauch, Schmeckäpfele, Kalikander (Busse, Schlafendes Feuer, S. 274).


Papaver rhoeas, Klatschmohn, Mohnblume, Klatschros, Mämmele, Bettseicher, Bettscheißer.

Trollius europaeus, Trollblume, Butterrosen, Schlossrollen (Hüfingen, Fronleichnamsteppich).

Dicentra spectabilis, Lamprocapnos spectabilis, Tränendes Herz, Schöner Doppelsporn, Flammendes Herz, Frauen- Herzle, Jungfrauenherzle, Marienherzle, gebrochene Herzen, Herzle.


Corydalis cava, hohler Lerchensporn, Hohlknolliger Lerchensporn, Sügerli.


Berberis vulgaris, Berberitze, Sauerdorn, Essigbeere, Kreuzdorn.

Raphanus raphanistrum, Acker-Rettich, Hederich, Häderi, Hädri.

Nasturtium officinale, Brunnenkresse, Wasserkresse, Muhrkresse.

Cardamine pratensis, Wiesenschaumkraut, Kukkucksblume, Storchenblume.


Lunaria biennis, Lunaria annua, Gartensilberblatt, Judassilberling, Judaspfennig, Silbertaler, Silberblättle, Gartenmondviole, Papstmünze, Papstbrille, blaui Dotzed.

Arabis albida, Arabis caucasica, Arabis alpina, Kaukasische Gänsekresse, Zierkresse, Bettbrinserli.


Cheiranthus cheiri, Erysimum cheiri, Goldlack, Goldlacke, „Ich sehn mich nach dir“, Galnäjele, Maiennägele.

Hesperis matronalis, Nachtviole, Frauenviole, Josefsblume, (der Namensbestandteil „Nacht-“ rührt daher, dass die Blüten abends am intensivsten duften)

Matthioloa annua, Matthiola incana, Levkoje, Levkoie, Glafoie.

Sedum purpureum, Sedum telephium, Hylotelephium telephium, Große Fetthenne, Großes Fettblatt, Johanniskrut.


Saxifraga decipiens, Saxifraga rosacea, Rasensteinbrech


Saxifraga granulata, Körnersteinbrech, Weißer Steinbrech.

Bergenia crassifolia, Dickblatt-Bergenie, Pestilenzblätter (gegen entzündliche Schwellungen).


Ribes grossularia, Stachelbeere, Gruselbeere, Schwitzerkuttle, Wunderfürzli, Wunderförzli.

Ribes nigrum, Schwarze Johannisbeere, Rosstrauwe, Schwarze Ribisel, Cassis.

Deutzia gracilis, schlanke Deutzie, Zierliche Deutzie, Maiblumenstrauch, Gartenmaiblume.

Philadephus coronarius, Pfeifenstrauch, Blasser Pfeifenstrauch, Falscher Jasmin, Sommerjasmin, Bauernjasmin, Kopfwehblume.

Hydrangea hortensea, Hortensie, Ordenzestock .

Ulmaria palustris, Filipendula ulmaria, Mädesüß, Sumpfpiere, Immekraut.

Birne

Birnbaum in Fürstenberg

Birnbaum, Katzenköpfe.

Pirus communis

Apfel

Apfelbaum im Ziegeleschle

Kulturapfel. Kulturarten: Wiinli, Schmutzäpfel, Becherapfel, Fässlesapfel, Mittelbucher. Frucht: Apfegagge.

Malus domestica,
Pyrus malus.

Sorbus aucuparia, Eberesche, Vogelbeere , Geisbeeren, Geishasle, Drosselbeere, Quitsche, Krametsbeere.

Mespilus germanica, Mispel, Häschbele, Mispelche; Asperl, Aschperln, Hespelein, Dürgen, Dörrlitzen, Dürrlitzen, Hundsärsch, Näschpli.


Rubus idaus, Himbeere, Himbele, Humbele, Imbele.


Fragaria vesca, Buscherdbeere, Walderdbeere, Abbeeri.

Potentilla silvestris, Blutwurz, Schwarzwurzle, Dilledapp, Durmentill, Natterwurz, Rotwurz, Ruhrwurz, Siebenfinger,Tormentill.

Geum rivale, Bach-Nelkenwurz, Himmelsbrot, Johannesbrot, Jakobsbollen (Hüfingen: Fronleichnamsteppich).

Agrimonia eupatoria, kleiner Odermenning, Ackerkraut, Ackerblume, Odermännle, gelbe Wedele, Gelbschwänze.


Sanguisorba officinalis, Großer Wiesenknopf, Blutströpfchen, Blutstropfen, Blutströpfle, Blutsknöpfli, Trummelschlegel (Hüfingen: Fronleichnamsteppich).


Prunus spinosa, Schlehe, Schlehdorn, Sauerpflaume, Heckendorn, Schwarzdorn, Deutsche Akazie.


Prunus domestica, Zwetschge, Zimmerszwetschgen, Pflaume.


Prunus avium, Vogelkirsche, Herzkirsche, Süßkirsche: Oemele (ömelig: süß schmeckend). — Eine Zierkirsche wurde im amtl. Anzeiger d. Freiburger Zeitung 4. 9. 1919 „Büschelkirschen“ genannt.

Prunus cerasus, Weichsel, Sauerkirsche.


Prunus padus, Traubenkirsche, Elze, Alsehecke, Elsehecke, Häberholz, Häberhecke, Palme (dient als Stiel der Osterpalmen).


Prunus laurocerasus, Lorbeerkirsche, Kirschlorbeer, Lorbeerblätter.


Kerria japonica, japanisches Mairöschen, Kerrie, Ranunkelstrauch, Goldröschen, Gäle Rösli.

Cytisus scoparius, Besenginster, Pfrimme, Brämmatter Reps (die Brandmatt sieht zu seiner Blütezeit wie ein gelbes Repsfeld aus), Ramsenblust.

Trifolium arvense, Ackerklee, Hasenpfötchen, Kätzle, Wollkätzle, Gläserbürstli.

Trifolium incarnatum, Inkarnat-Klee, Blutströpflesklee, Bollenklee, Blutklee, Rosenklee oder Italienischer Klee.

Lotus corniculatus, Hornklee, Herrgottsschühli, Schotenklee.

Onobrychis viciifolia, Esparsette, Eschper (Hüfingen: Fronleichnamsteppich).

Lathyrus vernus, Frühlings-Platterbse, Frühlingskicher, Kuckucksblume.

Phaseolus vulgaris, Gartenbohne, Stangenbohne, Buschbohne, Steckenbohnen, Stockbohnen.

Oxalis acetosella, Sauerklee, panis cuculi (Kuckucksbrot), Alleluia, Waldsauerklee, Hasenklee.

Mercurialis perennis, Waldbingelkraut, Dauer-Bingelkraut, Wildhanf, Bäumlinchrut, Sprengkrut (bläht das Vieh).

Polygala vulgaris, Gewöhnliche Kreuzblume, Wiesenkreuzblume: Marienblümchen. Die Pflanzengattung erhielt den Namen Polygala, weil man früher annahm, dass der Verzehr beim Vieh zu mehr Milchproduktion führen würde.

Evonymus europaeus, Pfaffenhütchen, Pfaffenkäppchen, Pfaffenkapperl, Spillbaum, Spindelbaum Ecksteinholz. — Früchte: Pfafferkäpple.

