21. März 2022 von Manuela Martin von der Igelhilfe E/igeltingen
Was jeder tun kann
TODESFALLE GELBER SACK
Am Straßenrand und am Boden abgestellte gelbe Säcke sind ein beliebtes Ziel der Igel bei ihrer nächtlichen Pirsch. Igel haben eine hochsensible Nase und der verheißungsvolle Duft von den Lebens-/Futtermittelbehältnissen lockt die IGEL an. Auf der Suche nach Fressbarem und Unterschlupf verschwinden die Stachelritter im gelben Sack zwischen Joghurtbechern und Blechdosen. Zum einen können sich die Stachelritter Krankheiten durch Bakterien wie
z. B. Salmonellen einhandeln, zum anderen können Sie mit dem Kopf in Dosen und Bechern stecken bleiben. Tiefe Schnittverletzungen und ein verheddern im gelben Sack sind meistens die Folge. Finden sie nicht mehr heraus, werden die Igel mit dem Müll „entsorgt“ und sterben einen grausamen Tod.
WOLLEN S I E das verhindern????
Dann bitte den GELBEN SACK
Erhöht an ein Gartentor oder Zaun hängen
Auf eine Mauer, Mülltonne o.ä. legen
so spät wie möglich herausstellen
zum Lagern die Gelben Säcke z. B. in einem Laubsack sammeln oder hochlegen
Danke, dass Sie mithelfen, unnötiges Tierleid zu vermeiden!
Gerne möchte ich die Gang und den Beitrag aus 2019 mal wieder hoch holen. Vielleicht erinnert sich ja doch noch jemand oder hat Fotos?
Originalbeitrag vom 30.08.2019
Als ich 2006 aus Kentucky auf Urlaub nach Hüfingen kam, begegneten uns bei einem Spaziergang an der Breg drei Erpel. Ein Weißer, ein Punk und ein „Normalo“. Das Erlebnis mit der Gang war sehr eindrucksvoll und ich habe es nie vergessen.
2011 sind wir aus den USA nach Hüfingen gezogen und seit dem verbringe ich fast täglich an der Breg. Täglich konnte ich die Gang beobachten, die entweder unter der Brücke oder unweit davon bregaufwärts ihrer Arbeit nach ging. Immer gemeinsam, immer ganz dicht beisammen.
Den Winter 2017/18 mit der Vogelgrippe hatten die drei Jungs unbeschadet überstanden. Auch der Winter 2018/19 ging spurlos an ihnen vorüber.
Dann, im Mai 2019, kam mir auf der Höhe der Hühner der Punk hysterisch schreiend entgegen. Ich folgte ihm die Breg herab. Er stieg noch kurz beim Wehr hoch, schrie Richtung Insel Alarm, drehte um, setzte seinen Weg laut schreiend Breg abwärts fort und ward nie mehr gesehen.
Seit diesem Tag gibt es nach mindestens 13 Jahren Freundschaft keine Gang mehr auf der Breg.
Da nach wie vor großes Interesse besteht wollte ich die Bestimmungen in Baden-Württemberg zum Vorkaufsrecht mal nach vorne kramen und die Linksammlung aktualisieren.
Originalbeitrag vom 24. Juni 2022
Kürzlich war eine kleine Diskussion mit Landwirten, wann und wie das Vorkaufsrecht der Gemeinde zieht und was die gesetzlichen Vorgaben sind. Da eigentlich keiner so richtig Bescheid weiß oder einen Überblick hat, wollte ich es hier mal kurz grob zusammenfassen.
Bei dem link oben kann man es sich genauer durchlesen. Die Zusammenfassung unten gilt für den Schwarzwald-Baar-Kreis im August 2024.
Vorkaufsrecht Landwirtschaft
Für landwirtschaftliche Grundstücke benötigt man im allgemeinen eine Genehmigung der Landwirtschaftsbehörde, die man hier beantragt.
Der Antrag kann auch schriftlich beim Landwirtschaftsamt eingereicht werden. Unter bestimmten Voraussetzungen hat die Landsiedlung Baden-Württemberg GmbH als gemeinnütziges Siedlungsunternehmen das Vorkaufsrecht. Übt die Landsiedlung Baden-Württemberg GmbH das Vorkaufsrecht aus, verlängert sich die Frist um einen weiteren Monat. Die Rechtsgrundlage hierfür ist das Agrarstrukturverbesserungsgesetz (ASVG)
Vorkaufsrecht Gewässerrandstreifen
Die Flächen entlang von Gewässern jenseits ihrer Böschungen werden Gewässerrandstreifen genannt. Sie dienen dem Gewässer als Schutzsaum und halten Stoffeinträge, die dem Gewässer schaden können, zurück. Durch das am 1. Januar 2014 in Kraft getretene neue Wassergesetz für Baden-Württemberg wurde erstmalig im sogenannten Innenbereich ein gesetzlich vorgeschriebener Gewässerrandstreifen von fünf Meter Breite eingeführt. Im Außenbereich besteht nach wie vor ein Gewässerrandstreifen auf einer Breite von 10 Metern. (vgl. § 29 Wassergesetz).
