Live aus Hüfingen vom UTW Abend

Krachende Niederlage für den Bürgermeister und Gemeinderat

Dieses Mal darf der Bürgermeister nicht über den Bürgerentscheid hinweg entscheiden.

Das Quorum von 20% ist erreicht und 2235 Stimmberechtigte haben mit Ja gestimmt.

Vielen Dank auch an die vielen Wählerinnen und Wähler der Kernstadt, die unsere Ortsteile bei ihrem Anliegen unterstütz haben.

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Hier gibt es im Laufe des Abends immer wieder Updates zu den Ergebnissen. Hierfür müssen Sie die Seite ab und an neu laden!

Wer selber schauen möchte, hier kommt der offizielle link für Hüfingen: https://wahlergebnisse.komm.one/03/produktion/wahltermin-20210926/08326027/praesentation/wahlraeume.html


21:30

Mit Briefwahl gesamt

53,86 % Ja: 2235 Nein: 1915

21:07

21:00

Rathaus 37,04 % Ja: 173 Nein: 294

20:52

St. Verena 43,98 % Ja: 219 Nein: 279

20:25

Hausen vor Wald 87,16 Ja:190 Nein:28

20:06

Lucian-Reich-Schule 35,62 Ja:166 Nein: 300

19:46

Fürstenberg 88,99% Ja: 194 Nein: 24

19:39

Sumpfohren 82,71 % Ja: 110 Nein: 23

19:25

Mundelfingen 88,5 % Ja: 254 Nein: 33

19:16

Behla 73,7% Ja: 144 Nein: 52

Live aus dem Baptistle

Heute ist Wahltag

26. September 2021 von Frank Meckes

Heute ist Wahl. Die Bürgerinnen und Bürger entscheiden am heutigen Tag, wie es in Hüfingen mit Kernstadt und Ortsteilen weitergeht.

Und vor allem ist heute der Startschuss für die Zukunft der Gesamtstadt. Hat sich doch das interfraktionelle Bündnis aus SPD, CDU und FDP/UWG gegen die Ortsteile gestemmt. Mir ist keine Fraktion und keine Partei des interfraktionellen Bündnisses bekannt, die mit den Ortschaftsräten in den letzten 12 Monaten zur Thematik der Unechten Teilortswahl das Gespräch gesucht hat. Es bleibt nun die Frage obenauf im Raum, wie dieses interfraktionelle Bündnis ihre Position gegen die Bürgerinnen und Bürger aus den Ortsteile aufstellt. Ob Sie es nun nach dem Bürgerentscheid schaffen, von sich aus auf die Bürgerinnen und Bürger zuzugehen, nachdem alle Fraktionen und alle Gemeinderatsmitglieder des interfraktionellen Bündnisses es nicht geschafft haben. Lieber fühlte man sich durch einzelne Mitgliederinnen und Mitglieder dazu berufen, Meinungen in einer Tonalität zu begegnen, die ein Miteinander auf Augenhöhe nur schwer erkennen ließen. Das Sperren von Kommentaren und damit von Meinungen auf der Facebookseite wurde von allen Parteien des interfraktionellen Bündnisses akzeptiert, oder zumindest toleriert. Diskussion und Auseinandersetzung war an vielen Stellen nicht gewünscht.

Die Aussage: „Auch wenn Sie nicht verstanden haben, worum es bei dieser Wahl geht, wählen Sie auf jeden Fall mit Nein“ (Markus Leichenauer, CDU, in einem Video auf der Facebookseite, gesehen am 25.09.202) zeigt leider ganz deutlich, dass die Fraktionen den Weg des Miteinander und der Diskussion verlassen hat. Wählen Sie auf jeden Fall mit unserer Meinung, dann sind sie richtig, ist in einer freien, demokratischen Gesellschaft kein Weg, Zukunft im Miteinander und unter demokratischen Werten zu gehen. Es ist auch keine Mitbürgerin oder Mitbürger ein besserer, nur weil diejenigen im Gemeinderat sitzen.

