Gerne möchten wir die Vernissage von Karin Seitz nach drei Jahren wieder „hervorkramen“.
25. Januar 2021
Willkommen zur Vernissage auf dem Hieronymus mit der Hüfinger Künstlerin Karin Seitz.
Bitte Ton einschalten!
Lebensbilder aus der Baar und dem Schwarzwalde
Gerne möchten wir die Vernissage von Karin Seitz nach drei Jahren wieder „hervorkramen“.
25. Januar 2021
Willkommen zur Vernissage auf dem Hieronymus mit der Hüfinger Künstlerin Karin Seitz.
Bitte Ton einschalten!
Liebe Bürgerpostleser,
vielleicht denken Sie bei dem Bild, was soll denn das, einen Admiral zu zeigen, der an und für sich nichts Besonderes ist. Jetzt kommts aber, es liegt an etwas anderem, was die Aufnahme bedeutungsvoll macht, nämlich am Zeitpunkt der Aufnahme. Schauen Sie das Bild in Ruhe an, Sie könnten erkennen, dass es kürzlich aufgenommen wurde und zwar genau am 22. März diesen Jahres. Gabriele Schroll aus Mundelfingen hat es mir dankenswerter Weise geschickt. Der Admiral labte sich am Winterblüher Duftender Schneeball. Ich war richtig erstaunt, denn Admirale kenne ich als Wanderfalter. Deren Herbstgeneration zieht über die Alpen nach Süden und die Folgegeneration zwischen Mai und Anfang Juli wieder zu uns in den Norden. Da Schmetterlinge nicht sehr langlebig sind, bedeutet dies, dass jede Admiralgeneration nur einmal in ihrem Leben wandert: Entweder nach Süden oder nach Norden. Hätten Sie das gedacht? Ich hätte gedacht, es sei die gleiche Generation.
Und nun dieses Bild vom 22. März, was hat das zu bedeuten? Ich denke, Sie ahnen es, ziemlich sicher hängt es mit der Klimaerwärmung zusammen. Die sorgt dafür, dass der Admiral zunehmend bei uns erfolgreich überwintert und bald eine bodenständige Art werden könnte. Der Wanderfalter wird sozusagen zum „Standfalter“.
Über Dr. Hans-Peter Straub kam ich an den folgenden Link des LBV (Landesbund für Vogel- und Naturschutz in Bayern). Dort wird gebeten, Märzsichtungen 2024 des Admirals zu melden. Raten Sie mal, wieviele Meldungen vor allem aus den wärmeren Gebieten Bayerns bereits vorliegen, über 130 Stück. Gabriele Schroll hat Ihre Sichtung auch gemeldet, eine der wenigen aus über 700 Höhenmeter.
Mit diesen Meldungen soll erkannt werden, wie häufig Überwinterungen bei uns vorliegen und ob sie über die Jahre vermehrt vorkommen. Machen Sie mit, das ist breit angelegte wissenschaftliche Arbeit.
Herzliche Grüße
Franz Maus
Windenergie ja, aber bitteschön möglichst tief im Wald, so stellt sich der Diskussionsstand derzeit im Stadtrat dar. Jedenfalls nicht so, wie es der Regionalverband vorsieht, denn dessen Version findet bei den Bürgern keine Akzeptanz: Viel zu nah an der Stadt, heißt es – für die Bewohner von Hammerhalde, Volkerts-, Herzogen- und Pfaffenweiler ganz und gar unzumutbar!
Nur schade: wo die 15 Betontürme mit ihren Rotoren, mehr als doppelt so hoch wie der Freiburger Münsterturm, stattdessen hin sollen ist leider ein Vogelschutzgebiet ausgewiesen, da droht die „Blockade des unsichtbaren Auerhuhns“, wie der Schwarzwälder Bote am 14. März 2024 titelte. Und das, nachdem die städtischen Forstfachleute um Forstamtsleiter Tobias Kühn keine Spur mehr von ihm gefunden hätten, weder Losung noch Federn. Wenn doch wenigstens jemand dem Gasthaus Zum Auerhahn noch ein ausgestopftes Exemplar zukommen lassen könnte, wie man sie in manchen Schwarzwälder Gaststuben und Forstamtsbüros noch als Wandschmuck bewundern kann, damit sich die Ausflügler ein realistischeres Bild als an der Hauswand vom „Stein des Anstoßes“ machen könnten. Als ob nicht auch Ornithologen, Jäger und Förster insgeheim noch immer die Hoffnung hegten, dass das Auerhuhn doch noch zu retten sei – trotz all der zeitbedingten Lebensraumveränderungen und Störungen. Nicht anders hatte es ja auch der 2008 regierungsamtlich verkündete Aktionsplan Auerhuhn vorgesehen. Weshalb halt auch potenziell geeignete Auerhuhnhabitate, selbst wenn sie gegenwärtig nicht mehr besiedelt sein sollten, vorgehalten werden müssen für den Fall, dass all die Bemühungen am Ende vielleicht doch erfolgreich sein würden.

