Kein Nachschlag beim Flächenfraß

Die Ende 2019 ausgelaufene und wieder neu eingeführte Norm des § 13b BauGB ist zeitlich bis Ende 2022 befristet. Mal schauen, was die momentane Regierung daraus macht. Deshalb hier eine kleine Erinnerung:

20.11.2019 von Chris Kühn MdB (Tübingen), Sprecher für Bau- und Wohnungspolitik von Bündnis 90/Die Grünen im Bundestag

Im Juli legte die „Baulandkommission“ der Bundesregierung ihre Empfehlung zur zukünftigen Bodenpolitik in Deutschland vor. Diese enthielt viele Impulse zur Unterstützung der Kommunen bei einer sozialen und gemeinnützigen Bodenpolitik. Dabei wurde auch die Erleichterung von Baugeboten oder die Verlängerung des kommunalen Vorkaufsrechtes als wichtiges Instrument gegen den Wohnraummangel hervorgehoben. Diese Punkte fordern wir Grüne seit langem von der Bundesregierung ein. Sie müssen in Zeiten von Wohnungsmangel und Bodenspekulation endlich umgesetzt werden.

Leider will die Baulandkommission aber auch eine fatale Fehlentwicklung fortsetzen: Die Ausweitung des Flächenfraß-Paragraphen 13b im Baugesetzbuch. Dieser soll um weitere drei Jahre bis Ende 2022 verlängert werden.

Dieser Flächenfraß-Paragraph läuft dem Prinzip „Innen- vor Außenentwicklung“ diametral zuwider. Er wurde ursprünglich auf Druck der CSU ins Gesetz geschrieben und hebelt den Flächenschutz im Außenbereich der Dörfer und Städte aus. Umweltverträglichkeit und Öffentlichkeitsbeteiligung werden dabei im „Hau-Ruck“-Verfahren übergangen. Er steht im krassen Widerspruch zu allen Bemühungen und Absichten, vor allem die Innenentwicklung zu befördern. So nimmt die ungebremste Zersiedelung unserer Städte und Gemeinden weiter ihren Lauf.

Apropos CSU: Der noch von Ex-Verkehrsminister verantwortete Bundesverkehrswegeplan (BVWP) war und ist ein weiterer Haupttreiber des Flächenfraßes der letzten Jahre. Hier wurde bereits 2016 die Chance verpasst, die Rolle der klimafreundlichen Schiene auszubauen und Mobilität neu, und nicht mehr in Beton zu denken. Doch stattdessen wurden zu viele unsinnige, umweltzerstörerische und teure Prestigeprojekte und Ortsumgehungen priorisiert. Überproportional viele davon in bayerischen Landkreisen. Auch in und um Hüfingen kann man die Folgen einer verfehlten Flächenpolitik im Verkehrsbereich begutachten.

Das wichtige Ziel der deutschen Nachhaltigkeitsstrategie, den Flächenverbrauch bis 2030 auf dreißig Hektar am Tag abzubremsen wird so weiter konsequent hintertrieben. Täglich werden rund sechzig Hektar als Siedlungs- oder Verkehrsfläche versiegelt, was etwa neunzig Fußballfeldern entspricht. Allein aufgrund des Paragraphen 13b BauGB, der im Mai 2017 in Kraft trat, sind davon durchschnittlich zwei Hektar pro Tag an überplantem Gebiet der Natur und dem Umland verloren gegangen. Das hat eine Anfrage von mir an die Bundesregierung jetzt ans Licht gebracht. Dabei ist die Bodenversiegelung eines der zentralen ungelösten Umweltprobleme unserer Zeit. Deswegen hatte auch die Präsidentin des Umweltbundesamtes zu Recht angemahnt, den Flächenfraß-Paragraphen Ende 2019 auslaufen zu lassen.

Diesem krassen ökologischen Eingriff steht auf der anderen Seite kein angemessener Nutzen entgegen. Es werden nämlich überwiegend Ein- und Zweifamilienhäuser in 13b-Gebieten gebaut. Wenn schon Umwelt und Beteiligung – angeblich, um die Wohnungskrise zu bekämpfen – unter den Tisch fallen, dann muss wenigstens alles für konzentrierte, behutsame Flächeninanspruchnahme und verdichtetes Bauen getan werden. Doch Union und SPD forcieren das Bauen außerhalb der Städte und Gemeinden und schwächen damit Stadtzentren und Ortskerne. Das Ergebnis sind so genannte Donut-Dörfer und -Städte mit dicker Randbebauung aber ohne Mitte.

Wir Grüne möchten dagegen neuen Wohnraum schaffen, indem wir flächenschonendes Bauen in den Städten erleichtern. Unser Leitprinzip ist die lebenswerte Stadt der kurzen Wege, die Innenentwicklung Vorrang vor Außenentwicklung einräumt. Unbebaute, unzerschnittene und unzersiedelte Flächen sind wertvoll und werden immer seltener. Böden bilden die zentrale Lebensgrundlage für Menschen, Tiere und Pflanzen. Bodenversiegelung bedeutet immer auch den Verlust an natürlichen Lebensräumen, trägt zum Artensterben bei und hat in der Klimakrise negative Folgen. Starkregenphänomene haben in den letzten Jahren auch in Baden-Württemberg erheblich zugenommen. Überflutungen sind keine Seltenheit mehr. Die letzten fünf Jahre sind unter den zehn heißesten, die Deutschland seit 1881, dem Beginn der Wetteraufzeichnungen erlebt hat. Das verändert unsere Städte und Landschaften dramatisch.

Deswegen müssen wir endlich weg von der Betonpolitik beim Wohnen und Verkehr und hin zu einer intelligenten Stadt- und Regionalplanung. Wir Grüne kämpfen für einen verantwortungsvollen und nachhaltigen Umgang mit unserem wertvollen Boden.

Lidl Erweiterung

Gerne möchte ich hier nochmal auf die widerrechtliche Zerstörung des letzten Hüfinger Niedermoors durch die Hüfinger Parteien CDU/SPD/FDP hinweisen. Der Rechtsbruch war hier nur durch einen undurchdringlichen Filz in der regionalen Politik möglich.

Auch möchte ich darauf hin weisen, dass der Lidl es nicht nötig hat auf der riesigen Dachfläche Solarstrom zu erzeugen. Gibt es für den Konzern spezielle Preise? Wer zahlt wohl die Energie? Und warum wurde der Konzern nicht zumindest durch die Politik veranlasst nachhaltig zu bauen?

Artikel vom 07. März 2020

Für den im Jahre 2003 beschlossenen Bau des Lidl Zentrallagers in Hüfingen sollte damals eine Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) unter allen Umständen vermieden werden, da man sich sonst an EU-Recht hätte halten müssen.

Deshalb wurde das zu versiegelnde Areal von der Größe etwas kleiner gemacht, damit man diese UVP umgehen kann. Zeitgleich wurde aber auch eine Erweiterung geplant, die man dann 10 Jahre später ebenfalls ohne UVP durchziehen kann.

Genau dies ist nun mit Unterstützung der Herren des Gemeindeverwaltungsverband Donaueschingen (GVV), des CDU-BGM von Hüfingen, der SPD Fraktion, der CDU Fraktion und der FDP Fraktion, geschehen.