Hüfingen braucht einen Gemeinderat, der in Diskussionen nicht nur auf 4 Stimmen und Aussagen zählt, die augenscheinlich im Vorfeld abgestimmt sind. Wir brauchen auch keinen Gemeinderat, der – wie im Frühjahr 2018 in der Presse zu lesen war – seine Entscheidungen zu 95% einvernehmlich trifft. Wenn wir also die 18 „besten“ Bürgerinnen und Bürger in den Gemeinderat wählen sollten, möchte ich auch mehr als nur 4 Stimmen zu Themen in den Gemeinderatssitzungen hören. Auch wenn dann Diskussionen länger dauern. So ist dies eben in einer konstruktiven Diskussion.

Ein weiteres Ergebnis dieses Prozesses hin zum heutigen Tag ist die Frage, was die Ortsverfassung wirklich wert ist, wenn die Ortsvorsteher sich der Meinungsbildung entziehen müssen, weil die Verwaltung dies so von ihnen verlangt. Wenn Ortschaftsräte in ihren Sitzungen Themen aufbringen und beschließen, aber nur ein eingeschränktes Mitbestimmungsrecht haben und Ihre Beschlüsse und Entscheidungen im Gemeinderat auch schließlich abgewehrt werden oder auf die lange Bank geschoben sind.

Was passiert, wenn sich Ortschaftsräte nicht mehr zur Verfügung stellen, weil die Sinnhaftigkeit in diesem Gremium verloren gegangen ist und sich keine Ortsvorsteher mehr finden lassen. Dann ist dies auch keine Frage der Ortsteile, sondern eine Frage der Fraktionen, Parteien, der Verwaltung und des Gemeinderates, die in diesem Prozess hin zu diesem Bürgerentscheid die Ortsverfassung so in den Himmel gehoben haben.

Am Ende bleibt es abzuwarten, ob die Fraktionen noch einen Schritt auf die Ortsteile zu machen können oder ob sie sich durch das interfraktionelle Bündnis und die Art und Weise des Umgangs mit der hohen Zahl an Meinungen innerhalb der Ortschaften sich selbst ein Bein gestellt haben.

Egal, wie der heutige Tag politisch für Hüfingen endet. Bei der nächsten Gemeinderatswahl wird vielen Hüfingerinnen und Hüfingern wahrscheinlich der diesjährige Prozess und das Danach im Kopf bleiben und die Wahl eines neuen Gemeinderats beeinflussen.

Die Hüfinger Lärmschutzwand – ein Kunstobjekt

Oder ein Neubau, der schon vor Fertigstellung ein Sanierungsfall ist?

Von wegen Sommerloch. Da ist man mal gerade eine Woche im Urlaub und stellt nach Rückkehr fest, daß sich doch immer wieder Einiges tut.
Über die, von ihrer optischen Erscheinung nicht gerade ansprechende Lärmschutzwand, sowie über ihren Zweck, den sie offensichtlich, nach Aussage vieler Anwohner, nur mäßig bis gar nicht erfüllt, wurde ja nun schon des öfteren berichtet. Genauso wie über die ganz offensichtlichen Baumängel, in Form von den weithin sichtbaren Rissen.

Wen wundert es da, wenn nun nach noch nicht einmal einem Jahr bereits die ersten Instandsetzungsarbeiten stattfinden.
Nun fragt sich der Betrachter natürlich, was genau denn nun dort gemacht wird? An einigen der Elemente werden die Risse „verspachtelt“ und mit irgendwelchen Ventilen oder Bolzen versehen. Es stellt sich die Frage, warum wird das nicht an allen Elementen gemacht, denn Risse sind ja überall vorhanden.
Was ist der Sinn und Zweck dieser Maßnahme? Bleibt das derzeitige Aussehen der Lärmschutzwand das Endgültige, oder wie wird die Wand letztendlich zum Wohngebiet hin aussehen?
Vielleicht beantwortet diese Fragen das zuständige Regierungspräsidium Freiburg, das von mir diesbezüglich angeschrieben wurde.

