Was uns das Mädchen auf dem Koffer erzählt

Beitrag vom 2. April 2022

Die Geschichte lehrt uns, dass wir aus der Geschichte nichts lernen
so ein Historiker

Gerade gehen die Skiflugweltmeiserschaften im norwegischen Vikersund zu Ende. Vor 8 Jahren waren wir bei diesem großen Weltsportereignis dort zu Gast. An vier Tagen sind wir von unserem Hotel aus zur größten Schanze der Welt morgens und abends an der Insel Ütöya vorbeigefahren. Jedes Mal war die Stimmung einige Minute sehr bedrückt. Man wird daran erinnert, dass einer der größten Psychopaten der moderneren europäischen Geschichte über 70 Jugendliche wahllos, gnadenlos und sehr gezielt ermordet hat. Im freiheitsliebenden, stolzen, eigentlich fremdenfreundlichen Norwegen eine unauslöschliches Nationaltrauma. Dennoch waren es zunächst unbeschwerte, eindrückliche Tage bei herrlichstem Winterwetter. Geradezu mystische Besuche der schönsten Stabkirchen im Hochwinter im Hallingdaal, ganz alleine ohne die sonst üblichen Besucherströme, machten die Sport- und Kulturreise zum schönsten Norwegenerlebnis. Jeden Morgen und Abend gingen wir ziemlich gedankenlos an einer anmutigen, aber auch eine seltsame Traurigkeit verströmende Bronzeskulptur vor dem Hoteleingang vorbei. Spätestens seit Munch und Herbjörg Wasmo weiss man, dass Norweger auch zur Melancholie neigen. „Das Mädchen ist halt traurig, weil sie nach schönen Ferientagen wieder abreisen muss“. So unsere oberflächlichen Gedanken zu dem anmutigen, anrührenden „Denkmal“.

Was uns das Mädchen auf dem Koffer sagen kann

Auch wir wurden bei unserer Abreise, beim Abschied, von dieser Traurigkeit erfasst. Die Hotelchefin gab uns zum freundlichen Abschied, sichtlich etwas unsicher, noch eine Broschüre über die Geschichte des altehrwürdigen Hauses mit. Eine historisch bedeutende Traditions- Relaisstation an der wichtigen Fjellroute Bergen- Finse- Hardangervidda- Hönefoss- Oslo war diese Herberge. Soviel haben wir anhand der nostalgischen Ausstattung und den traditionellen, norwegischen Gemälden bereits mitbekommen.

Im Nachhinein waren wir froh, dass wir diese Broschüre erst bei der Abreise erhielten. Sonst wären die anregenden Tage stark eingetrübt gewesen. Abgesehen von der Bedrückung durch das täglich vergegenwärtigte National- Trauma, was diese Insel Ütöya jeweils auslöste.
Erst nachdem wir mit der Fähre den vereisten, Winterzauber- Oslofjord nochmals mit allen Sinnen genossen haben und auf dem offenen Meer waren, kamen wir abrupt in der Wirklichkeit an.

In der mitgebrachten Hotel- Broschüre war nachzulesen, dass unser gastfreundliches, gediegenes Hotel befristet eine unsägliche Last aus der Vergangenheit trug. Hatte uns deshalb die kluge Hauswirtin die Broschüre erst bei der Abreise überreicht, um uns Deutschen den Aufenthalt und unsere wundervollen Erlebnisse nicht zu trüben?

Abreisende Frau mit dem Habseligkeitskoffer und dem Kummer

Die Nazi Besatzer und die Norwegischen Quisling- Nazis haben dieses große idyllische Haus requiriert und ein „Erholungsheim“ für Wehrmachtsoldaten darin eingerichtet. Aus ganz Südnorwegen wurden blonde, arische, gesunde, norwegische Mädchen zwangseinquartiert, um die Soldaten zu bespaßen und zu unterhalten. Es war also ein Puff. Mehr noch: Es war auch ein Mütter- und Kinderheim des NS- Mütterborns. Die so gezeugten, besser gesagt die gezüchteten Kinder, wurden den Müttern nach spätestens 1-2 Jahren weggenommen und nach Großdeutschland in Mütterborn- Kinderheime verlegt; also gefühlskalt entführt. Schätzungsweise 7 000 norwegisch-deutsche. „arische“ Kinder kamen so zur Blutauffrischung heim ins Reich. Von fast 14 000 norwegischen Frauen weiß man, dass sie so missbraucht und aufs schändlichste gedemütigt wurden. Zum Dank für ihr Leid wurden sie bei Kriegsende meist von den empörten Landsleuten kahlgeschoren und dem Hohn und dem Hass der Bevölkerung ausgesetzt. Dass sie nackt durch die Strassen getrieben wurden, wie ihre holländischen Leidensgenossinnen, blieb ihnen in Norwegen erspart. Eine persönlich bekannte Zeitzeugin wanderte, nach dem ihr die Haare wieder gewachsen waren, ins Land ihrer Peiniger aus. So wie die meisten der anderen gedemütigten norwegischen Frauen. Auch um der Brandmarkung in der Heimat zu entkommen, aber hauptsächlich, um nach ihren Kindern zu suchen. Dabei half manchmal die pedantische, recherchierbare Buchhaltung der Nazis. Oder die jungen Frauen zogen weg in weit entfernte andere Regionen des Landes, weil in der Heimatregion die anhaltenden Demütigungen und Erniedrigungen nicht auszuhalten waren.

Vielleicht versteht man jetzt die bedrückende, erschütternde Symbolkraft des „Mädchens auf dem Koffer“

bei der Abreise und dem meist endgültigen Abschied von der leiblichen Mutter. Die wenigsten Mädchen konnten mit ihren Müttern wieder zusammengeführt werden.

Warum man das gerade jetzt doch mal erzählen sollte?

Frauen, Mädchen und Kinder saßen mit dem gleichen Gesichtsausdruck und der geknickten Haltung am Tisch beim Begrüßungs- und Freundschaftskaffee für die geflohenen Ukrainerinnen in Sumpfohren am 8.3.2022 bei der gütigen Familie Schöndienst.
In zuverlässigen Presseinfos wird derzeit berichtet, dass kriminelle Zuhälter traumatisierte, hilflose Flüchtlingsfrauen an Bahnhöfen mit sicherem Blick, zweifelhaftem Charme und €uroschein- fächernd anheuern und verführen wollen. Auch das ist ein hässlicher Teil des Putin Krieges neben den berüchtigten Kadirov- Tschedschenen Söldnern.

Denn nach oder bei jedem militärischem Krieg findet ein geheimnisumwitterter, unausgesprochener, unsäglicher Krieg statt. Ein Testosteron gesteuerter Nebenkriegsschauplatz. Das war so in der Steinzeit, bei den Wikingern, den Römern, bei der blonden Baaremerin Bisulla, den besagten Norwegerinnen, den Kosovarinnen, unlängst bei den Jessidinnen und das kann, wenn wir keinen Schutz gewähren und aufpassen, auch beim Ukraine Krieg so sein. Auch vor unserer Haustür.

Von der Weltöffentlichkeit und den Friedensengeln wird dieser Subkrieg selten angemahnt und meist schamhaft verschwiegen, übersehen und ignoriert.