Ich möchte hier erst etwas zusammenfassen, was 2003 in Hüfingen überhaupt gelaufen ist. Weil damals wurde der Grundstein gelegt für dieses, meiner Meinung nach, gesetzeswidrige Vorhaben.

Da die Unterlagen und Stellungnahmen sehr umfangreich sind, kann ich nur einiges auswählen.

Mein tiefer Respekt gilt Professor Dr. Günther Reichelt und deshalb will ich hier mit seiner Stellungnahme im Namen der Arbeitsgemeinschaft Riedbaar – Donau im Landesnaturschutzverband (LNV) anfangen.

Stellungnahme von Prof. Dr. Reichelt (Arbeitsgemeinschaft Riedbaar – Donau im Landesnaturschutzverband) vom 21. April 2003 zum Bau des Lidl Zentrallagers

Sehr geehrte Damen und Herren,
hiermit erhebt die Arbeitsgemeinschaft Riedbaar-Donau Bedenken gegen den Bebauungsplan „Benediktsholz“ und begründet das im Folgenden.

  1. Laut vorliegendem Bebauungsplan beträgt das überplante Gebiet in seinen äußeren Umrissen rund 16 ha. Der im engeren Sinne zu überbauende, durch Baukörper und/oder im Zusammenhang damit durchzuführende Bau- und Gestaltungsmaßnahmen (z.B. Parkplätze) in Anspruch genommene Bereich liegt überschlägig bei 9,5 ha. Darüber hinaus sind Maßnahmen vorgesehen wie die Anlage einer Straße für Zu- und Auslieferungen, die Neuanlage eines Feldweges sowie die Verlegung eines bestehenden Grabens. Diese überschreiten überschlägig die Größenordnung von mindestens weiteren 1,5 ha Fläche, sodass insgesamt mindestens 11 ha Fläche überplant werden.
    Damit handelt es sich um ein bauplanungsrechtliches Vorhaben, für welches eine Umweltverträglichkeitsprüfung zwingend vorgeschrieben ist. Sie wurde nicht vorgelegt. Daher ist der Bebauungsplan schon aus bauplanungsrechtlichen Gründen nicht genehmigungsfähig.

  2. Vorgesehen ist der Bau einer Lagerhalle von beträchtlichem Ausmaß. In der ersten Bauphase soll der Baukörper bereits über 2,5 ha beanspruchen, in der Erweiterungsphase weitere 0,7 ha. Südlich des Baukörpers sind Parkplätze vorgesehen, die im teilweise sumpfigen Gelände nur mit Auskofferungen und weiterer Versiegelung zu verwirklichen sind. Mangels exakter Angaben ist dieser versiegelte Bereich nur grob zwischen 1 und 2 ha abzuschätzen.
    Damit ist mit einer versiegelten Fläche von mindestens etwa 5 ha zu rechnen. Das bedeutet unter durchschnittlichen Niederschlags- und Temperaturbedingungen der Baarhochmulde einen Versickerungsverlust in Höhe von 6.500 m³ Niederschlag/Jahr. Sowie eine örtliche Vermehrung des Oberflächenabflusses um 30.000 m³/Jahr (Werte nach MELU 1977, S. 63).
    Dieses Wasser wird dem Gebiet entzogen und führt bei den gegebenen Geländeverhältnissen damit auch zur Beeinträchtigung des Wasserhaushalts der im Süden anschließenden Nasswiesen. Allein schon deswegen wären Ausgleichsmaßnahmen unbedingt zu fordern, für die aber in unmittelbarer Umgebung keine Flächen zur Verfügung stehen.

  3. Darüber hinaus wird darauf hingewiesen, dass rund die Hälfte des vorgesehnen Baukörpers Flächen beansprucht und überbaut, welche heute eindeutig geschützte Biotope nach § 24 a darstellen, ausgewiesen nach Kriterien der Richtlinien der LfU (1997: Arten, Biotope, Landschaft, Schlüssel zum Erfassen, Beschreiben, Bewerten). Es handelt sich einmal um ein „Gebüsch feuchter Standorte“ längs eines ebenfalls nach § 24 a geschützten, verwachsenen Grabens, welches samt Graben vollständig vernichtet würde. Außerdem werden 3,5 ha Streu- und Nasswiesen (Schlüsselarten u.a.: Caltha palustris, Myosotis palustris, Crepis paludosa, Polygonum bistorta, Herden von Carex gracilis und C. acutiforme sowie Juncus spec.) betroffen, die entweder überbaut oder durch Auskofferung, Trockenlegung und/oder Planierung ebenfalls vollständig vernichtet würden.

  4. Es ist vorgesehen, den bestehenden Graben zu verlegen, welcher das Baugebiet im Süden und Südosten schneidet. Auch hier handelt es sich um einen Biotopkomplex, der nach § 24 a als besonders geschützt zu bewerten ist und dessen Verlegung überdies zweifellos eines besonderen wasserrechtlichen Verfahrens bedürfte. Die Verlegung kann keinesfalls als „Ausgleichsmaßnahme“ deklariert werden. Vielmehr ist die Verlegung im Gegenteil mit einer Zerstörung eines der wenigen Wuchsorte auf der Baar von Pulmonaria montana verbunden, einer nach BArtSchV besonders geschützten Art. Darüber hinaus ist dieser Graben von erheblicher Bedeutung für den Wasserhaushalt des gesamten Biotopkomplexes; seine Verlegung kann daher eine wesentliche ökologische Beeinträchtigung des gesamten schützenswerten Biotopkomplexes bedeuten, über dessen Schutz und Erhaltung schon beim seinerzeitigen Flurbereinigungsverfahren Einvernehmen zwischen der Teilnehmergemeinschaft und den Vertretern des Naturschutzes bestand.

  5. Über die faunistische Bedeutung sowohl der Hecken als auch der Gräben liegen keine neueren gesonderten Erhebungen vor. Nach der Vegetation beurteilt, handelt es sich aber um ein potenziell durchaus bedeutsames Gebiet, das durch die Umsetzung des Bebauungsplans jedenfalls nur nachteilig beeinflusst werden kann. Daher fordern wir unbedingt und mindestens eine spezielle avifaunistische Erhebung im Rahmen der Umweltverträglichkeitsprüfung.

  6. Der vorliegende Bebauungsplan verstößt gegen die im Konsens mit Vertretern der Gemeinde Hüfingen getroffenen, vom Gemeinderat Hüfingen im Februar 1999 einstimmig gebilligten und damit verbindlichen Umweltqualitätsziele des GGV. So missachtet er die Verpflichtung, die Zuwachsraten der Siedlungs- und Verkehrsflächen grundsätzlich zu verringern (Ziel 2) und verstößt gegen das Ziel 2 b, die Ortsränder festzuschreiben, um ein „Ausfransen“ zu verhindern. Insbesondere verstößt er gegen die verbindlich festgelegte Maßnahme 3, Ausschlussflächen festzulegen. Dazu wird ausdrücklich festgehalten, dass die vorgesehene Bebauung südlich der B 31 aus der Bebauung herausgenommen werden soll. Statt dessen sieht der vorliegende Bebauungsplan sogar eine nochmals erheblich erweiterte Bebauung vor.

