Kindergartengebühren

Immer wieder erreichen mich Nachrichten über die Gebühren der Kindergärten, des Essens und jetzt der Fahrtkosten. Ich habe keinerlei Ahnung, wie ich das einschätzen kann und soll.

Um mal einen Überblick zu bekommen, würde es uns sehr interessieren wieviel die jungen Eltern in der Region für was bezahlen.

Liebe jungen Eltern, bitte klärt uns Alten mal auf!

Gerne anonym und mit möglichst wenigen Namen. Es interessieren hier alle Eltern aus der Region, also nicht nur Hüfingen. Wir hätten gerne einen belastbaren Vergleich! Deshalb, um so mehr sich die Mühe machen, das hier zu beantworten, um so besser.

Vielen Dank für die Mühen!
Und wenn ihr zum 1. Mal kommentiert, gebt mir bitte kurz Zeit euern Kommentar frei zu schalten.
Die E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.



Alter vom Kind:
Ortschaft vom Kiga:
Fahrtkosten:
Träger der Einrichtung:
Art der Betreuung:
Kosten:
Essensauswahl:
Kosten der Verpflegung:
Sonstwas:


Name der Ortschaft des Kiga und gibt es am Wohnort einen Kiga?
Muss Kind mit Bus zum Kiga, weil er zu weit weg ist?
Träger z.B. frei, evangelisch, katholisch, städtisch
Wie lange? z.B. von 8:00-12:00, von 9:00 -15:00
Pro Monat, pro Jahr
Menüs zur Auswahl, vegetarisch, viel Fleisch, frisches Obst und Gemüse

Sobald hier genug Kommentare vorhanden sind, werde ich mal versuchen die Sache zusammen zu fassen.

Nochmals Danke für die Hilfe!

Kein Urwald – nirgends?

In der deutschen Landschaft fehlt die Wildnis. (Aldo Leopold: A Sound County Almanac. 1949)

Unter der Überschrift „Alles andere als Urwald“ erschien in der Zeitschrift Der Schwarzwald 3/2022, dem Organ des Schwarzwaldvereins, ein Beitrag von Peter Grassmann (1), einem der Kuratoren der sehenswerten Ausstellung KULT(UR)WALD im Villinger Franziskaner Museum. Sie ist der Besiedelung des Schwarzwalds gewidmet und räumt mit der laienhaften Vorstellung auf, wonach das „siedlungsunfreundliche“ Waldgebirge bis zu den Klostergründungen ein undurchdringlicher Urwald gewesen sei, allenfalls „ein Kult(ur)wald eben“, wie Grassmanns Beitrag schließt. Was man sich wohl konkret unter einem solchen vorzustellen hat?

Wie finster und unwegsam war der Schwarzwald?

So ganz wird dieses Rätsel auch in dem hübsch gestalteten und reich bebilderten Ausstellungskatalog nicht aufgelöst. Schon in prähistorischer Zeit, so verrät bereits in seinem Grußwort der Chef des Landesamts für Denkmalpflege im Regierungspräsidium Stuttgart Dr. G. Wieland, sei der Schwarzwald kein undurchdringlicher und menschenleerer „Urwald“ mehr gewesen. „Dass der Jäger des Mesolithikums durch den hohen Schwarzwald streifen konnte,“ so wird als Gewährsmann der Freiburger Geologe Max Pfannenstiel aus dem Jahr 1964 zitiert, „war nur möglich, wenn kein undurchdringlicher Urwald bestand, sondern ein lichterer Forst ein Eindringen bis zu den höchsten Kämmen und Gipfeln zuließ.“ Ab dem Ende der Jungsteinzeit (ab dem 4. Jahrtausend v. Chr.), erfährt der Leser, habe nämlich nicht nur die Rotbuche zur Weißtanne aufgeschlossen, es habe auch eine „lokale Rückkehr von Haselsträuchern und Birken“ gegeben. Zugleich hätten Pollen von Gräsern und Kräutern zugenommen, die in der Naturlandschaft dieser Zeit eigentlich fehlen, sogar Getreidekörner und Holzkohlestücke hätten eindeutig auf die frühe Anwesenheit von Menschen hingewiesen. 

Das Bild des düsteren, wilden Schwarzwalds, der sich wie ein Riegel zwischen die Zentren der Zivilisation im Osten und Westen schob, der noch im Mittelalter als silva nigra bezeichnet worden war, müsse zurechtgerückt werden: Nichts als ein Trugbild demnach, das selbst der Märchenerzähler Wilhelm Hauff im Kalten Herz noch verbreitet habe (Dein ist all Land, wo Tannen stehen…). In Wahrheit sei der Schwarzwald „schon lange ein von Menschenhand geschaffener Wald.“ Den „Urwald“ habe der Mensch sich, seit er sesshaft zu werden begann, zu eigen gemacht, für seine Zwecke genutzt und stetig geändert, mithin „ganz nach Bedarf gerodet und wieder aufgeforstet“. Aber war es tatsächlich so? 

