Laizismus oder Kindergärten in katholischer Trägerschaft

Wesensmerkmale katholischer Kindergärten

Das Mitarbeiterinnenprofil

Für alle Mitarbeiterinnen in katholischen Kindergärten gilt: Durch ihre Tätigkeit tragen diese dazu bei, dass die jeweilige Einrichtung ihren Teil am Sendungsauftrag der katholischen Kirche erfüllen kann. Deshalb muss sich das gesamte Handeln und „Sein“ der Einrichtung an der Glaubens- und Sittenlehre der katholischen Kirche ausrichten. „Der kirchliche Dienstgeber kann pastorale, katechetische sowie in der Regel erzieherische und leitende Aufgaben nur einer Person übertragen, die der katholischen Kirche angehört.“ (Grundordnung des kirchlichen Dienstes)

Die Folge davon ist, dass

  1. alle Erzieherinnen in katholischen Kindergärten katholisch sind, und 
  2. „die rechte Gesinnung“ nachgewiesen werden muss. 

Dies sorgt für eine Selektion der Bewerberinnen für Stellen in diesen Kindergärten!

Wenn Eltern ihr Kind in einen katholischen Kindergarten bringen, haben sie es automatisch mit einer eingeschränkten Auswahl an Erzieherinnen zu tun. Dies mag von manchen Eltern gewünscht sein. Aber diese Eltern bezahlen auch gerne eine Kirchensteuer.

Was ist mit allen anderen Eltern?

Diese müssen in Hüfingen lange Fahrten auf sich nehmen, um ihre Kinder in städtische Kindergärten zu bringen. Trotzdem werden ihre Steuern an die Kirche gezahlt, um Kinder im römisch-katholischen Dogma zu erziehen.

Laizismus in Deutschland

Der Katholizismus akzeptiert seit dem Zweiten Vatikanischen Konzil eine relative Laizität des Staates und der weltlichen Sachbereiche, hält aber an seinem geistlichen Absolutheitsanspruch fest.

Christliche Kindergärten werden vom Staat grundsätzlich im Rahmen der Grundversorgung gefördert. Dies heißt am Beispiel Hüfingens, dass die Stadt Kindergärten plant, baut und dann später der Kirche absolute Hoheit über die Erziehung der Kinder gibt. Ja, die Kirche auch noch dafür bezahlt.

Blick über den Tellerrand von Hüfingen

Blumberg
4 kommunale und 4 kirchliche Kindertagesstätten.

Bräunlingen
1 Städtischer Kindergarten, 2 kirchliche Kindergärten.

Brigachtal
4 gemeindeeigene Kindergärten.

Donaueschingen
9 städtische Kindergärten, 6 kirchliche Kindergärten und 1 Naturkindergarten in freier Trägerschaft.

Löffingen
6 städtische Kindergärten.

Hüfingen
0 städtische Kindergarten, 4 (5) katholische Kindergärten, 1 evangelischer Kindergarten.

Fazit

Hüfingen ist nicht attraktiv für junge Erzieherinnen, die sich nicht in das alte patriarchale Dogma einfügen möchten. Eltern die ihre Kinder lieber in Toleranz, Naturverbundenheit und auf Augenhöhe mit anderen Kulturen aufwachsen sehen möchten, müssen hohe Kosten und weite Wege in Kauf nehmen.

Es ist mir durchaus klar, dass die Stadt Hüfingen seit einiger Zeit kein begehrter Arbeitgeber mehr ist. Aber der Kirche viel Steuergeld zu bezahlen und den Eltern keine Auswahl zu lassen, kann und darf nicht die Lösung für junge Familien sein.

50 Jahre Hüfingen – Behla

Am 1. Januar 1972 ist Behla offiziell ein Teil der Gesamtstadt Hüfingen geworden.

Leider wurde der Stadtteil Behla von der Stadt Hüfingen vergessen, wie auch zuvor Sumpfohren und Fürstenberg. Aber dies erstaunt nicht sonderlich, da einige in der Kernstadt und ihr Bürgermeister doch meinen, nur sie seien Hüfingen. Wie könnte man seiner Exklusivität besser Ausdruck verleihen?