  7. Der Bebauungsplan missachtet auch die Umweltqualitätsziele Z 141, Z 142 und Z 144, denen zufolge die Ortsränder harmonischer in das Landschaftsbild eingefügt werden, die gewachsene landschaftstypische Bauweise stärker berücksichtigt werden soll und das Landschaftsbild so weiter zu entwickeln ist, dass es eine Identifikation und hohe emotionale Bindung erlaubt.

Statt dessen bedeutet die Umsetzung des vorgelegten Bebauungsplanes eine weitere erhebliche Beeinträchtigung des Orts- und Landschaftsbildes.

Zusammenfassend: Der vorgelegte Bebauungsplan erfüllt die baurechtlich vorgeschriebenen Vorgaben nicht, verstößt gegen grundsätzliche Ziele der Siedlungsentwicklung und bedeutet eine erhebliche Beeinträchtigung besonders geschützter, ökologisch wichtiger Biotopkomplexe und Landschaftsteile sowie des Orts- und Landschaftsbildes. Aus den vorstehend dargelegten Gründen ist der Bebauungsplan „Benediktsholz“ nicht genehmigungsfähig.

Mit freundlichem Gruß
gezeichnet Prof. Dr. G. Reichelt

Trollblumen

Im Januar 2016 hatte der LNV dann eine vergebliche weitere Stellungnahme diesmal zur 1. Erweiterung abgeben.

Hervorheben möchte ich aus der Stellungnahme diese Aussage:

1997 wurde der von der Maßnahme betroffene §33 Biotop als artenreiche Nasswiese beschrieben, 2013 wurde eine deutliche Verarmung registriert. Diese Verschlechterung bedeutet nun nicht, dass die Fläche nun einfach als Retentions- und Ausgleichsfläche herangezogen werden kann. Die Verschlechterung stellt einen Verstoss gegen Naturschutzrecht dar, die Qualität ist – ohne Anrechnung von Ökopunkten – wiederherzustellen.

Bau des Lidl Logistikzentrums

Ebenfalls im Januar 2016 zur 2. Änderung des Flächennutzungsplans, der von den Männern der GVV selbstverständlich ohne größeres Interesse durchgewunken wurde:

Anmerkung des LNV zur 2. Änderung Flächennutzungsplan 2020
hier: Beteiligung als Träger öffentlicher Belange nach § 4 Abs. 1 BauG
vom 20.01.2016



In der Stadtratssitzung vom 05.03.2020 wurde die 1. Erweiterung dann ohne Widerstand ebenfalls durchgewunken. Dies obwohl die Unterlagen zur Natura-2000 Vorprüfung falsch sind.

Auf die falsch ausgefüllten Unterlagen meinte der Planer lapidar, dass die Untere Naturschutzbehörde dafür zuständig sei zu beurteilen, ob sie das glaubt was sie zu lesen bekommt. Womit er Recht hat!

Stellt sich die Frage über die Qualifikation der Unteren Naturschutzbehörde, wenn sie Summationswirkungen in ihrem Kreis und speziell in den Vogelschutzgebieten nicht einordnen kann – oder will?

Aber nochmal zur Natura 2000-Vorprüfung: Auf dem Formblatt wurde fälschlicher Weise  angekreuzt dass es keine Summationswirkung gäbe. Das kann so nicht stimmen!

Wir haben in dem Vogelschutzgebiet:

  • den Kiesabbau der Firma Jäggle
  • den 4-streifigen Ausbau der B 27 und die geplanten
  • Veränderungen an der B 31. 
  • Das bestehende Lidl Logistikzentrum befindet sich teilweise im Vogelschutzgebiet! 
  • Die Ortsumfahrung Behla und einige Biogasanlagen
  • Ferner auch der geplante Windpark auf der Länge

Es gibt also sicher Summationswirkungen! 

Wir fordern deshalb eine Natura 2000-Verträglichkeitsprüfung!

Rotmilan über Hüfingen


Es ist durchaus so, dass die EU auch Recht sprechen kann, wenn hier Recht gebrochen wird.

So gibt es Vollzugsdefizite und Verstöße gegen das Verschlechterungsverbot bei FFH-Lebensraum typen auf Grünlandstandorten in Deutschland.

Aus der Beschwerde des NABU an die Europäische Kommission wegen Nichtbeachtung des Gemeinschaftsrechts:

Es gibt gravierende Vollzugsdefizite, die dazu führen, dass sich Deutschland immer mehr von dem verbindlichen Ziel der FFH-Richtlinie (92/43/EWG) und dem politischen 2020-Ziel (Unterziel 1) der EU-Biodiversitätsstrategie entfernt: Laut aktuellem Bericht der Bundesregierung gemäß Art. 17 der FFH-Richtlinie ist der Erhaltungszustand vieler FFH-Lebensraumtypen schlecht oder unzureichend (BfN 2014). In den letzten sechs Jahren hat sich zudem kein einziger Lebensraumtyp verbessert, 13 dagegen haben sich deutlich verschlechtert.

Gemäß Artikel 6 müssen die Mitgliedstaaten in den Natura-2000-Gebieten die notwendigen Schutz- und Erhaltungsmaßnahmen für die relevanten Arten und Habitattypen ergreifen. Artikel 6 Absatz 2 schreibt dabei explizit vor, dass geeignete Maßnahmen ergriffen werden müssen, um eine Verschlechterung der Lebensräume und Habitate der Arten in den Gebieten zu vermeiden.

Mit der Beschwerde verbindet der NABU die Aufforderung an die Europäische Kommission, dafür zu sorgen, dass die dramatisch fortschreitende Verschlechterung und Zerstörung von Grünland-Lebensraumtypen von gemeinschaftlichem Interesse in Deutschland beendet wird und diese wertvollen Habitate, einschließlich der von ihnen abhängigen Arten, in einen günstigen Erhaltungszustand gebracht werden.


Interessant hier auch Punkt 3.1.2 in dem es um die Nördliche Baaralb geht:

Im Zuständigkeitsbereich des Regierungspräsidiums Freiburg wurden zur Beobachtung von Veränderungen des Erhaltungszustands beim FFH-Grünland mehrere Nachkartierungen durchgeführt. Beispielhaft soll hier die für den Bregtalraum vorgenommene Nachkartierung im FFH-Gebiet „Nördliche Baaralb und Donau bei Immendingen“ dargestellt werden (Scharff 2008). Das FFH- Gebiet umfasst etwa 650 ha an Grünlandlebensraumtypen, davon sind knapp 200 ha den FFH- Lebensraumtypen Flachland- bzw. Bergmähwiesen zuzurechnen. Zwischen Erstkartierung im Jahr 2003 und Wiederholungskartierung im Jahr 2008 hat sich der Bestand an Flachlandmähwiesen von ursprünglich 66,33 ha auf nur noch 12,34 ha verringert (Tab. 3). Dies entspricht einem Verlust von 81% der ursprünglich vorhandenen Fläche.

Der ganze Text kann auf den Seiten des NABU gelesen werden:

https://www.nabu.de/imperia/md/content/nabude/landwirtschaft/gruenland/140403-nabu-beschwerde_ffh-gr__nland.pdf

Karte Lidl Zentrallager vom Kartendienst der LUBW

Ein Planer von Kommunalplan sagte in der Sitzung vom 05.03.2020:

Ökologie ist ja schön und gut, aber man muss die Belange der Industrie berücksichtigen.

