Hüfingen und Ökologie

Im Juni hatte ich hier geschrieben, dass das Industriegebiet Palmhof unser Trinkwasser bedroht.

Dies ist nichts neues und ich möchte unten an den Beitrag von Professor Dr. Günther Reichelt erinnern, den er uns hierzu im Oktober 2019 noch geschenkt hatte.

Hüfingen und Ökologie
12.10.2019 von Professor Dr. Günther Reichelt

In Hüfingen soll eine der rund 20 Biogasanlagen im Städtedreieck, diesmal zu Füßen des Schellenbergs, beim Palmhof, erweitert werden. Das sei nötig „zur Versorgung der Gewerbegebiete Stetten und Niederwiesen“ lässt der Besitzer durch seinen Planer mitteilen. Damit wird eine Änderung des Flächennutzungsplans bzw. Bebauungsplans erforderlich, welche der Gemeindeverwaltungsverband vornimmt. Dabei sind alle wichtigen Belange – dafür und dagegen – zu prüfen und gegeneinander abzuwägen.

Sagt das Gesetz. Und so sollte es sein.

Dazu gehören folglich nicht nur die Absichten des Unternehmens, sondern auch ob tatsächlich Bedarf dafür besteht. Und natürlich zählen dazu auch mögliche Auswirkungen auf die Umwelt, etwa das Grundwasser, die Trinkwasserversorgung, die zunehmende Versiegelung durch weitere Bauwerke sowie mögliche Einflüsse auf das Gesamtgefüge der ökologischen Faktoren einer Landschaft. Mal ganz abgesehen vom Landschaftsbild.

Dazu sind Fachkenntnisse nötig und nachvollziehbar einzubringen. Etwa zur Ökologie: heute ein Modewort zu jedermanns beliebiger Verfügung. In Wahrheit eine außerordentlich komplizierte Wissenschaft, die allein uns Auskunft über die tatsächliche Belastung sowie die Belastbarkeit unserer engeren oder weiteren Umwelt geben kann. Als ausgewiesener Forscher und Lehrer dieses Fachbereichs steht mir diese Aussage zu.

Hat also die gebotene Abwägung stattgefunden?
Nun ja, der Planer (und Verkäufer?) hat den Bedarf aus seiner Sicht dargelegt. Das genügte offenbar, denn eine transparente Prüfung von anderer Seite unterblieb. Wohl brachte der anerkannte Naturschutzverband „BUND“ seine ausführliche schriftliche Stellungnahme zu den Auswirkungen der Maßnahme vor: fundiert und sachlich wohlbegründet mit Blick auf die gesamte Landschaft. Eingeschlossen die baulichen, die wasser- und landwirtschaftlichen Folgen. Sogar aus dem Gemeinderat waren einige warnende Stimmen zu hören, die auf die Trinkwassersituation, die Verdichtung durch Baukörper oder die Monotonisierung der umgebenden Landschaft, speziell durch vermehrten Maisanbau, verwiesen.

Doch das abwägende Gremium antwortete überwiegend mit Häme oder unterstellte, was so gar nicht behauptet worden war (Stichwort Anmoor). Der Planer (= Verkäufer?) beschwichtigte schließlich: alle negativen Folgen würden durch geeignete Maßnahmen vermieden. Das war’s dann.

Kein Wort zur Notwendigkeit der Erweiterung – Stichworte: Zukunft der Biogasanlagen im Kontext alternativer Energiequellen, welche Biomasse und woher? Welche Auswirkungen auf das gesamte ökologische Gefüge? Des Planers (und Verkäufer?) lakonische Zusammenfassung: wird alles berücksichtigt.

Denn da gibt es ja z. B. die „homepage“ von Hüfingen. Und die verspricht dem Leser unter dem (fragwürdigen) Begriff „Natur und Landschaft“ eine „großartige Natur- und Erholungslandschaft“, liegt die Stadt doch „inmitten einer weitgehend unberührten Naturlandschaft“. Folglich heißt es weiter: „Hüfingen fühlt sich in besonderer Weise der Ökologie und dem Umweltschutz verpflichtet“, und das sei Richtschnur „für jegliches Verwaltungshandeln.
Ja, dann… alles „paletti“?

Aber da fällt mir das „Zentrallager Lidl“ ein, und ich denke an die einzigartigen Trollblumen, das Wollgras, den ehemals dort brütenden Kiebitz, oder an die Niederwiesen mit den verschlungenen Quellbächen zu Füßen des Schellenbergs und seine bunten Wiesen und Raine mit ihren botanischen Kostbarkeiten und vielfältigem Insektenleben.

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Nicht nur für Hunde: Gewässer im Hochsommer meiden

Breg bei Bräunlingen

Gestern habe ich die Warnung von Donaueschingen gepostet:

Im Riedsee wurden jetzt auch Cyanobakterien gefunden!

Aus aktuellem Grund möchte ich das hier vom Juni wieder nach oben holen.

Ich dachte eigentlich, dass es im Kofenweiher länger geht, aber bitte geht auch dort nicht mehr schwimmen so lange es so warm ist. Wenn die Gewässer zu warm werden, wachsen oft Cyanobakterien. Diese sind umgangssprachlich als Blaualgen bekannt und können unter anderem auch ziemlich giftige Toxine produzieren.

Cyanobakterien

Cyanobakterien zeichnen sich durch ihre Fähigkeit zur oxygenen Photosynthese aus. Einige Cyanobakterien enthalten neben anderen Photosynthese-Farbstoffen blaues Phycocyanin und ihre Farbe ist deshalb blaugrün. Es gibt aber auch welche die kein Phycocyanin enthalten und daher nicht blaugrün gefärbt sind, von daher ist dies kein Zeichen für diese Bakterien.

Planktothrix rubescens, die Burgunderrotalge unter dem Mikroskop

Planktothrix rubescens, Burgunderrotalge aus dem Behlaer Weiher unter dem Mikroskop

Cyanobakterien sind als Prokaryoten nicht mit Algen verwandt, sondern zählen zu den ältesten Lebensformen überhaupt. Es sind mehr als 2000 Arten von Cyanobakterien bekannt und viele noch gar nicht beschrieben. Ich will jetzt hier nicht über Cyanobakterien dozieren, wer mehr wissen möchte, soll bei Wikipedia nachschauen: https://de.wikipedia.org/wiki/Cyanobakterien.

Worauf ich raus will ist, dass Cyanobakterien sehr unterschiedliche Toxine produzieren können, so das Neurotoxin BMAA (β-Methylamino-alanin). Bei einer Vermehrung von bestimmten Cyanobakterien, bei der sogenannten „Blaualgenblüte“, können Toxine wie BMAA in großen Mengen in das Wasser gelangen und das führt dann zu Vergiftungen.

Toxine im Gewässer

Es gibt also einiges im Wasser das Giftstoffe produzieren kann. Dies wird durch Regenmangel, Hitze und die Überdüngung beschleunigt. Es ist ja auch so, dass die Breg an vielen Stellen nicht sonderlich schnell fließt und gerade im Sommer auch Pfützen bildet und ganz austrocknen kann.

Breg bei Bräunlingen

Röthenbach bevor er in die Breg läuft

Verfaulender Krötenlaich durch überdüngtes Wasser

Es gibt also nicht nur das Gift, das durch den Menschen eingebracht wurde, sondern auch Bakterien die Toxine produzieren und jede Menge verschiedene Parasiten die sich bei Hitze wohl fühlen.

Giardia
(Dünndarm-Parasit)

Würmer und Wurmeier

Staphylokokken

In den letzten Jahren wurden schon einige Hunde krank vom Höhlensteinweiher. Dann können auch tote Tiere im Wasser liegen, wie der tote Biber der am Abzweig zum Steinerbächle (Mühlibach) verweste. Dies alles fördert sich ja nicht gerade die Qualität.