Kohlplätze und im Boden erhaltene Kohlereste liefern der Wissenschaft Nachweise über den Wald und die jeweils vorherrschenden Baumarten in den zurückliegenden Jahrhunderten

Bei allem Nutzen, den der Wald den Siedlern versprach: Glich deren Geschichte über Jahrtausende hinweg nicht immer auch einem Kampf, einem erbittertem Ringen, um den Wald daran zu hindern, sein Terrain zurückzuerobern, sobald die Landwirtschaft wieder einmal durch Klimaungunst lahmte oder die Feldflur durch Abwanderung und kriegerische Auseinandersetzungen ein paar Jahre lang brach liegen blieb?


Und ist nicht das „Aufforsten“, von dem im Katalog die Rede ist, eine ganz und gar neuzeitliche Praxis, auch wenn schon die Römer den Waldhüterberuf (saltuarius) eingeführt haben – spätestens seit der Entwaldung des  Mittelmeerraumes? Dass der Schwarzwald (silva marciana) derweil noch immer (oder schon wieder?) dicht bewaldet war und dass es sich dabei um einen Mischwald aus Nadel- und unterschiedlichen Laubbaumarten gehandelt hatte, um die für den Schwarzwald so charakteristische Bergmischwaldgesellschaft also, beweisen nicht nur die Pollenprofile. Auch die Peutingersche Tafel (Tabula Peutingeriana), die auf einer Straßenkarte aus spätrömischer Zeit basiert, zeigt den Schwarzwald als durchgehend mit Nadel- und Laubbaumarten bestockte Girlande. 

Silva marciana (Schwarzwald) auf der Tabula Peutingeriana (Peutingersche Tafel).
Der Kleckes in der Mitte unten ist der Bodensee.
(https://tp-online.ku.de/)

Weil jedoch Bergmischwald auch im Urzustand nicht mit einem „undurchdringlichen Dschungel“ gleichzusetzen ist (wie noch 2021 eine im Katalog zitierte Quelle meint), kann er wohl nur in Verbindung mit der Topographie, mit den felsdurchsetzten Steilhalden des rhenanischen Schwarzwalds als undurchdringlich eingeschätzt worden sein. Weshalb er auch, wie im Katalog beschrieben, „zu keinem Zeitpunkt großräumig umgangen“, sondern auf uralten Handelsrouten durchs Kinzigtal und über den Thurnerpass durchquert worden ist. Als ob es da unterwegs nicht auch Herbergen, Hufschmiede und auch schon Höfe zum Pferdewechseln gegeben haben dürfte. 

Wälder der Bergmischwaldgesellschaft, die nun einmal überwiegend aus Schatten ertragenden Buchen und Weißtannen bestehen, sind jedenfalls bis in die allerjüngste Neuzeit, niemals durch Aufforstung entstanden, sondern nach Rodungen oder Kahlschlag stets durch natürliche Sukzessionsvorgänge: Wie nach jeder Alterungs- und Zusammenbruchsphase des Urwalds folgt auch nach Rodungen (nach dem sog. „Mosaik-Zyklus-Modell“) das Pioniergehölz (wie Hasel, Birke, Eberesche und Aspe), unter welchem sich dann auch wieder Tannen und Buchen einfinden, soweit die nicht ohnehin unterm Altholzschirm als Naturverjüngung überlebt hatten. Was an diesem natürlichen Prozess des Waldökosystems kann da als „Kulturwald“ (von lateinisch colere = bebauen), gar als „Forst“ interpretiert werden?

Im Wald des Hansenhof

Echter europäischer Urwald der Bergmischwaldstufe findet sich in nennenswerter Flächengröße nur noch in den Karpaten, doch selbst dort ist er zumeist nicht gänzlich unbeeinflusst vom Menschen geblieben – und sei es auch nur durch gelegentliche Beweidung. Im Schwarzwald mögen es immerhin noch ein paar wenige Nischen sein, die sich aufgrund ihrer Steilheit und Abgelegenheit nicht allzu weit vom Urwald entfernt haben. So etwa im glazial geformten Kessel des Zweribachs, im ältesten Bannwald Badens, wo es in den felsigsten Partien nachweislich bei einem einmaligen Kahlschlag ums Jahr 1582 durch alpenländische Spezialisten geblieben ist, angeordnet vom Abt von St. Peter zur Versorgung des Simonswälder Eisenwerks.

