An dieser Stelle habe ich die Bauarbeiten um den Friedhof dokumentiert.
Es war ein schöner Sommer. Menschen standen am Friedhof und durften sich unterhalten. Wir hatten ein kleines Zeitfenster in dem wir erleben durften, wie es sein könnte, wenn Autos nicht unser Leben beherrschen würden.
Ab heute wird sich wieder angeschrien. HÄ? Was häsch geseid?
Danke an Axel für die Aufnahme vom 7. Oktober 2023
Seit Freitag Mittag ist die Straße frei!
23. Oktober der Asphalt ist fertig und morgen Mittag wird geöffnet.
04. Oktober 2023
Asphalt kommt drauf
Danke an Axel für die Fotos!
26.09.2023 Verkehr wird einspurig durch das Tor geleitet.
20. September 2023
Weinhaus Baum darf geradeaus
18.09.2023
Busse dürfen wieder über die Brücke.
19. September
16.09.2023
Der Belag der Brücke ist fertig
11. September 2023
Der Kreisel ist geteert
Blick über s’Leänedli
Bei Bullenhitze wird über Mittag geschafft was das Zeugs hält. Respekt!
Die Woche vor dem 10. September scheint mit neuen Brückenbelag angefangen worden zu sein..
Seit 4. August ist zwischen Tor und Friedhof theoretisch gesperrt!
Die Ampel nach Bräunlingen läuft aber noch!
Weinhaus Baum ist über Schaffhauser Str. und Dögginger Str. erreichbar. 11. August 2023
Also mit dem Auto ist dicht. Fußgänger und Fahrradfahrer kommen immer überall hin. Weinhaus Baum kann mit dem Auto über die Dögginger Straße und Schaffhauser Straße angefahren werden. Die Läden an der Hauptstraße sind alle sehr gut erreichbar!
4. August die Ampel nach Bräunlingen steht noch.
Bräunlinger Straße geht momentan noch
04. August 2023 frei bis zum Tor
Weinhaus Baum von hier erreichbar!
d‘ neuLeänedli Bruck
Leänedli Bruckund s’Leänedli
01. August 2023
Am Montag, 24. Juli um 23:20 Uhr kam die neue Alubrücke. (Mit solch einem schlimmen Besäufnis, dass ich unten tatsächlich einen Film zensieren musste, um nicht einen Unbeteiligten zu belasten.)
Der Schlosspark ist wieder auf und es wird vor dem Tor eine Überquerung geben.
08. Juli 2323
Querung zum Schlosspark
08. Juli 2023
hinten kommt die neue Brücke hin
30.06.2023
Inzwischen hat sich geklärt, warum der Schlosspark abgesperrt ist. Die graben da die Straße ab und wollten die Leute wohl schon seit Montag daran gewöhnen. Also, falls jemand da trotzdem lang geht: Aufpassen, nicht ins Loch fallen!
Baustelle am 29.06.2023
Seit heute, Montag den 26. Juni, ist das Chaos perfekt. Keiner weiß so recht wie er fahren darf und Fußgänger werden gleich mal prophylaktisch ausgesperrt. So darf man nicht mehr durch das Tor und auch nicht mehr in den Park. Ich empfehle hier das Verschieben der Sperren.
Rechtspopulistische Äußerungen unseres Landtagsabgeordneten der FDP, Niko Reith, auf Facebook haben mich schon im Sommer aufhorchen lassen. Jetzt war ein Artikel in der Zeitung auf dem Manuel Hagel, der Landesfraktionschef der CDU, sich zur Brandmauer der CDU-Fraktion äußerte:
Für die CDU im Land sei die Beschlusslage klar. Es gebe keinerlei Zusammenwirken mit der AfD. Dass er damit Ernst macht, hatte er Anfang Februar bewiesen. Er ließ seine Fraktion gegen einen Antrag der FDP zum Gendern stimmen, der inhaltlich der Beschlusslage der CDU entsprach. Der Antrag wäre nur mit AfD-Stimmen durchgegangen.
