Covittchens Reise

Darf ich mich vorstellen? Mein Name ist Covittchen und ich lebte einst zusammen mit meinen Freunden Ebolatto und Sarstino in einem fernen tiefen Urwald. Wir bewohnten dort herrliche Wohnungen. Ich persönlich lebte in Klara einer Flughündin. Mit ihr flog ich über die Wipfel des Waldes, genoss die Freiheit und lebte lange in Frieden und Freude. Sarstino wohnte nebenan bei Tarzan, einem etwas vorlauten Flughund und Ebolatto hatte sein Zuhause in Bodo dem Schimpansen gefunden.

Wir konnten uns natürlich nicht treffen, denn dann wäre wohlmöglich jemand anderes dort eingezogen. Allerdings hörte ich davon, dass Bodo irgendeinem Wilderer zum Opfer gefallen war. Ich denke Ebolatto musste sich ein anderes Zuhause suchen, zwar vielleicht nicht so komfortabel wie Bodo und vermutlich auch nicht so dauerhaft. Ihr müsst wissen, manche Wohnung ist nicht unbedingt für uns geeignet aber, wenn auf die Schnelle nicht die richtige ausgesucht werden konnte, muss man sich halt mit der zweiten Wahl begnügen. Ebolatto ist nicht gerade ein netter Mieter. Er kann manchmal ganz schön anstrengend sein und nicht jede Mietwohnung kann so was lange ertragen. Aber wie schon gesagt, das liegt leider nicht in unseren Händen.

Wir kommen ganz gut mit unseren Wohnungen im Urwald zurecht. Ab und zu gibt es jedoch Streit, und dann machen wir unseren Vermietern mit ein bisschen Schnupfen klar, dass sie sich bitte mal zusammenreißen sollen. Es kann ja nicht angehen, dass jeder macht was er will!

Ja, leider ging es mir und einigen meiner Freunde genauso wie Ebolatto. Und das trug sich wie folgt zu.

Klara war in die Jahre gekommen und konnte nicht mehr so gut fliegen. Sie hatte schon schwere Arthritis in ihren Flügeln und daher war es wohl ein leichtes sie zu fangen. Ich wurde mit ihr und einigen anderen Flughunden zu einem sehr unangenehmen dreckigen und lauten Platz gefahren.

Was sah ich das alles. Es war ein wahres Gruselkabinett. Frösche, Affen, Fledermäuse ja sogar die Köpfe von großen Tieren lagen blutig und aufgeschlitzt auf den diversen Tischen. Klaras Herz klopfte gewaltig, denn sie ahnte dass es ihr wohl genauso an den Kragen gehen würde. Ich versprach ihr in die Hand, dass ich sie rächen würde und alle die schönen Wohnungen, die da leer und verlassen vor mir lagen auch.

Über das weitere Leiden von Klara möchte ich lieber den Mantel des Schweigens breiten. Was mich allerdings betrifft und meine Reise um die Welt, davon möchte ich euch nun erzählen. Klara kam also auf den Esstisch eines Menschen und mit ihr verspeiste er auch mich. Und ich habe ihm wohl nicht geschmeckt, denn bald darauf bekam er keine Luft mehr und hustete, dass sich die Balken bogen. Was bei Klara einen leichten Schnupfen verursacht hatte war bei dieser Art von Wohnung wohl etwas heftiger. Während er so hustend durch die Gegend tappte nutzte ich eine seiner Attacken dazu weiterzureisen. Unterwegs traf ich noch andere meiner Rasse und wir machten uns gemeinsam auf den Weg um die Welt.

Zuerst blieben wir in unserer Heimat aber nachdem wir dort so manche Wohnung ausprobiert hatten die nicht wirklich nutzbar war, begaben wir uns auf die anderen Kontinente dieses Planeten. Und ich muss schon sagen, es gab Wohnungen, die waren durchaus auch mal für einen längeren Aufenthalt geeignet. Warum das so war, kann ich mir auch nicht erklären, aber vielleicht hatten die ein bisschen Klara im Blut oder ich hatte dort mal keine Lust Tische und Stühle durcheinander zu werfen.

Mir wird nachgesagt, dass ich auf meiner Reise ziemlich viel durcheinandergewirbelt habe. Auch habe ich viele Wohnungen vernichtet und wohl damit auch eine Menge Elend und Trauer verbreitet. Das mag sein, doch wie würden sie sich fühlen, wenn sie aus ihrem Paradies vertrieben wurden und die Wohnung in der sie solange glücklich gelebt haben einfach sinnlos zerstört wurde?

Gut, ich hätte vielleicht nicht so rabiat sein sollen. Schließlich konnten einige der Wohnräume nichts für das Elend in meiner Heimat. Aber es liegt nun mal in meiner Natur und Klara war damit immer ganz gut umgegangen. Wir kannten uns eben und irgendwie mochten wir uns ja auch. Apropos Natur. Meine Reise hat wohl auch einiges Gutes gebracht. Der Himmel über euren Planeten war noch nie so blau, die Luft noch nie so sauber und das Wasser noch nie so kristallklar.

