Waldpolitische Turbulenzen

Ist der Wald etwa nur zehntausend Klafter Holz?
(Bert Brecht: Herr Puntila und sein Knecht Matti. Zürich 1948)

„Oder ist er nicht eine grüne Menschenfreude?“, so fährt Herr Puntila in rhetorischer Frageform fort. Grüne Menschenfreude, soviel zeichnet sich bereits ab, wird die im Koalitionsvertrag vereinbarte Novellierung des seit 1975 geltenden Bundeswaldgesetzes wohl kaum auslösen: Für die Berliner Ampel wird sie zu einer weiteren schweren Geburt werden, zumal für die Grünen samt Landwirtschafts- und Forstminister Cem Özdemir. Denn schon scheinen sich wieder die Bauern warmzulaufen, diesmal die Waldbauern, ein durchaus wehrhafter Teil jener Klientel, die sich im vergangenen Winter auf Straßen und Plätzen ausgetobt hatte. Der vorliegende Entwurf sei, so schäumt es im Netz, viel zu bürokratisch mit seinen vielen neuen Vorgaben und Verboten, die massiv in die Bewirtschaftung der Wälder eingreifen werden. Statt auf die Expertise und Erfahrung von Forstleuten und Waldeigentümern zu vertrauen und Freiraum für praxisnahe Lösungen zu schaffen, seien Gängelung und Regulierung zu befürchten, so argumentieren auch die großen Waldverbände und starten die Kampagne #fingerwegvomwaldgesetz – nicht nur im Netz, sondern auch auf Transparenten in Wald und Flur.


„Wenn der Wald könnte, würde er auf die Straße gehen“, lautet einer der Slogans in zarter Anspielung auf die winterlichen Demos, wo sich doch Forstmaschinen, Vollernter und Forwarder hinter den landwirtschaftlichen Treckern wahrlich nicht zu verstecken brauchten. „Freier und vielfältiger Wald statt Paragraphendschungel!“, so die Forderung der (48 % der deutschen Waldfläche bewirtschaftenden) Waldbauern und ihrer Interessenvertretungen. Das neue Bundeswaldgesetz sei sogar verfassungswidrig, meint ein von den Verbänden bestelltes Gutachten, zumal die „völlig überzogenen“ Strafvorschriften (von bis zu einem Jahr Haft). Gegen die Verfassung verstoßen würde auch „die in diversen Neuregelungen zum Ausdruck kommende Nachrangigkeit  der Holzproduktion gegenüber Klimaschutz und Biodiversität“, ob im Falle der vorgesehenen Kahlhiebsverbote, der Baumartenwahl oder beim gesetzlich vorgeschriebenen Mindestabstand von 40 m von Maschinengasse zu Maschinengasse.

Doch eben diese Neuregelungen des Gesetzentwurfs gehen den Naturschutzverbänden noch nicht weit genug. Waren sie es doch, die auf eine Novellierung gedrängt hatten, weil unterm Vorzeichen des Klimawandels an Wald und Waldwirtschaft inzwischen doch ganz neue Anforderungen zu stellen sind. Eingefordert wird der Vorrang der Ökologie (des Waldökosystems) vor der Ökonomie (der Holzerzeugung). Derweil erregen sich im Netz die Mountainbiker, die sich ihre Singeltrails und Parcours nach dem Willen des Gesetzentwurfs jeweils vom Waldeigentümer genehmigen lassen müssen – eine Regelung, die bereits seit Jahren so im Landeswaldgesetz von Baden-Württemberg enthalten ist.

Klar, dass es da etlicher zusätzlicher Paragraphen bedarf. Und deren Umsetzung sollte dann ja auch zu kontrollieren und zu gewährleisten sein – durch das seit dem Jahrtausendwechsel gnadenlos ausgedünnte Forstpersonal und, analog dazu, massiv vergrößerter Forstbezirke und -reviere. 



Am Beispiel der auf Kulturflächen inzwischen fast obligatorischen Wuchshüllen, die dem Schutz vor Wildverbiss und der Wuchsbeschleunigung dienen (und mitunter an die Kriegerfriedhöfe um Verdun erinnern!), sei angedeutet, wie sich die neuen waldgesetzlichen Forderungen für den Waldwirt auswirken können. Ziel des Gesetzes ist zweifellos ein möglichst resilienter Wald, am ehesten erreichbar mit Hilfe eines naturnahen Waldbaus und unter weitestgehendem Verzicht auf Kahlflächen. Denn auf ihnen pflegt sich die erhoffte (naturgebundene) CO2-Speicherung des Waldbodens in eine CO2-Emissionsquelle umzukehren. Weshalb eine dauerwaldartige Bewirtschaftung unbedingt vorzuziehen ist. Wo aber dennoch Kahlflächen zu bepflanzen sind, sei es nach Sturm- und Borkenkäferschäden oder zwecks Baumartenwechsels, dürfen nach dem Gesetzentwurf künftig nur noch „biologisch abbaubare“ Wuchshüllen Verwendung finden. Wer dieser Forderung nachkommen will, muss sich zunächst zurechtfinden angesichts der überwältigenden Fülle unterschiedlichster Modelle, Materialien und Angebote, die mittlerweile allesamt biologische Abbaubarkeit für sich in Anspruch nehmen. Dies bei weit auseinanderklaffenden Beschaffungs- und Aufstellungskosten. Inwieweit und bis wann die Materialien dann tatsächlich rückstandsfrei verrotten, überlässt man dem Zahn der Zeit. Skepsis scheint angebracht zu sein, will man sicher gehen und keinen Beitrag leisten zum globalen Mikroplastik-Desaster.