Durch § 29 Abs. 6 Wassergesetz wurde außerdem eingesetzliches Vorkaufsrecht an Grundstückengeschaffen, auf denen sich Gewässerrandstreifen befinden. Befindet sich der Gewässerrandstreifen nur auf einem Teil des Grundstücks, so erstreckt sich das Vorkaufsrecht auf diese Teilfläche. Das Vorkaufsrecht steht dem jeweiligen Träger der Unterhaltungslast zu. Dies ist bei Gewässern I. Ordnung das Land, für das in den Regierungsbezirken jeweils der Landesbetrieb Gewässer (Referate 53.1 und 53.2) diese Aufgabe wahrnimmt. Bei Gewässern 2. Ordnung steht das Vorkaufsrecht den Gemeindenzu.
Die Gewässer I. Ordnung sind in der Anlage 1 zum Wassergesetz aufgeführt. Alle dort nicht aufgeführten Gewässer oder Gewässerabschnitte sind Gewässer 2. Ordnung.
Vorkaufsrecht Naturschutz
Dem Land Baden-Württemberg steht ein Vorkaufsrecht zu an Grundstücken, zu
die in Nationalparken, Nationalen Naturmonumenten, Naturschutzgebieten oder als solchen einstweilig sichergestellten Gebieten liegen,
auf denen sich Naturdenkmäler oder als solche einstweilig sichergestellte Gegenstände befinden,
Vorkaufsrecht Kommune bei Bebauungsplänen und Sanierungsgebieten
Bei Übertragungen von Grundstücken hat die Gemeinde in bestimmten Fällen ein Vorkaufsrecht. Dies besteht beispielsweise bei
Grundstücken, für die der Bebauungsplan eine Nutzung für öffentliche Zwecke festlegt und
Grundstücken, die in einem förmlich festgelegten Sanierungsgebiet liegen.
Wollen Sie ein Grundstück erwerben, benötigen Sie ein Negativzeugnis, damit das Eigentum im Grundbuch umgeschrieben werden kann. Mit dem Negativzeugnis bestätigt die Gemeinde Ihnen, dass sie kein Vorkaufsrecht für das Grundstück hat oder dieses nicht ausübt.
Da scheinbar Interesse besteht und es hier bald noch mehr Infos gibt, wollte ich diesen Artikel vom 17. September 2023 mit der Steinaxt bisschen weiter nach oben kramen:
Auf Loretto und in dem neuen Gewerbegebiet Ziegeleschle wurden Magnetometerprospektionen (auch Geomagnetik genannt) durchgeführt. Auf dem hierdurch angefertigten digitalen Bild ließen sich dort Siedlungsreste erkennen.
Das Magnetfeld der Erde wird durch die magnetischen Eigenschaften verschiedener Materialien, wie Gesteine, Böden, gebrannte Lehmziegel oder Holzreste gestört ‒ also auch von archäologischen Überresten. Zur Aufzeichnung dieser Magnetfeldstörungen kommt ein hochempfindliches Cäsium-Magnetometer auf einem Rollwagen zum Einsatz. Auch Unterschiede zwischen den physikalischen Eigenschaften des Zielobjekts und dem umgebenden Boden lassen sich hierbei messen.
Ausgrabungen
Ziegeleschle
15. März 2023
Die Firma ArchaeoTask hatte das Gelände mit dem Bagger und Sonden durchsucht und es konnten Artefakte aus dem Endneolithikum gefunden werden.
Das Endneolithikum bezeichnet die jüngste neolithische Unterstufe am Übergang zur Bronzezeit. Es wird mit dem Beginn der „Schnurkeramik“ (veraltet auch Streitaxt-Kultur) gleichgesetzt und reicht in Süd- und Mitteldeutschland von ca. 2800–2200 v. Chr. (*und nein, liebe CDU, „die Eiszeit“ war es nicht.)
Steinaxt aus dem Endneolithikum.
Grabbeigaben aus der Jungsteinzeit.