Manuel Hagel am 16. September 2023 zum Schwarzwälder Boten
Im Sommer hatte sich auch ein AfD Abgeordneter bei Niko Reith auf Facebook mokiert, dass die FDP ihre Anträge „klaue“. Geschrieben hatte er: „Genau deswegen werden die Anträge immer wieder nach einer gewissen Wartezeit etwas umformuliert und von ihnen selbst eingebracht, um sie dann durchzuwinken?!“
Es ist also vorerst in Baden-Württemberg so, dass Dank der CDU das Durchwinken nicht funktionierte, obwohl auch diese an bestimmten rechtspopulistischen Forderungen Interesse hat.
Antrag Anwendung geschlechtersensibler Sprache an den Hochschulen in Baden-Württemberg
Dies alles kann als Drucksache 17/4121auf den Seiten vom Landtag herunter geladen werden.
Da es jeder selber nachlesen kann, möchte ich nur einen kurzen Ausschnitt aus dem Dokument hier rein kopieren, den ich persönlich für zentral erachte:
Eine Abgeordnete der SPD merkte an, die Positionen der Fraktionen zum Thema „Gendergerechte Sprache“ seien in der Beratung im Plenum hinreichend deutlich geworden und dürften sich seither nicht verändert haben. Besonders spannend sei das Thema im Hinblick auf die Hochschulen, weil es dort die Wissenschaftsfreiheit berühre. Das Wissenschaftsministerium habe richtigerweise auf die eigene Verantwortung der Hochschulen verwiesen. Die SPD-Fraktion sehe ebenfalls keine Notwendigkeit, den Hochschulen in dieser Hinsicht dezidierte Vorgaben zu machen. ….. Das Vorurteil, die Studierenden würden durch „Genderprofessorinnen und -professoren“ zu einer bestimmten Ausdrucksweise gezwungen, sei bei näherer Betrachtung nicht haltbar. Für die Studierenden sei in der Regel eine gendergerechte Sprache die gewöhnliche Ausdrucksweise, die allerdings bei bestimmten Professorinnen und Professoren noch auf Vorbehalte stoße. Solche Differenzen müssten ausgehandelt werden. Die maximale Freiheit der Hochschulen sei an dieser Stelle wünschenswert.
Einige Rechtspopulisten sollen hier keine Vorgaben machen, da sie und ihre Anhänger die deutsche Sprache eh nicht beherrschen und zum anderen finde ich es außerordentlich blöde, Hochschulen überhaupt politische Vorgaben zu machen.
Politiker sollten sich mal darum kümmern, dass Gesetzte einen Sinn ergeben und auch für alle Bürgerinnen und Bürger gleich gelten.
Ok, zur Freude aller schreibe ich das jetzt auch so:
Politiker*innen sollten sich mal darum kümmern, dass Gesetzte einen Sinn ergeben und auch für alle Bürger*innen gleichermaßen gelten !!!!!!******
wir waren zwei Wochen in Südschweden. Es war wunderschön, wir haben einen Elch, See- und Fischadler, Kraniche und Stern- oder Prachttaucher gesehen. Am spannendsten war aber diese Geschichte, die wir um unser Ferienhaus beobachten konnten. Anfangs dachte ich, Mensch, was sind denn das für Erdhäufchen mit einem Loch in der Mitte. Und es gab eine ganze Menge davon.
Dann entdeckte ich gelbschwarze Wesen, die da ein und ausgingen und mit der Zeit stellte ich fest, dass sie andere Insekten erbeuteten und sie ratz fatz in die Öffnung hineinzogen. Ahnen Sie schon, was da abging? Es ist so, dass die erwachsenen Tiere sich ganz normal sozusagen von Blütennektar und Pollen ernähren. Im Gegensatz dazu werden die Larven von den Weibchen je nach Art mit Insekten, Insektenlarven oder Spinnen versorgt.
Dabei lähmen die Weibchen ihre Beutetiere mit einem Stich, sie werden als Wirt oder Futtervorrat für die Larven in selbst gegrabene Hohlräume getragen und mit je einem Ei belegt. Kann man nachvollziehen, dass diese Insekten „Grabwespen“ genannt werden? Ich glaube ja.
