Die Lärmschutzwand in Hüfingen

Da die „Halfpipe“ noch immer nicht fertig, bzw. saniert ist, möchten wir den 1. Artikel von Andreas Hofmann hierzu nach oben kramen in dem er die Wand anhand der Zeichnungen erklärt. Anton Knapp hat auch der Zeitung erzählt, wie alles kam. Sehr lesenswerter Artikel! Es kommt dabei raus, dass der letzte Bürgermeister hier wohl hauptverantwortlich war, dass Hüfingen eine Million bezahlen muss. Vielleicht schafft es ja unser neuer Bürgermeister hier noch etwas abzuwehren.

Hier gibt es die Beiträge dazu:

Beitrag vom 28. November 2020 von Andreas Hofmann

In Ergänzung zum Bericht von Heike Boeke möchte ich noch ein paar Bilder zur Lärmschutzwand in Hüfingen, die die B27 vom Wohngebiet Hohen II trennt, zeigen. Denn Bilder sprechen für sich und dann kann sich jeder einen eigenen Eindruck von diesem Schutzwall machen.
Denn zwischen dem, was in einer Gemeinderatssitzung im April 2017 vorgestellt wurde und dem, was dann letztendlich im März 2020 beschlossen wurde, liegen Welten. Um nicht zu sagen, das Eine hat mit dem Anderen nichts mehr zu tun.

So wurde die Lärmschutzwand im April 2017 vom RP Freiburg anläßlich einer Gemeinderatssitzung in Hüfingen vorgestellt. Die Unterlagen sind im Internet frei verfügbar
Die ursprünglich geplante Variante im Schnitt
Ansicht von der B27 her. Sicherlich um einiges ansprechender als das jetzige Bollwerk
Hier kann man deutlich sehen, dass die ursprüngliche Variante vom Wohngebiet her bepflanzt worden wäre.
Und das wurde jetzt daraus. Zumindest sieht es so aus, als ob es Richtung Wohngebiet doch noch einen kleinen Erdwall geben wird. Ob der allerdings viel verdecken wird, bleibt anzuwarten.
Die Lärmschutzwand in ihrer ganzen Pracht. Es hat schon etwas apokalyptisches, wie aus einem Science-Fiction-Film.
Das südliche Ende der Lärmschutzwand. Hier führt sie Richtung Westen zur B31 Richtung Freiburg.
Der Blick auf die Wand direkt von der ersten Häuserreihe aus gesehen.
Am südlichen Ende ist die Lärmschutzwand nur noch eine Mauer.

Insgesamt kann man sagen: Schön ist anders.
Oder war es der nicht ganz mißlungene Versuch, ein bißchen Stammheim-Feeling nach Hüfingen zu holen? Bleibt abzuwarten, ob nicht zumindest Richtung Wohngebiet noch etwas Grünes draus wird.

Mein Freund der Baum ist tot – zumindest bald!

Ein Abgesang auf die Natur auf Hohen II

In der Gemeinderatssitzung vom 28.10.21 wurde mir mitgeteilt, dass es wünschenswert ist, wenn Hausbesitzer Stellplätze auf ihren Grundstücken anlegen, egal ob notwendig oder nicht. Das jedoch Stellplätze angelegt werden, ohne zuvor eine Baugenehmigung einzuholen ist dann doch etwas dreist. Und dass dafür öffentliche Flächen die teuer erstellt wurden wieder überbaut und damit unser Geld vergraben wird ist ja in Hüfingen eh egal bei den Millionen die da in den Sand gesetzt wurden. Wenn die offensichtlich von unserem Bürgermeister persönlich gezählten Bäume an der Max-Gilly-Strasse  weiter erhalten werden sollen, sollte man sich überlegen wie viele Stellplätze und  Betonflächen noch erforderlich sind  und der Lebensraum diese für unseren Planeten so wichtigen Pflanzen weiter eingeschränkt wird. Schön dass unser aller Baum noch stehen bleiben darf! Die Frage stellt sich mir nur wie lange? Denn er hat schon viel erlebt, dieser Baum.

