Kraftakt, e Brändbach-Ballade

Z‘ Waldhuuse bei de Siebe Hiesli Liit
Dä isch ebbs, wa`s sunscht nähnets giit Im Siebte Hiesli wohnt kon Mensch
Wa word dää sii, wa denksch ?

Dä sorrets, summts und fauchts und stampfts Des isch bigott kon Allefanz
wo des alls wartet, schmiert und fettet
Wenn die den guete Maa nit hettet

De Willi Brugger (III) drei
Wa der alls khaa, jo heidenai
Us milliardefache Brändbachtröpfle
Macht der vill Strom, druckt nuu paar Knöpfle

Die Wassertröpfle wered g`sammlet
Im Kirnbergsee sind sie versammlet Bevor’s i grosse Rohr rabdunndret Und Strom druus Word, wa villi wundret

Turbine triebet Dynamo aa
Wa Brändbachwasser doch soo alls khaa? Demit khaa mer im Stausee badde
Für d‘ Freizeit isch des au kon Schadde

So kinnet d‘ Brielinger Wäsche, Bache Maschine Triebe für vill Sache
De Straub khaa Bappedeckel falte, drucke Wo die i Hochregal nuu korz verhucke Millionen Schachtle, bisch ganz backe? Me weltwiit bruucht zum Sach verpacke

Verdanke duet mer des de Manne
die baue hond e grossi Wanne
E Bogemuur und Rohr us Iise
Lond’s Brändbachwasser aabischiesse

Im Kraftwerk vu Waaldhuuse
Duets hundert Johr scho kräftig schuuse Us Wasser macht mer dä de Strom Energie für Brielinge isch de Lohn

Drum lobet, jublet dene zue
Die niemols gänd e Rueh
Dass Brändbachwasser schaffe khaa Gnueg Strom do isch für jedermaa

(Drum isch es manchmal au e Freid Wenn vum Himmel Wasser obe abi kheit En Segen ischs für Flur und Feld
bringt Gräene Strom und Geld)

Die drei Brändbacher Wassertröpfle gelesen von Maria Simon

Die Brändbacher Wassertröpfle gibt es bei der Stadtverwaltung Bräunlingen zu kaufen.

Blauvioletter Scheibenbock

Liebe Bürgerpostleser, 

heute möchte ich vor allem durch Bilder aufmerksam machen, was für eine Vielfalt von Käfern es bei uns gibt, wie farbenprächtig sie sind und in der Größe sehr unterschiedlich. Das Bild vom Blauvioletten Scheibenbock schickte mir Edmund Zeiser aus Zimmern unter der Burg. Haben Sie den schon einmal gesehen? 

Blauvioletter Scheibenbock

Unten ein Zweifleckiger Zipfelkäfer, den ich Gott sei Danke mit seinen sechs Millimeter Größe gesehen habe auf einer Schnittlauchblüte. Haben Sie den schon gesehen?

Zweifleckiger
Zipfelkäfer

Die Käfer unten sah ich beim empfehlenswerten Rundgang um den Linachtalstausee.

Fichtenrüsselkäfer
Flohkäfer

Der Rüsselkäfer ist wahrscheinlich ein Fichtenrüsselkäfer. Ein toller Hecht finde ich. Der kleine Kerl daneben ist nur drei Millimeter groß, deswegen heißt er wahrscheinlich Flohkäfer.

Das nächste Bild zeigt einen Großen Blasenkäfer, sieht der nicht auch herrlich aus? Zu guter Letzt sieht man auf einen roter Käfer, er ist auch relativ klein. Es ist das Maiglöckchenhähnchen.

Großer Blasenkäfer
Maiglöckchenhähnchen

Wenn man übrigens auf das Foto klickt, öffnet es sich in größer in einem neuen Fenster.
Viel Freude an den Bildern.

Herzliche Grüße 
Franz Maus  

Solarpaneele für den Wald – kein Aprilscherz!

Was für ein Segen, welch kühne Zukunftsvision, die sich da für den Waldwirt auftut! Dass  Abies alba, die Weißtanne, sich durch Schattenerträgnis auszeichnet, zumindest den Halbschatten mag in ihrer Jugend, wohingegen sie auf Freiflächen nicht selten unter Laus, Nadelrostpilz oder Spätfrost zu leiden hat: eben diese Eigenschaften hat sich ein pfiffiger Bauunternehmer aus Rengetsweiler, einem 500-Seelen-Dorf und Teilort der Stadt Meßkirch, zunutze gemacht. Weil er seine Quarzsandgrube zu rekultivieren hatte, war er auf die Idee verfallen, über seiner Tannenkultur mit Solarpaneelen fürs richtige Maß an Schatten zu sorgen. Womit er nun nicht nur eines ferneren Tages Bauholz produzieren wird, sondern ab sofort auch Solarstrom für den Eigenbedarf. 