Wundern Sie sich auch, dass diese Grabwespen solche Gräber erstellen können? Die Grabwespen haben kräftige Kiefer, die durch stark entwickelte Oberkiefer zum Graben geeignet sind. Übrigens leben sie als Einzelwesen.
Spannend ist die Frage, ob und was das Insekt unten mit der Geschichte zu tun hat. Ich habe es aufgenommen in der Nähe der Grabwespenanlagen. Vielleicht erahnen Sie es, was jetzt kommt, ist ein Oberhammer. Diese Tiere leben parasitisch von verschiedensten Stechimmen, unter anderem auch von den Grabwespen. Die Weibchen legen ihre Eier einzeln in die Nester der Grabwespen. Die Larve frisst als erstes das Ei oder die schon geschlüpfte Larve der Grabwespe und danach deren Nahrungsvorräte. Anschließend verpuppt sie sich im fremden Nest. Da muss man doch tief durchatmen.
Der Name dieser Brutschmarotzerart heißt sehr harmlos „Gemeine Goldwespe“, gut, „gemein“ passt ja doch zu dem ganzen Geschehen.
Vielen Dank an Helmut Vogel, Heidi Mayer-Löhr und an alle Beteiligten für das tolle Fest!
Hier ein paar Eindrücke von uns:
Am Samstag Abend marschierten das Grenadiercorps 1810 aus Villingen, die historische Bürgerwehr Hüfingen und das Fähnlein Rottweil zum Platz jenseits der Breg und nahmen auf Kommando ihre Position für den dreifachen Böllersalut ein. Diese Darbietung soll im Besonderen an die Belagerung 1632 und das grauenvolle Blutbad sowie an die Sinnlosigkeit der vielen Kriege erinnern.
Die SPD-Hüfingen lädt herzlich zu einer Feierstunde ein, die am Do., 14.09. um 19 Uhr zu Ehren unseres längjährigen Bürgermeister a.D. Anton Knapp stattfindet. Die Veranstaltung wird im Hüfinger Stadtmuseum abgehalten. Diese Feierstunde ist eine Gelegenheit, um Antons 50 Jahre Mitgliedschaft in der SPD zu feiern und gemeinsam schöne Momente zu teilen. Wir wollen auch die Gelegenheit bieten, uns mit den anderen OVs der Südbaar auszutauschen, und den ein oder anderen Bericht aus Berlin von unserem MdB Derya Türk-Nachbaur mit Spannung zu erwarten. Außerdem werden unser Landrat Sven Hinterseh und Kreisrat Nicola Schurr sprechen. Die Ehrung wird letztlich durch den baden-württembergischen Innenminister a.D. Reinhold Gall durchgeführt.
Ich war unter anderem gespannt auf den Bericht aus Berlin und bin hin.
Die Rede von Derya Türk-Nachbaur habe ich aufgenommen und möchte sie hier jedem zur Verfügung stellen. Die Qualität ist jetzt nicht die allerbeste, aber ich finde man kann es ganz gut verstehen, wenn man den Ton laut macht.
Rede von Derya Türk-Nachbaur
Danach gab es die Reden vom Landrat und von Nicola Schnurr und dann bekam Anton Knapp vom Innenminister a.D. Reinhold Gall eine Ehrennadel für 50 Jahre SPD.
Kreisrat Nicola Schnurr
Landrat Sven Hinterseh
Innenminister a.D. Reinhold Gall
Mete Ünal, Derya Türk-Nachbaur, Reinhold Gall, Anton Knapp, Kerstin Skodell, Nicola Schnurr, Hernrieke Knust und Sven Hinterseh.
Nach der Ehrung von Anton Knapp habe ich die Vorsitzenden der SPD Hüfingen Henrieke Knust und Mete Ünal gefragt was sie vom Bürgerdialog halten
der Sonntag, der 10. September 2023 hatte es in sich, meine ich zumindest. Denn es tummelten sich unzählige kleine Mücken in der Luft ständig in einer auf und ab Bewegung. Ich sah, dass sich zwei Spinnennetze im Vorgarten mit ihnen füllten. Die Fäden sind klebrig, so dass es für die kleinen Mücken kein Entrinnen gab. Leider klappte das Scharfstellen mit der Händikamera nicht. Na ja, so etwas gibt es eben.