Und deshalb mahnt uns das „Mädchen mit dem Koffer“.

Grossmutters Geschichten

Dachrinne

Liebe Bürgerpostleser, 

schaut Euch diese Bilder an. Ich finde sie fantastisch. Ein lebender Baum, wahrscheinlich ein Spitzahorn, aus dem eine „Dachrinne herausgehauen“ wurde. Wer von Euch hat so etwas schon gesehen? Ich wäre sehr dankbar, wenn es Rückmeldungen gäbe. Für mich jedenfalls ist es eine Erstsichtung.

Rinne in der Schwarzachklamm
Rinne in der Schwarzachklamm
Rinne in der Schwarzachklamm

Die Bilder schickte mir Dr. Hans-Peter Straub, der im Fränkischen einen Kurzurlaub machte und dabei die Schwarzachklamm westlich von Schwarzenbruck durchquerte. Vielen Dank dafür. Auf Bild 1 sieht man die Dimension der Rinne und dass der Baum sich in starker Schräglage befindet. Man wundert sich wie er sich in der Lage überhaupt halten kann. Vielleicht ist die Schräglage der Grund des Phänomens. Ich denke, an einem geraden Baum würde das nicht entstehen. Reinhold Mayer, mein Helfer in Forstfragen, schrieb: „Ein Dachrinnenbaum. Er ist vermutlich aus einer alten Verletzung mit nachfolgender Kernfäule entstanden. Sieht klasse aus“.

Die Rinnenränder scheinen etwas verdickt zu sein  durch Umwallung und die Äste wachsen logoischerweise nur aus der gesunden Seite heraus. Wiederum ein absoluter Oberhammer.

Herzliche Grüße
Franz Maus

Fischtag

An Karfreitag gibt´s Fisch nach dem Kirchgang – das ist so obligatorisch wie der Narzissen-Strauß zu Ostern. Manch einen zieht es da aber auch unwiderstehlich hinaus in den Frühling: Mich etwa wieder mal an die Gauchach, nicht in die Schlucht, die an Feiertagen überlaufen sein könnte, sondern auf bequemerem Weg unter dem stählernen Viadukt der Höllentalbahn hindurch zur Eulenmühle (Ihlemühli) und von dort einen kurzen Abstecher hinauf zur Kapelle mit den beiden stattlichen Linden vorm Eingang. Das fotogene Ensemble habe ich liebgewonnen und schon zu den unterschiedlichsten Jahreszeiten besucht und fotografiert, für mich ein würdiger Kirchgangersatz, zumal am Karfreitagmorgen. Diesmal trete ich sogar durch das niedere Türchen ein, nicht aus Frömmelei, eher aus historischem Interesse. „Eulenmüllers Käppele“, das auch unterm Namen Dreifaltigkeitskapelle geführt wird, soll schon im Jahr 1527 erbaut worden sein.

Die Kapelle im April
Eulenmüllers Käppele
Kapelle an der Eulenmühle im Winter

Der Anlass: ein Kind der Eulenmüllers soll zwei Tage lang vermisst, dann aber doch glücklich wieder aufgefunden worden sein; nein, es hatte gottlob nicht, wie befürchtet, tot aus der Gauchach geborgen werden müssen. Die beiden Linden waren erst anno 1899 vor die Eingangstür gepflanzt worden. Man weiß das deshalb so genau, weil zur Einweihung der Höllentalbahn in Unadingen die neue Straße zum Bahnhof (die heutige Lindenstraße) mit Linden bepflanzt worden war, und dabei waren diese beiden übrig geblieben. Heute präsentieren sie sich noch in winterkahlem Zustand, denn der Frühling ist reichlich spät dran, und in den schattigen Partien der Talaue finden sich sogar noch letzte Schneereste. Nur am sonnigen Steilhang blühen erste schüchterne Buschwindröschen gemischt mit dem Zartlila des Lerchensporns.

Eulenmühle

Zurück alsdann wieder zur Eulenmühle hinab, deren Fensterläden rundum geschlossen sind; sie scheint schon länger nicht mehr bewohnt zu sein, vom Mühlenbetrieb ganz zu schweigen, doch vor dem Eingangstor sind zwei Pkws mit auswärtigen Kennzeichen geparkt. Ich beschließe, noch ein Stück bachaufwärts zu wandern. Die Gauchach führt trotz der jüngsten Schneeschmelze kein Hochwasser mehr, dafür haben sich freilich weiße Schaumkissen an den in den Bach gestürzten Stämmen und Wipfeln verfangen. Was mich rätseln lässt, wie der Schaum wohl entstanden sein mag, ob auf natürliche Weise oder durch Fremdchemikalien; wo doch am Oberlauf kaum potenzielle Verursacher anzutreffen sein dürften.

Kurz vor der Dögginger Trinkwasser-Pumpstation, wo einst auch der Mühlenkanal abzweigte, überquert eine Brücke, beidseits mit eisernen Geländern versehen, den Bach. Und hier stutze ich: Denn auf dem Weg liegt zu meiner Verblüffung eine komplette Anglerausrüstung: die Rute noch im halbgeöffneten Futteral, daneben eine große mit mehreren Reißverschlüssen zu öffnende Tragetasche voller Zubehör fürs Fliegenfischen, Messer und Schere inklusive. Doch der Angler ist weit und breit nicht zu entdecken – auch nicht im Bach unter der Brücke! Hat da etwa einer, mag sein wegen des Schaums und weil nichts anbeißen wollte, sein Zeug frustriert weggeworfen? Oder verrichtet er vielleicht gerade seine Notdurft – irgendwo mit Blickkontakt versteckt hinter einem Busch oder Baum? Handelt es sich gar um einen medizinischen Notfall? Oder hat einer Hals über Kopf den Heimweg angetreten, um zuhause eben noch rechtzeitig vor dem Mittagessen die versprochenen Bachforellen abzuliefern – und in der Hetze seine gesamte Ausrüstung hier liegen lassen?

Ich beschließe umzukehren, nachdem ich die Tasche vorsorglich vom Weg aufgehoben und ans Brückengeländer gehängt habe, rätselnd, ob ich die Entdeckung nicht doch dem zuständigen Polizeiposten melden sollte. Aber am heiligen Karfreitag die Polizei strapazieren? Spätestens am Osterdienstagmorgen wird man dann ja im Lokalteil nachlesen können, ob es an der Gauchach womöglich einen Vermissten-, gar einen Kriminalfall gegeben hat.

Bild vom Hang in der GAuchachschlucht
Was geschah bloß an der Gauchach?

Draisine, Dögginger Loch, Ihlemühli
S Brucke und Tunnel Land 

Hüfingen 1786 – und wie viel davon noch da ist

Karte von Hüfingen aus dem Archiv aus 1786

Die alte Karte von 1786 zeigte Dr. Jörg Martin bei seinem Vortrag über Martin Menrad.
Sie enthält die damaligen Hausnummern und befindet sich im Hüfinger Archiv.
Ich habe sie mit der heutigen Karte überlagert und in QGIS angepasst.

Dabei wird sichtbar, wie eng Wasserläufe, Häuser und Wege in Hüfingen einst zusammengehörten – und wie viel davon im heutigen Ortsbild noch erkennbar ist.