Als kleines Stämmchen gepflanzt in einer damals noch offenen Landschaft. Dann kam der erste Schock. Der Hausbesitzer grub seine Leitungen  so oft ein und aus, dass die Wurzeln des kleinen, unermüdlichen Gesellen in der Luft hingen. Doch er widerstand, denn er wollte weiter leben und wachsen, den Vögeln Heimat bieten und uns mit frischer Luft versorgen. Stille zog ein, bis die Stadt Hüfingen entschied einen Bürgersteig samt Grünstreifen in Abgrenzung zur „Sammelstraße Max-Gilly“ zu gestalten. Wieder wurde gegraben. Das Bäumchen, das inzwischen zu einem doch recht stattlichen Baum herangewachsen war krallte sich mühsam in den Untergrund dessen er beraubt wurde. Die Wurzeln hingen wieder in ungewohnter Umgebung in der Luft. Doch auch das überlebte er, denn der Grünstreifen, der ihm zur Verfügung gestellt wurde gab Nahrung und war Heimat vieler Millionen Mikroorganismen, die mit ihm in Einklang lebten, auch wenn mancher Hund die Erde mit seinem Urin tränkte.

Dennoch war er glücklich. Das sah man an seinem wunderschönen  runden Laubdach, das sich in diesem Jahr besonders schön färbte. Nun jedoch wird ihm dieser Grünstreifen entzogen werden, weil Stellplätze nun mal wichtiger sind als er, der uns seit Jahren erfreut und Heimat für so viele ist. Ob er diesen erneuten Eingriff überleben wird? Ich jedenfalls würde es mir wünschen, denn er hat schon vieles erlebt, dieser Baum. Und auch, wenn niemand ihn wahrgenommen hat, so wird er mir fehlen, wenn er diesen erneuten Eingriff auf Dauer nicht überlebt. Die Stadt Hüfingen wird sicherlich noch ein paar Ausgleichflächen haben auf denen „Blumenwiesen“ gesät werden, doch dieser Baum ist definitiv mehr wert. Ich werde also weiter beobachten, ob die Zusagen der Stadt Hüfingen wirklich eingehalten werden.

Die Schottergruben von Brigobannis

Zur Zeit der Römer war Schotter das wichtigste Baumaterial für den Straßenbau. Ein sehr typisches Merkmal der Römerstraße im Alpenvorland ist die Dammschüttung gewesen. Die Römer schütteten vor allem in Gebieten, in denen man im Winter mit heftigen Schneefällen zu rechnen hatten zum Teil 10 Meter breite Dämme aus Schotter für die  Fahrbahn auf.

Offensichtlich gibt es aus dieser Zeit noch viele Schottergruben, die der eigentlichen Nutzung entzogen wurden, denn die heutigen Bewohner von Brigobannis lieben es sich den Schotter direkt vor die Tür zu kippen.

Und jetzt Scherz beiseite: Als Gebietskörperschaften sind Gemeinden zuständig, wenn es um die Regelungen für die Flächennutzung geht. Die Summe vieler kleiner Vorgärten stellt in einer Kommune durchaus eine große Fläche dar, weshalb es vielerorts Vorgaben und Empfehlungen für Haus und Grundbesitzer gibt. In Zeiten des Klimawandels sind Kommunen zudem gefragt Anpassungsmaßnahmen zu entwickeln, damit vor Ort das Klima erträglicher und das (Hoch-)Wassermanagement sicherer wird. Die rechtlichen Vorgaben dazu finden sich im Baugesetzbuch. Dort wird zu einer Bauleitplanung vorgegeben, dass Flächennutzungsplan und Bebauungspläne dazu beitragen sollen eine menschenwürdige Umwelt zu sichern und die natürliche Lebensgrundlage zu schützen und zu entwickeln.  Dazu sind gemäß §1 Abs. 6 BauGB insbesondere auch die allgemeinen Anforderungen an gesunde Wohnverhältnisse sowie Belange des Umweltschutzes zu berücksichtigen. Kommunen können auch übergreifende Satzungen für die Gestaltung bestimmter Flächen erlassen, wie zum Beispiel eine Vorgartensatzung. Rechtlich steht eine solche auf gleichem Niveau wie ein Bebauungsplan, ist also verbindlich, hat aber in der Regel einen übergreifenden räumlichen Geltungsbereich. Die kommunalen Satzungen werden mit den Gemeinderäten politisch verhandelt und mehrheitlich beschlossen.

