diese Aufnahmen stammen vom 12., 13. und vom 14. September, also kurz hintereinander. Sie zeigen etwas, was mich sehr an den rötlichen Springschwanz erinnerte, worüber ich vor kurzem geschrieben habe. Trotzdem war ich auf whatsapp Hilfe im Status angewiesen, weil ich es auch fast nicht glauben wollte, was ich sah. Einige haben es gewußt, vielen Dank für das Melden. Also es sind weitere Urinsekten, die Wasserspringschwanz oder schwarze Wasserspringer genannt werden. Wikipedia beschreibt sie wie folgt: Sie erreichen eine Körpergröße von nur 1,1 bis 1,5 mm und haben relativ kurze Beine und Fühler. Die der Fortbewegung dienende Sprunggabel ist nach innen geklappt, weshalb man sie leider auf den Bildern nicht sehen kann. Dieser zweizinkige Körperfortsatz wird mit einem Muskel ruckartig nach hinten geschnellt. Hammerhart kann man da nur sagen.
12. September 2024
13. September 2024
14. September 2024
Typisch ist, dass Wasserspringer auf der Oberfläche stehender Kleingewässer – Tümpel und länger existierende Pfützen – leben. In unserem Fall haben sie unsere Vogeltränke auserkoren, vielleicht gefiel es ihnen, dass sie nicht ganz steril war. Mitunter komme es zu großen Ansammlungen aufgrund von Massenvermehrungen so dass die entsprechende Gewässerfläche von Individuen wie schwarz berußt wirkt. Die Nahrung besteht aus Bakterien, Algen und Pollenkörnern, die auf der Wasseroberfläche treiben. Bei Störungen springen die Tiere ungestüm in alle Richtungen auseinander. Weil sie so klein und leicht sind, werden sie von der Oberflächenspannung des Wassers getragen. Man muss sich das einmal vorstellen.
Die Art verfüge über ein komplexes Paarungsverhalten, welches eine indirekte Spermatophorenübertragung beinhaltet. Auf der einen Seite eines Weibchens baut das Männchen einen „Zaun“ aus Samenpaketen. Anschließend schiebt es das Weibchen von der anderen Seite her in die Spermatophoren hinein. Ist das nicht genial? Was es halt nicht alles gibt in der Natur.
Hier wurde ich auf die Tiere aufmerksam, weil die große Ansammlung auffiel.
Das Bild oben ohne Zoom
mit zweifachem Zoom
mit fünffachem Zoom
Wie gesagt, die Wasserspringer sind 1,1 bis 1,5 mm lang.
Mich würde sehr interessieren, ob jemand von Ihnen den Schwarzen Wasserspringer schon gesehen hat. Rückmeldungen per Whatsapp oder E-mail gerne erwünscht. Ich sah sie jedenfalls zum ersten Mal.
Ein Märchenprojekt der Autorin Margrit Vollertsen-Diewerge auf Fränkisch, Thüringisch und seit 2022 auch auf Booremerisch.
Booremerisch: Maria Simon, Text: Hubert Mauz, DonaueschingenFränkisch: Klaus Karl-KrausThüringisch: Dr. Uwe Träger, Weißborn
Booremerisch word nit uussterbe, und wenn doch, erfahret ihrs do im Hieronymus z`erscht
S` Schermiesli Wurf und de Pilledraijer
E Mährli, Übersetzung vu de Buechsproch is Booremerisch
„Scheen, dass du doo underem Humusbodde bisch“ sait d`Motter Schermuus. „Ech sagg zu dir ab jetzt Schermiisli „Wurf“, well du so butzig klei bisch. Du worsch wellewäegg au no waaße“. S`Schermiisli Wurf sait druff: „Ech will mer Miä gää. Kuntinent buddlet es en lange Gang gege Schwobe uußi. Zwoe Stund hinneno streckt es si Schneizli uusem Schermuushiifli. Jesses Maraie, sait es, well`s fiechdig vergelschderet worre isch. Wo isch es denn doo ännigroote?
„Bass doch bigott uff, wo du ännibuddlescht“ sait d`Spitzmuus Zippel. „Ums Hoor wärsch in Bach ghait“. Hai jo, grad vor sinnere Nase bätschet d` Welle vum Bach gege de Bachroe. Ums ummigugge grabet es sech en lange Gang gege de Nordpol zue. Am End devuu schtreckt es s` Schneizli uusem Higgel. Hai- jai -jai, isch es do verschrocke. Wo isch es denn doo ännigroote?
„Bass doch uff, wo du ännibuddlescht“ sait de Haas Hoppel di Boppel. „Ums Hoor het dich fascht e Auto verkarret“. Gottverdelli, grad vor de Schnauz schnauzet e Auto ganz schnell vorbei. So schnell es kaa, buddlet es e lang Loch gege Frankriich zue. Am End schächt es widder mit sim Schneizli uus em Schermuushiggel uußi. Jeges Gott, isch es do verschrocke. Wo isch es au desmol ännigroote?
„Bass doch uff, wo du ännigrabisch“, sait de Boddebrieter Kiebitz, „Fascht het dir en landende Flieger di Näsli plattgwalzet“. Herrschaft no mol, grad vor de Nase war e Startbah. Ums Hoor isch es fascht vunerre grooße Flugmaschie verwischt worre. Deno hät s` Schermiisli Wurf vill Däg gi Afrika zue grabbe. Baald hät es si Schneizli gschtät uusem Higgel gschtreckt. Dunderwätter, isch es do verschrocke. Jo, wo isch es denn doo ännigoote?
„Bass doch uff, wo du ännibuddlescht“, sait e Kamel. Fascht het ech dir s` Muul plattdappet. S´Kamel war selli vernehm, s`hät en rote Sattel drait. S`hät sin Ribbel zum Schermiisli Wurf aabi gsenkt und sait; „Stiig uff, ech nimm dech e Stuck mit dorch d` Wieschdi“. Des loot sich natierli s `Schermiisli Wurf nit zwoemol sagge. G-schnell kräslet`s uf d`Nase vum Kamel uffi und lait sich platt änni.
Sag emol, doo isch es aber selli hoess. A so e hoessi Sunn war s`Schermiisli Wurf natierli nit gwähnt. „Lass mech bittschee wieder aabi“, dismet es is Ohr vum Kamel. Des senkt de Kopf und loot s` Schermiisli Wurf widder uff de Wieschdesand aabi.
