Gesundheitsversorgung hat Vorfahrt

Michael Steinemann

In einer Kernstadt-Tour hat die Hüfinger Gemeinderatsfraktion „Bürgerforum Hüfingen/DIE GRÜNEN“ ihren Fokus auf die Gesundheitsversorgung der 8.000- Einwohner-Stadt gelegt. „Während unsere Einwohnerzahl in den letzten Jahren immer mehr gewachsen ist und laut Prognosen des Statistischen Landesamtes auch noch die nächsten zwei Jahrzehnte weiter steigen wird, ist die örtliche Gesundheitsversorgung geschrumpft. So gibt es beispielsweise weniger Hausärzte als früher und mittlerweile auch nur noch eine Apotheke. Fachärzte gibt es hier so gut wie keine. Die Stadt muss hier künftig zum Wohle aller Bürger einen Kraftakt leisten. Die Gesundheitsversorgung der Bevölkerung muss Vorrang haben!“, bringt Fraktionssprecher Michael Steinemann die Problematik auf den Punkt. Er ist sich sicher: „Nur mit Medizinern vor Ort sind Gemeinden zukunftsfähig“. Viele Einwohner scheinen dies ähnlich zu sehen. Bei der städtischen Bürgerbefragung schätzen gerade mal 4 Prozent der Teilnehmer die gesundheitliche Versorgung in Hüfingen als besonders hoch für ihre persönliche Lebensqualität ein.

In der Vorstellung der dreiköpfigen Fraktion könnte dabei die einzige städtische Freifläche innerhalb der Innenstadt eine Rolle zur Verbesserung der Situation spielen. „In der Friedenstraße gehört der Stadt ein Grundstück gegenüber dem Kindergarten mit über 2.500 qm. Der Standort wäre ideal für die Gesundheitsversorgung wie z. B. ein Ärztehaus. Die Ausgangssituation ist vergleichbar mit Gemeinden wie Lauchringen, welche die Machbarkeit vorgemacht haben.“, sagt Stadtrat Peter Albert. „Dieses Filetstück sollte einen langfristigen Nutzen für das Allgemeinwohl haben und wäre viel zu schade für eine gewöhnliche Wohn- oder Gewerbenutzung. Die haben ja genügend Platz insbesondere im Ziegeleschle II“, führt er fort.

Der „Bürgerforum Hüfingen/DIE GRÜNEN“-Fraktion ist es bewusst, dass die Gesundheitsversorgung insgesamt komplex sei und verweist darauf, als Kommune auf externe Expertise zugreifen zu müssen. „Gesundheit muss städtische Aufgabe sein, daher fordern wir eine Gesundheitskonzeption.“, meint Fraktionsmitglied Hannah Miriam Jaag. Hier fehlt der Stadt aus Sicht der Fraktion bisher der Mut den ersten Schritt zu machen. Man könne sich zum Beispiel unkonventionelle Wege vorstellen wie beispielsweise eine Art städtisches Stipendium für ein oder zwei Medizin- oder Pflegestudenten, die sich verpflichten sich später selbstständig in Hüfingen niederzulassen.

Bebauungsplanverfahren „Friedenstraße“

Rede der BFSO/DIE GRÜNEN-FRAKTION zum Bebauungsplanverfahren „Friedenstraße“ Aufstellungsgschluss 23. Juli 2020

Unsere Fraktion hält diesen Bereich mit seinen vier Grundstücken für einen zentralen, wichtigen Standort in Bezug auf die innerstädtische Entwicklung Hüfingens für die nächsten Jahre!


Selbstverständlich können hier auch u.a. neue Wohnungen entstehen, der Schwerpunkt sollte aber unbedingt auf anderen wichtigen städtebaulichen Dingen liegen, wie beispielsweise:

  • Ein Ärztehaus,
  • ein Mehrgenerationenhaus,
  • betreutes Wohnen,
  • einer Kitaerweiterung oder gar
  • eine Neuschaffung einer solchen bzw. vergleichbares.


Wir könnten uns auch einen Architektenwettbewerb in diesem Bereich vorstellen!


Fragen unserer Fraktion zur Sitzungsvorlage:

Was verstehen Sie Herr BGM, unter gebietscharakteristischen Merkmalen?
Wie schon gesagt wurde, befinden sich dort Gebäude mit Satteldächern, ein Krüppelwalmdachhaus, große Wohngebäude mit Flachdach, Häuschen nach dem Schema „Neue Heimat“ und eine Kindertagesstätte.
Unsere Fraktion sieht das eher als eine Anhäufung verschiedener Richtungen oder als ein großes Sammelsurium.