Sag mir wo die Blumen sind wo sind sie geblieben? Sag mir wo die Blumen sind Was ist geschehen?
Der Ohrwurm aus den 1960er Jahren, im Original noch gesungen von Marlene Dietrich, will mir nicht mehr aus dem Kopf seit meinem jüngsten Besuch der Trollblumenwiese. Hatte ich auf ihr doch 2019 eines meiner schönsten Frühlingsmotive gefunden, das nachfolgend dank CEWE als Grußkarte diente.
Diesmal war ich misstrauisch geworden, nachdem ich schon bei meinem Frühlingsbesuch des Weißwalds am Rande des vergrasten Erdwegs statt der alljährlich begrüßten Exemplare von Trollius europaeus nur eine einzige Blüte vorfand. Also steuerte ich den Überauchener Stellwald an, in dem sich, unmittelbar angrenzend an das Naturschutzgebiet Plattenmoos, als Insel eine blumenreiche Feuchtwiese befindet. Und siehe da: nicht ein einziger gelber „Butterballen“ leuchtete mir entgegen, nur Margariten, Glockenblumen und das Gelb der Wiesenbocksbärte – alles wie ausgewechselt. Und dies trotz üppigen, örtlich sogar chaotischen Niederschlags in diesem Frühjahr!
Was mochte der Grund sein für diesen Totalausfall? War es die Serie abnormer Trockensommern oder war gedüngt worden? War es die Stickstoffdusche aus der Landwirtschaft und dem Verkehr, die ohnehin seit Jahrzehnten über der Landschaft niedergeht? Und war das Verschwinden endgültig, oder würde sich der Trollblumenbestand wieder erholen? Verbleiben Hahnenfußgewachse per Samenbank im Boden, um dann irgendwann, wenn es ihnen passt, wieder zu erscheinen? Botaniker müsste man sein – oder Optimist!
wie heißt ein schönes Sprichwort? Aller guten Dinge sind drei. Eins und zwei unten waren ein Beitrag zur Raupe und einer zur Verpuppung. Letzte Woche, am 13. Juni 2024 war es so weit, der Schwalbenschwanz hat sich aus der Puppe in den Schmetterling verwandelt. Beim routinemäßigen Beobachten am Morgen saß er oben am Steckle, wie wenn er darauf wartete, dass ich den Deckel abhebe.
Schwalbenschwanz und die leere Puppe unten am Steckle.
Die leere Puppe sieht fast unverletzt aus.
Nach vorne ist der Schmetterling entstiegen. Man kann kaum glauben, dass er da reingepasst hat. Wissen Sie noch, wann die Verpuppung erfolgte? Am 3. Oktober 2023 war es so weit. Das heißt acht Monate und zehn Tage war sie eine Puppe. Bringt einen das nicht zum Erstaunen? Unten sieht man das Foto, ich finde es sensationell mit den Halteseilen.
Der Biologielehrer und NABU-Vorsitzende vom hiesigen Landkreis, Thomas Schalk, sagte, dass der Schwalbenschwanz im nächsten Jahr im Mai schlüpfen wird. Da lag er einen Monat daneben. Nun, ich war gespannt, wann der Schmetterling davonflattern würde. Es war sehr frisch an diesem Morgen und die Sonne lies sich auch Zeit. Was denken Sie, wieviel Zeit ab der Deckelöffnung bis zum Abflug vergingen? Fast vier Stunden. So lange brauchte er, bis er voll bei Kräften war. Er verließ den Behälter und flatterte zu einem nahem Blumenhafen mit einer kleinen Stange, an der er sofort nach oben kletterte.
Hier sieht man schön, wie er eine möglichst senkrechte Position zur Sonne einnahm, um viel Energie abzubekommen.
Einfach toll, was da wieder zu erleben war. Zum Schluß noch eine Frage, wie lange lebt der Schwalbenschwanz als Schmetterling? Drei bis vier Wochen, hätten Sie das gedacht?
Herzliche Grüße Franz Maus
4. Oktober 2023
Liebe Bürgerpostleser,
weiter unten schrieb ich über die Schwalbenschwanzraupe, ich nehme an, Sie erinnern sich noch. Am 24. September 2023 habe ich diese wunderschöne Raupe am Kraut unserer Möhren im Garten entdeckt. Ich habe dann überlegt, die weitere Entwicklung zu beobachten und die Raupe am 26. September 2023 in einen Fünflitereimer zu geben mit Ihrem Futter, dem Möhrenkraut.