De Sand war glieig hoeß. So schnell es buddle hät kinne, vergrabet sich s`Schermiisli Wurf im Sand. Dä wars aagnäm kiel. Aber es war nit aloenig. Vor ihm siet es en komische Käfer, wo sechs Fiess hät und mit de Vorderfiess e wiißi Kugle ruckwärts kugelet. Ja, wo isch es denn jetzet ännigrootä?
„Ech hoeß Pilledraijer und bii en Glücksbringer“, sait de Käfer. „Do ha ech endlich emol Glick“, sait s` Schermiesli Wurf. „Aber wa rollisch du denn wiißi Bolle mit de Vorderläuf ummenand und gohsch au no ruckwärts?“ „Des isch e Kugle uus Kamelmischt, die roll ech i mi Bruetkammer und leg e Aier inni“, sait de Pilledraijer.
Des Walle hät s`Schermiisli au uusprobiere welle. Jegges Gott, war des schwer. De Pilledraijer häts im zoeget, aber es isch bi derra Sach voll uff d `Schnauz gheit. „Ech woeß, worum es für dech so oefach isch. Du häsch sechs Fiess und ech nuu vier“. S´Schermiisli häts nomol probiere welle, aber dodezue isch es nimme kumme. En andere Pilledraijer isch uff de wiiß Bolle gräslet, hät sech mit de Hinterläuf festghebt und hät d` Vorderläuf drohend uusgschtreckt. De Wurf isch selli verschrocke. Wa war denn doo z` mols los? En fremde Pilledraijer isch frech id` Kammer innigschlupft gsi.
„Bass uff, Glicksbringer Pilledraijer, e Pechmarie will dir dinni Kugle uus Kamelmischt ställe“, joolet s`Schermiisli. De Glücksbringer aber hät die Pechmarie am Hals verwischt und hät si, zack, vu de Kugle obbe aabi gworfe. Do isch de Kugleställer schnell vertloffe. S` Schermiisli Wurf isch selli froh gsi, well de Pilledraijer sin Bolle b´haalte hät kinne und au si Aier inni lege het kinne. I aller Rueh hät s`Schermiisli die Bruetkammer aagucket.
Haidenai, war die gmietli. „Mii zweiti Bruetkammer isch no vill gmietlecher“, sait de Pilledraijer. „Soll ech si dir zoege ?“ Natierli hät si de wunderfitzig Wurf sänne welle.
A de Wänd sind no vill so wiißi Kamelmischt- bolle gläge. Z` Mitts aber sind drei Hiife glägge:
On Huufe Porzellan On Huufe Perle On Huufe Pergament
„Derf ech uus däm Huufe Porzellan en Porzellanhiggel mache? „froget de Wurf. „Hai joo“, sait de Pilledraijer. So hät de Wurf mit sim Schneizli des Porzellan uffghiiflet.
So isch uus dem Porzellanhuufe en farbige Scherbehiggel worre. „Des siet vill scheener uus“, sait s` Schermiisli Wurf. „Jo, des monn ech au“, sait de Pilledraijer. „Derf ech uus dem Perlehuufe au en scheene Perlehiggel mache?“, froget de Wurf. „Hai jo“, sait de Pillädraijer. Deno hät de Wurf mit sim Schneizli au alli Perle uffghieflet, so dass en grooße Perlehiggel druuß wore isch. Z` mitts drin hät de Wurf druus uußi gugget.
„Ech ha e Kenigsgrab gfunde“, joolet e Biebli. Wos aber denno s`Schermiisli gsänne hät, hättes Schräe abglau:
„E Uhgheuer! E Uhgheuer hietet den Schatz im Kenigsgrab“. Doch s`Schermiisli hät gjoolet so luut wie es kinne hät. Des hät de Pilledraijer ghert und isch gschnell deher gloffe und hät glii des Biebli in Finger zwickt und pfezzet, bis es gschraue hät. Denno hät`s gjomeret: „Do sind joo zwoä Uhgheuer, oes hät mi bisse.“ Kuntinent sammlet s`Biebli so vill Perle wie es iisammle kaa und wetzt devuu. Schwupp di wupp, verschwindet de Wurf und de Pilledraijer untern Bodde. Nuu e Sandwelkli isch vu dänne übrigblibbe.
„No niä hät zu mir epper Uhgheuer gsait“, sait de Wurf truurig. „Ech glaub, ech buddel mech liäber wieder hoemetzue in Norde uffi“. „Dodezue gibb ech dir no e Pergament mit“, sait de Pilledraijer und nuelet im Huufe ummenand. Denno hät er oes hinneverri zogge und sait: „Do druff sind alli Himmelsrichtunge iizoechnet. Norde und Süde,
Oste und Weste. Alli Meer, alli Flüss, alli Berg und Däler, alli Wiese und Wälder, alli Higgel und Gräbbe. Dodemit findscht du liicht hoemwärts“. „Find ech dodemit au widder dinni Wüeschdi?“, frogt s` Schermiisli Wurf. „Ha joo, natierli“, sait de Pilledraijer. So macht sech s` Schermiisli Wurf hoemedzue uff de Weäg.
De Ruckwäeg war genauso lang wie de Änniwäeg. Vill Däg buddlet sech des s`Schermiisli Wurf gegge d` Hoemet zue im ferne Norde. Zeh Zentimeter vor em Bodebrieter Kiebitz streckt es si Schneizle uus äme Hiifli. „Du bisch aber gherig gwaaße“, sait de Kibitz. „Wo bisch du denn gsii?“. „Ech bi i de Wiüeschti gsii. Dä hät de Pilledraijer sinni Kamelmischtpille gegge die Pechmarie verteidige messe. Er hät nämli doo inni si Eier innigleit“. „Wa schwätzisch du ver en Mischt. Fer sonnigi Märli ha ech koe Ziit“, sait de Kiebitz. Er fliegt us sim Nescht uff und devuu. Do war s` Schermiisli Wurf wieder selli truurig.