Wildnis im Bannwald Zweribach

Vom Karpatenurwald ist der Wald hier inzwischen kaum mehr zu unterscheiden. Um  den Waldfreunden zumindest doch einen „Urwald aus zweiter Hand“ bieten zu können, war hier 1952 auf Betreiben des Schwarzwaldvereins der erste Bannwald Badens entstanden, das erste Totalreservat, in dem sich die Waldvegetation ungestört nach der ihr innewohnenden Eigengesetzlichkeit entwickeln kann.“ Die Bannwälder sollten „all den Freunden der Natur offen stehen, die Freude an der ungezähmten Waldwildnis und Interesse für den mitteleuropäischen Urwald haben.“

Schon 1912 waren die Württemberger auf Initiative des Forstprofessors Christoph Wagner auf dieselbe Idee verfallen, zumal man sich von ihr auch wissenschaftlichen Gewinn versprach und Beantwortung von Fragen zur künftigen praktischen Waldbehandlung. „Urwald von morgen“ lautet der Titel eines zum Europäischen Naturschutzjahr 1970 erschienenen Buchs der Landesforstverwaltung, in welchem insgesamt 40 Bannwaldgebiete vorgestellt werden, noch ehe diese im neuen Landeswaldgesetz von 1976 dann auch eine Rechtsgrundlage erhalten hatten.

Im Bannwald, dem „Urwald von morgen“


Die Ausstellung im Villinger Franziskaner Museum (die noch bis zum 16. Oktober 2022 besucht werden kann) fällt in eine Zeit, in der nicht nur infolge des Klimawandels, sondern auch des Artenschwunds die Auseinandersetzungen zwischen Naturschutz und Forstwirtschaft an Schärfe zugenommen haben. Dabei geht es nicht zuletzt um die Forderung nach weiteren Flächenstilllegungen, nachdem die schon 2007 von der Bundesregierung beschlossene Nationale Strategie zur biologischen Vielfalt ihr bis 2020 angestrebtes Ziel von fünf Prozent unbewirtschafteter Waldwildnis weit verfehlt hat. Umso heftiger wird der Forstwirtschaft unterdessen vorgeworfen, dass sie aus Gründen der Gewinnmaximierung noch immer vorwiegend reine Nadelholzforste bevorzuge und nach der Holzernte bzw. nach Sturm, Trockenheit und Käferfraß nach wie vor Nadelholzkulturen pflanze anstatt den Wald nach dem Vorbild der Naturwälder naturnah/naturgemäß als Dauerwald zu bewirtschaften, um so den Anforderungen der Zukunft besser gerecht werden zu können.

Insoweit darf der Villinger KULT(UR)WALD-Ausstellung wohl auch eine zusätzliche waldpädagogische Aufgabe aufgebürdet werden. Wie wäre es mit der Botschaft: der Schwarzwald der Zukunft möge sich, wenn schon nicht zum URWALD, so doch bitte auch nicht zum einseitig von der Holznutzung diktierten KULTURWALD hin entwickeln.

 1 Graßmann, P. / Ade D. / Rademacher, L (Hrsg.): KULTURWALD Die Besiedlung des Schwarzwalds. Verl. der Stadt Villingen-Schwenningen

2  Hockenjos, W.: Wo Wildnis entsteht. Der Bannwald Zweribach im Schwarzwald.  Lauinger Verl. Karlsruhe, 2015

Sänger

Liebe Bürgerpostleser,

am Freitag Nachmittag konnte ich dieses hübsche kleine Vögelein mit gut 10 cm Körperlänge in der Fenchelpflanze unserer Kräuterschnecke beobachteten. Relativ lange Zeit hielt es sich dort auf und ich konnte nahe an ihn herankommen. Wenn er doch nur einen Laut von sich gegeben hätte, wäre vollkommen klar gewesen, was für eine Art er ist. Aber nein, er hielt die Klappe, weil er sehr beschäftigt war, ich verrate es Ihnen, mit Fressen. Jetzt sind aber Sie an der Reihe, was wird er wohl gefressen haben?

