1. Mai 2022 in Hüfingen

Liebe Frau Jaag,

wir haben heute zum 1. Mai überlegt, wir setzen unserm lieben Bürgermeister ein Denkmal oder Mahnmal. Die Spekulationen mit der Greensill Bank sollten, aus unserer Sicht, nicht in Vergessenheit geraten.
Immerhin geht es hier ja um 3.000.000 Euro!

Wir haben uns also entschlossen ihm etwas Geld , in angemessener Verpackung, zurück zu geben. Im Anhang die Beweisfotos.

Wir bitten darum, dies anonym zu behandeln, da wir ungern erkannt werden möchten.

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Behlaer Weiher Vortrag

Vielen Dank an die fast 40 Besucher gestern im  Hotel Landgasthof Kranz in Behla und auch für die tolle Diskussion und die vielen Gäste auf Zoom! Den Menschen in Behla ist der Zustand ihrer Natur nicht egal und wir werden weiter kämpfen.

Vielen Dank auch noch für die vielen Anregungen. Wir werden sie ganz sicher aufgreifen.

Ich möchte hier für alle die gestern nicht dabei sein konnten nochmal die wesentlichen Teile des Vortrages zur Verfügung stellen.

Willkommen bei den Freunden der Natur Hüfingen

Wir haben letztes Jahr den Verein nach 200 Jahren wieder gegründet, einfach, weil es gerade in Hüfingen bitter nötig ist.

Die letzten Jahre gab es hier einen gewaltigen Rollback und zwar nicht ins Mittelalter, sondern in die schwärzesten Zeiten des 20 Jahrhunderts.
Wir wollen das stoppen, nicht nur für unsere Natur, sondern auch für die Menschen;
für unsere Demokratie und freiheitlich Demokratische Grundordnung!

Vortrag vom 29. April 2022 im Hotel Landgasthof Kranz in Behla

Weitere Infos gibt es hier auf dem Hieronymus unter Behla und hier:

Blaue Pollen

Liebe Bürgerpostleser, 

jetzt kommt etwas nach dem abgewandelten Motto, „der Laie staunt und der Fachmann wundert sich nicht“. Wenn ich Sie gefragt hätte, was für eine Farbe haben die Pollenpakete an den Beinen der Bienen, was hätten Sie geantwortet? Ich behaupte frech, alle hätten gelb gesagt. Wenn ich gefragt hätte, ob auch andere Farben möglich sind, hätten einige wenige, die Fachfrauen, mit ja geantwortet. Ich gehörte bis zu diesen Aufnahmen zu den Laien. Eine Antwort auf diese Frage zu bekommen, war nicht leicht. Eine lautete, das sei eine optische Täuschung. Das wiederum glaubte ich nicht. 

Dann kam mir die Idee, einen Imker zu befragen, der könnte so etwas wissen. Also wandte ich mich an Christoph Kuttruf aus Ewattingen, der ein großer Naturfreund und Bienenbesitzer ist. Und er schrieb mir, dass das die Pollen der Traubenhyazinthe seien, die blau gefärbt sind. In Bild 3 habe ich eine Blüte halbiert und man sieht, dass die Staubbeutel auf jeden Fall nicht gelb sind. Durch das blütenstetige Sammeln der Bienen an den Blüten der gleichen Art kommt es zu einer Anreicherung von blauen Pollen an den Bienenbeinen. Ist das nicht der Hammer? Bild 1 zeigt die linke und Bild 2 die rechte Seite der Biene, also schön ausgeglichen das Ganze, damit die Biene beim Fliegen nicht das Gleichgewicht verliert. 

Bekannte Blaupollenpflanzen sind die Phacelia, auch Büschelschön genannt und der Natternkopf. Auf Bild 4 sieht man schön die blauen Staubbeutel der Phacelia bei meinem Zwischenfruchtanbau im Garten im letzten Jahr. Die Biene ist vermutlich erst am Beginn ihrer Tätigkeit, sie hat noch keine Pollen gesammelt. 

Im Internet gibt es große Tabellen, welchen Pollenfarben verschiedene Pflanzen haben. Ich war richtig erstaunt.

Rasenspatzen und Wendehals

Liebe Bürgerpostleser, 

haben Sie eine Vorstellung, was die Spatzen auf unserem Rasen machen? Sie versammelten sich nicht am Futterhaus, sondern in Scharen auf dem Rasen. Ich erzähle und Sie machen sich Gedanken: Am Samstag, den 26. März wurde unser Rasen vertikuliert. Es gab schon einiges Moos zum Wegfahren auf die Kompostanlage. Kurz vor dem großen Regen habe ich dann 4 kg Rasensamen gesät. Muss ich weitererzählen? Die Vögel haben es irgendwie mitbekommen und hatten natürlich Ihre Freude daran. Anita meinte, sie kauft noch eine Runde Rasen, ich jedoch bin der Meinung, dass die Spatzen niemals alles fressen können und noch genügend anwachsen wird. Dr. Otto Kötteritzsch kommentierte zielsicher mit 99 Jahren: „Die haben Dich beobachtet, als Du gesät hast, das nächste Mal musst Du um Mitternacht streuen. Dann passiert nichts“. Andere sagten, wir haben Katzen, da gibt’s so etwas nicht. Tatsache ist, dass ich so etwas noch nie erlebt habe, obwohl ich schon ab und zu Rasen nachgesät habe. Lustig und spannend, was da noch passieren wird. 