Es gucket uff si Pergament und scharret sich im Oste zue. Widder zeh ?? Zentimeter vor em Haas Hoppel di Boppel streckt es widder si Schneizli uus em Hiefli. „Du bisch aber granatemäßig gwaaße“, sait au de Haas Hoppel di Boppel. „Wo bisch denn gsii?“. „Ech war i de Wüeschti. Dä isch ä hoffärtig Kamel mit äme rote Sattel gsii und des hät mech e Stuck uff sinere Nase trait. Aber d` Sunn war so fiechtig hoess wie Fiir, no bin ech widder abgstigge. „Wa verzellsch du ver en Dreck“, sait de Haas. „Fer sonigi Sprech ha ech koe Ziit“ und er hoppelet devuu. Do isch de Wurf au widder selli truurig gsii.
Däno hät sich s`Schermiisli widder en lange Gang borret und isch visavii vu de Spitzmuus Zippel uus em Bodde gräslet. „Du bisch aber gwaaldig groß worre“, sait d`Spitzmuus Zippel. „Wo bisch du denn gsii?“. “Ech bi i de Wüeschti gsii. Dä hät i mir minn Kumpel Pilledraijer e Kenigsgrab zoeget und ech ha uus Porzellan en Porzellanhiggel baut und us Perle en Perlebuckel und denno hät mi e Biebli us em Sand zoge und mech als Uhgheuer verscholte. „Jo so en Bleedsinn ha ech no nie ghert“, sait d` Spitzmuus Zippel. „Fer so oäfältige Sprech ha ech koe Ziit“ und hoppelet devuu. Widder war s` Schermiisli selli verzwazzlet. Es isch hoem kumme und näemert hät ihm zuegloset.
S`Schermiisli Wurf hät sech en ewig lange Tunnel buddlet und hät niemee ufftauche welle. Uff s`mol stoht es z`mitte i de Kochi vu de Mamme Schermuus. „Jegess Maraje, duu bisch aber gwaaße. Wo bisch denn so lang gsii?“. D` Mamme Schermuus loset derre elendlange Gschecht geduldig und wunderfitzig zue. Nochere lange Paus froget sii: „Häsch des Pergament no?“. „Natierli“, sait s` Schermiisli Wurf, „dodemit ka ech jederziit widder i d`Wüeschti z`ruck“. D` Mammä Schermuus gucket des Pergament aa und sait: „Sollet mir zämmid de Pilledraijer bsueche ?“ Vu dere Idee isch s` Schermiisli natierli selli begeischderet.
„Denno kiintet mir iis e Stubbe i de Wüeschti nebet em Pilledraijer sinnere Bruetkammer bäschtle und sii mit Perle und Porzellan uus staffiere. De Pilledraijer kaa sinni Pille bei iis draije und du kaasch probiere, ob du die wiiße Bolle grollet griegsch und mit de Vorderfieß ruckwärts walle khaasch“.
Mit dem Pergament machet sech die zwoe uff de Buddelweag. Zeh Zentimeter vorem Kamel schächet sie uus em Sand uußi. S´Kamel hät si e Stuck uff sinnere Nase trait, aber au de Mamme isch es uff dere Nase z` hoess gsii. Do hät s`Kamel de Kopf aabi glau und alli zwoe widder abgsetzt. Glii hond si sech in Sand inni buddlet.
Ob sie de Pille Draijer und sie Brutkammer gfunde hond ?
Ob sie sich e Wüeschtewohnzimmerli iigrichtet hond?
Froget mol des vornehm Kamel, sell woess oefach alls!
Da die „Halfpipe“ noch immer nicht fertig, bzw. saniert ist, möchten wir den 1. Artikel von Andreas Hofmann hierzu nach oben kramen in dem er die Wand anhand der Zeichnungen erklärt. Anton Knapp hat auch der Zeitung erzählt, wie alles kam. Sehr lesenswerter Artikel! Es kommt dabei raus, dass der letzte Bürgermeister hier wohl hauptverantwortlich war, dass Hüfingen eine Million bezahlen muss. Vielleicht schafft es ja unser neuer Bürgermeister hier noch etwas abzuwehren.
In Ergänzung zum Bericht von Heike Boeke möchte ich noch ein paar Bilder zur Lärmschutzwand in Hüfingen, die die B27 vom Wohngebiet Hohen II trennt, zeigen. Denn Bilder sprechen für sich und dann kann sich jeder einen eigenen Eindruck von diesem Schutzwall machen. Denn zwischen dem, was in einer Gemeinderatssitzung im April 2017 vorgestellt wurde und dem, was dann letztendlich im März 2020 beschlossen wurde, liegen Welten. Um nicht zu sagen, das Eine hat mit dem Anderen nichts mehr zu tun.
So wurde die Lärmschutzwand im April 2017 vom RP Freiburg anläßlich einer Gemeinderatssitzung in Hüfingen vorgestellt. Die Unterlagen sind im Internet frei verfügbarDie ursprünglich geplante Variante im SchnittAnsicht von der B27 her. Sicherlich um einiges ansprechender als das jetzige BollwerkHier kann man deutlich sehen, dass die ursprüngliche Variante vom Wohngebiet her bepflanzt worden wäre.Und das wurde jetzt daraus. Zumindest sieht es so aus, als ob es Richtung Wohngebiet doch noch einen kleinen Erdwall geben wird. Ob der allerdings viel verdecken wird, bleibt anzuwarten.Die Lärmschutzwand in ihrer ganzen Pracht. Es hat schon etwas apokalyptisches, wie aus einem Science-Fiction-Film.Das südliche Ende der Lärmschutzwand. Hier führt sie Richtung Westen zur B31 Richtung Freiburg.Der Blick auf die Wand direkt von der ersten Häuserreihe aus gesehen.Am südlichen Ende ist die Lärmschutzwand nur noch eine Mauer.
Insgesamt kann man sagen: Schön ist anders. Oder war es der nicht ganz mißlungene Versuch, ein bißchen Stammheim-Feeling nach Hüfingen zu holen? Bleibt abzuwarten, ob nicht zumindest Richtung Wohngebiet noch etwas Grünes draus wird.
Zuerst gab es eine Begrüßung durch den ersten Bürgermeisterstellvertreter und dann die Wahl des „die Verpflichtung des Bürgermeisters vornehmenden Mitglieds des Gemeinderates“. Hier wurde einstimmig Reinhard Isak gewählt.