Eigentlich hätte sich doch auch im Stadtrat längst herumgesprochen haben müssen, wie hochnotpolitisch sich das Thema Windenergie und Auerhuhn (Klimaschutz vs. Artenschutz) inzwischen aufgeschaukelt hat: Am 11. Mai 2022 hatte sogar der Stuttgarter Landtag eine knappe Stunde lang über das Auerhuhn debattiert. Wo doch der grün geführten Landesregierung nichts ungelegener käme, als wenn ausgerechnet sie mit ihrem durch Gasmangel und Ukrainekrieg neu entfesselten Windkraft-Elan für das Aussterben des „Schwarzwälder Charaktervogels“ verantwortlich gemacht würde. So wurde mitten in den Sommerferien, am 17. August 2022, der in der Debatte bereits angekündigte Maßnahmenplan dann auch offiziell vorgestellt (in Pressemitteilung Nr. 122/2022) als Neue Planungsgrundlage Windenergie und Auerhuhn. Umwelt- und Energieministerin Thekla Walker und Forstminister Peter Hauk erklären darin gemeinsam: „Die neuen Hinweise ermöglichen einen beschleunigten Ausbau der Windenergie im Schwarzwald und sie schützen zugleich das vom Aussterben bedrohte Auerhuhn.“ Dass dieses Versprechen der Quadratur des Kreises gleichkommt, hatte bereits das je zur Hälfte vom Land Baden-Württemberg und aus Drittmitteln des Bundesverbands WindEnergie e. V. sowie einiger heimischer Energieversorgungsunternehmen finanzierte internationale Forschungsprojekt Windenergie & Auerhuhn angedeutet; es kommt auch im Schwarzwald zu dem wenig überraschenden Ergebnis, dass Auerhühner Windenergieanlagen weiträumig meiden und dass sie daher auch kaum vom Lärm, von Drehbewegung und Schlagschatten der Rotoren gestresst, geschweige denn geschreddert werden oder in panischer Flucht gegen die Türme prallen. Ganz so neu ist diese Erkenntnis freilich nicht, wie schon ein Bericht des einstigen Fürstlich-Fürstenbergischen Forstamts Lenzkirch aus dem Jahr 1924 nahelegt: „Wo Ruhe und Waldfrieden gestört sind, ist für das scheue Auerwild keine Bleibe mehr. Nachhaltige Störungen auf seinen Balz- und Wintereinständen erträgt es nicht: hierfür haben wir leider traurige, sprechende Belege.“
Dass Waldgebiete wie der Villinger Neuhäuslewald auch von etlichen weiteren windkraftsensiblen Vogelarten (z. B. Spechten und Käuzen) mitsamt Fledermäusen und Fluginsekten bewohnt werden, bedarf eigentlich keiner besonderen Erwähnung, wo doch der Wald sowohl gegen den weltweiten Artenschwund wie fürs Klima Leistungen zu erbringen hat. Umso erstaunlicher ist die Vorliebe (oder ist es eher Verzweiflung?) des Regionalverbands SBH, mit welcher er vorzugsweise Waldstandorte als Vorrangflächen für die Windenergienutzung ausweisen möchte. Als ob die Fragmentierung und Erschließung von Wäldern für den Bau und die Unterhaltung von Windenergieanlagen nicht auch erhebliche ökologische Nachteile brächte: Nicht zuletzt Rand- und Folgeschäden durch Sturmereignisse, aber eben auch Bodenversiegelung und Ausfall der CO2-Bindung, von der Beeinträchtigung der Walderholungsfunktion durch die großflächig nicht mehr zu übersehende und unüberhörbare Industrialisierung ganz zu schweigen.
„Der Wald: eine Stätte der Ruhe und Erholung“, so lautet die Bildunterschrift unter einem idyllischen Schwarzweißfoto in dem 1962 von der Stadt Villingen/Schwarzwald in ihrer Schriftenreihe herausgegebenen Buch Der Villinger Stadtwald von Ulrich Rodenwaldt. Über ihren stolzen und vorbildlich naturnah bewirtschafteten Waldbesitz hat man in Villingen, schließlich auch in der Doppelstadt nie etwas kommen lassen. Was waren das alle Jahre wieder für gutbesuchte und informative Waldbegänge des Stadtrats! „Möge die Stadt Villingen“, so liest es sich denn auch in der Widmung am Buchende, „den Schatz, den ihr die Herzöge von Zähringen für ihren Lebensweg vor 800 Jahren in die Wiege gelegt haben, stets zu würdigen wissen und ihm Schutz und Fürsorge angedeihen lassen. Möge aber auch der Forstmann, dem dieser Wald zur forstlichen Bewirtschaftung anvertraut wird, sich der hohen Aufgabe und Verantwortung für dieses Gut stets bewusst sein!“
Wie wichtig die Stadt diese Aufgabe seither genommen hat, beweist allein schon die Existenz eines eigenen kommunalen Forstamts – einer Rarität in Baden-Württemberg. Die städtischen Forstamtsleiter erfreuten sich bei den Bürgern zuallermeist großer Wertschätzung, ob sie nun Hubbauer, Ganter, Rodenwaldt oder Härle hießen. Doch mit der so überaus lukrativen Verpachtung von Windkraftstandorten scheint es mit „Schutz und Fürsorge“ nicht mehr weit her zu sein: Hat sich für Waldeigentümer neuerdings doch ein wahrhaft verführerisches Geschäftsmodell aufgetan, egal ob im Staats- Kommunal- oder Privatwald. So ist es auch kaum mehr verwunderlich, wenn das Land unterm Vorzeichen der Energiewende allein im Staatswald 500 Windkraftanlagen zu errichten verspricht, oder wenn auch das Donaueschinger Fürstenhaus 50 Windradstandorte in seinem ca. 18.000 ha großen Wald zu verpachten beabsichtigt – vier bis fünf Anlagen, bitteschön, auch gleich angrenzend an den Villinger Neuhäuslewald zusammen mit den dortigen Windparkplänen. Kein Wunder auch, dass seitens des F.F. Forstchefs zugleich vehement über den (nach seinem Dafürhalten) heillos überzogenen Artenschutz geklagt wird als dem „größten Windkraftverhinderer“: Auf der Baar sei es der Rotmilan, im Schwarzwald seien es die letzten Auerhühner, deretwegen weite Teile nicht verplant werden dürfen, wiewohl doch diese Art, bei globaler Betrachtung, gar nicht bedroht sei. „Funkt der Auerhahn noch dazwischen?“, so fragt auch der Schwarzwälder Bote (v. 27. Januar 2024). Der wird uns doch hoffentlich nicht die Transformation der Energiegewinnung zur Rettung des Planeten durchkreuzen, gar die in den Forstbetrieben ausgebrochene Goldgräberstimmung wieder abflauen lassen.
Über das Jahr 1821 gibt es ein Spottgedicht aus Hüfingen in dem das Niedermetzeln von 216 Bäumen in einer einzigen Nacht beklagt wird.
Die Zersterung der neuen Anlag in der Nacht vom 4. auf den 5. März 1821
Fallet Bäumchen fallet
Alles heute nacht erschallet
Laut vom Jubelthon
Luna selbst wird mich erheren
Eine Anlag zu zersteren
Ruf ich auch noch Pluto an
Als uns gedanken=Räthe niemand wollte Mehren
Unterstand ich mich, und half zersteren
Ein Erholungsort sehr angenehm und schön
Ruf ich jetzt Ruhe es ist geschehen.