Wobei Behla doch ein besonderer Fall ist. Als einziger Ortsteil hat Behla keine vernünftige Chronik und schleppt schwer an einem Nazimachwerk, das zum Glück keiner liest. Leider ist Georg Baum, als einziger der sich für Geschichte interessierte, viel zu früh verstorben.

Georg Baum als Sarwürker mit dem Wappen der Schellenberger.

So dümpelt seit dem Behla, von der Welt vergessen, vor sich hin. Einzig die Bauten des Kindergartens und der Umgehungsstraße B27 waren Highlights. Ansonsten plätscherten unbemerkt diverse Fäkalien lustig vor sich hin.

Am 20. Dezember 1971 wurde die Vereinbarung zwischen Behla und Hüfingen unterschrieben. Sie trat am 1. Januar 1972 in Kraft. Behla erhielt analog den anderen eingemeindeten Gemeinden den Namen „Hüfingen-Stadtteil Behla“. Bürgermeister Fridolin Kaiser wurde erster Ortsvorsteher des neuen Stadtteils. Die Vereinbarung gleicht großenteils derjenigen, die zwischen Hüfingen und Fürstenberg geschlossen wurde. (Eingemeindungsvertrag Mundelfingen). Der freie Finanzspielraum wurde auf 40.000 DM festgesetzt, für die ersten fünf Jahre aber aus dem gleichen Grunde wie bei Fürstenberg auf 30.000 DM verringert. Innerhalb der ersten Jahre nach dem Inkrafttreten hat Behla an Investitionen anzusprechen: ca. 12.000 DM für den Ausbau des Friedhofs und die Errichtung einer Friedhofskapelle, ca. 110.000 DM für den Ausbau der Gehwege im Ortsetter, ca. 20.000 DM für den Ausbau des Schlachthauses, ca. 50.000 DM für den Ausbau des Brandweihers sowie ca. 150.000 DM für die Verbesserung der Wasserversorgung. Die drei erstgenannten Vorhaben sollten während der ersten drei Jahre nach dem Wirksamwerden der Eingemeindung durchgeführt werden.

Chronik der Stadt Hüfingen 1984 von August Vetter

Schön, dass Behla nach 50 Jahren immer noch dabei ist!

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Alle Aufnahmen sind vom 25. Dezember 2021

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This is why we can’t have nice things

Dies sagt man in den USA, wenn mal wieder was zerstört wurde.

Wie jede anderen Stadt hat auch Hüfingen mit asozialen Menschen zu kämpfen, dies ist leider kein amerikanisches Phänomen.

Abgeknickter Baum beim Hasewäldle

Doch macht es einen immer wieder traurig, wie manche Menschen mit unserer Umwelt umgehen.

Unser Bauhof beseitigt stoisch fast jeden Tag deren Dreck. Sogar schon Sonntag Morgen um sieben in der früh habe ich jemanden „erwischt“ am Bahnhof den rausgerissenen Mülleimer wieder im Boden zu versenken.

Für alle die es nicht wissen: Es gibt in Hüfingen einen Schadensmelder.

Das letzte Jahr habe ich einige Fotos gesammelt. Falls jemand mitmachen will, in den Kommentaren kann man auch Fotos hochladen. Ich werde das Foto dann gerne in die Galerie integrieren.

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50 Jahre Hüfingen – Fürstenberg

Am 1. Januar 1972 ist Fürstenberg offiziell ein Teil der Gesamtstadt Hüfingen geworden. Der Hieronymus wird hierzu noch einen größeren Artikel veröffentlichen. Bis dahin muss die geneigte Leserin mit meinem Kommentar hierzu vorlieb nehmen.

Leider wurde der Stadtteil Fürstenberg von der Stadt Hüfingen vergessen, wie auch schon Sumpfohren im April 2020. Aber dies erstaunt nicht sonderlich, da einige in der Kernstadt und ihr Bürgermeister doch meinen, nur sie seien Hüfingen. Wie könnte man seiner Exklusivität besser Ausdruck verleihen?