Eine Silexklinge wird durch Abschlag aus Feuerstein (Silex) hergestellt.
Die Artefakte oben wurde beim diesjährigen Römerfest vom Denkmalamt ausgestellt. Dabei war auch noch ein mittelalterlicher Mühlstein, der womöglich als Baumaterial dort oben benutzt wurde.
Fragment eines Mühlsteines aus dem Hochmittelalter (11./12. Jahrhundert)
Bei den Ausgrabungen auf dem Mühlöschle wurden im Jahre 1958 zwei urnenfelderzeitliche Gräber gefunden. Die Urnenfelderkultur (1300 v. Chr. bis 800 v. Chr.) war später.
Da las ich am 7. Juli in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung die Überschrift:
Den Rekord stellte die Donau auf
Von den 610 Chemikalien, auf die das Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung (UFZ) untersucht hatte, konnten in der Donau 505 gefunden werden. Knapp die Hälfte davon Pestizide und Biozide, aber auch 175 pharmazeutische Chemikalien, Tenside, Kunstoff- und Gummizusätze sowie Per- und Polyfluroalkylsubsanzen.
Da musste ich daran denken, wie das Landratsamt Schwarzwald-Baar mich doch verlacht hatte, als ich Abbauprodukte von Glyphosat im Stadtbächle nachgewiesen hatte. Sie würden dies doch ständig untersuchen und nichts finden und überhaupt können nur sie fachgerecht Proben ziehen. Beim Ehrenamt würde vermutlich eine Probe automatisch durch unerwünschte Schwingung mit Pestiziden aller Art verunreinigt.
Vielleicht befolgt das Amt für Umwelt, Wasser- und Bodenschutz eine Anweisung nie etwas zu finden, was politisch nicht gewollt ist? (das kennen wir ja schon) Ansonsten könnte, ebenso vielleicht, auch noch dieses Amt mit einem Juristen gedeckelt werden, der durch gute Beziehungen ans RP und nach Stuttgart Rechtssicherheit herstellt? Oder gibt es den schon? Fragen über Fragen. Aber kommen wir zu den Fakten, die Veröffentlichung* gibt es hier.
Die Donau beginnt in Bayern
Für die Studie wurde Oberflächenwasser aus 22 europäischen Ländern und 22 verschiedenen Flusseinzugsgebieten gesammelt. Flusseinzugsgebiete? Ja, steht da: „river basins“. Die Proben in Deutschland wurden bei Ulm, Neuburg an der Donau, Passau, Augsburg und Eggenfelden gezogen.
Das interessante an der Studie ist, dass Baden-Württemberg einfach mal ausgeklammert wurde. Womit der Streit über die Donauquelle endlich gelöst wurde: Sie befindet sich nämlich in Bayern!
Da gibt das schwarz-grün regierte Baden-Württemberg einen solch sauberen Strom nach Bayern rüber und was machen die? Verseuchen die schöne Donau mit Pestiziden, Bioziden, pharmazeutischen Chemikalien, Tensiden, Kunstoff- und Gummizusätze und Per- und Polyfluroalkylsubsanzen. Schamt eich!
* Finckh et al.: Mapping chemical footprints of organic micropollutants in European streams. Environment International 183 (2024)
ich komme aus dem Staunen nicht mehr heraus. Hirschkäfer, Alpenbock und Alpensegler, große Themen in letzter Zeit. Jetzt schauen Sie, was ich am 2. August auf meinem Holzlager entdeckt habe. Ich dachte im ersten Moment an rote kleine Pilze, wie den Zinnoberroter Pustelpilz, den ich Mitte Dezember 2023 beschrieben habe. Aber das Gesehene ist nicht so gleichmäßig verteilt wie der Pilz. Aber, was ist es dann? Groß und klein spricht vielleicht doch für etwas Tierisches, dachte ich mir.
Was macht man heute, wenn man etwas wissen will? Genau, die Bilder rein in Google lens und warten was kommt. Gekommen ist „Rötlicher Springschwanz“ Haben Sie das schon einmal gehört? Ich jedenfalls nicht. Stellen Sie sich vor, es gibt keinen Wikipedia Artikel zu diesen Tierchen. Und über Google kommt man an Kaufangebote für diese Tiere, wissen Sie warum? Weil der rötliche Springschwanz als perfekter Bodenpolizist fungiert. Er hält im Terrarium den Bodengrund sowie die Einrichtung schimmelfrei, zudem dienen sie auch als Futtergrundlage für unzählige Arten an Wirbellosen-Tieren, Reptilien und Amphibien. Ein großer Vorteil gegenüber den „tropischen Springschwänzen“ ist, dass der „rötliche Springschwanz“ keine Sprunggabeln besitzt. Ich vermute, dass das heißt, er kann nicht wegspringen, der arme rötliche Sprungschwanz.