Es folgte die Vereidigung und Verpflichtung des Bürgermeisters: „Ich schwöre, dass ich mein Amt nach bestem Wissen und Können führen, das Grundgesetzt der Bundesrepublik Deutschland, die Landesverfassung und das Recht achten und verteidigen und Gerechtigkeit gegenüber jedermann üben werde. Insbesondere gelobe ich, die Rechte der Stadt Hüfingen gewissenhaft zu wahren und ihr Wohl und das ihrer Einwohner nach Kräften zu fördern. So wahr mir Gott helfe.“
Dann gab es eine Ansprache von Herrn Landrat Sven Hinterseh und Grußworte von Niko Reith (MdL), Jörg Frey (Bürgermeister von Schonach und Vizepräsident des Gemeindetags Baden-Württemberg), Kerstin Skodell (als Stadträtin für den Gemeinderat)
Als letzter hatte dann unser Bürgermeister Patrick Haas das Wort. Hier seine Rede:
auf den Pfeil drücken beim Handy
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Die Hüfinger Stadtmusik ist der Wahnsinn! Atemberaubend schön! Vielen Dank, das war unglaublich toll!
Originalartikel vom 23. April 2020 Ein ähnlicher Artikel wurde von mir in den Schriften der Baar Band 66/2023 veröffentlicht.
Neben und um den Bahnhof in Hüfingen herum waren ganz früher Weiden, später dann wilde Brachflächen mit abertausenden Heideschnecken. Ein Stück nach dem anderen wurde seit 2010 für Eigenheime zugebaut. Die neuen Eigenheimbesitzer haben sich für Schottergärten oder englischen Rasen entschieden. So wurde alles Leben dort mit einer Plastikplane oder Ähnlichem überzogen, um das störende Bodenleben zu beseitigen. Es gibt leider nur ein winziges Ausweichquartier für wilde Tiere vor einem alten Haus. Auf diese Fläche sind einige wenige der Schnecken ausgewichen, und ich konnte sie vor ihrem vermutlich endgültigen Verschwinden dokumentieren.
Garten am Bahnhof etwa 1940 Foto: Karl Schweizer
Kurz bevor der Schacht für das letzte Haus ausgehoben wurde habe ich versucht einige dieser Schnecken in meinen Garten zu retten. Ob diese dort überleben werden ist ungewiss, da Schnecken doch sehr spezialisiert sind.
Leider habe ich von den Schnecken nur sehr schlechte Aufnahmen, da ich damals noch keine so gute Kamera hatte und heute nur noch tote Häuser zu finden sind.
Natürlich wollte ich wissen was das für eine Schnecke ist. Deshalb habe ich ihre DNA untersucht. Wen interessiert was ich genau mache, der darf hier schauen.
Auf jeden falls ist unsere Schnecke zu 90% mit Xerolenta obvia verwandt, das ist eine Heideschnecke. Das heißt aber auch es läßt sich nichts gleiches momentan in der Datenbank finden. Deshalb nenne ich hiermit unsere Weiße Heideschnecke, die wohl jetzt ausgestorben ist: Bahnhofs Heideschnecke oder Xerophila brigobannis
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Heideschnecken
Die Heideschnecke lebt in Steppen und auf trockenen Grashängen, sie verbringt oft in großer Anzahl den Trockenschlaf in der Vegetation. Wie auch andere Landschneckenarten ist die Heideschnecke ein wichtiger Zeigerorganismus für die Qualität ihres Lebensraums. Im Gegensatz zur landläufigen Meinung, dass Schnecken immer viel Feuchtigkeit brauchen, legen gerade die Heideschnecken Wert auf Trockenheit und Sonnenschein. Die Heideschnecken leiden daher unter der Zunahme von Busch- und Baumgesellschaften in ihren herkömmlichen Trockenlebensräumen. Im entstehenden kühleren Mikroklima können die Schnecken nicht überleben und sterben aus.
Die Östliche oder Weiße Heideschnecke hieß früher Xerophila obvia. Heute heißt die Weiße Heideschnecke Xerolenta obvia. Die Echte Heideschnecke hieß früher Xerophila ericetorum und heißt jetzt Gemeine Heideschnecke, wissenschaftlich Helicella itala oder Helicella ericetorum. Xerophila ericetorum und Xerophila obvia wurden 1925 von Lais auf dem Randen (Baar) beschrieben.*1
Lais*1 schreibt in den Berichten der Naturforschenden Gesellschaft: „Xerophila bevorzugt grasige Raine und Abhänge und trockene Wiesen auf Kalk- oder Mergelboden. Sie meidet kristallinen Untergrund.” Die hochgradig thermophile Weiße Heideschnecke stammt womöglich ursprünglich aus Südosteuropa und wurde wohl mit der Eisenbahn nach Hüfingen gebracht. *2
Xerolenta obvia steht auf der Roten Liste für Baden-Württemberg als Art auf der Vorwarnliste. Da sie trockene, warme Standorte bevorzugt, ist sie wohl eine Klimagewinnerin, solange man die Standorte nicht versiegelt.
Da die Hüfinger Heideschnecke nur etwa 90% Übereinstimmung mit Xerolenta obvia hatte und inzwischen wohl auch an ihrem letzten viel zu kleinen Standort ausgestorben ist, möchte ich ihr hier einen Nachruf schreiben und sie feierlich “Xerophila brigobannis” nennen.
Zur Erinnerung an Robert Lais, sowie die vergangene Flora und Fauna um den Hüfinger Bahnhof.
*1 Lais, Robert (1925): Dr. Hans Kauff- mann’s hinterlassene Schneckensammlung. Ein Beitrag zur Kenntnis der Schneckenfauna Südbadens und ihrer Beziehungen zum Klima. Berichte der Naturforschenden Gesellschaft zu Frei- burg im Breisgau (Band 25), Seite 1–74. Lais, Robert (1928): Beiträge zur Kennt- nis der badischen Molluskenfauna. Beiträge zur naturwissenschaftlichen Erforschung Badens, Seite 135–145.
*2 Schmid, Günter (2002): In Baden-Württemberg eingeschleppte oder ausgesetzte Mollusken. Jahreshefte der Gesellschaft für Naturkunde in Württemberg (Band 158), Seite 253–301.
heute kommt eine von zwei Urlaubsgeschichten. Wir waren im Erzgebirge und, um es vowegznehmen, es war ein toller Urlaub. Okay, das sind die Urlaube doch meistens.