In diesem Sinne agiert fast der gesamte Stadtrat mit seinem BGM.
Deshalb das unsinnig verwendete Wort Ökologie als „schön und gut“ auf jedem Fetzen Papier; agiert wird dann gegen die Natur und auf Kosten der nächsten Generation, dies aus Gier und Geltungsdrang.

Kindergartengebühren

Immer wieder erreichen mich Nachrichten über die Gebühren der Kindergärten, des Essens und jetzt der Fahrtkosten. Ich habe keinerlei Ahnung, wie ich das einschätzen kann und soll.

Um mal einen Überblick zu bekommen, würde es uns sehr interessieren wieviel die jungen Eltern in der Region für was bezahlen.

Liebe jungen Eltern, bitte klärt uns Alten mal auf!

Gerne anonym und mit möglichst wenigen Namen. Es interessieren hier alle Eltern aus der Region, also nicht nur Hüfingen. Wir hätten gerne einen belastbaren Vergleich! Deshalb, um so mehr sich die Mühe machen, das hier zu beantworten, um so besser.

Vielen Dank für die Mühen!
Und wenn ihr zum 1. Mal kommentiert, gebt mir bitte kurz Zeit euern Kommentar frei zu schalten.
Die E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.



Alter vom Kind:
Ortschaft vom Kiga:
Fahrtkosten:
Träger der Einrichtung:
Art der Betreuung:
Kosten:
Essensauswahl:
Kosten der Verpflegung:
Sonstwas:


Name der Ortschaft des Kiga und gibt es am Wohnort einen Kiga?
Muss Kind mit Bus zum Kiga, weil er zu weit weg ist?
Träger z.B. frei, evangelisch, katholisch, städtisch
Wie lange? z.B. von 8:00-12:00, von 9:00 -15:00
Pro Monat, pro Jahr
Menüs zur Auswahl, vegetarisch, viel Fleisch, frisches Obst und Gemüse

Sobald hier genug Kommentare vorhanden sind, werde ich mal versuchen die Sache zusammen zu fassen.

Nochmals Danke für die Hilfe!

Kein Urwald – nirgends?

In der deutschen Landschaft fehlt die Wildnis. (Aldo Leopold: A Sound County Almanac. 1949)

Unter der Überschrift „Alles andere als Urwald“ erschien in der Zeitschrift Der Schwarzwald 3/2022, dem Organ des Schwarzwaldvereins, ein Beitrag von Peter Grassmann (1), einem der Kuratoren der sehenswerten Ausstellung KULT(UR)WALD im Villinger Franziskaner Museum. Sie ist der Besiedelung des Schwarzwalds gewidmet und räumt mit der laienhaften Vorstellung auf, wonach das „siedlungsunfreundliche“ Waldgebirge bis zu den Klostergründungen ein undurchdringlicher Urwald gewesen sei, allenfalls „ein Kult(ur)wald eben“, wie Grassmanns Beitrag schließt. Was man sich wohl konkret unter einem solchen vorzustellen hat?

Wie finster und unwegsam war der Schwarzwald?

So ganz wird dieses Rätsel auch in dem hübsch gestalteten und reich bebilderten Ausstellungskatalog nicht aufgelöst. Schon in prähistorischer Zeit, so verrät bereits in seinem Grußwort der Chef des Landesamts für Denkmalpflege im Regierungspräsidium Stuttgart Dr. G. Wieland, sei der Schwarzwald kein undurchdringlicher und menschenleerer „Urwald“ mehr gewesen. „Dass der Jäger des Mesolithikums durch den hohen Schwarzwald streifen konnte,“ so wird als Gewährsmann der Freiburger Geologe Max Pfannenstiel aus dem Jahr 1964 zitiert, „war nur möglich, wenn kein undurchdringlicher Urwald bestand, sondern ein lichterer Forst ein Eindringen bis zu den höchsten Kämmen und Gipfeln zuließ.“ Ab dem Ende der Jungsteinzeit (ab dem 4. Jahrtausend v. Chr.), erfährt der Leser, habe nämlich nicht nur die Rotbuche zur Weißtanne aufgeschlossen, es habe auch eine „lokale Rückkehr von Haselsträuchern und Birken“ gegeben. Zugleich hätten Pollen von Gräsern und Kräutern zugenommen, die in der Naturlandschaft dieser Zeit eigentlich fehlen, sogar Getreidekörner und Holzkohlestücke hätten eindeutig auf die frühe Anwesenheit von Menschen hingewiesen. 

Das Bild des düsteren, wilden Schwarzwalds, der sich wie ein Riegel zwischen die Zentren der Zivilisation im Osten und Westen schob, der noch im Mittelalter als silva nigra bezeichnet worden war, müsse zurechtgerückt werden: Nichts als ein Trugbild demnach, das selbst der Märchenerzähler Wilhelm Hauff im Kalten Herz noch verbreitet habe (Dein ist all Land, wo Tannen stehen…). In Wahrheit sei der Schwarzwald „schon lange ein von Menschenhand geschaffener Wald.“ Den „Urwald“ habe der Mensch sich, seit er sesshaft zu werden begann, zu eigen gemacht, für seine Zwecke genutzt und stetig geändert, mithin „ganz nach Bedarf gerodet und wieder aufgeforstet“. Aber war es tatsächlich so? 

Kohlplätze und im Boden erhaltene Kohlereste liefern der Wissenschaft Nachweise über den Wald und die jeweils vorherrschenden Baumarten in den zurückliegenden Jahrhunderten

Bei allem Nutzen, den der Wald den Siedlern versprach: Glich deren Geschichte über Jahrtausende hinweg nicht immer auch einem Kampf, einem erbittertem Ringen, um den Wald daran zu hindern, sein Terrain zurückzuerobern, sobald die Landwirtschaft wieder einmal durch Klimaungunst lahmte oder die Feldflur durch Abwanderung und kriegerische Auseinandersetzungen ein paar Jahre lang brach liegen blieb?


Und ist nicht das „Aufforsten“, von dem im Katalog die Rede ist, eine ganz und gar neuzeitliche Praxis, auch wenn schon die Römer den Waldhüterberuf (saltuarius) eingeführt haben – spätestens seit der Entwaldung des  Mittelmeerraumes? Dass der Schwarzwald (silva marciana) derweil noch immer (oder schon wieder?) dicht bewaldet war und dass es sich dabei um einen Mischwald aus Nadel- und unterschiedlichen Laubbaumarten gehandelt hatte, um die für den Schwarzwald so charakteristische Bergmischwaldgesellschaft also, beweisen nicht nur die Pollenprofile. Auch die Peutingersche Tafel (Tabula Peutingeriana), die auf einer Straßenkarte aus spätrömischer Zeit basiert, zeigt den Schwarzwald als durchgehend mit Nadel- und Laubbaumarten bestockte Girlande. 

Silva marciana (Schwarzwald) auf der Tabula Peutingeriana (Peutingersche Tafel).
Der Kleckes in der Mitte unten ist der Bodensee.
(https://tp-online.ku.de/)

Weil jedoch Bergmischwald auch im Urzustand nicht mit einem „undurchdringlichen Dschungel“ gleichzusetzen ist (wie noch 2021 eine im Katalog zitierte Quelle meint), kann er wohl nur in Verbindung mit der Topographie, mit den felsdurchsetzten Steilhalden des rhenanischen Schwarzwalds als undurchdringlich eingeschätzt worden sein. Weshalb er auch, wie im Katalog beschrieben, „zu keinem Zeitpunkt großräumig umgangen“, sondern auf uralten Handelsrouten durchs Kinzigtal und über den Thurnerpass durchquert worden ist. Als ob es da unterwegs nicht auch Herbergen, Hufschmiede und auch schon Höfe zum Pferdewechseln gegeben haben dürfte. 