Ich vermute, dass er bereits auf dem Zug Richtung Süden war. Denn Zugvögel verhalten sich auf der Strecke unbekümmeter. Deswegen gibt es dabei auch solche schöne Begegnungen. Weil ich weiß, dass die Bestimmung des Kleinvogels schwierig ist, habe ich die beiden Bilder Otto Körner, unter anderem ein Vogelexperte aus Bräunlingen, geschickt. Lesen Sie seine Antwort: „Knifflige Frage, die wir bei der Beringung in Illmitz am Neusiedler See und auf der Mettnau anhand der Einkerbungen der äußeren 4.- 6. Handschwingen unterscheiden konnten. Überaugenstreif kann bei diesjährig geborenen Vögeln fehlen, aber der dunkle Zügel vom Schnabel durchs Auge teilt den Augenring in eine obere und untere Hälfte => meine Bewertung = Zilpzalp. Liebe Grüße Otto“. Super. Sehen Sie den schwarzen Zügel? Klar doch, wenn man´s weiß. Wie gesagt, hätte der Kerle einmal seinen Ruf hören lassen, wäre es einfach gewesen: „Zilpzalp, zilpzalp, zilpzalp“.

Jetzt, haben Sie sich entschieden, was er gefressen hat? Etwa die zahlreichen Fenchelkörner? Nein, schauen Sie sich den Schnabel genauer an, das ist der Schnabel eines Insektenfressers. Was für Insekten? Das Bild oben verrät es Ihnen: Die zahlreichen Blattläuse, die die Fencheldolden besiedelt haben.

Herzliche Grüße
Franz Maus



Regen bringt Segen

Da habe ich letzte Woche noch erklärt, warum in der Breg beim Römerbad kein Wasser mehr ist und schon regnet es.

Hier gibts den Film: „Die Breg im Jahreslauf


Im Südkurier lässt das Amt für Umwelt, Wasser- und Bodenschutz behaupten es wolle die Kraftwerkbetreiber verklagen, weil diese die Kraftwerke heimlich kurz angeschaltet hätten.

Hüfinger Wasserkaftweke

Meiner Information nach, ist es unmöglich ein Wasserkraftwerk kurz an- und abzuschalten. Zumindest sind die Kraftwerke jetzt auch nach dem Regen nicht wieder hochgefahren.

Leider brachte der Regen auch eine schöne alte Linde zum auseinanderbrechen. Der markante Baum am Bräunlinger Heckenpfad wird wohl nicht mehr zu retten sein:.

Graureiher

Liebe Bürgerpostleser,

wer erinnert sich noch an dieses Bild? Hand aufs Herz, wann habe ich das Bild unten aufgenommen und einen Bürgerpostbericht daraus gemacht? Ist es ein, zwei, drei oder vier Jahre her? Ehrlich gesagt, ich habe gedacht, vor einem Jahr. Aber es sind fast auf den Tag zwei Jahre her, es ist am 11. August 2020 entstanden.

Und nun kommt der Hammer. Am Freitag, den 5. August fahre ich mit meinem Pedelec – vor zwei Jahren war es mein 34 Jahre altes Tourenrad – durch den Park und denke, ich sehe nicht richtig, wieder ein Graureiher mit offenen Flügeln aber mit dem großen Unterschied, er war von vorne zu sehen. Die Entfernung war relativ gering, so dass ich vorsichtig fotografieren konnte. Denn sobald ich näher heranging, machte er seinen „Schirm“ zu und zog sich etwas zurück. An den beiden Aufnahmen sieht man Unterschiede in der Flügelhaltung. Auf dem Bild links fast wie ein Tisch und auf dem rechts etwas hochgezogen.

Es ist wiederum ein junger Graureiher, weil der Oberschnabel noch nicht gelb ist. Und dann die Frage, wieso streckt er seine Flügel auseinander Richtung Sonne? Geregnet hatte es – leider – nicht, so dass der Kerle seine Flügel nicht zum Trocknen öffnen mußte. Was mir auffiel, dass er hechelte wie ein Hund und den Schnabel leicht geöffnet hatte. Das sind Maßnahmen zur Kühlung. Vor zwei Jahren brachte mich jemand auf die Spur, dass die Flügelöffnung auch zur Kühlung dient. Es war sehr heiß am 5. August. Hühner und Gänse würden auch so etwas machen. Also nochmals diese kleine Wiederholung zur Graureiherflügelöffnung wie geschrieben, statt von hinten jetzt von vorne. Damit ist das Thema komplett abgehandelt.

Wie vor zwei Jahren könnte man auch von vorne ein exhibitionistisches Verhalten vermuten, finden Sie nicht auch?