Ein Erlebnis war dieses: Wir wanderten am „Grünen Graben“ entlang im Schwarzwassertal. Der „Grüne Graben“ wurde auf über acht Kilometer Länge vor über 200 Jahren errichtet, um im anschließenden Bergwerk Wasser zur Energiegewinnung zu haben. Eine beeindruckende Leistung, zumal 700 Meter durch den Fels gehauen wurden.
Ausschnitt vom „Grünen Graben“ mit dem Wanderweg daneben.
Dann sehe ich diese Situation und sofort war mir klar, dass da eine Blindschleiche im Wasser liegt.
Die Frage war, wird sie noch leben? Schwimmen kann sie, das ist bekannt, aber sie kommt offensichtlich nicht aus dem Wasser heraus ans Land. Als Echsen sind Blindchleichen wechselwarme Tiere, die nicht zu lange im relativ kühlen Wasser überleben können. Das war Fakt. Was ist zu tun?
Nun, ich wollte die nette Blindschleiche retten. Also bin ich elegant über den Graben gesprungen, habe einen meterlangen Stock genommen, die Blindschleiche darauf balanciert und mit Schwung auf den Wanderweg buxiert. Es gibt Videos davon, aber leider keine Bilder.
Unten zeigt, wie sie sich in meiner Hand aufwärmen durfte. Anschließend legten wir sie in die Sonne und wenige Zeit später war sie verschwunden. Ich war richtig gerührt über dieses Erlebnis, können Sie das verstehen? Beim Nachlesen über die Blindschleiche sind mir einige Dinge hängengeblieben: Sie ist unsere häufigste Echse, sie ist im Garten sehr nützlich, weil sie auch Nacktschnecken frisst und sie kann 40 Jahre alt werden. Das fand ich hammerhart.
Im Schwanz hat die Blindschleiche ein paar Sollbruchstellen, an denen sie den Schwanz abwerfen kann. Der Schwanz wächst aber nicht nach. Fast die Hälfte aller erwachsenen Tiere fehlt ein Teil des Schwanzes. Auch hammerhart.
So, das war die erste von zwei Geschichten aus dem Erzgebirge.
Kleine Bildnotizen aus sechs Jahren. Preisgegeben für Freunde Weggefährten und Wegelagerer von Günther Reichelt
Für Weggefährten lagen zu viele Jahre zwischen uns; da er mir als Mentor zur Wegelagerei aber gerne zur Verfügung stand, möchte ich diese Seite allen Wegelagerern in Sachen für die Natur widmen.
Zum Andenken will ich ihn hier persönlich sprechen lassen.
Lebenslauf von Günther Reichelt (1959)
Einige Stationen:
1926 in Schladen/Harz geboren. Volksschule und vergebliche Domestikationsversuche durch das Deutsche Jungvolk ebendort. 1939 Aufbauschule in Wolfenbüttel; dort auch ab 1941 Flieger-Hitlerjugend. Lessingschule in Braunschweig von 1941 bis zur Heranziehung als Luftwaffenhelfer im März 1943; eingesetzt rund um Braunschweig. Ab Juli 1944 Soldat bis zur endlichen Befreiung durch die Alliierten, zuletzt auf dem „geordneten Rückzug“ in die Alpen mit kurzer Gefangenschaft. 1945 Landarbeiter in Schladen; dort Gründung und Leitung einer „Kutlurgemeinschaft“ 1946-1948. Nachgeholte Reifeprüfung für Kriegsteilnehmer und erfolgreiches Studium in Göttingen und Freiburg (Biologie, Geografie/Geoligie, Chemie; Philosophie/Psychologie) von 1946-1951. Sodann Wissenschaftlicher Sachbearbeiter am Forschungsinstitut für Höhenlandwirtschaft Donaueschingen bis 1954, danach Lehrer an Gymnasien in Freiburg, Baden-Baden und Villingen. Kreisbeauftragter für Naturschutz 1959-1970.
1964 Berufung ans neue Studienseminar Rottweil als Fachleiter und Fachberater für Biologie; Ernennung zum Professor 1970 und 1980. Lehrauftrag für Ökologische Grundlagen des Umweltschutzes an der Fachhochschule Furtwangen 1978-1983. Seit 1988 im „Ruhesand“ in Donaueschingen.
Rund 150 Publikationen in internationalen und regionalen wissenschaftlichen Zeitschriften. Autor und Mitautor bei rund 30 Fach- und Sachbüchern zu geowissenschaftlichen, ökologischen und Umwelt- Themen, darunter die Hochschullehrbücher: „Biologische Geographie“ mit J. ILLIES (1963) und „Praktische Arbeitsweisen der Vegetationsgeographie“ mit 0. WILLMANNS (1973). Bücher u.a.: „Luflbildatlas v. Baden-Württemberg“ (1971); „Ökologie exemplarisch: der Bodensee“ (1972), „Wurzeln der Umweltkrise“ (1997); „Arche Noah 2000 (1981) „Ökologie exemplarisch: der Rhein“ (1983, 1986); „Waldschäden durch Radioaktivität?“ (1985), „Ökologie und ihre biologischen Grundlagen“ (1985); „Wach sein für morgen“ (1992); „Die Baar 1945-1995 – Landschaftswandel im ländlichen Raum“ (1995); „Baarwanderungen“ (2004).
Sonstiges: Verschiedene Bürgerinitiativen, u.a. auch Vorsitz im Landesnaturschutzverband Baden-Württemberg und Mitglied mehrerer Landesbeiräte 1976 bis 1991. Gewähltes Mitglied verschiedener wissenschaftlicher Gesellschaften. Bundesverdienstkreuz a.B. (1980), Staatsmedaille Baden-Württemberg in Gold (1986), Verdienstmedaille Baden-Württemberg (1989).