Karte von Hüfingen aus dem Jahr 1786 Open Street Map von Hüfingen 2026


Der Verlauf von Mühlibach und Stadtbächli wird dabei plötzlich erstaunlich klar.
Besonders auffällig ist, dass der Mühlibach offenbar weiter über den heutigen Gerberweg verlief und dort auf das Stadtbächli traf.

Erst in der Überlagerung wird sichtbar, wo früher Wasser war – und wie eng Wasserläufe, Wege und Nutzung einst zusammengehörten.

Hüfingen 1786

Als der Rotrain noch eine Idee war

Die fast vergessene Anlage –
und ein Hüfingen, das um 1820 freier dachte, als es heute bisweilen geschieht

Die meisten Hüfinger kennen die „Anlage“, aber kaum noch den Ort, an dem sie einst lag.
Nicht unten an der Breg, wo heute der Anlagenweg verläuft, sondern oben am Rotrain, über dem alten Steinbruch, entstand um 1820 etwas, das weit mehr war als bloße Verschönerung. Die Akte die ich aus dem Landesarchiv in Freiburg habe, erzählt von einem Hüfingen, das damals in mancher Hinsicht freier dachte, als es heute bisweilen geschieht.

Zu Hüfingen
die Herstellung der Anlage auf dem rothen Rain von 1820 bis 1830

Was sich in dieser Akte zur Anlage auf dem Rotrain zwischen 1820 und 1845 zeigt, ist mehr als die Geschichte eines angelegten Weges oder einiger Pflanzungen. Sie öffnet den Blick auf eine Haltung. Auf Menschen, die ihre Umgebung nicht nur nutzten, sondern sie bewusst gestalten, verschönern und für andere erfahrbar machen wollten.

Der Rotrain war dabei kein beliebiger Ort. Über dem Steinbruch gelegen, mit weitem Blick, wurde er zu einem Punkt, an dem sich etwas bündelte, das über die Anlage selbst hinausweist: Gemeinsinn, kulturelle Vorstellungskraft und ein bürgerliches Selbstverständnis, das für diese Zeit bemerkenswert ist.

Eng damit verbunden ist Johann Nepomuk Schelble, der aus Hüfingen stammende Musiker, der später in Frankfurt mit dem Cäcilienverein zu großer Bedeutung gelangte. Schelble starb bereits 1837, doch seine Verbindung zur Heimat und sein Interesse an dem Ort blieben lebendig. In den Wanderblühten wird spürbar, dass es ihm nicht nur um Landschaft ging, sondern um mehr: um die Verbindung von Natur, Geist und Gemeinschaft. Dass ein Ort wie Hüfingen nicht klein gedacht werden muss, sondern Anteil haben kann an etwas, das über ihn hinausweist.

Johann Nepomuk Schelble (16.05.1789-06.08.1837), Lithografie von Heinrich Ott. Foto: Frankfurt am Main: Stadt- und Univ.-Bibliothek

Und vielleicht liegt genau darin das eigentlich Faszinierende dieser Akte.
Sie zeigt keine starre Vereinswelt mit festen Ämtern und klar abgegrenzten Zuständigkeiten. Kein Konstrukt, das zuerst Ordnung schafft und dann Handlung erlaubt. Stattdessen begegnet einem etwas Offeneres, beinahe Selbstverständliches: Menschen, die tun, was sie können und beitragen wollen. Der eine bringt Ideen ein, der andere Arbeit, wieder andere Material, Pflanzen oder praktische Hilfe. Kein enges System, sondern ein gemeinsames Tun, getragen von Überzeugung.

Gerade darin zeigt sich eine Haltung, die man ohne Übertreibung als früh demokratisch bezeichnen kann. Nicht im politischen Sinn, wie er später sichtbar wurde, sondern im gesellschaftlichen Kern:
Dass Gemeinwohl nicht nur von oben organisiert werden muss.
Dass Bürger selbst Verantwortung übernehmen, öffentliche Räume mitdenken und gestalten können.
Und dass das, was entsteht, allen gehört und allen zugutekommt.

Für die Zeit ist das bemerkenswert. Die Badische Revolution von 1848 lag noch Jahrzehnte entfernt – und doch ist hier bereits etwas von jenem Geist spürbar, der später politische Form annahm: Eigenverantwortung, Gemeinsinn, Öffentlichkeit, Mitgestaltung. Dass Hüfingen 1848 nicht unbeteiligt blieb, erscheint von hier aus betrachtet weniger zufällig, als es zunächst wirken mag.

Die Anlage auf dem Rotrain war damit nicht einfach ein schöner Ort, sondern Ausdruck eines Denkens, das seiner Zeit voraus war:
Dass Natur nicht nur Nutzen hat, sondern Wert.
Dass Schönheit kein Luxus sein muss.
Und dass gemeinsam geschaffene Orte etwas über das Selbstverständnis einer Stadt erzählen.

Umso sprechender ist es, dass die Akte auch von Zerstörung berichtet. Schon früh wurde ein erheblicher Teil der Anlage mutwillig beschädigt. Bäume wurden umgehauen, Pflanzungen zerstört, Geschaffenes verwüstet. Auch das gehört zu dieser Geschichte: Dass dort, wo Menschen mit Sinn und Hingabe etwas für alle schaffen, fast immer auch jene auftauchen, die darin nichts sehen – oder es gerade deshalb zerstören. Die Empörung darüber ist in den Unterlagen deutlich spürbar und wirkt bis heute erstaunlich vertraut.

Eingang der Anlage von der Nordost Seite. Gewidmet Seiner Wohlgebohren Herrn Hofrath Baur, Director des Vereins gezeichnet von Luzian Reich senior 1820 StAF B 695/1 Nr. 731

Und dennoch blieb es nicht dabei.
Es wurde weitergemacht. Repariert, ergänzt, gepflegt. Wege, Übergänge und Verbesserungen wurden neu gedacht und umgesetzt. Gerade darin zeigt sich, dass hinter dem Rotrain keine flüchtige Idee stand, sondern ein ernst gemeinter Wille, etwas Dauerhaftes zu schaffen – nicht aus Pflicht, sondern aus Überzeugung.

So bewahrt diese Akte mehr als die Erinnerung an eine fast verschwundene Anlage.
Sie bewahrt ein Stück Hüfinger Selbstverständnis.
Ein Hüfingen, das nicht klein dachte.
Ein Hüfingen, das Schönheit, Öffentlichkeit, Natur und gemeinschaftliches Handeln zusammenbrachte, lange bevor solche Gedanken selbstverständlich wurden.

Akte über die Anlage auf dem Rotrain aus 1820 bis 1845. 