Um zur Beschreibung des Tieres zu kommen, brauchte ich eine Weile, auf der folgenden Homepage wurde ich fündig:
Dort steht, „sie leben an Totholz und verottetem Laub und lieben es, wie alle Springschwänze, gerne sehr feucht“. Also zum Thema feucht brauche ich dieses Jahr nicht viel zu sagen, tags zuvor hat es bei uns 33 Liter geregnet. „Springschwänze gehören wie die Felsenspringer und Silberfischchen zu den Urinsekten. Es sind also Tiere, die schon sehr lange hier auf der Erde zugegen sind. In Deutschland soll es rund 400 Arten geben, die meist zwischen 1,0 und 6,0 mm groß werden, sehr selten größer. Die meisten besitzen eine sogenannte Sprunggabel, mit der sie sich bei Gefahr durch die Luft schleudern können. Springschwänze sind wichtige Helfer, um pflanzliche Reststoffe zu verwerten und wieder zu Nährstoffen für Pflanzen, insbesondere für Bäume umzuwandeln. Sie stehen am Anfang der Nahrungskette und sind für sehr viele räuberisch lebende Tierarten die Nahrung, die sie brauchen, um als Jungtier wachsen zu können“. Die rote gefärbten sind ein Zeichen fürs Erwachsensein, das Leben beginnt für sie in weiß. Auf den Bilder unten sind einige weiße Jungtiere zu sehen.
Komischweise sind die Tieren so schnell wieder verschwunden, wie sie gekommen sind, heute sah ich nur noch wenige Exemplare. Das ist schon der Hammer, diese Urinsekten. Aber toll, dass ich sie fotografieren durfte.
Der neue Gemeinderat wurde heute am 1. August von unserem neuen Bürgermeister vereidigt. Der 1. Bürgermeisterstellvertreter wird, wie gehabt, vom Patriarchat der CDU bestimmt, die Stimmenzahl vom Wahlvolk ist hierbei unwichtig. Die Stimmkönigin verzichtet auf eine geheime Kampfabstimmung, da sie nicht gleich mit Streit starten will.
Es geht nach der Gemeinderatswahl wohl dort weiter, wo die Männer letztens aufgehört hatten. Immerhin, die Klügere gibt nach. Gleich drei der vier Frauen – das sind 75 Prozent!– im Gemeinderat haben mehr Stimmen, als der von der CDU bestimmte 1. Bürgermeisterstellvertreter, der auf der Liste unten die Nummer 8 ist. Unsere Demokratie reduziert sich auf eine Diktatur der Mehrheits-Partei und was ich 2020 mit Allmacht des Hüfinger Patriarchats schon geschrieben hatte: In jeder Ritze sitzt ein verstaubter Kerl!
Meine ganze Hoffnung auf Parität und Partizipation liegt nun auf dem neuen, jungen Bürgermeister!
Fraktionssprecher sind: Markus Leichenauer (CDU), Kerstin Skodell (SPD), Michael Steinemann (Bürgerforum/FDP/FW/UWV)
Gemeinderäte nach Stimmen
1.
Skodell, Kerstin
2.823
2.
Bucher, Daniel
2.569
3.
Leichenauer, Markus
1.919
4.
Hustic, Sasa
1.894
5.
Moog, Petra
1.824
6.
Ünal, Mete
1.739
7.
Bäurer, Sarina
1.664
8.
Weh, Harald
1.602
9.
Schwarz, Kathrin
1.427
10.
Limberger, Gunther
1.356
11.
Quilamba, Miguel
1.321
12.
Isak, Reinhard
1.220
13.
Bäurer, Egon
1.196
14.
Moog, Patrick
1.183
15.
Steinemann, Michael
1.085
16.
Bausch, Martin
1.075
17.
Sulzmann, Ernst
1.063
18.
Schöndienst, Martin
1.013
19.
Happle, Stephan
874
20.
Albert, Peter
737
21.
Wills, Philip
490
Liste der Stimmen für die einzelnen Kandidaten unten! Schaut auch bei der Stadt vorbei
Ortschaftsräte und Ortsvorsteher
Behla Ortsvorsteher: Johannes Bogenschütz
Hausen vor Wald Ortsvorsteherin: Ingeborg Reitze
Fürstenberg Ortsvorsteher: Volker Gut
Mundelfingen Ortsvorsteher: Michael Jerg
Sumpfohren Ortsvorsteherin: Ancilla Batsching
Gemeinderat Hüfingen Bitte meldet mir Tippfehler!