Ruft nicht so laut! Sprach nach vollbrachter That ein Heüchlerischer Bether
Und nehmt euch wohl in Acht, es gibt ein fürchterliches Wetter.
Fort fort es ist geschehen, wir müssen jetzt ganz still nach Hause gehen.
Dieses Gedicht musste damals in Freiburg versteckt werden, da die Täter wohlbekannt waren und von ihren Familien geschützt wurden.
Lucian Reich klagt 1853 im Hieronymus im Kapitel 5:
…Fragt aber einmal einen Bauern, der wird Euch sagen, daß es in der Welt nichts Schöneres gebe als so ein glatter Fruchtösch, Feld an Feld wie ein Schachbrett – insonderheit wenn die Ernt reif ist und das Aug über die gelben, im Sonnenschein wie ein Meer schwankenden Kornfelder hinschauen kann.”
„Ganz richtig”, versetzte der Hofgärtner. „Hätt ich aber zu befehlen, so müßte mir jeder Bauer wenigstens ein halbes Dutzend Obstbäume in jeden Acker pflanzen.”
„Würde nicht lang guttun”, meinte der Feldwaibel, „der Bauersmann ist kein Freund vom Schatten…
Auch 200 Jahre später ist der Bauersmann kein Freund vom Schatten und hierbei ist ebenso wie damals egal, ob auf eigenem Grund und Boden oder fremdem.
So wurde in Fürstenberg für das neue Baugebiet vorsorglich eine alte Streuobstwiese platt gemacht. Da dies auch heute illegal ist, wurde das CDU Netzwerk auf dem Landratsamt aktiviert und die Fällaktion nachträglich genehmigt.
Ein freiwilliger Ausgleich wurde vom Bm mit unlauteren Mitteln komplett blockiert, was sogar ausnahmsweise zu einer Abmahnung durch die Kommunalaufsicht führte.
Ermutigt durch das schlagkräftige Netzwerk vom Landratsamt, sinniert der Bm im Winter 2021 über die Vernichtung einer Streuobstwiese in Hüfingen im Ziegeleschle und murmelte etwas über „Kinderchen die vom Streuobst im von ihm erträumten Kindergarten im Gewerbegebiet bedroht“ würden.
Kurz nach dem Rumsinnieren des Bm schritt der Eigentümer zur Tat und riss das Streuobst kurzerhand aus. Der Bm und die auch die Polizei wurden währenddessen von Anwohnern informiert. Der Bm freute sich und aktivierte seine Freunde auf dem Landratsamt.

Bildschirmfoto von den Karten der LUBW vom ehemaligen Streuobstbestand.
Der ehemalige FDP Stadtrat der illegal den über 100 Jahre alten Baumbestand entfernt hat, wurde wegen einer Ordnungswidrigkeit zur Zahlung eines Bußgeldes verurteilt. Das Bußgeld entsprach einem Bruchteil des Planungsgewinnes, den er durch die Rodung hatte. Außerdem musste er eine Ersatzpflanzung tätigen.
Da in Hüfingen kein Streuobst erwünscht ist, wurde die Ersatzpflanzung mit 12 Bäumen in Bräunlingen auf einer schon vorhandenen Streuobstwiese getätigt. Sie befindet sich am Lützelberg.
Es wäre auch hier ratsam vom Wahlrecht Gebrauch zu machen und einen neuen Gemeinderat und Bürgermeister wählen gehen!
Es geht also mal wieder um den SPD Antrag, der seit der Haushaltssitzung im Dezember 2023 so vor sich hin schwellt. Inzwischen hat es die Causa sogar in die Lokalpresse geschafft
Heute Abend um 20:00 Uhr ging es also wieder zur Sache, diesmal als Ö8 und einer sieben Minuten langen Rede des Bm der „miteinander sachgerecht vorgehen möchte“.
Die SPD Fraktionssprecherin macht klar, dass es hier nur um eine neu geschaffene Stelle gehe und nicht um Stellennachbesetzungen.
20:08 Uhr: Bm übernimmt wieder die Rede und erläutert sein Umfeld und verzichtet angeblich auf eine neue Stelle, da jetzt genug Personal da sei.
Um 20:19 Uhr wird über den Antrag der SPD abgestimmt. Dem Bürgermeister folgen die Männer der Fraktion „Freies Forum“ geschlossen, zwei Mitglieder der CDU Fraktion enthalten sich und der Rest der Männer steht hinter dem Bm, deshalb gibt es nur 6 Stimmen für den SPD Antrag, da ein Mitglied der Fraktion krank ist.
Der Antrag wird also mit 11 gegen 6 Stimmen abgelehnt. Der Bürgermeister darf weiterhin einstellen wen und wieviele Menschen er möchte.
18.03.2024
Man kann übrigens die Unterlagen, die der Chef der Verwaltung hierzu zusammengestellt hat hier bis Donnerstag runter laden. Auch ist jeder herzlich eingeladen sich den nächsten Teil des Spektakel selbst anzuschauen. Es ist TOP Ö8.
29.02.2024 um 21:08 Uhr
Nachdem der Bm lange ausgewichen ist und über Flüchtlinge und das Bauamt sogar zu den Wahlen kam, hat der CDU Fraktionssprecher auf den Tisch gehauen.
Jetzt wurde der Punkt auf nächsten Monat vertagt, damit der Bm bis dahin etwas sinnvolles über seine neu geschaffene Pressestelle vortragen kann.
Beitrag vom 28.02.2024
Der Antrag unten von der SPD soll am Donnerstag, den 29. Februar 2024, in der Gemeinderatssitzung besprochen werden. Die Stadtverwaltung begründet die Notwendigkeit einer speziellen Stelle für Öffentlichkeitsarbeit für den Bürgermeister mit dem Fachkräftemangel und vor allem damit, dass kein geeignetes Personal für das Bauamt gefunden werden könne. Unterlagen gibt es bis morgen Abend hier.
Die Stadtverwaltung will, dass der Gemeinderat deswegen den Antrag ablehnt. Es wird spannend werden, welche Fraktionen sich hier für den Bürgermeisterwahlkampf positionieren. Ich werde berichten.