Aber genug gefrotzelt. Dass Fürstenberg sein mühsam wieder erlangtes Stadtrecht gleich wieder aufgab, ist mir schon im Oktober aufgefallen:

Auch Bräulingen , Blumberg und Fürstenberg bekamen die Stadtrechte zurück. Fürstenberg gab die Stadtrechte allerdings bei der Eingemeindung am 1. Januar 1972 nach Hüfingen wieder auf.

In Fürstenberg stand damals der Bürgermeister Fritz Mayer gegen eine Bürgergruppe die gegen eine Eingemeindung nach Hüfingen war:

Eine informative Abstimmung am Ende einer Bürgeranhörung vom 18. Juli 1971 ergab nur 69 Stimmen für die Eingemeindung nach Hüfingen, aber 89 für die Erhaltung der Selbständigkeit. Trotzdem entschied sich der Fürstenberger Gemeinderat am 29. Juli mit vier zu zwei Stimmen für die Eingemeindung nach Hüfingen. Daraufhin erfolgte am 3. August noch einmal eine informative Bürgerversammlung mit positivem Echo für die Eingliederung.

Eine Unterschriftenaktion erbrachte 69 Unterschriften für die Selbständigkeit, eine Gegenaktion durch Bürgermeister und Gemeinderäte aber 97 Unterschriften von Stimmberechtigten, die sich mit dem Gemeinderatsbeschluss vom 29. Juli einverstanden erklärten.

Die Verhandlungen wurden weiter geführt, und auch der Hüfinger Gemeinderat stimmte der Eingemeindung zu. Allerdings fiel die Zustimmung mit sechs zu vier Stimmen sehr knapp aus. Die Vereinbarung wurde von Bürgermeister Fritz Mayer von Fürstenberg am 3. September und von Bürgermeister Max Gilly von Hüfingen am 16. September ratifiziert und am 1. Januar 1972 wirksam.

Die jetzt in Hüfingen eingegliederte Stadt bekam den Namen Hüfingen – Stadtteil Fürstenberg. Der Stadtteil erhielt eine Ortschaftsverfassung mit fünf Ortschaftsräten und einem Ortsvorsteher an der Spitze, der dem Bürgermeister untersteht. Der Ortschaftsrat berät die örtliche Verwaltung, ist vor allen wichtigen Entscheidungen durch die zuständigen Organe zu hören und hat ein Vorschlagsrecht in allen Angelegenheiten, die den Stadtteil betreffen.

Als wichtige Angelegenheiten gelten die Veranschlagung der Haushaltsmittel, Bau, Erweiterung und Aufhebung öffentlicher Einrichtungen, Bau und Unterhaltung von Straßen und Wirtschaftswegen, der Ausbau und die Unterhaltung der Wasserversorgung und die Abwasserbeseitigung, die Aufstellung von Bauleitplänen, die Erlassung, die Aufhebung und die Änderung von Satzungen und Polizeiverordnungen sowie die Festsetzung von Abgaben und Tarifen. Der Ortschaftsrat entscheidet selbständig anstelle des Gemeinderats im Benehmen mit dem Bürgermeister beim Vollzug des Haushaltsplans, soweit der Betrag im Einzelfall 5000 DM übersteigt. Bei über- oder außerplanmäßigen Ausgaben ist die freie Verfügbarkeit auf 3000 DM beschränkt. Der Ortschaftsrat entscheidet über die Ausgestaltung und Benutzung von Einrichtungen der Kultur- und Sportpflege, der Grünanlagen, des Friedhofs u.a. wie der Pflege des Otsbildes. Nach der unechten Teilortswahl steht Fürstenberg ein Gemeinderat zu.

Chronik der Stadt Hüfingen 1984 von August Vetter

In diesem Sinne vom Hieronymus:

Schön, dass Fürstenberg nach 50 Jahren immer noch dabei ist und unsere Gesamtstadt mit der großen Geschichte und auch mit seinen durchaus streitbaren Bürgerinnen und Bürgern bereichert!