Aber am Tag darauf entdeckte ich an der Hecke zu unseren Nachbarn die grandiosen Bilder oben: Ein Spinnennetz, das unter der Last der Riesenmenge an den kleinen Mücken zusamengekracht ist. Wie ein Rosenkranz hängt das Restnetz mit den Mücken an der Hecke. Sind Sie auch so verblüfft wie ich? Haben Sie so etwas schon gesehen? Dass ein Spinnennetz wegen Überlastung an Beutetieren zusammenkracht?
Ich jedenfalls habe das bisher noch nicht gesehen. Abends dann zeigte sich die Spinne, ein herrliches Weibchen der Kreuzspinne, und machte sich über das reichhaltiges Angebot her.
Heute Abend, den 12. September 2023 schaute ich wieder nach, weil ich dachte, sie wird sich über die zahlreichen weiteren Mückenleiber hermachen. Aber zu meiner Verblüffung sah ich, dass sie ein neues Netz gebaut hatte und demnach auf „Frischfleisch“ aus ist.
Heizen mit einem nachwachsenden Rohstoff wie Holzhackschnitzel ist auf den ersten Blick sinnvoll und damit klimaentlastend. Es ist tausendmal besser als das Heizen mit Öl, Kohle oder Erdgas. Hackschnitzel werden bei großem Energiebedarf nicht nur aus Holzabfällen und Holzresten gewonnen, sondern auch aus Stammholz, das mehr als 50 Jahre braucht, um wieder nachzuwachsen.
Beim genaueren Hinschauen sind deshalb die Bedingungen einer vorausschauenden Waldpflege zu beachten, die den Blick auf die Belastungen richtet, denen der Wald heute in der Heißzeit ausgesetzt ist. Denn der Wald ist weit mehr als nur Energielieferant fürs Heizen.
Er ist auch unersetzlicher Erholungsraum für Mensch und Tier und gleichzeitig Wasserspeicher und der wichtigste CO2-Speicher, was ihn langfristig in seinem Wirken für die gesamte Umwelt einzigartig macht. Und deshalb muss der Wald der Zukunft wachsen und gesunden.
Nachhaltig ist der Holzverbrauch also erst dann, wenn wir den Zeitfaktor beachten und nur so viel aus dem Wald herausholen, wie wieder nachwächst. So richtig die Nutzung erneuerbarer Energieträger wie Holz zur Reduktion der CO2-Emissionen ist, muss bei der Holznutzung darauf geachtet werden, diesen Rohstoff nicht nur einfach zu verbrennen, sondern möglichst mehrfach zu nutzen.
Mit der schon heute verfügbaren Technik ist es möglich, aus Holz neben der Wärme auch Strom und zusätzlich Holzkohle (statt nur Asche) zu erzeugen, die für Jahrhunderte haltbar ist, CO2 bindet und wieder in den Wald als Humusaufbau verbracht werden kann.
Wie das geht? Im Markt gibt es Unternehmen, die seit Jahren erfolgreich aus Holzresten Wärme, Strom und Holzkohle erzeugen und so aus dem wertvollen Rohstoff Holz mehr nutzbare und hochwertige Energie erzeugen. Holz nur zu verbrennen ist viel zu schade. Vielleicht werden die Entscheidungsträger der Brigachschiene bei der nächsten Erweiterung die neue Technik nutzen, auch wenn sie bei der Anschaffung ein wenig teurer ist. Dafür aber erzielt diese Technik nicht nur Erträge aus der Wärmelieferung, sondern auch aus dem Verkauf von Strom und der Lieferung von Holzkohle für den weiteren Aufbau des Waldes. Damit ließe sich auch ein Beitrag zur Versöhnung von Ökologie und Ökonomie leisten.
ich will heute mit einer leichten, aber recht amüsanten Kost nach der langen Pause beginnen. Das Foto unten stammt von 28. Dezember 2022. Ich konnte mir damals keinen Reim darauf machen, was das Weiße im Maul des Eichhörnchens sein könnte.
