erinnern Sie sich noch an die vermeintliche Rettungstat gegen Fledermäuse (siehe unten) im Kamin? Das ist leider gehörig in die Hosen gegangen.
Aber lesen Sie: Kurz vor Weihnachten am 22. Dezember, warf ich zum Ende des Brennvorgangs einen großen Holzbrocken in den Kachelofen.
Leider brannte er nicht recht und der Ruß zog nicht ab, sondern in die Wohnung, welch ein Graus. Der im Nachbarzimmer angebrachte Rauchmelder fing an zu heulen und ich musste den Holzblock hinausbefördern. Tagsdarauf erklärte mir der Schornsteinfeger, dass man nur Blöcke mit 15 cm Durchmesser in den Kachelofen wirft. Darauf achteten wir danach und es ging gut bis zum 16. Februar, der Schutzige Dunnstig. Dort waren drei normale Klötze im Kachelofen, siehe Bild oben und das Geschehnis wiederholte sich, welch ein Graus. Bis ich die brennenden Hölzer hinausbuxiert hatte, verging eine Zeit, die unsere Wohnung um den Kachelofen ziemlich verrußen ließ. Das sieht man exemplarisch am Umstellhebel.
Also nächster Anruf beim Schornsteinfegermeister. Diesmal erzähte ich ihm von Fledermausschutz auf dem Kamin. Wie aus der Pistole geschossen sagte er, das ist der Grund, die Vorrichtung muss runter. Thomas Staller war so freundlich und stieg wiederum zum Kamin hoch und machte das Bild links:
Ausgang vom Heizöl- und Kachelofenkamin
Dreimal dürfen Sie raten, welches das Heizölkamin und welches das Kachelofenkamin ist. Ich war total überrascht, wie dicht das Gitter von den Holzabgasen war. Das Bild rechts daneben veranschaulicht das sehr deutlich, ein absoluter Hammer. Also, das war nix. „Aus Schaden wird man klug“, dieses Sprichwort passt. Immerhin weiß ich jetzt, was die Lösung ist, schauen Sie auf dem Bild unten. Das auf den Kamin gesetzt, habe man zum einen eine Zierde und den perfekten Vogel- und Fledermausschutz. „Und wird man alt wie eine Kuh, man lernt immer noch was dazu“.
Hier der Beitrag vom 29. November 2022
Liebe Bürgerpostleser,
heute habe ich Ihnen eine schwere Kost mitgebracht. Die traurige Geschichte ist folgendermaßen: Beim Kaminfegen im Sommer 2020 waren einige lebende Fledermäuse im Ruß drin, die bald wegflogen und sich in Sicherheit brachten. Beim Durchsuchen des Rußinhaltes kamen leider 14 tote Fledermäuse ans Tageslicht.
Ich war natürlich entsetzt ob diesen Bildes und fragte mich, wie das passieren konnte. Ich habe die tragische Situation mit Experten durchgesprochen. Eine Erklärung könnte sein, dass die Fledermäuse das Kamin als „Übertagungsplatz“ genutzt haben. Da es im Juni 2020 teilweise recht kühl war, haben wir ab und an den Kachelofen angefeuert. Und jetzt kommt die Erklärung, wahrscheinlich hatten die Fledermäuse das Kamin während des Anfeuerns noch nicht verlassen, denn im Juni ist die Tagesdauer am längsten, die Sonne geht erst etwa um 21.20 Uhr unter. Dadurch sind die Fledermäuse im Tagschlaf überrascht worden und vermutlich an einer Kohlenmonoxydvergiftung gestorben.
Was kann man tun? Nun eindeutiger Vorschlag war, das Kamin so zu sichern, dass keine Fledermäuse mehr hineinkommen. 2020 machte ich allerdings nichts, weil ich dachte, vielleicht war es eine singuläre Situation. Tatsächlich, 2021 war nichts zu entdecken. Umso erstaunter war ich vom Kaminrußergebnis 2022. Wiederum waren 14 tote, teils schon mumifizierte Fledermäuse und ein Rotschwänzchen zu betrauern.
So jetzt war klar, das darf nicht mehr passieren. In unser Straße wohnt der Dachdecker Thomas Staller, mit dem ich die Sache besprach. Er besorgte daraufhin Edelstahlgitter, zur Sicherheit bohrte er einige Löcher rein, denn der Qualm sollte ja nicht in unsere Wohnung drücken. Das wäre völlig unakzeptabel. Er brachte die beiden Bleche auf den Kaminen an und befestigte sie mit Silikon. Ich bewunderte ihn, wie er in luftiger Höhe so gut arbeiten konnte. Thomas Staller gab den Hinweis, den Kaminfeger daran zu erinnern, dass er wegen dem Gitter vorsichtig nach oben russeln soll.
Gespannt war ich auf des erste Kaminofen Anfeuern, ob der Abzug auch funktioniert. Gott sei Dank, er hat wie gewohnt funktioniert.