Sollten die Transparente etwa nur aus Anlass der Stippvisite von Bundeslandwirtschafts- und -forstminister Cem Özdemirs auf der Baar (am 18. Juli 2024 unterwegs zur Aasener Agri-Fotovoltaikanlage) aufgespannt worden sein – auf Einladung des Bad. Landwirtschaftlichen Hauptverbands BLHV und des Landesnaturschutzverbands LNV? Grüne Menschenfreude wird hier nicht versprochen.

Feuerwehrübung von 1943

Christine Albert Beitrag vom 08.03.2020

Frauen sind die besseren Menschen: Sie werden weniger straffällig und verursachen weniger Unfälle im Straßenverkehr. Das ist schon lange erwiesen. Anlässlich des Weltfrauentages möchte ich mit Nachdruck darauf hinweisen.

Inspiriert durch einen alten Film über eine Feuerwehrübung in der Hüfinger Altstadt mitten im Krieg, festgehalten von Zahnarzt Ernst Kramer, möchte ich beweisen, dass Frauen auch im Feuerwehreinsatz ihren „Mann“ stehen können und sich nicht verstecken brauchen.

Der Film entstand vermutlich im Sommer des Kriegsjahres 1943 anlässlich der Anschaffung des ersten Motorlöschfahrzeuges der Freiwilligen Feuer-wehr Hüfingen. Feuerwehrkommandant war Zimmermeister Josef Fritschi ,auch „Zimmersepp“ genannt. Es beginnt mit einem Glockenalarm auf dem Rathausdachreiter den die Althüfinger*innen liebevoll „dä Relling“ (Kater) nennen. Als vorgegebenes Übungsszenarium wurde ein Großbrand in der Gerbe gegenüber des Gasthauses Krokodil – damals noch mit Kolonialwarenladen – in Szene gesetzt.

Frauen und Mädchen sollten im Ernstfall in der Lage sein, auch größere Brände schnell und effizient zu bekämpfen. Da es in Hüfingen einen großen Rüstungsbetrieb gab und auch ein Militärflugplatz in der Nähe war, kam es im letzten Weltkrieg immer wieder zu Luftangriffen der Alliierten. Auch im Anschluss nach einer Übung konnte es auch recht lustig zugehen. Das beweisen die Filmsequenzen beim anschließenden „Schläuchewaschen“ im Stadtbächle mit Blick auf den ehemaligen Gasthof Hirschen – heute Frisörgeschäft Friedrich. Was wohl die Schutzpatronin des Feuerlöschwesens, die heilige Agatha, zu dieser außergewöhnlichen Feuerwehrübung gedacht haben mag? Schön wäre es jedenfalls, wenn Mädchen und Frauen in der heutigen Feuerwehr Hüfingen auch ihre Chance bekommen würden. Andernorts gibt es so etwas schon lange. Das würde sicherlich dem hiesigen Feuerlöschwesen sehr zu gute kommen, das sicherlich wie andere Einrichtungen und Vereine mit dem Nachwuchsmangel zu kämpfen hat.

E Lebensbild Post Mortem über de Beppi Kramer vum Süesse Winkel

gelesen von Maria Simon

Quelle: Historisches Filmmaterial aus dem Nachlass von Ernst Kramer. Die Veröffentlichung dient ausschließlich der Dokumentation der Hüfinger Ortsgeschichte. Sollten Rechteinhaber Einwände haben, bitten wir um eine kurze Mitteilung.

Vu Loeterewäge, Heinze stelle, vum Wiisbom, Karresalbi und Micki tribble. 
E Lebensbild Post Mortem über de Beppi Kramer vum Süesse Winkel. 