Gestern Abend schaute ich in den Garten und erblickte einen Vogel im Rasen, bei dem ich kurz überlegen musste, was es ist. Zunächst dachte ich an einen Spatz, aber er war etwas größer und anders gefärbt. Erkennen Sie ihn schon? Ich habe vor drei Jahren über ihn geschrieben, als beim Landratsamtsparkplatz sogar zwei Exemplare sich zeigten. So nebenbei gesagt, ich dachte zunächst es sei ein, höchstens zwei Jahre her, aber auf keinen Fall drei, wie schnell halt die Zeit vergeht. Auf dem ersten Bild zeigt er, wieso er Wendehals heißt, ein geflügeltes Word aus der Wendezeit vor über dreißig Jahren. Und Gottlieb Wendehals ist auch vielen bekannter als der Vogel Wendehals. Der Zugvogel ist bei uns recht selten, umso mehr habe ich mich gefreut, dass er kurz vorbeigeschaut hat. Es gibt nur wenige Brutpaare bei uns, am liebsten hat er Streuobstwiesen mit reichlich Ameisenvorkommen. In der Mundelfinger Jungviehweide habe ich ihn schon über den Sommer gesehen und gehört. Sein Ruf ist eindringlich „gig, gig, gig, gig“, dann ist für mich sonnenklar, der Wendehals ist da. Vielleicht achten Sie in nächster Zeit etwas auf ihn, ich würde mich sehr freuen, wenn Sie diesen Burschen beobachten könnten. Eins war auch klar, er hat auch im Rasen herumgepickt, aber da weiß ich genau, dass er nach Ameisen gepickt hat und nicht nach Rasensamen.

Herzliche Grüße

Franz Maus

Nit nuu Plattespieler, mii Dual Dynamo Taschelampe

De Onkel Wilhelm, de Onkel Pater wie d Familie ihm gsait haet, isch im grosse Augsburger Westkrankehuus anne 1973 g‘ storbe. Zwar zimli herzkrank , aber doch nit als Patient. Er war de Krankehuus- Seelsorger. Nuu wer im glaube gstaehlt isch und nerve wie en Hotzewaelder haet , haltet so ebbis uus . Naehnet i de Fuggerstadt isch meh gstorbe und meh vesaehne wore , wie im Westkrankehuus. Vater Abraham hond sie ihm dae und au bei iis de hoem gsait. Wege sim iidrueckliche, biblische uussehne, sim Habitus und sinere direkte, robuschte Gueti.

Die Soutane vu dem maechtige Mannsbild het mer au als Pfadi- Zeltcote naeme kinne und unter dem wallende Schutzschirm hond vill sorge und noet platz ghet . So alttestamentarisch wie er usgsaehne haet , so war au sie innelebe. Respektiifloessend, guetig, schlagfertig, witzig und rustikal volksfromm. Bei me casting fuer en biblische Film ueber de moses und de Vater Abraham het er bestimmt gwunne. Der legendaer, leibhaftig Krankehuus Abraham isch ploezlich doch tot im Bett i sim mit Buecher und Fotosache vollgstopfte Pfarrerzimmerle vum Krankehuus glege. Sie onzige Medizin, die er jede Morge und Obet i me grosse Schluck gnomme haet, war irische, erzkatholische Whiskey. Die Pille und Herztropfe, die ihm die bsorgte Herzdoktore vu de Herzstation im Westkrankehuus gaehe hond , haet er im Glaube a goettliche Vorsehung, a zueversichtliche Medizinglauebige schaechteleeies wieterverschenkt. 


Noch de Beerdigung uff em Pallottiner Friedhof z Friedberg haets im barocke Klosterspeisesaal no „a deftige, lustige , altbayrische leich“ gaehe. Des het ihm gfalle. 
Am dag druff homer sie Pfarrbuddi uusgrummt. De Neffe haet sich fuenf sache us sim Nochlass uussueche derfe: 

Sie Glasaug, sie Leica IIIf , sin Ueberseekoffer, sie lederne Doktertasche und : sie „Dual“. 
Wer jetzt glaubt, des waer en Plattespieler, oder e Tonband, der haet sich ghoerig tauescht. 