Steinerbächle beim Kraftwerk

Stadtbächle wird vom Steinerbächle (Mühlibach) abgeleitet

der sogenannte Flutkanal wird in Hüfingen zum Mühlibach

Der Hölensteinweiher wird im Sommer zum „Gärteich“

verwesender Biber am Abzweig Flutkanal


Bitte lasst im Sommer eure Hunde nicht aus dem Wasser trinken!
Ich empfehle auch Kleinkinder nicht unbedingt durch das Stadtbächle laufen zu lassen. Vor allem, wenn man kleine Wunden hat, kann dies schlecht ausgehen.


Unser Baggersee (Kofenweiher) und die Riedseen werden kontrolliert – trotzdem würde ich bei der Hitze aufpassen!

Das Strandbad an der Seemühle wurde übrigens deswegen in den 1950er Jahren geschlossen. Das Wasser war zu ungesund!


Passt auf euch auf!

Untersuchungen im April 2024 zu Glyphosat im Stadtbächle

Am 14. April hatte ich eine Wasserprobe aus dem Stadtbächle genommen und heute kamen die Ergebnisse.

Der ganze Prüfbericht ist weiter unten, hier die wichtigen Ergebnisse im einzelnen:

Das Abbauprodukt von Glyphosat AMPA ist deutlich erhöht im Wasser vom Stadtbächle.

Glyphosat und sein Hauptabbauprodukt AMPA (aminomethylphosphonic acid) adsorbiert an Ton und organischen Substanzen. Der verlangsamte Abbau durch Bodenmikroorganismen führt zur Akkumulation und später zu Auswaschung durch Regen

Die Halbwertszeiten (Zeit, in der die Hälfte der Substanz abgebaut ist) können für Glyphosat, je nach Temperatur und Bodenbedingungen, von 3 bis zu 240 Tagen und für AMPA von 78 bis 240 Tagen reichen, unter Umständen sogar bis zu 875 Tagen. (LfL Bayern)

Glyphosat

Gemäß § 12 Pflanzenschutzgesetz gilt: „(2) Pflanzenschutzmittel dürfen nicht auf befestigten Freilandflächen und nicht auf sonstigen Freilandflächen, die weder landwirtschaftlich noch forstwirtschaftlich oder gärtnerisch genutzt werden, angewendet werden. Sie dürfen jedoch nicht in oder unmittelbar an oberirdischen Gewässern und Küstengewässern angewandt werden.“
https://www.gesetze-im-internet.de/pflschg_2012/__12.html

Wie Glyphosat wirkt hatte ich hier erläutert: https://hieronymus-online.de/efsa-sieht-glyphosat-nicht-kritisch/

Wasserprobe aus dem Stadtbächle
Stadtbächle wird vom Mühlebach abgeleitet
Über der Ableitung vom Stadtbächle
Stadtbächle fließt in die Breg
Stadtbächle fließt an der Feldwegbrücke in die Breg

Burgunderblut im Behlaer Weiher

Planktothrix rubescens, Burgunderrotalge im Behlaer Weiher

Am 23. Juli bekam ich die Fotos unten von unserem Biotopbeauftragten Johannes Geißler:

Vielen Dank an Johannes Geißler für die Fotos!

Gleich am Abend habe ich eine kleine Radtour gemacht, um eine Probe zu ziehen:

Probe ziehen am Behlaer Weiher

Probe aus dem Behlaer Weiher am Abend des 23. Juli 2025

Diese Probe habe ich mit dem Mikroskop angeschaut, um genau sagen zu können um wen es sich hier handelt:


Planktothrix rubescens, die Burgunderrotage unter dem Mikroskop
Planktothrix rubescens, die Burgunderrotage unter dem Mikroskop

Planktothrix rubescens, die Burgunderrotage unter dem Mikroskop
Planktothrix rubescens, die Burgunderrotage unter dem Mikroskop

Planktothrix rubescens, die „Burgunderblutalge“ unter dem Mikroskop

Der deutsche Name „Burgunderblutalge“ ist zwar sehr hübsch, aber Planktothrix rubescens ist keine Alge sondern es sind Bakterien, genauer gesagt Cyanobakterien. Ähnlich der sogenannten „Blaualgen“ die ebenso Cyanobakterien sind.

Burgunderblutalge

Planktothrix rubescens, die Burgunderrotage unter dem Mikroskop

Die „Burgunderblutalge“ mit dem wissenschaftlichen Namen Planktothrix rubescens ist ein millimeterlanges Cyanobakterium mit unverzweigten Zellfäden. Der Name kommt aus dem Griechischen von „im Wasser umherirrendes rötliches Haar“.*

Die typische rote Färbung entsteht aufgrund des rötlichen Phycoerythrins, einem Hilfspigment der Photosynthese.*

Die Burgunderblutalge kann Giftstoffe produzieren, die ins Wasser abgegeben werden, wenn die Zellen zerstört werden. Für Säugetiere sind sie giftig! Aber kein vernünftiger Mensch wird im Behlaer Weiher baden wollen.

Planktothrix rubescens, „Burgunderblutalge“ im Behlaer Weiher

Ihr Name verdankt die Burgunderblutalge einer Legende von der Schlacht bei Murten:
1476 besiegten die Eidgenossen in der Schlacht bei Murten das Heer von Karl dem Kühnen, Herzog von Burgund. Später wenn sich das Wasser des Genfersees rot färbte, glaubte die Bevölkerung, es sei das Blut der in der Schlacht gefallenen Burgunder. Dabei handelte es sich um die Burgunderblutalgenblüte.

Im Frühjahr 1476 marschiert Herzog Karl der Kühne in prachtvoller Rüstung mit seinem burgundischen Heer in Savoyen ein. Im Hintergrund der Genfersee. Abbildung aus der Amtliche Berner Chronik von Diebold Schilling.

Die Schlacht von Murten
Im Frühjahr 1476 marschiert Herzog Karl der Kühne in prachtvoller Rüstung mit seinem burgundischen Heer in Savoyen ein. Im Hintergrund der Genfersee.

Abbildung aus der Amtliche Berner Chronik von Diebold Schilling.
Bern, Burgerbibliothek, Mss.h.h.I.3, p. 599 – Diebold Schilling, Amtliche Berner Chronik, Bd. 3
http://www.e-codices.ch/de/bbb/Mss-hh-I0003/599

Cyanobakterien

Cyanobakterien zeichnen sich durch ihre Fähigkeit zur oxygenen Photosynthese aus. Einige Cyanobakterien enthalten neben anderen Photosynthese-Farbstoffen blaues Phycocyanin und ihre Farbe ist deshalb blaugrün („Blaualge“) oder Phycoerythrin und ihre Farbe ist dann rötlich („Rotalgen“). Jeder kennt die Farben der verschiedenen Quellen vom Yellowstone Nationalpark, auch diese kommen von verschiedenen hitzebeständigen Cyanobakterien.

Cyanobakterien sind als Prokaryoten nicht mit Algen verwandt, sondern zählen zu den ältesten Lebensformen überhaupt. Es sind mehr als 2000 Arten von Cyanobakterien bekannt und viele noch gar nicht beschrieben. Ich will jetzt hier nicht über Cyanobakterien dozieren, wer mehr wissen möchte, soll bei Wikipedia nachschauen.

Worauf ich raus will ist, dass Cyanobakterien sehr unterschiedliche Toxine produzieren können, so das Neurotoxin BMAA (β-Methylamino-alanin). Bei einer Vermehrung von bestimmten Cyanobakterien, bei der sogenannten „Blaualgenblüte“, können Toxine wie BMAA in großen Mengen in das Wasser gelangen und das führt dann zu Vergiftungen.