Prof. Dr. Reichelt. Selfie aus dem Jahr 2005Winter bei Achdorf. Von Günther Reichelt (1959)Breg bei Wolterdingen. Von Günther Reichelt (1959)Donaueschinger Ried mit Pfohren und Länge. Von Günther Reichelt (1959)Breg bei Wolterdingen. Von Günther Reichelt (1959)Günther Reichelt beim Zeichnen während einer botanischen Exkursion auf Zypern im Frühjahr 1999
Wo d Mehlbuebe no mit de Draisine zum Müller gfahre sind, Und au mit de Draisine zum Hergottsdag:
„Ihr Heilandsakramenter, ihr kennet doch de Fahrplan!“
So moss de Grossvater Felix de gross Bue, de Wilhelm, und de ander Dögginger Stromer , de Starke- Willi, aagjoolet haa. De Grossi Felix war Bahhofsvorstand z Dögginge und hät natierli au s Stellwerk z Dögginge unterhalb vum Dögginger Tunnel vu de Hölletalbah dirigiert. Grad isch en Zug vu Löffinge mit eme uugwöhnlich lange Pfiife in Bahhof iigfahre. De Opa Felix hät no friendli mit de Hand am Bähnlerkappe grüesst, wo scho de verruesst Lokführer, kum hät er d Miggi aadriblet, us em Lokstand abighoppet isch mit ere Sauwut im Ranze de Felix aagjoolet hät.: „ Lek mi doch am Arsch, kinneter nit besser uffbasse, grad sind vor mir zwei so Soecher am End vum Tunnel vure Draisine abihgoppet, hond Mehlsäck abgworfe und d Draisine grad no vum Gleis abgekippt griegt. Wo ni die gsähne han im heale Gegeliicht am Tunneluusgang, hann i gmigget und Pfiffe, dass Fahrgäscht vu de Holzsitz abibolderet sind, bestimmt s Hirn aagschlagge hond und s Frachtguet im ganze Güterwaggon ummenand boggelet und krachet isch. Wa waret des für zwei oefältige Dackel, die Mehlbuebe ?
Hää ? „ Uusahmswies schtot de bärestark Wälderkaib, sunscht nit grad uff s Muul kait, verdatteret uffem Peron. „ Wa isch do gsiee, wo isch des gsie ? „ Nomol loot de gähwüetig Dampflockvirtuos sin Dampf ab und scheisst de Lix, so hät mer im Opa gsait, nomol zähmet bevor er wieder freie Fahrt gegg Eschinge kriegt. Trotz allem moss de Fahrplan iighaalte were und uff d` Minut dä z Eschinge, am badische Iisebahknotepunkt, so ebbis wie de Arc de Triumph z Paris, iifahre. „ Mundidie „ sait de Felix no paarmol, dene Quatratsladschi gib is aber !“ Mundidie isch im gottesfürchtige Felix sind gwähnliche Fluech, im Gesesatz zu de Booremer Buure die ganz anderi gottsläschterliche und uukeusche Flüech druff hond. Des Mundidie hät er us em 1. Weltkrieg, us Lothringe mitbroocht und hoesst eigentlich dä selli charmant und gottesfürchtig „ Mon Dieux „. „De Mundidie“ hät mer im Lix denno au später z Gräninge gsait, woner aaschliessend au dä Bahhofsvorstand war.
Paar Minute später fahrt e zweits Gfährt im Bahhof ii. E Draisine, mit zwei grosse Buebe und paar wiisse, handgwobene Meahlsäck druff. Vor em Wohnteil vum Bahhof migget sie und stieget ab. Und denno gohts los: De Vater Felix pforret us em Stellwerk und loot Schräe ab wie en Aabrennte. Jetzet kunnt sii bsunder Strofgricht: De Lederrähme us em Hosebund und de Wilhelm, sin Bue über s Knie und e paar knallherte Peitscheschläg uff s Fidle. S Bläre khaa de heldhaft 14- Jährig grad no verhebbe. Des sich gsesse. De Starke Willi loht er in Ruhe, des soll seller Vater erledige. Jetzt wered unter de strenge Uffsicht vum Vater die schwere Mehlsäck, zum guete Glick isch konn verplatzt, uff d Bühni trait und i de muusdichte Mehlkischte versorget. D Säck stammet vum Onkel vu de Frau Sophie us Hifinge, vum Kramer – Beppi. Kramer stoht au uff dene guet gwobene Mehlsäck. De Beppi war en guete, dipflischiessige und aagsähnene Leineweber im Süesse Winkle. Der Mehl- Tagesbfehl war zwar erlediget, aber für wa fer en Priis ?
Frühner, also no so bis id 30-erJohr, war e Bahgleis wie d Hölletalbah au e hilfreiche Magistrale für de klei Persone- und Wahreverkehr. Woni hit bei ere Besichtigung vum neue Gleis vu Löffinge bis Dögginge mit eme hochmoderen, vollautomatisierte 400 m lange Gleisausbau.- und Verlegezug z Dögginge westlich vum Tunnle gstande sind, han ich im Joachim Binkert kurz die tragig komisch Familiehistorie aadietet. De Studiefreunmd Joachim isch immer no bi de Bahn aktiv und de Projektleiter vu dere Sanierung. Er und no on, de Andy Glatz und de Schwitzer Rene Müller, sind vu den 25 Semesterkollege Bähnler wore. De Joachim hät de Baaremer und de Hegaufraktion vu iiserem Semester FH Konstanz 1974 die technisch uuglaublich Baustelle zu iiserm grosse Respekt zoeget.
Draisine
Die Draisinegschicht , die ich für en einmalige Fall z Dögginge ghalte han, hät de Joachim voll bestätigt und ergänzt. Sin Grossvater war Stellwerkbähnler z` Radolfzell Richtung Stahringe. Er isch vu Radolfzell zum so 1 km usserhalb liegende Stellwerk jede Tag hin- und zruck mit de Draisine gfahre. Des war au z` Dögginge die üblich Fahr– Transport u. Reiseart. Im Grossi sie Frau, d Sophie Kramer, war us Hüfinge. Und wenn sie gi Iikaufe, zu de Verwandschaft, zum Zahnarzt Vetter Ernst Kramer oder au a Kirchefeschter z Hüfinge gange sind, sind die mit de ganze Familie Bagage mit ere Draisine gfahre. De Fahrplan hät en Bähnler genau kennt und so isch mer amend uff e Abstellgleis z Huuse oder z Hüfinge gfahre wenn en Zug kumme isch oder me hät die Draisine kurz vum Gleis abi gschunde und denno wieder druff gmorkst. So hond die Manne, Wieber, Kind d Muckibuddi spare kenne. Dä sind au so silbrige, verchromte Pump- und Giegmaschine uffgstellt und me moss sogar no zahle ohne dass mer on Meter vorwärts kunnt. Bei de Draisine war des alls ummesunscht.