Herzliche Grüße
Franz Maus

Das große Fressen

Liebe Bürgerpostleser, 

kurz etwas zu diesem Bild: Im Zoo zu Gelsenkirchen sind seit kurzem zwei Hinterwälderrinder. Deswegen konnte ich dienstlich dorthin reisen. Die Zoo Tierärztin Judith Wabnitz zeigte uns bei einem Rundgang auch Ihre Lieblingstiere, die wir mit einer Art Knäckebrot füttern durften. Wer von Ihnen konnte einer Giraffe schon einmal so auf Augenhöhe begegnen? Und sehen, wie riesig der Kopf ist? Die Giraffenzunge ist übrigens violett-blau und hat jemand schon einmal eine Giraffe rufen hören? Diese Frage beschäftigte meine Kollegin Christina Müller aus Südtirol. Frau Wabnitz klärte auf, dass die Giraffen auf für uns nicht hörbaren Frequenzen miteinander kommunizieren, ist das nicht ein Hammer? 

Giraffe im Zoo zu Gelsenkirchen

Die anderen Bilder handeln vom großen Fressen unter Insekten. Der eine lebt vom anderem, so ist nun mal das Lebensprinzip auf unserer Erde. Beim nächsten Bild der Krabbenspinne könnte man natürlich auch eine liebevolle Umarmung erwarten. Pustekuchen, es wird gepackt, was sich bietet. Dass sie dabei sogar das Landkärtchen, einen mittelgroßen Schmetterling überwältigen kann, hat mich sehr überrascht.


Das nächste Bild zeigt einen Schnappschuß, wie eine Springspinne eine Fliege erbeutet hat. Wenn man daran denkt, wie schwierig Fliegen zu fangen sind, muss man schon staunen. 

Springspinne erbeutet eine Fliege

Auf dem letzten Bild sieht man eine Raubfliege, die damit beschäftigt ist, eine Fleischfliege auszusaugen. Sehen Sie die effektive Umarmung? 

Raubfliege mit Fleischfliege

Diese Bilder sind innerhalb kurzer Zeit im Juni/Juli diesen Jahres entstanden und beweisen, dass die Natur sehr insektenreich ist. 

Was haben Sie für einen Eindruck? 

Herzliche Grüße
Franz Maus

Fliegende Juwelen

Jetzt fliegen sie wieder!. Einst waren es viel doch, wenn man Geduld hat, findet man das eine oder andere Juwel der Wiese. Die Schmetterlinge. Ich möchte den Leserinnen und Lesern einige Schönheiten zeigen die ich in den letzten Tagen fotografieren konnte. Es liegt an uns allen, ob sie weiter unsere Wiesen bevölkern können, wenn wir ihnen ihren Lebensraum nicht wegnehmen. Vielleicht kennt jemand auch die anderen Schmetterlinge mit Namen.

Alu Brücke

Nach dem Lidllager, dem Weiher als Kloake, der Zerstörung von Streuobstwiesen und Rodung eines Heckenbiotops durch den Biotopbeauftragten hatte sich der Hüfinger Gemeinderat mit seinem Bürgermeister ein neues Meisterwerk ausgedacht, um ihre Verachtung gegenüber der Natur auszudrücken. Da sage mal einer es seien Banausen. Welch hübscheres Symbol gegen die Nachhaltigkeit lässt sich setzten als mit einer Alubrücke?

Warum nur?

Auch so kann man eine eigentlich wunderbare Idee einer Brücke zerstören.

Aluminiumproduktion

Die Herstellung von Aluminium ist extrem aufwändig und umweltschädlich. Das beginnt mit dem Abbau des Rohstoffs Bauxit und gipfelt im immensen Stromverbrauch.

Bauxit

Im Jahr 2019 waren Australien (105 Millionen Tonnen), die Volksrepublik China (70 Millionen Tonnen), Guinea (67 Millionen Tonnen), Brasilien (34 Millionen Tonnen) und Indien (23 Millionen Tonnen) die weltweit bedeutendsten Fördernationen von Bauxit, deren Anteil an den weltweit abgebauten 358 Millionen Tonnen rund 84 Prozent betrug. (Wikipedia)

Nach Überprüfung aller bisherigen Erkenntnisse können wir feststellen, dass die verschiedenen Bergbauaktivitäten negative Auswirkungen auf die Umwelt und das Leben und die Lebensgrundlage der lokalen Gemeinschaften haben. Es fehlt an strengen und wirksamen Maßnahmen zur Rekultivierung und Wiederherstellung des abgebauten Landes. Daher müssen alle Beteiligten auf eine ordnungsgemäße Bewirtschaftung und Erhaltung der Umwelt achten, um den weiteren Verlust von Waldflächen und Oberboden zu stoppen und eine Verschlechterung der Wasserqualität, Bodenverschlechterung, Luftverschmutzung und Lärmbelästigung für eine gesunde Umwelt und eine nachhaltige Entwicklung der Region zu verhindern. Das Bergbauland sollte ordnungsgemäß rekultiviert werden, wobei auch die Vegetation und die Tierwelt in den früheren Bergbaulandschaften wiederhergestellt werden sollten und sogar für die Landwirtschaft genutzt werden können.