So „Gäbeli Zettle“, 
Do kinnt i wette
Im Kramer Beppi wärs en Graus
Für iis isch es en Augeschmaus

Die Heiberei am Galgeberg
Wa war des für e hert Tagwerk
E Ochsefuhrwerk, alls vu Hand
Die Kramerbloos schafft mitenand. 
„Ab i d‘ Schier, vum Schose kunnt e Gwitterwand“ 

Des Ochsegschier, de Hans und Franz
Des waret konni Hoppedanz
lahmarschig all im glieche Schritt
Nu so kunnt do de Beppi mit

Koe Wunder, de letschte aaltbache Städlibuur
Konn hät no so e Kugelfuhr
Alls vu Hand und Koe Maschie
En andre wär do scho lang hii

De Ernst, de Gettibue, hät des alls gfilmet
Dass so Erinnrunge nit bald mol himmlet
So bliibt d‘ Gedankewelt halt wach
Wie s Hei vu Hand kunnt unters Dach

Alls vu Hand: Maije, worbe und verzettle
Zatte mache und zemetreche
Hainze stelle, Hei druff winde
Vor em Dunderwetter, moss mer schinde

Wage lade, guet verdoele
Underm Wiisbom guet versoele
Karresalbi, Achse schmiere
Micki duet, kaasch nit verriehre

So gohts jetzt d‘ Lorete ab
De Nepomuk sait nit mol bapp
S‘ Stadtbächli dismet, jetzt s‘ Spitteltoor
Im Süesse Winkel winkt scho s‘ Schieretoor

Alls vu Hand, des isch famos
Im Beppi keit au nint in Schoss
Und d‘ Emme hilft dagus, dagii
Drum verdäehnet die en Heilgeschii

Des Tagwerk isch ver die koe Lascht
Alls vu Hand, alls uhni Hascht
Im Filmli sieht mer frohgemuet
Wie de Beppi wirft i d Luft de Huet

Bescheide, gottesfürchtig und volksfromm
De Beppi, konn Kerli wie en Bomm
Sin Glaube und sie Zueversicht
Hebt stand au vor em Jüngschte Gricht

Hirschkäfer

Liebe Bürgerpostleser,
ich kann Euch sagen, das ist eine größere Geschichte. Dass es sich um den Hirschkäfer handelt, dürfte beim Bilderbetrachten schnell klar sein. Aber der Reihe nach: Elisabeth Weisbrodt, eine Bekannte aus Lohnsfeld am Donnersberg in der Pfalz schickte mir als erstes am 25. Juni 2024 ein Bild und fragte mich, was das denn sei.


Ich musste etwas überlegen und frug zurück, wieviele Zentimeter der Käfer mißt: „6-7 cm oder noch mehr“. Elisabeth hat dann nachgemessen, vom Panzer hinten bis einschließlich der Greifzangen vorne sind es – etwa 4,3 cm. Wie heißt es so schön, „Schätzen kann fehlen“. Auf jeden Fall konnte ich antworten: „ein weiblicher Hirschkäfer“. Wenn der Käfer kleiner gewesen wäre, hätte es der Balkenschrödter sein können. Als zweites schickte mir Armin Roser aus Müllheim-Britzingen-Muggardt am 28. Juni 2024 noch ein Bild, ein herrliches Männchen.


Es befand sich auf der Plane eines Anhängers, der unter einer Eiche platziert war. Zu diesem Zeitpunkt stand fest, das gibt einen Bürgerpostbeitrag. Dann frug ich ganz beiläufig Nadine Linhard-Blum aus Hohberg bei Offenburg, ob es bei ihr Hirschkäfer gebe, und die Geschichte nahm Schwung auf. „Ja, momentan sehr viele.“ Das war einmal eine positive, aber auch überraschende Antwort.

Rivalenkampf
Annäherung
Paarung


Die Bilder oben hat uns dankenswerter Weise Nadins Jagdkollegin Silke Hahn überlassen. „Sie ist eine sehr gute Fotografin“ so Nadine. Ich vermute, dass beim Rivalenkampf der hintere sich in der besseren Position befindet. Wie es der „Kran von Schifferstadt“, der Ringer Wilfried Dietrich, beherrschte, kann er ihn aushebeln. Wer erinnert sich noch an Olympia München 1972, als er den 182 kg Mann Chris Taylor auf die Bretter zwang?

Das Bild mit den zwei Hirschkäfergeweihen vermutete ich links vom Männchen und rechts vom Weibchen? Ich bin darauf reingefallen, aber Nadine hat mich aufgeklärt, rechts ist auch ein Männchen, aber ein „Spießer“ im Gegensatz zum „Kronenhirsch“ links. Spießer entstehen, wenn die Bedingungen in der Larvenzeit nicht gut ist.

Apropos Larvenzeit, was schätzen Sie, wie lange sie dauert? Fünf bis acht Jahre. Das heißt die diesjährigen Käfer sind von 2016 bis 2019 als Ei gelegt worden. Hammermäßig. Und wie lang lebt er als Käfer? Nur wenige Wochen. Ebenfalls hammermäßig. Er lebt als Käfer eigentlich nur um sich zu paaren, das Weibchen etwas länger wegen der Eiablage. Nach der Paarung legt das Weibchen etwa 20 Eier bis zu 75 Zentimeter tief in den Boden an die Wurzeln von toten oder kranken Bäumen, insbesondere von Eichen. Die Larven entwickeln sich in den Wurzeln, Stämmen und Stümpfen, brauchen jedoch durch Pilzbefall zermürbtes Totholz. Das ist auch der Grund, dass die Entwicklung so lange dauert, denn in dem zermürbten Totholz gibt es keine reichhaltige Nahrung.