Ja, eine traurige Geschichte. Die Frage ist, ob wir eine Ausnahmesituation darstellen in Sachen Kamin und Fledermäuse. Das kann sein, es könnte aber auch so sein, dass der Ruß in anderen Haushalten mit Kachelofen auch so aussieht. Vielleicht schauen Sie beim nächsten Kaminfegertermin den Ruß einmal genauer an. Ich wünsche Ihnen auf jeden Fall, dass keine Fledermäuse drin sind. Wenn doch, so wissen Sie nun, was Sie dagegen machen können.
nach den Wildschweinspuren von letzter Woche zur größten Wildbiene Deutschland, die Große Holzbiene. Ein Hammer jagt den nächsten, könnte man sagen. Sie ist ein Kind des Klimawandels. Ursprünglich gekoppelt an das warme Weinbauklima hat sie sich auch auf der Baar ausgebreitet und war im letzten Sommer Stammgast bei Gaby Sproll in Hüfingen-Mundelfingen. Warum ist das so? Erstens, weil Gaby Sproll großblütige Pflanzen wie beispielsweise den Garten-Salbei, den die Holzbienen als Nahrungsquelle nutzen, im Garten hat. Die Aufnahme unten rechts, habe ich auf der Insel Reichenau schießen dürfen, auch beim Nektargewinnen an einem Salbei.
Holzbiene im Juli 2015 in Hüfingen
Holzbiene in Hüfingen
Holzbiene an Salbei auf der Reichenau
Sehen Sie das große Auge? Da Holzbienen schnell von Blüte zu Blüte fliegen, bin ich froh, sie so gut erwischt zu haben. Gaby Sproll hat mir herrliche Videos geschickt, auf denen man das auffallend tiefe Brummen hört. Das zweite, was die 2,5 cm großen Holzbienen brauchen, sind Plätze für den Nachwuchs, die sie in abgestorbenen Bäumen selbst anlegen. Im Bild zwei sieht man, wie die Holzbiene die an einem alten Zwetschgenbaum in Gaby Sprolls Garten intensiv gearbeitet hat. Mit den großblütigen Blüten und den Nistmöglichkeiten kann erwartet werden, dass die Holzbienen standorttreu bleiben und ab April wieder erscheinen. Holzbienen haben keinen Stachel wie alle Wildbienen und sind völlig ungefährlich. Sie sind wie die Bienen nützlich für die Befruchtung der besuchten Blütenpflanzen. Also, wer Sie auf der Baar noch nie erlebt hat, Sie können mit jederzeit mit Ihr rechnen. Das Bild unten ist von Gaby Sproll, herzlichen Dank.
am Sonntag, den 12. Februar 2023 haben wir nach Sonnenuntergang uns noch etwas die Füße vertreten. Wir liefen auf dem Auenberg Richtung Döggingen, als wir eine mords Sauerei unter einem – Betonung liegt auf einem – Baum sahen. Unter den anderen Bäumen war alles in bester Ordnung, Sie sehen das eindeutig auf dem Bild oben. Also, wer hat die Sauerei verursacht? Wildsauen, ganz klar, Sohn Michael hat das als Jungjäger bestätigt. Die Frage war jetzt nur noch, wieso unter diesem Baum und unter den anderen nicht. Erster Gedanke war, vielleicht gibt es nur unter diesem Baum etwas zu Fressen, was es unter den anderen nicht gibt. Ich dachte dabei an Engerlinge oder ähnliches. Dann habe ich den Baum, siehe Bild unten, etwas genauer angeschaut und mir fiel es wie Schuppen von den Augen. Ihnen auch? Das war einen Eiche, letztes Jahr war ein Mastjahr- siehe Bild ganz unten – und die Wildsauen haben nach den Eicheln gewühlt. Ich war richtig begeistert, dass wir relativ flott auf die Auflösung kamen.
Beeindruckt war ich auch, dass die Wildsauen die entlang des Weges weit und breit einzige Eiche gefunden haben, ich könnte mir vorstellen, dass Sie das auch beeindrucken könnte. Vielleicht haben sie einen hervorragenden Geruchssinn. Haben Wildschweine das? Eine Internetanfrage brachte es an den Tag: „Ein Schwein hat mehr Riechzellen im Rüssel als der für seine feine Nase bekannte Hund. Feinste Geruchspartikel aus der bodennahen Luft vermitteln dem Schwein ein „Riechbild“ der Umgebung“. Sensationell kann man da nur sagen.