Wälder der Bergmischwaldgesellschaft, die nun einmal überwiegend aus Schatten ertragenden Buchen und Weißtannen bestehen, sind jedenfalls bis in die allerjüngste Neuzeit, niemals durch Aufforstung entstanden, sondern nach Rodungen oder Kahlschlag stets durch natürliche Sukzessionsvorgänge: Wie nach jeder Alterungs- und Zusammenbruchsphase des Urwalds folgt auch nach Rodungen (nach dem sog. „Mosaik-Zyklus-Modell“) das Pioniergehölz (wie Hasel, Birke, Eberesche und Aspe), unter welchem sich dann auch wieder Tannen und Buchen einfinden, soweit die nicht ohnehin unterm Altholzschirm als Naturverjüngung überlebt hatten. Was an diesem natürlichen Prozess des Waldökosystems kann da als „Kulturwald“ (von lateinisch colere = bebauen), gar als „Forst“ interpretiert werden?

Im Wald des Hansenhof

Echter europäischer Urwald der Bergmischwaldstufe findet sich in nennenswerter Flächengröße nur noch in den Karpaten, doch selbst dort ist er zumeist nicht gänzlich unbeeinflusst vom Menschen geblieben – und sei es auch nur durch gelegentliche Beweidung. Im Schwarzwald mögen es immerhin noch ein paar wenige Nischen sein, die sich aufgrund ihrer Steilheit und Abgelegenheit nicht allzu weit vom Urwald entfernt haben. So etwa im glazial geformten Kessel des Zweribachs, im ältesten Bannwald Badens, wo es in den felsigsten Partien nachweislich bei einem einmaligen Kahlschlag ums Jahr 1582 durch alpenländische Spezialisten geblieben ist, angeordnet vom Abt von St. Peter zur Versorgung des Simonswälder Eisenwerks.

Wildnis im Bannwald Zweribach

Vom Karpatenurwald ist der Wald hier inzwischen kaum mehr zu unterscheiden. Um  den Waldfreunden zumindest doch einen „Urwald aus zweiter Hand“ bieten zu können, war hier 1952 auf Betreiben des Schwarzwaldvereins der erste Bannwald Badens entstanden, das erste Totalreservat, in dem sich die Waldvegetation ungestört nach der ihr innewohnenden Eigengesetzlichkeit entwickeln kann.“ Die Bannwälder sollten „all den Freunden der Natur offen stehen, die Freude an der ungezähmten Waldwildnis und Interesse für den mitteleuropäischen Urwald haben.“

Schon 1912 waren die Württemberger auf Initiative des Forstprofessors Christoph Wagner auf dieselbe Idee verfallen, zumal man sich von ihr auch wissenschaftlichen Gewinn versprach und Beantwortung von Fragen zur künftigen praktischen Waldbehandlung. „Urwald von morgen“ lautet der Titel eines zum Europäischen Naturschutzjahr 1970 erschienenen Buchs der Landesforstverwaltung, in welchem insgesamt 40 Bannwaldgebiete vorgestellt werden, noch ehe diese im neuen Landeswaldgesetz von 1976 dann auch eine Rechtsgrundlage erhalten hatten.

Im Bannwald, dem „Urwald von morgen“


Die Ausstellung im Villinger Franziskaner Museum (die noch bis zum 16. Oktober 2022 besucht werden kann) fällt in eine Zeit, in der nicht nur infolge des Klimawandels, sondern auch des Artenschwunds die Auseinandersetzungen zwischen Naturschutz und Forstwirtschaft an Schärfe zugenommen haben. Dabei geht es nicht zuletzt um die Forderung nach weiteren Flächenstilllegungen, nachdem die schon 2007 von der Bundesregierung beschlossene Nationale Strategie zur biologischen Vielfalt ihr bis 2020 angestrebtes Ziel von fünf Prozent unbewirtschafteter Waldwildnis weit verfehlt hat. Umso heftiger wird der Forstwirtschaft unterdessen vorgeworfen, dass sie aus Gründen der Gewinnmaximierung noch immer vorwiegend reine Nadelholzforste bevorzuge und nach der Holzernte bzw. nach Sturm, Trockenheit und Käferfraß nach wie vor Nadelholzkulturen pflanze anstatt den Wald nach dem Vorbild der Naturwälder naturnah/naturgemäß als Dauerwald zu bewirtschaften, um so den Anforderungen der Zukunft besser gerecht werden zu können.

Insoweit darf der Villinger KULT(UR)WALD-Ausstellung wohl auch eine zusätzliche waldpädagogische Aufgabe aufgebürdet werden. Wie wäre es mit der Botschaft: der Schwarzwald der Zukunft möge sich, wenn schon nicht zum URWALD, so doch bitte auch nicht zum einseitig von der Holznutzung diktierten KULTURWALD hin entwickeln.

 1 Graßmann, P. / Ade D. / Rademacher, L (Hrsg.): KULTURWALD Die Besiedlung des Schwarzwalds. Verl. der Stadt Villingen-Schwenningen

2  Hockenjos, W.: Wo Wildnis entsteht. Der Bannwald Zweribach im Schwarzwald.  Lauinger Verl. Karlsruhe, 2015

Sänger

Liebe Bürgerpostleser,

am Freitag Nachmittag konnte ich dieses hübsche kleine Vögelein mit gut 10 cm Körperlänge in der Fenchelpflanze unserer Kräuterschnecke beobachteten. Relativ lange Zeit hielt es sich dort auf und ich konnte nahe an ihn herankommen. Wenn er doch nur einen Laut von sich gegeben hätte, wäre vollkommen klar gewesen, was für eine Art er ist. Aber nein, er hielt die Klappe, weil er sehr beschäftigt war, ich verrate es Ihnen, mit Fressen. Jetzt sind aber Sie an der Reihe, was wird er wohl gefressen haben?

Ich vermute, dass er bereits auf dem Zug Richtung Süden war. Denn Zugvögel verhalten sich auf der Strecke unbekümmeter. Deswegen gibt es dabei auch solche schöne Begegnungen. Weil ich weiß, dass die Bestimmung des Kleinvogels schwierig ist, habe ich die beiden Bilder Otto Körner, unter anderem ein Vogelexperte aus Bräunlingen, geschickt. Lesen Sie seine Antwort: „Knifflige Frage, die wir bei der Beringung in Illmitz am Neusiedler See und auf der Mettnau anhand der Einkerbungen der äußeren 4.- 6. Handschwingen unterscheiden konnten. Überaugenstreif kann bei diesjährig geborenen Vögeln fehlen, aber der dunkle Zügel vom Schnabel durchs Auge teilt den Augenring in eine obere und untere Hälfte => meine Bewertung = Zilpzalp. Liebe Grüße Otto“. Super. Sehen Sie den schwarzen Zügel? Klar doch, wenn man´s weiß. Wie gesagt, hätte der Kerle einmal seinen Ruf hören lassen, wäre es einfach gewesen: „Zilpzalp, zilpzalp, zilpzalp“.