Dögginger Mehlbuebe: Bahhof, Dögginger Loch, Iihlemülle hin und zruck. (Eulenmühle in der Gauchach)
Wa isch a dem Werktig i de 20- Johr aber passiert ? De ältscht Bue vu s Hilperts, de bommstark Wilhelm, hät noch de Schuel vu de Motter Sophie und em Vater Felix de Ufftrag griegt, d Fruecht vu dem kleine Woezeäckerli am Bahdamm mahle z lau, dass mer wieder guet Buurebrot ver s ganz Johr bache khaa. Dass es i om goht, hät au de Starke Willi, au er war, Nomen est Omen, scho bäre- Stark, d Fruecht vus Starke, des waret Buure im Ort, mahle lau solle. Dögginger , Unedinger, Dittishuusemer hond i de Ihlemilli i de Obere Gauche bim legendäre Ihlemillier mahle lau. So hond allso die beide grosse Kerli d Fruechsäck vu beide Familie uff d Draisine vum Bahhofsvorstand glade und sind i de Zugpause geg Weste mit de Handschwengel- Draisine gfahre. Gli noch em Bahhof kunnt s 550 m lang Dögginger Tunnel, s uubeleuchtet Dögginger Loch, s längscht Tunnel vu de Hölletalbah. Des isch ziemelich guet und schnell gange weil dä d Bah Abwärtsgfäll hät bis zu de Gauchachbruck vu uugfähr 2/oo. Dorch s Loch hond sie vu de aazundene Carbitfunzle eweng heal khaa und es isch noch em Scheitelpunkt am Tunneliigang gattig wie gschmiert grennt. Uff de Gauchachbruck hond sie ziemli migge messe, dass sie nit geg Unedinge pforret sind. Dä noch de Bruck hond sie d Fruechsäck vorsichtig, dass sie nit platzt sind , a s Bankett gleit. Denno hond sie die schwere Bolle die gähe Halde mit 40 Meter Höhe a d Gauche, an Weag zu de Ihlemilli, uff em Buckel abi schloepfe messe. D Draisine hät natierli vum Gleis kippt were messe, dass Zueg frei Fahrt ghet hond. Zerscht sind sie zum Ihlemiller gloffe zum en schwere Handloeterewage hole. Mit dem hond sie die Säck a d Ihlemilli uffi gfahre. Im Miller hond sie beim Verwäge genau uff Doope guckt, so wies de Vatter Felix gsait hät, und hond de Wiegrodel in Hosesack gschoppet. D Milleri hät ene no e Glas Milch gähe und en guete Hoemweag gwiescht. Uffizue geg s Dögginger Loch isch es i de Zugpaus, die sie genau kennt hond, jetzt au uhni volle Säck schwerer gange, aber doch schnell gnueg bevor de näscht Zug kumme isch.
Oe Woch später hond sie die gmahle War wieder hole kinne. Wieder sind sie noch de Schuel mit de leere Draisine dorch s Loch bis noch de Gauchebruck. Dä wieder Draisine vum Gleis kippt und ab zum Ihlemiller. Bei de Gegewägerei vum Mehl hond sie wieder genau zueguckt. Miller waret nämlich als Trickser, manchmol au als Bschiesser eweng verruefe und nit so aagsehne, obwohl sie meischtens, im Gegesatz zu de Kleibuure oder gar de Bähnler, ziemlich riich waret. Mit em Handwage isches jetzt wieder a d Gauchebruck und mit de zentnerschwere Säck uff em Buckel die gähe Halde uffi as Gleis und a die Draisine. Gwisst hond sie genau, dass de Friiborger Zug bald kumme word. Aber es isch jo so guet grennt beim herfahre und au vor ere Woch. Do hond sie aber d Rechnung nit mit de schwere Säck und de Steigung gege s Dögginger Loch und durchs Loch gmacht. Desmohl hond sie ghörig giige und gampe messe, dass sie gschwitz hond wie Brauereirösser, halt wie Draisinepumper. Vor em Loch no Carbitfunzel aazunde und mit jugendlicher Risikobereitschaft nint wie inni is fischter Tunnel. Wo sie so 200 Meter vor em End vum Loch und fascht am Scheitelpunkt, am Hochpunkt, verzwieflet gege d Schwerkraft kämpfet, höret sies scho fauche, des giegsig Dampross. Es kunnt immer näher und mit letzter Kraft, grad so 50 Meter vor de Lok, werfet sie grad no am Tunneluusgang im Freie d Säck vu de Draisine, hoppet abi , kippet des schwer Draisine Iisegstellarsch vum Gleis und höhret des Gjojl und Gschroe vum Lokführer und vum riesige Heitzer. Des hät sogar die de Höllegrach vu de Lok übertönt. „Leck mi am Arsch, des isch grad no guet gange“, sait de Starke Willi. Und de Wilhelm murmlet kleiluut „ Du häsch guet spotte, de Ranze voll grieg ich und die Strieme vum Ledergurt vum Vatter lond mi die näschte Tag uuruhig uff em herte Schuelbank hucke “
Die Uffstellerei vu de Draisine, des Ufflade und denno die liicht Abfahrt vum Tunnelloch bis an Bahhof war konn Triumpfzug vu heldehafte Athlete, es waret gschlagene, gnickte, brochene Kämpfer gege die Gsetz vu de Schwerkraft und de Gleisneigung. Die Lektion wär mit hängende Köpf und demutsvoll glehrt. De oe isch en erfolgriiche Baustoffhändler wore und de ander zerscht Mechaniker und denno en „Spätberufene Pallottiner Missionar im Palmölgarte des Herrn“ im ferne Brasilie.