Steinerbächle, Mühlibach, Steinersäge und das WKA Steiner Säge

Unter dem Wuhr auf der Gemarkung Bräunlingen gibt es ein Abzweig der Breg mit dem Namen „Flutkanal“. Hier fließt dann der sogenannte Gewerbekanal über den „Hermannswinkel“ und wird dann auf einmal Steinerbächle genannt.


Steinerbächle kommt womöglich von der alten Steinersäge die dort mal stand. Laut Chronik war am 24. September 1777 das Sägewerk Scherzinger an einen Vorfahren des Gottlieb Steiner von Hüfingen verkauft worden. Zwei Wasserräder in der Steinerschen Anlage dienten einst dem Betrieb einer Walkerei und einer Sägemühle. Sie wurden am 1. Dezember 1903 mit Genehmigung des Bezirksamtes Donaueschingen durch eine Turbine ersetzt.

Steinersäge aus der Chronik von Hüfingen (1984) gezeichnet von Franz Wintermantel.
Steinersäge aus der Chronik von Hüfingen (1984) gezeichnet von Franz Wintermantel.

Steinersäge, bzw. Sägewerk Scherzinger vielleicht 1950

Fotos: Karl Schweizer

Die Steinersäge ist irgendwann nach 1984 abgebrannt. Bei Karl Schweizer im Fotoalbum heißt sie Sägewerk Scherzinger.


Vermutlich heißt das Gewässer erst Gewerbekanal, dann Steinerbächle (wo die Säge war) und dann ab der Brücke Mühlebach.

Wasserkraftanlage

Im trockenen Jahr 2003 gab es ziemlich Ärger, weil der Kanal leer gelaufen war und deshalb die Fische darin elendig gestorben sind. Seit da macht man es besser und schaut, dass zumindest der Kanal voll bleibt. Deshalb wird dann auch das Kraftwerk aus geschaltet. Der Nachteil bei der Geschichte ist, dass die Breg beim Römerbad im Jahr 2022 total ausgetrocknet ist und die Fischer dort die Fische retten mussten.

Wasserkraftanlage

WKA Steiner Säge

12. August 2022

Gewerbekanal mit Kraftwerken


An diesem Kanal sind zwei Wasserkraftwerke. Einmal das beim Fußballplatz und das andere beim Landesheim. Das am Landesheim heißt „WKA Steiner Säge“.

Landesheim 1988.
Fotos von Karl Schweizer

Kanal mit WKA Steiner Säge

Saichente, en neuentdeckte, schwiizer Exportschlager

Original vom 28. August 2023

„Eidgenössische Armee unterstütz d’Jostäler“

„Wie eine Fee aus hölzernen Wörtern einen märchenhaften Baum mit Blüten, Blättern und Geschichten hegt und pflegt“

frei nach Rafik Schami

gesprochen von Maria Simon

Gestert Obet  hät mich d` Barbara Riesle usem Holzschlag, des isch d`Regieseurin vu de Jostäler Freilichtspiel, ganz vergelschteret aagruefe. „ Mir finde aifach kaini Saichente us Glas, nu so Plaschtik Glumpp. Des kinne mir natierlich nit bringe. Mir wend selli wirklichkeitsnoh die Gschicht vum Glasmache in de Glashitti im Ferndobel verzehle. Au die Requisite und die Werkziig und die ganze Klamotte und d` Kulisse mien doch stimme“. Natierli han i beim Stückleschriebe genau des au welle und genau beschriebbe und verklickeret. Mit de Schauspieler und de ganze Mannschaft us Kulissebauer, und Liit hinter de Kulisse, hemer en Bildervortrag gmacht. So hend die sich ins Stückli niidenke kinne. Au de Staiberg und de Weg vun de Staibergkuppe, wo sie de Quarz, die Gaggeli, gholt hend , hemmer en ganze Mittag lang aaguckt und de zauberhaft Geist vun dem Ort ufflebe losse. S`eigentlich, tatsächlich Glasmache hemer in de Dorotheehnhütte in Wolfach aaguckt und uns vum Konrad Murr, eme Wolterdinger Nochber und langjährige Glaskocher in Wolfach, zeige und erkläre losse. Au des hend die Jostäler Gsellschaft denno druffghet. S’Köhlere hemer uns vum Reinhold Berger, einem der fundierte Kenner und Könner und aktive Schauköhler, in Wolpadingen, am Dachsbverg, zeige und erkläre losse. Modell für Riese, Gaggeli- Staipoche, Seilereimaschinle, historische Glasträger-Krätze hemer baut. Und au noch Glas-Saichente, e liicht derbe, aber aaschauliche  Einlage in dem Stückle, hemer gsucht. Letztjohr het mer no gläserne kriegt. Aber jetzt wo`s druff aakumme isch, jetzt häts beigott doch no saumässig klemmt. 

„Verzwiefel nit, Barabara, des krieger mer au no naa!“, han ich sie beruhigt und Seelemassage am Telefon, Telefonseelsorge gmacht. E weng isch mir aber s’Stiftli doch au gange, nochdem de Impressario Helmut Lüber de ganz Hochschwarzwald und de Breisgau i Altersheim, Krankehieser, Sozialstatione und private Speicher durchgwühlt het. Nint, nu Plastik Pissente. Alls het mer fortgworfe, des schwer, versaicht, alt Glasglumpp. 

Uff unsere eigene, private, umfangreiche Fundbühne hemer ai einzige, ai gozige ghet. Mir sotet aber 10 – 12 haa. Wo denno s` Telefon als Zaiche fum Ufflege pieps hät, han i zerscht mol e liichte Schnappathmung ghet. Paar Minute später bin i draa gange. Internet, ebay, alli zahlreiche bekannte Altepflegerinne: Alles nint. Morge ruef ich beim Konrad Murr in Wolfach aa, dass die uns 10 mundbloosene mache. Des wär nit ganz billig. Die hend uns aber au beim ganze Glasmacherwerkzieg freundschaftlich und selbstlos gholfe. Des wird e uuruhige Nacht. 

Halt emol, Borgeli, kunnts mir, ich han jo au im Schwizer ebay, bim Ricardo, en Account. Do han ich scho mol en einmalig rare norwegische Spark (Art Schlitten- Rolator) gfunde. Heilige Schwarze Madonna vu Einsiedle, jetzt muesch mol helfe!

Also gib ich kuntenend ii:  

„Pissente“.  Het mir glii denke kinne, dass die Galöri des Wort nit kennet. 

Zweite Begriff uff alemannisch: „Saichente“, oh je des isch sogar de Schwizer z’derb, z’uugobelt. Oder sind so Näme gsperrt, uusgfiltert ?  

Dritte Begriff, fachmännisch, schriftdeutsch, literarisch-hygienisch und klinisch uubedenklich: „Urinflasche für Männer“. Im Bruchteil vu Sekunde e lange Liste wieder zerscht mit Plastikflasche, PE, PET, Acryl, alle mögliche Forme und Designs. 

Halt, oha, an Position 17: „Glasurinflasche aus Armeebestand“. Des Wort für Männer, Homme oder Mascule, hät mer sich natierlich gspart. Nit wie beim teutonsiche ebay, wo i de Machart streng zwische Manne und Fraue unterschiede wird. Oachene Schwizer wisset, dass es konni Fraue i de Armee giht. Also au konni ergonomisch modellierte Pieselflakons. Sogar s’Frauewahlrecht isch in Appezell- Userrhode erscht anne 1978 iigführt wore. Armee-Fraueurinflasche, do stellet sich jedem SVP-ler d’Stiernackehoor. Sogar de CVP- ler und de Freisinnige.