25. Januar 2024 Kerstin Skodell, SPD- Fraktionsvorsitzende
Wir gehen mit diesem erneuten schriftlichen Antrag auf die Anforderung vom 23. Januar 2024 vom Herrn Bürgermeister ein, obwohl der Gemeinderat unseren Antrag im Zuge der Beschlussfassung der Haushaltsatzung 2024 am 21.12.2023, bereits beschlossen hat. Schriftliche Grundlage ist die HH-Rede, die dem Protokoll beigefügt wurde.
Ausschlaggebend war unsere Anfrage zur Protokolleinsicht der Sitzung vom 21.Dezember 2023, da im Hüfinger Bote (17.01.2024) eine Stellenausschreibung Pressestelle für das Hauptamt ausgeschrieben war.
Hüfingen, 23.01.2023
Der Stadtrat möge beschließen:
Die Gemeinde gibt umgehend bei der GPA – Gemeindeprüfungsanstalt – ein Gutachten zur Stellenbemessung und Eingruppierung der für unsere Größe angemessenen Stellen in Auftrag. Das Gutachten soll insbesondere aufzeigen inwieweit wir im Hauptamt und in der Kämmerei angemessen oder unterbesetzt sind. Es soll auch Aussagen darüber machen, was die jeweils angemessene Eingruppierung der einzelnen Stellen sind. Um ein geschlossenes Gesamtbild zu bekommen, scheint es sinnvoll gleiches auch für das Bauamt zu fertigen. Vor Vorliegen dieses Gutachtens dürfen keine neuen Stellen ausgeschrieben, bzw. geschaffen und besetzt werden.
Begründung:
Der Gemeinderat benötigt eine neutrale, fachlich fundierte Entscheidungsgrundlage für die weitere Personalpolitik im Rathaus der Stadt Hüfingen. Eine neutrale Stellenbemessung und Stellenbewertungen stellt die längerfristige Entscheidungsgrundlage für Gemeinderat und Verwaltung dar.
Die letzte strukturelle gutachterliche Aussage zur inneren Struktur der Verwaltung mit Stellenbemessung und Stellenbewertung ist ca. 10 Jahre her. Die Aufgaben in den Ämtern haben sich zum Teil verändert oder wurden Änderungen unterzogen. Aus diesem Grund halten wir es für notwendig bevor neue Stellen, wie z.B. eine Pressestelle im Hauptamt, geschaffen werden, dass die derzeitige Struktur in der Rathausverwaltung mit Blick auf Stellenbemessung und Stellenbewertungen einer umfassenden Überprüfung durch die Gemeindeprüfungsanstalt unterzogen wird.
Bei neuen Personalstellen, wie z.B. einer Pressestelle sehen wir den Bedarf mindestens als fraglich an. In einer Stadt wie Hüfingen mit 8.000 Einwohnern einem vollbeschäftigten Hauptamtsleiter und weiteren Beschäftigten ist der Bedarf in einer Gesamtschau zu klären. Es gibt auch noch einen Bürgermeister, der sich ebenso um die Öffentlichkeitsarbeit ein Stück weit kümmern könnte.
Ähnliche Fragen stellen wir uns im Bereich der Kämmerei. Hier insbesondere auch bzgl. einer weiteren Stelle für die Stellvertretung des Kämmerers; zumal dieser, für unsere Größe der Stadt, in einer überdurchschnittlichen Gehaltsgruppe ist.
Liebe Bürgerpostleser,
wenn ich etwas Unbekanntes sehe, „muss“ ich ein Bild machen und schauen, um was es sich handelt. In diesem Fall dachte ich an nichts Besonderes und ich machte nur dieses eine Bild. Das ist schade, denn es ist etwas Besonderes und wenn ich es gewußt hätte, was da an der Hauswand hing, hätte ich noch einige Detailbilder gemacht. Aber der erste Gedanke gab das nicht her.
Es war ein relativ kurzes Insekt, vielleicht drei bis vier Zentimeter lang. Sie haben richtig gehört, es ist kein Wurm, es ist ein Insekt aus der Gattung der Doppelfüßer. Dieses Bild habe ich über google lens „laufen“ lassen und herauskam, es ist ein „Portugiesischer Tausendfüßer“. Und wie kommt er aus Portugal hierher? Wikipedia berichtet: „Er gelangte über Schiffsverkehr und Handel an zahlreiche neue Orte. So wurde die Art um das Jahr 1953 nach Port Lincoln (Südaustralien) eingeschleppt und bildet seitdem in Australien mangels natürlicher Feinde und einer starken Ausbreitung eine Plage“. Davon kann man bei uns Gott sei Dank nicht sprechen. Dadurch, dass er Laub und organisches Material zersetzt, ist er ein Helfer bei der Humus- und Bodenbildung.
Wissen Sie noch, vor nicht allzulanger Zeit hatte ich den Hundert- und Tausendfüßer beschrieben und nun noch den Portugiesischen. Das hätte ich mir nicht träumen lassen. Der Name Doppelfüsser kommt daher, dass jedes Körpersegment zwei Beinpaare hat. Und das hätte ich gerne noch detaillierter fotografisch dargestellt. Na ja, was solls, ich bin trotzdem begeistert, ihn heute präsentieren zu können.
Herzliche Grüße
Franz Maus
von Fey, 13 Jahre aus Hüfingen (Name ist der Redaktion bekannt)
Können wir bitte darüber sprechen, dass diese Generation das ekelhafteste ist, was es je gab?
Du musst ein perfektes Gesicht haben, denn solltest du das nicht haben, bist du wertlos und hässlich.
Doch hast du ein wunderschönes Gesicht, ist es sowieso künstlich gemacht.
Solltest du keinen Körper wie Kylie Jenner haben, bist du ebenfalls hässlich.
Du musst einen dicken Arsch haben, pralle Brüste sind auch ein Muss.
Die Schenkel dürfen aber auf keinen Fall zu breit sein, genauso wie auch der Bauch.
Und dass mittlerweile Wert auf Füße gelegt wird, darüber brauchen wir erst gar nicht sprechen.