CDU
25.267 Stimmen
43,06 %
Bäurer, Sarina
1.664
6,59
Leichenauer, Markus
1.919
7,59
Moog, Petra
1.824
7,22
Uhrhan, Johannes
972
3,85
Schmid, Melissa
735
2,91
Weh, Harald
1.602
6,34
Trenkle, Marco
1.481
5,86
Bucher, Daniel
2.569
10,17
Maier, Marc
1.048
4,15
Bäurer, Sebastian
538
2,13
Rosenstiel, Linus
583
2,31
Böhm, Bernd
1.113
4,40
Sumpfohren
Schöndienst, Martin
1.013
4,01
Schöndienst, Lisanne
409
1,62
Fürstenberg
Limberger, Gunther
1.356
5,37
Bäurer, Manfred
407
1,61
Behla
Bogenschütz, Johannes
708
1,61
Bäurer, Egon
1.196
4,73
Hausen vor Wald
Riegger, Andreas
894
3,54
Reitze, Ingeborg
301
1,19
Mundelfingen
Schwarz, Kathrin
1.427
5,65
Glunk, Thomas
910
3,60
Bäurer, Ferdinand
598
2,37
SPD
14.048 Stimmen
23,94 %
Skodell, Kerstin
2.823
20,10
Ünal, Mete
1.739
12,38
Lehmann Julia
503
3,58
Buttler, Alexander
745
5,30
Nolting, Birgit
683
4,86
Quilamba, Miquel
1.321
9,40
Roßhard, Maria
327
2,33
Hustic, Sasa
1.894
13,48
Münzer, Lisa
387
2,75
Kasprzak, Axel
214
1,52
Dr. Breitsprecher, Anja
371
2,64
Isak, Reinhard
1.220
8,68
Sumpfohren
Knust, Henrieke
355
2,53
Fürstenberg
Behla
Vogel, Maximilian
226
1,61
Schaulies, Marica
100
0,71
Hausen vor Wald
Martin, Benjamin
147
1,05
Hornung, Diana
184
1,31
Mundelfingen
Harms-Höfler, Christine
647
4,61
Wolf, Marco
162
1,15
LBU
5.330 Stimmen
9,08 %
Wills, Philip
490
9,19
Siegfried, Wiltrud
362
6,79
Albert, Peter
737
13,83
Röthele, Till
273
5,12
Sems, Emine
422
7,92
Wetzel, Petra
238
4,47
Dr. Breitsprecher, Dennis
183
4,43
Kurstedt, Ute
319
5,98
Atik, Mehmet
287
5,38
Sermersheim, Björn
205
3,85
Zante-Leovey, Lina
220
4,13
Boeke, Heike
184
3,45
Sumpfohren
Knust, Christa
143
2,68
Hepting, Dorothea
46
0,86
Fürstenberg
Kewes, Christine
195
3,66
Schmidl, Danny
74
1,39
Behla
Schönecker, Nicole
323
6,06
Hausen vor Wald
Mundelfingen
Merz, Otto
336
6,30
Friedrich, Christa
293
5,50
Bürgerforum/FDP/FW/UWV
14.035 Stimmen
23,92 %
Bausch, Martin
1.075
7,66
Bernauer, Sven
596
4,25
Haas, Jessica
311
2,22
Hauschel, Jens
271
1,93
Keller, Markus
526
3,75
Moog, Patrick
1.183
8,43
Sangiorgio, Salvatore
284
2,02
Schafbuch, Tobias
418
2,98
Schmitz, Beate
283
2,02
Singier, Christine
622
4,43
Sulzmann, Ernst
1.063
7,57
Sulzmann, Markus
798
5,69
Sumpfohren
Blessing, Thomas
342
2,44
Mellert, Georg
477
3,40
Fürstenberg
Schumacher, Barbara
275
1,96
Wallschläger, Kurt
233
1,66
Behla
Martin, Christoph
1.048
7,47
Walter, Astrid
304
2,17
Hausen vor Wald
Happle, Stephan
874
6,23
Langenbacher, Christian
653
4,65
Mundelfingen
Mäder, Leander
678
4,83
Steinemann, Michael
1.085
7,73
Zadona, Ines
636
4,53
Kreistagswahl – Ergebnisse Liste der Stimmen für die einzelnen Kandidaten ganz unten!
heute ist ein Vogel an der Reihe, bei dem ich gespannt bin, ob Ihr schon von ihm gehört habt, der Alpensegler. Wieso der Alpensegler, frag man sich vielleicht. Ganz einfach, weil er seit kurzem in Tuttlingen einen Verbreitungsschwerpunkt in Süddeutschland hat. Über 50 Brutpaare nisten in der Zwischenzeit dort im Kirchturm der Stadtkirche. Der Hammer ist, sie fliegen hinter den Zifferblättern an ihre Brutplätze im Innern des Turmes.