Nachtrag vom 06.09.2021:

Heute kam bereits die Antwort des zuständigen Projektleiter beim Regierungspräsidium Freiburg, Abt 4 Mobilität, Verkehr, Straßen, Projektleitung Brücken- u. Straßenbau, die ich hier auszugsweise zitiere.

Zitat:

„Von der ausführenden Firma der LSW ist die Übergabe einer vertragsgerechten Leistung zugesichert.

Derzeit werden die Risse auf der Rückseite der Lärmschutzwand mittels eines Injektionsverfahrensmittels mit Klebepackern kraftschlüssig mit Epoxidharz verpresst.

Zum Abschluss der Arbeiten wird eine entsprechende Optik mit einheitlicher Farbgebung hergestellt.

Weitere Arbeiten an der Lärmschutzwand sind noch nicht abgeschlossen. Diese werden jedoch im Laufe  des Spätjahres fertiggestellt sein.

Ich hoffe ich konnte Ihnen damit behilflich sein !

Zitatende!

Einen, nach meinem Dafürhalten, weitaus schöneren Anblick bietet die Lärmschutzwand seit einigen Tagen von der Straßenseite her.
Hier hat die Graffiti-Szene die Wand für sich entdeckt und legal, oder illegal, zumindest partiell verschönert.

Ich finde die Darstellung sehr gelungen. Vielleicht sollte man sich von offizieller Seite Gedanken machen und sich dazu durchringen, ob denn die hässliche Seite zum Wohngebiet hin nicht auch und dann natürlich legal, auf diese Art und Weise verschönert werden sollte.

Wenn man das Ganze als Event in Form eines Wettbewerbs, mit klaren Vorgaben aufzieht und diverse Künstler dafür gewinnen könnte, wäre sowohl der Graffiti-Szene, als auch den Anwohnern sicherlich geholfen.
So ein Event wäre bestimmt ein Gewinn für das Image von Hüfingen. Nur mal so als Anregung für alle zuständigen Verantwortlichen.

Nachtrag vom 07.09.2021

Am 07.09.2021 habe ich noch die nachfolgenden Detailaufnahmen von der Lärmschutzwand machen können

Es bleibt abzuwarten, was an der Lärmschutzwand noch alles saniert wird. Laut der Antwort des Regierungspräsidiums soll ja bis zum Spätjahr die Wand fertiggestellt sein.

Wildwest Teil II

Ich habe ja bereits über die Wildwest-Zustände  auf Hohen II geschrieben. Noch desolater sieht es dort in Sachen Grünanlagen und Bepflanzungen aus. Klar im wilden Westen gab es auch viel Staub und Dreck und außer ein paar durch die Gegend fliegenden Steppenläufer (Salsola tragus) genannt Steppenhexen, die sich so versucht haben zu vermehren, sieht man meist in diesen Dörfern des Wilden Westen nichts an Grünzeug.

Die dort lebenden Menschen waren auch eher an einem gut bestückten Saloon interessiert und an den Pfählen davor an denen sie ihre Pferde angebunden haben.

Eine frappierende Ähnlichkeit mit dem staubigen Hohen II Dorf.

Die Bewohner nutzen die dort angepflanzten Bäume oder Pfähle, je nach vorgefundenem Zustand zur Ablagerung diverser Müllvariationen, oder als Pissoir für die Hunde, die in großer Anzahl durch das Wohngebiet streifen. Der Förster Wohlleben hat für diese modernen Holzpfähle mit Grünbesatz in Beton sogar einen Namen „Straßenkinder“ Die wenigen Grünflächen im Dorf sind entweder zu Tode gemäht oder, erinnern an besagte  Staubhexen allerdings festgemacht zwischen grauen Schotterhaufen oder aber, sie strahlen in gedeckten Brauntönen, sofern öffentlich.