Die Frage stellt sich mir nur, wie lange das so bleiben wird? Ihr seid ja nicht gerade als die großen Erkenntnisverwerter auf der Erde bekannt. Nehmen wir nur einmal die Kriege, die ihr ständig führt. Eigentlich müsste doch klar sein, dass es nur Verlierer bei solchen Gemetzeln geben kann.

Zudem habt ich wohl durch mich auch erkannt, dass es an so einigem fehlt in eurer schönen bunten Partywelt. Statt also weiter fleißig Dreckschleudern zu produzieren und das Land, auf dem ihr steht und das euch ernähren soll, weiter auszubeuten wäre es wirklich an der Zeit, sich mal um die wichtigen Dinge zu kümmern. Wenn ihr mich fragt wären das zunächst einmal eure Kinder und der Planet auf dem ihr lebt. Vielleicht besteht Hoffnung, dass zumindest die nächste Generation es dann besser machen kann und wird, sofern ich und meine Freunde noch ein paar Wohnungen stehen lassen nach unserem Besuch. Vielleicht findet ihr ja auch ein Mittel gegen mich aber ihr müsst wissen, es gibt noch viele andere aus meiner Rasse. Ob ihr für alle rechtzeitig ein Mittel findet halte ich für äußerst fraglich, auch wenn ihr denkt, ich könnt den großen Zampano auf diesem Planeten spielen. Überschätzt euch nicht und unterschätzt uns nicht!

Ach, und was ganz wichtig wäre. Wisst ihr immer nur an Party und Vergnügen zu denken kann auch Dauer nicht gut gehen. Sollte ich daher irgendwann meine Reise um euren Planeten beendet haben und wieder eine schöne geräumige Wohnung im Urwald finden, habt ihr evtl. erkannt, dass die Pflege eurer eigenen Wohnungen und eures Planeten wesentlich wichtiger ist als Geld und Macht. Bis ich aber eine solche Wohnung wie in Klara wieder gefunden habe wird es noch eine Zeit dauern, denn ihr sorgt ja täglich dafür, dass der Urwald aus dem ich komme immer kleiner und mickriger wird und die Wohnungen in denen wir leben tagtäglich weniger werden. Wenn ihr also wollt, dass wir unsere Reise beenden, ihr nicht dauernd mit einem bunten Lappen vor dem Gesicht herumstolpern wollt und auch das eine oder andere Vergnügen in Maßen genießen möchtet, solltet ihr wissen, dass das alleine in euren Händen liegt.

Es grüßt euch Covittchen

Zusammen planen!

27.05.2020 von Hildegard Körner (LNV)

Die Naturschutzverbände nehmen erfreut zur Kenntnis, dass die Anliegerkommunen des Riedsees ein Nutzungskonzept entwickeln wollen, das die bestehenden (und vielleicht noch gewünschten) Nutzungen an den beiden Seen „unter einen Hut“ bringen soll. Dies ist angesichts der im Artikel aufgezeigten Konflikte überfällig und wurde angesichts der erforderlichen Wegeverlegung im Zuge des weiteren Kiesabbaus bereits vor Jahren von den Verbänden angeregt.

Was wir aber nicht verstehen ist, dass Hüfingen einen eigenen Weg suchen will. Die Riedseen werden von den Bewohner beider Kommunen gleichermaßen genutzt, neben weiteren Besuchern aus der näheren und weiteren Umgebung. Die Wege gehen von Gemarkung zu Gemarkung, sie können sowohl von Parkplätzen von Donaueschinger als auch von Hüfinger Seite angesteuert werden. Eine Kernfläche des Naturschutzgroßprojektes Baar, an dem beide Kommunen beteiligt sind, liegt gemarkungsübergreifend auf der Fläche. Daher kommt u.E. nur ein gemeinsames Konzept in Frage, will man die Konflikte sinnvoll und nachbarschafts-unschädlich lösen. Unsere dringende Bitte an die Bürgermeister und Stadträte: tun Sie sich zusammen (spart auch Planungskosten!), laden Sie alle Beteiligten ein und entwickeln Sie ein gemeinsames Konzept für die Riedseen, die bereits ein Hotspot für Mensch und Natur sind und sich mit einem guten Konzept noch deutlich weiterentwickeln können!

Standup-Paddlerin und ruhende/rastende Wasservögel auf dem Pfohrener Riedsee

*Bild ganz oben: Segler in der Renaturierungszone am Hüfinger Riedsee: die kleinen Inseln sind Brutplätze von Haubentaucher, Graugans, Schwan etc.

Bei Familienfreundlichkeit noch großer Lernbedarf

24.05.2020 von Frank Meckes

Die Corona-Zeit neigt sich dem Ende – so scheint es. Eine Zeit die allen viel abverlangt hat. Ich möchte den Blick dabei aber gerade auf die Familien werfen. So haben die Kinderbetreuungseinrichtungen von eben auf jetzt geschlossen und der Schulbetrieb wurde auf Zuhause verlagert. Eine enorme Belastung für Mütter und Väter, die neben Homeoffice nun auch die Jonglage von Schul- und Kinderbedürfnissen zu Stämmen hatten. Und dies je nach Familie auch mit mehreren Kindern in unterschiedlichen Altersstufen, ohne auf die sonst evtl. vorhandenen familiären Ressourcen wie Oma und Opa, Tante oder Getti zurückgreifen zu können, weil auch dies durch Landesregelungen versagt wurde. Dies wurde von Familien gestemmt, unter all den Voraussetzungen, die erfüllt werden mussten. Zusätzlich kamen Belastungen durch Kurzarbeit, Homeoffice und finanzielle Ängste.