En Herr Hermann Lörli us Neftenbach bietet, O-Ton „ 4 ASM Armeehospital, Militär: Urinflasche“ für SFR. 25.- an. „Verkaufe die Urinflaschen aus Räumung eines Militärnotspitals. Habe diese gerettet. Die Flaschen sind noch aus Glas!“ Im Fotole kaa mer feinste schwizer Präzisions- Eichstrich im Deziliterbereich erkenne. Unsere vu de Bühni zoaget nu Vierteli aa. Gottverdelli, Hurekaibesaich, das Glück isch einfach mit den Doofen, denk ich und druck sofort, nuu 20 Minute noch em Aaruf vun de Barbara, und ohne lang z’fackle uf de Kaufknopf. Do wird Barbara und de Helmut aber gucke. Wieder nuu 20 Minute später kunnt e Strompost vum nette Hermann Lörli: „Kauf geht klar“. Die vier het emer scho mol und mail- Address vum Lörli han i jetzt au. Mir sottet jo mindeschtens 10 Saichente als Requisite und als Hauptgag, als stumme Star vum Obet,  i der deftig- derbe Scene han. Probiere kann mers jo mol. Also mail ich im Hermann Lörli und erklär ihm händeringend, für was eigentlich und wie viel so Saichbuddel im Schwarzwälder Alemannien, im Jostal im Summer 2018, dringend bruucht wered.  10 Minute später kunnt wieder e elektronische Feldpost. „Wunderbar, ich hab insgesamt 14 Pulle damals beim Uusbaine vum Feldspital erbeutet. Die könnet ihr für 80.- Stutz han“. Schnell guck ich wo Neftenbach liet, irgendwoher kenn ichs? Aha, glii bei Winterthur gege Andelfinge. Do hät jo min Grosscousin, de Gourmekoch, de Cuesinier Jörg Kuhn gwohnt. Und zu allem Dusel dezue, kunnt der jetzt am Samstig zu mir. S’nächste mail goht an Lörli, an Jürg, an Lüber. Dutti-kompletti, vermeld ich, alle 14 Glasente sind kauft. De Jürg Kuhn vu Elgg, grad nu 20 km nebedraa, holt sie am Friitig ab beim Lörli, zahlt sie und schmugglet die hochgeheime, intime geheimnisträger us eidgenössische Armeebeständ am Samstig nus ins „Schwobbe“, in Schwarzwald. (ob des 3 Johr später beim Neutralitäts Waffeembargo Ukraine Krieg au no gange wär? ) Wa könntet die gläserne Enteli, die bestimmt feierlich vereidigte Gheimnisträger, alles an Jämmerlichkeite, Trüebsinn, Aagebereie und Kraftmeiereie verzelle, wenn sie frei quacke und schnattere könntet ? 


Innerhalb vu 2 Stunde hät de Geheimdienst und s` Netztwerk vu Beziehungskischte des Saichenteproblem schnell, günschtig und unbürogratisch uffgleist. 

Die einzige offene Froge sind noch: 

  1. Übergibt de heimatverbundene, helvetisch Miltaria – Sammler Lörli im Jürg Kuhn die War. Der hät sich nämlich dem Wehrdienst bei de folkloristische Armee durch Gourmee- Koch Aktivitäte in New-York und Irland schmählich als fast vaterlandslose, treulose, ehrlose Deserteur entzoge. Darf so ebber so zerbrechliche, intime, geheimnisvolle Militärbestände ussem Ländli uusschaffe ? 
  2. Wenn aber au no beim genetische Fingerabdruck bei einere vu dene Glasente ruuskumme sollte, dass die im Tornischter vum heldehafte General Guysant gsii isch, wird die Saichent no zu einere hochghandelte Reliquie. Oder hät amend eine devu de Adolf Oggi unterm Feldbett bim WK parat ghett ? Wenn de Nationalrot vum Armeedepartement Ueli Muurer sin Harndrang in so einere Pulle gstillt hät, denno wär sie derziit schwer zum vermärte. 

Uff jeden Fall sind mir de wehrhafte Schwizer Armee, em Maketender Hermann Lörli und im Postillion und Kurier Jürg Kuhn zu immerwährendem Dank verpflichtet. Ohne den selbstlose, alemannische Kulturtransfer wär unsere Jostal-Freilichtstückle- Scene mit dem Glasbuddel- Ufftrag vum Sychehuus im Dreisamtal ums Hoor, im wahrschte Sinn vum Wort, jämmerlich de Orkus nab. 

Grüezi mitenand, Merci vielmols und nünt für Ueguet, ihr schwiezer Militaria Sammler.

Stillgestanden!

Rührt euch!

Paar Woche später bsuechemer d Glasi Hergiswil. Dä wo die Glasmacher Blessing, Sigwart, Beha us Herzogewieler ännizüeglet sind noch em Glasi- Niedergang am Wolfsbach. Au die Glasi isch zwische de Weltkrieg am Vagante gsi. Huuresaich aber au. Weil Urinente aber offesichtlich vu nationaler Bedeutung waret, hät de Bundesrot für die Volklore Muli- Fahrrad- Schüssibengel Armee 40 000 Saichente z Hergiswil postet. Dodemit war d Buddi fürs erscht grettet. Wohrschienlich sind mini 14 Entili no us dem hochnoble, weitsichtige Rettungsfond. Swissair und Credit Swiss lond grüesse und Hergiswil sait mercy villmols.

Won i wieder mol s Gräch uffgrummt han, isch mer des Helvetisch Vorkriegsfahrrad unterkumme. Waa siehn i doo: Am Unterrohr isch koe Trinkflasch wie hit zu Tag aamuntiert, sondern so e Militärsaichente Marke „Glasi Hergiswil“.           

Gäl,  do gugsch?  

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Igel Infantizid

Liebe Bürgerpostleser,

diese Geschichte hat sich folgendermaßen zugetragen: Hans Hasenfratz aus Mundelfingen schickte mir die beiden Bilder. Ein Bild zeigt eine Igelmutter mit sechs kleinen Igeljungen.


Er erwähnte, dass sie Glück gehabt haben. Denn der Sohn wollte mit der Greiferanlage Stroh verlegen, als die Igelmutter sozusagen aus der Packung fiel. Sofort schaute er nach und entdeckte Gott sei Dank auch die sechs Jungigel. Der Karton diente nur als Zwischenlager, anschließend verkroch sie sich die Familie in einen Heuhaufen. Dort schaute Hans immer mal wieder nach ihnen, darauf achtend, dass sie nicht gestört werden.
Dann schickte er mir das Bild unten mit der eindringlichen Frage, „wer war das“?


„Heute, am 24. Juli 2025, zwischen 11 und 17 Uhr wurden zwei Jungigel tot aufgefunden, in der Nähe war ein zweiter Altigel“. Diesen hat Hans entfernt und weiter weg gebracht. Ich könnte mir vorstellen, sie ahnen es, wieso er das gemacht hat. Er stellte mir die Frage, ob Igel Kannibalen seien. Zunächst antwortete ich, das kann ich mir nicht vorstellen. Mir fiel allerdings eine Geschichte aus meiner Kindheit ein, dass mein Vater im letzten Moment einen Katzenkater davon abhalten konnte, unsere Jungkatzen zu töten.

Verhalten sich Igel womöglich auch so? KI gab folgende Aussage: „Ja, es gibt Berichte über Infantizid = Kindestötung bei Igeln, insbesondere bei Männchen. Vermutlich deswegen, wenn sie das Gefühl haben, dass die Jungtiere nicht ihre eigenen sind“. Interessanter Weise ist in der Zwischenzeit die Igelmutter mit Ihren vier Jungen verschwunden. Keine Wunder würde ich sagen, sie hat nach diesen traumatischen Erlebnissen eine neue Behausung gesucht.

Bekannt ist das Kindertöten bei Löwen, wenn der alte „Chef“ abgetreten ist, trachtet der neue den Kindern des alten „Chefs“ nach dem Leben. Grausam aber wahr. Die Natur ist manchmal nicht zimperlich. 