Ich habe geschrieben, dass die Verpuppung kurz bevorsteht und tatsächlich kann ich nun das Puppenbild präsentieren. Die Raupe hat ein Stäbchen angenommen, an dem sie ein paar Tage regungslos als Raupe verharrte. Am 3. Oktober 2023 war es so weit, die Verwandlung zur Puppe ist geschehen.
Ist das nicht der Oberhammer? Schauen Sie mal, wie sie Ihren Oberkörper mit zwei Seilchen am Stöckchen befestigt hat. Einfach sensationell. Nun, der Biologielehrer und NABU- Vorsitzende vom hiesigen Landkreis, Thomas Schalk hat mich aufgeklärt, dass der Schwalbenschwanz erst im nächsten Jahr im Mai schlüpfen wird. So lang lasse ich den Eimer im Durchgang unseres Hauses stehen. Ich bin sehr fasziniert auch deshalb, weil die Puppe fast acht Monate lang ohne Energiezufuhr ist und scheinbar leblos da hängt und trotzdem lebendig sein muss. Für mich einen weitere Sensation. So, das war bereits der erste Folgebeitrag und ich hoffe es erfolgt noch mal einer im Mai 2024.
28. September 2023
Liebe Bürgerpostleser,
erst vor kurzem, am 24. September 2023, entdeckte ich diese wunderschöne Raupe am Kraut unserer Möhren im Garten. Ich glaube, es ist die erste Beobachtung, seit wir in Hausen wohnen.
Ich habe dann überlegt, das nächste Stadium ist die Verpuppung und aus der Puppe entsteht dann der Schmetterling. Aber, ist das noch in diesem Jahr oder überwintert die Puppe und der Schlupf erfolgt dann im Frühjahr. Um diese Fragen klären zu können, entschloß ich mich, die Raupe am 26. September 2023 in einen Fünflitereimer zu geben mit Ihrem Futter, dem Möhrenkraut. Dazu habe ich kleine Stöckchen aufgestellt, an denen sie sich verpuppen kann. Den Eimer habe ich mit einem „Lochdeckel“ abgedeckt, damit sie mir nicht entweichen kann. „Lochdeckel“ deswegen, weil er mit vielen kleinen Löchern versehen ist, damit der Luftaustausch stattfinden kann.
Deckel und die kleinen Stöckchen
Unterhalb der Raupe liegen die ersten Kotbollen, anscheinend klappt die Verdauung.
Nach Wikipedia ist unsere Raupe eine ältere, das heißt die Verpuppung dürfte nicht mehr lange auf sich warten lassen.
Aus dem Geschriebenen kann man erkennen, dass das „Züchten“ von Schmetterlingen relativ einfach ist. Entscheidend ist, dass man die Futterpflanzen kennt und die Art der Verpuppung. Wie müsste man zum Beispiel mit einer Totenkopfschwärmerraupe umgehen? Die Raupe müsste Gartenboden im Eimer haben, denn, ob Sie es glauben oder nicht, sie verpuppt sich in etwa 10 cm Tiefe. Genauso macht es die Windenschwärmerraupe.
Ich nehme an, Sie erkennen in der Zwischenzeit die Art, es ist die Raupe des herrlichen Schwalbenschwanzes. Er ist einer der größten Tagfalter. Dieses Jahr habe ich ihn wenige Male gesehen. Darf ich Ihnen zum Schluß eine kleine Anektode anbieten: Wir erhielten Besuch und ich entschuldigte mich, dass ich gerade auf Schwalbenschanz Fotosuche im Garten sei. „Ach ja, von dem Vogel habe ich auch schon einmal etwas gehört“. Nach der Aufklärung haben wir kräftig lachen können.
Sind Sie auch gespannt, was aus der Raupe zu welcher Zeit werden wird? Ich könnte mir vorstellen, dass das nochmal einen Folgebeitrag geben könnte.
Hoffnung aus dem mittelniederdeutschen bedeutet hüpfen oder zappeln vor Erwartung. Sie bedeutet eine zuversichtliche innerliche Ausrichtung mit einer positiven Erwartungshaltung, dass etwas Wünschenswertes eintrifft. So ging es denke ich jedem, der auf die Wahlergebnisse gewartet hat.