Du musst zwar gut in der Schule sein, denn wenn du’s nicht bist, bist du dumm.
Doch wenn du’s bis, bist du ein Streber und denkst sowieso, du wärst etwas Besseres.
Bist du mit ein paar Jungs befreundet, weil du dich dort einfach wohler fühlst, bist du ein „Pickme“, weil eine Freundschaft zwischen den beiden Geschlechtern ja nicht mehr existiert.
Next: Beziehungen
Bist du mit einem Jungen lang genug zusammen oder bist nicht bereit für mehr, geht er dir fremd oder in den Puff. Ist ja klar, der Junge will was Neues!
Nicht selten heißt es: „Bitte, du willst es doch auch.“ oder „Bitte, ich habe so Druck“ oder „Du bist so langweilig!“
Aber das Traurigste ist ja, dass die Mädchen, die dazu eigentlich noch gar nicht bereit sind, es einfach über sich ergehen lassen, weil sie emotional abhängig sind und den Jungen oder sogar Mann, nicht verlieren oder enttäuschen wollen.
Mittlerweile gibt es so viele Mädchen im Alter von 12-15 Jahren, die sich einen Mann im Alter von 18-23 Jahren suchen, weil sie „Daddy Issues“ entwickeln oder in Männern mehr Hoffnung sehen, nicht verletzt zu werden als von pubertierenden Jungs.
Natürlich ist nicht jeder so, doch in dieser Generation gibt es immer weniger Menschen die loyal, fair und intelligent sind. Und ja, da sind auch Mädchen mit eingeschlossen.
Du kannst es dieser Generation nicht recht machen. Egal was du versuchst, oder wie du bist. Es geht einfach nicht.
Die Anzahl der Fremdgängern, steigt.
Die Anzahl der Vergewaltigern, steigt.
Die Essstörungsrate, steigt.
Die Anzahl der Depressiven, steigt.
Die Anzahl der dummen Menschen, steigt.
Doch eines sinkt. Die Hoffnung für eine gute Zukunft.
Da frage ich mich: Wie konnte die alte Liebe, in der man sich noch Liebesbriefe schrieb, zu sowas peinlichem werden?
Da die Texterkennung unglaubliche Fortschritte gemacht hat, habe ich den Podcast mit dem Text ergänzt. Der gesamte Hieronymus liegt seit 2023 auch in Textform vor. Vorlage war die von Lucian Reich überarbeitete Auflage, die er zu Lebzeiten nicht mehr veröffentlichen konnte und die 1957, von der Heimatzunft Hüfingen als Band XII der Schriftenreihe des Kreises Donaueschingen, unter großem Aufwand von Dr. Johne, veröffentlicht wurde.
Da der Hieronymus-online sich auch der Barrierefreiheit verschrieben hat, werde ich ab sofort die einzelnen Kapitel durcharbeiten und die einzelnen Bilder im Hintergrund für Menschen mit Sehschwächen beschriften. Die Beschriftung kann mit Screenreadern ausgelesen werden.
Vierundzwanzigstes Kapitel in unserer Podcast Reihe, gelesen aus dem Hieronymus von Lucian Reich:
Gleichwie ein Wanderer, wenn er, nahe dem Reiseziel, eine letzte Höhe erstiegen, hier haltmacht, hinzuschauen auf die lange Strecke zurückgelegten Weges, und dann vorwärts, wohl über sein Ziel hinaus, also sei uns auch jetzt noch einmal eine Umschau vergönnt.
In grünem Tale, hell von der Sonne beschienen, erblicken wir freundliche und befreundete Wohnungen, in der Ferne die Türme blühender Städte.
Lichte Wölklein ziehen darüber hin und umdüstern nur auf Augenblicke den lieblichen Anblick. – Weiter seitwärts aber hat das Gewölk sich gehäuft, der dunkle Vorhang reicht herunter bis zum Gesichtskreis, wo Luft und Land sich zu vermischen scheinen.
Wer sind die Wanderer, welche dort des Weges ziehen, immer tiefer hinein gegen die unheildrohende Nacht? – Wir werden den Blick anstrengen müssen, irrende Landfahrer zu erkennen.
Das Haupt der Sippe, den Langen Hans, haben wir im Zuchthause zu Hüfingen verlassen. Er genoß dort eine recht hübsche Aussicht auf die grüne Stadtwiese und über die Ufer der Breg, trotzdem aber begann der Aufenthalt ihm herzlich langweilig zu werden, weil auch die schönste Gegend ihren Reiz verliert, wenn wir sie täglich vor Augen haben.
Hans war griesgrämig, schwermütig geworden und dachte ernstlich daran, eine Ortsveränderung vorzunehmen. Schweizer Luft, hoffte er, sollte ihm besser zuschlagen. – Die Anstalten zur Abreise wurden aber wiederholt durch den wachsamen Zuchtknecht entdeckt und damit letztere selbst vereitelt.
In einsamer Zelle legte man den Alten an Ketten. Aber auch hier fand er die Ruhe nicht. Wenn er schlief – so träumte er vom freien Leben, von Zusammenkünften mit Tanz und Schmaus, von Wald und Feld. Es war in einer unheimlich finsteren Novembernacht; der Sturm sauste mächtig durch die Gassen, durch die unbelaubten Bäume in dem Zuchthausgarten und rüttelte polternd an Läden und Fenstern. – Da regte es sich um Mitternacht auf dem Dache des Hauptbaues, eine Gestalt stieg hervor, kletterte mit Katzengewandtheit über die Ziegel bis zur Dachrinne, rutschte dann an schnell befestigter Leine geräuschlos herab auf den Boden. – Eben schritt der Wachposten, tief in den Mantel gewickelt, aus dem Schilderhaus. Der Flüchtling barg sich hinter einem Eckstein. –
Als der Zuchtknecht am Morgen in die Zelle des Langen Hans getreten – fand er das Nest leer – die Ketten durchgefeilt und den Ofen abgebrochen.