jetzt kommt eine Geschichte, die es in sich hat. Bis vor ein paar Tagen war das Ganze ein Geheimnis. Es wurde gelüftet durch Christiane Willmann aus Schwärzenbach. Sie hat das neue großformatige 595 seitige Buch, „die Baumschätze Baden-Württembergs“ erstanden, auch weil zwei tolle Bäume von Ihrem Hof aufgeführt sind. Ja, was hat das mit der Rätsellösung zu tun? Wissen Sie überhaupt schon, um welches Rätsel es geht? Jetzt erst mal weiter. Letzte Woche frug sie mich, ob ich die Gerichtslinde am Tengener Eck kenne. Der Grund ist der, weil mein Heimatort Uttenhofen zu Tengen gehört. Das bejahte ich, wobei ich die Linde nicht als Gerichtslinde kannte. Dann schickte sie mir eine Fotokopie des umfassenden Textes und dann gingen die Lichter an. Dort stand, dass die 300 bis 500 Jahre alte Linde 1960 von einem Blitzschlag getroffen und wenig später von einem Brand heimgesucht wurde. Sie habe durch Überwallungen und durch das Anlegen von Adventivwurzeln einen Überlebenskampf bis heute erfolgreich geführt. Adventivwurzeln, mir fiel es wie Schuppen von den Augen. Diese Gebilde, die auf Bild 2 und 3 zu sehen sind, sind Adventivwurzeln, der absolute Hammer. Ich habe im Vorfeld einige namhafte Experten gefragt und keiner hatte gewußt, was es ist. Meistens lautete die Antwort, es seinen Efeuranken, aber innerhalb eines Stammes? Nein, die ranken außen an den Bäumen empor und bilden eine großes Blätterwerk. Außerdem hatte Stefan Weiss, der Hofbesitzer, nie und nirgends Efeublätter in der Linde gesehen.
Die Internetrecherche über https://www.unigoettingen.de/de/regenerationsf%C3%A4higkeit/41757.html erklärte es klipp und klar. Das Lindenholz ist stark Fäulnis anfällig. Das sieht man eindeutig an dem Stammrest, innen ist alles kaputt bis auf einen 15 bis 20 cm dicken Außenring. Kein Wunder, ist der stattliche Baum bei einem Februarsturm 2022 mit brachialer Gewalt abgedreht worden. Die Adventivwurzeln natürlich auch, siehe Bild rechts.
Der Beitrag schreibt, dass im Alter neue Innenwurzeln gebildet werden, die sich von den Ästen her wie Luftwurzeln nach unten schieben. Durch diese Innenwurzeln wird der Baum wieder fest verankert und stabilisiert und eine anhaltende Nährstoffversorgung sichergestellt, wodurch Linden ein sehr hohes Alter erreichen können. Müssen Sie auch kurz durchschnaufen, was Sie da lesen? Für mich ist es das Wunderbarste, was ich bisher geschrieben habe. Das so etwas möglich ist, hätte ich nie im Leben gedacht.
Toll finde ich, dass Stefan Weiss den Baum gewähren lässt. Sehen Sie auf dem Bild rechts, wie der alte Riese bereits wieder grüne Stellen hat? Die Aufnahme stammt vom 19. September 2022. Vielleicht schafft er es, wieder eine kleine Krone zu bekommen.
Das Ganze erinnerte mich an Würgefeigen im tropischen Regenwald. Deren Samen werden von Vögeln in Urwaldriesen auf hohe Äste platziert, die dann Wurzeln nach unten treiben, und so wuchern, dass sie den Riesenbaum mit der Zeit zu Tode würgen. Dagegen sind die Adventivwurzeln der Linden von anderer Natur, freundlich und hilfreich.
Anlässlich des kommenden Öffnungssonntags der Sonderausstellung „100 Jahre Brändbachtalsperre“ im Kelnhof-Museum wurde nun zur Veranschaulichung eine Flussmühle im Brändbach bei der Stadthalle vom Stapel gelassen.
Fast jedes Kind kennt die Bilder aus Mesopotamien oder vom Nil mit den riesigen Wasserschöpfrädern. Oder von den klappernden Mühlen in Schwarzwaldtälern. Sie alle nutzen ein Naturgesetz. Wasser will immer von der höher gelegenen Quelle zum Meer fließen. Es verändert, bedingt durch die Schwerkraft, seine Lage von oben nach unten. Daher kommt der Begriff der Lageenergie. Das Wassergewicht im Fließgewässer verändert ständig seine Lage.
Der Brändbach mit seinem Wassergewicht verändert seine Lage schwerkraftbedingt vom Höchst auf 1000 m Meereshöhe bis nach Bräunlingen um 300 m Höhenunterschied. Dabei nimmt sein Fallgewicht durch ständige Zuläufe ständig zu. Genutzt wird dieses fallende Wassergewicht im Brändbach Wasserkraftwerk in Waldhausen. So nutzten die Bräunlinger seit 1923 aus dem Kirnberg Speichersee diese Wasserkraft mit einer hochtechnisierten Anlage.
Mit einer einfachen, uralten Methode wird nun an den Brändbach-Terrassen bei der Stadthalle in Bräunlingen das Prinzip der Lageenergie verblüffend anschaulich und fast selbsterklärend gezeigt. Nämlich mit der ältesten Wasserkraftanwendung, der legendären Flussmühle, einem schwimmenden, unterschlächtigen Wasserrad. Unabhängig von Stauhaltung, Stauwehr, Gewässerveränderung, Aufstiegshilfen und Wasserspiegeländerungen kann damit Energie gewonnen werden. Das ist der pfiffige Vorläufer aller Wasserkrafttechniken.