Ilex aquifolium, Stechpalme, Palmenhecke, Palmenbeeren, Jungfrauenpalme, Hulze, Hilsheck, Stupfle.

Frangula alnus, Faulbaum, Lissbäumle, Faulholz, Pulverholz, Schießbeere. Die Rinde wird medizinisch als Abführmittel verwendet, die aus dem Faulbaum gewonnene Holzkohle wurde früher für die Herstellung von Schwarzpulver verwendet.

Rhus typhina, Essigbaum, Hirschkolbensumach, Essigzapfen.

Balsamine Sultani, Impatiens , Sultan Balsamine, Springkräuter Balsamine, Ewige Liebe, Wasserpflanze, Ewiger Frühling, Stundenblümle. Welches Springkraut mit Sultani gemeint ist, konnte ich leider nicht raus finden.

Vitis vinifera, Weinrebe. Hosenschisser (eine schlechttragende, blaue, sich leicht von den Stielen lösende Sorte in Sasbachwalden).

Malva, Malven, Entenkrüseli, Käsebibbili.

Hypericurn perforatum, Johanniskraut, Tüpfelhartheu, Kanschtkraut, Wiss am Stock (offenbar verderbt aus einem eingeführten Namen Wisangstock; Wisang, Weihsang), Kräuterbüschel, Maidlisträhl, Unser lieben Frauen Bettstroh.

Viola tricolor, Stiefmütterchen : Ackerveilchen, Muttergottesschuh, Mädchenaugen, Schöngesicht, Liebesgesichtli, Christusauge, Müler (= Mäuler), Gsichter, Dreierschlähle, Dreifaltigkeitle, Klotzer, Zähnblecker, Glötzerli.

Viola silvatica, Viola reichenbachiana, Wald-Veilchen, Aprilevögele, Rossveilote, Veilote, Viöli, Visaili, Viseläli, Viseneule.

Epiphyllum truncatum, Schlumbergera truncata, Weihnachtskaktus, Altweiberhaut, Altwiwerhutte, Winterkaktus, Fingerlikaktus.

Daphne mezereum, Echte Seidelbast, echter Kellerhals, Sidelang.

Ägetli

Daphne cneorum, Rosmarin-Seidelbast, Flaum-Steinröslein, Ägetli.

Ägetli in Bräunlingen

Lythrum salicaria, Blutweiderich, Katzenwedel, roter Wedel, Rotschwänzle, Mattenrotschwanz.


Epilobium parviflorum, Kleinblütiges Weidenröschen, Bachweidenröschen, wilder Flachs, Josefsschiefe, Muttergottesrute.


Fuchsien
: Glöcklistock.


Anthriscus silvestris, Kerbel, u. Chaerophyllum hirsutum, Bergkerbel. Bochele (Hüfingen: Fronleichnamsteppich), Bachkrut, Wüterichstengel.

Aegopodium podagraria, Giersch, Baumtropfen.

Pimpinella saxifraga, kleine Bibernelle: Bimmernell.


Carum Carvi, Kümmel, wilder Makimmig, „Makimmig!“ ist in Friesenheim ein Spielruf, mit dem ein Spieler, der ausscheiden mußte, sofort wieder eintreten kann.


Meum athamanticum, Bärwurz, Bärmuttermakimmig, Bärkrut, Rossmakimmig, Katzenwedel.


Heracleum sphondylium, Bärenklau, Bärentatzen, Bärendoope.


Levisticum officinale, Liebstöckel, Liebröhre, Stöcklisröhre, Maggikraut, Lavas, Lusstock.

Daucus carota, Möhre, Wilde Gäle Rube, Gälerubsoome.

Cornus mas, Kornelkirsche. Cornus sanguine, roter Hartriegel, Hageblume, Harthölzle.

Vaccinium vitus idaea, Preißelbeere: Waldbuchs (es kann kaum anderes gemeint sein im Gegensatz zu „Gartenbuchs“, der unter diesem Namen auch in dem Osterpalmen enthalten ist).

Calluna vulgaris, Heidekraut, Besenheide, Rintheide, Rindsheile, Heiderösli.

Primula elatior, Hohe Schlüsselblume, Wald-Schlüsselblume, Himmelschlüssele, Bachschlüsseli.

Primula officinalis, echte Schlüsselblume, Teeschlüsseli, Badengeli, Mattetängeli, Madendeli, Mattedendeli, Mattetänneli.


Syringa, Flieder, Zirinke, Siringe, Zerinte, Holder, spanischer Holder, Johannisnägele.

Fraxinus excelsior, Esche , Steinesche.


Erythraea centaurium, Tausendguldenkraut, Tauscheguldekraut.

Wetternägli

Gentiana verna, Frühlingsenzian, Blaui Wetternägele, Schusternägele, Rauchfangkehrer, Himmelsbläueli, Herrgottsliechtli, Tintabluoma, Himmelsstengel.

Wetternägli in Hüfingen

Convolvulus sepium, Calystegia sepium, Zaunwinde, Winde, Manschette.


Convolvulus arvensis, Acker-Winde, Latwing.

Symphytum officinale, Beinwell, Walwurzle, Wallwurzle (Saft gegen Hühneraugen), Arznei-Beinwell, Beinwurz, Bienenkraut, Hasenlaub, Milchwurz, Schadheilwurzel, Schmalwurz, Schwarzwurz, Wallwurz, Komfrei, Wundallheil.

Pulmonaria obscura, Berglungenkraut, Franzosenblume.

Myosotis palustris, Sumpfvergissmeinnicht, Fröschegigle, Liebeherrgottsblümle.

Myosotis arvensis, Ackervergissmeinnicht, Muusöhrli.

Verbena officinalis, Eisenkraut, Isekrut, Wunschkraut, Taubenkraut, Katzenblutkraut, Sagenkraut, Verbene.

Glechoma hederaceum, Gundermann, Rebgundel, Kunkelrebe, Gundelrebe, Erdefeu.

Galeopsis tetrahit, Hanfnessel, Wilder Hanf, Daunessle, Luegere, Distle, Dorn-Hohlzahn, Gewöhnlicher Hohlzahn, Stechender Hohlzahn, Stacheliger Hohlzahn oder Hanfnessel.

Lamium, Taubnesselarten, Suger, Wissi Daunessle, Sugele (Hüfingen; Lamium album im Fronleichnamsteppich), Zuggelblume, Schlotzer, Hunischlotzer, Sengenessle.

Salvia officinalis, Gartensalbei, Salweng.

Salvia pratensis, Wiesensalbei, Bienensaug (Hüfingen im Fronleichnamsteppich – früher gab es auch noch weißen Wiesensalbei).

Thymus serpyllum, Feldquendel, Quenkserli (zum Ausreiben des Taubenhauses), wilder Kimmi (gegen Brustkrankheit), Bolaie, Feldthymian, Quendel, Feldkümmel, Rainkümmel.


Thymus vulgaris, Gartenthymian, Kimmi, Kimmel, Römischer Quendel, Kuttelkraut.


Mentha silvestris, Rossminze, Gänskegel.

Plectranthus fruticosus, Mottenkönig, Harfensträucher, Fliegenfänger, Schawekraut (die Pflanze wird zur Fliegen- und Mottenabwehr gehalten).

Lavandula angustifolia, Lavandula officinalis, Lavandula vera, Lavendel, Wendel.