Buckelwolfliebe

Was sind wir Deutschen doch für ein tierliebendes Volk! „Timmi“, dem verirrten und am Timmendorfer Strand auf einer Sandbank gestrandeten Buckelwal, gilt derzeit unser aller Mitgefühl. Gebannt verfolgen wir in den Medien schon über eine Woche hinweg die Rettungsbemühungen. Sogar ein Schwimmbagger kam zum Einsatz, der dem Gestrandeten eine Rinne zum Davonschwimmen   gegraben hat. Trotzdem ist noch immer kein Happyend zu vermelden, zumal sich der Fluchtweg durch Skagerrak und Kattegat zurück in den rettenden Atlantik selbst für wanderfreudige Wale als weit und verschlungen darstellt. Einstweilen leiden wir förmlich mit, wenn dem Tonnen schweren und 15 Meter langen, offenbar schon stark geschwächten Meeressäuger die Möwen auf dem Rücken herumpicken. Jetzt soll er gar vor der Insel Poel erneut gestrandet sein. Sollen die Rettungsversuche nun etwa doch eingestellt werden?

Der arme verirrte Wal war eben als Toppmeldung in den Medien aufgetaucht, als ein anderes Tierdrama, das die breite Öffentlichkeit über Wochen alarmiert hatte, unerwartet glimpflich endete und wieder aus den Schlagzeilen verschwand: „Grindi“, der wegen seiner Vertrautheit insbesondere gegenüber Hunde mitführenden Waldbesuchern „auffällig“ gewordene und deshalb zum Abschuss freigegebene „Hornisgrinde-Wolf“ hat die verwaltungsgerichtlich bestätigte Entnahmefrist (bis zum 6. März) offenbar überlebt! Weshalb das für die Tötung eingesetzte Spezialisten-Team erfolglos geblieben ist, lässt sich derzeit noch nicht in Erfahrung bringen: War sein Versagen letztlich dem Druck der öffentlichen Meinung geschuldet, nachdem nicht nur in den Leserbriefspalten die Stimmung gekippt und vermehrt für den partnerlosen Rüden ausgefallen war. Mehrere Petitionen für seine Verschonung waren beim Umweltministerium eingegangen, und sogar eine Mahnwache von „Wolfsrettern“ hatte stattgefunden, zu welcher der Verband Naturschutz-Initiative e. V. aufgerufen hatte.

Doch jetzt auch das noch: Ausgerechnet am 1. April (kein Scherz!) berichten die Medien in großer Aufmachung, dass in Hamburg (!) eine Frau von einem Wolf gebissen und verletzt worden ist – ein für Wölfe seit ihrem Wiederauftauchen in Deutschland um die Jahrtausendwende erstmaliges, ganz und gar ungewöhnliches Vorkommnis, das sich da am 30. März abends in einem Einkaufszentrum zugetragen hatte. Das offenbar völlig verängstigte Tier sei gegen die automatisch schließenden gläsernen Türen gerannt, weshalb die Frau – wohl aus Tierliebe – versucht habe, ihm wieder hinaus zu helfen und dabei ins Gesicht gebissen worden sei. Sie musste von Sanitätern versorgt und ins Krankenhaus gebracht werden, das sie aber bereits wieder habe verlassen können. 

Der Wolf sei auf der Flucht in die Binnenalster gesprungen, heißt es, wo er dann von Polizisten mit einer Schlinge habe eingefangen werden können. Inzwischen sei er in einem Tiergehege im Hamburger Umland gelandet, wo nun, nach gründlicher tiermedizinischer Untersuchung, über seine Zukunft beraten wird: Soll er, mit einem Sender versehen, wieder freigelassen werden oder aufgrund seines absonderlichen Verhaltens nicht doch besser getötet werden? Dass Jungtiere nach dem Verlassen des Rudels weite Wanderungen zurücklegen und dabei gerne Flüssen folgen ist nach Aussagen der Wolfexperten nicht ungewöhnlich. Dass dieser Jungwolf freilich, der Elbe folgend, ins Stadtgebiet geraten ist und seine Scheu dabei offenbar ziemlich verloren hat, grenzt dennoch ans Märchenhafte („Großmutter, warum hast Du so große Ohren?“). Aber musste nicht neulich erst, am Rosenmontag, in Leverkusen der Fasnachtsumzug wegen eines Wolfs gestoppt werden, und ist nicht ein weiterer am 6. März (am Wahlsonntag der Baden-Württemberger) bei Walldorf auf der A 5 zu Tode gekommen ist?

Zeitungsausschnitt mit Wolf beißt Frau ins Gesicht
Kein Aprilscherz am 1. 4. 2026

Egal ob Wal oder Wolf: da haben doch im Frühjahr 2026 plötzlich wieder einmal Wildtiere ein Maximum an öffentlicher Aufmerksamkeit abbekommen, und die verstädterte Gesellschaft durfte reichlich Empathie beweisen. Oder war es doch eher Sensationslüsternheit? Kurzzeitig wurde man jedenfalls abgelenkt von all den brennenden Gegenwartsproblemen, von Kriegen in Nahost und in der Ukraine, von Energiekrise und Inflation – heutzutage doch fast gar ein Geschenk!

Stadtwappen, Hohentwiel und Grenzsteine

15. August 2024 – aktualisiert

Der älteste Abdruck eines Siegels von Hüfingen ist von 1465 und das Urkundenbuch von Donaueschingen enthält ein Siegel bei einer Urfehde vom 17. November 1477. Das Wappen mit dem Schild in einem reich ornamentierten Dreipaß wies keine Öffnungen im Wappenturm auf. Diese erscheinen erst vom Jahre 1495 an in einem Siegel mit der Umschrift: * SIGILLUM* CIVITATIS & HVFFINGAE, also: Siegel der Stadt Hüfingen. Jetzt ist der Turm rund und schlank ins Siegel geschnitten. Zwar hat der Turm in der Folgezeit noch zahlreiche Wandlungen durchgemacht, aber rund ist er geblieben, allerdings sind die drei Ecktürmchen des älteren Siegels zu zwei auffälligen Erkertürmchen geworden.*1

Siegel 1460-1577

Wappen 1595-1628

Wappen 1628-1725

(1708) 1721-1828

1903

1856-1904

1904

1856-1873

1984

Stempel von Hüfingen vom 12.Dezember 1934 unterschrieben von Bürgermeister Philipp Frank
Stempel von Hüfingen 1934 unterschrieben von Bürgermeister Philipp Frank

FR. L. Baumann*2 sieht im Wappenturm das damals bekannteste Bauwerk der Stadt, den Stock im Graben oder Hohentwiel, wie er später genannt wurde, der als Wahrzeichen gelten konnte. Baumann nennt die Entwicklung des Stadtsiegels mit dem buckelquaderverzierten wehrhaften Bergfried zum schmächtigen Torturm als Beispiel des Verfalls der Heraldik in der neueren Zeit.

Lucian Reich schreibt im Denkbuch 1896:

Einen ähnlichen und doch wieder grundverschiedenen Eindruck machte auf uns der Hohentwiel, den wir über die Ausläufer des hohen Randen hinwandernd im abendlichen Dämmer am östlichen Horizont vor uns auftauchen sahen. Der Hohentwiel! Wie viel hatten wir als Kinder nicht schon von ihm gehört! Trug doch ein ehmaliger Turm in der „Hinterstadt” diesen Namen. Und der „alt Franz” unser Taglöhner, dem ich so manches „Budeli Brends zNüni” zugetragen, und der „Vetter Kupferschmied” waren von denen, die auf Gemeindekosten ringsum aufgeboten worden, das für unbezwinglich gehaltene Hegaubollwerk zu sprengen und demolieren.