Anne 1938 hond die Pallottiner obere de forsch jung Pater gi Brasilie zum missioniere gschickt. Er sot dae am Aequator paschtoral de „Weinberg des Herrn bestellen“. De eigentlich Grund aber, dass mer de Pater Wilhelm Hilpert ganz wiet fortgschickt haet , war sie freche schnorre gege die gottlose, herz- und seelelose Nazidubbel. Im frisch ins „Heim ins Reich geholte Salzburg“ , wo er i sichtweite zum Obersalzberg grad no am studiere war, isch es fuer ihn und de Palottiner obere z heiss wore. Hotzewaelder hond scho zu ziite vum Einungsmoeschter Johann Albietz s‘ muul geg s Kloster St. Blasie nit haalte kinne. 


Also hond sie ihm, dem bocksboenige hotztebluetige, en grosse Ueberseekoffer kauft und e einfach- Fahrkart vu genua gi rio . I den Koffer haet er nebe de warme Wollsocke vu de motter Sofie, em Sackmesser vum Vater Felix, ere Leica vum lebenslange, guete Doegginger Schulfreund Willi Stark und eme silberne Rosekranz vu de schweschtere und ere Sackuhr vum Vetter Ernst, us em Uhrelade vum Wilhelm rRehle, verpackt. Obedruff, immer griefbar, no die “ Dual“. Uff em schiff ab genua gi Rio/ Brasilie an corco vado, kinnt mer den „Dual“ beim rummuse im Maschineraum mol guet bruuche. Als ehemalige Feinmechaniker haet er Oelgschmack und verschmierti Maschiniste moege. Erscht koennt mer mol im duschtere brasilianische Urwald die „Dual“ bruuche. Dae hond die bestimmt kon Strom und scho gar konni Batterie. Die „Dual“ haet er guet ghuetet , no besser, wie on vu sine Augaepfel. Oes devu haet er naemlich verlore durch d folge vu me Schlangebiss. Des Glasaug han ich beim verdoele vum erb, wie scho gsait, saparalisiere duerfe. Wa aber war die „Dual“ wo er sit em uebersee kai z genua bis is Krankehuus Pfarrzimmer z Augsburg  sorfaeltig, wiit ueber 35 Johr, sorgsam behuetet haet? 


Es war e Feinmechanik, Hand- Generator- Dynamo Taschelampe us St. George. vu de legendaere Plattespieler Buddi , vu de Dual. Solid baut i me Blechgehauese und fascht uuverwueschtlich. Dass die nit nu sauguete Phono- Maschine baut hond , sogar au mol Motorraeder, sondern au die 
batterielose Taschelamp, mit 3,8 volt und 0,07 Amp. kah mer im wundersame Phonomuseum am Baereplatz z‘ St. George aagucke. 


Dass onni vu dene handbetriebene Generator- Dynamo Taschelampe emol dene Missionskinder im brasilianische Urwald Erleuchtung broocht haet, isch au en verstecklete teil vu de Firmegschicht und en Teil vum Inhalt und vum Geheimnis vum Ueberseekoffer. Wer de gifizig Hotz, de Mensche- und Kinderfreund, de sproochmaechtig Verzehler und Prediger Abraham kennt haet, kha sich leibhaftig vorstelle, wie er dene woudou gwaehnte Heidekinder mit em „Dual“ Laemple d Allmacht Gottes uffblitze lau haet, zoeget haet, erklaert haet und so iidruecklich, nochhaltige Erlauechtung broocht haet. 
Es werde licht , und es ward dual licht„. 
Amend verstoht jetzt jeder , wa des Dual Lichtmaschile vu Santa George fuer de Onkel Wilhelm und jetzt fuer mich bedietet. 

Waldbaden unterm Rotor?

Windrad auf der Länge

Klimawandel und Borkenkäfer gefährden zunehmend Ihre Forstbestände. Windenergie im Wald bringt Ihnen Wertschöpfung und verschafft Ihnen ein zweites Standbein!

BBWind Projektberatungsgesellschaft mbH, AFZ-DerWald 7/2021

Windräder im Wald ist Irrsinn im Quadrat!

Peter Wohlleben; Förster und Bestsellerautor, im Interview vom 6. August 2021 der Stuttgarter Zeitung über seinen Nationalen Waldgipfel

Am 21. März, zum Frühlingsanfang, wird alle Jahre der Internationale Tag des Waldes begangen, erstmals ausgerufen vor einem halben Jahrhundert von der Welternährungsorganisation FAO. Für die Medien ist er ein willkommener Anlass, wieder einmal an die Segenswirkungen des Waldes zu erinnern, nicht zuletzt an die wachsende Bedeutung der Erholungsfunktion. Wo diese in Krisenzeiten doch enorm hinzugewonnen hat, ob auf der Suche nach Abkühlung in Hitzesommern oder nach Bewegungsfreiheit im Lockdown der Pandemie. Doch zum Frühlingsbeginn 2022 war alles anders: Die Schreckensberichte über Putins Krieg in der Ukraine stellten alle anderen Themen – zumal die zivil-erbaulichen – in den Schatten, denn wem mag da noch nach einem Tag des Waldes zumute sein. Betagtere Waldfreunde dürften sich diesmal allenfalls an einen sehr speziellen, weltweit beachteten Waldspaziergang erinnert haben: 1982, noch mitten im Kalten Krieg, kamen sich die Unterhändler der beiden Atomsupermächte, Paul Nitze und Juri Kwizinsky, endlich näher in ihren Abrüstungsgesprächen, und dies in einem Waldstück unweit Genf; besiegelt wurde der INF-Vertrag über nukleare Mittelstreckensysteme dann freilich erst fünf Jahre später unter Michail Gorbatschow. Und jetzt also wieder die Drohung mit Atomwaffen – weswegen sich Bundeskanzler Scholz genötigt sah, vor dem Parlament am 27. Februar 2022 eine Zeitenwende einzuläuten!