Solanum tuberosum, Kartoffel, Pogedöli, Bobbedöli, Erdapfel, Erdbirne, Grundbirne, Potaten, Bombastäre (in einem Volkslied über Francis Drake), Rolle, Mit „ronkisch“ bezeichnet man faule Kartoffeln. Kultursorten von 1920: Bodensprenger (Hegau), Gälglockler (Niederwasser b. Triberg).

Solanum dulcamara, Bittersüss : Hinschring, Hinsch (volksmedizinisch bei Hinsch -Euterkatarrh- gebraucht, indem der Hals des Tieres mit einem Hinschring umwunden wird; in Balzhofen umschlingen drei Hinschringe den Osterpalmen), Alpranke, Hirschkraut, Heischkraut, Mäuseholz, Saurebe, Seidelbeere, wilde Stickwurz, Wasserranke.

Solanum pseudocapsicum, Korallenstrauch, Korallenbäumle.

Petunia violacea, Petunia integrifolia, Violette Petunie, Rathausblumen.

Verbascum, Königskerzen, Wollblumen, Wollkraut, Wilhelmstengel, Marienkerze, Staude.


Linaria vulgaris, Echtes Leinkraut, Frauenflachs , Gäle Hasemülele, Löwenmüüler, Josephskraut, gebackene Eier, Kinderscheiß(dreck).

Linaria cymbalaria, Cymbalaria muralis, Zymbelkraut, Zimbelkraut, Eustett, Schlösslekrut.

Veronica chamaedrys, Gamander-Ehrenpreis, Chatzenäugli, Männertreu, Frauenbiss, Wildes Vergissmeinnicht.

Veronica beccabunga, Bachbunge, Bach-Ehrenpreis, Brunnenkresse (nach dem Kälbern eingegeben, bringt schnell Milch).

Alectorolophus, Klapper-Arten, Klappertöpfe, Kläfze

Pedicularis silvatica, Wald-Läusekraut, Schlangenstrüss, Rote Kläfze (Es ist durch seinen Gehalt an Aucubin giftig und wurde früher gegen Läuse verwendet).

Pinguicula vulgaris, Gemeine Fettkraut, Gewöhnliches Fettkraut, Blaues Fettkraut, Kiwitzfettkraut, Schmutzkrut (dem Vieh eingegeben, „wenn es in die Menstruation kommt“).

Plantago maior, Plantago media, großer und mittlerer Wegerich, Breitwegerich, Grassamen, breite Waddri, Schokoladeblümle, Wegebreit, Wegeblatt, Wegtritt, Wegetrene, Rippenblatt, Saurüssel, Mausöhrle, Arnoglosse (von lateinisch arnoglossa), Ackerkraut.

Plantago langelota, Spitzwegerich, Spitzwetterich, Spitze Waddri.

Galium mollugo, Gemeines Labkraut, Wiesen-Labkraut, Weißes Waldstroh, Grasstern, Gingeleskrut, Gingeleswurzle.

Galium verum, Echtes Labkraut, Gelbes Waldstroh, Liebfrauenbettstroh, Liebkraut, Gliedkraut, Gelb-Labkraut, Kindlisdreck.

Sambucus ebulus, Zwergholunder, Attich, Rattekrut.


Sambucus racemosa, Roter Holunder, Hirsch-Holunder, Trauben-Holunder, Berg-Holunder, Jungfrauenholunder, Jungfernschoss.

Sambucus nigra, Schwarzer Holunder, Holder-(busch), siehe Holderküchlein.


Vibrunum opulus, Schneeball, Hoppetebeeren, Herzbeer, Blutbeer, Dampfbeere, Drosselbeerstrauch, Geißenball, Glasbeere, Schlangenbeere, Wasserholder, Wasser-Schneeball.

Vibrunu lantana, Schlinge, Wolliger Schneeball, Schwälgen, Schwälje, schwilgene Hecke.


Lonicera periclymenum, Wald-Geißblatt, Wildes Geißblatt, Deutsches Geißblatt, Wald-Heckenkirsche, Geisseleck, Krengel.

Armeria hortor, Gartengrasnelke, Schnittliblume (= Schnittlauchblume).

Valeriana officinalis, Echter Baldrian, Katzenschlaf, Dannemark, Donnemark.

Valerianella olitoria, Feldsalat, Ritscherle, Mausöhrle, Ackersalat, Nüsslisalat, Nüssler, Rapunzel, Rawunze, Schoofsmeiala, Hasenöhrchen, Döchderle, Sunnewirbeli, Sonnewirbele, Ritscherli, Wingertsalat.

Dipsacus silvester, Dipsacus fullonum, Schuttkarde, Wilde Karde, Strähl, Gläserbürsten, Bubensträhl (Bestandteil der Kräuterbüschel).

Knautia, Scabiosa, Grindkraut, Skabiose, Josefsknöpfle, Blaue Ästerle (Hüfingen, Fronleichnamsteppich), Gufekisseli .

Bistorta officinalis, Schlangen-Knöterich, Wiesenknöterich, Ackerwitwenblume, Zahnbürstle (Hüfingen, Fronleichnamsteppich).

Succisa pratensis, Teufelsabbiss, Augstknöpf, Trommelsklipfel, Trummelklipfel, Trummerklipfel, Teufelwurz, Teufelsbiss.

Cucumis sativa, Gurke, Kümmerli (klein Gurken).

Bryonia dioica, Zaunrübe, Rotbeerige Zaunrübe, Rote Zaunrübe, Sueruewe, Kuehruewe.

Eupatorium cannabinum, Gewöhnlicher Wasserdost, Wasserhanf, Kunigundenkraut, Wetterkühl, Schwimmkrut.

Solidago candensis, Kanadische Goldrute, Hirschwaddle, gelbe Waddel.

Bellis perennis, Maassliebchen, Gänseblümchen, Maserle, Grasblume, Ziterösli, Kohlrösli, Tausendschön, Monatsröserl, Margritli.

Inula britannica, Wiesen-Alant, Franzosenstengel.

Rudbeckia laciniata, Schlitzblättriger Sonnenhut, Schlitzblatt-Rudbeckie, Sonnenblümle, kleine Sonnenblümli, Sternenblume, Molleköpf.

Helianthus tuberosus, Knollensonnenblume, Topinambur, Barbie, Rossborble (der daraus gebrannte Schnaps hieß in Sasbach Barbier, Sasbach hatte wegen der vielen Brennereien den Spitznamen Borbelbach), Ross-Erdapfel, Jerusalem-Artischocke, Erdartischocke, Erdschocke, Erdsonnenblume, Erdtrüffel, Ewigkeitskartoffel, Indianerknolle, Rosskartoffel, Schnapskartoffel.

Achillea millefolium, Schafgarbe, Scharfgarbe, Barbara, Barbarakraut (rosa- blühend).

Achillea ptarmica, Sumpf-Schafgarbe, Wisse Hemderknöpfli, Wisse Gätterle (wohl entstanden aus Pätterle = Perlen, vergl. Baderle für Bellis perennis).

Chrysanthemum leucanthemum, Leucanthemum vulgare, Magerwiesen-Margerite, Große Gänseblume, Gänsblume, Ochsenblume, Storchenblume, Bettelmann.

Chrysanthemum vulgare, Rainfarn, Wurmkraut, Gelber Ränfar, Reinfart, gäles Ringfarn, Reinfalsknöp, Reifansknöpf.