Pferde sind selbstverständlich durch PS-starke Wagen ersetzt, die wiehernd durch die Straßen gefahren werden, um möglichst zu zeigen was man hat oder weiteres Material heranzuschaffen. Die Wagen werden bevorzugt in Reihe auf die öffentlichen bräunlichen Streifen geparkt oder knapp an einem Baum vorbeigeführt. Ein Anbinden ist ja in dem Fall nicht mehr notwendig. Das erinnert dann stark an die überfallartigen Reitertruppen die wild um sich schießend zum Saloon galoppieren oder das Ankommen eines Wagentrecks der entsprechend Staub aufwirbelt bei seiner Ankunft.

Auch wenn die Besiedlung auf dem unwirtlichen Hohen II noch nicht ganz abgeschlossen ist und der vor den Toren ausgebaute Trail zwar hörbar aber nicht mehr sichtbar ist, so scheint es, das einige Bewohner in dieser Gegend weiter gerne Wildwest spielen möchten, obwohl man meinen sollte, man hätte dieses Zeitalter lange hinter sich gebracht.

Früher hat wenigstens ein Scheriff für Ordnung gesorgt, wenn die Cowboys es übertrieben haben, doch hier scheint die Stelle genauso vakant zu sein wie die eines Bauamtsleiters in Hüfingen.

Eine Änderung der Zustände wäre zumindest für einige Bewohner wünschenswert bevor das Dorf endgültig verstaubt ist. Und es wäre wünschenswert, wenn die Bewohner des Hohen II das gemeinschaftliche Eigentum nicht als ihr Eigentum verständen und es genauso pflegten, wie die eigene Bar und die Grillstation in ihrem Vorgarten.

Wildwest auf Hohen II

Abgesägte Parkverbotsschilder, parkende Autos auf Grünstreifen, zubetonierte Grundstücke, Ignoranz, was die Verpflichtung von Begrünung auf Garagendächern betrifft, ungepflegte Grünflächen durch die Stadt, Schottergärten, wohin man schaut – das ist Hohen II

Das einzigartige Neubaugebiet neben einer bald vierspurigen Autobahn durch einen sehr teuren löchrigen Lärmschutzwall notdürftig geschützt, dessen Grundstücke vermutlich mit Profit verkauft wurden ist das Prunkstück der ökologischen Stadt Hüfingen.

Man sollte meinen, die Grundstücksteuer müsste ausreichen, um das Gebiet anständig zu bepflanzen und die Grünanlagen so in Schuss zu halten, wie die Umrandung des Parkplatzes von Aldi. Aber nein, es interessiert schlichtweg die Stadtoberen nicht, wie es dort zugeht. Schließlich sind das ja alles Eigentümer, denen man nicht vorschreiben kann wie sie wohnen und wann sie welchen Krach machen. Und schließlich haben dort ja viele Kinder und man sollte meinen, dass sie die Zukunft ihrer Kinder nicht noch mehr aufs Spiel setzen wollen.

Leider weit gefehlt! Es ist manchem Häuslebauer schlichtweg wurscht, wie die Natur vor seiner Haustür leidet. Wichtig ist die gepflegte Grillecke im Garten und genügend Platz für das Heiligsblechle vor der Tür.

Und ob öffentliche Parkplätze seit Jahren mit irgendwelchen Steinen, die vermutlich eher verrotten, als dass sie verlegt werden belegt werden – was solls, interessiert keinen.

Welche Ignoranz herrscht in der Stadtverwaltung?  Aber wichtig ist natürlich die Schaffhauserstraße mit Blümchen zu versorgen und selbst vor Autowerkstätten noch Blumenbeete zu pflanzen, statt den Bewohnern auf Hohen II ein Umfeld zu schaffen, in dem es sich leben lässt.

Grüße aus dem Wilden Westen Hohen II in dem das Faustrecht regiert und der Scheriff ein Schläfchen hält.