*Environmental Impact of Bauxite Mining: A Review, Prashant Hindurao Kamble, S. M. Bhosale, International Journal for Research in Applied Science & Engineering Technology (IJRASET) ISSN: 2321-9653; IC Value: 45.98; Volume 7 Issue I.
Ein Mann wäscht seine Kleidung neben einer Bergbaustraße des Konsortiums La Société Minière de Boké (SMB) in Guinea. Lokale Gemeinschaften geben an, dass der Bau der Bergbaustraßen von SMB Flüsse und Bäche blockiert, ihren Lauf umleitet und den Wasserstand in den örtlichen Brunnen senkt. © 2018 Ricci Shryock für Human Rights Watch

Dabei haben wir doch Handwerker im Stadtrat, die Holz zu schätzen wissen müssten?

Es wird auch spannend werden, wie eine Alubrücke über der Breg im Winter eisfrei gehalten und gewartet werden soll. Vielleicht wollen die dann Salz dazu in die Breg schütten? Würde ja passen, damit wir noch ein bisschen mehr Umweltzerstörung haben. Über die sinnlose und hier auch noch teure Naturzerstörung in Hüfingen lässt sich nur noch rätseln.

Überfall von Russland auf die Ukraine

Nicht, dass die Männer in meiner Fraktion schon mehrfach darauf hin gewiesen hätten, dass Russland mit einem Marktanteil von 10 Prozent nach China der zweitgrößte Aluminiumproduzent weltweit ist. Im Jahr 2021 exportierte Rusal 3,9 Millionen Tonnen Aluminium.

So kam was kommen musste und Lieferengpässe befeuern die Preisrallye bei Aluminium. Die Kosten für die schöne Aluminiumbrücke sind um 59,85% gestiegen.

Nun wird die Ausschreibung aufgehoben und wieder neu getrennt ausgeschrieben.

Siedlersteg Donaueschingen
Gerbewies Brücke, Friedrich-Ebert-Straße

Antrag für das Biotop Behlaer Weiher

Am 18. Mai 2022 hatten wir einen Antrag gestellt, dass die Zustände am Behlaer Weiher endlich mal untersucht werden und auch dass ein unabhängiges Ingenieurbüro Lösungsvorschläge erarbeitet.

Der Bm musste von der Kommunalaufsicht gezwungen werden den Antrag, heute am 28. Juni 2022, zu behandeln.

Der Bm hat extra ein TOP12 vorgeschaltet der unseren Antrag „nicht erforderlich“ machen soll. In seinem TOP12 fehlen sämtliche Informationen ausser einer Kostenaufstellung für eine Entschlammung.

Entgegen der Behauptungen des Bm gäbe es sehr wohl Fördergelder. Aber diese Anträge müsste halt jemand stellen, müsste wissen wo, wie und vor allem müsste man reden und recherchieren können. Das alles kann und will der Bm und sein Helfer nicht. 

Ein unabhängiges Ingenieurbüro würde sehen was gelaufen ist und wie das Biotop wieder hergestellt werden kann. Das alles will der Bm unter allen Umständen verhindern. 

Hier meine Rede aus der Stadtratssitzung:

28.07.2022 Stadtratsitzung

Jetzt da die Märchenstunde vom Bürgermeister und sein Storrytelling von PM vorbei ist, möchte ich unseren Antrag erläutern. Deshalb ist es auch richtig, dass der GR erst mal nicht irgendwelche Entschlammungen genehmigt, ohne zu wissen was und warum überhaupt.

Das mit 2019 ist nachweislich nicht wahr. Es gibt hier auch noch eine ehrliche Zeitung, die ihren Job macht. Deshalb verweise ich hier auf den Artikel in der Neckarquelle vom 16. April 2021.

Aber immerhin geben Sie jetzt den Bypass zu, nachdem wir den mühsam dokumentiert haben. Und ja, es ist ein Bypass und kein Überlauf. Das Ding hat nichts mit Regenereignissen zu tun, sondern mit Fäkalereignissen. Die Stadt hat jahrelang eine Abwassergebühr von den Bewohnern der Römerstraße verlangt und das Abwasser über den Bypass im Weiher versenkt. Und dies bis ich 2021 Rabatz gemacht habe.
Dann kleine Empfehlung am Rande, lesen Sie bei Wikipedia mal durch, was ein Abwasserpilz ist.