Artemisia absinthium, Wermut, Bitterer Beifuß, Alsem, Wermet, Wurmet, Bermede.


Tussilago farfara, Huflattich, Placke, Rosstrappe, Eselslattich, Latten, Lette, Ackerlatsche, Wanderers Klopapier, Kuhfladen, Eselstappe, Fohlenfuß, Hufblatt, Zieglerblume.


Doronicum caucasicum, Kaukasische Gemswurz, Badisch Farb.


Senecio Fuchsii, Fuchssches Greiskraut, Wilder Hanf, Fuchskreuzkraut, Kahles Hain-Greiskraut.


Senecio vulgaris, Gemeines Greiskraut, Gemeines Kreuzkraut, Eiterzieh, Eiterkrut.

Senecio aquaticus, Wasser-Kreuzkraut, Gelbe Gätterle.

Dorndistel

Carlina vulgaris (Golddistel) und Carlina acaulis (Silberdistel), Wetterdistel, Eberwurz, Dorndistel (eine dreizinkige kommt in das Kräuterbüschel), Dörnerdistel, Dunnerdistel.

Dorndistel am Kraftstein

Lappa, Klettenarten, Klubere, Chlubere

Cirsium oleraceum, Kohldistel, Gartegebenediktes, Musdischle, Muhrdistle.


Cirsium bulbosum, Cirsium tuberosum, Knollendistel, Knollige Kratzdistel, Butterballe (dem Vieh gegeben zur Buttervermehrung).


Silybum marianum, Mariendistel, Stecher, Christi Krone, Donnerdistel, Fieberdistel, Fechdistel, Frauendistel, Heilandsdistel.

Cnicus benedictus, Centaurea benedicta, Benediktenkraut, Stupfle, Karebenedikte (bei eitrigen Hautgeschwüren).


Tragopogon pratensis, Wiesenbocksbart, Habermark, Gugaks, Mehrzahl: Gugäkser, Kuheuter.

Taraxacum officinale, Arzneiröhrlein, Pfaffenröhrlein, Löwenzahn, Säustude, Bettbrunzerle, Seichblumestöck, Pissali (aus dem französichen: piss en lit, ins Bett pissen), Seichblume, Bettschisser, Märzenstöck, Schlangenblume, Kettenblume, Ringelderbüsch, Rossbollen, Choddelestöck, Poppelestöck, Roßsalat („Blütenschäfte, aus denen Pfägse zum päpen gemacht werden“- keine Ahnung was dies bedeutet?).

Tagetes-Arten: stinkende Hoffart, Hoffartstinker, Hoffartsblümle.

Dahlia-Arten: Adalje, Tailien.

LÄNDLE LEBEN LASSEN

Volksantrag läuft noch! Bitte mitmachen und bei einer der Stellen unten abgeben.
Danke!

Baden-Württemberg ist ein Bundesland mit wunderschöner Natur, vielfältigen Kulturlandschaften und lebendiger Landwirtschaft – ein einzigartiger Flecken Erde und unser „Ländle“. Doch dass das so bleibt ist alles andere als sicher. Wir opfern Wiesen, Wälder und Felder ausgedehnten Betonwüsten und erschließen neue Wohn- und Gewerbegebiete, anstatt bestehenden Siedlungsflächen neues Leben einzuhauchen. Der stetig voranschreitende Flächenfraß ist eines der gravierendsten Umweltprobleme unseres Bundeslandes und bedroht nicht nur die hiesige Natur und Landwirtschaft, sondern auch die Lebensqualität in unserer Heimat. Schaut man auf die letzten 50 Jahre, so haben die letzten zwei Generationen so viel neue Siedlungsfläche in Anspruch genommen wie 80 Generationen zuvor. Doch mit jeder betonierten Fläche geht auch ein Stück unserer Identität verloren. Denn unser „Ländle“ schafft Vielfalt: Es ist Lebensraum, ernährt uns und gewährt Erholung und Inspiration – ein unersetzliches Gut, das es zu schätzen und zu schützen gilt. Also lasst uns gemeinsam den Flächenfraß in Baden-Württemberg stoppen!

https://www.laendle-leben-lassen.dehttps://www.laendle-leben-lassen.de

Die Initiative

Der landesweite Flächenverbrauch – also die Umwandlung von unbebauter Natur in Siedlungs- und Verkehrsflächen – lag in Baden-Württemberg in den letzten Jahren im Schnitt bei 5 bis 6 Hektar pro Tag, und aktuell ist sogar ein erneuter Anstieg zu verzeichnen, verursacht unter anderem durch den „Flächenfraß-Paragraphen“ 13b im Baugesetzbuch. Das ist deutlich zu viel, denn mit jeder neu versiegelten Fläche gehen Böden für die Lebensmittelproduktion, Landschaften, seltene Lebensräume und Biotope unwiderruflich verloren. Doch unser Boden ist eine endliche Ressource, mit der wir verantwortungsbewusst und sparsam umgehen müssen, um unsere eigene Lebensgrundlage zu erhalten.

Seit in Hüfingen die CDU ihre absolute Herrschaft angetreten hat, wurden über 30 ha Land auf unserer Gemarkung vernichtet!

Im 2021 geschlossenen Koalitionsvertrag der Landesregierung Baden-Württemberg ist festgeschrieben, den Flächenverbrauch kurzfristig auf 2,5 Hektar pro Tag und bis 2035 auf Netto-Null zu reduzieren. Wie die anhaltend hohe Bodenversiegelung zeigt, haben die bislang ergriffenen Maßnahmen – z. B. im Rahmen des freiwilligen Bündnisses zum Flächensparen – aber nicht ausgereicht, dieses Ziel wirksam umzusetzen. Deshalb haben sich mehr als 15 Umwelt-, Naturschutz- und Landwirtschaftsverbände (darunter LNV, LBV, NABU, BLHV, BUND, uvm.) zusammengeschlossen, um mit dem Volksantrag „Ländle leben lassen“ verbindliche Obergrenzen für den Neuverbrauch an Flächen zu erreichen und gesetzlich zu verankern.

Der Volksantrag

Für unseren Volksantrag werden knapp 40.000 Unterschriften wahlberechtigter Bürgerinnen und Bürger Baden-Württembergs benötigt. Wird dieses Quorum erreicht, so muss der Landtag über den Volksantrag beraten und die Initiatoren anhören. Unterschriften für einen Volksantrag müssen handschriftlich auf einem Papierformular geleistet werden, das Sie unten downloaden, ausdrucken und unterschreiben können. Eine digitale Unterzeichnung ist leider nicht möglich. Unterstützer/innen müssen neben der Angebe von Namen, Geburtsdatum und Adresse auch bestätigen, dass sie Gelegenheit zur Kenntnisnahme des vollständigen Wortlautes des Volksantrages hatten. Der entsprechende Text zum Volksantrag „Ländle leben lassen“ befindet sich auf der Rückseite des Unterschriftenblatts.

Das unterschriebene Dokument kann in einer der Sammelstellen abgegeben werden. 

Diese sind:

Donaueschingen: BLHV , Geschäftsstelle Donaueschingen, Wasserstraße 16, 78166 Donaueschingen

Schwenningen: BUND Schwarzwald-Baar-Heuberg, Neckarstraße 120, 78056 VS-Schwenningen

Hüfingen: Freunde der Natur Hüfingen, Hauptstr. 52, 78183 Hüfingen


Unterstützen Sie den Volksantrag mit Ihrer Unterschrift – Gemeinsam setzen wir ein starkes Zeichen gegen den Flächenfraß in Baden-Württemberg!