Anschaulich zu besichtigen ist dieses Modell, das mit Hilfe einer Materialspende der Firma Bedrunka+Hirth anlässlich des 100jährigen Bestehens der Brändbachtalsperre gebaut wurde, an den Brändbach-Terrassen gegenüber der Stadthalle.
na, haben Sie so etwas schon gesehen? Ich nicht, aber Frau Sabine Weisser aus St. Georgen-Brigach. Sie hat diese zwei Bilder geschickt und nach einer eigenen Internetrecherche auch bestimmt. Laut Wikipedia leben sie in Mitteleuropa bis nach Norddeutschland hin und sind eine Unterart der Heuschrecken, genannt Sichelschrecken. Diese hier heißt Laubholz-Säbelschrecke. Die Fühler sind bis zu dreimal länger als der Körper, ist das nicht sehr beachtlich? Man muss vielleicht dazusagen, dass die Schrecke nur zwei cm lang wird und damit relativ klein ist. Neben der Musterung am Körper sind die Miniflügel herrlich, und auffallend sind auch die zwei gelben Linien links und rechts bis zum Ende der Flügelchen.
Die Art sei schwierig zu finden, weil sie sich gerne in den Kronen von Bäumen aufhält. Kein Wunder habe ich sie noch nie gesehen. Die Chance, sie zu Gesicht zu bekommen, sei am höchsten, wenn Gewitterstürme die Säbelschrecken heruntergeweht haben und sie sich in Büschen von der Sonne trocknen ließen. Frau Weisser hat sie in der Milchkammer angetroffen, vielleicht wollte sie Milch trinken. Übrigens handelt es sich um ein Männchen, wissen Sie wieso? Weil am Körperende kein Legebohrer ist und weil die Flügelchen doppelt so lang sind wie bei den Weibchen. Was ich sehr beachtlich finde, dass die Eier unter die Rinde von Bäumen wie Eichen, Kiefern und Birken abgelegt werden und 2-3 Jahre in dem Stadium überdauern.
Wirklich sehr erstaunlich das „Schrecklein“ und herzliches Dankeschön an Frau Sabine Weisser für die Bildüberlassung.
Er ist den meisten Skiläufern eine so selbstverständliche Sache, dass man nicht weiter über ihn redet, höchstens wenn er ausbleibt oder wenn er „pappt“. (A. Fendrich: Der Skiläufer. Stuttgart 1924)
Was, wenn unsere Kinder aufgrund unseres Verhaltens nicht nur ein Jahr ohne Schnee, sondern ein ganzes Jahrzehnt ohne Winter erleben? (A. Gore: Wege zum Gleichgewicht. S. Fischer, 1992)
Was waren das diesmal für trostlose TV-Übertragungen mit all den weißen Kunstschneebändern in grüner Landschaft, auf denen per Ski gesprungen, gerannt, geschossen und zu Tal gerast wurde. Nie wurde der Klimawandel wirkungsvoller in Szene gesetzt, dazu beigemischt Silvesterkrawalle, die Räumung von Lützerath und zu allem hin auch noch die Einschläge russischer Raketen in ukrainische Wohnblocks – wer da zum Jahreswechsel mal nicht Gefahr lief, depressiv zu werden! Das wärmste Jahr, der wärmste Dezember seit Beginn der Wetteraufzeichnungen, jetzt sogar als Glücksfall gepriesen angesichts der knappen und sündhaft teuren Heizenergie!
Sollen Kinder da noch Ski laufen lernen, so wurde in den Medien gefragt, macht Skisport überhaupt noch Sinn? Riesenglück hatten immerhin die Neustädter, denn exakt zum Weltcupspringen auf ihrer Hochfirstschanze war das schmutzige Snowfarming-Weiß vom Vorjahr eben noch rechtzeitig von einem Hauch Naturschnee überpudert worden, sodass in den Übertragungen zumindest ein Anschein von Schwarzwaldwinter noch vermittelt werden konnte. Dabei hatte es hier doch schon im vorigen Jahrhundert Kritik gehagelt, lange bevor allenthalben Schneekanonen in Stellung gebracht worden waren, weil man damals schon den Schnee mangels eigener weißer Pracht per Lkw-Flotte vom St. Gotthartpass herbeigekarrt hatte. Demgegenüber hatten die pfiffigen Schonacher mit ihrem (zumeist spätwinterlichen) Weltcuptermin der nordischen Kombination schon bald nach der Jahrtausendwende dafür gesorgt, dass die Kritik am Energieverbrauch künstlicher Beschneiung verstummte angesichts der Windenergieanlagen auf den Höhen rund um ihr Langlaufstadion.
Schneenotstand (2017)
Schwarzwaldwinter ade, so wird freilich nicht erst seit Kurzem beim Thema Wintersport und Wintertourismus geunkt, wenn wieder einmal der Schnee ausgeblieben ist und wenn wehmütig einstiger „Jahrhundertwinter“ gedacht wird. Etwa so wie jenem anno 1907, als es dem Schneepflug nicht einmal mehr sechsspännig gelang, die Straßen von den Schneemassen frei zu räumen und als man zu den Nachbarn manchenorts sogar Tunnels graben musste.