Dann weiß ich nicht was der sogenannte “Wasserschutz” angeblich gesagt hat, wer immer das sein soll –
aber vom Naturschutz gibt es eine deutliche Wiederherstellungspflicht des Biotops Behlaer Weiher. Klar gibt es keine Ökopunkte, weil das Biotop aktiv und strafrechtlich relevant von der Stadt Hüfingen zerstört wurde. Warum sollte also der Naturschutz dafür bezahlen?
Auch hier: lesen Sie sich mal das Verursacherprinzip auf Wikipedia durch.

Interessant auch, dass angeblich das Umweltbüro zitiert wird, ohne dies hier zu Wort kommen zu lassen.
PM ist kein Naturschutz! Mit echtem Naturschutz reden Sie nämlich prinzipiell nicht. Nein!
PM hat gerade auf der Längewiese widerrechtlich ein geschütztes Heckenbiotop roden lassen. Ansonsten generiert er lediglich für die Stadt Hüfingen mit Hilfe von echten Fachleuten Ökopunkte und damit Geld auch für seinen eigenen Säckel.

Da der Bürgermeister zufällig erst mal vergessen hat unseren Antrag zu den Unterlagen zu legen, werde ich ihn jetzt mal vorlesen:

Bitte ins Protokoll: Ich möchte, dass der Bm unseren Beschlussvorschlag wörtlich vor der Abstimmung vorliest.

Gerade die Vorlage TOP12 des Bm zeigt, dass vieles nicht verstanden wurde und wie wichtig eine unabhängige Untersuchung der Unterlagen der Stadt ist.

Eigentlich bin ich ja keine Wasserbauingenieurin, sondern Agraringenieurin.
Aber nach zwei Jahren des Studiums von Kanalplänen, Mischwasser und Gullischächten könnte ich wohl eine Masterarbeit schreiben mit den Titel:
„Wie vertuscht eine Altherrenrunde und ihr Bm eine wasserbauliche Straftat?“

Falls es jemand interessiert wie es wirklich war. In den Schriften der Baar von 1978 ist ein Artikel von Prof. Dr. Günther Reichelt dazu.

Es geht ja erst mal drum unabhängig festzustellen was überhaupt nützt und nötig ist. Dies kostet auch bedeutend weniger, als das was die Stadt bis jetzt für die unzähligen Kanalbefahrungen durch die BIT Ingenieure ausgegeben hat. Was übrigens eine totale Geldverschwendung war, wenn man sich vorher einfach die Kanalpläne vernünftig angeschaut hätte.

Momentan geht es nur um eine unabhängige Untersuchung, mehr nicht.

Es wird Zeit, dass der Hüfinger Gemeinderat seiner Aufgabe als Gremium mit Kontrollfunktion nach kommt.

Heute Abend hat der Gemeinderat von Hüfingen unseren Antrag auf eine unabhängige Untersuchung mit allen Stimmen der CDU und FDP abgelehnt. Die SPD hat sich enthalten.

Das Gremium möchte seiner Kontrollfunktion nicht nachkommen und auch keine Förderung vom Naturschutz erhalten.

Es werden auch weiterhin die illegalen Aktivitäten des Bm gedeckt. Umgekehrt ist es ja auch der Fall, dass der Bm die illegalen Aktivitäten bestimmter Stadträte deckt.

Leckerbissen im Wald

Dass Weißtannen-Nachwuchs durch Wildverbiss existenziell gefährdet sein kann, wissen Förster und Waldbesitzer nicht erst seit der Tanne im galoppierenden Klimawandel eine tragende Rolle als Ersatz für die durch Trockenstress, Borkenkäfer und Stürme noch stärker gefährdete Fichte zuerkannt wird. Schon in den allerältesten forstlichen Lehrbüchern wird nachdrücklich vor dem verderblichen Einfluss von zu allzu vielen Rehen gewarnt. Bereits einer der ersten Heidelberger Lehrstuhlinhaber für Forstwissenschaft, C. F. von Sponeck, hat im Jahr 1817 unmissverständlich darauf hingewiesen, es sei „gar nicht zu berechnen, wie schädlich nur eine Rehfamilie in einem Jahr dem vollsamen Anflug dieser Holzart werden kann.“ Und 1833 schrieb der Forstwissenschaftler C. P. Laurop, Mitglied der obersten Forstbehörde in Baden, in seinem Lehrbuch Grundsätze des Forstschutzes: „Das Rehwild ist das schädlichste für die Waldungen, dessen Daseyn mit der Kultur eines Waldes gar nicht vereinbar ist.“ Oder sollten sie da vielleicht doch ein bisschen übertrieben haben? Als ob wir Bambi in unseren Wäldern kein Bleiberecht einräumen würden!