Das letzte Bild ist von Nadine, es zeigt eine Larve im jungen Alter. Wissen wie groß die Larven werden? Bis zu 11 cm lang. Der Hammer. Die Verpuppung dauert etwa 60 Tage. Jetzt kommt noch was: Nadine hat extra Totholzliegen aus Buchen- und Eichenholz angelegt, so dass mich Ihre Aussage mit dem reichlichen Vorkommen von Hirschkäfern nicht mehr wundert. „Andere sagen, die Liegen sind eine Sauerei“. Aber Hirschkäfer gibt’s eben nur, wenn man diese Möglichkeit zulässt.

Der Hirschkäfer ist der größte Käfer Deutschlands und ist auf die warmen Gebiete begrenzt. Also im Unterhölzer Eichenwald kommt er nicht vor, die nächsten Gebiete sind am Hochrhein und im Klettgau. Hier ein Link zu den Fundorten in Baden-Württemberg:
https://www.lubw.baden-wuerttemberg.de/natur-und-landschaft

Zum Schluß einen herzlichen Dank an Elisabeth Weißbrodt, Armin Roser, Silke Hahn und Nadine Linhard-Blum für die Bilderbereitstellung.

Herzliche Grüße
Franz Maus

Brigobannis: Römerstraßen und Peutingerkarte

aktualisiert, Originalbeitrag vom Januar 2021

Im September 2020 habe ich über die Villa Rustica im Naturschutzgebiet Deggenreuschen geschrieben.

In dem Artikel von Dr. Paul Revellio (3) wurde ein Segment der sogenannten Peutingerkarte, einer mittelalterlichen Kopie einer römischen Straßenkarte des 4. Jahrhunderts, erklärt. Es ist eine eine kartografische Darstellung, aus dem spätrömischen Reich von den Britischen Inseln über den Mittelmeerraum und den Nahen Osten bis nach Indien und Zentralasien. Der Ausschnitt von Revellio (3) zeigt die Römerstraße von Vindonissa (Schweiz) über Brigobanne (Hüfingen) nach Samulocenis (Rottenburg).

Da auch die Suche nach der Villa Rustica in Fürstenberg läuft, kam ich auf die Idee mir die Römerstraßen rund um Brigobannis (Hüfingen) etwas genauer anzuschauen. Hierbei kamen mir die Schriften der Baar zu Hilfe.

Der Artikel in den Schriften der Baar ist zwar ungewohnt unwissenschaftlich, aber er bietet einen guten Überblick über die Literatur der letzten 200 Jahre.

Peutingerkarte

Die Tabula Peutingeriana ist nach Konrad Peutinger (1465–1547) benannt und zählt zum UNESCO-Weltdokumentenerbe. Sie ist in der Österreichischen Nationalbibliothek in Wien aufbewahrt.

Die Datenbank der Karte ist Teil des DFG-Projekts „Kommentar zur Tabula Peutingeriana“ und steht online auf der Seite https://tp-online.ku.de/ zur freien Verfügung.

Tabula Peutingeriana. Brigobanne auf 2A5 der Karte die rote Linie ist die Römerstraße.
Die ganze Peutingerkarte gibts es hier: https://tp-online.ku.de

Arbor felix (segenbringender Baum) auf der anderen Seite Sees ist das Kastell Arbon bei Arbon im Kanton Thurgau und rechts daneben ist Brigantio (Bregenz). So ist der dicke grüne Fleck der Bodensee. Tenedone (Zurzach) und Juliomagus (Schleitheim) ist auf der Karte links von Brigobanne. Aris Flavis (Rottweil) und Samulocenis (Rottenburg) sind rechts von Brigobanne.

Der Abzweig der Römerstraße auf der Hüfingen liegt geht also von Vindonissa (Windisch) nach Adlunam (Kastell Urspring).

Wer hier mehr erleben möchte, auf der Webpage Römertraße gibt es noch so einiges. Vielleicht gute Ausflugstipps für den nahenden Sommer?

Römerstraße um Hüfingen

Der römische Geograph Strabo berichtet, dass Tiberius, der Stiefsohn von Kaiser Augustus, 15. v. Chr. zu den Quellen der Donau kam, also in den Raum der Baar und vielleicht bereits bis nach Hüfingen, der kleinen keltischen Siedlung an einer Handelsstraßenkreuzung am Ufer der Breg mit einer Furt.(1)

TIBERIUS IN ILLYRICUM
Contributions to the history of the Danubian provinces under Tiberius’ reign (14–37 AD)
Eötvös Loránd University, Dept. of Ancient History und University of Debrecen Dept. of Classical Philology and Ancient History

Im dritten Kapitel desselben Buches erklärte Strabo, dass der Danuvius ursprünglich der Name des Oberlaufs dieses Flusses gewesen sei: „Denn sie [die Römer] gaben dem oberen Teil des Flusses vom Gebiet seiner Quellen bis zu den Katarakten den Namen Danuvius, nämlich dem Teil, der hauptsächlich durch die Gebiete der Daker fließt, während sie den unteren Teil des Flusses, der durch die Gebiete der Geten fließt, von den Katarakten bis zum Pontus „Ister“ nennen. Die Identität des Danuvius und des Ister wurde möglicherweise erst während des Feldzuges des Statthalters von Makedonien C. Scribonius Curio im Jahre 72/73 v. Chr. gegen die Dardaner und Moesier erkannt.