Jetzt kommt das Interessante, denn erst seit etwa 60 Jahren gibt es den Alpensegler in Deutschland. Die erste Kolonie ist Mitte der 1950 er Jahre in Freiburg entstanden. Und wann kam er nach Tuttlingen? Im Jahr 2000 wurde die erste Brut festgestellt und 24 Jahre später sind es sage und schreibe 50 Paare. Anscheinend gefällt es ihm dort bestens. Ich dachte, Freiburg und Tuttlingen, das wars. Aber dann wurde ich auf der Homepage der Landesanstalt für Umwelt Baden-Württemberg schlauer, denn mittlerweile brütet er auch in weiteren Städten Süddeutschlands, wie z. B. in Waldshut, Emmendingen, Lörrach, Tuttlingen, Lindau, Offenburg, Ettenheim, Lahr, Bühl, Achern, Sasbach (bei Achern) und Gundelfingen. Ich war geplättet. So weit hat sich der Kerle ausgebreitet. Wenn´s passt, dann passt´s, würde der Bayer und der Österreicher sagen, in der Natur geht es bei passenden Dingen sehr schnell. Gründe sind das Wachstum der Freiburger Kolonie und erneute Zuwanderung aus der Schweiz, was sicher für Tuttlingen und Lindau zutrifft. In Schaffhausen gibt es auch eine alte Kolonie. Der Hammer ist, dass Baden-Württemberg die bisher nördlichsten Vorkommen weltweit beherbergt. Denn ursprünglich ist er in den Felsregionen Südeuropas, des Orients und Indiens sowie in Afrika zu Hause. Und zwar keineswegs nur in Gebirgen, wie der Name vermuten lässt, sondern auch an steilen Felsküsten in geschützten Spalten und Nischen. Doch er ist bereits frühzeitig den Menschen in die Städte gefolgt, wo Gebäude seine Ersatzfelsen bilden.
hier sieht man gut den weißen Bauch
Hausener Mauserseglerkolonie
Mauersegler und Alpensegler sind verwandt. Ich habe ein Bild der Hausener Mauersegler eingefügt, die übrigens schon seit etwa 26. Juli 2024 nach Süden abgezogen sind. Der Unterschied liegt in der Färbung und in der Größe. Mauersegler sind komplett braunschwarz und der Alpensegler ist am Bauch und Kehle weiß. Die Größenunterschiede sind beachtlich, der Mauersegler hat eine Flügelspanne von etwa 45 cm und der Alpensegler von etwa 55 cm, der Alpensegler ist doppelt so schwer und sechs Zentimeter länger als der Verwandte. Gut, am Himmel ist das nicht leicht zu erkennen. Dazu kommt die Schnelligkeit dieser Burschen, sie gelten als die schnellsten Vögel der Welt. Für mich persönlich gibt es ein tolles Erlebnis aus der Kindheit, ich sah bei der Feldarbeit über Uttenhofen eine kleine Kolonie von Alpensegler vermutlich aus Schaffhausen dahinziehen. Wieso ich das gewußt habe, fragen Sie vielleicht. Weil ich schon damals grundsätzlich eine Fernglas dabei hatte und die weiße Bäuche deutlich sehen konnte. Wie der Mauersegler kommt der Alpensegler sein ganzes Leben nur zum Brüten in ein Nest, alles weitere findet in der Luft statt. Anders als beim Mauersegler bleibt der Alpensegler deutlich länger bei uns. Sind es nur drei Monate bei Mauersegler, sind es von März bis Oktober gute sieben Monate. Das heißt man hat viel länger Zeit zum Beobachten. Ein paar Worte zu den Bildern, das Bild ganz oben zeigt neben dem Kirchturm und dem Zifferblatt oben rechts ein Alpensegler, mit etwas Phantasie sieht man den weißen Bauch. Gerne hätte ich das Ein- und Ausfliegen fotografiert, es ist mir wegen der Schnelligkeit nicht gelungen.