In dieser Zeit wäre ein klares Bekenntnis der Stadt Hüfingen für ihre Familien wünschenswert gewesen. In den letzten 9 Wochen war es in dieser Hinsicht jedoch sehr still. Gerade beim Thema der Kindergartengebühren kam von Seiten der Stadt nichts. So wurde stets nur darauf verweisen, dass die Kindergartengebühren für die Monate April und Mai lediglich ausgesetzt sind. Man verwies auf die Landesregierung und auf die Nachbargemeinden Blumberg, Bräunlingen und Donaueschingen und die gegenseitige Abstimmung in dieser Sache. Doch alle drei Nachbargemeinden haben mittlerweile verkündet, die Eltern hier nicht länger im Unklaren zu lassen, sondern die Kindergartengebühren zu übernehmen. Schließlich hat auch die Landesregierung mittlerweile zwei Pakete mit je 100 Millionen Euro für diese Zwecke zur Verfügung gestellt. Die Nachbargemeinden haben dies, wie erwähnt, übernommen, auch wenn ein Restanteil bei der Stadt hängen bleibt. Für eine Gemeinde, die laut Presseberichten über mehr Rücklagen verfügt als andere, ist das für mich schwer nachvollziehbar. Egal ob dieses Hinauszögern der Entscheidung eine strategische gegenüber der Landesregierung ist oder nicht: ein „Ja“ zur Kostenübernahme der KiTa-Gebühren wäre ein klares Zeichen gewesen, das die Gemeinde Hüfingen an der Seite ihrer Familien steht.

Nun starten die Einrichtungen wie der Kindergarten wieder neben den Notgruppen auch im eingeschränkten Betrieb. Die Eltern sind über die Kosten der Betreuung nach wie vor im Unklaren. Das ist unbefriedigend, wenn der Neueinstieg in die Kinderbetreuung nicht voll geleistet werden kann. Dabei stellen die Eltern der Kindergarten und –schulkinder einen großen Bevölkerungsteil der Hüfinger Bürgerinnen und Bürger dar. Corona wird sicher lange in Erinnerung bleiben. Und die Reaktion oder Nichtreaktion der Stadt im Umgang mit den Familien leider auch.

Bitter.

Spaziergang mit dem Ortsvorsteher von Mundelfingen

Eingangstor zur Gauchach- und Wutachschlucht

Schon am Ortseingang wird die Besucherin eindrücklich darauf hin gewiesen, dass in Mundelfingen das Wasser nicht in die Donau fließt, wie so mancher Hüfinger glauben mag. Ich habe also die Wasserscheide zum Rhein überschritten und befinde mich in einer der Hüfinger Kernstadt eigentlich so nahen und doch so fernen Welt.

Am-Vieh-Theater Mundelfingen

Der Ortsvorsteher fährt mit mir erst mal am Theater vorbei raus auf die wunderschönen Wiesen oberhalb Mundelfingens.

Mundelfingen

Ortschaftsname und alemannische Gräberfunde weisen mit ziemlicher Sicherheit darauf hin, dass Mundelfingen eine alemannische Siedlung aus der Zeit der alemannischen Landnahme um 250 ist. Der Name „Mundelfingen“ mit der für alemannische Ortsgründungen typischen Wortendung „-ingen“ bedeutet soviel wie „Siedlung der Sippe des Munolf“.*

Mundelfingen wurde neben „Asolvingas“ (Aselfingen) in einer Schenkungsurkunde des Grafen Thiotfrid an das Kloser St. Gallen im Jahr 802 zum ersten Mal urkundlich erwähnt. So blickt „Munolfinga“ heute auf eine 1218 Jahre alte Geschichte zurück.*

Biogas geht auch mit der Natur

Wie so oft ist Mundelfingen Vorreiter bei modernen Technologien. So wurde schon 1890 ein Pumpenhaus oberhalb der Burgmühle errichtet, 1907 ein elektrisches Ortsnetz installiert und heute wird dreimal mehr Energie erzeugt, als Mundelfingen verbrauchen kann. Dies alles mit der Natur. Sogar ein konventioneller Landwirte kann eine Idylle erzeugen, habe ich heute gelernt.