Und weil man mit solch grünen Eigeninitiativen Positivschlagzeilen erntet, galt es jüngst – nicht anders als bei der Vorstellung von PV-Überdachungen in der  Landwirtschaft, im Obst- oder gar Weinbau – auch die weltweit erste Forst-Fotovoltaik-Anlage (PV-Forst) von Forstminister Peter Hauk (CDU) pressewürdig einweihen zu lassen. Unterstützt, gefördert und begleitet werde das bislang einzigartige Pilotprojekt durch das Landratsamt Sigmaringen, das Ministerium für Ernährung, Ländlichen Raum und Verbraucherschutz sowie das  Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme (ISE). Und natürlich ist auch die Abteilung Waldwachstum der Forstlichen Versuchs- und Forschungsanstalt Baden-Württemberg (FVA) mit eingebunden, verspricht man sich hier doch „Neuland im Waldwachstum“, wie es im jüngsten Newsletter FVA-Einblick heißt, genauer: „wie junge Bäume unter Sonnenkollektoren heranwachsen können“. Bis sie „die Anlagenhöhe von sechs Metern erreichen“, so lange könne dabei Sonnenenergie in Strom umgewandelt werden. Und das kann dauern, wie die Förster aus naturnäheren Bergmischwäldern wissen, wo Tannenunterstand oft siebzig und mehr Jahre unterm Buchenschirm im „Schattenschlaf“ auszuharren vermag, bis er endlich dann doch „wachgeküsst“ wird. Im konkreten Fall: bis man sich in der ehemaligen Quarzsandgrube dazu entschließen wird, die Fotovoltaik-Überdachung wieder abzubauen. Als ob es dabei für Forschende nicht Vielerlei zu messen und zu dokumentieren gäbe!

Nicht nur weil die Errichtung der Paneele schweres, nicht eben bodenfreundliches Gerät erforderlich macht, pflanzte man neben Weißtannen vorsorglich auch noch eine kleinasiatische Tannenart mit an, die „im Klimawandel ein deutlich besseres Anpassungspotenzial“ verspricht. Zugleich wurden technische Besonderheiten ausprobiert, so die Rückbaubarkeit und Umsetzbarkeit der Träger, weshalb sie nicht auf Betonfundamenten befestigt, sondern auf speziellen, wieder entfernbaren Schraubfundamenten errichtet wurden. „Aus Sicht klassischer Forstwirtschaft mag das auf den ersten Blick tatsächlich abenteuerlich vorkommen“, so wird der Leiter der FVA-Fachabteilung Waldwachstum, Prof. Dr. Ulrich Kohnle, zitiert.

Hier fehlen nur noch die Paneele über den Tännchen (Foto FVA-Einblick)

Auch recht viel Waldeslust wird sich da wohl nicht einstellen: Nicht genug damit, dass der Wald neuerdings mit bis zu 250 m hohen Windrädern überstellt und denaturiert wird, wovon es lt. Koalitionsvertrag allein im Staatswald Baden-Württembergs eintausend werden sollen: jetzt also auch noch die Überdachung mit Paneelen. Weil die für die Windenergie im Wald zuständige Taskforce offenbar in Verzug geraten ist, scheint das Land nun desto dankbarer mit der ersten Forst-Fotovoltaik-Anlage (PV Forst) eine ganz neue Geschäftsidee für Waldeigentümer zu propagieren – hervorgegangen aus einem Geniestreich des Rengetsweilerer Bauunternehmers Emil Steidle, dem der Landesverdienstorden gewiss sein dürfte.

Alles nur eine Frage der Beschattung – Stammscheibe einer 70jährigen Tanne

Die Wiesenkinder – Naturkindergarten für Hüfingen

von Wiltrud Siegfried

Die Wiesenkinder stehen in den Startlöchern – die Genehmigung vom Baurechts- und Naturschutzamt kann täglich eingehen – dann wird es losgehen: Im Erlebnisraum Wald am Ortsrand von Hausen vor Wald, entsteht der erste Naturkindergarten unserer Kommune. Das 2.500 m2 große Waldstück wurde gemeinsam mit Förster Wolf anhand eines Kriterienkatalogs ausgewählt. Zuvor hatten die Eltern vom Verein Wiesenkinder e.V. insgesamt 45 andere Einrichtungen besucht, um ihr Konzept zu entwickeln. Hauptbereich zum Spielen und Lernen für Kinder ab einem Alter von drei Jahren wird der Wald sein, der in drei Zonen unterteilt wird:

  • Einen grünen Bereich im Umfeld der Schutzunterkunft, in dem die Kinder sich frei bewegen dürfen.
  • Einen gelben Bereich, den die Kinder nur mindestens zu zweit betreten werden. Er befindet sich etwas weiter entfernt.
  • Und einen roten Bereich außerhalb der gelben Zone, der für die Kinder tabu ist. Die natürliche Grenze zwischen gelbem und rotem Bereich bildet ein Bachlauf im Wald.


Zudem ist das Aufstellen eines Tipis, einer Schutzeinrichtung für Kinder und Erzieher:innen und das Errichten eines Materiallagers vorgesehen. Als Träger konnte der DRK-Kreisverband Donaueschingen e.V. gewonnen werden. Das Deutsche Rote Kreuz betreibt deutschlandweit 90.000 Einrichtungen für Kinder und ist damit gut aufgestellt in diesem Bereich.
Mittlerweile wurde der Kindergarten in die Bedarfsplanung der Stadt aufgenommen, was für den Träger bedeutet, dass ein Großteil der Kosten vom KVJS, Kommunalverband für Jugend und Soziales Baden-Württemberg, getragen wird, ungefähr ein Drittel der Kosten übernimmt die Gemeinde und beim DRK-Kreisverband verbleiben 7% der Kosten. Wie für alle anderen Kindertagesstätten zahlen Eltern auch für den Naturkindergarten eine einheitliche Gebühr. Apropos Kosten: Sie betragen für den Naturkindergarten einen Bruchteil der Kosten eines konventionellen Kindergartens.

Rätselvogel

Liebe Bürgerpostleser, 

heute geht es um die Lösung der Rätselfrage vom letzten Mal, um was für einen Vogel es sich auf den Bildern handelt. Edmund Zeiser aus Zimmern unter der Burg hat mir dankenswerter Weise nachfolgende Bilder geschickt. Von Ihnen als Leser kamen einige Rückmeldungen, Falke, Wanderfalke, (junger) Baumfalke, Merlin, Gleitaar und eine Würgerart wurden genannt. Leider ist keine Antwort die richtige. 

Weil der Vogel etwas außergewöhnlich aussieht, habe ich ihn einigen Fachleuten geschickt. Sie kamen zu der Einschätzung, dass es kein einheimischer Vogel ist, sondern einer, der aus einer Voliere, einem Zoo oder einer Falknerei ausgebrochen ist. Da stockt einem doch der Atem, kein einheimischer Vogel. Es gab einige Erklärungsversuche für Greifvögel aus dem Ausland, aber es passte nicht zusammen. 

Die Ansicht, dass es sich um einen geflohenen Vogel handelt, brachte mich auf die Idee, bei Falkner Franz Ruchlak in Löffingen-Bachheim nachzufragen. Wie aus der Pistole geschossen schrieb er: „Das ist kein Flüchtling, sondern ein einheimischer Greifvogel. Es ist ein alter, schön ausgefärbter Sperber, ein Männchen, Sprinz genannt“. Die Betonung liegt auf alt, Franz Ruchlak schätzt ihn auf sieben bis neun Jahre und dass Sperber so alt werden, sei durch ihre kamikazeartigen Jagdmethode eine Rarität. Das heißt, dass man solch gefärbte Sperber nur sehr selten zu sehen bekommt und deswegen kein „Bild“ von ihnen hat. Das besondere an der Färbung ist die weiße Vorderseite, die normal gesperbert ist und die helmartige Kopffärbung. Franz Ruchlak ist passionierter Falkner von Kindesbeinen an und ist Anlaufstelle für verletzte Greifvögel. Über 60 habe er im letzten Jahr betreut. Dadurch hat er einen reichen Erfahrungsschatz über Details ihres Aussehens. 

Vielen Dank Franz Ruchlak für die interessante Rätsellöung, vielen Dank Ihnen für Ihr Mitmachen. 

Herzliche Grüße 
Franz Maus  

Ausflugtipp für Mai: Die Papageien vom Kaiserstuhl

Beitrag vom 4. Juni 2021

Bienenfresser (Merops apiaster)

Fotos aus dem Jahr 2021 sind wegen eines alten und fehlerhaten Plugins nicht mehr erreichbar.