Vielen Dank Hans Hasenfratz für die Bilder und den ermöglichten Bericht.

Herzliche Grüße
Franz Maus

Brandbrief – Eine Initiative von Pro Igel e.V.

von Heike Philipps und Ulli Seewald

Wir wollen (über)leben!

Mit dieser Aussage klagt das allseits beliebte Wildtier, der heimische Igel, an, ein stachliger Umweltindikator in Zeiten des Artenrückgangs und des globalen Klimawandels, des Rufens nach mehr Biodiversität und Handeln.
Ungehört die Klagen der Igelschützer – bis jetzt, das muss enden. Denn der Igel ist nicht mehr omnipräsent, nicht jedes Kind begegnet heutzutage noch Igeln… Denn der Igel ist gefährdet und bedroht – er hat es in die Vorwarnstufe der Roten Liste gefährdeter Säugetiere geschafft! Genau das ist Anlass, Igels Klage zu vernehmen – und für das Wildtier und damit auch für die Artenvielfalt endlich nachhaltig
zu handeln!

Wir sprechen für das geschützte Wildtier Igel! Wir sind sein Sprachrohr: Wir sprechen PRO Igel!

Igel sind nicht einfach „süße Stacheltiere“, nein, sie sind wichtige Nützlinge im Kreislauf der Natur!
Heutzutage haben sie durch Menschen verursachte Maßnahmen und/oder Taten massiv zu leiden.

Jeder, der Igel mag oder sich deren Bedeutung als Umweltindikator klar macht, sollte aufhorchen, denn trotz der Gesetzesvorschriften des Bundesnaturschutzgesetzes, die Zuwiderhandeln unter Strafe stellen, trotz des Staatsziels Tierschutz im Grundgesetz ist die Lage dramatisch ernst:

  • Igel werden eingesperrt in zugemauerten Parzellen, in sterilen Gärten, die durch in den Boden eingerammte Einfriedungen Lebensräume begrenzen und zerschneiden.
    Die Freizügigkeit der Igel wird immer mehr eingeschränkt!
  • Igel finden immer seltener Unterschlupf und Nistgelegenheiten in aufgeräumten Landschaften, in sterilen Gärten oder Monokulturen.
    Igel leiden Wohnungsnot!
  • Igeln sind nachtaktive Insektenfresser, ihnen mangeln Nahrungstiere. Der Einsatz von Pestiziden und Fungiziden verursacht den Insektenrückgang nachweislich, auch nachtaktive Spezies gehen inzwischen zurück.
    Igel leiden zunehmend Hunger!
  • Igel finden in zunehmenden Extremwetterlagen bei Dürrezeiten oftmals nichts zu trinken Wasser ist Lebenselixier.
    Igel leiden Durst!
  • Igel werden immer öfter Opfer des Straßenverkehrs, insbesondere der Mähroboter bei Nacht und sonstiger motorbetriebener Gartengeräte, werden verletzt, verstümmelt, getötet. Der menschliche „Fortschritt“ hat zahlreiche Opfer.
    Igel könnten aussterben!

Wir rufen Politik und Gesellschaft auf, ihrer Pflicht nachzukommen, den Auftrag gesetzlichen Schutzes von Fauna und Flora ernst zu nehmen und entsprechend zu handeln.
Die Diskrepanz zwischen Gesetz und vernichtender Realität muss ein Ende haben!

Wir fordern für den Igelschutz

  • Ein bundesweites Nachtfahrverbot für Mähroboter JETZT! Blicken Sie dem Igeltod ins Auge!
    Mindern Sie Tierleid – retten Sie den Igel!
  • Kommunale Vorschriften für tierfreundliche öffentliche Grünpflege inkl. eines entsprechenden Laubmanagements.
    Schaffen Sie Igeln Unterschlupf!
  • Naturnah gestaltete und entsiegelte Gewerbegebiete sowie öffentliche Anlagen wie Parks, Friedhöfe, Schulhöfe, Verkehrsinseln und Randstreifen innerhalb der Städte.
    Fördern Sie die Biodiversität im Sinne der Igel!
  • Für Igel passierbare Grundstückseinfriedungen.
    Geben Sie dem Igel sein Recht auf Freizügigkeit!
  • Verbote des Einsatzes von Insektenvernichtungsmitteln.
    Tun Sie etwas für die Nahrungstiere der Igel!
  • Für Wildtiere zugängliche Wasserstellen.
    Löschen Sie Igels Durst!
  • Untersagen sogenannter Schottergärten und Anpflanzung invasiver Pflanzen.
    Schaffen Sie Raum, für das Wildtier Igel!

Mit igel-freundlichen – hoffnungsvollen – Grüßen, denn die Hoffnung stirbt zuletzt!
Vorstand Pro Igel e.V.

(Verantwortlich im Sinne des Pressegesetzes: Heike Philipps / Ulli Seewald. Kontakt: vorstand (ät)pro-igel.de)


Feldwespen

Feldwespennest

Liebe Bürgerpostleser, 

wir waren übers Wochenende in Aitern-Rollsbach im Auerhahn, um endlich den Gutschein der Vorderwälderzüchter zur Pensionierung einzulösen. Dort sind wir bereits Stammgäste, denn die Ruhe dort gefällt uns sehr gut. Übrigends, beim Einmarsch der Franzosen 1945 sollen die Bergbewohner die Ortschilder abmontiert haben, so dass sie zunächst nicht gefunden wurden.

Wegkreuz mit Feldwespennest um Madonna


Nun, fällt Ihnen an Kreuz oben etwas auf? Ich könnte mir vorstellen, eher nicht. So ging es mir zunächst auch. Erkennen Sie, was da los ist? Im Status meinte jemand, ob das die Asiatische Hornisse sei, weil die Tierchen doch viel schwarz aufweisen. Nein. Es sind Hausfeldwespen. Sie müssen erkannt haben, dass das ein herrlicher Brutplatz für sie ist hinter dem Plexiglas. Denn sie brauchen Wärme, weil sie kein Nest haben, sondern nur einschichtige Brutwaben. Gott sei Dank hat der Erbauer genügend Abstand gelassen, so dass sie problemlos rein- und rauskommen. Oder hat er diese Verwendung der Gottemutter Nische womöglich geplant? Ich bin begeistert, wie die Wespen herausbekommen haben, dass das für sie das richtige Plätzchen ist.

Feldwespennest um Madonna


Das Bild oben im Titel zeigte ich schon einmal bei meinem ersten Feldwespen Beitrag im Jahre 2017, ich erhielt es von Konrad Köstel aus Achern. Damals war die Brutwabe in einer Wäscheleinenstange.

Ein paar Worte zu den Hausfeldwespen: Sie sind volkommen harmlos, ihr Stachel kann die menschliche Haut kaum durchdringen. Die Arbeiterinnen leben vom Nektar von Doldenblütern, aber zur Aufzucht der Brut wird tierisches Eiweiß benötigt in Form von Fliegen und Steckmücken. Ihre Taille ist die schmalste aller Wespenarten und typisch sind die hängenden Hinterbeine im Flug. Überwintern tun nur die begatteten Königinnen, die anderen Tiere sterben – wie bei allen Wespenarten – ab.

Herzliche Grüße
Franz Maus

Das 1. internationalen Workcamp in Hüfingen war ein voller Erfolg!

Plakat von der IBG

Nächstes Jahr im Oktober wird es ein 2. internationales Workcamp in Hüfingen geben und wir freuen uns jetzt schon darauf.

Vielen Dank an den Tennisclub mit Gerhard Tobisch und die Stadt Hüfingen, insbesondere den Bauhof und Bürgermeister Patrick Haas, für die großzügige Unterstützung!

Gestern haben wir den Biber in die Gemeinderatssitzung gebracht und alle Fotos können auf unserer Webpage angeschaut werden.