Initiative gegen ein Kirchturmdenken

Kommentar von Kurt Wallschläger zum Zeitungsbericht „Initiative gegen ein Kirchturmdenken“ vom 13.08.21

Nun gibt es also 2 Initiativen bezüglich der Wiedereinführung der Unechten Teilortswahl in Hüfingen. Beide wollen die Hüfinger Bürger fair über die Vor- und Nachteile dieses Wahlsystems aus unterschiedlicher Sicht aufklären und für ihre Argumente werben. Das hört sich grundsätzlich gut und vernünftig an.

Leider bedienen sich jedoch die erfahrenen Gemeinderäte und Bürgermeisterstellvertreter entgegen ihrer Aussage „Wir wollen ein Miteinander, statt ein Gegeneinander“ bei ihrer Initiative einer Sprache, die das Gegenteil bewirkt.

Die Bezeichnungen „interfraktionelles Bündnis für gesamtstädtisches Denken und Handeln“, „Initiative gegen ein Kirchturmdenken“ und die ständig wiederholte Aussage „Wir denken gesamtstädtisch“ sorgen für ein Klima der Spaltung. Die Botschaft hinter diesen Aussagen ist klar.

Allen Unterstützern der Unechten Teilortswahl wird einfach unterstellt, nicht gesamtstädtisch zu denken. Das ist eine abgrenzende Diffamierung ohne jeglichen Bezug zur Realität und soll nur von den sachlichen Argumenten ablenken. Ein respektvoller Umgang ist das nicht.

Die Aussage von Adolf Baumann „Es wird hier gesamtstädtisch einen Riss geben“ wird so zur realen Gefahr. Die Befürworter der UTW sind nicht nur „Leute vom letzten mal und verschiedene Ortsvorsteher“. Es sind Leute vom letzten mal, alle Ortsvorsteher und auch viele neu dazu gekommene Hüfinger Bürgerinnen und Bürger.

Das Amt des Stadtrats mit dem Amt des Ortsvorstehers zu vergleichen ist Äpfel und Birnen vergleichen. Ein Stadtrat hat Stimmrecht im Gemeinderat, ein Ortsvorsteher nicht.

Herr Baumann spricht zurecht von einer komplizierten Kommunalwahl. Die ungültigen Stimmen bei der Unechten Teilortswahl sind etwa doppelt so hoch wie beim jetztigen Wahlsystem. Das klingt nach viel. Tatsächlich sind aber auch bei einer UTW fast 96% der Stimmen gültig. Unseren Nachbargemeinden Donaueschingen, Bräunlingen und Blumberg reicht das völlig. Im Übrigen wurden bei der letzten Kommunalwahl in Hüfingen 58945 gültige Stimmen abgegeben. Ich kann mir nicht vorstellen, dass die „bis zu 300 Fehlstimmen“ für Baumann bei diesem Stimmenverhältnis einen Unterschied machen, denn auch beim jetzigen System hat er bis zu 150 Fehlstimmen.

Unter Kirchturmpolitik findet man übrigens bei Wikipedia folgende Beschreibung: „Ebenso gilt dies für die Exekutive, wo die Verwaltung ausschließlich die Interessen der eigenen Kommune berücksichtigt ohne die Umstände von Nachbargemeinden in Entscheidungen einzubeziehen.“ Alle Hüfinger Nachbargemeinden haben die Unechte Teilortswahl und bieten ihren Ortsteilen die volle demokratische Teilhabe mit Stimmrecht. Von einem gesamtädtischem Riss habe ich von dort noch nie was gehört.

Unechte Teilortswahl (UTW): das Erfolgsmodell, auch für Hüfingen

08.08.2021 von Kurt Kammerer

Donaueschingen hat sie, Bräunlingen hat sie und Blumberg hat sie auch: ja, die UTW ist ein Erfolgsmodell, das sich über Jahrzehnte bewährt hat. In diesen Nachbarstädten hat jeder Ortsteil eine Stimme im Gemeinderat, während in Hüfingen die meisten Ortsteile im Gemeinderat nicht einmal mehr vertreten sind.