Smaragdeidechsen und Orchideen aus dem Lilienthal

Man braucht nicht in die Ferne schweifen, denn das Gute liegt so nah. Schon einmal den Kaiserstuhl besucht und nicht nur eine Besenwirtschaft aufgesucht? Wenn nein, dann machen sie sich auf Schusters Rappen und besuchen sie die Papageien vom Kaiserstuhl (Bienenfresser) und evtl. sehen sie auch eine der wunderschönen Smaragdeidechsen oder auch die vielen Arten von Orchideen, die es dort gibt. Vielleicht geben ihnen meine Bilder einen Grund dazu eine der so nah liegenden Urlaubsgebiete zu besuchen und auch in Coronazeiten die Schönheiten vor der Haustür kennenzulernen.

Demonstration für Demokratie am 27. April 2024

Foto von einem Bild von Donaueschingen mit St. Johann und Brigach


Demonstration für Demokratie


Bürgermeisterkandidat und Liste Freies Forum für Demokratie

LBU Frauenpower

mit

Demonstrationen für Demokratie in Villingen und Donaueschingen am 27. Januar 2024

Demonstration für Demokratie
in Villingen
am 27. Januar 2024 um 12:00 Uhr
Demonstration für Demokratie
in Donaueschingen
am 27. Januar 2024 um 15:00 Uhr
Gezählte 1.400 Menschen
in Donaueschingen


Weil wir sind das Volk!

Lärmaktionsplan Stufe 4 – Elke Zimmer in Hüfingen

Beitrag von Wiltrud Siegfried am 24. April 2024

Beim Ortstermin am 19.04.2024 mit Elke Zimmer, Staatssekretärin im Verkehrsministerium Baden-Württemberg, und Martina Braun, Landtagsabgeordnete Bündnis 90/Die Grünen, stellte der Bürgermeister den aktuellen Lärmaktionsplan Stufe 4 und dessen Maßnahmen vor. Eine Geschwindigkeitsreduzierung auf 30 km/h ganztags ist vorgesehen auf der L 171 Dögginger Straße, auf der L 171 Hauptstraße/Donaueschinger Straße, auf der L 181 Schaffhauser Straße, auf der Hochstraße und auf der L 181 Bräunlinger Straße. Die Umsetzung der Geschwindigkeitsreduzierung erfolgt durch das Straßenverkehrsamt beim Landratsamt Schwarzwald-Baar-Kreis. Im nächsten Schritt wird eine Verkehrsschau stattfinden, bei der die Straßenabschnitte begangen werden und die notwendige Beschilderung festgelegt wird. Die Stadt Hüfingen hat dazu in der vergangenen Woche das Straßenverkehrsamt angeschrieben und um eine Terminvereinbarung gebeten.

Darstellung aus dem Bericht der Rapp AG nach Beschlussfassung des Lärmaktionsplans Stufe 4 am 29. Februar 2024. Die grün markierten Streckenabschnitte sind mit Tempo 30 ganztags geplant.

Zudem wurde im Lärmaktionsplan festgelegt, dass bei anstehenden Belagserneuerungen ein lärmoptimierter Fahrbahnbelag eingebaut wird. Auch ruhige Gebiete wurden im Rahmen des Lärmaktionsplans untersucht, um sie vor „weiterer Verlärmung, insbesondere durch Verkehrswege oder Gewerbeansiedlungen, zu schützen.“

Der zweite Teil des Besuchs von Elke Zimmer und Martina Braun fand in den Enoteca Bel Nini statt. Frau Zimmer berichtete über die Ideen des Verkehrsministeriums, um die Klimaziele für das Jahr 2030 zu erreichen. Die Einführung des Landesmobilitätsgesetzes wird die gesetzliche Grundlage schaffen für verschiedene Instrumente der Kommunen. Hierzu gehören die Möglichkeiten einer Citymaut, eines Mobilitätspasses und On-Demand-Mobilität, also klimaneutrale Fahrangebote auf Bestellung, die von den Gemeinden ausgestaltet werden können.


Diskutiert wurden anschließend die Lärmbelästigung durch die Bundestraßen, die Hüfingen flankieren, Möglichkeiten zur besseren Nutzung des ÖPNV und zur Unterstützung des Fußverkehrs. Dabei ist mir aufgefallen, dass persönliche Empfindungen unsere Meinung mitunter stark prägen. Als Fazit kann ich festhalten: Veränderungen erfordern Geduld. Uns Menschen fällt es schwer, Gewohnheiten aufzugeben. Bei Einführung der Geschwindigkeitsbegrenzung auf 30 km/h ganztags empfiehlt Elke Zimmer daher auch, die Verkehrsteilnehmer mit großen Bannern auf die Neuerung hinzuweisen, damit sie wahrgenommen wird.