Im Vorjahr noch hatte der Tag des Waldes in der Presse einen breiten Raum eingenommen. Passend zu den gravierenden, dem Klimawandel anzulastenden Waldschäden („Waldsterben 2.0“), stand der Tag unter dem Motto „Wiederaufbau von Wäldern – ein Weg zu Erholung und Wohlbefinden“. Sogar aktuelle Umfrageergebnisse gab es zu vermelden: Zufolge einer Sinus-Studie, in welcher u. a. nach der „Lieblingsbeschäftigung regelmäßiger Waldgänger*innen“ gefragt worden war, wurden zwei Motive mit Abstand am häufigsten angekreuzt: 81 % Spazieren/Wandern gehen und 49 % Die Natur genießen, „Waldbaden“.

„Lieblingsbeschäftigung regelmäßiger Waldgänger*innen“

„Waldbaden“ – was, bitteschön, hat man sich bloß konkret darunter vorzustellen? Etwa den Swimmingpool unter Baumkronen? Oder sollte man, als Waldgänger der älteren Generation, einen neuartigen Freizeittrend schlichtweg verpasst haben? Die Google-Recherche zum Suchbegriff erbringt sogleich reiche Ernte: Heilung und Entspannung in der Natur wird all jenen versprochen, die wahlweise 8 Wochen Intensivausbildung mit Abschlusszertifikat und 20 Übungen und Meditationen auf sich zu nehmen bereit sindoder die  eine Ausbildung Kursleiter*in für Waldbaden – Achtsamkeit im Wald durchlaufen, erst recht wer den Kurs Waldbaden – in seinem Ursprungland Japan – Shin Yoku bucht. Aufklärung verspricht auch Das Buch zum Waldbaden nebstdutzenden Videos samt  Der Waldbaden-Blog. Fortgeschrittene Kursteilnehmer*innen können sich zum Waldbademeister mit professionellem Entschleunigen fortbilden lassen, die spezielle Disziplin Barfuß-Waldbaden inklusive. Eine Ausbildung in Waldtherapie und Forest Medicine verspricht indessen eine Europäische Akademie EAG. Andernorts wird Waldcoaching Waldbaden, Wald-Yoga, Waldfühlen angeboten. Deutschlands erste Lehrer fürs Waldbaden haben bereits IHK-Prüfungen für bewusstes Naturerleben im Hainich abgelegt, erfährt man. Und weil uns Deutsche ja seit eh und je nicht nur die Liebe zur Waldnatur verbindet, sondern auch eine besondere Präferenz fürs Vereinsleben, so kann uns nicht mehr überraschen, dass Waldbadende sich im Bundesverband Waldbaden BVWA e. V. zusammengeschlossen haben. Wen wundert´s da noch, dass auch im biederen Ländle zum Waldbaden ermuntert wird, so in Shinrin-Yoku-Kursen in Baden-Baden. Es spricht für die Beliebtheit der neuen Geschäftsidee, dass auch Deutschlands führende Forstfachzeitschrift (AFZ-DerWald 16/2018) sich schon frühzeitig des Themas angenommen hat: Kur-/Heilwälder: Eine Chance für Waldeigentümer. 

Der Förster als Waldbademeister – geht´s noch zukunftsorientierter?

Waldbaden (Foto Internet)

Mit Waldheil grüßten sich bekanntlich schon die Mitglieder von Wandervereinen: zu Zeiten freilich, als die Nutzungskategorien  Heilwald und Waldbaden noch längst nicht erfunden waren, so begehrt das Zertifikat Heilklimatischer Kurort auch damals schon gewesen sein mag. Seinerzeit wurden die Segenswirkungen des Waldes noch schlicht „Wohlfahrtswirkungen“ genannt. Die hatte die multifunktionale Waldwirtschaft „im Kielwasser der Holzproduktion“ mitzuliefern. Und spätestens bei Anlässen wie dem Tag des Waldes bot sich auch der Forstbehörde jeweils Gelegenheit, Erholungs- und Sozialfunktion der von ihr bewirtschafteten und betreuten Wälder besonders hervorzuheben. Das klang dann meistens ganz so wie in der Pressemittelung des Ministeriums für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz Baden-Württemberg MLR vom 20.03.2012: Täglich besuchen rund zwei Millionen Menschen in Baden-Württemberg den Wald. Pro Jahr ergibt sich damit die fast unglaubliche Zahl von 750 Millionen Waldbesuchern allein in Baden-Württemberg – dies entspricht der Bevölkerungszahl von ganz Europa, nicht ohne dass abschließend nochmals besonders betont wurde: Die Erholungs- und Sozialfunktion des Waldes hat große Bedeutung für die Lebensqualität in Baden-Württemberg. Dies ist ein wichtiger weicher Standortsfaktor.