Jetzt, haben Sie sich entschieden, was er gefressen hat? Etwa die zahlreichen Fenchelkörner? Nein, schauen Sie sich den Schnabel genauer an, das ist der Schnabel eines Insektenfressers. Was für Insekten? Das Bild oben verrät es Ihnen: Die zahlreichen Blattläuse, die die Fencheldolden besiedelt haben.

Herzliche Grüße
Franz Maus



Regen bringt Segen

Da habe ich letzte Woche noch erklärt, warum in der Breg beim Römerbad kein Wasser mehr ist und schon regnet es.

Hier gibts den Film: „Die Breg im Jahreslauf


Im Südkurier lässt das Amt für Umwelt, Wasser- und Bodenschutz behaupten es wolle die Kraftwerkbetreiber verklagen, weil diese die Kraftwerke heimlich kurz angeschaltet hätten.

Hüfinger Wasserkaftweke

Meiner Information nach, ist es unmöglich ein Wasserkraftwerk kurz an- und abzuschalten. Zumindest sind die Kraftwerke jetzt auch nach dem Regen nicht wieder hochgefahren.

Leider brachte der Regen auch eine schöne alte Linde zum auseinanderbrechen. Der markante Baum am Bräunlinger Heckenpfad wird wohl nicht mehr zu retten sein:.

Buchsbaumzünsler

Liebe Bürgerpostleser, 

da schickt mir doch mein norddeutscher Freund Ingo Kirchhoff ein Bild mit dem Kommentar, „das ist zur Zeit mein größter Feind. Ich bin gespannt, ob Du ihn kennst“. Ich schickte ihm das Bild rechts und schrieb, das ist der Falter, der aus Deiner Raupe entsteht, den sah ich dieses Jahr zum ersten Mal, neben der Esszimmerleuchte saß er. Erst meine Frau hat mich motiviert, ihn zu fotografieren, er sieht schon besonders aus, aber mit 4 bis 5 cm Spannbreite ist er doch relativ klein. Ich konnte Ingo imponieren, als ich ihm die Lösung nannte. Er schlug vor, einen Bürgerpostbeitrag zu machen, dem stimmte ich zu, denn es ist wieder einmal ein absoluter Hammer. 


Ich musste „meinen“ Walter Schön von www.schmetterling-raupe.de bemühen, ganz schnell kam die Antwort, Buchbaumzünsler. Haben Sie schon einmal von dem Kerle gehört? Stellen Sie sich vor, bis zum Jahre 2005 war dieser asiatische Ureinwohner kein Thema bei uns. Aber im Jahre 2006 kam er über Handelsware aus Fernost in die Häfen Basel, Grenzach-Wahlen und Kehl am Oberrhein an und schlug ein wie eine Bombe. Ruck zuck hat sich die neue Art über ganz Mitteleuropa verbreitet. Die Raupen machen Kahlfraß mit dem immergrünen, gern gesehenen Buchs. Und zwar von Ihnen heraus, so dass man es zunächst gar nicht merkt. Man muss sich wundern, dass die Raupen vom Buchs fressen nicht kaputt gehen, denn der Buchs beinhaltet sage und schreibe 70 Giftstoffe. 

Das nächste Bild zeigt das wunderschöne Gartenreich von Ingo und seiner Frau mit den schönen Buchsbaumeinrahmungen. Seit letztes Jahr hat er den Schädling, und seine Frau hängt sehr am Buchs. Deshalb unternimmt er alles, um die Raupen zu bekämpfen, er sagt ohne chemische Behandlung sieht er keine Chance. Nebenbei bemerkt, die Raupe sieht an und für sich ganz nett aus, finden Sie nicht?


Wenn man den Buchs aufmacht, so sieht man die häufigen Kotbällchen, bei den größeren Raupen – sie werden 5 bis 6 cm lang – sind sie groß, siehe Bild links und bei den kleineren Raupen sind sie klein, siehe Bild rechts. 


Jetzt noch eine kleine Geschichte. Ich habe gelesen, dass Spatzen und Meisen und noch eine Art die Raupen fressen und dass sie sich dabei nicht vergiften. Kürzlich verließ ich den Irslinger Friedhof und nun kommts: Ich registrierte einige Spatzen, die sich auf eine Buchsbaumpflanze setzten und kleine Räupchen regelrecht aus dem Buchs herausfischten. Ich war leider zu langsam, um das zu fotografieren und ich konnte nicht länger warten. Aber ich schaute in den Buchs und sah die frischen kleinen Kotbällchen und es war klar, dass die gefressenen Raupen zum Baumzünsler gehörten. 

Ich habe zu Hause unseren Buchs auf Befall untersucht, ich habe Gott sei Dank nichts gefunden. Ursprünglich hieß es, er kann nur im Flachland gedeihen. Aber das hat sich verändert. Interessant ist auch die Überwinterung, die Raupen spinnen sich im Buchsinneren ein und fangen im April wieder an zu fressen. 

Jetzt wünschen wir Ingo und uns allen, dass uns der Buchsbaumkahlfrass nicht ins Haus steht. 

Herzliche Grüße
Franz Maus

Graureiher

Liebe Bürgerpostleser,

wer erinnert sich noch an dieses Bild? Hand aufs Herz, wann habe ich das Bild unten aufgenommen und einen Bürgerpostbericht daraus gemacht? Ist es ein, zwei, drei oder vier Jahre her? Ehrlich gesagt, ich habe gedacht, vor einem Jahr. Aber es sind fast auf den Tag zwei Jahre her, es ist am 11. August 2020 entstanden.

Und nun kommt der Hammer. Am Freitag, den 5. August fahre ich mit meinem Pedelec – vor zwei Jahren war es mein 34 Jahre altes Tourenrad – durch den Park und denke, ich sehe nicht richtig, wieder ein Graureiher mit offenen Flügeln aber mit dem großen Unterschied, er war von vorne zu sehen. Die Entfernung war relativ gering, so dass ich vorsichtig fotografieren konnte. Denn sobald ich näher heranging, machte er seinen „Schirm“ zu und zog sich etwas zurück. An den beiden Aufnahmen sieht man Unterschiede in der Flügelhaltung. Auf dem Bild links fast wie ein Tisch und auf dem rechts etwas hochgezogen.

Es ist wiederum ein junger Graureiher, weil der Oberschnabel noch nicht gelb ist. Und dann die Frage, wieso streckt er seine Flügel auseinander Richtung Sonne? Geregnet hatte es – leider – nicht, so dass der Kerle seine Flügel nicht zum Trocknen öffnen mußte. Was mir auffiel, dass er hechelte wie ein Hund und den Schnabel leicht geöffnet hatte. Das sind Maßnahmen zur Kühlung. Vor zwei Jahren brachte mich jemand auf die Spur, dass die Flügelöffnung auch zur Kühlung dient. Es war sehr heiß am 5. August. Hühner und Gänse würden auch so etwas machen. Also nochmals diese kleine Wiederholung zur Graureiherflügelöffnung wie geschrieben, statt von hinten jetzt von vorne. Damit ist das Thema komplett abgehandelt.

Wie vor zwei Jahren könnte man auch von vorne ein exhibitionistisches Verhalten vermuten, finden Sie nicht auch?