Solardorf und MELAP Modellgemeinde

Nach einer alten Überlieferung war Mundelfingen im frühen Mittelalter eine Filialkirche der Pfarrei Aselfingen. Der Alaholfinger Graf Berchtold besaß im 9. Jh. in „Asolvingas“ einen Herrenhof. Bei diesem Hof stand eine Kirche des Klosters St. Gallen. Noch heute heißt ein Verbindungsweg zwischen Mundelfingen und Aselfingen „Totenweg“, was darauf schließen lässt, dass die Toten von Mundelfingen auf diesem Weg zum Gottesacker nach Aselfingen gefahren wurden.*

Vor dem Friedhof

Pfarrer Engeßer ließ zusammen mit dem Bürger Joseph Hasenfratz auf dem alten Kirchplatz, wo sich seit alters her um die Kirche herum der Friedhof befand, 1862 eine Friedhofskapelle errichten.*

Friedhofskapelle

Wer etwas über den Kirchenbau von Peter Thumb wissen möchte, solle die Arbeit von J. L. Wohleb: Peter Thumbs Kirchenbau in Mundelfingen lesen

Paul Willimski (1974)
Karte aus Mundelfingen von 1923 aus der Sammlung von Dieter Friedt

Der Mundelfinger Kirchenbau wurde in den Jahren 1750 und 1751 durchgeführt. Erst elf Jahre später fand die Einweihung durch den Weihbischof Fugger von Konstanz statt.*

[ngg src=“galleries“ ids=“2″ display=“basic_thumbnail“ thumbnail_crop=“0″]

Mundelfingen besaß neben der Pfarrkirche seit vielen Jahrhunderten die St. Margarethenkapelle. Über Gründe und Errichtung dieser Kapelle ist kaum etwas bekannt. 1779 wurden an der Kapelle Reparaturarbeiten durchgeführt. 1883 wurde die Kapelle endgültig der altkatholischen Pfarrgemeinde überlassen, die sie heute noch nutzt. *


St. Margarethenkapelle

Es ist anzunehmen, daß schon längere Zeit vor 1619 in Mundelfingen über den Winter Schule gehalten wurde. Die Einrichtung einer „Winterschule“ im Vergleich mit anderen Ortschaften unseres engeren Heimatraumes zu einer so frühen Zeit kann nur das Verdienst von aktiven und aufgeschlossenen Ortsgeistlichen gewesen sein. *

St. Georg und Kindergarten St. Theresia 

Trotz MELAP gibt es aber auch in Mundelfingen noch einige schöne alte Häuser, die es leider nicht mehr lohnt herzurichten.

Das wildromantische Aubächle kann weiter oben auch anders und ist dort einbetoniert und wartet auf seine Befreiung. Die Anwohner hoffen, dass vor der Befreiung des Aubächles ein gutes Regenrückhaltebecken kommt.

Aubächle

Es gibt Dinge, die man nicht mehr sehen möchte und im täglichen Leben gar nicht merkt, dass die irgendwo hin gehen. Hier werden sie abgepumpt und nach Donaueschingen ins Klärwerk verbracht.

Abwasserpumpstation

Nicht zuletzt kommen wir zum großen Zankapfel. Ein idyllisches Sträßchen im Grünen, ganz arglos aber viel zu teuer. Zu hoch der Kaufpreis, zu hoch der Vertrauensverlust und zu hoch die Enttäuschungen.

Der passende Übergang ist wohl der Stecklespringer vor der Schule.

de Stecklespringer

Natürlich darf das Rathaus hier nicht fehlen.

Rathaus Mundelfingen

Zum Ende möchte ich hier unter dem Mundelfinger Rathaus Hermann Mäder zitieren. Der letzte amtierende Bürgermeister von Mundelfingen zur Eingemeindung von Mundelfingen nach Hüfingen im Jahr 1974:

…. hat die Gemeinde Mundelfingen am 4. Mai 1974 mit der Stadt Hüfingen einen Eingemeindungsvertrag geschlossen. Ich selbst mußte in meiner Eigenschaft als Bürgermeister die Schließung dieses Vertrages befürworten, obwohl ich nie für eine Gemeindereform in Form einer Eingemeindung war… Schon zu Beginn des 20. Jh. zählte Mundelfingen zu den fortschrittlichsten Gemeinden auf der Baar….

Ja, auch heute noch ist das Solardorf Mundelfingen die fortschrittlichste Gemeinde auf der Baar und es ist traurig, dass Hüfingen nicht bereit ist etwas von Mundelfingen zu lernen.

Ortsansicht Mundelfingen von 1902 aus der Sammlung von Dieter Friedt

* Chronik von Mundelfingen 1974 von Paul Willimski

Pestizidfreies Hüfingen

Antrag der BFSO/DIE GRÜNEN-FRAKTION vom 18.Mai 2020

In Städten und Gemeinden werden Pestizide eingesetzt, um Wege in Parks, Sport- und Spielplätze, Grünanlagen oder Straßenränder frei von unerwünschten Kräutern und Gräsern zu halten oder um gegen ungeliebte Insekten vorzugehen.

Viele der Mittel stehen im Verdacht, Krebs zu erregen, die Fortpflanzung zu schädigen oder eine hormonelle Wirkung zu haben. Auf öffentlichen Flächen wie beispielsweise Sport- und Spielplätzen können die Wirkstoffe in direkten Kontakt mit den Bürger*innen kommen. Insbesondere für Kinder und Schwangere ist das eine Gefahr.