Erholungs- und Sozialfunktion hin oder her: Wie es ausschaut, hat sie inzwischen in der Prioritätenliste zumindest des Staatsforsts an Stellenwert  deutlich eingebüßt – spätestens seit ForstBW (ab 1. Januar 2020) in eine Anstalt öffentlichen Rechts AöR umgewandelt worden ist. Denn damit wurde auch der Zugriff der Politik auf den Staatswald erleichtert – nicht zuletzt auf dem so heiklen Feld der Energiepolitik. Seither ist er vor allem dazu ausersehen, seinen Beitrag zum Gelingen der Energiewende zu leisten. Wozu die Verpachtung von Windenergie-tauglichen Waldflächen intensiv voran zu treiben ist. War doch der Ausbau ausgerechnet im Grün-regierten Baden-Württemberg seit etlichen Jahren ins Stolpen geraten: Bis zum Jahr 2020 hätten es nach dem Willen der Regierung 1200 WEA sein sollen, doch da waren es landesweit gerade mal 730 geworden, und auch der Zubau im Jahr 2020 blieb mit 14 WEA, 2021 mit 25 WEA dramatisch weit hinter den Zielvorstellungen zurück. 

Schon im Vorfeld der jüngsten Landtagswahlen hatten die Medien aus der Delegiertenkonferenz von Bündnis 90 / Die Grünen die Meldung verbreitet, wonach im Staatswald des Landes  2.000 (!) WEA errichtet werden sollen. Im gedruckten Wahlprogramm wurde dann zwar wieder etwas zurückgerudert: „Wir werden die Windkraft auf allen geeigneten Flächen im Staatswald ausbauen, ebenso in der Fläche, so könnten über 1000 neue Anlagen entstehen.“ Der Staatswald stand nun ultimativ zur Disposition, mochte auch eine Emnid-Umfrage im Auftrag der Deutschen Wildtier Stiftung bereits 2016 das für Windkraftbetreiber ernüchternde Ergebnis erbracht haben, dass 80 Prozent der Befragten Windräder im Wald ablehnen. Ob der Prozentsatz inzwischen wohl zusammengeschmolzen ist unterm Eindruck explodierender Gas-, Öl- und Spritpreise?

Ob tausend neue Windräder, wie sie der Koalitionsvertrag verspricht, oder auch „nur“ fünfhundert, neuerdings angekündigt durch Forstminister Hauk (CDU) auf der 324.000 ha umfassenden Staatswaldfläche (auf ca. 9 Prozent der Landesfläche): Es bleibt ein Ziel, das Waldfreunde erschaudern lassen muss! Es müsste jede auch nur halbwegs windhöffige Plateaulage und jeder Bergrücken mit WEA bestückt werden. Adieu Arten- und Landschaftsschutz, adieu Tourismus! 

Denn bei derlei Zielgrößen ergibt sich rechnerisch für den Staatswald, so muss befürchtet werden, rund alle 300 ha eine Windenergieanlage (WEA), neuerdings ein bis 270 m hohes Monster, das sogar den Stuttgarter Fernsehturm noch weit überragt. Zieht man von der Staatswaldfläche noch 10 Prozent Tabuzonen mit Vorrangfunktion für den Naturschutz (Kernzonen von Nationalpark und Biosphärengebiet, Bannwälder, Waldrefugien) ab, schließlich auch noch den stadtnächsten Erholungswald, so ergibt sich für staatswaldreiche Landschaften wie den Nordschwarzwald eine gnadenlose Industrialisierung. Dies im bekanntermaßen windärmsten Bundesland der Republik, in einem touristisch intensiv genutzten Mittelgebirge von weltweitem Beliebtheits- und Bekanntheitsgrad. Außerhalb der Grenzen des ca. 10.000 ha umfassenden Nationalparks, soviel ist abzusehen, wird sich der Naturpark Schwarzwald Mitte und Nord in einen Windtechnologiepark verwandeln. Und auch der Südschwarzwald wird nachziehen, denn wo die Landschaft mit Windrädern erst einmal vorbelastet ist, werden sich auch kommunale und private Waldeigentümer nicht mehr von Bauanträgen abhalten lassen – zumal der Großprivatwald, der schon bisher an der Spitze der Bewegung marschiert zum Wohle der Energiewende, aber auch mit dem klaren Ziel, die waldwirtschaftliche Ertragslage durch lukrative Pachterträge (mit jährlichen Einnahmen von 50.000 bis 80.000 € je WEA) aufzubessern. Dass dabei pro WEA etwa ein Hektar Wald gerodet werden muss als Standplatz für die Kräne wie für Ausbau und Verbreiterung der „Zuwegung“, dürfte klimapolitisch eher fragwürdig sein –  trotz aller Auflagen wie Ausgleichsmaßnahmen und Ersatzzahlungen an den Naturschutzfonds. Als CO2-Senken, die bisher im intakten, voll bestockten Zustand je Hektar und Jahr bis zu 10 Tonnen Treibhausgas zu binden in der Lage waren, werden die geforderten Ersatzaufforstungen erst in vielen Jahrzehnten wieder zu Buche schlagen.