Vaclac Havel sagte einmal zur Hoffnung: Hoffnung ist nicht die Überzeugung, dass etwas gut ausgeht, sondern die Gewissheit, dass etwas Sinn hat, egal wie es ausgeht.
Bei diesem Wahlergebnis habe ich versucht den Sinn zu finden. Zu wählen macht Sinn ohne Zweifel und ist das große Vorrecht einer Demokratie, ob das Ergebnis Sinn macht muss jeder für sich entscheiden, der sein Kreuzchen gesetzt hat. Was war der Antrieb? War es Wut, Verzweiflung, Frust, Furcht, Überzeugung? Das alles könnte es gewesen sein. Wenn der Sinn darin liegt durch das Kreuzchen Parteien dazu zu bringen sich nicht gegenseitig zu zerfetzen, sondern konstruktiv zum Wohle der Gemeinschaft zusammenzuarbeiten ohne parteipolitische Dogmen mit Gewalt am Leben zu erhalten, wäre der Sinn erkennbar. Ich bezweifle allerdings anhand der jetzt schon lauthals verkündeten Drohungen und Forderungen, das dieses Ziel erreicht worden ist.
Solange das Gegeneinander lukrativer ist als das Miteinander werden wir als Bürger, egal warum wir wo in welcher Wahl ein Kreuz gemacht haben zum Spielball der Parteienlandschaft werden und auch bleiben.
Und so werden wir sicherlich bald erkennen, wer nur wie man hier so sagt geschwätzt hat und wer tatsächlich umsetzbare Lösungen bietet, die Frieden, Klima, Wohlstand und Zusammenhalt fördern. Denn das ist das, worauf alle hoffen.
Friedrich Nietzsche schreibt zur Hoffnung. „Zeus wollte nämlich, dass der Mensch, auch noch so sehr durch die andren Übel gequält, doch das Leben nicht wegwerfe, sondern fortfahre sich immer von Neuem quälen zu lassen. Dazu gibt er den Menschen die Hoffnung; sie ist in Wahrheit das übelste Übel, weil sie die Qual der Menschen verlängert.“
Doch andererseits ist sie neben Liebe und Glaube einer der drei christlichen Tugenden. Was bleibt ist daher die Hoffnung, dass sowohl die Erde als auch unsere Mitmenschen auf diesem Planeten nicht am Ende die Verlierer sind. Und da wir nur diese Erde haben und als Christen wissen müssten, dass alle vom gleichen Menschenpaar abstammen, sollten wir überlegen, wem wir unsere Stimme geben.
Mögen wir also selbst entscheiden, ob dieses Ergebnis die Qual nur verlängert oder ein Sinn darin bestand.
Buchrezension: Schweikle, Johannes und Keyerleber, Daniel: Über den Schwarzwald. Entdeckungsreise auf dem Westweg. 8 grad verlag, Freiburg 2024, 254 S. 35 €
Über den 285 Kilometer langen, bereits im Jahr 1900 vom Schwarzwaldverein mit der roten Raute ausgeschilderten Westweg von Pforzheim nach Basel ist schon viel geschrieben worden. Auch Johannes Schweikle, in Freudenstadt geborener Journalist, Autor und Dozent, hatte 2014 bereits ein Buch über ihn unterm Titel Westwegs (Klöpfer u. Meyer Verl.) verfasst, und unlängst ist mit Wildwestwegs sogar noch ein Film über diesen wohl bekanntesten und bestfrequentierten Fernwanderweg Deutschlands in die Kinos gekommen. Nun haben Johannes Schweikle und Fotograf Daniel Keyerleber mit einem Westwegbuch nachgelegt, das zweifellos neue Maßstäbe setzt: Den Schwarzwald erlebt und beschreibt der Autor auf seiner Wanderung mitreißend amüsant und zugleich nachdenklich, jedenfalls auf ganz und gar unsentimentale Weise und fernab aller üblichen touristischen Klischees. In seinen unterwegs eingeblendeten Exkursen beweist der Freudenstädter ein enormes Hintergrundwissen über Land und Leute wie über die Geschichte, sodass selbst der Schwarzwälder Leser aus dem Staunen und Schmunzeln nicht herauskommt.