Unsere Produktion basiert auf den Erträgen nachhaltiger Waldwirtschaft und ist konsequent umweltverträglich ausgerichtet. Über unsere zukunftsweisende Interpretation der 0%-Reststoff-Regel leisten wir einen aktiven Beitrag zum dringend benötigten Klimaschutz: Sie werden erkennen: Wir handeln mit Herz und Verstand. Werbetext der Ante-Holz GmbH & Co. KG
Wer von der waldarmen Baar herkommend auf der B31 in Richtung Schwarzwald rollt und dabei auf touristisch ansprechende Eindrücke hofft, wird schon gleich hinterm Waldeingang ernüchtert: Zur Linken weitet sich der Blick zu einer dicht an dicht belegten Lkw-Rastanlage mit Tankstelle. Dahinter schließt sich, seitlich leicht versetzt, das Werksgelände des Großsägewerks anterötenbach GmbH & Co.KG an, seit 2021 Nachfolger der zuvor hier angesiedelten Holzwerke Rötenbach. Schon sie waren eines der größten Schwachholzsägewerke Baden-Württembergs; der Betrieb ist jedoch 2012 eingestellt worden – dem Vernehmen nach wegen unzureichenden Rundholzangebots. Ante Holz ist mit insgesamt 1.200 Beschäftigten an 7 Standorten (einem davon in Polen) und einem jährlichen Einschnitt von 1,2 Mio. Kubikmetern einer der allergrößten inhabergeführten Familienbetriebe dieser Sparte in Deutschland, ja sogar in Europa.
Wo die Holzwerke Rötenbach zuvor ein 15 ha umfassendes Werksgelände beansprucht hatten, will Ante Holz sein Areal nun auf 43 ha erweitern. Sein Personal soll hier von bisher 70 auf ca. 300 Mitarbeitende aufgestockt werden bei einen Jahreseinschnitt von – sage und schreibe! – 750.000 Festmetern – rosige Aussichten also für die Gemeinde Friedenweiler samt Teilort Rötenbach und deren Gewerbesteueraufkommen! Das Unternehmen ist zuversichtlich, das Baugenehmigungsverfahren inklusive der Anpassung von Regional- und Flächennutzungsplan so zügig bearbeitet zu bekommen, dass bereits 2025 der Baustart erfolgen kann. Artenschutzrechtliche Probleme scheint man nicht zu erwarten, obwohl in der Nachbarschaft noch ein Auerhuhnvorkommen existiert und ein Wildtierkorridor angrenzt. Kritischer sieht es um die Ergiebigkeit einer Quelle im südwärts gelegenen Matzenmoos aus: durch Rodung und Versiegelung könnte sich ihre Schüttung verringern – zum Nachteil des sie nutzenden Nachbarorts Göschweiler. Womöglich wird man statt ihrer eine Quelle im weiter entfernten Gatterwald „ertüchtigen“ oder zu neuen Lösungen greifen müssen. Und natürlich müssen auch erst noch die Aufforstungsflächen zum Ausgleich des Waldverlustes gefunden werden. Auch ein Kreisverkehr wird auf der B31 noch erwogen, damit die Holztransporte auch aus Osten ins Werk abbiegen können.
Alles in allem lösbare Probleme, so sieht es der Planer. Doch wie wird sich der Gigant auf die bestehende, vorwiegend mittelständische Schwarzwälder Sägewerksstruktur auswirken, von den kleinen bäuerlichen Sägewerken einmal ganz abgesehen? Die Ante-Betriebsleitung geht davon aus, das Rundholz in einem Umkreis von ca. 100 Kilometern einkaufen zu können. Was den Holzmarkt zweifellos durcheinanderwirbeln wird, denn das Werk wird sich seine Kontingente über Vorverträge mit den größeren Waldbesitzern (mit dem Staatswald, den Kommunen und insbesondere mit dem Großprivatwald) sichern. Wie sich die neue Konkurrenz wohl auf die Ertragslage im bäuerlichen Kleinprivatwald auswirken wird sowie auf die Existenz der noch verbliebenen Schwarzwälder Sägewerke?
Während bislang in den sich häufenden Kalamitäten das Käfer- oder das Sturmholz schleunigst vom nächstgelegenen Kunden übernommen und abgefahren wird, sieht sich bei längerer Transportkette des Großbetriebs der Borkenkäfer in den desto länger unentrindet im Wald verbleibenden Fichtenstämmen zu weiteren Bruten ermuntert, was zu dramatischer Verschärfung der Forstschutzlage führen kann – zu Schreckensbildern à la Sauerland oder Harz, von denen der Schwarzwald einstweilen noch verschont geblieben ist. Oder könnte ein solches Horrorszenario bei einer so gewaltigen Betriebsexpansion bereits einkalkuliert worden sein?