Weil sich aber für den „Flatterstrom“ von Wind und Sonne bis in fernere Zukunft keine adäquaten Speichermöglichkeiten anbieten, waren zur Aufrechterhaltung unserer Grundversorgung mit Energie bundesweit bis zu 80 neue Gaskraftwerke geplant, die im Bedarfsfall (etwa bei winterlichen „Dunkelflauten“) als einzige rasch hoch und wieder runter gefahren werden können – leider betrieben mit Erdgas, das bislang zu über 50 Prozent aus Russland bezogen wird. Seit der „Zeitenwende“, seit Putins Überfall auf die Ukraine, erschallt der Ruf nach regenerativen Energiequellen umso lauter, verstärkt zudem von der immer lauter vorgebrachten Forderung der Bündnispartner nach einem kompletten Embargo von russischem Gas und Öl. Ob sich die Landesregierung da nicht doch wieder an die ursprünglich geforderten 2000 WEA für den Staatswald erinnern wird?

So oder so, was die Rettung des Weltklimas anbetrifft, ist die Einsparung an fossiler Energie mit Hilfe der Windkraftnutzung allemal dem ökologischen Rucksack der gigantischen Beton- und Stahlkonstruktionen gegenüberzustellen mitsamt den aus kohlenstofffaserverstärkten Verbundwerkstoffen und aus tropischem Balsaholz hergestellten, brandgefährlichen, giftigen und kaum zu recycelnden Rotorblättern – zuzüglich dem CO2-Ausstoß für Schwertransporte, Wartung und schließlich für die Renaturierung im dereinst ausgedienten Zustand. Dass in die Ökobilanz auch die Verluste an Vögeln, Fledermäusen und Fluginsekten gehören, an Naturlebensraum wie an Natur-Erlebnisraum, versteht sich von selbst. 

Keine Einladung zum Waldbaden

Wusch, wusch, wusch… so hören sich Rotorblätter an, sobald der Wind bläst, derweil bei schräg stehender Sonne ihr Schatten weit über die Wälder hinweg huscht, vom Infraschall ganz zu schweigen. Werden wir Waldbesucher also künftig damit leben müssen, die wir uns doch bisher Naturgenuss pur versprochen haben, auch Heil- und Segenswirkungen des Waldgrüns aufs Gemüt, auf Blutdruck, Herzkreislauf- und Immunsystem? Oder sollte das Gewohnheitstier Mensch eben doch im Stande sein, wie es einst schon Theodor Heuss, der erste Bundespräsident, behauptet hat, sich an alles irgendwie gewöhnen zu können?  Womöglich wird es uns bald allen so ergehen wie unlängst jenem New Yorker Gästepaar im Goldenen Raben, einem Schwarzwälder Silence-Hotel, das dabei auf den Gebrauch seiner Schlafmaschine nicht verzichten mochte. Deren sonderbares Geräusch hatte nachts den Wirt aufgeschreckt, weil er es partout nicht zu deuten vermochte: dass Großstädter sich ohne die gewohnte Geräuschkulisse schwer tun mit erholsamem Nachtschlaf. Wird uns beim Waldbesuch ohne Rotorrauschen und Drehbewegung hoch über uns bald etwas fehlen? Oder werden uns Flaute mit Stillstand da oben eher in Unruhe versetzen als beglücken, wo wir uns doch allesamt gegen den Klimawandel verschworen und für die Nutzung erneuerbarer Energie eingesetzt haben? Was für ein Dilemma – mit oder ohne Waldbaden!

Im schönen grünen Bergmischwald,
wo heut Touristen wandeln,
da werden Windturbinen bald
den Wald vollends verschandeln.

Dann hält sich,
wer auch kommen mag,
die Augen zu und Ohren
zum Schutze gegen Schattenschlag
und rauschende Rotoren.

                                     

Die Landschaft, die uns teuer war,
ist leider nicht erneuerbar.

nach M. Lieser, 2018

                                                     

Ende März

Liebe Bürgerpostleser, 

zuerst zwei Aspekte zum Pfad in den Wutachflühen. Dort sind wir am 16. März eingetaucht. Die Inhalte der beiden ersten Bilder hatten wir schon einmal, kennen Sie noch die gelbe Masse an einem toten Stamm? Es ist die gelbe Lohblüte auch Hexenbutter genannt, ein Schleimpilz. So was muss man gesehen haben. Ich bin aber überzeugt, dass die wenigsten ihn gesehen haben.