Für Daniel Keyerlebers eingestreute Fotos gilt Ähnliches: Auch sie zeigen den Schwarzwald nicht in den gewohnten Bildband- und Kalendermotiven, sondern zumeist recht unprätentiös, wobei er nicht einmal vor wetterbedingter Düsternis oder vor Windkraftanlagen zurückschreckt. Schade nur, dass Bildunterschriften fehlen und dass zur Lokalisierung der Aufnahmen zuhinterst im Bildverzeichnis nachgeschaut werden muss.
Die Windräder blendet auch der Autor nicht gänzlich aus, wenn er etwa das „Blindrad“ hart am Rande des Naturschutzgebiets Blinder See kritisch kommentiert oder den Straubenhardter Windpark eher gelten lässt, um welchen der Westweg ein Stück nach Osten verlegt werden musste, um nicht die Zertifizierung als Premiumwanderweg zu gefährden. Auch massentouristische Exzesse à la Mummel- oder Titisee werden weder geschönt noch ausgelassen. Und dennoch beschreibt er die Wanderung als beglückendes und bereicherndes Erlebnis – ausgenommen die allerletzten schnurgeraden Kilometer bis ins Ziel: „Seit Lörrach fürchte ich das Ende des Wegs. So sieht die Welt aus, in die ich nach dem Ende dieser Wanderung zurückmuss.“
Ob freilich der Schwarzwaldverein sich nächstens nicht noch zu vielen Verlegungen des Westwegs (auf seine neue Gesamtlänge von dann geschätzt 350 Kilometern) genötigt sehen wird, wenn all die von den Regionalverbänden derzeit ausgewiesenen Vorranggebiete mit Windparks zugestellt sein werden? Und ob sich der Autor dann nochmals zu einer Westwegtour aufraffen könnte, erscheint zweifelhaft. „Hier oben“, schreibt er auf S. 165, „bin ich empfindlicher. Ich suche eine Insel im Meer der Funktionalität, brauche Abstand von den kalten Lösungen der Technokraten. Im Wald will ich mich erholen von den Anstrengungen permanenter Veränderungen. Deshalb verträgt der Blindensee kein Windrad.“
heute geht es um spektakuläre Zaunkönignester. Erinnern Sie sich noch an die beiden Nester in einem Quaderballen Heu bei Paul Franch in Kraichtal-Neuenbürg? Also, vor wenigen Jahrzehnten gab es noch keine Quaderballen. Man sieht, die Vogelwelt lernt dazu. Was sagen Sie aber zu den Bildern unten? Beim letzten Beitrag ging es um das Fremdnesten einer Blaumeisenbrut in einem Mehlschwalbennest. Dieses Mal könnte man sagen, es geht um eine nicht genehmigte Umnutzung.
Frau Nadine Lienhard-Blum aus Hohberg, südlich von Offenburg gelegen, hatte diese Bilder in die Hinterwälder-Whatsapp-Gruppe gestellt. Meine Neugier war geweckt. Sie hatte die Jacke, wahrscheinlich weil es ihr zu warm wurde, auf dem Heuboden an einen Nagel gehängt und dort belassen. Sie war beschäftigt, über dem Milchziegenstall Heu auf den Futtertisch zu gabeln. Dreimal am Tag macht sie das. Das hat den Zaunkönig nicht vom Nestbau im Kapuzenbereich abgehalten, was nur zwei Tage dauerte. Vermutlich herrschte Legenot und es eilte ein bißchen. Freundlicher Weise hatte Nadine vollstes Verständnis für die Umnutzung und lies die Zaunkönige gewähren.
Für die Brutzeit bis zum Ausfliegen kann man mit gut vier Wochen rechnen. Das Brüten erfolgt nur vom Weibchen, es muss sich sogar selber versorgen. Auch die Jungenversorgung ist großteils Frauensache. Erst wenn die Jungen ab Tag 8 nach dem Schlüpfen betteln, helfen die Männchen sporadisch mit. Unmögliches Verhalten möchte man sagen. Was auf der Jacke zu sehen ist, die enorme Staubbildung innerhalb kurzer Zeit. Aber Abstauben war natürlich verboten. Logisch, oder?