Die Aussage von Strabo, Tiberius habe die Donauquellen nach nur einer Tagesreise erreicht, entspricht jedoch nicht der tatsächlichen Entfernung, die länger ist. Dies würde vielleicht darauf hindeuten, dass er nur bis zum Zusammenfluss von Breg und Brigach östlich von Donaueschingen kam.

Als historische Quelle der Donau gilt die Quelle des Donaubachs bei Donaueschingen, während die tatsächlichen Quellen der Donau hydrologisch gesehen die der größeren Breg sind, die sich bei der Martinskapelle bei Furtwangen befindet.

Unabhängig davon, welchen Bach im Bereich der Donauquellen Tiberius tatsächlich gesehen hat, lässt sich feststellen, dass die Römer noch in der augusteischen Zeit über ein völlig unzureichendes Wissen über die Geographie der Alpenregionen verfügten

Übersetzt von: TIBERIUS IN STRABO’S GEOGRAPHY: ECHOES OF HIS ACTIVITIES IN ILLYRICUM von MARJETA ŠAŠEL KOS, Seite 139-155, TIBERIUS IN ILLYRICUM

Unabhängig davon, welchen Bach Tiberius tatsächlich gesehen hat, darf die geneigte Leserin und auch der Leser, unten die Breg beim Römerbad im Wechsel der Jahreszeiten sehen.

Blick über die Furt der Breg vor dem Hüfinger Römerbad Oktober 2020 bis Oktober 2021

Die Römer legten eine Militärstraße an, überquerten den Hochrhein bei Zurzach und marschierten über die Höhen bei Blumberg gegen Norden weiter nach Hüfingen, Rottweil, Rottenburg bis nach Regensburg. Später errichteten die Römer zwischen Donau und Main den Limes als Schutzwall gegen die Germanen und sicherten ihr erobertes Gebiet durch weitere Straßen und Kastelle. (1)

Römerstraßen und Limes mit Windonissa, Tenedo, Juliomagus, Brigobannis
Foto: Wikipedia

Nach der Chronik der Stadt Hüfingen von August Vetter (1984) hatte sich Hans von Schellenberg 1605 schon mit Altertümern im Gebiet des Hüfinger Galgenberges befasst. Unterhalb fand man am 17. März 1768 in einem Ackerfeld silberne und metallene römische Münzen von Titus, Vespasian „und andere“. Im Jahr 1820 vermutete Professor Andreas Buchner (1776-1856) aus Regensburg das römische Brigobanne der Peutingerkarte bei Hüfingen. Er fand nach kurzen Grabungen im Mühlöschle römisches Mauerwerk. Noch im gleichen Jahr stieß eine vom Fürsten Karl Egon II. zu Fürstenberg (1796-1869) eingesetzte Kommission, die sich aus Alois Hirt, Luzian Reich, E.J. Leichtlen, Heinrich Schreiber und dem fürstenbergischen Leibarzt W.A. Rehmann als Leiter zusammensetzte, auf das Römerbad. (4)
Mehr dazu gibt es im Denkbuch von Lucian Reich.

Karl Alois Fickler beschreibt 1821 unmittelbar westlich des Römerbades einen römischen Straßenkörper, der durch das Hammeltal bis zum Deckrischen Wald (Deggenrauschen) verfolgt wurde. (1)

Hammeltal auf dem Weg nach Deggenreuschen

Die vom Klettgau kommende römische Hauptstraße zog das Tal von Riedböhringen hinauf über die Wasserscheide zwischen Aitrach und Donau gegen Behla. Etwa 1 km vor Behla schlägt die Straße die Richtung Hausen vor Wald ein, wohl um die sumpfigen Ausläufer des Donaueschinger Rieds zu umgehen. Während der römische Straßenkörper bis dahin in den Äckern und Wiesen rechts und Iinks der heutigen Straße (ca. 1895) sicher nachzuweisen ist, fehlt es zwischen Hausen vor Wald und Hüfingen an jeder Spur.