Für viele Tier- und Pflanzenarten im städtischen Raum sind Pestizide ein Verhängnis. Denn nicht nur die unerwünschten Wildkräuter und Insekten werden beseitigt, sondern auch Wildbienen, Schmetterlinge, nützliche Insekten, Käfer, Bodenlebewesen, wie unsere 46 Arten Regenwürmer und auch Fledermäuse.

Widerbart in Hüfingen

Entweder töten und schädigen Pestizide Lebewesen direkt oder sie dezimieren ihren Lebensraum und ihre Nahrung. Von den 566 beschriebenen Arten Wildbienen in Deutschland steht rund die Hälfte auf der Roten Liste. Dabei sind blütenbesuchende Insekten unentbehrlich für die Bestäubung von Wild- und Kulturpflanzen. Sie erhalten die Pflanzenvielfalt und sichern landwirtschaftliche Erträge und damit unsere Ernährung. Laut Welternährungsorganisation sind weltweit rund zwei Drittel unserer Nahrungspflanzen auf Bestäuber angewiesen.

Weltweit und auch in Deutschland erleben wir einen zunehmenden Verlust der Artenvielfalt. Grund dafür ist vor allem die intensive Landwirtschaft. Dort dominieren meist Monokulturen, die intensiv mit Pestiziden gespritzt werden. Hecken oder Blühflächen, als Rückzugsgebiete und Nahrung für viele Insekten, Vögel und Säugetiere fehlen oft komplett.

Im Jahr 2018 waren laut Umweltbundesamt 872 Mittel und 285 verschiedene Wirkstoffe in Deutschland zugelassen und über 30.000 Tonnen belasten jährlich in Deutschland die Umwelt. Das Ziel der Nationalen Biodiversitätsstrategie, den Verlust von Arten zu stoppen, kann mit dem aktuellen Pestizideinsatz nicht erreicht werden.

Siedlungsgebiete sind oft letzte Rückzugsorte für bedrohte Arten, die in der Agrarlandschaft keinen Lebensraum mehr finden. Kommunen können hier Verantwortung und eine Vorreiterrolle für den Artenschutz übernehmen, indem sie bei der Flächenpflege keine Pestizide einsetzen. Auch für die menschliche Gesundheit, die Lebensqualität und den Tourismus ist der Pestizidverzicht ein Gewinn.

Bundesweit bewirtschaften über 500 Städte ihre Flächen ganz oder teilweise ohne Pflanzenschutzmittel und haben damit Erfolg. Hierzu gehören z.B. auch größere Städte wie Münster und Saarbrücken, die bereits auf über 20 Jahre gute Erfahrung zurückblicken.

Die möglichen Maßnahmen sind vielfältig. So werden Flächen mit mehrjährigen Stauden bepflanzt, die Insekten ein ganzjähriges Blütenangebot und damit Nahrung und Lebensraum schaffen. Frühzeitiges Reinigen von Verkehrsflächen und planerische Weitsicht bei der Bebauung sind wichtige Elemente, um einen zu starken Bewuchs zu verhindern. Alternativen zur Chemiekeule sind vielfältige mechanische und thermische Verfahren. Besonders wichtig ist dabei immer die Kommunikation mit den Bürger*innen, um die notwendige Akzeptanz zu schaffen.



Beschlussvorlage „Pestizidfreie Kommune“

Der Gemeinderat von Hüfingen möge beschließen:

  1. Dass schrittweise auf allen kommunalen Flächen (Kulturland sowie Nichtkulturland) keine chemisch-synthetischen Pestizide (Pflanzenschutzmittel) eingesetzt werde. Ausnahmegenehmigungen für die Anwendung solcher Mittel auf Nichtkulturflächen werden ab sofort nicht mehr bei den Landesbehörden beantragt.

  2. Private Dienstleistungsunternehmen, die den Auftrag zur Pflege öffentlicher Flächen erhalten, ebenfalls zu einem Pestizidverzicht verpflichtet werden. Bei laufenden Verträgen wird auf eine freiwillige Einigung hingewirkt.

  3. Eine Neuverpachtung landwirtschaftlicher Nutzflächen, die im Eigentum der Stadt Hüfingen stehen, soll in Zukunft vorzugsweise an biologisch zertifizierte landwirtschaftliche Betriebe erfolgen. Dabei ist insbesondere auf eine insekten- und vogelfreundliche Bewirtschaftung der verpachteten Flächen zu achten. In alle neu abzuschließenden Pachtverträge ist ab 2025 ein Verwendungsverbot für chemisch-synthetische Pestizide aufzunehmen.

  4. In bestehende Pachtverträge über landwirtschaftlich genutzte städtische Flächen wird ab 2025 zu Beginn der neuen Pachtperiode mittels rechtzeitiger Vertragsergänzungen oder Vertragsneuabschlüssen auf Grundlage der jährlichen Kündigungsmöglichkeiten ein generelles Verwendungsverbot für chemisch-synthetische Pestizide aufgenommen. Landwirtschaftliche Betriebe, die sich bereits vor diesem Zeitpunkt vertraglich verpflichten, auf den Einsatz von Pestiziden dauerhaft zu verzichten, erhalten ab dem entsprechenden Zeitpunkt eine Pachtermäßigung um ein Drittel.