Schneenotstand (1907)
Oder gar so wie in Lucian Reichs Anekdote „Winter auf dem Walde“, in welcher es den Rettern erst am Karfreitag endlich gelungen ist, am Feldberg einen Bauernhof von oben her durch die Schneedecke auszugraben. „Karfreitag, und wir verzehren soeben das letzte Stück vom letzten Stier“, sollen die Geretteten von unten herauf gerufen haben – entsetzt darüber, unwissend das Fastgebot übertreten zu haben. Aus dem im Februar 1848 von einer Lawine („Schneeschalte“) verschütteten Königenhof im Wagnerstal bei Neukirch, in dem 17 Personen nebst vielem Vieh zu Tode gekommen waren, wird wohl niemand mehr herausgerufen haben.
Und doch hat es im Schwarzwald immer auch schon schneearme Winter gegeben. „Wer seinen Wohnsitz am Fuß des hohen Schwarzwaldes hat,“ schreiben in Deutschlands erstem Skiführer die beiden Skipioniere Henry Hoek und Heinrich Wallau (Skifahrten im südlichen Schwarzwald, München 1911), „ist natürlich in der glücklichen Lage, jeden günstigen Schneefall zu einer Fahrt auszunutzen. Wer weiter reisen muss, wird gut tun, sich über die Schneeverhältnisse genau zu erkundigen.“ Was keinen andern Schluss zulässt, als dass es mit der Verlässlichkeit der Winter selbst im Hochschwarzwald noch nie besonders gut bestellt war.
Ein fotografischer Schnappschuss des Schwarzwaldmalers Hermann Dischler, entstanden auf dem Thurner im Winter 1903, zeigt eine eher dürftige, ziemlich ausgeaperte Schneedecke. Hier oben sollen die Jungbauern und -bäuerinnen, angesteckt vom in Freiburg unten so heftig grassierenden Schneeschuhlauf-Bazillus, um die Jahrhundertwende mit ihrem Vorhaben kläglich gescheitert sein, ihren eigenen Skiclub zu gründen. Vorausgesetzt, die Erzählung des Thurnerwirts, des Chefs des seit 1502 auf der Passhöhe nachgewiesenen Gasthauses, trifft zu, die er in den schrecklichen, den schneelosen Wintern der 1990er Jahre unter seinen Gästen ausgestreut hatte, soll der junge Verein sich nach sieben (!) schneemageren Wintern wieder aufgelöst haben.
Dünne Schneedecke auf dem Thurner (Foto H. Dischler, 1903)
Und doch sollte es sie auch weiterhin geben, die „Jahrhundertwinter“: Am ehesten, versteht sich, wenn der erste Schneefall auf den Tag des Heiligen Andreas am 30. November fiel. Dann nämlich, so will es die Bauernregel, bleibt der Schnee hundert Tage liegen – wofür ich mich als langjähriger Vorsitzender des Fördervereins Club Thurnerspur e. V. verbürge, mit dessen Mitgliedsbeiträgen das 1972 auf dem Thurner gegründete Langlaufzentrum unterhalten wird. In besonders lebhafter Erinnerung ist mir der erste Winter geblieben, nicht etwa nur wegen des Sonntagsfahrverbots aufgrund der damaligen Ölkrise, sondern auch weil auf der noch immer durchgängig präparierten (Natur-)Schneeloipe bis in den Mai langgelaufen werden konnte. In unserem nach finnischem Vorbild knapp unterm Kulminationspunkt ausgelegten Loipenbuch hatte sich ein euphorisch gestimmter Läufer sogar in Reimform verewigt:
Der Mai ist gekommen, es grünt in Wald und Flur, noch ist uns nicht genommen die schöne Thurnerspur.
Im nämlichen Winter hatte ich freilich im italienischen Fassatal bei weitaus ungünstigeren Bedingungen am populären Volksskilauf Marcialonga teilgenommen. Die 70 Kilometer lange Wettkampfstrecke von Moena nach Cavalese war damals schon zu weiten Teilen ein weißes Band aus künstlich herbeigeschafftem Schnee – kaum anders als bei der jüngsten Tour de Ski (Silvester 2022 bis zum 8. Januar), deren Veranstalter bis hinauf zur Alpe Cerni auch diesmal wieder mit Schneemangel zu kämpfen hatten. Der Unterschied: Damals hatte lediglich die Alpensüdseite nichts abbekommen von der weißen Pracht, diesmal war es beidseits des Alpenhauptkammes geschehen, wie wir TV-Zuschauer uns mit Grausen auch ob der verregneten Kunstschneebänder in Obersdorf, bei der Vierschanzentournee oder beim Ruhpoldinger Biathlon erinnern.