Internationales Workcamp Hüfingen



Für alle die es noch nicht mitbekommen haben:

Vom 04.-20. Juli 2025 war hier ein internationales Workcamp.

Das zweiwöchige Workcamp verband praktischen Naturschutz mit gelebtem interkulturellem Austausch. Die Teilnehmenden kamen aus unterschiedlichen Ländern, wie Finland, Spanien, Frankreich, Slowakei, Griechenland, Ukraine, Tschechien, Italien und sie waren im Tennisheim untergebracht.

Mehr auf unserer Webpage:

Kunstrasen für den Fußball, Essen für die LRS vom FFA, Telelader, Feuerwehrgerätehaus, Hubarbeitsbühne, Straßensanierung Opferdinger Straße, Forstwirtausbildung, Sozialpreis

Hier geht es um die Gemeinderatssitzung am 24. Juli 2025.

18:10 Uhr Ausschuss für Umwelt und Technik

Bauantrag Nr. 25/2025
Errichtung einer Agri-Photovoltaikanlage mit Batterien zur Erzeugung, Speicherung und Einspeisung von elektrischer Energie in Sumpfohren. Der Ortschaftsrat von Sumpfohren hat zugestimmt und auch der Gemeinderat mit einer Enthaltung.

Bauantrag Nr. 26/2025
Neubau eines Wohnhauses mit Garage in Fürstenberg.

Auch hier hat der Ortschaftsrat und der Gemeinderat einstimmig zugestimmt.

Das erste Haus in dem unseligen Baugebiet. Spannender Weise fast an der Schweinefabrikanlage. Ob die vorher die Winde gemessen haben? Immerhin wurden auf dem Bauplatz nicht vorher illegal Bäume abgesägt.

Bauantrag Nr. 27/2025
Dachsanierung mit Loggia in Hüfingen. Es wird einstimmig zugestimmt.

Bauantrag Nr. 28/2025
Umbau und Sanierung eines Einfamilienhauses mit Unterkellerung und Neubau einer Doppelgarage in Hüfingen. Es wird einstimmig zugestimmt.

Bauantrag Nr. 31/2025
Erweiterung der bestehenden Untergeschoss-Wohnung in Fürstenberg.

Auch hier hat der Ortschaftsrat und der Gemeinderat einstimmig zugestimmt.

Bauantrag Nr. 32/2025
Anbau an bestehendes Wirtschaftsgebäude (Lagerhalle) in Hausen vor Wald.

Auch hier hat der Ortschaftsrat und der Gemeinderat einstimmig zugestimmt.

Bauantrag Nr. 33/2025
Errichtung einer ortsveränderlichen Zelthalle in Leichtbauweise in Hüfingen.

Der Gemeinderat hat einstimmig zugestimmt.

Bauantrag Nr. 34/2025
Erweiterung des bestehenden Wohn- und Geschäftshauses durch Anbau und Umnutzung der landwirtschaftlichen Einstellhalle in Sumpfohren.

Auch hier hat der Ortschaftsrat und der Gemeinderat einstimmig zugestimmt.

Bauantrag Nr. 35/2025
Anbau landwirtschaftliche Halle in Behla.

Auch hier hat der Ortschaftsrat und der Gemeinderat einstimmig zugestimmt.

Bauantrag Nr. 37/2025
Erweiterung einer bestehenden Freiflächenphotovoltaikanlage in Hüfingen.
Der Ausschuss möchte erst eine Abklärung mit dem Landratsamt, ob es einen Präzedenzfall geben würde. Dies soll geprüft wurden und im September nochmal vorgelegt werden.
Es wird beschossen dies auf 25. September zu verschieben.

Bauantrag Nr. 38/2025
Errichtung einer Eingangsüberdachung in Hüfingen.
Der Gemeinderat hat einstimmig zugestimmt.

Es gibt keine Fragen vom Ausschuss.

Biber in der Gemeinderatssitzung

Sitzung des Gemeinderates – 24.07.2025 – 18:30 Uhr

TOP2
Bürgerfragestunde

Keine Fragen, obwohl fast 60 Leute da sind.

TOP3
Bekanntgabe von Beschlüssen aus nichtöffentlichen Sitzungen

Die Freiwillige Feuerwehr hat Ehrenmitglieder beschlossen.

TOP4
Antrag der Hüfinger Fußballvereine auf finanzielle Beteiligung von Kunstrasenplätzen

Die Fußballvereine FC Hüfingen e.V. und SV Mundelfingen e.V. beantragen jeweils eine finanzielle Beteiligung der Stadt Hüfingen zur Umwandlung ihrer bestehenden Rasenplätze in moderne Kunstrasenplätze.

Die Vereine planen, einen wesentlichen Teil der Finanzierung eigenverantwortlich zu stemmen. Eine
finanzielle Beteiligung der Stadt könnte durch eine pauschale Kostenbeteiligung erfolgen sowie ergänzend durch die Bereitstellung von Sachmitteln (z. B. Material, technische Unterstützung).
Die erheblichen finanziellen Auswirkungen seien im Rahmen der Haushaltsplanung allerdings ebenfalls sorgfältig abzuwägen und vom Gemeinderat ins Verhältnis zu den langfristigen Vorteilen für die Stadt und ihre Bürgerinnen und Bürger zu stellen.
Als Diskussionsgrundlage könnten die 400.000€ dienen, die aktuell für einen Platz in der langfristigen Haushaltsplanung vorgesehen sind. Diese wurden dem FC Hüfingen bei der Jahreshauptversammlung im Frühjahr 2024 unter der Bedingung zugesichert, dass ein gemeinsames Nutzungskonzept mit dem SV Mundelfingen und dem FC Hausen vor Wald erstellt wird.
Der FC Hausen vor Wald verzichtet auf einen eigenen Kunstrasenplatz, wenn die Nutzung des Kunstrasenplatzes in Mundelfingen und/oder Hüfingen sichergestellt wird. Dieser Aspekt sollte in der Diskussion zusätzlich berücksichtigt werden.
Neben der Entscheidung über die Anzahl der Plätze sind auch die Höhe der städtischen Finanzierungsbeteiligung sowie der zeitliche Rahmen eingehend zu beraten.
Die Vereinsvorstände werden im Gemeinderat die Projektvorstellungen und Konzeptionen persönlich präsentieren.

Der hintere Platz (2) soll umgewandelt und eingezäunt werden.

Die Kosten für die Umwandlung. Hier möchte ich auf die Kosten von 42.200 € für den Zaun aufmerksam machen.

Achtung!
Bevor ich über die Ansichten der Gemeinderäte berichte, kommt nun zuerst meine Meinung:

In Mundelfingen bin ich zwar noch nicht so oft vorbeigelaufen wie in Hüfingen, aber die paarmal sogar mit Hund und es hat mich keiner beschimpft, im Gegenteil. Auch war ich in Mundelfingen schon im Clubhaus auf einer Party eingeladen und ich schätze das Engagement in Mundelfingen für Parität und Inklusion ausserordentlich. Auch gibt es dort mehr Mitglieder als in Hüfingen.
Apropos Mitglieder, der TUS Hüfingen hat fast doppelt so viele Mitglieder wie der FC Hüfingen und Mundelfingen zusammen. Die Jugendarbeit vom TUS in der Stadt Hüfingen ist deutlich engagierter und die Sporthallen könnten sicher auch mal ein kleines Upgrade verkraften in den nächsten
Jahren.

Eine meiner Laufstrecken geht am FC Hüfingen vorbei und obwohl ich mich immer am Tennisplatz vorbei drücke, wurde ich auf deren Grundstück schon mehrfach blöd angemacht. Und zwar nie von den Tennis Spielern! Ich bin damit nicht alleine, auch andere haben mir davon berichtet.
Dazu kommt der Zaun, den der FC Hüfingen plant zu bauen, damit niemand mehr am Tennisplatz vorbei zum Römerbad laufen darf.