Mysterien am Riedsee

Da es sich immer noch nicht rum gesprochen hat, dass dies alles nichts wird und die Provinzpresse auch nochmal die Gerüchte befeuert hat, hole ich hier meinen Beitrag vom 3. März wieder hoch.

Nein! Es wird auf absehbare Zeit keine Photovoltaikanlage auf dem Riedsee geben!

Beitrag vom 3. März 2023

Im Mai 2020 hatte sich Hildegard Körner vom LNV beklagt, dass die Stadt Hüfingen nicht an einem gemeinsamen Nutzungskonzept mit der Stadt Donaueschingen teilhaben möchte.

Ein Jahr später hat der Bm die Stadträte angehalten in einer mehrstündigen Sitzung samt Exkursion ein Nutzungskonzept auszuarbeiten. https://hieronymus-online.de/zusammen-planen-2/
Herausgekommen dabei sind ein paar tragbare Toilettenkabinen am Parkplatz und höhere Parkgebühen.

Nochmal ein Jahr später kam durch Zufall heraus, dass der Bm das gleiche Planungsbüro wie Donaueschingen beauftragt hatte für Hüfingen ein Nutzungskonzept zu erstellen. Was dies sein soll wurde nicht kommuniziert.

Jetzt im März 2023 sickerten wilde Gerüchte durch, dass der Angler- und Seglerverein ihren Platz zu räumen hätten, wegen irgend welcher Maßnahmen.

Gestern, am 02. März bei der Stadtratsitzung hat unser Fraktionssprecher beim Bm nachgefragt was dort los sei. Die Antwort vom Bm möchte ich hier kurz in meinen Worten zusammenfassen:

Da das Thema PV-Anlagen deutschlandweit eine Rolle spiele und das „Osterpaket der SPD dies vorsehe und Herr Habeck hier verantwortlich“ sei, möchte der Bm ausloten ob dies am Riedsee gehe. Generell ginge es in Richtung 15% des Sees für eine schwimmende PV-Anlage zu nutzen und dies in ferner Zukunft mit der Nahwärme zu verknüpfen.

Was ist damit wohl gemeint?

Zum Osterpaket der SPD lässt sich folgendes vom Frühjahr 2022 finden:

„Mit dem Osterpaket werden die gesetzlichen Rahmenbedingungen für den massiven und beschleunigten Ausbau der Erneuerbaren Energien einen großen Schritt nach vorne gebracht. Deutlich mehr Solarenergie auf Dächern und Freifläche soll es geben und auch die Einspeisevergütung für Teileinspeiser wird attraktiver gestaltet. Zudem ist es wichtig, dass schneller neue Flächen für Windkraft erschlossen werden sowie erleichtert alte Anlagen durch leistungsstärkere ersetzt werden können. Alle Erneuerbaren Energien liegen nun im überragenden öffentlichen Interesse. Wir brauchen jede Kilowattstunde Erneuerbarer Energie. Mit den nun gesetzlich geregelten Flächenzielen werden in jedem Bundesland die Chancen der Energiewende nutzbar gemacht. Gerne hätten wir in Bezug auf Zwischenziele noch mehr auf einen verstärkt zu beschleunigenden Ausbau gesetzt.“

Nina Scheer, Klimaschutz- und energiepolitische Sprecherin SPD

Das Osterpaket ist der Beschleuniger für die erneuerbaren Energien!

Robert Habeck, Bundesminister für Wirtschaft und Klimaschutz
Ausschnitt der Karte für das Potenzial von Floating-PV auf Baggerseen aus dem Energieatlas der LUBW

Was wird vermutlich geplant?

Es soll anscheinende eine schwimmende PV-Anlage auf dem Riedsee angedacht werden, da ein privater Investor hier Interesse gezeigt hat. Jetzt möchte der Bm nur ausloten was da gehen kann.

Es ist also gar nichts entschieden! Es geht nur um „Auslotungen“ des Bm, für die er ein Planungsbüro beauftragt hat.

Meine „Auslotung“ zeigt, dass der Schwarzwald-Baar-Kreis weniger Potenzial hat, als z.B. der Hochschwarzwald. Deshalb hat vermutlich Löffingen so viele Solaranlagen.

Ausschnitt der Karte für die Eignungsklasse für Baggerseen aus dem Energieatlas der LUBW

Was passiert jetzt?

Vermutlich gar nichts.

Da wir ein Vogelschutzgebiet haben und für eine Industrieanlage der Flächennutzungsplan geändert werden müsste, ist die Sache weder durchdacht, noch irgendwie plausibel.

Mein Fazit

Gestern noch hat Peter Albert die Einbeziehung des GVV in „Planungen“ und „Auslotungen“ gefordert.

Das Umweltbüro verfügt über sachkundige Personen. Da Hüfingen über wenig Expertise in Sachen Naturschutz oder Biotopvernetzung verfügt, möchte unsere Fraktion eine enge Zusammenarbeit mit dem Büro Donaueschingen, um den schwierigen Aufgaben der Zukunft gerecht zu werden.

Vorhandene Ressourcen zu nutzen, würde der Stadt Hüfingen viel Geld sparen!

Literaturrecherche Mobilfunk

Da mal wieder die wildesten Gerüchte und Mutmaßungen rum gehen, möchte ich hier auf meine Untersuchung aus dem Jahr 2019 hinweisen. Auch wenn diese inzwischen vier Jahre alt ist, sind die Erkenntnisse heute noch die selben und es besteht zumindest in der Wissenschaft ein Konsens.

von Hannah Miriam Jaag am 19.08.2019

Da doch einige Behauptungen und Annahmen durch die Presse rauschen von wegen schädlich oder nicht schädlich vom Mobilfunk, habe ich mich dem Thema über die wissenschaftliche Literatur genähert. Hierfür habe ich die Veröffentlichungen von Januar-August 2019 herausgesucht und gelesen. Dabei habe ich sieben wissenschaftliche Veröffentlichungen gefunden die relevant wären und die ich hier kurz besprechen möchte.

Die erste Studie hat mich selber überrascht, es ist eine Studie aus Schweden bei der bei über 24.000 Menschen Kopfschmerzen, Tinnitus und Schwerhörigkeit in Bezug auf die Nutzung von Mobiltelefonen untersucht wurde (1).

Resultat der schwedischen Studie: Personen, die am häufigsten Mobiltelefone verwendeten, berichteten etwas häufiger über wöchentliche Kopfschmerzen als andere Benutzer. Dieser Befund verschwand jedoch nach Anpassung der Störfaktoren weitgehend und hing nicht mit der Anrufdauer bei GSM mit höheren HF-Frequenzen zusammen. Tinnitus und Hörverlust waren nicht mit der Anrufdauer verbunden.

In der zweiten Studie wurden die kognitive Fähigkeiten bei Kinder mit Handy untersucht (2).

Die Autoren sagen, dass frühere epidemiologische Studien zu gesundheitlichen Auswirkungen der Strahlenexposition von Mobiltelefonen zu inkonsistenten Ergebnissen geführt hätten.

Es wurden 619 Schüler zu Studienbeginn rekrutiert und Längsschnittdaten für 412 Schüler aus einer repräsentativen Stichprobe von 36 staatlichen, privaten und katholischen Schulen erhoben.