Wahre Rekordschneemengen gab es im Schwarzwald zuletzt im Spätwinter 1988: Erst gegen Ende Februar fing es zu schneien an, und in der ersten Märzwoche begannen die Markierungsstangen des Fernskiwanderwegs von Schonach zum Belchen unter die Schneedecke abzutauchen. Und noch gegen Monatsende konnte sogar der Rucksacklauf – durchweg noch per Ski – über die 100 Kilometer absolviert werden.
Jahrhundertwinter März 1988
Doch dann folgten die 1990er Jahre, die dem Skilauf gnadenlos zusetzten, nicht nur weil der Schnee ausblieb, sondern auch wegen der Orkane, die man sich ohne Zutun des Treibhausklimas in der Wetterküche des Nordatlantiks nicht mehr erklären konnte. Oft genug waren nach den Stürmen die Waldpassagen verbarrikadiert, wenn endlich ein nachfolgender Kaltluftvorstoß wieder mal eine dünne Schneedecke hinterlassen hatte, die eher einem Leichentuch glich.
Auch im Förderverein auf dem Thurner sollte der Klimawandel nun zum Dauerthema werden. Zu dessen Mitgliederversammlung 1990 lud man den namhaften Freiburger Meteorologen Hans Rudloff ein, der zum Thema „Winter ade – wie ändert sich unser Klima“ referierte. Weil er dabei den Klimawandel zu Teilen auch noch als Medienprodukt eingestuft und die Badische Zeitung ausführlich darüber berichtet hatte, wurde er nachfolgend von Leserbriefen so bedrängt, dass er Abbitte leisten musste. Doch immerhin eine der Rudloff´schen Thesen sollte sich bewahrheiten: Im Abstand von 21 Jahren, so hatte er in seinem Vortrag angemerkt, seien alten Wetteraufzeichnungen zufolge besonders strenge und schneereiche Winter zu erwarten. Und siehe da: in der Saison 2008/09 verzeichnete das Langlaufzentrum mit 135 Betriebstagen (v. 22. November bis 4. April) seinen Rekordwinter.
Seit mittlerweile fünfzig Wintern hat der Clubvorsitzende seinen (inzwischen 6700) Mitgliedern zur Jahresversammlung jeweils einen Rückblick auf die zurückliegende Langlaufsaison verfasst: eine Dokumentation eines fünf Jahrzehnte währenden Auf und Abs, erstaunlicherweise ohne so ganz eindeutige Negativtendenz. Auf die optimistischen Siebziger und Achtziger, die dem Skilanglauf im Schwarzwald einen wahren Boom beschert hatten, folgten in den Neunzigern die winterlichen Tiefpunkte, in denen der Vereinvorstand sich sogar mit dem Gedanken trug, aus Fairnessgründen die Mitgliedsbeiträge einzufrieren und in einen Dornröschenschlaf zu versinken. Doch das neue Jahrtausend brachte mehrheitlich wieder Winter, die zum Skilanglauf einluden und den Club förmlich aufblühen ließen.
So war denn auch der Katzenjammer um den Jahreswechsel 2022/23 rasch wieder verflogen, als Mitte Januar plötzlich ein Schwall arktischer Kaltluft gegen Süddeutschland vorstieß. Er ließ mit einem Mal all die Berichte über den beklagenswerten Notstand auf Pisten und Loipen heillos deplaziert erscheinen, die nach dem Kälteeinbruch von den Redaktionen nicht mehr rechtzeitig gestoppt worden waren. Jetzt also heißt es endlich wieder Ski und Rodel gut, wenn freilich auch noch auf bescheidener Schneedecke – derweil häufen sich die öffentlichen Appelle, trotz des eiskalten Nordwinds nur ja die Heizung, bitteschön, nicht gar zu weit aufzudrehen. Ob sich wohl auch der Klimawandel ein bisschen davon ausbremsen lässt?
unsere Regentonnen könnten Sie bereits kennen vom Beitrag über das Kondenswasser. Dieser Mal geht es um zwei Erlebnisse im Zusammenhang mit diesen. Am 10. Juli 2022 hatte ich vergessen, den Deckel auf die Tonne zu machen. Traurig sah ich dann vor dem Gießen ein Knäuel von kleinen Käferchen, traurig deshalb, weil ich dachte, die sind ersoffen, weil der Deckel nicht drauf war. Doch zu meiner freudigen Überraschung lebten alle, als ich sie mit meiner Hand aufnahm. Aber was sind das für nette Käferchen, so etwa 7 Millimeter lang, die im Wasser überleben können? Dr. Hans-Peter Straub wusste sofort Bescheid, als ich ihn fragte, es sind Seerosenblattkäfer. Ja bitte, bei mir gibt’s keine Seerosen und auch keine Teichrosen, nur Regentonnen. Aber unser Nachbar hat einen Riesenteich mit Teichrosen. Dann haben die wahrscheinlich einen Ausflug gemacht. Nach Wikipedia ist dieser Käfer der am häufigsten auftretende Schädling in Gartenteichen. Sein Nahrungsspektrum ist begrenzt, denn er frißt vor allem an Seerosen und Teichrosen. Ihre Entwicklung ist spannend.