Geflügelpest oder Vogelgrippe

Unterschied Geflügelpest und Vogelgrippe

Der Name „Geflügelpest“ ist eigentlich irreführend, wird aber gebraucht, um das hochpathogene aviäre Influenzavirus des Subtyps H5N1 vom ebenfalls hochpathogene Influenzavirus des Subtyps H5N8 zu unterscheiden. Manchmal zumindest. Meist werden diese deutschen Begriffe wild durcheinander geworfen.

Da in Donaueschingen jetzt das Virus des Subtyps H5N1 nachgewiesen wurde, möchte ich mich nachfolgend darauf konzentrieren.

Influenza-A-Virus H5N1

Für alle die es genauer wissen wollen gibt es auf den Seiten des Robert Koch-Instituts detailliertere Informationen:

RKI, Geflügelpest

Die meisten der an H5N1 erkrankten Menschen hatten sehr große Virusmengen aufgenommen. So ist es möglich, dass durch die industrielle Vogelhaltung die Menschen die dort arbeiten vom Virus infiziert werden können. Dies ist also die Brutstätte („mixed infections“) neuer Viren, die durch infizierte Menschen entstehen können. Über die sogenannte Rekombination der Viren hatte ich hier einen kleinen Absatz geschrieben.

Das Influenza A H5N1 Virus ist ein RNA-Virus aus der Familie der Orthomyxoviridae dessen bekanntester Vertreter die sogenannte „Spanische Grippe“ (H1N1) ist. Wie man hier schon sieht, sind diese Bezeichungen HxNx sehr wichtig für die Unterscheidung, aber es zeigt auch, wie einfach die verschiedenen Subtypen der Viren rekombinieren können. *

An der äusseren Hülle sind die verschiedenen H und N Proteine. Gegen diese „spikes“ entwickelt ein Immunsystem u.a. Antikörper.*

Das Virus kann durch Kot und Ähnliches bei niedrigen Temperaturen einige Wochen überstehen. Deshalb müssen jetzt die nicht wild lebenden Vögel drinnen bleiben und es wird den industriellen Geflügelhalterinnen und -haltern dringend empfohlen, die Biosicherheitsmaßnahmen in ihren Haltungen zu überprüfen.

Das Risiko einer Ausbreitung der Influenza A H5N1 bei Wildvögeln sowie einer Übertragung auf Geflügel und gehaltene Vögel im Schwarzwald-Baar Kreis wird als hoch eingestuft.

Die gebotenen Hygienemaßnahmen und Vorschriften sind auf den Seiten des Ministeriums für Ernährung, Ländlichen Raum und Verbraucherschutz Baden-Württemberg nachzulesen.

*Marilyn J. Roossnick: Virus. An illustrated Guide To 101 Incredible Microbes. Seite 70.

Ziegeleschle 2

Im August 2020 hatte ich einen kleinen Bericht über das Ziegeleschle geschrieben. Jetzt wird es zumindest für das neue Gewerbegebiet Ziegeleschle 2 konkreter. Am Donnerstag, den 18.11.2021 wurde das Bebauungsplanverfahren „Ziegeleschle II“ dem Gemeinderat vorgelegt.

Folgende Pläne sind öffentlich auf der Seite der Stadt Hüfingen einzusehen und wir hoffen, dass wir dies hier spiegeln dürfen. Falls nicht, bitte eine kurze Nachricht an die Redaktion.

Bebauungsplan Ziegeleschle II der Stadt Hüfingen vom 18.11.2021


Bebauungsplan Ziegeleschle II der Stadt Hüfingen am 18.11.2021

Was für das Gewerbegebiet Ziegeleschle II geplant ist

Es werden etwa 4 ha Landwirtschaftliche Fläche versiegelt.