Herzliche Grüße
Franz Maus

 Alpine Obsession

Anfangs war es der alpine Skilauf, der es mir angetan hatte. Geübt wurden die Parallelschwünge der Arlbergschule in der noch liftlosen Winterlandschaft. Zuvor hatte sich der väterliche Lehrmeister noch bemüht, uns altbackene Christianiaschwünge beizubringen. Wo hatte er die bloß her? Die Slalomstangen aus Haselnuss steckten wir je nach Schneelage und Trainingsfortschritt in den St. Märgener Klosterbuckel, den Farnbühl oder den Meierhofberg. Und natürlich nahm ich bald auch an Rennen teil, sei es bei Clubmeisterschaften, beim so gefürchteten heimischen Abfahrtslauf auf engster Waldschneise nach Wildgutach hinab, beim Torlauf am berühmt-berüchtigten Kandel-Nordhang oder zum Ausklang im Sulz des Frühjahrsschnees beim Rudi-Cranz-Gedächtnisrennen im Zastlerloch. Die Erfolge hielten sich freilich in Grenzen, und auch Sturzverletzungen blieben nicht aus ohne Sicherheitsbindung und auf den mehr schlecht als recht präparierten Wettkampfpisten: Zerrungen, auch ein gebrochenes Bein beim Vöhrenbacher Kandelblick-Abfahrtsrennen, was sich dann prompt auch im Schulzeugnis niederschlug. Kein Wunder, dass ich mich bald mehr und mehr vom alpinen Sport abwandte und ins Lager der Nordischen überwechselte, wo andere Qualitäten gefragt waren. Die gezackte Alpenkette, wie sie sich uns von Kindesbeinen an vom Schwarzwald aus präsentierte, blieb dennoch ein fernes Sehnsuchtsziel. 

Sehnsuchtsziel Alpenkette

Die erste leibhaftige Begegnung mit alpiner Topographie fand erst im Sommer 1956 statt, nachdem ich bis dahin in den Schulferien den Schwarzwald und dann die Mittelgebirge rundum mit Brüdern und Vater abzuwandern hatte. Nun also war der alemannische Bregenzerwald dran mit Kanisfluh und Hochkünzelspitze. Der alpinistische Appetit wurde dort geweckt, verbunden aber auch mit dem Respekt des Mittelgebirglers vor allzu ausgesetzten Felspartien. Doch die Fitness des Skilangläufers verlangte nach anspruchsvolleren Touren. Logisch, dass ich mich da nach Schulabschluss und Musterung zur Gebirgstruppe meldete. In der Mittenwalder Jägerkaserne hatte sich zur Grundausbildung eine muntere Truppe eingefunden, die allesamt anscheinend der Berg gerufen zu hatte: die Aussicht auf alpinen Lustgewinn – wenn schon nicht im Dienst, so doch an den Wochenenden, an welchen man sich nach Kräften austoben konnte, ob im Karwendel, im Wettersteingebirge oder auch jenseits des Inns bis hinauf aufs Stubaier Zuckerhütl. Die erhofften dienstlichen Kletterlektionen „mit Seil und Haken, den Tod im Nacken“ (wie es das Marschlied der Gebirgsjäger versprach), hielten sich eher in Grenzen – von gelegentlichem Abseilübungen abgesehen.

Noch heftiger packte mich die Lust auf Hochtouren in der nachfolgenden Freiburger Studienzeit. Schuld daran hatte vor allem Wolfdieter M., seines Zeichens Assistent im forstzoologischen Institut, der sich sogar schon einen flotten fahrbaren Untersatz leisten konnte  und sich bereits einen Ruf  als bergerfahrener „Westalpengeher“ erworben hatte. Womöglich hätte ich vor ihm und seinen Eigenheiten gewarnt sein müssen. Erzählte man sich doch unter den Kommilitonen, dass er eines Morgens strahlend in den Hörsaal gestürmt sei und dabei ausgerufen habe: „Sind alle tot, sind alle tot!“ Des Rätsels Lösung: Eigentlich hatte Wolfdieter gehofft, zur Teilnahme an einer Freiburger Himalaya-Expedition eingeladen zu werden, was aber aus undurchsichtigen Gründen dann doch nicht geklappt hatte. Just an diesem Morgen hatte ihn die Meldung erreicht, dass sämtliche Teilnehmer der Expedition Opfer eines Lawinenabgangs geworden waren. Man wird sich doch wohl freuen dürfen, dass es einen nicht selbst erwischt hat!

Was mich freilich nicht daran gehindert hat, mich immer wieder einmal als Beifahrer in Wolfdieters Renner zu setzen, um dank seiner in die Westalpen, vorzugsweise nach Hochsavoyen zu düsen. Davon konnte mich auch seine Gewohnheit nicht abhalten, nach vollbrachter Tour in französischen Restaurants feudal zu dinieren, während ich armer Studentenschlucker derweil mit der restlichen Rucksackverpflegung und bestenfalls einem Panaché (Radler) an der Theke Vorlieb nehmen musste. Nicht einmal seine Bemerkung, gefallen irgendwo bei einer Rast am Berg, hatte mich erschüttern können, er habe stets ein Sackmesser dabei, um im Falle eines durch Steinschlag schwerverletzten Partners das Seil kappen und sich in Sicherheit bringen zu können.

Annäherung an den Mont Blanc

Zur denkwürdigsten Tour mit Wolfdieter (sowie einem Freiburger Alpinistenpaar) starteten wir an einem frühen Samstagmorgen nach Chamonix, um von dort mit der Aiguille du Midi-Seilbahn noch die Mittelstation zu erreichen; von hier aus stiegen wir per Ski zur heillos überfüllten Grand Mulet-Hütte auf. Nach einer kurzen Nacht (wegen des vollbelegten Matratzenlagers auf Tischen schlafend) ging es weiter über den Bossons-Gletscher bis zur Valot-Hütte auf 4322 m Höhe hinauf, sodann weiter mit Steigeisen und Skistöcken auf ausgetretener Spur in Richtung Montblancgipfel. Weil ich keinerlei Probleme mit Höhe und Kondition verspürte, stieg ich allein weit voraus. Doch auf halbem Weg zum Gipfel des Monarchen glaubte ich plötzlich zu halluzinieren: Aus dem Eis starrte mich plötzlich ein Affe an! Wie sich im Nachhinein herausgestellt hat, war Monate zuvor ein Flugzeug des arabischen Potentaten Ibn Saud am Gipfel zerschellt; aus ihm stammte das Äffchen, das die französischen und italienischen Bergsteiger beim Einsammeln der über den Gipfelhang verstreuten Wertgegenstände offenbar verschmäht und liegengelassen hatten. Die Ausschüttung der Glückshormone auf Europas Dach ist trotz des Schockerlebnisses nicht ausgeblieben, doch rasch wurde es wieder Zeit für den Abstieg, alsdann zu einer ebenso spaltenreichen wie schier endlosen Gletscherabfahrt wieder hinunter zur Seilbahnstation, schließlich zur beschleunigten Heimfahrt in Wolfdieters rasantem Zweisitzer. Schließlich wollte ich am Montagmorgen ja die Vorlesungen nicht versäumen.