Bild von Martin Menrad von Hüfingen
Hiffingen von Martin Menrad.
Das Gemälde hat er 1688 im Auftrag des Fürsten Anton Egon zu Fürstenberg-Heiligenberg gemalt.

In der Mitte hinten sieht man den Hohentwiel.

Hüfingen 1664 von Martin Menrad
Hüfingen 1664 von Martin Menrad
Karte aus dem Jahr 1664 von Hüfingen

Beatrice Scherzer und Hermann Sumser*3 schreiben über den Hohentwiel:

In der Hinterstadt im Bereich der herrschaftlichen Burg stand einst ein mächtiger Bergfried, der „Stock im Graben” oder wegen seiner Stärke auch „Hohentwiel” genannt wurde. Dieser Wohnturm diente in Belagerungszeiten als Zufluchtsort für die Burginsassen. Er war der am schwierigsten einzunehmende Bauteil der Burg.
Auf dem Gemälde von Menrad ist dieser Turm zu sehen, allerdings in bereits zerstörtem Zustand. Eine weitere Abbildung des Bergfrieds soll das alte Stadtwappen sein:
Das Hüfinger Stadtsiegel zeigt heute einen schmächtigen Torturm, in dem des 15. Jahrhunderts aber erscheint an dessen Stelle ein mit Buckelquadern an den Ecken verstärkter, wehrhafter Bergfried, der von der Seite her aufgenommen ist. Selbstredend steht dieses Wappenbild mit der Stadt im Zusammenhang; es ist nichts anderes als die Abbildung des obengenannten Stocks im Graben oder Hohentwiel’s, der in der Tat beim Anblicke der Stadt, solange er stand, das Augenfälligste, sozusagen das Wahrzeichen von Hüfingen gewesen ist und deshalb zum Wappenzeichen der Stadt vorzüglich geeignet war. Das jetzige Wappen ist erst im 17. Jahrhundert durch Unkenntnis des Sachverhaltes aus jenem verballhornt worden.

Alte Grenzsteine

Lucian Reich schreibt 1896 im Denkbuch über das Hasenwäldle:

Und in frühester Morgenstunde machte ich mich auf zum hochgelegenen „Hasenwäldle“, wo immer Raben nisteten. Dort angekommen gewahrte ich eine Kesselflickerbande, die unter den Tannen übernachtet hatte. Um sie her lagen Säcke, anscheinend Fruchtsäcke, aus welchen, als ich näher gekommen, allerdings Früchte schlüpften, aber in Gestalt von schwarzhaarigen Sprößlingen in paradiesischem Zustand. Sie bettelten den Ankömmling sogleich an, waren aber an den Unrechten gekommen, denn dessen Taschen waren so leer wie nunmehr ihre Säcke, in denen sie auf so praktische Art ihre Nachtruhe gehalten. Man konnte sie damals noch häufig treffen, diese Enterbten ohne Altersversorgung und Unterstützungswohnsitz. Jetzt sind sie verschwunden, um andern Platz zu machen, mit welchen die Polizei nicht so leicht fertig werden wird, wie mit jenen.

Die Landfahrer haben Lucian Reich auch mehrfach im Hieronymus beschäftigt. Über den „schlimmsten Inquisitor“, den Schultheiß Schäffer zu Sulz am Neckar, schreibt er im Kapitel 24:

Geschärft ward allenthalben das Schwert der Kriminaljustiz. Die Waage in der Hand des Richters muß empfindlich im höchsten Grade gewesen sein, denn das geringste Gewichtsteilchen von Schuld reichte hin, die Schale des Missetäters hoch hinaufzuschnellen. Lange war der Name des Schultheißen Schäfer zu Sulz am Neckar der Schrecken aller Landfahrer. Man erzählt sich heute noch, daß Hunderte jener armen Teufel durch den gestrengen Richter von Rechts wegen dem Henker überliefert worden seien.

Der „schlimmste Inquisitor“ war Jacob Georg Schäffer (28. 06.1745 – 1.09.1814). Er war Oberamtmann in Sulz am Neckar und ließ nicht nur die Landfahrer hinrichten, sondern raubte ihnen auch die Kinder. Die Kinder der „verurteilten Jauner“ wurden ab acht Jahren in das Waisenhaus in Ludwigsburg verbracht, die jüngeren Kinder wurden auf Kosten des Staates bei Bürgern in Kost und Logie gegeben. *4

Ein Grenzstein von 1622 nach Allmendshofen befindet sich noch beim Hasenwäldle:

Abgeknickter Baum, trotz Ansitz, beim Hasewäldle am 9. November 2021

Die Linde beim Hasenwäldle hat sich bis am 8. Mai 2025 erholt und verspricht ein hübscher Baum zu werden.

Hasenwäldle
Hasenwäldle von Karl Merz 1949
Grenzstein am Hasenwäldle mit Rabenfeder
Grenzstein von
1622

H für Hüfingen

Grenzstein nach Allmendshofen
Grenzstein von
1622

A für Allmendshofen

Ein weiterer Grenzstein von 1622 steht zwischen dem Mühlibach und der Breg. Er stammt vermutlich von der Schächerkapelle die 1968/69 renoviert wurde.

Diese Seite zeigt ein H für Hüfingen
und darunter 1622

Ein A für Allmendshofen
und darunter 1622

Karte mit Breg und Bregauen. Hüfinen am Rand oben das Siechenhaus und Schächer
Generallandesarchiv Karlsruhe 229 Nr. 1300 K

Um die genaue Grenze zwischen Hüfingen und Allmendshofen gab es immer wieder Streit, wie die Karte aus 1790 zeigt.
„Mappa über den strittigen Bregabfluss zwischen der Gemeinde Allmentshofen und der Stadt Hiffingen, die Überschwemmung und Einrisse in die Güter betreffend.
Differenzen zwischen den Gemeinden Allmendshofen, Hüfingen und Donaueschingen wegen der Anlage eines Damms an der Breg und der Banngrenzen / 1790-1793.


* 1 Chronik von Hüfingen, Vetter (1984)
*2 Zur Geschichte der Stadt Hüfingen. Forschung zur Schwäbischen Geschichte von Fr. L. Baumann, Josef Kösel, Kempten (1899)
*3 Führer durch eine alte Stadt, von Beatrice Scherzer und Hermann Sumser (1996)
*4 https://de.wikipedia.org/wiki/Jacob_Georg_Schäffer

Wilder Bienenstock

Liebe Bürgerpostleser, 

im November 2025 konnte ich in einem leer stehenden Haus diese gewaltigen Aufnahmen machen. Etwas geschützt unter dem Vordach waren eine Menge vertikaler Bienenwaben an der Holzdecke angeheftet. Etwas nachgedacht und Imker Jürgen Mess aus Aselfingen befragt, war klar, es handelt sich um die ehemalige Wohnstatt eines Bienenschwarms, der seinem Imker entflohen ist. Dass das im Freien geschah, erstaunte den erfahrenen Imker Jürgen Mess auch außerordentlich. Üblicher Weise suchen sie ein neues zu Hause in großen Baumhöhlen oder Nistkästen. Nun, die Bilder geben einiges her: Zum Beispiel fällt auf, dass es helle und dunkle Waben gibt.