Etwa zeitgleich schickte Edmund Zeiser aus Zimmern unter der Burg die Bilder unten. Zu sehen ist eine Skaterbahn. Finden Sie das herrliche Nest auf der Skaterbahn? Man muss wirklich genau hinschauen, um anhand des braunen Laubknäuels an der zweiten Stangen von hinten gesehen die Nestlage zu finden. Man hat fast den Eindruck, dass der Zaunkönig das Nest gegen die Schwerkraft erbauen konnte. Er ist natürlich ein Leichtgewicht mit etwa 9 Gramm Körpergewicht, so dass diese Aufhängung gereicht haben sollte. Trotzdem ein richtiger Nestbauhammer, das finden Sie sicherlich auch.
Vielen Dank Nadine Lienhard-Blum und Edmund Zeiser für die Möglichkeit, die besonderen Zaunkönignester zu sehen und über sie zu schreiben.
Liebe Bürgerpostleser, vor kurzem schaute ich nach, ob der Schwalbenturm am neuen Standort am Mühlkanal im dritten Jahr der Umsiedlung von Mehlschwalben besiedelt wird. Leider ist das wiederum nicht der Fall. Dann schaute ich unweit davon nach einer zehn Nester umfassenden Kolonie unterm Dach, dort waren die Nester besetzt. Die jungen Schwalben waren noch nicht geschlüpft. Trotzdem hörte ich unterm Dach Jungvögel Gepipse und war kurz irritiert. Aber nicht lange. Erkennen Sie die Ursache? Ein Blaumeisenpaar hat ein Mehlschwalbennest besetzt. Das ist doch der Hammer, finden Sie nicht auch?
Dass Meisen in Briefkästen brüten, habe ich schon mal aus dem Glottertal beschrieben. Auch andere erstaunliche Wohnhöhlen wie Wasserpumpen und Öffnungen von Verkehrsschilderrohren sind schon benutzt worden. Aber dass sie Mehlschwalbennester beziehen, das habe ich noch nicht erlebt oder gehört. Vielleicht Sie als Leser. Wenn ja, bin ich über eine Rückmeldung dankbar.
Z‘ Waldhuuse bei de Siebe Hiesli Liit Dä isch ebbs, wa`s sunscht nähnets giit Im Siebte Hiesli wohnt kon Mensch Wa word dää sii, wa denksch ?
Dä sorrets, summts und fauchts und stampfts Des isch bigott kon Allefanz wo des alls wartet, schmiert und fettet Wenn die den guete Maa nit hettet
De Willi Brugger (III) drei Wa der alls khaa, jo heidenai Us milliardefache Brändbachtröpfle Macht der vill Strom, druckt nuu paar Knöpfle
Die Wassertröpfle wered g`sammlet Im Kirnbergsee sind sie versammlet Bevor’s i grosse Rohr rabdunndret Und Strom druus Word, wa villi wundret
Turbine triebet Dynamo aa Wa Brändbachwasser doch soo alls khaa? Demit khaa mer im Stausee badde Für d‘ Freizeit isch des au kon Schadde
So kinnet d‘ Brielinger Wäsche, Bache Maschine Triebe für vill Sache De Straub khaa Bappedeckel falte, drucke Wo die i Hochregal nuu korz verhucke Millionen Schachtle, bisch ganz backe? Me weltwiit bruucht zum Sach verpacke
Verdanke duet mer des de Manne die baue hond e grossi Wanne E Bogemuur und Rohr us Iise Lond’s Brändbachwasser aabischiesse
Im Kraftwerk vu Waaldhuuse Duets hundert Johr scho kräftig schuuse Us Wasser macht mer dä de Strom Energie für Brielinge isch de Lohn
Drum lobet, jublet dene zue Die niemols gänd e Rueh Dass Brändbachwasser schaffe khaa Gnueg Strom do isch für jedermaa
(Drum isch es manchmal au e Freid Wenn vum Himmel Wasser obe abi kheit En Segen ischs für Flur und Feld bringt Gräene Strom und Geld)
Die drei Brändbacher Wassertröpfle gelesen von Maria Simon
heute möchte ich vor allem durch Bilder aufmerksam machen, was für eine Vielfalt von Käfern es bei uns gibt, wie farbenprächtig sie sind und in der Größe sehr unterschiedlich. Das Bild vom Blauvioletten Scheibenbock schickte mir Edmund Zeiser aus Zimmern unter der Burg. Haben Sie den schon einmal gesehen?