Ein Schneeball oder eine Tennisball vielleicht? Schneeball ist gut, vor allen, weil kein Schnee lag. Naja, acht Monate und ein Tag später, am 29. August 2023 konnte der Fall geklärt werden. Denn unser Sohn Michael machte die beiden anderen Bilder und herrliche Videos. Wie Schuppen fiel es mir von den Augen, Eichhörnchen nutzen die weiße Füllung des ausrangierten Sessels, um damit ihren Kobel komfortabel zu gestalten.
„Nicht schlecht Herr Specht“, beziehungsweise passender „Eichhörnchen total clever“. Ich hätte ihnen das nicht zugetraut. Bei Vögeln, Meisen vor allem, habe ich es schon beobachtet.
Haben Sie schön Ähnliches erlebt? Ich würde mich sehr über eine Rückmeldung freuen.
Wie schafft das bloß jemand: mit knapp 90 Jahren noch einen Roman über Jagd und Wald zu schreiben und das ebenso sachkundig wie einfühlsam, aktuell wie spannend bis zur letzten Seite? Kerstin Ekman, der „Grande Dame der schwedischen Literatur“, ist das mit Wolfslichter glänzend gelungen. Der Umgang mit dem Wald, die Jagd und dabei speziell das Verhältnis zu den großen Beutegreifern waren spätestens seit ihrem 2008 erschienenen Roman Der Wald – eine literarische Wanderung zu ihrem Lebensthema geworden. „Ich habe die Wolfskralle im Herzen“, verriet sie dort schon im Vorwort – und rechnete mit der schwedischen Kahlschlagswirtschaft und den Monokulturen ab. Anfangs bekannt geworden durch ihre Kriminalromane, hatte sie sich immer häufiger mit Wald- und Wildthemen befasst, wobei ihr zugute kam, dass sie selbst sowohl Waldbesitzerin ist als auch Elchjägerin und Schafhalterin war. Trotz (oder wegen?) ihrer scharfen Klinge wurde ihr 2007 von der Universität für Agrarwissenschaften in Uppsala die forstwissenschaftliche Ehrendoktorwürde verliehen.
Diesmal ist Protagonist und Icherzähler der langjährige Jagdleiter und pensionierte „Forstfunktionär“ Ulf (deutsch: Wolf) Norrstig, der frühmorgens am Neujahrstag, dem Tag vor seinem 70. Geburtstag, sein Schlüsselerlebnis hat: die Begegnung mit einem stolzen, hochbeinigen Wolfsrüden; dieser Anblick wird ihn verfolgen und seine Einstellung zum Töten grundlegend verändern. Er beschließt, das Ehrenamt des Jagdleiters aufzugeben, zumal er dabei doch auch die Schafrisse des Wolfs zu untersuchen und Schadensersatzfragen zu begutachten hat – womit er sich Feinde schafft. Nachdem er bei der Elchjagd eine Herzattacke erleidet, wird er von seiner Frau Inga bewusstlos auf dem Speicher aufgefunden; dort liegt er inmitten verstaubter Trophäen und Präparate seines Vaters, in denen er fortan seinen „Wald des Todes“ sieht. Die schlechte körperliche Verfassung nach einer Herzoperation bringt ihn nun erst recht zum kritischen Überdenken seiner beruflichen und jagdlichen Vergangenheit. Noch immer geschwächt, wird er an die verkohlten Überreste seines alten grünen Wohnwagens geführt, der ihm als jagdlicher Unterstand gedient und von wo aus er seinerzeit den Wolf erblickt hatte. Die Polizei hat in der Brandstätte Wolfsknochen gefunden, und so müssen Ulf und Inga schließlich auch noch dabei helfen, den Brandstifter zu ermitteln und den Jagdfrevel aufzuklären.
Hass und Ablehnung der großen Beutegreifer, hierzulande derzeit sogar ein Wahlkampfthema, beherrschen auch in Schweden die Stimmungslage in der ländlichen Bevölkerung, lernt der Leser. Und das bei immer heißeren Sommern und brennenden Wäldern. Vor diesem Hintergrund hat Kerstin Ekman eine brandaktuelle Lanze für den Wolf gebrochen.
Kerstin Ekman: Wolfslichter. Roman Piper-Verlag München 2023 22,– Euro
Am 27.7.2023 beschloss der Gemeinderat Hüfingen eine Katzenschutzverordnung.