Waben von Wildbienen
Waben von Wildbienen
Waben von Wildbienen

Habt Ihr eine Idee, womit das zusammenhängen könnte? In den hellen Waben war von der Königin noch kein Brut eingesetzt, in den dunklen war das der Fall. Die dunkle Farbe kommt von den zurückgelassenen Kokons der Bienen nach dem Schlüpfen. So kann man an der Farbe Brut- von Honigwaben unterscheiden. Ein kleines Hämmerchen, im Vergleich dazu, was noch kommt. Ob der Bienenschwarm ein oder zwei oder mehrere Jahre besiedelt war, entzieht sich unserer Kenntnis.

Genauer hingeschaut sieht man, dass Wabenteile fehlen, dass sie durchlöchert sind und schräg hängen. Wer hat für diese Unordnung gesorgt?

Waben von Wildbienen

Das Bild liefert den Übeltäter in Form der weißen Puppen der Honigwachsmotte. Sie fressen als Larven hauptsächlich organische Rückstände in Bienennestern wie Pollen, Brutrückstände wie Nymphenhäutchen und Honig. Sie können sich durch die Waben und sogar durch das Holz des Bienenkastens fressen, auf dem Bild unten sieht man ihre Fraßspuren. Die Larven zerstören dabei Bienenwaben, verkleben diese mit Gespinsten und hinterlassen Fäkalien, was insbesondere für geschwächte Bienenvölker eine Gefährdung darstellt. Man sieht auf den Bildern, dass die hellen Waben nicht von Ihnen befallen werden. Deswegen sollen in der Imkerei nur diese hellen, unbebrüteten und pollenfreien Waben gelagert werden. Brutwaben dagegen sollten eingeschmolzen werden. Als Schuljunge war ich Adjutant bei meinem Opa, der 60 Bienenvölker besaß. Sehr stark habe ich in Erinnerung, dass die Wabenschränke mit Schwefelschwarten eingeräuchert wurden, das war kein schlechtes Gschmäckle, kann ich Euch sagen. Diese Verwendung von Schwefel als Biozid ist seit 2014 in der EU nicht mehr erlaubt.

Waben von Wildbienen

Es gibt zwei Arten, die große Honigwachsmotte, die hauptsächlich bienenfreie Waben befällt, und die kleine Honigwachsmotte, die auch in aktiven Völkern zu finden ist. Welche hier am Werke war, kann nicht zugeordnet werden. Der Lebenszyklus läuft wie folgt: Die befruchteten weiblichen Falter der Honigwachsmotten fliegen durch Duft angelockt in die Nester von Honigbienen und legen dort mehrere hundert Eier je Falter ab. Diese schlüpfen zu Larven, die Ihre Fraßspuren hinterlassen. Täuschen und Tarnen kann ich nur sagen, denn die Wachsmottenlarven nehmen den Nestgeruch schnell an und werden dadurch kaum als Eindringlinge erkannt und nicht bekämpft. Ein klassischer Hammer. Die ausgewachsene Larven spinnen einen festen, widerstandsfähigen Kokon aus Seide, oft in Ecken oder Nischen des Bienenstocks. Das Bild hier zeigt diese Kokons im Detail. Aus ihnen schlüpfen die Falter und ein neuer Zyklus beginnt. 

Übrigens, am 10. April 2024 hatte ich einen Beitrag über die verwandte Hummelwachsmotte geschrieben. Wer kann sich noch erinnern?

Herzliche Grüße
Franz Maus

März-Errungenschaften

Die 1848er Revolution: Auswirkungen auf Wald und Jagd in der Region

13. März 2023

Wer bereitete eigentlich die Revolution vor? Die Hirsche und Rehe taten es, welche nachts in den Kornfeldern weideten; sie waren die eigentlichen Demagogen, die Aufreizer zum Missvergnügen, sie waren es, die dem armen Bauersmann die ersten liberalen Ideen einpflanzten. (Wilhelm Heinrich Riehl: Land und Leute. Stuttgart 1861)

Geschichtliche Ereignisse, zumal Revolutionen wie jene vor 175 Jahren, lassen sich nie monokausal erklären. Dennoch darf gefragt werden: Gab es Riehls vierbeinige „Demagogen“, die „Aufreizer zum Missvergügen“, etwa auch auf der Baar? War der herrschaftliche Wald auch im Fürstenbergischen so etwas wie das Zwing-Uri der großen Herren neben dem schutzlosen Äckerchen des kleinen Landmanns, wie er in „Land und Leute“ behauptet? Die Hirsche, soviel ist sicher, können es nicht mehr gewesen sein, denn die waren in freier Wildbahn nicht mehr vorhanden: Die hatte Fürst Joseph Wenzel bereits 1781 in einer generalstabsmäßig vorbereiteten viertägigen Treibjagd durch 7560 zur Jagdfron verpflichtete Untertanen in einen 2000 ha großen „Thiergarten“ im Tal von Bachzimmern treiben lassen. Schon in den Jahrzehnten zuvor war der Abschuss verstärkt und den Bauern erstmals erlaubt worden, Schutzmaßnahmen gegen den Wildverbiss durchzuführen, nachdem rund 1000 ha Ackerland wegen der enormen Wildschäden nicht mehr bewirtschaftet werden konnten. 

Spätestens in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts, nach Ausrottung von Wolf und Luchs, hatten insbesondere der Rotwildbestand und damit auch der Leidensdruck der Untertanen so zugenommen, dass der Fürst reagieren musste. Die Rotwildstrecke auf der Baar und „über Wald“ hatte 1753 die Rekordhöhe von 1357 Stück plus 191 Stück Fallwild betragen. 

„Abschaffung des Hochgewildes im Freien“ 
„Großer Thiergarten“ im Tal von Bachzimmern 

Seine großmütige „Abschaffung des Hochgewildes im Freien“, das Ende der Rotwildjagd außerhalb des Geheges, ließ sich der Fürst von den betroffenen Gemeinden allerdings teuer bezahlen: die Ablösesumme betrug stolze 80.000 Gulden! Der allerletzte Hirsch fiel 1851 fernab der Baar in den F.F.-Wäldern nahe Menzenschwand. Umso ungestörter hatten sich unterdessen der Rehwildbestand und sogar die Hasen vermehren dürfen. 

Ab 1818 existierte in Karlsruhe eine Zweite Kammer (eine Vorstufe des Parlaments), die alsbald förmlich geflutet wurde von Beschwerden und Petitionen, mit welchen erboste Bürgermeister auf die Nöte ihrer Bürger aufmerksam machten. So beklagt sich 1833 die Stadt Geisingen: Auf ihrer Gemarkung liege die Hofjagd des Fürsten, der das Wild ungewöhnlich stark hege, sodass es dem Landmann über den Kopf wachse. „Nicht bloß in den Saatfeldern, sondern auch in den Wäldern machen Rehe und Hasen unermesslichen Schaden.“

1837 folgt eine Petition zahlreicher Gemeinderäte und Gutsbesitzer aus Wolterdingen, Aufen, Mistelbrunn, Hubertshofen und Grüningen wegen allzu hohen Wildstands.