  5. Städtische Einrichtungen, die Informations- und Beratungsleistungen im Zusammenhang mit privater Gartenpflege erbringen, weisen nachdrücklich auf das nach § 12 Pflanzenschutzgesetz geltende Verbot der Anwendung von chemisch-synthetischen Pestizide auf befestigten Flächen hin und vermitteln den Zugang zu den Informationen unseres Umweltbüros in Donaueschingen hinsichtlich einer pestizidfreien Pflege von Haus- und Kleingärten.

  6. Unter Beteiligung fachbezogener Behörden (u.a. Bauamt, Umweltamt, Umweltbüro, Grünflächenamt) wird für alle kommunalen Grün- und Verkehrsraumflächen ein angepasstes Planungs- und Pflegekonzept erstellt, das eine Bewirtschaftung ohne chemisch-synthetischen Pestizide ermöglicht. Dafür soll auf die Erfahrungen anderer Kommunen sowie sonstige Expertise (u.a. aus Umweltverbänden) zur Umsetzung einer pestizidfreien Grünflächenpflege zurückgegriffen werden.

Transparenzinitiative

Rede Michael Steinemann zur Initiative der BFSO/DIE GRÜNEN-FRAKTION vom 07. Mai 2020

Hat Hüfingen keine andere Sorgen als die Frage nach mehr Transparenz, mag sich manch einer denken. Aber wenn wir ehrlich sind, wäre uns Gemeinderäten viel Unruhe im letzten halben Jahr erspart geblieben, würde das Thema Transparenz an vielen Stellen ehrlicher und bürgernäher behandelt.

Ich hab zu oft das Gefühl, dass bei zu vielen Dienstleistungen die Verwaltung uns Gemeinderäte, aber auch die Bürgerinnen und Bürger irrtümlicherweise in einer Holschuld sehen.

Vorsichtig zuversichtlich stimmte mich, dass es die letzten 12 bis 18 Monaten im Rathaus zumindest in Punkto Informationen zur Gremienarbeit (wie die Veröffentlichung von Sachverhalten der Tagesordnung von Gemeinderatssitzungen oder der digitalen Veröffentlichung des Haushaltsplans) zu Verbesserungen kam.

Leider geschieht das aber zu oft durch Druck Dritter, anstatt der ernsthaften Einsicht die Bürgerschaft tatsächlich mitzunehmen. Ich geb zu: lange Zeit ging diese Taktik ja auch auf. Bis jetzt.

Ende Januar besuchte ich eine Infoveranstaltung der Initiative 125. Wenn sich viele der 100 Anwesenden über die mangelnde Transparenz der Stadt Hüfingen beschweren und von Geheimniskrämerei reden, müssen bei jedem Bürgervertreter die Alarmglocken läuten. Der Bürgermeister, die Stadtverwaltung und der Gemeinderat als Hauptorgan sind dem Wohl seiner Bürgerinnen und Bürger verpflichtet. Diesen Personenkreis unnötig bzw. unverhältnismäßig in Unkenntnis zu lassen, war für ein vertrauensvolles Miteinander pures Gift. Und ich spreche hier ausdrücklich nicht nur von der Preisfindung der Baulandpreise.

Dennoch: Die Gründung der ein oder anderen Bürgerinitiative in unserer Gesamtstadt hätte mit mehr Transparenz und Kommunikation auf Augenhöhe so nie stattgefunden.

Die bisherige Taktik „Wir geben euch nur so viel Informationen wie unbedingt nötig“ ist kein Erfolgsmodell für die Zukunft.

Ich als junges, frischgewähltes Mitglied in diesem Gremium wage die Prognose, dass die Bürgerinnen und Bürger im neuen Jahrzehnt mehr Transparenz fordern und nicht mehr blindes Vertrauen angesagt ist. Die Gesellschaft hat sich schlichtweg verändert. Wir sollten uns da teilweise von unseren Nachbargemeinden eine Scheibe abschneiden.

Ja, mehr Transparenz bedeutet auch Mut zur eigenen Meinung zu stehen. Ich denke beispielsweise an Protokolle, in denen für die Öffentlichkeit erkennbar sein sollte, wie wer abgestimmt oder was gesagt hat.

Wenn ich die Sitzungsvorlage anschaue, fehlt der Verwaltung offenkundig dieser Mut und das Vertrauen. Aus Gründen der Plausibilität und der Fairness wäre es eine Überlegung wert gewesen, diesen Tagungsordnungspunkt nicht schon wieder nach hinten zu schieben.

Wir sind zur sachlichen Diskussion über den bisherigen Transparenzstatus der Stadt Hüfingen, egal ob Transparenz der Gremienarbeit bis hin zur Preistransparenz, bereit.

Noch vor einem Vierteljahr wären wir hier mit der Idee nach einem Streamen der Gemeinderatssitzung, sprich Übertragung der Sitzung ins Internet, ausgelacht worden. Durch die Corona-Krise scheint nun vieles möglich, wenn ich das Geschehen in anderen Gemeinden beobachte.