G. RIEGER (1900) (1)
„Ruinenweg“ bei der Villa Rustica im Deggenreuscher Wald

Ein zweiter vorgeschichtlicher Weg, der ebenfalls von den Römern benutzt wurde, kam vom Schweizer Rhein und zog von Schleitheim über die Wutach nach Stühlingen und über Weizener Häusle nach Ewattingen. Dort durchquerte er das Wutachtal ein zweites Mal, um an Mundelfingen vorbei gerade auf das Kastell Hüfingen zuzustreben. Auf ihm sind wohl die Römer von Schleitheim aus an die Donau vorgerückt. Die von den Römern ausgebaute Strecke verlief von Schleitheim über Zollhaus und unter der jetzigen Landstraße Schaffhausen-Donaueschingen bis nördlich Behla, verließ sie beim Behlaer Weiher, um durch den Wolfsbühl das Kastellgelände zu erreichen.

Paul Revellio (1937) (1)
Wolfsbühl westlich des Behlaer Weiher

Hab die Straße dann gemieden,
Mich im Wald herumgetrieben,
Meinem lieben Wolfesbühl,
Wo ich in dem Dickicht kühl,
Zu dem feuchten Waldesgras
Oft als Knabe Beeren las.

Ferienbummlers Rundgang in der Baar von Franz Josef Schelble 1899

Die Römerstraße überquerte auf der Luttlinger Brücke, die wohl ihretwegen gebaut wurde, das Bächlein (Kennerbach) in den Schleewiesen und wurde durch den Bau der Höllentalbahn abgelenkt. Aber westlich des Bahndamms ist sie von dem Höhenpunkt 692,5 ab auf eine Strecke von 200 m erhalten, weil dieses Stück bis zum Jahre 1870 von der Straße Hausen vor Wald-Hüfingen benutzt wurde.

Paul Revellio (1937) (1)
Bauarbeiten zur Höllentalbahn bei der Luttlinger Bruck 1899

Das kann allerdings so kaum stimmen, da diese beiden Wege keinesfalls auch nur wenige Meter parallel verliefen, sondern sich mit nahezu 90° kreuzten.

Luftbildaufnahmen von 1961/62 ließen südlich des Kastellgeländes im Gewann „Krumme Äcker“ auf ein weiteres römisches Bauwerk schließen. Bei der eingeleiteten Notgrabung wegen Ausbaues der Bundesstraße 31 (1977/78) ergaben sich Hinweise auf ein zeitlich dem Galgenberg-Kastell vorausgehendes Truppenlager, zu dem ein ungewöhnlich großer, vierflügeliger Holzbau gehören dürfte. Noch etwas weiter südlich konnten 31 römische Brandgräber mit Urnen und weiteren Beigaben aufgedeckt werden. Weitere Grabungen ab 1952 im Bereich Mühlöschle bestätigten das römische Dorf (vicus) und damit neben dem Römerbad die Bedeutung von Hüfingen als wichtiger römischer Garnisonsort mit Kastell, Handwerkern und Händlern am Knotenpunkt uralter und von den Römern erbauter Verkehrswege in alle vier Himmelsrichtungen.

Diese musste das Kastell am Galgenberg und das Erdkastell im Gewann „Krumme Äcker“ tangieren und zwangsläufig am Römerbad vorbei zur Furt durch die Breg gehen, um den gegenüberliegenden vicus im Mühlöschle zu erreichen. Von dort ist die Straße vor Allmendshofen, bei der ehemaligen Kammgarnspinnerei Wirth, in Richtung Donaueschingen gesichert.

(1) Wie die Römer nach Hüfingen kamen von Günter Hofmann in den Schriften der Baar 46 (2003)

Leider sind die vielen Aufzeichnungen und Funde von Straßenbauamt nicht zu finden, ebenso die Erkenntnisse des Denkmalamtes scheinen geheim. Gesichert sind Funde bei Behla beim Bau der Wasserleitung.

Deshalb schließe ich hier. Wir müssen wohl zufrieden sein mit dem aufkochen von über 100 Jahre alten Erkenntnissen.

Aquatinta von W. Scheuchzer und G.L. von Kreß sc. Verlag J. Velten in Karlsruhe etwa 1825

(1) Wie die Römer nach Hüfingen kamen von Günter Hofmann in den Schriften der Baar 46 (2003)
(2) Ein römisches Bauernhaus im Deggenreuschenwald bei Hüfingen von Dr. Paul Revellio in den Schriften der Baar 14 (1920)
(3) Die Römer in der Baar von Dr. Paul Revellio in der Badische Heimat 8 (1921)
(4) Chronik der Stadt Hüfingen. August Vetter (1984)

Was mit Finja geschah

Was war das für ein freudiges Ereignis – nicht nur für die Vereinsmitglieder der Luchs-Initiative Baden-Württemberg e. V., die sich seit über drei Jahrzehnten für die Wiederansiedlung des Luchses eingesetzt hatten – als am 1. Dezember 2023 im dick verschneiten Nordschwarzwald Finja, die erste Luchskatze des baden-württembergischen Bestandesstützungsprojekts im Beisein des Forstministers freigelassen wurde. Das Foto, wie sie putzmunter aus der Transportkiste springt, ging bundesweit durch die Medien. Zu ihrer Sicherheit und Überwachung trug sie einen Halsbandsender. Doch nun musste das Ministerium für Ernährung, Ländlichen Raum und Verbraucherschutz MLR (per Pressemitteilung Nr. 162/2024) am 10. Juli 2024 einräumen, dass sie gestorben sei, die Todesursache werde derzeit ermittelt. Überschrift:

Minister Peter Hauk MdL: „Wir sind sehr traurig über den Tod unserer Luchskatze Finja“

Bei der routinemäßigen Kontrolle an einem Rehriss sei Finja in stark geschwächtem Zustand aufgefunden worden. Es seien umgehend die Tierärzte aus dem Zoo Karlsruhe hinzugezogen und Rettungsmaßnahmen eingeleitet worden, doch alle veterinärmedizinischen Maßnahmen hätten ihren Zustand nicht mehr stabilisieren können. „Da keine Behandlung anschlug und zur Vermeidung weiteren Leidens musste das Tier leider eingeschläfert werden“, teilt das MLR mit: „Das ist traurig aber kann leider auch Teil der Realität bei Auswilderungsprojekten sein.“

Die aus einem Thüringer Gehege stammende und in einem Auswilderungsgehege auf die Freilassung vorbereitete Finja hatte genetisch, medizinisch und verhaltensökologisch alle Voraussetzungen erfüllt. Und in Freiheit hatte sie regelmäßig Rehe, gelegentlich auch Hasen und Füchse erbeutet. Nur die erhoffte Paarung mit Luchskuder Toni, der seit 2019 durch den Nordschwarzwald streift, hatte anscheinend noch nicht geklappt.

Auf den Fotos der Wildtierkameras hatte Finja jedoch stets gesund gewirkt, umso unerwarteter ihr erbärmlicher Zustand an ihrem letzten Riss. Welche Ursachen dafür ausschlaggebend waren, werde aktuell untersucht, verspricht die Pressemitteilung, was freilich einige Wochen in Anspruch nehmen könne. „Wir werden trotz des Verlustes an unserem Vorhaben festhalten und weitere Luchse ansiedeln“, so der Forstminister. Insgesamt 10 vorwiegend weibliche Tiere sollen bis 2027 ausgewildert werden, so will es schon das im Koalitionsvertrag vereinbarte Projekt.

Einstweilen wirft Finjas plötzliches Ende freilich Fragen auf: Wie soll es ihr in „stark geschwächtem Zustand“ eigentlich noch gelungen sein, ein Reh zu erbeuten? Wurde vor Ort auch der Riss untersucht? Könnte Finja nicht mit Hilfe des Rehkadavers vorsätzlich vergiftet worden sein? Falls ja, wer käme als Täter dafür in Betracht? Womöglich einer, der Luchse als Beutekonkurrenten fürchtet oder als Gefahr für seine Nutztiere hasst?

In Fernsehkrimis pflegt noch vor der Obduktion der Leiche, die kriminaltechnische Untersuchung des Tatorts zu erfolgen. Bleibt zu hoffen, dass um Finjas Tod keine unbegründeten Verschwörungstheorien aufkommen werden – für das baden-württembergische Luchs-Auswilderungsprojekt wären sie Gift!

Nicht Finja, sondern ein Verkehrsopfer (Foto FVA)

Schafschur in den 1930ern

Hubert Mauz hat in seiner Kolumne schon über die Hintergründe der Filme vom Zahnarzt Kramer aus Hüfingen berichtet. So vor allem bei Amalgam, Gottfrieds Lade, Uhremacher Riehle und Getti Beppi Kramer.

Hier der Film vom Zahnarzt Kramer bei der Schafschur in Hüfingen aus den 1930ern:

Über Kommentare freuen wir uns!

Waldliebe

Rezension: 

Waldliebe als Geschäftsmodell
Gelüftet: Das Geheimnis von Wohllebens Baum-Geheimnis
Von Wilhelm Bode
J. D. Sauerländer´s Verlag, Bad Orb
9,80 €

                          Den phänomenalen Bucherfolg von „Deutschlands bekanntestem Förster“ hat auch aus der Forstbranche schon manch einer kritisch zu hinterfragen versucht. Nun hat Wilhelm Bode, streitbarer Jurist und Forstakademiker, vormals Leiter der saarländischen Forstverwaltung und der Obersten Naturschutzbehörde, eine ganze Broschüre (36 Seiten, 11 Abbildungen) dazu verfasst. Versehen mit einem Vorwort von Dr. Christoph Bartsch, Bürgermeister der Stadt Brilon und Präsident des Europäischen Kommunalen Waldbesitzerverbands FECO, hat Bode mit schwerem Geschütz eine ganze Breitseite abgefeuert, die den Bestsellerautor mitsamt seiner Waldakademie in ein denkbar ungünstiges Licht rückt. 