Expansion in Erwartung eines zunehmenden Käfer- und Sturmholzangebots?
Holz aus nachhaltiger Waldwirtschaft ist ein konkurrenzlos umweltfreundlicher Baustoff und die Nachfrage nach Bauholz ist (speziell im Land der Häuslebauer) trotz weithin lahmender Baukonjunktur weiter ansteigend. Umso attraktiver mag die Ante-Holz-Produktpalette erscheinen, die neben Schnittholz Hobelware, Brettschichtholz, Konstruktionsvollholz, Brettsperrholz, Biobrennstoff auch Holz-Pellets, Haus- und Gartenprodukte verspricht.
Wird der Einstieg des Ante-Holzriesen also zum Glücksfall für Wald- und Holzwirtschaft der Region, gar für die Umwelt? Oder begibt man sich eher auf den Holzweg mit solcherlei Kapazitäten? Die „mit Herz und Verstand“ agierende ante-Rötenbach GmbH&Co. KG lässt etliche Fragen offen.
es krabbelt zur Zeit so richtig. Kaum ist der Hirschkäfer durch, kommt der nächste beeindruckende Geselle. Mein Freund aus Referendariatszeiten Albrecht Siegel aus Herbertingen schickte mir diese Bilder. „Wir sind grad auf Fahradtour am Königssee und da hängt dieses Tier am Garagentor. Weißt Du, was das ist“? Ich musste kurz überlegen, dann war klar, es ist der unverwechselbare Alpenbock. Die Färbung ist doch herrlich. Nun, wie der Hirschkäfer für die Vermehrung die Eiche braucht, so braucht der Alpenbock die Buche. Neben den Alpen kommt er auch auf der mit Buche bestandenen Schwäbischen Alb und im Donautal vor. Mit etwa drei Zentimeter Körperlänge ist er ein stattlicher Bursche. Charakteristisch für die Bockkäfer sind die langen Fühler. Denken Sie an den bei uns heimischen Moschusbock, über den ich schon geschrieben habe. Die Geschlechter können anhand der Fühlerlänge unterschieden werden: Beim Männchen überragen die Fühler das Hinterende der Flügeldecke bei weitem, beim Weibchen erreichen sie dieses knapp. Ich muss ehrlich sagen, ich will mich da nicht festlegen. An den mittleren der Fühlerglieder befinden sich schwarze Haarbüschel, wodurch die entsprechenden Fühlergelenke schwarz verdickt erscheinen. Auf dem Bild ist das am rechten Fühler gut zu sehen.
Nach dem Schlüpfen der Käfer Ende Juni/Anfang Juli erfolgt die Paarung und die Eiablage. Wenn frischgeschlagene Buchenholzstämme oder Brennholzklafter mit Buchenholz in der Nähe sind, wird der Käfer durch diese angezogen. Andernfalls wird der besonnte untere Stammteil eines möglichen Brutbaumes angeflogen. Das Weibchen tastet mit der ausgestülpten Hinterleibsspitze den Untergrund nach Verletzungen der Rinde oder Risse im Holz ab. Dann dringt der Legeapparat bis zu vier Zentimeter ins Holz oder unter die Rinde vor. Die Eier werden gewöhnlich einzeln abgelegt. Die aus dem Ei geschlüpfte Larve frisst im Bereich des austrocknenden Holzes weiter, später dringt sie ins Totholz ein. Es dauert gewöhnlich drei bis vier Jahren bis die Larve sich in einer Puppenwiege verpuppt. Nach dem Schlüpfen zwängt sich der Käfer durch eine ovale Öffnung ins Freie. Diese Öffnungen dienen dem Käfernachweis. Das ist doch ein interessantes Detail, finden Sie das nicht auch? Jetzt kommt eine aus menschlicher Sicht traurige Wahrheit, die erwachsenen Käfer werden nur zehn Tage alt, Literaturangaben nennen auch 20 bis 40 Tage.
Der Alpenbock ist europaweit geschützt. Die Schutzmaßnahmen haben zu einer Stabilisierung der Bestände geführt. Man sieht, dass Totholz eben auch einen Lebensraum darstellt, den man im Rahmen des Möglichen schützen soll.
Ganz herzlichen Dank Dir Albrecht Siegel für die Überlassung der Bilder und die Einwilligung, daraus einen Beitrag zu schreiben. Ich könnte mir vorstellen, dass Sie Ihre Freude daran haben.