Es mußte dem Sträfling Hilfe von außen gebracht worden sein. – Und wahrlich, es wäre ein heroischer Zug von der Vagantin Trautel, wenn sie, wie angenommen wurde, durch eigene Hingebung den Gatten gerettet hätte. – Gewiß ist, daß das Weib zur Haft gebracht, wenige Tage zuvor ihrem Hans gegenübergestellt worden. In heftiger Freude des Wiedersehens war sie dem Manne um den Hals gefallen und, so wurde vom scharfsinnigen Inquisitor angenommen, sei im Kusse ein Wachskügelchen, worin eine feingezähnte Uhrfeder verborgen, aus dem Munde der Gattin in den des Gatten über-gegangen.
Der Flüchtling war unbeschrien aus der Stadt entkommen und hatte sich gegen Hausen und Mundelfingen gewendet. Dort im Walde, eine bekannte Bettelküche aufsuchend, war er an einer Stelle angelangt, wo am halberloschenen Feuer ein Mann schnarchte. „Bist du’s?“ fragte der Lange. „Ja!“ antwortete die Stimme des Schwarz Sepple. – „Ihr habt lang auf Euch warten lassen!“
In Opferdingen stahlen sie einem Bauern die Kleider aus der Schlafkammer. „Man kann nit alles kaufen!“ lautete der Wahlspruch des Langen, „und so kann ich mich als ehrlicher Mann am Tag vor niemand zeigen.“ Seine Garderobe, großenteils zum rettenden Seil zerschnitten, war auch in der Tat bis auf das Notdürftigste zusammengeschmolzen. Die beiden wateten sodann durch die Wutach, und noch vor Tag waren sie über der Schweizer Grenze.
Der Sepple hatte den Plan, in der Schweiz den Doktor zu spielen, Hans wollte als Spielmann sein ehrlich Auskommen suchen; es scheint jedoch, als hätten die Stücklein, die er spielte, den freien Eidgenossen nicht sonderlich gefallen, denn nach kurzer Zeit schon saß der Hans wieder als Malefikant im Wasserturm zu Zürich.
In mondloser Nacht hören die Wächter ein Geräusch wie von einem Sprung in den See, ein Mensch taucht aus den Wellen – ein Schuß von der Wache – ein Schrei – der Flüchtling rudert und ringt noch eine Weile – dann verschlingt der See sein Opfer. Es war der Lange Hans. – Ob zur mitternächtlichen Stunde bisweilen noch der Geist des alten Kommunisten aufsteigt und über den Wassern schwebt, die menschliche Gesellschaft zu beunruhigen – weiß ich nicht zu sagen. –
Als wäre der Fall des Familienhäuptlings ein böses Vorzeichen vom Untergange nicht nur der eigenen Sippe, sondern des gesamten Vagantenvolkes, brach jetzt für diese Heimatlosen eine verhängnisvolle letzte Zeit herein.
Geschärft ward allenthalben das Schwert der Kriminaljustiz. Die Waage in der Hand des Richters muß empfindlich im höchsten Grade gewesen sein, denn das geringste Gewichtsteilchen von Schuld reichte hin, die Schale des Missetäters hoch hinaufzuschnellen. Lange war der Name des Schultheißen Schäfer zu Sulz am Neckar der Schrecken aller Landfahrer. Man erzählt sich heute noch, daß Hunderte jener armen Teufel durch den gestrengen Richter von Rechts wegen dem Henker überliefert worden seien.
Auch die Gebeine des Schwarz Sepple ruhen zu Sulz unter dem Galgen. – Den Stumpfarm wollte man anfangs der neunziger Jahre unter einem Haufen Sansculotten im Elsaß gesehen haben, später soll er gezwungen worden sein, Bekanntschaft mit der Guillotine zu machen.
Trautel, nach langer Haft endlich aus dem Gefängnisturm entlassen, verlor sich spurlos unter der Menge. – Von Schön Rösel hat man nichts mehr gehört und gesehen seit ihrem Abzug mit den Neufranken.
Im letzten Kapitel geht Lucian Reich wieder auf die Verfolgung und Ermordung der Jenischen ein.
Über den nach Lucian Reich schlimmsten Inquisitor, den Schultheiß Schäfer zu Sulz am Neckar, konnte ich leider nichts finden.
Auch über die Jenischen selber läßt sich heute nur noch wenig finden, da von den Überlebenden der Verfolgungen um die Jahrhundertwende (1780-1810) wohl viele in der Anonymität Zuflucht gefunden haben.
Jenische Familien wurden später von den Nazis verfolgt und ermordet und sie sind in Deutschland, im Gegensatz zur Schweiz, bis heute nicht als als nationale Minderheit anerkannt.
Die Jahre eintausendachthundertdrei und -vier waren herbeigekommen und die reichsstädtischen Souveränitäten nebst noch manchem anderen unter den Trümmern der alten deutschen Reichsverfassung begraben worden.
Unser alter Freund, der Feldwaibel, erlebte diese Katastrophe noch sowie die politischen Neugestaltungen in Deutschland; sie machten dem Alten . wenig Bedenken. Aber die Auflösung des fürstenbergischen Korps, eine Folge jener Weltereignisse, das Verschwinden jenes Banners, unter welchem der bereits ergraute Soldat sich noch Lorbeeren gesammelt, das war für ihn die letzte schmerzliche Begebenheit seines Lebens, ja vielleicht die nächstliegende Ursache seines Todes. Wenigstens war ein auffallender Wechsel in dem Gesundheitszustand des Veteranen zu bemerken seit der Zeit, als es bekannt geworden, welchen Ausgang die Verhandlungen der Reichsdeputation zu Regensburg nehmen werden.
Im Frieden von Lunéville hatte Österreich auf die linksrheinischen deutschen Gebiete verzichtet. Das Haus Fürstenberg war nicht dem Rheinbund beigetreten. *
Als Feldmarschall Leutnant Fürst Karl Aloys von Fürstenberg am 25. März 1799 bei Liptingen gefallen war, hatte seine Gemahlin, Elisabeth Fürstin zu Fürstenberg, Prinzessin von Thurn und Taxis die Vormundschaft über ihren Sohn, den 1796 in Prag geborenen Prinzen Karl Egon II.. *
So zogen wohl 1804 die fürstenbergischen Truppen auf immer aus Hüfingen ab und Hüfingen wurde Teil der Rheinbundstaaten und des Großerzogtums Baden. *
In Baden wurden Rekruten durch Konskription ausgehoben.