In § 16 Landwirtschafts- und Landeskulturgesetz (LLG) wird ausdrücklich auf den Schutz landwirtschaftlicher Flächen und Landschaftsentwicklung hingewiesen, da diese für die Landwirtschaft die zentrale Produktionsressource darstellen. Für die landwirtschaftliche Nutzung besonders geeignete Böden sollen nach Möglichkeit geschont werden.
…
Grundsätzlich ist der Verlust landwirtschaftlicher Flächen bedauerlich, da die Landwirtschaft auf ökonomischer Grundlage der Allgemeinheit dient.
…
Die Nutzung als Gewerbegebiet stellt für das Schutzgut Boden/Fläche ein hoher Verlust dar. Bei der Bebauung sei daher auf eine effektive Nutzung zu achten .Z.B. durch unterirdische Parkmöglichkeiten; durch mehrgeschossige Gebäude, die anstelle Fläche mehr Höhe beanspruchen.
…
Art und der Standort der Ausgleichsflächen bitten wir mit dem Landwirtschaftsamt abzustimmen, damit der Eingriff in die landwirtschaftlichen Flächen so gering wie möglich erfolgt.

Landwirtschaftsamt Schwarzwald-Baar Kreis

Leider möchte der Hüfinger Gemeiderat dieser Empfehlung nicht folgen, da mehrgeschossige Gebäude, die anstelle Fläche mehr Höhe beanspruchen würden, die Äuglein manch ältlicher Herren beleidigt.

Diese starrsinnige Fixierung auf Gebäudehöhe ist sinnloser Landverbrauch!

Zur Vermeidung, Minimierung und zum Schutz der Belange von Natur und Landschaft werden in Hüfingen keinerlei Maßnahmen getroffen. Mehr noch, der Planer meint, dass das „Baufenster groß genug sei“ deshalb braucht man also keine Rücksicht auf die Fläche nehmen. Gleichzeitig wird aber argumentiert, dass Hüfingen so viel Fläche brauche. Klar, Hüfingen braucht noch viel mehr Fläche, da nur möglichst flache, grauen Häuschen mit vielen asphaltierten Parkplätzen Wohlgefallen dieser veralteten Herrschaften findet. Man kann ja für die Parkplätze Rasengittersteine nehmen.

Ziegeleschle II Baugebiet

„Die Bodenversiegelung ist auf das unabdingbare Maß zu beschränken.“
Dieser Satz im Bebauungsplan ist eine Farce angesichts der Tatsache, dass durch die Gebäudehöhe ein möglichst großer Landschaftsverbrauch angelegt ist. Alle Firmen, die gerne ökologisch handeln möchten, werden durch die unsinnigen Vorschriften Steine in den Weg gelegt. Was soll diese Regelwut?

Für die Eingriffsbewertung laut Bebauungsplan Ziegeleschle ist ein Ausgleichsbedarf von 775.554 Ökopunkten vorgesehen. Für einen Ökopunkt hat die Stadt Hüfingen diesen Sommer 60 Cent bezahlt. Von daher kann man hoffen, dass die Landwirte der Region für diese unsinnige Versiegelung mindestens mit dem Kauf von Ökopunkten entschädigt werden.


Durch die geplante gewerbliche Erweiterung und die damit verbundene Flächenversiegelung entstehen zum Teil erhebliche Beeinträchtigungen für die Schutzgüter Biotope und Boden.

Erhebliche Beeinträchtigungen sind auf Grund des Versiegelungsgrades auch für das Schutzgut Grundwasser insbesondere in Bezug auf die Grundwasserneubildung zu erwarten.

Außerdem ist der flächengleiche Ersatz für die dort betroffenen geschützten Mähwiesenflächen nachzuweisen.

Somit werden planexterne Ausgleichsmaßnahmen erforderlich.

Weiterhin können Beeinträchtigungen für das Schutzgut Klima und Luft nicht vollständig ausgeschlossen werden, deshalb sind hier zusätzlich geeignete Maßnahmenfestsetzungen und Regelungen im Geltungsbereich des Bebauungsplanes vorzusehen.