Es gab kaum Anhaltspunkte für einen signifikanten Zusammenhang zwischen der Nutzung von Mobiltelefonen und der kognitiven Leistung von Schülern (2).

Eine dritte Studie bietet einen ganz guten Überblick über die elektromagnetische Felder in verschiedenen Umgebungen und erläutert diese (3).

Bei einer vierten Studie wird es wieder spannender, weil es geht um Tumore des Gehirns und der Speicheldrüse und Verwendung von Mobiltelefonen (4). Hier handelt es sich um eine sogenannte „Meta-Studie“. Die Veröffentlichung kombiniert eine Vielzahl von Studien in einer Zusammenschau. Hier die Ergebnisse der Studie:

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die aktuellen Erkenntnisse aus allen verfügbaren Studien, einschließlich in-vitro-, in-vivo– und epidemiologischen Studien, keinen Zusammenhang zwischen dem Mobiltelefon Konsum und Tumoren erkennen lassen, die sich aus den am stärksten exponierten Organen und Geweben entwickeln. Angesichts des großen Forschungsaufwands zu diesem Thema ist davon auszugehen, dass potenziell nicht erkannte Risiken aus individueller Sicht gering sind und lange Latenzzeiten (> 15 Jahre), seltene Gehirntumorsubtypen und Mobiltelefon-Konsum im Kindesalter betreffen können. Um diesen geringen Risiken zu begegnen, ist eine qualitativ hochwertige Forschung mit genauer Expositionsabschätzung erforderlich, wobei zu berücksichtigen ist, dass die Dauer des MP-Anrufs allein die HF-EMF-Exposition des Gehirns nicht angemessen widerspiegeln wird.

Bei der 5. Studie geht es auch wieder um Krebs, insbesondere um diverse Hirntumore (5).

In einer populationsbasierten ökologischen Studie wurden die Trends von Hirntumoren in den Zeiträumen 1982–1992, 1993–2002 und 2003–2013 untersucht. Die Schlussfolgerungen der australischen Wissenschaftler ergaben keine Zunahme von Gehirntumor-Histologietypen oder Gliomlokalisationen, die auf Mobiltelefone zurückgeführt werden können.

Dann in der 6. Studie ergaben sich dann doch Auswirkungen von Mobilfunkmasten neben Schulen auf die Konzentrationsfähigkeit von Schulkindern (6). Allerdings gibt der Autor – ein Professor Sultan Ayoub Meo von der King Saud Universität in Riad – zu, dass seine Statistik mangelhaft sei. Er belegt seine Aussagen dann aber mit einigen hochkarätigen Veröffentlichung unter anderem einer vom Max-Planck-Institut für neurologische Forschung (7).

Bei dieser 13-seitigen Veröffentlichung scheint es sich um sowas wie ein Standardwerk zu handeln. Es wird sowohl die Blut-Hirn Schranke genau behandelt wie auch alle anderen physiologischen und neurologischen Zusammenhänge. Ich will hier nur kurz die Schlussfolgerungen des Max-Planck-Institut für neurologische Forschung aus (7) zusammenfassen:

Gegenwärtig gibt es kaum Hinweise darauf, dass eine gepulste oder kontinuierliche Mikrowellenexposition bei Leistung und Frequenzen im Zusammenhang mit der Mobilkommunikation die Funktionsfähigkeit und strukturelle Integrität des Gehirns beeinträchtigen könnte. Unter experimentellen Bedingungen konnten die meisten der bisher gemeldeten positiven Ergebnisse auf thermische Effekte zurückgeführt werden. Es ist unwahrscheinlich, dass solche Effekte bei regelmäßiger Verwendung von Mobiltelefonen auftreten, da die emittierte Gesamtleistung viel zu niedrig ist, um die Körpertemperatur zu erhöhen, und weil lokale Erhöhungen der Gehirntemperatur, falls vorhanden, durch die thermostabilisierende Wirkung des zirkulierenden Blutes verhindert würden.

Andere biologische Störungen, die unter Versuchsbedingungen beobachtet werden, können mit verfahrensbedingten Nebenwirkungen wie Immobilisierungsstress zusammenhängen, unter denen nicht betäubte Tiere leidenVersuchsanordnungen sollten daher so konzipiert werden, dass die tatsächlichen Expositionsbedingungen für menschliche Benutzer von Mobilkommunikationssystemen nachgebildet werden.

Ebenso sind Wechselwirkungen mit menschlichem Verhalten oder neurologischen Erkrankungen bestenfalls minimal. Insbesondere konnte kein signifikanter Zusammenhang mit der Inzidenz oder dem Wachstum von Hirntumoren unter experimentellen oder klinischen Bedingungen hergestellt werden.Negative Daten schließen die Möglichkeit geringfügiger mikrowelleninduzierter biologischer Wirkungen auf das Gehirn nicht aus. Je geringer diese Nebenwirkungen sind, desto geringer ist ihr Beitrag zum kombinierten Gesundheitsrisiko, das andere Umwelteinflüsse auf das Gehirn ausüben können. Diese Schlussfolgerung steht möglicherweise im Widerspruch zu den offensichtlichen, aber wenig untersuchten Stressreaktionen, die viele Personen erfahren, wenn sie sich über rücksichtslose Benutzer von Mobiltelefonen ärgernBeträchtliche Gesundheitsrisiken ergeben sich auch aus der hohen Anzahl von Verkehrsunfällen, die durch Mobiltelefonie während der Fahrt verursacht werden.Weitere Forschungen sollten sich daher auf diese indirekten Auswirkungen der Mobiltelefonie konzentrieren, die sich letztendlich als schwerwiegendere Belastung für die Gesundheitssysteme herausstellen können als die vermutlich vernachlässigbaren biologischen Störungen.

Professor Sultan Ayoub Meo will seine Studie mit einer weiteren wichtigen amerikanischen Veröffentlichung belegen. In dieser Studie wurde schon 2004 gezeigt, dass die aktuellen Beweise für einen ursächlichen Zusammenhang zwischen Krebs und Exposition gegenüber Hochfrequenzenergie schwach und nicht überzeugend sind (8).

Fazit aus der Recherche von Januar-August 2019

Die einzige wissenschaftliche Veröffentlichung von 2019 die den Mobilfunk kritisch sieht, hat nicht nur keinerlei Beweise für die Behauptung, sondern in den zitierten Journals steht auch das Gegenteil der Behauptung.

Umweltauswirkungen

Die siebente Veröffentlichung dieses Jahr, die ich zu diesem Thema gefunden habe, war ein hoch interessanter Übersichtsartikel über verschiedene Strahlungen und deren Auswirkungen auf Insekten (9).

Jedem Interessierten rate ich, diesen Artikel mal anzuschauen. Es wird einsichtlich in Diagrammen erklärt, was es überhaupt für Strahlung gibt und wie sich sich auswirken.

Was bei dem Artikel deutlich raus kommt:

Die Lichtverschmutzung ist unser größtes Problem!