In unseren Nachbarstädten dürfen die Ortsteile bei wichtigen Entscheidungen mitbestimmen, in Hüfingen leider nicht. Ortsvorsteher und Ortschaftsräte dürfen zwar eine eigene Meinung haben, aber sie haben keine Stimme im Gemeinderat und damit kein echtes Mitspracherecht.

Eine faire Lösung schafft die UTW, denn sie sorgt für Mitbestimmung der Ortsteile und zugleich bleiben die demokratischen Mehrheitsverhältnisse erhalten. Die Wähler aus der Kernstadt bestimmen auch mit der UTW weiterhin mehrheitlich über die Zusammensetzung des Gemeinderats. Offensichtlich sind unsere Nachbarstädte mit der UTW gut gefahren. Sonst hätten sie sie abgeschafft. Auch für Hüfingen hat die UTW klare Vorteile, denn sie sorgt für respektvollen Umgang miteinander auch bei schwierigen Themen.

Dass etliche Hüfinger Gemeinderäte gegen die UTW sind, ist nicht neu. Neu ist allerdings deren Behauptung, dass die UTW für den Hüfinger Wähler zu kompliziert sei, während die Donaueschinger, Bräunlinger und Blumberger Wähler offensichtlich gut damit zurecht kommen. Und auch das gesamtstädtische Miteinander profitiert von der UTW, wenn die Ortsteile wie in den Nachbarstädten wieder direkt mitentscheiden dürfen.

Die UTW bringt außerdem frischen Wind in den Gemeinderat durch die gemischte Zusammensetzung. Dieser frische Wind wird in Hüfingen noch mehr gebraucht als anderswo. Die gesamte Hüfinger Bürgerschaft sehnt sich danach, dass das Hüfinger Rathaus für die Hüfinger Bürger endlich transparenter wird und dass die holprige Amtsführung des Bürgermeisters, bei Gebührenfestsetzungen und Bauvorhaben bis hin zur Spekulation mit Bürgergeld bei der Greensill-Bank, vom Gemeinderat besser kontrolliert wird.

Daher, ein klares „JA“ zur Wiedereinführung der UTW!

Die Geschichte der Flugplätze im Schwarzwald-Baar-Kreis

Buchvorstellung von Rolf Ebnet am 15. Juli 2021

Entstehung – Basis der Luftwaffe im Dritten Reich – Nachkriegszeit

Viele Jahre habe ich die Geschichte der Flugplätze im Schwarzwald-Baar-Kreis recherchiert. 

Herausgekommen ist ein Buch mit teilweise dramatischen Ereignissen, die den meisten Bürgen fast unbekannt sind. 

Es geht um die (fast) vergessene Geschichte der Flugplätze Villingen, Donaueschingen und Hüfingen.

Nur noch wenige wissen von dem Hüfinger und Villinger Flugfeld, die 1938 geplant und gebaut wurden.

Auf dem Gelände der heutigen Riedseen wurde ein Feldflugplatz angelegt und während des Zweiten Weltkrieges von einer Luftwaffeneinheit als Basis genutzt.

Neben der Entstehung des Flugfeldes dokumentiere ich in meinem neuen Buch die dramatischen Ereignisse und Luftkämpfe der jungen Piloten, die von Hüfingen starteten und oft nicht zurückkamen.

Hierfür habe ich über Jahre in vielen Archiven recherchiert. Auch konnte ich zahllose Zeitzeugen und ehemalige Piloten der Luftwaffe befragen und konnte somit auf viele unveröffentlichte Fotos und Dokumente zurückgreifen, die die Ereignisse lückenlos beschreiben und verständlich nachvollziehen lassen. 

Briefe, die von den Piloten an ihre Lieben zuhause geschrieben wurden, aber auch Zeitzeugenberichte Hüfinger Bürger geben dem Leser einen tiefen Einblick in die damalige Zeit und lassen diese ganz nahekommen.

Neben sachlicher Information sind die Ereignisse während des Krieges spannend geschrieben und dokumentiert.