Der FCH besteht darauf alle Hüfingerinnen und Hüfinger des Wegerechtes zu berauben!
Und das mit unserem Geld!

Falls dies durchgesetzt wird, nehme ich den Handschuh auf. Ich werde nicht kampflos auf meine Laufstrecke verzichten wegen ein paar rücksichtslosen Fußballer!

Dann noch eine Anmerkung über die Vorlage in der steht:
 „Ohne Kenntnis des FCH hat der damalige Bürgermeister in der Versammlung am 5. April 2024
verkündet, dass im Haushaltsplan der Stadt Hüfingen für das Jahr 2027 Mittel von 400.000,- € für den Bau eines Kunstrasenspielfeldes in Hüfingen eingeplant wurden.“

Wie konnte der Ex so großzügig ohne Gemeinderatsbeschluss mit unserem Geld umgehen? Das schreit förmlich nach einem Wahlkampfgeschenk, das nicht funktioniert hatte und das wir jetzt ausbaden dürfen, wie so viele andere Schulden des Ex. Der Ex fühlte sich an Verträge seines Vorgängers nicht gebunden und hatte dies oft lautstark verkündet. Aber der Gemeinderat ist bisher immer Abmachungen gefolgt und das ist auch richtig so.


18:40 Uhr
Alle drei Vorstände vom FC Hüfingen, Mundelfingen und Hausen vor Wald sind anwesend und erläutern, was sie warum möchten. Hauptproblem sei das Wasser, das im Sommer immer mehr knapp wird und oft auch die Entnahme aus Bächen verboten ist. Auch reiche ein einziger Platz nicht für die vielen Gruppen, wie man in den Nachbarstädten sieht.

19:05 Uhr Meinung des CDU Fraktionssprecher:
Es handelt sich um ein großes Investitionsvolumen von 400.000 Euro und er drückt seine Hochachtung für die betriebswirtschaftliche Vereinsführung aus. Beide Kunstrasenplätze finden die Zustimmung der CDU Fraktion. Allerdings sorgt er sich über die Folgekosten. Die CDU hätte gerne eine zeitliche Streckung. Also Mundelfingen ab nächstes Jahr und FC Hüfingen erst in zwei, oder drei Jahren.
Er fragt nach der Umzäunung und ob die den Weg sperren wollen.

FC Hüfingen will den Weg sperren und besteht darauf.

19:13 SPD Fraktionssprecherin:
Bedankt sich für die gute Absprache und Zusammenarbeit. Die SPD steht hinter den zwei Plätzen. Sie betont aber, dass sich auch die SPD nicht auf einen bestimmten Zeitpunkt festlegen will. Auch hätten die Gemeinderäte die Verantwortung für andere Vereine und möchte jetzt nichts versprechen.

19:06 Freies Forum Fraktionssprecher:
Hüfingen wird die nächsten Jahre rote Zahlen schreiben und es gibt jede Menge Investitionen und die Rücklagen werden angegriffen werden müssen. Jeder Verein hat Bedürfnisse und die Folgekosten sind nicht zu unterschätzen. Die Fraktion unterstützt nur einen Kunstrasenplatz.

19:20 LBU:
Ist auch für einen einzigen Platz und hat Bedenken wegen des Mikroplastiks.

Mikroplastik sei heute kein Problem, da andere Materialien benutzt werden.

Die LBU und CDU hätten gerne eine Formulierung für einen Beschlussvorschlag die auf den September vertagt wird. Der Gemeinderat stimmt zu im September über die Finanzierung für den FCH abzustimmen.

Der Kunstrasenplatz für Mundelfingen 2026 wird mit einer Enthaltung beschlossen.

TOP5
Neuvergabe der Essenslieferung für die Mensa der Lucian-Reich-Schule

Seit Beginn des Schuljahres 2018/2019 ist eine Firma aus Rheine Lieferant der Schulverpflegung. Die Menükomponenten werden tiefgekühlt angeliefert und vom Mensateam je Schicht regeneriert und ausgegeben. Das FF Altenpflegeheim Hüfingen hat gegenüber unserem Bürgermeister Interesse an einer Übernahme der Essensbelieferung für die Lucian-Reich-Schule signalisiert. Durch die neue Küche stehen beim FFA zusätzliche Kapazitäten für eine Belieferung der Schulmensa zur Verfügung. Die erforderliche Sachkunde, Erfahrung und das notwendige Personal zur zuverlässigen Versorgung sind vorhanden.
Der Gemeinderat hat der Verwaltung fraktionsübergreifend den Auftrag erteilt, die Möglichkeiten einer Vergabe der Essenslieferung an das FF Altenpflegeheim zu prüfen und in die Wege zu leiten. In der Folge wurde der bestehende Liefervertrag zum 31.08.2025 gekündigt.

Der Gemeinderat soll die Direktvergabe des Lieferauftrages für die Mensa an der Lucian-Reich-Schule ab 01.09.2025 für die Dauer von 12 Monaten zum Preis von 3,18 € netto je Mahlzeit an das FF Altenpflegeheim Hüfingen vergeben.
Die Verwaltung soll beauftragt werden, in der ersten Gemeinderatssitzung des Jahres 2026 über die Entwicklung der Essenszahlen, die Zufriedenheit der Nutzer mit dem Essen und die allgemeine Situation der Mensa an der LRSH zu berichten.

Der Gemeinderat stimmt dem einstimmig zu.

TOP6
Beschaffung eines Teleladers zur Beschickung des Schubbodens bzw. Bunkers für die Hackschnitzelheizung Bleichewiese

Bislang wurde der Bunker der Hackschnitzelheizung Bleichewiese von einem Bauhofmitarbeiter mit dem Schaufellader des Bauhofs befüllt (Stundenaufwand aktuell 10 Stunden/Woche). Der Schaufellader des Bauhofs ist aber bereits mit eigenen Arbeiten des Bauhofs ausgelastet.
Der Maschinen-Stundenaufwand für die Beschickung des Schubbodens steigt mit der Inbetriebnahme der neuen 2-MW-Hackschnitzelheizung weiter. Der Telelader ist besser geeignet für die Beschickung als der Schaufellader des Bauhofs. Der Telelader wird sowohl bei der Anlieferung als auch bei der
Beschickung des Schubbodens der Heizzentrale Bleichewiese eingesetzt werden.

Es soll eine Firma aus Rottenburg beauftragt werden einen Telelader zum Angebotspreis von
109.440,25 € netto zu liefern.

Der Gemeinderat stimmt dem mit zwei Enthaltungen zu.

TOP 7
Vergabe verschiedener Arbeiten für den Hackschnitzelkessel II am Standort Bleichewiese

Die Isolierarbeiten der Rohrleitungen für den Hackschnitzelkessel II soll an eine Firma aus Grosselfingen in Höhe von netto € 54.714,56 (inkl.2% NL) vergeben werden.

Die Bodenbelagsarbeiten-Epoxidharz für die Heizzentrale II am Standort Bleichewiese soll an eine
Firma aus Blumberg-Opferdingen in Höhe von netto € 22.407,00 vergeben werden.

Die MSR-Technik für den Hackschnitzelkessel II soll an eine Firma aus Hüfingen in Höhe von netto € 116.089 € vergeben.

Auch hier stimmt der Gemeinderat mit zwei Enthaltungen zu.

TOP 8
Erweiterung Feuerwehrgerätehaus Hüfingen – Vergabe von Bauleistungen

Eine Firma aus Hüfingen soll für die Fensterbauarbeiten in Höhe von 86.303,56 € brutto beauftragt werden.

Eine Firma aus Hüfingen soll für die Elektroarbeiten in Höhe von 293.368,62 brutto € beauftragt werden.