Aus dem Umweltbericht zur Ergänzung zur Begründung zur frühzeitigen Beteiligung (§ 3 Abs.1 und § 4 Abs.1 BauGB).
Fassung vom 27.05.2021, Büro Grözinger.
Ziegeleschle II Baugebiet

Am 18.11.2021 hat der Hüfinger Gemeinderat mit 12 Ja Stimmen, 1 Nein Stimme und einer Enthaltung diesem Bebauungsplan zugestimmt. Drei Herren waren befangen und zwei entschuldigt. SPD/FDP/CDU war sich wie immer einig.

Fürstenberg von oben

Im Oktober fanden in Fürstenberg Grabungen statt, da auf dem Neubaugebiet eine römische Villa vermutet wurde.

Zum Glück wurde nichts relevantes gefunden. Die römische Villa Rustica befindet sich wohl etwas weiter südlich. Wo genau wissen wir nicht. Auch der Acker auf dem sich das Loch befand, das Professor Dr. Paul Revellio 1913 zusammen mit dem Landwirt gegraben hatte, ist bis heute unbekannt.

Im Grunde sind dies gute Nachrichten. So kann die römische Villa tief in der Erde versteckt auf eine verständnisvollere und kulturbeflissenere Generation warten.

Simon Rottler von der ArchaeoTask war so nett und hat uns die Luftbilder von Fürstenberg und der Grabungen auf der Fläche vom Neubaugebiet überlassen.

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Notgrabung in Fürstenberg

3 km weiter nach Westen konnte ich im Herbst 1913 am Fuße des Fürstenbergs am Südrand des Städtchens ein weiteres Gehöft auffinden. Ein Loch, das mir der Landwirt Jakob Gut auf seinem Grundstück auf meine Vermutungen hin machte, förderte sofort Bruchstücke von Leistenziegeln, Heizkacheln, Ziegelbeton, polierte Alabasterplätttchen zutage. Der Platz wurde vom Volk “Ziegelbühl” genannt. In seiner unmittelbaren Nähe befindet sich eine Quelle. In den benachbarten Äcken ließen sich die Spuren von Nebengebäuden erkennen.  
…
Von Hüfingen bis Schwenningen ist nicht eine einzige mit Sicherheit nachgewiesen. Münz- und andere Funde fehlen auf dieser Strecke fast vollständig. Man wird sich bei der Suche vor allem von den Quellen führen lassen müssen, die sich bei Hüfingen als untrügliche Begleiter der ländlichen Gehöfte erwiesen haben. 

So zahlreich wie bei Hüfingen werden wir sie nicht erwarten dürfen. Erfahrungsgemäß häufen sich diese Villen im Schutze und in der Umgebung der militärischen Stützpunkte.

Es ist eine Pflicht des Dankes, der Unterstützung und Förderung zu gedenken, die die Ausgrabungen durch den Gemeinderat der Stadt Hüfingen und vor allem durch den damaligen Bürgermeister Bausch erfahren haben. 

Dr. Paul Revellio 1921 

So schreibt Professor Dr. Paul Revellio exakt vor 100 Jahren in den Schriften der Baar.

Da auf dem Ziegelbühl ein Neubaugebiet entsteht hat das Landesamt für Denkmalpflege jetzt Grabungen organisiert, um zu schauen was zu finden ist.

Bis jetzt wurden noch keine Mauerüberreste gefunden, sondern nur alte Ziegel und so etwas wie ein Mahlrad.

Aber schaut selbst. Ich bleib dran.

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Kommentar einer Virologin Teil 2

Im März 2020 haben mich eine Reihe Verschwörungstheorien zu einem Kommentar bewegt. Es war mir klar, dass ich hiermit selbsternannte Virologen, Schwurbler und „Wahrheiterfühler“ nicht stoppen kann.

Seit letztem Jahr ist nicht nur das Virus mutiert, sondern auch das Geschwätz drum herum. So wird nicht mehr die Evolution oder gar die Existenz des Virus angezweifelt, sondern wissenschaftliche Methoden wie PCR, Impfstoffe und auch gleich das ganze menschliche Immunsystem.