Ihr folgt 1839 eine Petition der Bürgermeister von Löffingen, Seppenhofen, Bachheim, Reiselfingen, Ditishausen, Göschweiler, Unadingen und Rötenbach: Auf ihren Gemarkungen, die der Standesherrschaft als Leibjagd vorbehalten seien, werde ein übertriebener Wildstand gehalten. Der Schaden, den das Wild in Gärten, auf den Feldern und in den Wäldern anrichte, sei ungeheuer. Der Wildstand sei hier so groß, wie er im ganzen Großherzogtum nirgends anzutreffen sei. Ganze Rudel von Rehen beweideten ihre „Öschen“. Was sie auch einsäen würden, die Felder sähen aus wie abgemäht.

Durch Wildverbiss geschädigte Weißtanne

Da in der Zweiten Kammer sachverständige Landwirte so gut wie nicht vertreten waren, neigte man dazu, die Schilderungen der Gemeinden als „Phantasiegemälde“ abzutun. Die Schuld an den Missständen liege nicht beim Fürsten, sondern bei seinen Bediensteten. Die Jagd verführe nun einmal zu Nichtsnutz und Liederlichkeit, weshalb der weise Großherzog es seinem Waldhutpersonal (wie auch den Lehrern) untersagt hatte, eine Jagd zu pachten.

Wie man andererseits mit Forstbeamten umsprang, die sich in Sachen Wildschäden zu weit aus dem Fenster lehnten, lehrt das Beispiel des großherzoglichen Bezirksförsters August Cron, der 1836 die (landesherrliche) Bezirksforstei Hüfingen übertragen bekommen hatte. In einer öffentlichen Versammlung hatte er die Wildstände auf den F.F.-Jagden zu kritisieren gewagt und war deshalb beim Fürstenhaus in Ungnade gefallen. Der Fürst höchstselbst beschwerte sich beim Großherzog über das für einen landesherrlichen Bezirksförster „höchst ungeeignete Verhalten“ und verlangte dessen Versetzung. Mit der Untersuchung des Falles wurde der Donaueschinger F.F.-Kollege beauftragt, der Cron als Mitglied einer ultraliberalen Partei verleumdete. Es ehrt den Großherzog, dass er seinem strafversetzten Beamten in Anerkennung seiner treuen Dienste 1870 das Ritterkreuz 1. Klasse zum Zähringer Löwenorden verliehen hat.

Derlei Disziplinierungsversuche änderten freilich nichts daran, dass die Zweite Kammer auch 1846 noch förmlich überschwemmt wurde mit Petitionen wegen Jagd und Wild, deren Ton sich zunehmend emanzipierter, in den Ohren des Fürsten zunehmend schriller und ungehöriger ausnahm. Eine Petition aus Tannheim etwa bezeichnete das Jagdrecht als „ein mittelalterliches Institut zur Lust und zum Vergnügen des Adels und zur Plage des Landmanns“. In der Diskussion über die Ergebnisse einer zur Klärung von Wildschadensfragen eingesetzten Kommission meldete sich auch der charismatische Mannheimer Abgeordnete Friedrich Hecker zu Wort, derselbe, der zwei Jahre später, am 15. April 1848 an der Spitze eines 400 Mann starken Zugs in Donaueschingen einmarschieren sollte, nachdem er zuvor in Konstanz die Republik ausgerufen hatte: „Obwohl ich Jäger bin“, unterstützte der streitbare Advokat einen Kommissionsantrag zum Dauerthema Wildschäden und führte dazu aus: „Das Jagdrecht ist als ein Ausfluss des Eigentums betrachtet worden. Es wäre nichts Natürlicheres, als dass jeder, der Grund und Boden besitzt, sich gegen Schädigung durch das Wild Hilfe schafft, indem er es erlegt.“

Vor dem Hintergrund katastrophaler Missernten erkannte die Regierung die brennende Lunte, und so erging im Mai 1847 noch eine Generalverfügung des Ministeriums des Innern gegen den Missbrauch des Jagdrechts. Dennoch sind auch in diesem Jahr noch zahlreiche Beschwerden der Baargemeinden beim Ministerium eingegangen, gegen die sich der Fürst mit Nachdruck verwahrte: Es würden hier „alljährlich waidmännische Jagden abgehalten“, und die hohe Jagd auf Rotwild sei sogar schon seit über einem Jahrhundert ganz beseitigt. Die Verbitterung des Fürsten über die wachsende Entfremdung zwischen ihm und dem Volk nahm weiter zu: „Wenn die Behauptungen der ungestümen Verfasser der Eingaben mich als Jagdberechtigten auch sehr empfindlich treffen, so müssen Form und Ausdruck, in welchen sie verfasst sind, noch weit mehr den gerechten Unwillen erregen. Nicht an mir kann es sein, eine Sprache zu ahnden, welche dem Gesetz zum Hohn in rücksichtslosen Ausfällen durch Drohung mit Gewalt und Selbsthilfe Person und Eigentum bedroht und die Erreichung unangemessener Wünsche auf solche Weise erzwingen will.“

Weit ist es nicht mehr bis zum Ausbruch offener Feindseligkeiten, so wenig verwunderlich es noch ist, dass die Baar zu einem der Zentren der Demokratiebewegung werden sollte. Am 1. März 1848 wurde der Kammer ein von Friedrich Hecker unterzeichnetes Programm vorgelegt, das dann auch mit geringen Änderungen dem Großherzog vorgelegt wurde mit der Forderung nach Beseitigung der Reste des Feudalwesens, insbesondere auch des Jagdregals. Zwar versprach die Regierung, den Forderungen nachzugeben, doch die Zusagen kamen zu spät: im Odenwald brachen offene Gewalttätigkeiten aus bis hin zur Zerstörung standesherrschaftlicher Rentämter. Auf der Baar kam es im März und April zwar auch zu Plünderungen und zu unerlaubtem Jagen, doch zur Schadensbegrenzung trug der Umstand bei, dass der Fürst eilends noch auf zahlreiche Rechte verzichtete und die Jagdausübung in den Jagden auf die Gemeinden übertrug.

Auch Großherzog Leopold reagierte noch rasch – zwei Tage vor Heckers (von den blutigen Berliner Barrikadenkämpfen ausgelösten) Konstanzer Putsch: Er unterschrieb das „Gesetz zur Aufhebung der Feudalrechte“ als da sind „Bann- und Fronpflichen“, aber auch sämtliche Jagd- und Fischereirechte, womit das Jagdregal gefallen war. Eine „billige Entschädigung der Berechtigten“ sollte durch besondere Gesetze nachträglich bestimmt werden. Doch wenigstens dieses Ergebnis der agrarsozialen Unruhen sollte den Bauern in den nachfolgenden Zeiten der Reaktion niemand mehr streitig machen.

Mitten in den revolutionären Wirren, am 26. Juli 1848, war noch als Übergangslösung das Gesetz zur Ausübung der Jagden verabschiedet worden, das den Gemeinden  das Jagdrecht zusprach und den Staatsbehörden das Recht, Anordnungen zur Verringerung des Wildstands und der Wildschäden treffen zu können. Im Nachhinein wird man das Jagdgesetz vielleicht sogar als Taschenspielertrick, als Bauernfang einordnen dürfen. Mit ihm ist es der Regierung jedenfalls gelungen, die Bauern aus der revolutionären Front herauszubrechen. Womit es den preußischen Interventionstruppen leicht gemacht wurde, die Unruhen auch in Baden niederzuschlagen. Preußische Standgerichte verhängten und vollstreckten bis zum 27. Oktober 40 Todesurteile.