Blauvioletter Scheibenbock
Unten ein Zweifleckiger Zipfelkäfer, den ich Gott sei Danke mit seinen sechs Millimeter Größe gesehen habe auf einer Schnittlauchblüte. Haben Sie den schon gesehen?
Zweifleckiger
Zipfelkäfer
Die Käfer unten sah ich beim empfehlenswerten Rundgang um den Linachtalstausee.
Fichtenrüsselkäfer
Flohkäfer
Der Rüsselkäfer ist wahrscheinlich ein Fichtenrüsselkäfer. Ein toller Hecht finde ich. Der kleine Kerl daneben ist nur drei Millimeter groß, deswegen heißt er wahrscheinlich Flohkäfer.
Das nächste Bild zeigt einen Großen Blasenkäfer, sieht der nicht auch herrlich aus? Zu guter Letzt sieht man auf einen roter Käfer, er ist auch relativ klein. Es ist das Maiglöckchenhähnchen.
Großer Blasenkäfer
Maiglöckchenhähnchen
Wenn man übrigens auf das Foto klickt, öffnet es sich in größer in einem neuen Fenster. Viel Freude an den Bildern.
heute geht es um die Lösung der Rätselfrage vom letzten Mal, um was für einen Vogel es sich auf den Bildern handelt. Edmund Zeiser aus Zimmern unter der Burg hat mir dankenswerter Weise nachfolgende Bilder geschickt. Von Ihnen als Leser kamen einige Rückmeldungen, Falke, Wanderfalke, (junger) Baumfalke, Merlin, Gleitaar und eine Würgerart wurden genannt. Leider ist keine Antwort die richtige.
Weil der Vogel etwas außergewöhnlich aussieht, habe ich ihn einigen Fachleuten geschickt. Sie kamen zu der Einschätzung, dass es kein einheimischer Vogel ist, sondern einer, der aus einer Voliere, einem Zoo oder einer Falknerei ausgebrochen ist. Da stockt einem doch der Atem, kein einheimischer Vogel. Es gab einige Erklärungsversuche für Greifvögel aus dem Ausland, aber es passte nicht zusammen.
Die Ansicht, dass es sich um einen geflohenen Vogel handelt, brachte mich auf die Idee, bei Falkner Franz Ruchlak in Löffingen-Bachheim nachzufragen. Wie aus der Pistole geschossen schrieb er: „Das ist kein Flüchtling, sondern ein einheimischer Greifvogel. Es ist ein alter, schön ausgefärbter Sperber, ein Männchen, Sprinz genannt“. Die Betonung liegt auf alt, Franz Ruchlak schätzt ihn auf sieben bis neun Jahre und dass Sperber so alt werden, sei durch ihre kamikazeartigen Jagdmethode eine Rarität. Das heißt, dass man solch gefärbte Sperber nur sehr selten zu sehen bekommt und deswegen kein „Bild“ von ihnen hat. Das besondere an der Färbung ist die weiße Vorderseite, die normal gesperbert ist und die helmartige Kopffärbung. Franz Ruchlak ist passionierter Falkner von Kindesbeinen an und ist Anlaufstelle für verletzte Greifvögel. Über 60 habe er im letzten Jahr betreut. Dadurch hat er einen reichen Erfahrungsschatz über Details ihres Aussehens.
Vielen Dank Franz Ruchlak für die interessante Rätsellöung, vielen Dank Ihnen für Ihr Mitmachen.
Fotos aus dem Jahr 2021 sind wegen eines alten und fehlerhaten Plugins nicht mehr erreichbar.
Smaragdeidechsen und Orchideen aus dem Lilienthal
Man braucht nicht in die Ferne schweifen, denn das Gute liegt so nah. Schon einmal den Kaiserstuhl besucht und nicht nur eine Besenwirtschaft aufgesucht? Wenn nein, dann machen sie sich auf Schusters Rappen und besuchen sie die Papageien vom Kaiserstuhl (Bienenfresser) und evtl. sehen sie auch eine der wunderschönen Smaragdeidechsen oder auch die vielen Arten von Orchideen, die es dort gibt. Vielleicht geben ihnen meine Bilder einen Grund dazu eine der so nah liegenden Urlaubsgebiete zu besuchen und auch in Coronazeiten die Schönheiten vor der Haustür kennenzulernen.