Das zweite Bild zeigt den Pupurroten Becherling. Es gibt ihn in den Flühen fast wie Sand am Meer, aber nur fast. Der Grund, wieso ich ihn nochmals zeige, ist, dass ich bisher dachte, der wächst aus dem Boden heraus. Aber nein Pustekuchen, er wächst aus solchen abgestorbenen Ästen, wie ich es mehr zufällig herausgefunden habe.

Das dritte Bild zeigt etwas, was wir alle wahrscheinlich noch nie in der Intensität erlebt haben, voll konzentrierter Saharastaub ohne Ende am 15. März 2022. Etwa vor einem Jahr war das Thema in der Bürgerpost. Da sind viele Tonnen über Deutschland heruntergegangen.

Das vierte Bild entstand am 12. März beim Warten vor der Metzgerei Armin Schmid in Riedböhringen. Auf einer weißen Mercedeshaube sah ich etwas Erstaunliches, zwei sich paarende Fliegen. Das überraschte mich anständig, weil ich nicht dachte, dass die, kaum ist der Winter vorbei, schon Lustgefühle ausleben. Gottfried Stutz aber auch, finden Sie das nicht auch? Nun, ich musste nachschauen wegen des Größenunterschiedes und tatsächlich sind die Weibchen anständig größer als die Männchen. Haben Sie das schon gewusst? „Es dauert ungefähr 15-20 Minuten, um die Kopulation abzuschließen. Die Weibchen legen etwa 400 Eier auf verrottende Früchte und verfaulende Pilze. Die Größe eines Eies ist ungefähr 0,5 mm lang. Bis zum Schlüpfen dauert es normalerweise nur 12-15 Stunden“, das ist ja der Hammer.

Herzliche Grüße

Franz Maus

CDU im Kreistag versucht das Landratsamt zu blockieren

Am 17. März 2022 berichtete die Neckarquelle von einer Sitzung des Kreisausschusses für Umwelt und Technik bei der die CDU Männer versuchten das Amt für Naturschutz und das Landwirtschaftsamt zu lähmen:

Das Land Baden-Württemberg hat drei voll finanzierte Stellen für die Umsetzung des Biodiversitätsgesetzes angeboten. Es ging hier also nicht um eine Finanzierung. Die CDU Herren im Kreistag argumentierten, dass die Stellen nicht gebraucht würden und die Behörden das nebenbei machen könnten, da sie anscheinend nichts zu tun hätten.

Hier zeigt sich wieder was ich schon lange bemängele:

Für das hiesige CDU Patriarchat sind manche Gesetze wichtig und werden bis auf den kleinsten Winkel ausgenützt, andere Gesetze werden ignoriert.

Wenn den Herren einer unangenehm ist und sie ihn ihre Stärke fühlen lassen wollen, dann lässt sich schwerlich etwas dagegen tun. Aber wenn die Männer sich nicht an Gesetze halten, so bleibt der kleinen Bürgerin und dem kleinen Bürger nur das Landratsamt.

Genau dies ist der Punkt warum die CDU kein Personal im Landratsamt wünscht.

Es hat sich nicht nur beim Streuobstmassaker gezeigt, wie wichtig ein funktionierendes Landratsamt ist.

Wenn ich mir anschaue was in der Politik ganz offen betrieben wird, dann gibt mir die chronische Unterbesetzung des Finanzamtes und auch der Gerichte doch einiges zu denken.

Ich kann nur an alle Menschen appellieren, die das lesen: Schaut hin wen ihr wählt! Es ist euer Land und eure Demokratie!

Wenn die CDU nicht mit zwei Stimmen Mehrheit gestoppt worden wäre, dann wären sie damit durchgekommen.

Apfelbaumflechte

Liebe Bürgerpostleser, 

wie jedes Jahr, habe ich unseren Apfelbaum geschnitten, eine nicht ganz leichte Arbeit so nebenbei bemerkt. Zum ersten Mal sind mir dabei die Flechten aufgefallen siehe Bild oben. Typische graue Gebilde. Flechten, das wissen Sie bereits, sind eine nützliche Lebensgemeinschaft zwischen einem und mehreren Pilzen und einem oder mehreren Partnern, die mittels Photosynthese Licht in chemische Energieträger umwandeln können. Diese Photobionten sind Grünalgen oder Cyanobakterien. 

Dann sah ich zu meinem Erstaunen überwiegend kleine napfförmige, teilweise leicht gefärbte Gestalten, mit denen ich nichts anfangen konnte:

Vor allen Dingen nicht, dass es einen Zusammenhang mit den Flechten gibt. Also, wer hilft mir in solchen Lagen? Dr. Hans-Peter Straub vom Naturschutzamt in Villingen. „Das sind die Fruchtkörper der gezeigten Flechten, in der Fachsprache werden diese Apothecien genannt“. 