Als sich im März herumgesprochen hatte, dass den Kammern der Gesetzentwurf über die Abschaffung der Feudalrechte vorlag, begann für ein paar Monate der Volksbewaffnung das, was sich in späteren Forst- und Jagdpublikationen als „Vernichtungskrieg gegen da Wild“ niederschlug: der rechtlose Zustand der „freien Büchse“, der nach Auskunft des F.F.-Jagdchronisten Stephani dazu geführt hat, dass „der Rehstand strichweise fast völlig aufgerieben“ worden sei. Dem Wald, insbesondere der so verbissgefährdeten Weißtanne, verschaffte die erfolgte Dezimierung des Rehwilds eine kurze Verschnaufpause und vielerorts eine Welle von Waldverjüngung, von der auf der Baar und im Schwarzwald noch heute viele tannenreiche Altbestände zeugen.

Gedenkstein im Unterhölzer Wald

 Kurzfassung des Kapitels „März-Errungenschaften“ in Hockenjos, W.: Waldpassagen. Dold-Verl. Vöhrenbach, 2000

„Vom Himmel im Atelier“ in St. Märgen

In der Ausstellung „Vom Himmel im Atelier“ im Kloster Museum St. Märgen zeigt Eva Rosenstiel Arbeiten, die in diesen 10 Jahren im Atelier St. Märgen entstanden sind. Inhaltlich geht es hier auch um eine Auseinandersetzung mit Bedingungen von Entstehung der Kunst. Inwieweit beeinflusst der Produktionsort – aber auch Herkunft und familiäre Prägung die künstlerische Arbeit.

Hier einige Eindrücke von der Vernissage am 29. März 2026.

  • Vernissage von Eva am 29. März 2029 in St. Märgen

Die Ausstellung ist bis 15. November 2026

Haus Nober
Installation & Buchprojekt

Künstlerische Intervention im Haus Nober.

2016 hat Eva Rosenstiel mit 5 anderen Kunstschaffenden zu einer Ausstellung eingeladen.

In Hüfingen im Haus Nober entstand eine Auseinandesetzung mit der Geschichte des Hauses.

Hierzu gibt es ein Buch beim Verlag April und Tochter Freiburg 2018. Fotos: Bernhard Strauss

Zeitgleich wurde in Freiburg Ulrich von Kirchbach, der langjährige Kultur- und Sozialbürgermeister der Stadt Freiburg, verabschiedet. Zwei seiner Aussagen erscheinen mir auch mit Blick auf Hüfingen bemerkenswert passend:

„Es ist wichtig, für alle Bereiche die gleiche Empathie aufzubringen.“
„Wenn man glaubwürdig sozialpolitisch arbeitet und verankert ist und erklärt, warum Kultur und kulturelle Bildung für die Entwicklung der Stadt und ihrer Kinder wichtig sind, bekommt das eine andere Gewichtung.“
Aus der Badischen Zeitung vom 28. März 2026

Gerade bei einer Künstlerin und einer Ausstellung mit so klarem Bezug zu Hüfingen wäre das heute keine ganz unwichtige Haltung gewesen.
Es wäre schon viel gewonnen, wenn kulturelle Bildung auch hier etwas breiter verstanden würde – und nicht nur dort, wo sie seit Jahren ganz selbstverständlich Aufmerksamkeit, Präsenz und Förderung erhält.

Eva Rosenstiel

1951 in Hüfingen (Haus Nober) geboren, lebt und arbeitet Eva Rosenstiel in Freiburg und seit 2016 zudem in St. Märgen.
Vor ziemlich genau 10 Jahren übernahm sie dort das Atelier von Peter Dreher (1932-2020), bei dem sie nach einem Studium der Kunstwissenschaft an der Universität Freiburg von 1975 – 1981 an der Akademie der Bildenden Künste Karls-ruhe, Außenstelle Freiburg, Malerei studiert hatte.
Ihre Arbeiten waren in zahlreichen Einzel- und Gruppenausstellungen zu sehen und sind in mehr als zwei Dutzend öffentlichen und privaten Sammlungen vertreten.
Frau Rosenstiel erhielt mehrere Auszeichnungen und geförderte Arbeitsaufenthalte. Ein Stipendium des Landes Baden-Württemberg führte sie zudem an die Cité internationale des arts in Paris, wohin sie seither mehrfach zu Arbeitsaufenthalten zurückkehrte. Ihr Schaffen ist oft vom jeweiligen Arbeitsort beeinflußt. So entstehen auch in St. Märgen situationsbezogene Projekte.
Ihre Arbeit „Elfenbeinturm“ über das Atelier in der Wagensteigstraße wurde mit einem Projektstipendium des Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg gefördert.

In ihrem Werk erkundet die Künstlerin die Bedingungen des Sehens und die Beziehungen zwischen Bild und Raum, Farbe und Objekt. Dabei beruht das künstlerische Konzept von Eva Rosenstiel auf der bimedialen Zusammenführung von Fotografie und Malerei in formaler wie inhaltlicher Hinsicht. Dem Medium der Reproduktion wird durch die aufgetragene Malerei mit Ölfarben eine materielle Qualität gegeben und es entsteht ein unverwechselbares Einzelstück, eine Fiktion. Das Sujet Stoff erhält durch Anordnung und Kombination mit verschiedenen Bildgründen (Landschaften, Marktszenen, Portraits, Himmel etc.) unterschiedlichste Aussagen. Dabei werden auch die Bilder unseres kollektiven Gedächtnisses assoziiert.

Einladung "Vom Himmel im Atelier"

Einladung mit Text und drei Bildern
aus Kleeblume, 2021, 20 x 20 cm, Öl/Fotografie auf Aludibond (Ausschnitt)
aus Kleeblume, 2021, 20 x 20 cm, Öl/Fotografie auf Aludibond (Ausschnitt)
aus Palette (P.D.), 2021/22, 30x30 cm, Öl/Fotografie auf Aludibond
aus Palette (P.D.), 2021/22, 30×30 cm, Öl/Fotografie auf Aludibond

Visit Eva Rosenstiel

Die Künstlerin Eva Rosenstiel hat dem Hieronymus-online am 14. Mai 2022 ein Foto geschenkt.
Vielen Dank dafür!

Die Bilder stammen aus der Ausstellung „visit“ in der städtischen Galerie Fruchthalle Rastatt.

Auf vergrösserte fotografische Abbildungen von Lithografien aus dem  Hieronymus malte sie 2018 Bäume. Die im Original im Wald dargestellten Figuren werden durch die Malerei verdeckt und die Natur wirkt „zeitloser“. Das linke Bild hängt inzwischen im Stadtmuseum in Rastatt

Im Rathaus hängt übrigens auch noch das eine Bild unten aus 1999.

Anton Knapp hatte für Hüfingen damals noch mehr erworben. Leider werden die Bilder irgendwo versteckt gelagert.
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