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Also erst mal: Lassen Sie sich keinen Bären aufbinden von Menschen die nicht den Unterschied zwischen Replikation, Rekombination und Transkription kennen. Lassen Sie sich nicht eine PCR erklären von Leuten, die nie eine solche gemacht haben und nie verstanden haben, was da gemacht wird. Lassen Sie sich nicht die Virologie von Physikern erklären. Selbst die allermeisten Ärzte haben nie im Leben eine PCR gemacht und kennen Viren nur aus der Perspektive von Krankheitssymptomen.

Cycler

All dies ist sehr komplex, füllt Millionen von wissenschaftlichen Veröffentlichungen und erfordert ein jahrelanges Studium und Forschung um überhaupt im Ansatz zu begreifen was vor sich geht.

Das Prinzip der Impfung anhand der Geschichte

Was eine Impfung ist, lässt sich anhand der Geschichte und am Beispiel der Pocken am einfachsten erklären.

Die Pocken, oder auch Blattern, waren eine gefährliche Viruskrankheit, die über Jahrtausende nicht zu heilen war, wirkungsvolle Vorbeugungsmaßnahmen gab es auch nicht, und an der etwa 30% aller infizierten Menschen starben. Im Jahre 1794 machte sich Edward Jenner ein uraltes Wissen zu Nutze, nach dem einmal von den Pocken genesene Menschen nie mehr an dieser Krankheit litten. Jenner benutzte zum Immunisieren die für den Menschen relativ ungefährlichen und nahe verwandten Kuhpocken.

Was beim Immunisieren passiert, ist im Grunde ein „scharfmachen“ vom körpereigenen Immunsystem. Man zeigt dem Immunsystem den Eindringling und der Organismus bildet Antikörper dagegen. In dem Beispiel hat Jenner dies anhand der relativ ungefährlichen Kuhpocken getan.

Hier zeigt sich auch schon die Problematik der Impfung: Man braucht etwas relativ ungefährliches, das man dem Immunsystem zeigen kann, aber das auch ähnlich genug mit dem gefährlichen Erreger ist, um diesen effektiv zu erkennen und unschädlich zu machen.

Eine Impfung mit dem Kuhpockenerreger ist zwar relativ ungefährlich, aber trotzdem sterben etwa zwei Menschen pro einer Million Geimpfter an den Kuhpocken. Dies erscheint wenig angesichts der Schwere der Erkrankung, aber für diese zwei Menschen und deren Familien ist dies natürlich unerheblich.

So stellt und stellte sich immer wieder die Frage der Gefahr einer Impfung im Kontext zur Gefahr einer Erkrankung. Hinzu kommt: Je höher der Prozentsatz der Geimpften ist, um so geringer ist das Risiko eines Einzelnen an der Krankheit zu erkranken. Aber auch, um so mehr Geimpft, um so größer die Anzahl der Menschen mit Impfschäden.

Zusammenfassend kann man sagen, dass diejenigen, die das Risiko der Impfung auf sich nehmen, nicht nur gegen die Krankheit relativ gut geschützt sind, sondern auch diejenigen schützen, die das Risiko einer Impfung nicht auf sich nehmen wollen oder dazu keine Möglichkeit haben.

Das Impfrisiko und seine Bedeutung

Anhand der Kuhpocken und der Pocken kann man erkennen, dass die Frage des Risikos immer eine statistische Abwägung ist. Solange die Pocken überall verbreitet waren und alle Menschen direkt bedroht haben, war eine Impfung aller Menschen sicher wichtig. Seit die Pocken aber fast ausgerottet worden sind, konnte man in den 1970er Jahren die Impfpflicht aufheben, da das Impfrisiko bei weitem über der Gefahr einer Erkrankung lag.