Kulturfolger und Krisengewinner Reh

Rehe sind wählerische „Konzentratselektierer“, lernt der Forststudent schon im ersten Semester. Sie weiden nicht quer durch die Bodenflora, sondern suchen sich die Leckerbissen heraus. Und doch bedarf es für Unsereinen mitunter erst besonderer Schlüsselerlebnisse, um ihre Wirkung auf das Ökosystem Wald ganz erfassen zu können. Zu einem solchen verhalf dem Autor einst ein ganz und gar unweidmännisches Missgeschick beim „Aufbrechen“ eines erlegten Rehs: Er hatte das Schmalreh von der Ansitzleiter herab schon eine ganze Weile beobachtet, wie es gemächlich äsend durch ein Tannenaltholz herbei zog. Nach dem Schuss hatte er ihm versehentlich den prall gefüllten Pansen aufgeschärft – und siehe da: in der spinatgrünen Bescherung quollen ihm lauter Tannensternchen (Keimlinge) entgegen!

Weißtannen-Keimlinge („Sternchen“)

Dies, wohlgemerkt, zu einer Jahreszeit, in der es noch reichlich sonstige Grünäsung gab, ob Brombeerranken oder Hasenlattich. Ein für alle Mal hat er seitdem den selektierenden Einfluss des Rehwilds gespeichert und verinnerlicht. Merke: Weißtannenverbiss findet auch bereits beim ersten Aufkeimen des Samens statt, selbst wenn er in den forstlichen Verbissgutachten, der Richtschnur für den Abschuss, noch keinerlei Erwähnung findet – nachweisbar ist er allenfalls mit Hilfe von Kontrollzäunen! Denen sollte er fortan seine besondere Aufmerksamkeit schenken.

Kontrollzaun nach 10 Jahren Standzeit

Wer auf Tannennachwuchs setzt, neigte schon immer dazu, auf Nummer Sicher zu gehen: Vorsorglich schützte er ihn, indem er alljährlich im Herbst die Gipfelknospen jeweils mit einer Flocke ungewaschener Schafwolle umwickelte. Neuerdings verwendet man dazu eher bunte Kunststoffklammern oder auch chemische Verbissschutzmittel, sofern man die Tännchen nicht sogar in Drahthosen steckte oder gleich hektarweise einzäunte. Am liebsten würde man die Tännchen gar, nicht anders als Laubbaumkulturen und Douglasienpflanzungen, in jene hässlichen Polypropylen-Wuchsstoffhüllen verpacken, wo immer man glaubt, den Faktor Wildverbiss nicht anders mehr in den Griff zu bekommen. Doch hiervon wird einstweilen (gottlob!) noch abgeraten.

Heillos verbissene Jungtanne

Rehwild zählt zweifellos zu den Gewinnern der Klimakrise. Mit den milder und schneeärmer werdenden Wintern verliert der wichtigste natürliche Regulator von Pflanzenfressern zusehends an Wirksamkeit. Und ob ihre natürlichen Fressfeinde, Luchs und Wolf, jemals wieder zum Zug kommen werden, steht noch in den Sternen. Zugleich verbessert sich das Äsungsangebot auf den Schadflächen, welche Borkenkäfer und Stürme hinterlassen haben; Himbeere, Weidenröschen und vielerlei krautige Pflanzen gedeihen üppigst in der Schlagflora, begünstigt überdies durch den viel zu hohen Stickstoffeintrag aus Verkehr und Landwirtschaft. Und in den gepflanzten Kulturen und Dickungen entstehen fürs Wild neue „Einstände“ mit reichlich Deckungsschutz – Lebensraumverbesserungen, die zuverlässig zu erhöhter Reproduktivität führen, wie sich schon nach den Orkanschäden ausgangs des vorigen Jahrhunderts gezeigt hat. Von Artenschwund, gar von  Ausrottung kann beim Kulturfolger Reh wahrlich keine Rede sein.

Umso mehr kommt es jetzt darauf an, beim Waldumbau hin zu zukunftsfähigen strukturierten, stabilen und zu CO2 speichernden Mischwäldern mit reichlichen Tannenanteilen zu klotzen anstatt zu kleckern. Denn je spärlicher der Tannennachwuchs, desto schwieriger ist das Verbissschutzproblem zu lösen. Ziel muss es sein, den „vollsamen Anflug“ der Tanne (C. F. von Sponeck) auf größtmöglicher Fläche bei intensivierter Rehwildregulierung sicherzustellen, sodass alsbald der Kipp- und Wendepunkt erreicht wird, ab dem das Angebot an Leckerbissen die Nachfrage übersteigt.

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