Weil sich die Waldökologie für Klimasünder hervorragend zum Greenwashing eigne, habe der „nationale Forstexperte Peter Wohlleben“ nach dem Hype um sein (5 Millionen mal verkauftes) Buch Das geheime Leben der Bäume. Was sie fühlen, wie sie kommunizieren – die Entdeckung einer verborgenen Welt mit seiner Waldakademie ein Geschäftsmodell ersonnen, um seine sprudelnden Autorenhonorare in Dienstleistungsangebote für waldliebende Bürger, kommunale Waldbesitzer umzumünzen, „gerne auch für die produzierende Wirtschaft“. Womit er „zu saftigen Preisen eine völlig neue Marktnische „für eine vermeintlich gute Sache, nämlich gegen die den Waldraubbau betreibende Holzerzeugung im Wald“ eröffnet habe. Der einstige Kampfruf „Baum ab, nein danke“ werde hier mit neuer ideologischer Begründung gegen die Wald-Erzeugung von Holz mobilisiert. Ziel sei der Urwald oder mindestens ein weitgehend dem natürlichen Urwald ähnlicher Naturwald. 

Unter staatlichem Schutz in größeren Reservaten und Nationalparks ist dies durchaus auch ein Anliegen Wilhelm Bodes, der einräumt, selbst einer derjenigen gewesen zu sein, die den Autor Wohlleben zunächst in Schutz genommen haben; zumal bei dessen Kritik an naturferner Altersklassenwirtschaft wie auch „gegen die unwissenschaftliche Reaktion der deutschen Waldbauwissenschaft“ auf Wohllebens Rezept der Vermenschlichung und Verniedlichung der Bäume („stillende Mutterbäume“, ihr „Kuscheln“ und Schmerzempfinden, ihre Kommunikation untereinander).

Mittlerweile hat freilich eine internationale Literatur-Vergleichsstudie von 35 führenden europäischen und nordamerikanischen Ökologie- und Waldbauwissenschaftlern Wohllebens „Anthropomorphismen“ gründlich widerlegt und als „Fake“ überführt. Wilhelm Bodes Fazit: „Forstpolitisch schadet Peter Wohlleben den gesellschaftlich notwendigen Bemühungen um den Wald und die Holzerzeugung. Er macht die begründete Kritik an der realexistierenden Forstwirtschaft, die natürlich primär der Holzerzeugung dient und auch künftig dienen muss, in Deutschland unglaubwürdig, ja unmoralisch.“

Man darf gespannt darauf sein, wie der Mainstream der Medien auf die Streitschrift reagieren wird.

Kassenbuch von J. Nepomuk Heinemann aus den Jahren 1852-1889

Die pdf. der verschiedenen Jahrgängen sollen zu gegebener Zeit transkribiert werden.

Falls jemand zu Einsichten kommt, bitte in die Kommentare oder an
info@hieronymus-online.de

(Wegen der Datenmenge wird es etwas dauern, bis die Seite geladen ist)

Maus am Futterhaus

Konrad Köstel aus Achern, ein Freund aus Internatszeiten, schickte mir das Bild oben. Ist das nicht ein Oberhammer? Maus und Blaumeise gemeinsam am runden Futtertrog. Auf meine Frage, ob das häufig der Fall ist, antwortete Konrad „das kommt eher selten vor“. Das liegt wahrscheinlich auch daran, dass die Mäuse am Boden einen eigenen Trog haben. Übrigens, die Maus ist auch noch eine besondere, es ist eine Waldmaus. 

Jetzt mal die Hand aufs Herz, hat das jemand von Ihnen schon einmal gesehen? Dass die Blaumeise dahinkommt, ist selbstverständlich. Normaler Weise zeigt sich Konrad als echter Tierfreund und füttert „seine Waldmäuse“ separat am Boden. Die Waldmäuse sind doch wirklich sehr niedlich, wenn man Mäuse mag. Sie mögen Mäuse bestimmt auch, oder leidet jemand an einer Mäusephobie? Ich hoffe nicht. 


Jetzt kommt es aber vor, dass das Bodenfutter ausgeht, was machen dann die schlauen Mäuse? Sie klettern an den drei Füßen, auf denen das Futterhaus steht, hoch, und rucki zucki sind sie im Schlaraffenland.


Wissen Sie, wieso Konrad an den Füßen Hasengitterdraht angebracht hat? Vielleicht dass die Mäuse besser steigen können? Nein der Grund ist ein anderer, ich weiß nicht, ob Sie darauf kommen. Konrads Futterhaus wurde immer wieder von Ratten aufgesucht. Er hat festgestellt, dass die Ratten sich davon abschrecken lassen und nicht über den Hasengitterdraht gehen, die Waldmäuse aber hurtig darüberklettern. Übrigens wollte er ursprünglich Stacheldraht anbringen, hatte aber keinen zur Hand. Ob die Waldmäuse auch darüber wären, ich glaube schon. 

Sachen gibt’s, die immer wieder für Erstaunen sorgen. 

Konrad, Dir vielen Dank für die Bildüberlassung und dass ich daraus diesen Beitrag schreiben durfte.

Herzliche Grüße 
Franz Maus  

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