Hintergrund
Seit Jahrzehnten kastrieren Tierschutzvereine wildlebende Katzen und sorgen so für eine Populationskontrolle. Kommunen sind als zuständiges Fundbüro auch für aufgefundene Tiere verantwortlich und müssen diese artgerecht unterbringen. Für diesen Zweck werden Dienstleistungsverträge mit Tierheimen geschlossen. Jahrelang existierte die Streitfrage zwischen Tierschutzvereinen und Kommunen, ob verwilderte Katzenpopulationen als Fundtiere gelten oder nicht. Die Kastration oder Unterbringung einer „verwilderten Katze“ lehnten die meisten Kommunen ab. Dies hatte zur Folge, dass sich die verwilderten Bestände immer weiter vermehrten und der Tierschutz durch fehlende Gelder und Mangel an ehrenamtlichen Helfern nicht in der Lage war, die Population in den Griff zu bekommen.
2018 fällte das Bundesverwaltungsgericht dann ein Grundsatzurteil. (BVerwG, Urteil vom 26. April 2018, Az. 3 C 24.16). In diesem Urteil wurde entschieden, dass von einer Fundsache immer dann auszugehen ist, wenn Eigentum an einer besitzlosen Sache nicht mit hinreichender Sicherheit ausgeschlossen werden kann. Dies gilt entsprechend auch für Fundtiere. Da das Eigentum an Tieren nicht aufgegeben werden kann, diese also nicht herrenlos werden können, sind typische Haustiere (also auch Katzen) grundsätzlich immer als Fundtiere zu behandeln.
Die nun schon schwierige Situation verschärfte sich durch die Coronajahre weiter. Zuerst der Lockdown in dem sämtliche Tierschutzarbeiten zum Erliegen kamen und danach der enorme Zuwachs an Haustieren, insbesondere Katzen, wovon viele unüberlegt angeschafft wurden und als die Normalität wieder eintrat, dann doch nicht erwünscht waren.
Die jüngste Erhöhung der Gebührenordnung für Tierärzte gibt finanziell schwachen Katzenbesitzer nun den Rest. Wer sich sein Tier noch leisten kann, überleg zweimal, ob Kastrieren und Kennzeichnen denn tatsächlich nötig ist und im Budget liegt.
Nicht kastrierte Halterkatzen (Katzen, die im Eigentum jemandes stehen) sorgen so für frisches genetisches Material in der verwilderten Population, schlimmer noch, es werden oftmals ausgehend von nur einer entlaufenen Kätzin ganz neue Populationen gegründet.
Die Tiere werfen bis zu dreimal im Jahr vier bis sechs Kitten und sind, während sie den ersten Wurf noch säugen, oftmals schon wieder trächtig. Die jungen Kater sind mit gut acht Monaten schon geschlechtsreif und nutzen ein Streifgebiet von fünf Kilometer, um zeugungsfähige Kätzinnen zu finden.
So vermehren sich nicht nur die Katzen rasant, sondern auch pathogene Keime, Viren und Bakterien. Der Zustand der Straßenkatzen ist besorgniserregend. Kaum ein Tier ist gesund, welches im Kreistierheim eingeliefert wird. Von offenen Wunden über Katzenschnupfen und Seuche ist alles dabei. Die Tiere leiden oft wochenlang und gehen qualvoll zugrunde, wenn sie nicht eingefangen werden. Und doch vermehren sie sich immer noch schneller als dass sie sterben.
Schmerzen, Leiden, Schäden
2019 wurde im Kreistierheim Schwarzwald-Baar-Kreis eine Studie zum Durchseuchungsgrad der Straßenkatzen gemacht.
Dabei bestätigte sich die hohe Krankheitsrate der Katzen. Im Jahr 2019 mussten 59% der eingelieferten Katzen gegen Endo- und Ektoparasiten (ausgenommen Giardien) behandelt werden. Es handelt sich hier um Erkrankungen durch z.B. Würmer und Flöhe, welche auch auf den Menschen übertragbar sind. Bei 35% war eine Behandlung mit Antibiotika erforderlich, um bakteriell verursachte Infektionen zu bekämpfen, darunter auch der Katzenschnupfen. 11% der Katzen erlagen trotz Behandlung ihrer Krankheiten oder mussten euthanasiert werden.