Mir ist bewusst, dass nicht alle Debatten für die Allgemeinheit geeignet sind. Es geht uns nicht um eine hundertprozentige Entblößung städtischer Geheimnisse und Vertraulichkeiten. Ich, aber wahrscheinlich auch große Teile der Bevölkerung, würde mich über eine Selbstreflexion der Verwaltung über den Status Quo der städtischen Transparenz sehr freuen.

Spaziergang mit dem Ortsvorsteher von Behla

von Hannah Miriam Jaag am 11.01.2020

Wir treffen uns an einem trüben Januartag vor dem Rathaus in Behla.

1845 wurde dem Sternenwirt die ehemalige fürstliche Zehntscheuer abgekauft und darin das Rathaus eingerichtet*.

Rathaus und Feuerwehr Behla

Im Zimmer des Ortsvorstehers befinden sich allerhand Erinnerungen an der Wand, jedes Teil mit eigener Geschichte, die eigentlich mal erzählt werden müsste. Das Kettenhemd ist sicher ein Werk von Georg Baum der sich als Sarwürker der Herstellung der Kettenhemden verschrieben hatte.

Im Zimmer des Ortsvorstehers

Im Rathaussaal trifft man die Schellenberger wieder, über die der viel zu früh verstorbene Georg Baum wohl auch viel zu sagen gehabt hätte.

An der Wand ein Bild des Aloys Hirt, der Wetti-Butzer und des Behlaer Weihers.

Aloys Hirt wurde 1759 in Behla geboren und war der erste Professor für Archäologie an der neu gegründeten Berliner Universität und gilt als Mitbegründer der Berliner Museen und der Bauakademie (aus Wikipedia).

Geburtshaus von Aloys Hirt

Im Jahre 1816 errichtete die Gemeinde ein eigenes Schulhaus *. Das alte Schulhaus befindet sich direkt neben dem Rathaus und ist heute in Privatbesitz.

Postkarte aus der Sammlung Dieter Friedt, Hüfingen (undatiert)
Das 1816 erbaute alte Schulhaus

Ein Stück weiter befindet sich ein wunderschönes altes Bauernhaus, das beim großen Brand in Behla abgebrannt war und 1937 wieder aufgebaut wurde.

Bei der Besichtigung kann man erleben, dass sich in Behla nicht nur Kühe in den Ställen befinden.



Wir gehen weiter am Haus von Georg Baum vorbei, an dem er seine Leidenschaft für die Handwerkskunst der Sarwürker verewigt hat. Auch wenn die Ähnlichkeit frappierend ist, auf der Zeichnung ist nicht Georg Baum.

Sarwürker

Weiter unten am Ortsausgang befindet sich sowas wie ein „Baarblickplatz“. Man sieht wunderbar auf Fürstenberg.

Fürstenberg

Und über Sumpfohren auf den Wartenberg.

Wartenberg


Im Sommer sicher ein idyllischer Platz, obwohl ein Landwirt versucht den Weg wegzupflügen.

.
.
.

Weiter oben befindet sich dann sinngemäß die Baarblickhalle.



An dem Feldweg der Barblickhalle ist dann der alte und der neue Kindergarten. Der alte Kindergarten wird jetzt für die unter Dreijährigen genutzt und den neuen Kindergarten besuchen jetzt auch die Kinder aus Sumpfohren und Hausen vor Wald, wo die Einrichtungen geschlossen wurden.

Ein Problem ist heute der kleine Feldweg, der für seine heutigen Anforderungen nicht geplant war.

Ein Milchauto fährt am Kindergarten vorbei


Die neue Lärmschutzwand an der Umgehungsstraße kurz vor der Fertigstellung.

Ganz in der Nähe befinden sich beliebte Motive von Behla, die jetzt im Winter recht gelangweilt sind, da sie nicht auf die matschige Wiese raus dürfen.

Unweit der Esel gibt es noch das halbe Haus.

Ein Problem auf den Ortschaften sind ja immer die fehlenden Bauplätze. Aber immer gibt es in der Mitte freie Plätze, die nicht verkauft werden. So in Behla.

Und alte Häuser die langsam zerfallen.

Wer durch Behla geht, kommt am Gasthof Sternen nicht vorbei.

Postkarte aus der Sammlung Dieter Friedt, Hüfingen von 1904



St. Georg Behla wird gerne vergessen, da die Kirche etwas abseits am Hang steht. Hoffentlich wird sie mit dem zukünftigen Ortszentrum wieder etwas mehr im Dorf integriert.

St Georg

Im Innern befindet sich eine wunderschöne alte Orgel mit original Blasebalg, der mit den Füßen getreten werden muss.

Hier endete der Spaziergang mit dem Ortsvorsteher und ich habe noch kurz alleine als Naturwissenschaftlerin den Behlaer Weiher erforscht.

.

Wer auf der B27 nach Behla fährt kommt am Behlaer Weiher vorbei und merkt es meist nicht. Der Weiher ist immer mal wieder in den Schlagzeilen. In letzter Zeit gab es mal positive Meldungen, weil es hat sich ein Biber angesiedelt.