Jo, so war des Mehlbuebedebakel i de 20- er Johr z Dögginge
„Guete Morge“, du ich dorri brummle de Morgemuffel hangt mer i de Zai „Guede“, duet er herwärts mummle Soo gohts sit Woche mit iis zwei
En Wälder also, seller Kleiser Maa, denkt han ich’s glii, jetzt isch es klar. Kumsch Obend’s z’ruck, stoht er no doo Uf sim Podest, doo, uff de Boor
„Guete n’Obet“, ruef ich zu ihm riber „Guede“ huucht er zu mir niber Er guckt nit nab und au nit nuff Sii Handwerk hät der wirkli druff
So giit’s nuu on wo bloost und drillt Des flüssig Glas noch sinem Bild. d‘ Betziit Glock nimmt er kum wohr am „Bläsi – Brunne,“ uff dem Brunnestoe
Dem isch’s au glich wenn d‘ Rentner froge: „Wie lang widd duu dich denn no bloge?“ Erst reacht bloost er noo uff die Backe Und loot de glüejig Buddel knacke
Denn Arbet isch e Kunscht nie gsii Drum zooeget er lis wie es sott sii Daß z‘ fridde mir ad Arbet gond Und froh sind, dass mir oni hond
„Häsch nit baald gnueg?“ lot er nit gelte do kennet alli morre, schelte „Wie lang häsch noo?“, isch ihm en Gruus Drum schaffft er zue, johrii, johruus
Den Kerle mueß mer oefach mege und kon isch au nuu weng degege Sitt der im Oort isch, des sei gseit Macht iis der „Bläsi“ werkli Freid.
Ohne demokratische Partizipation verkommt unsere Demokratie zur Diktatur der Mehrheitsparteien und dagegen hilft den momentanen Mehrheitsparteien auch keine Werbung um Akzeptanz, sondern nur mehr Vertrauen in das eigene Volk.
Wer die Landräte in Baden-Württemberg bestimmt
Von den 16 Bundesländern dürfen in 14 Ländern die Bürgerinnen und Bürger den Landrat wählen.
Nur in Baden-Württemberg und Schleswig-Holstein wird er vom Kreistag bestimmt. Das Resultat dieser Umgehung der Bürger zeigt sich klar an den Ergebnissen. Unter den 35 Landräten gibt es, stand Sommer 2024, exakt 2 Frauen – das sind keine 5%. Selbst Bayern ist diverser.
Auch kann sich in Baden-Württemberg ein Landrat wie ein Fürst verhalten und braucht die Bürger oder das unbequeme Ehrenamt nicht zu beachten, lediglich der Kreistag ist für seine Karriere wichtig. Das selbe gilt für den 1. Landesbeamten. Der Erste Landesbeamte ist gemäß § 42 Abs. 5 Landkreisordnung in Baden-Württemberg Stellvertreter des Landrates und Leiter der staatlichen Verwaltung, die das Landratsamt im Rahmen seiner Doppelfunktion als Kreis- und staatliche Behörde (untere Verwaltungsbehörde) wahrnimmt. Der Erste Landesbeamte wird auch vom Kreistag bestimmt. Ich habe jetzt allerdings keine Lust, zu recherchieren, ob es da überhaupt eine Frau in Baden-Württemberg gibt, wenn, dann sicher nur in Großstädten wo es auch eine Presse gibt.
Da in Baden-Württemberg die CDU in den Kreistagen die Mehrheit hat, werden folglich der Landrat und alle hoch bezahlten Beamten von der CDU bestimmt. Unsere Demokratie reduziert sich somit auf eine Diktatur der Mehrheits-Partei und ihren angedienten Männern.
Dabei sind Frauen eigentlich gar keine Minderheit – nur mal so zur Info. Laut statistischem Landesamt gab es 2023 im Schwarzwald-Baar-Kreis 217 998 Einwohner, davon 107 916 Männer das sind 49,5% und 110 082 Frauen, das sind 50,5 %. Auch machen Frauen normalerweise in den Verwaltungen die Arbeit, während die gut bezahlten Männer diese Arbeit sich gegenseitig und der Presse repräsentieren.
Gewaltenteilung
Der Philosoph Montesquieu schrieb vor mehr als 200 Jahren dass sich die drei Gewalten in einem demokratischen Staat gegenseitig kontrollieren sollen. Also Exekutive (das ist die „ausführende Gewalt“, die Verwaltung), Legislative (das ist die gesetzgebende Gewalt, also das Parlament) und Judikative (das ist die rechtsprechende Gewalt, also die Justiz). Dass Exekutive, Legislative und auch Judikative in Baden-Württemberg sie gegenseitig schützen, anstatt zu kontrollieren, konnte man beim Petitionsausschuss und Behlaer Weiher wunderbar sehen.
Mit Vierter Gewalt ist die Presse gemeint, also Medien wie Zeitungen, Fernsehen, Radio und Internet die über das Handeln des Staates und seiner Institutionen informieren, aber auch kontrollieren sollen.
Kontrollieren?
Da es in Baden-Württemberg wenig Gewaltenteilung gibt, der Landrat wie ein Fürst regiert und alle Macht von den großen Parteien ausgeht, gibt es gerade in der Provinz keine freie Presse mehr. Es werden Pressemeldungen der wichtigen Männer übernommen. Ehrenamt, das unangenehm sein könnte, wird ignoriert oder zur Not einfach mal bissen falsch berichtet. So kommen vermutliche Korruptionsfälle, illegale Aktivitäten und auch Straftaten gleich gar nicht an die Oberfläche. Nennt sich vorauseilender Gehorsam, da braucht gleich gar niemand extra Druck aufzubauen.
Mein Fazit
Die Parteien haben in Baden-Württemberg alles getan, um sämtliche Schalthebel der Macht fest in den Händen zu halten und haben dem Volk jegliche Partizipation abgesprochen. Alle paar Jahre ein Kreuzchen machen zu dürfen ist keine Partizipation!
Bei diesem System könnte eine undemokratische Partei, so sie denn genug Stimmen bekommt, zerstörend in die Gewaltenteilung eingreifen. Ebenso braucht der Landrat nur Mehrheiten bei den mächtigsten Parteien zu suchen. Wird dies immer die CDU sein?
Der Landrat dient also nicht dem Volk, sondern den stärksten Parteien. So ist es kein Wunder, dass die am meisten gelobten, finanzierten und beachteten Ehrenämter beim Biertrinken, der Blasmusik, Trachtentänzchen und körperlicher Ertüchtigungen sind. PANEM ET CIRCENSES – Brot und Spiele – fürs Volk hat sich schon immer bewährt.