Doch in Hüfingen gilt : Schotter statt Pflanzen, Grau statt Grün. Doch was ist Schotter und was ist Stein? Der Frage wollen sich zumindest die Hüfinger Gemeinderäte nicht stellen und verwiesen auf  höhere Ebenen die durch Personalmangel geprägt und daher untätig bleiben werden. Wie einfach macht es sich unser Gemeinderat? Aber ganz im Sinne von Brigobannis scheint es auch heute noch üblich zu sein Schotterhalden aufzuschütten und es schick zu finden und das auch noch mit Genehmigung eines hier überwiegend untätigen Gemeinderates.  Gesetze haben wir genug, es liegt leider am minimalen Willen der Beteiligten diese durchzusetzen. Hier würde ich mir als Bürgerin von den Stadtoberen wesentlich mehr  Schwung wünschen und zwar nicht nur, wenn eine in ihren Augen unästhetische Wand den Blick auf tote Rasenflächen verwehrt.

Wildwest Teil II

Ich habe ja bereits über die Wildwest-Zustände  auf Hohen II geschrieben. Noch desolater sieht es dort in Sachen Grünanlagen und Bepflanzungen aus. Klar im wilden Westen gab es auch viel Staub und Dreck und außer ein paar durch die Gegend fliegenden Steppenläufer (Salsola tragus) genannt Steppenhexen, die sich so versucht haben zu vermehren, sieht man meist in diesen Dörfern des Wilden Westen nichts an Grünzeug.

Die dort lebenden Menschen waren auch eher an einem gut bestückten Saloon interessiert und an den Pfählen davor an denen sie ihre Pferde angebunden haben.

Eine frappierende Ähnlichkeit mit dem staubigen Hohen II Dorf.

Die Bewohner nutzen die dort angepflanzten Bäume oder Pfähle, je nach vorgefundenem Zustand zur Ablagerung diverser Müllvariationen, oder als Pissoir für die Hunde, die in großer Anzahl durch das Wohngebiet streifen. Der Förster Wohlleben hat für diese modernen Holzpfähle mit Grünbesatz in Beton sogar einen Namen „Straßenkinder“ Die wenigen Grünflächen im Dorf sind entweder zu Tode gemäht oder, erinnern an besagte  Staubhexen allerdings festgemacht zwischen grauen Schotterhaufen oder aber, sie strahlen in gedeckten Brauntönen, sofern öffentlich.

Pferde sind selbstverständlich durch PS-starke Wagen ersetzt, die wiehernd durch die Straßen gefahren werden, um möglichst zu zeigen was man hat oder weiteres Material heranzuschaffen. Die Wagen werden bevorzugt in Reihe auf die öffentlichen bräunlichen Streifen geparkt oder knapp an einem Baum vorbeigeführt. Ein Anbinden ist ja in dem Fall nicht mehr notwendig. Das erinnert dann stark an die überfallartigen Reitertruppen die wild um sich schießend zum Saloon galoppieren oder das Ankommen eines Wagentrecks der entsprechend Staub aufwirbelt bei seiner Ankunft.

Auch wenn die Besiedlung auf dem unwirtlichen Hohen II noch nicht ganz abgeschlossen ist und der vor den Toren ausgebaute Trail zwar hörbar aber nicht mehr sichtbar ist, so scheint es, das einige Bewohner in dieser Gegend weiter gerne Wildwest spielen möchten, obwohl man meinen sollte, man hätte dieses Zeitalter lange hinter sich gebracht.

Früher hat wenigstens ein Scheriff für Ordnung gesorgt, wenn die Cowboys es übertrieben haben, doch hier scheint die Stelle genauso vakant zu sein wie die eines Bauamtsleiters in Hüfingen.

Eine Änderung der Zustände wäre zumindest für einige Bewohner wünschenswert bevor das Dorf endgültig verstaubt ist. Und es wäre wünschenswert, wenn die Bewohner des Hohen II das gemeinschaftliche Eigentum nicht als ihr Eigentum verständen und es genauso pflegten, wie die eigene Bar und die Grillstation in ihrem Vorgarten.