Behlaer Weiher mit Biberdamm
Behlaer Weiher

1873 führte der Gemeinderat anläßlich der Ortsbereisung Klage über den Weiher und die daraus aufsteigenden Dünste. Eine gründliche Reinigung des Weihers von Zeit zu Zeit sei erforderlich. Diesem Verlangen wurde dann auch von der fürstlichen Verwaltung entsprochen.

* Behla : Stadtteil von Hüfingen; Geschichte eines Baardorfes im Rahmen der Landschaft / von Alfred Hall; Egon Bäurer; Friedolin Kaiser (1989)

Da ich immer wieder von der schlechten Qualität des Wassers gehört habe, habe ich im Rahmen meiner Möglichkeiten das Wasser untersucht.

Zumindest was die Nitratwerte betrifft, ist der Weiher mit mindestens 30 mg/l relativ hoch belastet.

Links Wasserproben aus dem Behlaer Weiher, rechts zum Vergleich Trinkwasser aus Donaueschingen. Um so stärker das Rot, um so höher der Nitratgehalt.

Leider kann ich die anderen Chemikalien, die die Landwirte in die Umwelt kippen nicht nachweisen.

So scheint der Biber bis jetzt ziemlich robust auf die verschiedenen Gifte zu reagieren. Auch wenn die CDU den Biber am liebsten töten würde („Möglichkeit der letalen Entnahme“), so ist das zum Glück verboten.

Biber in Hüfingen

Spaziergang mit dem Ortsvorsteher von Hausen vor Wald

von Hannah Miriam Jaag am 20.10.2019

Wir treffen uns an einem trüben Herbsttag vor dem Rathaus in Hausen vor Wald.

Die Fenster des Rathauses bestechen mit wunderschönen alten Glasbildern.

  • Glasbild Hausen vor Wald

Oben gehen wir in das Zimmer des Ortsvorstehers.

An den Wänden hängen Gemälde des Malers Hans Schroedter. Der Maler und Illustrator wurde 1872 in Karlsruhe geboren und lebte 40 Jahre in Hausen vor Wald, wo er 1957 starb. Sein Nachlass befindet sich im Archiv des Stadtmuseums.

Wir gehen an der Kirche St. Peter und Paul vorbei an die Stelle, an der das alte Schellenberger Schloß stand.

„Hier stand einstmals die Burg der Freiherren von Schellenberg, erbaut um 1570, umgebaut als Schloß 1745-1750, abgebrochen 1823.“

Das Schloß steht zwar nicht mehr, aber unter dem Haus befinden sich noch das Gewölbe des alten Kellers.

Danach besuchten wir den „alten“ Kindergarten. Hier zeigt sich das gleiche Bild und ein ähnliches Schicksal wie in Sumpfohren.

Gähnende Leere:

Auch hier wurde nur die Marienstatue zurückgelassen, allerdings winkte dieses Jesuskind nicht zum Abschied.

Alles was bleibt ist das Schild und ein alter Name

Aber immerhin wird die Musikkapelle auf der anderen Seite im Bürgerhaus bald mehr Platz haben.


Dorfgemeinschaftshaus von Hausen vor Wald mit Türmle

Im Bürgerhaus ist ein Gemälde von Josef Moosmann über der Bühne:

Überhaupt ist das Dorfgemeinschaftshaus mit seinem Turm ein wunderschönes Kunstwerk und man ahnt von außen nicht, was sich alles drin befindet.

Nach dem Dorfgemeinschaftshaus mit dem ehemaligen Kindergarten, gehen wir rüber zur Schellenberger Grundschule.

Schellenberger Grundschule
Moderne Arbeitsplätze für Grundschüler

Der Bahnhof von Hausen vor Wald ist leider außer Betrieb und soll dies auch nach der Elektrifizierung wohl bleiben. Der Landkreis will kein Geld in Bahnsteige investieren.

Jede Hüfingerin und jeder Hüfinger kennt das Windrad auf dem Auenberg über Hausen vor Wald. Es war das erste in der Region und wurde bereits 1990 erbaut.

Aufbau vom Windrad auf dem Auenberg 1990
Foto von Dieter Friedt

Auf den Seiten des Baarvereins sind einige alte Postkarten aus der Postkartensammlung von Dieter Friedt von Hausen vor Wald zu finden.

Da wollten wir mal schauen, wie es über 100 Jahre später so aussieht.

Ortsansicht 1926
Ortsansicht 2019
Gasthaus Adler 1907
Gasthaus Adler 2019
Ortsmitte 1901
Ortsmitte 2019
Blick durch die Eisenbahnbrücke 1910
Blick durch die Eisenbahnbrücke 2019

Natürlich darf hier der Hieronymus nicht fehlen. Im Hieronymus hatte Johann Nepomuk Heinemann 1853 ein Bild gezeichnet auf dem St. Peter und Paul von Hausen vor Wald nachempfunden wurde.

Willchumm Herr Storch! bisch au scho do,
und schmecksch im Weiher d’Frösche scho?
und meinsch der Winter heig si Sach,
und’s besser Wetter chöm alsgmach?
>Johann Peter Hebel
St. Peter und Paul in Hausen vor Wald
Peter und Paul in Hausen vor Wald
WordPress Cookie Hinweis von Real Cookie Banner