Seerosenblattkäfer
Im April verlassen die erwachsenen Seerosenblattkäfer ihre Winterverstecke. Ab da können erste Fraßspuren an Blättern auftreten. Die Käfer legen ab Mai auf den Schwimmblättern kleine Eipakete ab, die aus 15 – 20 kleinen beigenen Eiern bestehen. Nach wenigen Tagen schlüpfen die Larven und beginnen die oberste Schicht der Blätter abzuschaben. Sind dieLarven größer, fressen sie Löcher in die Blätter und später regelrechte Gänge. Spätestens ab diesem Zeitpunkt sind die Fraßschäden unübersehbar. Die Verpuppung findet ebenfalls auf dem Seerosenblatt statt und 30 bis 40 Tage nach der Eiablage schlüpft der fertige Käfer. In unseren Breiten können zwei bis fünf Generationen pro Jahr ausgebildet werden. Also können sie mit dem Wasser gut umgehen und es war nicht verwunderlich, dass sie als Knäuel überleben konnten.
Das oben hat mich auch sehr erstaunt. In der Regentonne fand ich erdfarbene kleine runde Gefäße und schlanke rötliche Wesen, die wurmähnlich aussahen. Oder waren es Larven? Ich war mir unschlüssig. Dann aber, wie wenn es so sein sollte, hatte der Insektenexperte Willy Bühler in der Frage und Antwort Rubrik der aktuellen BBZ 2/2023 eine Frage beantwortet, die genau die Lösung meines Rätsels war. Es sind Larven von Zuckmücken. Der Hammer ist, sie bauen sich diese Köcher, in denen sie Schutz finden. Der zweite Hammer ist, dass sie, um genügend Sauerstoff aufnehmen zu können, den roten Blutfarbstoff Hämoglobin aufbauen, auf dem Bild unten ist die rote Farbe gut zu sehen. Das wichtigste ist die Erkenntnis, dass sie als Mücken vollkommen harmlos sind und riesige Schwärme bilden können. Sie sind also keine Stechmücken und man sollte sich an Ihnen erfreuen. Denn für unsere Schwalben sind diese Zuckmücken mit eine der Hauptnahrungsquellen. Und ob die Schwalben hoch oder tief fliegen, hängt in erster Linie mit der Höhenlage zusammen, in der die Zuckmücken sich aufhalten. Das ist von Wetter abhängig, wie wir wissen.
Schon zweimal war Lake Placid Austragungsort der Olympischen Winterspiele. 1932 und zuletzt 1980 haben Thomas Wassberg, Juha Mieto (das berühmte 100. stel Sekunden Rennen) , Hanni Wenzel und Toni Innauer um Goldmedaillen gekämpft.
Fotos: Wikipedia
Die diesjährige Winter Universiade, die Studenten Olympiade, findet derzeit ebenfalls dort im Nord-Osten der USA statt. Wie es bei derartigen Grossveranstaltungen üblich ist, werden die Delegationen von den Botschaftern des Heimatlandes empfangen. Im grossen Hotel, dem „Golden Arrow“ von Lake Placid, traut ein Funktionär aus dem Unteren Bregtal seinen Augen kaum: Beim Festakt im riesen Kaminzimmer fühlt er sich wie Zuhause. In die rustikale geschichtete Kaminmauer ist eine Reliefsteinplatte eingelassen.
Eindeutig von einem Grossonkel gefertigt. „Bräunlingen Black Forest, Mühlentor„, ist in die Runde Solnhofer Kalkplatte eingeschnitten und im unverkennbaren Stil von Hermann Bertsch gestaltet. Die Andacht bei der getragenen, bedeutungsschwangeren Ansprache des wortgewandten Botschafters ist schnell verflogen als er auch noch ein Gemälde, ebenfalls mit Bildunterschrift „Mühlentor , Black Forest, Bräunlingen“ sichtet. Wie war eigentlich der Filmtitel? Winteruniversiade Salt Lake? oder bin ich überhaupt im richtigen Film und wirklich in Gods own Country?, können die Brielinger tatsächlich auch Olympia und Universiade? Ja, Nachfahren aus dem Breg- Städtle können auch das. Die taffe Receptionsdame hat auf Nachfrage schon gehört, dass die Besitzerfamilie aus “ Old Germany, from nice Black Forest “ seien.
Blitzanfrage im Unteren Bregtal beim dortigen Universal- Historien Orakel Joachim Schweitzer erhellt die Filmscene: Ja, 1960/70 sind zwei Schenkelisäger in die Nord- Appalachen ausgewandert, dort wo es ähnlich aussieht wie im Baarschwarzwald am Kirnberg, nur mit Laubwald statt Fichten und viel, viel grösser. Der Hotelpatron war im Olympiabewerbungsausschuss und hat wirkungsvoll mitgeholfen, die Olympiade 1980 an Land, bzw. an den Salt Lake zu ziehen. Und jetzt kommt noch was raus: „De Kächeli“ wie der Brielinger Ofensetzermeister Karl Brugger genannt wurde, hat nicht nur die Kacheln für den original Schwarzwälder Kachelofen in den „Güldenen Bogen“ geliefert, sondern den währschaften, opulenten Kachelofen mit Kuuscht in mehreren Wochen eigenhändig aufgesetzt. So spannen sich feingesponnene Spannungsboegen rund um die Welt.