Das Hochgebirge lockte auch nach dem Studienabschluss unvermindert weiter. Jetzt zog es den Referendar jedoch vermehrt in die Ostalpen, denn schon der Gebirgsjäger hatte in Mittenwald seine spätere Frau und Mutter seiner beiden Töchter gefunden. Der Abschluss der Hochzeitsfeierlichkeiten fand – neigungsgemäß – hoch oben auf einer Ötztaler Jaghütte statt. 

Beim Langlauf auf dem Thurner, wo ich seit 1972 dem Förderverein des Langlaufzentrums vorstand, freundete ich mich mit dem bergsteigerisch noch höchst agilen bayerischen Orthopäden Michl K. an, der mich zu gemeinsamen Bergtouren im Wallis und in den Dolomiten animierte. Michl bildete zusammen mit seinem Bruder Peter eine exzellente Seilschaft, die mit mir als Anhängsel im steileren Fels die Fähigkeiten des Mittelgebirglers oft glatt überforderte. Nicht hingegen, wenn es per Ski hinauf gehen sollte: Da konnte der Schwarzwälder Kraft und Ausdauer ausspielen, und bergab war auf die früh erlernten Parallelschwünge noch immer Verlass. Kritisch wurde es in den Dolomiten, wo ich klettertechnisch vollends an meine Grenzen stieß. Unauslöschlich im Gedächtnis geblieben ist mir der Aufstieg über den Nordgrat auf den Paternkofel, den Nachbarn der Drei Zinnen:  „Es führt da ja fast eine Autobahn hinauf!“, ermunterte mich Michl in seiner (unter Alpinisten nicht unüblichen) Art der Untertreibung. Und so stieg ich tapfer hinter den Brüdern in einen steilen gewundenen Tunnel aus dem Ersten Weltkrieg, um aus einem seiner Fenster in die Wand einzusteigen – schwindelig hoch über der Drei Zinnen-Hütte. Als Letzter in der Seilschaft fiel da mein Blick plötzlich durch die Beine auf die Hüttengäste hinunter, die uns mit Ferngläsern verfolgten, als warteten sie nur darauf, bis einer den Halt verliert. Dies war der Moment, in dem ich mir schon mal die Negativschlagzeile in der BILD ausmalte, die überm Bericht stehen würde von der Selbstüberschätzung eines allzu ungeübten Schwarzwälder Bergtouristen.

Kurz vor Antritt meiner beruflichen Lebensstellung als Villinger Forstamtsleiter war es der Hinterzartener Gastronom Karlheinz Z., der mich (weil die beruflichen und familiären Anforderungen mir derlei Eskapaden künftig ja eh nicht mehr erlauben würden) nicht nur zu einer Alaskareise überredete, sondern obendrein zu einer Trekkingtour in den Himalaya. Ziel war das Annapurna-Gebiet, nein, nicht hinauf auf den Achttausender, sondern nur bis zum Basecamp auf vergleichsweise bescheidener Meeereshöhe von 4300 m., auch in Demut vorbei an der so unfassbar gewaltigen Pyramide des die 7000 m knapp verfehlenden Machapuchare, des nepalesischen Götterbergs mit seinem charakteristischen Fischschwanz-Doppelgipfel. Stiegen wir zunächst durch prachtvoll blühende Rhododendron-Wälder und dies, dank Sherpas und Portern, auf denkbar leichtfüßige und komfortable Art und Weise, so wurden wir bald von einem heftigen Wintereinbruch überrascht, in dessen Folge die Lawinen vor und hinter uns nur so herabrauschten. Am Basecamp oben eingetroffen und nach einer Nacht im dick verschneiten Zelt fand ich beim Early Morning Tea, überreicht vom sichtlich besorgten Sherpa, eben noch Zeit, mich meines runden 40. Geburtstags zu erinnern, ehe wir wieder talauswärts hasteten. Die Nachfeier fand schließlich außerhalb der Schnee- und Lawinenzone statt – im dankbaren Gefühl eines mir geschenkten zweiten Geburtstags.

Allmählich sollten die Besuche des Hochgebirges nun in der Tat seltener und bescheidener werden. Doch zumindest der nächstgelegene Zweitausender musste unbedingt noch gefunden und bestiegen werden. Doch als ich den Mutteristock (2294 m NN) hoch überm Wägitalersee (Luftlinie kaum hundert Kilometer entfernt) im fortgeschrittenen Ruhestand ein zweites Mal erklimmen wollte, musste zuoberst der Gipfelsturm ersatzlos ausfallen: Im messerscharfen Karstgestein schien mir das Klettern eingedenk der täglich einzunehmenden Blutverdünnerpillen denn doch ein bisschen gar zu riskant zu sein. Die Vernunft hatte gesiegt.

Seitdem sind es in den Alpen gelegentliche, seniorengemäß moderate Wanderungen, die mich noch immer reizen können. Doch umso sehnlicher warte ich zuhause auf die nächste Föhnwetterlage. Denn dann zeigt sich vom Wohnzimmerfenster aus wieder ein Stück weit die Kette, von den Viertausendern des Berner Oberlands bis zu den Glarner Zacken. Jetzt aber rasch her mit dem Fernglas, rasch das Teleobjektiv aufgeschraubt! Hat da etwa Giovanni Segantini, der Engadiner Maler, in die Farbtöpfe gegriffen?

Auenberg und Alpen

Das große Fressen

Liebe Bürgerpostleser, 

kurz etwas zu diesem Bild: Im Zoo zu Gelsenkirchen sind seit kurzem zwei Hinterwälderrinder. Deswegen konnte ich dienstlich dorthin reisen. Die Zoo Tierärztin Judith Wabnitz zeigte uns bei einem Rundgang auch Ihre Lieblingstiere, die wir mit einer Art Knäckebrot füttern durften. Wer von Ihnen konnte einer Giraffe schon einmal so auf Augenhöhe begegnen? Und sehen, wie riesig der Kopf ist? Die Giraffenzunge ist übrigens violett-blau und hat jemand schon einmal eine Giraffe rufen hören? Diese Frage beschäftigte meine Kollegin Christina Müller aus Südtirol. Frau Wabnitz klärte auf, dass die Giraffen auf für uns nicht hörbaren Frequenzen miteinander kommunizieren, ist das nicht ein Hammer? 

Giraffe im Zoo zu Gelsenkirchen

Die anderen Bilder handeln vom großen Fressen unter Insekten. Der eine lebt vom anderem, so ist nun mal das Lebensprinzip auf unserer Erde. Beim nächsten Bild der Krabbenspinne könnte man natürlich auch eine liebevolle Umarmung erwarten. Pustekuchen, es wird gepackt, was sich bietet. Dass sie dabei sogar das Landkärtchen, einen mittelgroßen Schmetterling überwältigen kann, hat mich sehr überrascht.


Das nächste Bild zeigt einen Schnappschuß, wie eine Springspinne eine Fliege erbeutet hat. Wenn man daran denkt, wie schwierig Fliegen zu fangen sind, muss man schon staunen. 

Springspinne erbeutet eine Fliege

Auf dem letzten Bild sieht man eine Raubfliege, die damit beschäftigt ist, eine Fleischfliege auszusaugen. Sehen Sie die effektive Umarmung? 

Raubfliege mit Fleischfliege

Diese Bilder sind innerhalb kurzer Zeit im Juni/Juli diesen Jahres entstanden und beweisen, dass die Natur sehr insektenreich ist. 

Was haben Sie für einen Eindruck? 

Herzliche Grüße
Franz Maus

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