Übrigens: Zur Schaffung der Infrastruktur für die Verkehrswende stehen den Kommunen in Baden-Württemberg mit dem Landesgemeindefinanzierungsgesetz diverse Fördermöglichkeiten zur Verfügung. Hier gibt es also finanzielle Unterstützung.

Weißdorn-Gitterrost

Liebe Bürgerpostleser, 

sind das nicht eindrucksvolle Bilder, die mir Gabriele Schroll aus Mundelfingen geschickt hat? Haben Sie so etwas schon einmal gesehen? Ich nicht und Gabriele auch nicht. 

Wissen Sie, wer einen Soforttreffer gelandet hat? Google lens. Da war ich erstaunt. Ich weiß nicht, ob da KI schon Anwendung findet. Google lens verwies mich auf: https://g.co/kgs/DbtKjpt.

Es ist der Weißdorn-Gitterrost. Das besondere an ihm ist, dass er zu den wirtswechselnden Rostpilzen gehört. Erkennen Sie, welcher Busch auf den Bildern befallen ist? Nein, nicht der namensgebende Weißdorn, sondern ein Wacholderbusch im Garten von Gabriele. Dort überwintert er und bildet Sporen, die im Frühjahr die jungen Blätter, Triebe, sowie Blüten- und Fruchtstände von Weiß- und Rotdorn befallen. Hier werden im Sommer wiederum Sporen gebildet, die den Wacholder infizieren. Interessant ist, dass ein befallener Wacholder dauerhaft infiziert bleibt, während Weiß- und Rotdorn jedes Jahr aufs Neue infiziert werden müssen. In den letzten Jahren tritt der Weißdorn-Gitterrost immer häufiger auf. 

Ist dieser Wirtswechsel nicht ein absoluter Hammer? 

Was die Bilder zeigen, sind die gelborangen Sporenlager, die ein bis zwei Zentimeter groß sind. Diese stehen dicht an dicht, weshalb ganze Zweigpartien sehr schön verfärbt sind. Im regenfeuchten Zustand wird das ganze gallertartig. Wieder eine tolle Geschichte. 


Vielen Dank Gabriele Schroll für die Bildüberlassung und die Artikelermöglichung.

Herzliche Grüße 
Franz Maus  

Nistmaterial

Liebe Bürgerpostleser,

heute kommt etwas Nettes mit doch erstaunlichem Hintergrund. Christiane Willmann vom Lohrenhof in Titisee-Neustadt-Schwärzenbach hat zu Ostern Plastikeier draußen im Haselnussstrauch aufgehängt, ich denke, wie viele von uns. Dann musste Sie aber leider feststellen, dass die netten kleinen weißen Eier auf dem Boden lagen.

Von zwölf Eiern passierte das bei acht, das heißt, bei 2/3 wurde die Halteschlaufe geöffnet. Sie stellte schon die wagemutigsten Vermutungen an, wer da wohl der Übeltäter sei. Ihre Vermutungen reichten von ihren Hühnern, über ihre Katzen bis zu guter Letzt zu einem Fuchs. Ihre Kinder und ihren Mann hat sie jedenfalls nicht verdächtigt.

Auf dem Bild ganz oben sieht man ein Ei mit ganzem Band und drei beschädigte. Mann oh Mann, wer macht denn so etwas?

Zwei Bilder stellte Christiane in den Status und ich wurde neugierig. Sehen Sie was los ist? Blaumeisen hacken an den Schlaufen. Die Übeltäter sind gefunden, jetzt bleibt nur noch die Frage, wieso? Ahnen Sie es schon? Ich frug Christiane, ob es in der Nähe Meisenkästen gäbe, „ja klar, einige“ sagte sie. Dann war mir der Fall klar. Die Blaumeisen müssen erkannt haben, dass das Schnurmaterial etwas ist zum Auspolstern Ihres Kastens. Ganz schön clever muss man sagen, finden Sie nicht auch? Die bunten Eier blieben alle hängen, weil die Bänder aus Stoff und Plastik waren, für die Meisen nicht zu gebrauchen.
Mir fiel eine Situation vor einigen Jahren auf unserer Terasse ein, als Blau- aber auch Tannenmeisen das Vlies um die Tontöpfe zum gleichen Zwecke einsammelten, siehe Bild unten.
Vielen Dank Christiane für die Bereitstellung der Bilder und die Freigabe des Textes.

Herzliche Grüße
Franz Maus

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