Was vielleicht interessant ist, ist die Konskription und der Aufstand von 1806 in Hüfingen
Schon im Oktober 1806 fand auch in der Baar die erste Truppenaushebung nach der Eingliederung in das Großherzogtum Baden statt. Sie stieß in der Baar auf Widerstand, der in verschiedenen Gemeinden zu Behinderung der Konskription und zu offenem Aufruhr führte. ….
…Am 26. Oktober hatten sich Bauern und Bauernsöhne aus Mundelfingen, Hausen vor Wald, Behla, Riedböhringen und anderen Orten zusammengerottet – sogar in Donaueschingen habe es gespuckt – , waren in Hüfingen vor das Schloß gezogen, um mit Bengeln und Prügeln bewaffnet einige Beamte der Donaueschinger Regierung aufzusuchen.
Chronik Hüfingen von August Vetter (1984) Seite 260 ff
Er fühlte die Abnahme seiner Lebenskräfte, und der Soldat bereitete sich, so wie er gelebt, als Mann auch zu scheiden aus dieser Zeitlichkeit. Gefaßt und ergeben hatte er von Priesterhand die Letzte Olung empfangen zur Reise in das unbekannte Jenseits. Es war am Morgen desselben Tages, an welchem die Fürstenberger den Befehl erhalten, sich zu sammeln, um reorganisiert und einem neuen Kriegs- und Landesherrn zugeführt zu werden.
Der Kranke war eingeschlummert, als gegen Mittag Trommelschlag ihn erweckte. Da bat er die hingebend sorgliche Hausfrau, ihn aufzurichten, damit er durch das Fensterlein in der Stadtmauer hinausschauen könne auf die Heerstraße, denn hier mußten die abmarschierenden Kriegsgefährten vorüberziehen. Unverwandt haftete der Blick des Soldaten auf der scheidenden Kompanie, bis diese ihm so teuren Weißröcke für immer hinter der Anhöhe bei Almendshofen verschwunden waren. – Dann sank er zurück in die Kissen. Einige Augenblicke darauf suchte er die Hand der Hausfrau und sprach wenige kaum verständliche Worte – es war der letzte Abschied, das Ende nah.
Die gute Annakäther hatte sich über den Sterbenden gebeugt, ihre Tränen träufelten auf sein bleiches Angesicht; dann kniete sie an der Bettstatt nieder und betete zum Namenspatron des Verscheidenden, zum heiligen Michael, dem „unüberwindlichen Fechter und Beschirmer, daß er den kranken heimziehenden Menschen schützen und geleiten möge aus diesem Jammertal, hinauf – in die Wohnungen des ewigen Friedens“ Ehe der Abend herangekommen, war er entschlummert.
Die Tochter in Wildenstein wollte haben, die Mutter solle nun zu ihr ziehen, um den Rest ihrer Tage bei ihren Kindern und Enkeln sorgenfrei beschließen zu können; doch die Matrone war nicht zu bewegen, das gewohnte Stüblein zu verlassen – bis zu dem Tage, der auch sie abrief zur Vereinigung mit dem vorangegangenen Gatten.
Tolberg blieb für immer bei seinen Kindern. Lebhaftes Interesse nahm der alte Geschäftsmann am Fortgang des Uhrenhandels, dem er durch Adressen und Verbindungen manchen Vorteil zuzuweisen vermochte. Wie auf einen stürmischen Herbst zuweilen noch späte, stillsommerliche Tage folgen, so verlebte der vielgeprüfte Mann noch heitere, glückliche Tage.
Ehe wir jedoch dem freundlichen Leser die Hand zum Abschiede reichen, sei uns vergönnt, noch einen Blick zu tun auf das Schlußbildchen.
Wir versetzen uns in die erste Zeit glücklichen Ehelebens unseres Paares.
An der Schwelle des eigenen Heimwesens sitzt das vergnügte Ehepaar, Hieronymus und Helena, diese Kinder einer abgeschlossenen Zeit, deren Enkel kaum mehr wissen, wie es zu den Tagen der Großeltern im Lande ausgesehen.
Es ist Abend; die Mühen des Tages sind vorüber. Mondlicht zittert durch die Zweige, friedlich, versöhnend; und beim Anblick der ewigen Sterne ziehen in die Brust des Menschen Friede und Vertrauen – und die Seele beseligt die Liebe, von welcher die Heilige Schrift sagt, daß sie stärker sei – als der Tod.
Wir freuen uns über mehr Erkenntnisse zu diesem Podcast in den Kommentaren!
Hier geht’s zur Übersicht:
Mehr zum Hieronymus gibt es hier:
von Mete Ünal, Vorsitzender des SPD Ortsvereins
Am vergangenen Montag fand die Nominierungsversammlung der Hüfinger Sozialdemokraten für die kommende Kommunalwahl statt. Mit großer Begeisterung präsentiert die SPD eine Liste, die unter dem Leitsatz „Für Hüfingen. Für Dich.“ Vielfalt und Dynamik in Hüfingen widerspiegelt.
Die Liste zeichnet sich durch ein erfrischendes Maß an Diversität aus. Von jung bis erfahren, von verschiedensten Lebenshintergründen geprägt, spiegeln die Kandidatinnen und Kandidaten die gesamte Bandbreite der Gesellschaft wider. So sind neben Azubis, Studenten, Müttern und Vätern auch Rentner und Selbstständige vertreten. Mit einem durchschnittlichen Alter von 40,9 Jahren bringt die Liste nicht nur die Stimme der jungen Generation, sondern auch die Erfahrung älterer Mitglieder mit sich.
„Unsere Liste repräsentiert die Zukunft unserer Stadt“, sagt Mete Ünal, Vorsitzender des SPD Ortsvereins. „Wir sind stolz darauf, die Menschen zu präsentieren, die nicht nur die Vielfalt unserer Gemeinschaft widerspiegeln, sondern auch die Herausforderungen und Chancen unserer Zeit verstehen und angehen wollen.“, sagt die Vorsitzende Henrieke Knust aus Sumpfohren.