Das Buch kostet € 29.- und ist über den Buchhandel, Foto Donau in Donaueschingen oder direkt bei mir (luftakrobat@icloud.com) zu beziehen.

Wiedereinführung der Unechten Teilortswahl

Hier die unzensierte Fassung von unserem heutigen Beitrag im Hüfinger Boten.

Stellungnahme Michael Steinemann, BFSO/DIE GRÜNEN-FRAKTION zur Wiedereinführung der Unechten Teilortswahl

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

die Möglichkeit für die Bürgerinnen und Bürger unmittelbar über eine kommunalpolitische Sachentscheidung selbst zu bestimmen, ist sehr selten. Am 26. September 2021 haben Sie beim Bürgerentscheid die Gelegenheit dazu! Mit Ihrer Ja-Stimme für die Wiedereinführung der Unechten Teilortswahl können Sie die Fehlentwicklung der letzten Jahre in unserer Stadt korrigieren.

Ohne Anlass wurde 2007 vom damaligen Gemeinderat das bis dahin erfolgreiche Modell der Unechten Teilortswahl, die jedem Teilort einen garantierten Sitz im Hüfinger Gemeinderat zusichert, abgeschafft. Der dadurch entstandene Schaden ist groß und kann nun durch Sie behoben werden.

Was waren die damaligen Argumente gegen die Unechte Teilortswahl?

  1. „Die Ortsteile sind doch noch durch ihre Ortsvorsteher vertreten.“ Aktuelle Situation: Ja, die Ortsvorsteher kämpfen für ihre Ortsteile. Sie werden aber allzu oft überhört, da ihnen der Rückhalt fehlt. Zudem besitzen sie kein Stimmrecht.
  2. „Der Gemeinderat stimmt nie gegen Entscheidungen der betroffenen Ortschaftsräte.“ Aktuelle Situation: Leider wurde dies trotzdem in den vergangenen Jahren nachweislich zur Genüge und ohne Not getan.
  3. „Die Befugnisse/Verfügungsmittel der Ortschaftsräte/Ortsvorsteher werden als Ausgleich erhöht.“ Aktuelle Situation: Dies wurde nicht umgesetzt.
  4. „Ohne Unechte Teilortswahl haben die Ortsteile sogar die Chance noch mehr Stadträte zu stellen.“ Aktuelle Situation: Genau das Gegenteil ist eingetroffen. Mittlerweise sind nur noch zwei Ortsteile im Gemeinderat vertreten.

Liebe Hüfingerinnen, liebe Hüfinger, durch die Wiedereinführung der Unechten Teilortswahl verliert niemand etwas! Im Gegenteil, endlich kann die Stadt auf die jahrzehntelange Erfolgsspur zurückkehren. Es ist wichtig, dass alle Teilorte im Gemeinderat wieder gehört werden und alle Teile unserer Stadt am gleichen Strang ziehen.

Ein „eigener“ Stadtrat hat vor Ort gute Ortskenntnisse und Netzwerke, kann die Sorgen und Nöte Richtung Kernstadt transportieren und nicht zuletzt auch im Gemeinderat für Mehrheiten sorgen. „Hüfingen hat in all seinen Ortsteilen Jahrzehnte friedlich und erfolgreich zusammengearbeitet. Unfrieden würde nicht durch die Beibehaltung der Unechte Teilortswahl, sondern durch ihre Abschaffung entstehen.“ Diese beiden Sätze stammen aus dem Jahr 2007 von Erwin Teufel und Franz Schuhmacher. Beide ehemaligen Landespolitiker sollten Recht behalten.

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, Sie konnten unserer Fraktion bei den durch uns ehrlich und sachlich geführten Debatten über Lärm- und Umweltschutz, Transparenz oder eben auch den fairen Umgang mit unseren Ortsteilen vertrauen. Vertrauen Sie uns auch jetzt und stimmen am 26. September 2021 mit

JA, FÜR DIE WIEDEREINFÜHRUNG DER UNECHTEN TEILORTSWAHL!

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