Wildwest auf Hohen II

Abgesägte Parkverbotsschilder, parkende Autos auf Grünstreifen, zubetonierte Grundstücke, Ignoranz, was die Verpflichtung von Begrünung auf Garagendächern betrifft, ungepflegte Grünflächen durch die Stadt, Schottergärten, wohin man schaut – das ist Hohen II

Das einzigartige Neubaugebiet neben einer bald vierspurigen Autobahn durch einen sehr teuren löchrigen Lärmschutzwall notdürftig geschützt, dessen Grundstücke vermutlich mit Profit verkauft wurden ist das Prunkstück der ökologischen Stadt Hüfingen.

Man sollte meinen, die Grundstücksteuer müsste ausreichen, um das Gebiet anständig zu bepflanzen und die Grünanlagen so in Schuss zu halten, wie die Umrandung des Parkplatzes von Aldi. Aber nein, es interessiert schlichtweg die Stadtoberen nicht, wie es dort zugeht. Schließlich sind das ja alles Eigentümer, denen man nicht vorschreiben kann wie sie wohnen und wann sie welchen Krach machen. Und schließlich haben dort ja viele Kinder und man sollte meinen, dass sie die Zukunft ihrer Kinder nicht noch mehr aufs Spiel setzen wollen.

Leider weit gefehlt! Es ist manchem Häuslebauer schlichtweg wurscht, wie die Natur vor seiner Haustür leidet. Wichtig ist die gepflegte Grillecke im Garten und genügend Platz für das Heiligsblechle vor der Tür.

Und ob öffentliche Parkplätze seit Jahren mit irgendwelchen Steinen, die vermutlich eher verrotten, als dass sie verlegt werden belegt werden – was solls, interessiert keinen.

Welche Ignoranz herrscht in der Stadtverwaltung?  Aber wichtig ist natürlich die Schaffhauserstraße mit Blümchen zu versorgen und selbst vor Autowerkstätten noch Blumenbeete zu pflanzen, statt den Bewohnern auf Hohen II ein Umfeld zu schaffen, in dem es sich leben lässt.

Grüße aus dem Wilden Westen Hohen II in dem das Faustrecht regiert und der Scheriff ein Schläfchen hält.

Der Spielplatz im Baugebiet Auf Hohen II

Eine „scheinbar“ unendliche Geschichte

Kinder lieben ja Märchen, so auch das Märchen von Michael Ende mit dem Titel „Die unendliche Geschichte“. Noch lieber sind Kindern aber Dinge, die sie anfassen, begreifen und benutzen können. Wo sie ihre Zeit zusammen mit Freunden verbringen können.

Seitens der Stadtverwaltung erging am 07.05.2020 die Entscheidung, dass im Neubaugebiet Auf Hohen II ein Spielplatz gebaut werden soll, der sich vornehmlich an jüngere Kinder bis 6 Jahre richtet.

Was sich auf dem Spielplatz alles an Ausstattung befinden soll, läßt sich am oberen Bild feststellen, wobei erwähnt werden muß, dass ein Gemeinderat der Fraktion der BFSO/Grünen sogar die Eltern bei der Ausstattung des Spielplatzes beteiligen wollte. Dazu kam es dann leider nicht.

Am 23.07.2020 wurde im Rahmen einer öffentlichen Gemeinderatssitzung eine Firma mit der Lieferung der Geräte beauftragt.

Wenn man sich heute, über ein Jahr nach Beschlußfassung und fast ein Jahr nach Auftragsvergabe für die Ausstattung, das Gelände des zukünftigen Spielplatzes anschaut, stellt man fest, da hat sich nach einem Jahr leider noch nichts getan. Hoffen wir mal, dass der Spielplatz keine unendliche Geschichte wird und die jüngeren Bewohner im Neubaugebiet noch in den Genuß kommen, diesen auch benutzen zu können, bevor sie dem entsprechenden Alter entwachsen sind.
Vielleicht erklärt sich ja die Stadtverwaltung gegenüber den betroffenen Eltern mal, wann es soweit sein soll.