Erzeuger der felinen infektiösen Peritonitis (FIP) mit tödlichem Ausgang. Tiere, die nicht erkranken, können lebenslang infektiös für andere Katzen bleiben. Eine Impfung gibt es nicht, auch Halterkatzen sind gefährdet.
Sind sehr widerstandsfähige Einzeller, die zu starken wässrigen Durchfällen führen. Durch Dehydration und Nährstoffmangel verenden die Infizierten schlussendlich ohne Behandlung qualvoll. Sie sind auf den Menschen übertragbar und sind dort für die menschliche Giardiose verantwortlich.
Katzenseuche ist hochgradig ansteckend und tödlich, bei Kontakt können auch geimpfte Halterkatzen erkranken.
Anzahl der Katzen
Die tatsächliche Anzahl der wildlebenden Katzen ist schwierig zu ermitteln, da sie bei uns im Schwarzwald, anders als in den südlichen Ländern, erst in Erscheinung treten, wenn sie deutlich auf Hilfe angewiesen sind.
Durch eine statistische Berechnung kann man erahnen, wie viel Katzen alleine in Hüfingen wild leben und sich munter weiter vermehren.
Das große Problem ist nun, dass die 312 nicht kastrierte Halterkatzen mit Freigang sich mit den 189 verwilderten Katzen verpaaren und so weiter den verwilderten Bestand am Leben erhalten.
Kosten
Die Unterbringung von Fundkatzen verschlingt ein Vermögen, jüngst 222.828,60 €. Die Kosten steigen proportional zur der Anzahl Katzen und kehren jährlich wieder.
Im Kreistierheim Schwarzwald-Baar ist das Kapazitätslimit im Sommer immer erreicht und es ist nur eine Frage der Zeit, wann ein Aufnahmestopp verhängt werden muss. Da der Vertrag mit den Städten und Gemeinden zur Aufnahme von Fundtieren nur bis zur maximalen Kapazität des Kreistierheims gilt, sind diese dann selbst in der Pflicht eine Unterbringung für die Tiere zu finden. Gleichzeitig bedeutet dies, dass auch das Veterinäramt tierschutzrechtliche Beschlagnahmungen oder sichergestellte Tiere nicht einliefern kann.
Katzenschutzverordnung
Die nun beschlossene Katzenschutzverordnung soll Abhilfe schaffen. Sie besagt, dass Katzen mit unbegrenztem Zugang ins Freie von Ihren Haltern kastriert, gekennzeichnet und registriert werden müssen. So können sie den Wildbestand nicht weiter puschen und durch die Registrierung auf den Besitzer das Kreistierheim entlasten, da eine aufgefundene Halterkatze so direkt wieder zu ihren Besitzern zurückgebracht werden kann.
Die Katzenschutzverordnung erhält ihre Gültigkeit sechs Monate nach der öffentlichen Bekanntgabe durch Stadt.
Auch die Katzenschutzverordnung entfaltet ihren Sinn nur durch Menschen, die sie befolgen. In den wenigsten Situationen werden Ordnungsämter oder das Veterinäramt die Gärten nach unkastrierten Tieren durchforsten. Sondern im Falle eines Falles, wie der z.B. die Population von über 40 Katzen, die sich bereits über die Dorfgrenzen hinweg in Hausen vor Wald vermehrt hatten, bestände eine gesetzliche Grundlage zur Auflösung so einer Situation auch gegen den Willen eines potenziellen Halters. So können auch die Kosten einer Kastration und Kennzeichnung dem Halter auferlegt werden.
Moderner Tierschutz ist eine Zusammenarbeit von Kommunen und engagierten Bürgern.
Angesprochen fühlen dürfen sich trotzdem auch Halter von Wohnungskatzen, da die Erfahrung sagt, es sind oftmals entlaufenen Wohnungskatzen, die nicht wieder nach Hause finden und ihr Leben als unkastrierte Straßenkatze beginnen.