Es wird zwischen Lebendimfstoffen, Totimpfstoffen (RNA-Impfstoffe) und Adjuvanzien unterschieden. In der Immunologie werden Adjuvanzien eingesetzt, um die Immunantwort auf eine verabreichte Substanz zu steigern. Man braucht also beim Einsatz eines Adjuvans weniger vom Erreger oder sogar nur einzelne Zellwandproteine (Spike Protein vom Coronavirus), um eine Immunantwort zu erreichen.

All diese verschiedenen Möglichkeiten haben ihre ganz spezifischen Risiken und Vorteile. Da man nicht in die Zukunft schauen kann, wie sich Krankheitserreger und deren Pathogenität entwickeln, kann jede einzelne Impfung nur eine Abwägung vom Risiko und Nutzen sein. Hilfreich bei dieser Abwägung ist erst einmal zu wissen, wie gefährlich eine Krankheit ist und ob man überhaupt impfen kann. Wenn man impfen kann, sollte man schauen, in welcher Form geimpft wird. Gegen welchen Erreger wird geimpft?

Des Weiteren sollte man auch beim Impfschutz die Möglichkeiten und Unterschiede von Grundimmunisierung, Auffrischimpfungen, die „Immunologische Lücke“, Impfdurchbrüche und die Antikörper-Titerbestimmung im Blut in betracht ziehen.

Die Grundimmunisierung und der Impfschutz

Wie schon oben erwähnt, sagt man bei einer Impfung dem Immunsystem was es bekämpfen soll. Das Immunsystem produziert daraufhin Antikörper und der Körper macht sich bereit, alles was genauso aussieht zu bekämpfen.

Zum Zeitpunkt der Geburt hat jeder bereits ein voll entwickeltes Immunsystem, aber die Antikörper sind noch von der Mutter. Nach der Geburt werden weitere Antikörper mit der Muttermilch aufgenommen. Diese maternellen Antikörper werden nach und nach abgebaut und diese Restmenge an mütterlichen Antikörpern kann die Impfung stören. Diese kritische Phase wird als „immunologische Lücke“ bezeichnet.

Hier soll noch erwähnt werden, dass neben der „immunologischen Lücke“ auch Stress oder Krankheit den Impferfolg beeinträchtigen können. Deshalb sollte man sich nur impfen lassen, wenn man sich wirklich gesund fühlt.

Impf­durch­bruch

Das Robert Koch-Institut (RKI) definiert einen Impf­durch­bruch als eine Infektion bei vollständig Geimpften, die auch mit Symptomen einhergeht.

Dies ist nichts neues! Impfdurchbrüche gibt es mit allen Impfstoffen schon immer.

Keine Impfung und kein Medikament ist perfekt und wirkt bei jedem zu 100%. Dies wäre nicht realistisch.

Fragen?

Es gibt eine unüberschaubare Anzahl von Seiten und youtube Filmen die gefühlte Wahrheiten verbreiten und ebenso eine unüberschaubare Menge an Verschwörungstheorien anbieten. Ich nenne all diese Seiten jetzt der Einfachheit halber “Schwurbelseiten” 

Wegen dieser Schwurbelseiten habe ich 2013 angefangen zu bloggen. Nicht, um diese Seiten einzeln zu widerlegen, sondern um wissenschaftsbasierte Informationen anzubieten. Klar könnte ich den ganzen Unfug schnell widerlegen, aber mir ist ganz einfach die Zeit dafür zu schade. 

Aus diesen Gründen lösche ich hier alle links auf Schwurbelseiten konsequent. Ich bitte alle sich über Wikipedia, das Robert Koch Institut oder andere seriösen Quellen zu informieren!

Aber hier möchte ich doch öffentlich Fragen beantworten! 
Da eben wegen diesen vielen Falschinformationen einige Menschen verunsichert sind. Und nicht jeder hat ja gerade Molekularbiologie studiert.

Sie dürfen mir hier in der Kommentarspalte Fragen stellen und ich werde versuchen sie zeitnah und verständlich zu beantworten. Es darf gerne anonym gefragt werden, nur sollten Sie sich an die Regeln halten.

Und: Es gibt keine dummen Fragen, nur dumme Antworten!

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