Wikipedia gibt dazu folgende Auskunft: Apothecien sind ein Begriff aus der Pilz- beziehungsweise der Flechtenkunde. Damit bezeichnet man offene, schüssel-, scheiben- oder becherförmige Fruchtkörper bei Schlauchpilzen oder Flechten. Das Sporenlager liegt in dem Fall frei. Die Sporen entstehen in Schläuchen, die zwischen sterilen Pilzhyphen in einer Fruchtschicht angeordnet sind. 

Super, wieder etwas gesehen und durch Mithilfe anderer geklärt. Das letzte Bild zeigt eine schöne filigrane Flechte im Unterhölzer Wald.

Herzliche Grüße

Franz Maus

Hybrid-Vortrag „Rettet die Bienen“ – müssen wir unsere Insekten wirklich retten?

Christine Albert

Anfang der vergangenen Woche teilte der NABU-Landesvorsitzende Baden-Württemberg Johannes Enssle mit, dass er seinen für den 18. März geplanten Vortrag coronabedingt leider nicht in Präsenz in Hüfingen halten könne, da er sich in Quarantäne befinde.

Hannah Miriam Jaag hatte dann die Idee, den Vortrag trotzdem stattfinden zu lassen und Johannes‘ Vortrag über Zoom zu streamen. Wer ungeachtet ins Binz Weinhaus Baum kommen wolle, könne dies allerdings gerne tun. Gleichzeitig bestand für auswärts Kommende auch die Möglichkeit, per Zoom den Vortrag mitzuverfolgen und sich an der anschließenden Diskussion zu beteiligen.

Die Freude war groß, als sich in der Lokalität über zwanzig Personen einfanden und sich per Zoom nochmals so viele beteiligten. Die Vorsitzende des Vereins „Freunde der Natur Hüfingen“ begrüßte um 19:00 Uhr zum ersten Vortrag des wieder gegründeten Vereins. Auch der Geschäftsführer des Weinhauses, Michael Binz, hieß alle Anwesenden willkommen und kredenzte zum Auftakt einen alkoholfreien Sekt. In der anschließenden Aussprache, moderiert von Thomas Kring, wurden viele Fragen und Meinungen, nicht nur zum Thema Insektensterben, vorgetragen. Leider kam die örtliche Presse (trotz Einladung) nicht zu diesem aufschlussreichen Vortrag. Offensichtlich spielen Umweltthemen keine große Rolle bei den dortigen Journalist*innen.

Johannes Enssle, NABU-Landesvorsitzender

Erkenntnisse aus dem Vortrag:

In den letzten Jahrzehnten ging der Bestand der Insekten dramatisch zurück – dabei ist die artenreichste Tierklasse für das Gleichgewicht der Ökosysteme sowie für Natur und Mensch unentbehrlich.

Für Vögel, Säugetiere, Amphibien oder Reptilien bilden Insekten als Nahrungsquelle eine wichtige Grundlage. Zudem sorgen sie für die Bestäubung und den Fortbestand von weltweit etwa 90 Prozent aller Pflanzenarten. In der Forst- und Landwirtschaft dämmen sie als Regulatoren die Ausbreitung schädlicher Insekten wie Blattläuse oder Milben ein.

Alarmierend ist der massive Rückgang der Insekten: In Schutzgebieten Nordwestdeutschlands ist die Biomasse an Fluginsekten in den vergangenen 27 Jahren um über 75 Prozent zurückgegangen. Diese Daten lassen sich auf das gesamte Offenland übertragen. Mindestens bestandsgefährdet oder sogar bereits ausgestorben sind fast die Hälfte der Insektenarten, die in der Roten Liste erwähnt werden. Bei den Wildbienen sind bereits jetzt über die Hälfte der Arten in ihrem Bestand gefährdet.

Zu den wichtigsten Ursachen des Rückgangs zählen die intensive Landwirtschaft, der Einsatz von Pestiziden, die monotone Kulturlandschaft, Flächenfraß sowie der Klimawandel.

Setzt sich der momentane Abwärtstrend fort, wird sich nicht nur der Artenverlust in Flora und Fauna weiter verstärken. Auch die Sicherung menschlicher Ernährung ist grundlegend gefährdet.

Jeder Einzelne kann durch sein tägliches Konsumverhalten Einfluss auf seine Umgebung nehmen: auf eine billige und fleischlastige Ernährung verzichten, am besten regional, saisonal und bio einkaufen. Garten und Balkon vielfältig gestalten, auf den Einsatz von Pestiziden verzichten. Städte und Kommunen können mit gebietsheimischen Pflanzenarten auf öffentlichen Grünflächen und einem insektenfreundlichen Pflegeregime ihren Beitrag leisten.

Quelle: https://www.nabu.de/tiere-und-pflanzen/insekten-und-spinnen/insektensterben/23580.htm

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