Die Kandidatinnen und Kandidaten auf der SPD Liste setzen sich für Themen wie Bildung, soziale Gerechtigkeit, Umweltschutz und wirtschaftliche Entwicklung ein. „Wir setzen uns außerdem für den Ausbau der Kinderbetreuung ein. Besonderen Fokus legen wir dabei auf die Erweiterung der U3 Betreuung. Klare Bedingung: Kitas gebührenfrei und gut erreichbar zu machen.“, so Julia Lehmann (Listenplatz 3).
Überdies wollen die Sozialdemokraten die Gesundheitsvorsorge für Jung und Alt stärken. „Deswegen ist es wichtig Anreize für die Ansiedlung von mehr Hausärzten in Hüfingen zu setzen und mit den Entscheidern auf Landesebene ins Gespräch zu gehen. Den Alltag von Seniorinnen und Senioren möchten wir damit unterstützen, indem in Hüfingen ein Mehrgenerationenhaus mit integrierter Tagespflege und Kindergarten geschaffen wird.“, sagen Benjamin Martin und Diana Hornung aus Hausen vor Wald.
„Auch das Wohnen wird bei uns in der Region stetig teurer. Mit sozialem Wohungsbau möchten wir den Markt entzerren und finanziell Schwächeren bezahlbaren Wohnraum bieten.“, das möchte Maximilian Vogel aus Behla.
Für die Zukunft möchten die Hüfinger Sozialdemokraten ein umfassendes Verkehrskonzept voranbringen. „Wir denken nicht von Projekt zu Projekt, sondern erarbeiten einen Ansatz, der verschiedene Formen der Mobilität und eine langfristige Stadtentwicklung miteinschließt.“, so Alexander Buttler (Listenplatz 4).
Die Weiterentwicklung des Nahwärmenetzes und anderer Formen regenerativer Energiegewinnung darf nicht weiter stillstehen. „Mit dem Ausbau erneuerbarer Energien gewährleisten wir kostengünstige und klimafreundliche Energie auch für künftige Generationen.“, so Lisa Münzer (Listenplatz 9)
„Wir stärken Hüfingen als Wirtschaftsstandort. Dazu braucht es Verlässlichkeit. Indem wir gezielt in unsere Infrastruktur investieren und als zuverlässiger Ansprechpartner dienen, unterstützen wir gezielt heimische Unternehmen und ihre Vorhaben.“, so Sasa Hustic (Listenplatz 8)
„Eine Stadt mit Wohlfühlcharakter ist unabdingbar mit Kunst, Kultur und Tourismus verbunden. Indem wir öffentliche Einrichtungen wie Schulen und Museen sinnvoll stärken, stärken wir gleichzeitig unser Gemeinwesen und sichern die Attraktivität unserer Stadt.“, sagt Birgit Nolting (Listenplatz 5).
„Öffentliche Einrichtungen wie das Aquari bilden einen Teil moderner Gesundheitsvorsorge. Künftige Generationen sollen nicht am Riedsee das Schwimmen erlernen müssen. Wir haben innovative Ideen, mit denen es uns gelingt auch weiterhin ein kostengünstiges Hallenbad für alle zu erhalten.“, das liegt Dr. Antje Breitsprecher (Listenplatz 11) am Herzen.
Ferner möchte Fraktionssprecherin Kerstin Skodell unter der Prämisse „Fortschritt braucht Gerechtigkeit“ betonen: „Die SPD in Hüfingen entscheidet seit Jahrzehnten ohne Fraktionszwang. Die Gemeinderäte der SPD Fraktion entscheiden nach den Grundwerten Gleichheit, Gerechtigkeit und Solidarität nach Hüfinger sachlichen Bedürfnissen. So waren wir und wollen wir auch in Zukunft Garanten dafür sein, dass sich für Familien, für Jugendliche, für Senioren weiter gut nach vorne entwickeln kann.
Das Feld den jungen Menschen überlassen möchte Gemeinderat und ehemaliger Fraktionssprecher Reinhard Isak: „Nur eine gute Mischung, einmal durch alle Gesellschaftsschichten, durch Frauen und Männer, mit Alten und Jungen, schafft ein Beratungsklima in dem letztlich die vielen verschiedenen Interessen zu einem harmonischen Ausgleich gebracht werden können. Dafür möchte ich mich weiter einsetzen und als langjähriger Gemeinderat mitgestalten.“
Für ihn sind neben den harten wirtschaftlichen Eckpunkten der Kommune auch die oft vernachlässigten „weichen Standortfaktoren“ wichtig. Ohne diese sei für Isak eine gedeihliche Entwicklung für Hüfingen nicht denkbar.
Die SPD ruft nun die Bürgerinnen und Bürger dazu auf, sich aktiv an der kommenden Kommunalwahl zu beteiligen und ihre Stimme für eine bunte, junge und vielfältige Zukunft abzugeben.

Sie alle wollen in und für Hüfingen etwas bewegen:
1. Kerstin Skodell (Podologin B.Sc.), 2. Mete Ünal (Rettungssanitäter, Jurastudent), 3. Julia Lehmann (Sozialarbeiterin in Maria Hof ), 4. Alexander Buttler (Fachpfleger Intensiv & Anästhesie, Teamleiter), 5. Birgit Nolting (Lehrerin an der Lucian Reich Schule), 6. Miguel Quilamba (Maler und Lackierer), 7. Maria Rosshardt (Einzelhandelskauffrau), 8. Sasa Hustic (Diplom Sozialpädagoge B.A.), 9. Lisa Münzer (Floristin in Ausbildung), 10. Axel Kasprzak (Erste-Hilfe Ausbilder), 11. Dr. Antje Breitsprecher (Diplom Biologin), 12. Reinhard Isak (Heimleiter i.R.); Für Behla: 1. Maximilian Vogel (Zimmermann in Ausbildung), 2. Marica Schaulies (Einzelhandelskauffrau); Für Hausen vor Wald: 1. Benjamin Martin (Elektroinstallateur und Fertigungsleiter), 2. Diana Hornung (Werkzeugmechanikerin); Für Mundelfingen: 1. Christine Harms-Höfler (Dipl. Verwaltungswissenschaftlerin), 2. Marko Wolf (Betriebswirt); Für Sumpfohren: Henrieke Knust (Medizinstudentin)