Zusammenfassung

Es gibt entgegen vielen Behauptungen einen wissenschaftlichen Konsens in Sachen Mobilfunk. Von daher hat die Neue Zürcher Zeitung (NZZ) natürlich recht. Ich empfehle dringend allen, die sich erst mal einen Überblick auf Deutsch verschaffen wollen die Lektüre des hervorragenden Artikels von Andreas Hirstein am 27.04.2019 in der NZZ

Literatur

(1) Headache, tinnitus and hearing loss in the international Cohort Study of Mobile Phone Use and Health (COSMOS) in Sweden and Finland (July 2019); International Journal of Epidemiology; Anssi Auvinen et al.; https://doi.org/10.1093/ije/dyz127

(2) Uncertainty Analysis of Mobile Phone Use and Its Effect on Cognitive Function: The Application of Monte Carlo Simulation in a Cohort of Australian Primary School Children (July 2019);
Int. J. Environ. Res. Public Health 2019, 16(13), 2428; https://doi.org/10.3390/ijerph16132428

(3) Radio Frequency Electromagnetic Fields Exposure Assessment in Indoor Environments: A Review (März 2019)
Int. J. Environ. Res. Public Health 2019, 16(6), 955; https://doi.org/10.3390/ijerph16060955

(4) Brain and Salivary Gland Tumors and Mobile Phone Use: Evaluating the Evidence from Various Epidemiological Study Designs. (April 2019); Annual Review of Public Health Volume 40, 2019 Röösli, pp 221-238;
https://www.annualreviews.org/doi/full/10.1146/annurev-publhealth-040218-044037

(5) Mobile phone use and incidence of brain tumour histological types, grading or anatomical location: a population-based ecological study. (Dezember 2018); Public health; Ken Karipidis et al;
https://bmjopen.bmj.com/content/8/12/e024489.long

(6) Mobile Phone Base Station Tower Settings Adjacent to School Buildings: Impact on Students‘ Cognitive Health (Januar 2019); American Journal of Men’s Health; Sultan Ayoub Meo et al
https://journals.sagepub.com/doi/full/10.1177/1557988318816914

(7) Effects of Electromagnetic Radiation of Mobile Phones on the Central Nervous System (2003); Bioelectromagnetics 24:49 ^ 62 
https://onlinelibrary.wiley.com/doi/abs/10.1002/bem.10068

(8) Mobile phones, mobile phone base stations and cancer: a review (2005); International Journal of Radiation Biology https://www.tandfonline.com/doi/abs/10.1080/09553000500091097

(9) Risk to pollinators from anthropogenic electro-magnetic radiation (EMR): Evidence and knowledge gaps; Science of The Total; Volume 695, 10 December 2019; Environment
https://doi.org/10.1016/j.scitotenv.2019.133833

Lützerath ist überall

Christine Albert

Mein Vater und ich waren heute Abend spontan in der Villinger Innenstadt bei einer Demo von Fridays for Future. Leider war der Anlass sehr traurig, da momentan der Weiler Lützerath in Nordrhein-Westfalen von der Polizei im Auftrag der Politik geräumt wird, damit dort der Energieversorgungskonzern RWE weiter ungehindert Braunkohle abbauen kann. Lützerath soll vollständig abgerissen und danach vom Erdboden verschwinden.

So ist jedenfalls das von der Bundesregierung versprochene 1,5 Grad Ziel sicherlich nicht zu erreichen!

Greta Thunberg, die übrigens gestern ihren 20 Geburtstag feierte, äußert sich zu diesem Thema: „Doch die Ursachen der Klimakrise wurzeln nicht nur im Unvermögen verantwortlicher Politiker*innen, ihr Handeln am Stand der Klimaforschung auszurichten. Auch andere Akteure tragen Schuld daran, dass wir heute an dem Punkt stehen, wo wir stehen. Erdöl-, Gas- und Kohle- Konzerne bilden gemeinsam eine der mächtigsten Industriebranchen der Welt. Auch wenn Lützerath ein Ort voller Traurigkeit ist, finde ich es sehr hoffnungsvoll und inspirierend, die Hingabe und das Engagement der hier lebenden Menschen zu sehen – die kämpfen – um diese Dörfer zu behalten und die gegen Klima- und Umweltzerstörung vorgehen. Das ist es, was mir Hoffnung gibt.“

Fragestunde im Kreistag

Dann hatte ich mich am 7. November erdreistet im Kreistag in der eigentlich dafür vorgesehenen Minute das Wort zu ergreifen. Laut Aussage einiger Kreisräte war ich die Erste, die sich so etwas unverschämtes getraut hatte. Kein Wunder, dass der Landrat sichtlich schockiert war. Habe ich die gegenseitige Selbstbeweihräucherung der Männer empfindlich gestört. Obwohl ich sehr gut vorbereitet war und keine zwei Minuten geredet hatte, war dies wohl doch zu viel und ich wurde unterbrochen. Zum Glück erst als ich ohnehin fertig war.

Ich hatte kurz über den Weiher geredet und die falschen Behauptungen des Amtes für Umwelt- Wasser und Bodenschutz und der mutmaßlichen Rechtsbeugung. Danach gab ich dem Landrat meine Fragen die ich seit zwei Jahren beantwortet haben möchte. Es stand u.a. dies auf dem Papier:

Am 10.02.2021, 20.03.2021, 23.03.2021 und am 05.04.2021 machten wir eine Umweltmeldung wegen der Einleitung von Fäkalien in das Biotop Behlaer Weiher (Aktenzeichen 5-8931.02/1).

Das Amt für Umwelt, Wasser- und Bodenschutz vom Landratsamt Schwarzwald-Baar-Kreis hatte einen Kanalplan genehmigt, bei dem über einen Bypass Mischwasser über Jahre in ein Biotop eingeleitet wurde (Anlage1a und 1b, Kanalplan).

Dank unserer Umweltmeldung wurde der Bypass mit einer PE Platte verschlossen (Anlage 2).

Die Verschmutzung des Biotops hat nichts mit Regenereignissen zu tun, wie das Amt behauptet. Dies sieht man daran, dass besonders bei längerer Trockenheit die Fäkalien unverdünnt flossen (Anlage 3) und auch am massiven Abwasserpilz im Zufluss des Biotops über einen sehr langen Zeitraum (Anlage 4). All dies wurde auch vom Amt für Umwelt, Wasser- und Bodenschutz dokumentiert und ignoriert.

Ebenfalls im März 2021 hatte der NABU bei der Staatsanwaltschaft Konstanz Strafanzeige gestellt. Der Staatsanwalt G. wurde offensichtlich vom Amt für Umwelt, Wasser- und Bodenschutz vom Landratsamt Schwarzwald-Baar-Kreis falsch unterrichtet. Der Bypass wurde verschwiegen und es wurde behauptet, das Einleiten des Mischwassers über den Bypass wäre ein kurzfristiges “Problem” mit lediglich kleiner “Schaumbildung” gewesen (Anlage 5). Wir würden gerne wissen, warum der Bypass und das Einleiten von Mischwasser in das Biotop vom Amt für Umwelt, Wasser- und Bodenschutz über Jahre hinweg toleriert wurde.

Weiter würde uns interessieren, warum die Reste des Mischwassers in dem Biotop nun nicht beseitigt werden müssen? Immerhin handelte es sich nach unserem Wissen hierbei um eine Straftat.

Warum wurde der Staatsanwalt falsch unterrichtet?

Warum gibt es hier für die Stadt Hüfingen keine Wiederherstellungspflicht des Vorzustandes?

Aus dem Fragenkatalog den ich dem Landrat am 7. November 2022 überreicht habe
„Kleine Schaumbildung“ am Ausfluss mit Fäkalkeimen gleich einem Klärwerk und einer wissenschaftlichen Untersuchung dieser, die eine „pauschale Behauptung“ sei.