Eine Firma aus Hüfingen soll für die Heizungsbau- und Sanitärarbeiten in Höhe von 305.435,90 € brutto beauftragt werden.

Hier wird mit einer Enthaltung zugestimmt.


TOP9
Beschaffung Hubarbeitsbühne für den Bauhof

Für den Bauhof soll eine Hubarbeitsbühne für den Preis von 164.220 € brutto angeschafft werden.

Hier wird einstimmig zugestimmt.


TOP 10
Vergabe Straßensanierung Opferdinger Straße Mundelfingen

Der Gemeindeverbindungsweg von Mundelfingen nach Opferdingen befindet sich abschnittsweise in einem nicht mehr verkehrssicheren Zustand. Daher hat der Ortschaftsrat bereits im Jahr 2022 einen Haushaltsantrag für die Sanierung des Verbindungsweges gestellt.

Eine Firma aus Leipferdingen soll als wirtschaftlichster Bieter mit einer Angebotssumme von 44.688,90€ brutto beauftragt werden.

Auch hier wird einstimmig zugestimmt.

TOP 11
Reparaturvergabe Oberlichter Haus Schellenberg Lucian-Reich-Schule

An der Lucian-Reich-Schule sind im Lernhaus Schellenberg die Motoren der Oberlichter defekt und können nach vorangegangener Prüfung auch nicht wiederinstandgesetzt werden. Dies führt vor allem in den Sommermonaten zu einem Hitzestau in diesen Klassenzimmern und die Räume lassen sich hierdurch auch schlechter belüften.

Eine Firma aus dem Brigachtal soll für die Fensterbauarbeiten in Höhe von 26.608,99 € brutto beauftragt und eine Hüfinger Firma wird für die Elektroarbeiten im Rapportlohn beauftragt.

Dem wird auch einstimmig zugestimmt.

TOP 12
Forstwirtausbildung im Städteviereck

Die Kommunen Hüfingen, Bräunlingen, Blumberg und Donaueschingen im Städteviereck haben große Waldbestände in ihrem Eigentum. Damit verbunden gibt es für die umfangreiche Forstwirtschaft in jeder der Kommunen einen Forstbetrieb mit Revierleitern und Waldarbeitern.
In allen Städten gibt es unbesetzte Forstwirtstellen. Deshalb fanden Termine zwischen den Förstern, Bürgermeistern und der Verwaltung statt, um sich über die Möglichkeiten einer gemeinsamen Forstwirtausbildung abzustimmen. Dabei kristallisierte sich heraus, dass ein gemeinsamer Ansatz mit allen vier Kommunen auf der Südbaar am besten geeignet wäre.
Die Ausbildung von Forstwirten im eigenen Forstbetrieb hat viele Vorteile. So werden die Waldflächen, die handelnden Personen und Abläufe schon während der Ausbildung kennen gelernt. Die Erfahrung hat weiterhin gezeigt, dass auch die Bindung an den Ausbildungsbetrieb während der Ausbildung geprägt wird. Dadurch entsteht eine deutlich höhere Chance, dass die Auszubildenden den Forstbetrieben erhalten bleiben und somit freie Stellen besetzt werden können.

Wenn sich die Gemeinderäte der vier Kommunen für die gemeinsame Ausbildung aussprechen würden, wäre als nächstes die Anerkennung für die Ausbildung im Verbund zu beantragen. Dies ist erforderlich, damit die Auszubildenden in allen vier Kommunen gleichermaßen eingesetzt werden dürfen.
Die Auswahl in welcher Rechtsform ein solcher Verbund geführt werden könnte wird aktuell geprüft. Denkbar wäre hierbei die Gründung eines Zweckverbandes. Da die vier Kommunen bereits Mitglied des bestehenden Zweckverbandes Volkshochschule Baar sind, könnte es auch eine Überlegung sein, die Ausbildung als neuen Aufgabenbereich an diesen bestehenden Zweckverband anzugliedern. Weitere Details dazu sind im Projektverlauf noch abzustimmen.

In dieser Sitzung soll der Gemeinderat informiert werden und es werden die einzelnen Stellungnahmen hierzu eingeholt. Auch sollen die erforderlichen Mittel im Haushaltsplan 2026 bereitgestellt werden. Für die einzelne Kommune wäre im ersten Jahr mit einmaligen Kosten von rund 25.000,- € zu rechnen.

Meine Meinung hierzu ist, dass der Zweckverband Volkshochschule Baar zwar schon existiert, aber der momentane Geschäftsführer nicht die Kompetenzen hat, so etwas zu leisten. Seit seinem Antritt 2021 haben alle Mitarbeiterinnen, die konnten, das Weite gesucht und er hat die VHS ideologisch geprägt. Vielleicht wäre die Forstwirtausbildung eine gute Gelegenheit, einen neuen Zweckverband zu gründen und den der Volkshoschule Baar aufzulösen. Somit hätte man auch das hierfür nötige Geld frei sogar das Doppelte!
Eigentlich wäre auch der Kreis für so etwas zuständig, wir bezahlen ja nun wirklich genug Kreisumlage.

Es war der Amtsleiter vom Forstamt, Dr. Frieder Dinkelaker, da und hat die Fragen der Gemeinderäte detailliert beantwortet.

Alle Gemeinderäte stimmen dem zu.

TOP 13
Änderung der Richtlinie für die Vergabe des Sozialpreises der Stadt Hüfingen

Seit 2018 werden jährlich mindestens zwei PreisträgerInnen von der Jury aus den eingegangenen Vorschlägen ausgewählt und ausgezeichnet. Die Zusammensetzung der Jury ist in § 4 der Richtlinien für die Vergabe des Sozialpreises der Stadt Hüfingen geregelt. Diese Regelung über die Zusammensetzung der Jury soll geändert werden. Also es sollen noch mehr Männer in dieser Jury etwas zu sagen haben.

Meine Meinung hierzu ist eindeutig und ich bin froh hier und jetzt Gelegenheit zu haben, diese kund zu tun:

Es steht ausser Frage, dass alle bisherigen Sozialpreisträgerinnen und Sozialpreisträger diesen verdient haben. Alle haben großes geleistet und tun dies immer noch; auch ich habe mehrfach schon eine Dame vorgeschlagen von der ich hoffe, dass sie dieses Jahr endlich berücksichtig wird. Aber, jetzt kommt das Aber 🙂

Wir sind in Hüfingen ein Team und sollten endlich zusammen arbeiten. Es ist mir wichtig, dass nicht irgend welche Grüppchen gegen andere Grüppchen arbeiten. Der Sozialpreis zupft nun einen Menschen aus einem Grüppchen raus und lobt ihn. Diese Jury, egal in welcher Zusammensetzung und wieviele, wird wieder aus Männern bestehen die sich wichtig fühlen möchten. Ja, sie sind auch wichtig, da ihre Aufgabe sein wird Hüfingerinnen und Hüfinger rauszuzupfen die dann gesondert geehrt werden.

Wir sind ein Team! Bitte zupft keinen raus und ehrt ihn gesondert! Wie wäre es das Geld in eine gemeinsame Nachbarschaftsfeier zu investieren? Ein bunter Abend in der Stadthalle mit allen Ehrenamtlichen die kommen möchten?

Die CDU und SPD beantragen eine Vertagung da sie anscheinend die selben Überlegungen dazu haben wie ich. Also ich bin nicht alleine mit meinen Gedanken.

Es wird erst mal vertagt, da der Sozialpreis in dieser Form eh zu diskutieren ist.


Nachbarschaftshilfe

Die Veranstaltungen waren gut besucht und am 30. September ist die Kick-off Veranstaltung.

Bürgerenergiegenossenschaft

Für eine Bürgerenergiegenossenschaft soll es am 29. September eine Infoveranstaltung geben.

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