Ob dem Speck-, Schwarzwurst-, Bratwurstkonditionierten „Kaecheli“ allerdings die burgerlastige Kost, wie sie in den Menue- und Foodprints des Golden Arrow in zahlreichen Internetseiten angepriesen und anschaulich und hoffentlich gut verdaulich angepriesen werden, gut bekommen ist, war bisher noch nicht aus dem Kächeli- Clan zu erfahren.
Immerhin erfährt man aber im seriösen Wikipedia, dass die amerikanische Kost anno 1980 in den internationalen Olympiakreisen bemängelt wurde. Die Österreicher sollen sogar zur Selbstversorgung und Eigenbekochung mit Schmarrn, Hendl, Salzbuerger Nockerln und Gugelhupf gegriffen haben. Erst dann konnte vermutlich der Bregenzer- Wälder Toni Innauer zu seinen legendären Gold- Flügen abheben.
Ob wohl „de Kaecheli“, schon wieder so ein legendärer Brugger nach den drei knorrigen Kraftwerks- Brugern, wegen den bedrohlichen Big- Burgern vorsichtshalber Speck, geräuchte Bratwürste und Schwarzwürste in seinem Werkzeugkoffer und Schamottsäcken verstaut hatte ?
der heutige Beitrag handelt von einer Bildsequenz am Nachthimmel des 3. Januars 2023. Am ersten Arbeitstag des neuen Jahres arbeitete ich etwas länger. Als ich das Haus in der Humboldtstraße 11 gegen 18 Uhr verließ, erkannte ich sofort, dass beim zunehmenden Mond relativ nahe sich ein Lichtpunkt befand. Da er etwas rötlich war, und ich wußte, dass sich Mars am Gegenpunkt zur Sonne, in „Opposition“ genannt, befand, war klar, das ist der Mars. Auf der Heimfahrt mit dem Fahrrad kam mir der Gedanke, diese Situation zu fotografieren, und, wenn die Sichtverhältnisse es zuließen, im Verlaufe des Abends weitere Aufnahmen zu machen. Bild 1 wurde um 18.13 Uhr aufgenommen, Sie sehen, dass links vom Mond relativ nah der Mars ist. Auf allen fünf Bildern sieht man die Spiegelung des Mondes, die von der Linse herrührt und lens flare genannt wird. Der Hammer ist, dass man auf den Spiegelbildern die tatsächliche Mondgröße sieht, nicht dagegen auf den Mondbildern direkt wegen der Überstrahlung. Das 5. Bild zeigt die Situation um 00.23 Uhr. Das sind über sechs Stunden Abstand zu Bild 1. Was ist in der Zeit passiert? Nun, der Mond ist gewandert und anhand vom relativ stabilen Mars kann man erkennen, wie schnell das geht. Wegen der Bildqualität bitte ich um Gnade, es ging mir einzig um den Bewegungseffekt des Mondes.
18.13 Uhr
0:23 Uhr
Der Vollständigkeit halber sei gesagt, dass der Mond 28 Tage für eine Erdumrundung braucht. Vielleicht macht es Ihnen auch Freude, zu sehen, wie der Mond täglich wandert. Probieren Sie einmal von einem gleichen Standort und einem Masten oder einem großen Solitärbaum und Sie werden auch überrascht sein. Es gibt auch die Begebenheit, dass der Mond über den Mars oder andere Paneten und Sterne „darüberfährt“, am Anfang der Bildsequenz habe ich es vermutet. Das ist natürlich auch spannend. Beim letzten Vollmond am 8. Dezember 2022 war das am Morgen der Fall und ich hab vergessen, danach zu schauen. Schade, aber es gibt Schlimmeres.
Was einen sehr guten Überblick über die kosmischen Dinge im Jahresablauf gibt, ist das Buch „Kosmos Himmelsjahr“ vom Kosmosverlag. Das ist mein jährliches Weihnachtsgeschenk. Aber man muss natürlich auch reinschauen, wenn man nichts verpassen will, siehe oben.
Weil es beeindruckend ist, das Sternbild Orion zu sehen, machte ich als Abschluß der Mond-Mars-Bildequenz ein Foto von ihm. Orion ist ein wunderschönes Wintersternbild. Sie haben sicher schon von den drei Gürtelsternen in der Mitte gehört. Unterhalb davon sieht man unter anderem den Orionnebel. Wie man heute weiß, ist das ein Sternentstehungsgebiet in 1.344 Lichjahren Entfernung. Schauen Sie mit dem Fernglas oder dem Fernrohr dorthin und ich bin sicher, dass Sie begeistert sein werden.