Ich möchte darauf hinweisen, dass das zitierte „Schreiben vom Umweltministerium vom 30.03.3021“ ursprünglich von den Herren des LRA selber geschrieben wurde und jetzt zwischen dem RP Freiburg, dem UM Stuttgart und dem LRA Schwarzwald-Baar als „Beweis“ ständig hin- und her geht. So kann man sich gegenseitig zitieren, dass angeblich alles in Ordnung sei. Auch der Staatsanwalt hat dieses Schreiben mit der „Schaumbildung“ zitiert und dass angeblich alles in bester Ordnung sei. Ich gehe davon aus, diese Behauptungen dienen der Rechtsbeugung, aber hierfür sieht sich niemand zuständig. Deshalb wird ein unabhängiger Gutachter auch mit allen Mitteln vermieden.

Es war nie eine sachkundige Person am Biotop und der „Erste Landesbeamte“ erfühlt seine Wahrheit lieber mal faktenfrei, da er nämlich viel zu wichtig sei bis nach Hüfingen raus zu fahren. Die Gefühle eines so wichtigen Mannes können natürlich nie falsch sein.

Ich denke, dass ich mir alle weiteren Wort sparen kann, gegen so viel erfühlte Wichtigkeit kommt eine „kleine Bloggerin mit ihren pauschalen Behauptungen“ nicht an (Zitat: Udo Müller, Amt für Umwelt Wasser- und Bodenschutz).

Der „Erste Landesbeamte“ sagt mir auch deutlich, dass meine Vorstellung eines Rechtsstaates nicht mit der Realität übereinstimmt. Schade eigentlich, aber ich muss mich wohl damit abfinden.

Wer Partizipation und Parität mit Füssen tritt, ist kein Demokrat

Was folgt ist meine freie Meinung nach §5 GG. Wem es nicht passt, der möge weiter surfen.

Als ich 2019 zum ersten Mal in diesem Gemeinderat saß, war ich zu allererst schockiert über das großkotzige, arrogante Verhalten der vielen Männer.

Lange habe ich darüber nachgedacht, ob dies eine Eigenheit nur von Hüfingen ist oder vielleicht in ganz Deutschland ein Problem.

Ich bin ja Naturwissenschaftlerin und auch Ingenieurin und von daher gewohnt mit vielen Männern zu arbeiten.

Nach vielen Jahren in den USA und auch der Schweiz war ich allerdings durchaus an eine Zusammenarbeit gewohnt. 

Es ist so, dass sich Frauen heute zwar wählen lassen dürfen, aber wenn sie gewählt sind, keinerlei Schutz ausserhalb einer Partei bekommen. Es kommt weder die Kommunalaufsicht, noch das Regierungspräsidium zur Hilfe. Ohne starken Mann in einer der Parteien im Hintergrund, ist eine Frau zum Abschuss frei gegeben. Genau dies wird vom Bm hemmungslos ausgenutzt und genüsslich betrieben. Frei nach dem Motto: “Politische Teilhabe könnt ihr haben, aber dann werdet ihr eben fertig gemacht.” Außer natürlich man kann gewisse Damen an wichtigen Schaltstellen positionieren. Qualifikation oder demokratische Grundprinzipien sind vollkommen egal.

Der Rechtsstaat wird für eine bestimmte Kaste ausgesetzt und dies kann öffentlich betrieben werden, da es keine Presse mehr, sondern nur noch unreflektierte Hofberichterstattung gibt. 

Die ständigen kompetenzfreien Machtdemonstrationen, das zusammenhanglose, dümmliche Sinnieren und auch das sinnlose, zerstörerische Verschwenden von Steuergeldern nervt mich einfach nur noch an. 

Ich wurde gewählt, damit auch die Natur und der Artenschutz in Hüfingen wieder eine Rolle spielen. Dies ist nicht möglich und wird verwehrt. Ich wurde massiv gemobbt, beschimpft, beleidigt und bedroht, damit ich den Mund nicht mehr auf mache.

Ich lese viel, mache mir gerne viele Gedanken und explodiere förmlich an Ideen. Eigentlich bin ich gewohnt, über diese Ideen zu reden und auch einige davon umzusetzen. In diesem Gemeinderat knallt man auch mit den kleinsten Vorschlägen an eine engstirnige Betonwand. Da ist jedes Wort Schall und Rauch in einem unendlichen Universum, in einem Vakuum, das den Schall und Rauch einfach schluckt, wie ein Schwarzes Loch.

Wir hatten rotierende Fraktionssprecher in der Fraktion verabredet. 
Ich werde nicht Fraktionssprecherin werden!
Man könnte auch sagen: Ich darf nicht Fraktionssprecherin werden, da der Rechtsstaat vollkommen versagt hat.

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Besuch beim SPD Kreisvorstand in Hüfingen

Am 16. November hat die SPD eingeladen unsere Bundestagsabgeordnete Derya Türk-Nachbaur im Il Mediterraneo zu treffen. Was lag also näher für mich, als dort mal vorbei zu schauen?

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Es wurde besprochen, was ein Kreisvorstand so bespricht. Was mich aber besonders gefreut hat, war ein Plädoyer von Derya Türk-Nachbaur für ein genossenschaftlich geführtes Ärztehaus. Wie sehr vermissen wir Offenheit für solche Ideen in Hüfingen!

Im Anschluss durfte ich Henrieke Knust und Mete Ünal, die Vorsitzenden des SPD Ortsvereins Hüfingen, kennenlernen.

Mete Ünal, Henrieke Knust und Derya Türk-Nachbaur

Mete Ünal fände einen Jugendgemeinderat für eine sehr gute Idee. Auch in Hüfingen sollte man junge Menschen teilhaben lassen. Dies gehe nur über „Youth Empowerment“.

Henrieke Knust versteht nicht, warum für viel Geld ein neuer Kindergarten gebaut wird und man nicht auf viele kleine dezentrale Lösungen zurückgreift. In Mundelfingen wäre jetzt schon alles überbelegt. Die einzige Abhilfe würde ein Bauwagen machen und nicht ein großer Kindergarten irgendwann für Millionen im neuen Gewerbegebiet. Man wisse ja auch nicht, was in fünf Jahren sei. Warum würde hier so viel Geld ausgegeben und das total am Bedarf und dem Willen der Eltern vorbei? Man könnte jetzt eine schnelle ökologische Lösung haben.

Die Wiesenkinder werden auf jeden Fall von beiden unterstützt und man versteht gar nicht, warum die Stadt sich hier quer stellt.

Mete Ünal sprach dann noch die letzte Gemeinderatssitzung an und spannte den Bogen von den Kindergärten zu den 30.000,– Euro für einen Bürgerdialog im Herbst 2023 kurz vor den Wahlen.

Er ist verwundert, warum die Stadt den Kindergartenkindern von Hausen vor Wald nicht – wie versprochen – die Fahrtkosten bezahlt. Es wären momentan nur 7 Kinder und diese würden etwa 1.000 Euro im Jahr kosten. Hierfür sei anscheinend kein Geld da.

Aber 30.000,– Euro für einen versteckten Wahlkampf seien kein Problem. Warum arbeite man nicht zuerst die Anregungen des eben erst beendeten Bürgerdialoges ab? Warum werden Bürgerprojekte abgeschmettert?

Vielen Dank dem SPD Ortsverein für Eure Zeit!

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