Liebe Bürgerpostleser, vor kurzem schaute ich nach, ob der Schwalbenturm am neuen Standort am Mühlkanal im dritten Jahr der Umsiedlung von Mehlschwalben besiedelt wird. Leider ist das wiederum nicht der Fall. Dann schaute ich unweit davon nach einer zehn Nester umfassenden Kolonie unterm Dach, dort waren die Nester besetzt. Die jungen Schwalben waren noch nicht geschlüpft. Trotzdem hörte ich unterm Dach Jungvögel Gepipse und war kurz irritiert. Aber nicht lange. Erkennen Sie die Ursache? Ein Blaumeisenpaar hat ein Mehlschwalbennest besetzt. Das ist doch der Hammer, finden Sie nicht auch?
Dass Meisen in Briefkästen brüten, habe ich schon mal aus dem Glottertal beschrieben. Auch andere erstaunliche Wohnhöhlen wie Wasserpumpen und Öffnungen von Verkehrsschilderrohren sind schon benutzt worden. Aber dass sie Mehlschwalbennester beziehen, das habe ich noch nicht erlebt oder gehört. Vielleicht Sie als Leser. Wenn ja, bin ich über eine Rückmeldung dankbar.
Am Samstag 25. Mai 2024 haben sich Christina Meckes, Patrick Haas und Andreas Hofmann in der Ratsstube bei der LBU Hüfingen vorgestellt.
Nach einer kurzen Einführung von Peter Albert haben die Kandidaten ihre Motivation erläutert.
Andreas Hofmann
Andreas Hofmann hat 40 Jahre Führungsverantwortung und will diese Erfahrung in die Waagschale als Bürgermeister werfen.
Christina Meckes
Christina Meckes meint, man muss wissen in welchen Hafen man segeln will, um die Segel richtig zu setzen.
Patrick Haas
Patrick Haas will schon immer Bürgermeister werden. Ihn reizen die Gestaltungsmöglichkeiten gegen alle Schwierigkeiten. Er möchte etwas erschaffen und gestalten.
Moderation von Nicole Schönecker und Fragen von Till Röthele, Emine Sems, Christa Knust, Otto Merz, Petra Wetzel, Dorothea Hepting und Peter Albert.
Die erste Frage ging über Hinterzimmerpolitik, für die Hüfingen bekannt ist, und wie man damit umgehen will.
Christina Meckes meinte, dass hier keiner sagen wird, „das finde ich gut“. Was aber wichtig sei, ist Vernetzung.
Patrick Haas: Da er von aussen komme, war für ihn sehr interessant unbelastet Gespräche in alle Richtungen zu führen. Transparenz sei hier sehr wichtig und Intransparenz führt zu Problemen.
Andreas Hofmann: Für ihn ist wichtig in keiner Partei zu sein. Ebenso mit Vereinen, er möchte auch kein Mitglied in einem Verein sein, damit dann keine Bevorzugung hinterher gesagt wird.
Christina Meckes: Transparenz ist durch Digitalisierung heute leichter zu handhaben. So habe man durch eine Kommunal App ein ganz einfaches Mittel. Man dürfe Gleichbehandlung nicht mit Fairness verwechseln. Es kann nicht jeder gleich behandelt werden, weil nicht alle gleich sind, aber es sind eben alle gleich viel Wert.
Andreas Hofmann: Die Vereinsförderung sollte überarbeitet werden. Die Gemeindeordnung sollte auch offen gelegt werden. Es muss alles einsehbar sein.
Patrick Haas: Vereinsförderung ist ja genau das Mittel wo man Fairness herstellen kann. Man muss sich das mit den Vereinen anschauen und anpassen. Es braucht einen Ansprechpartner in der Verwaltung. Bisschen was abnehmen, damit der Spaß nicht verloren geht.
Es ist soviel im Wahlkampf passiert gerade bei Vereinen, die waren noch nie so wichtig die letzten Jahre. Zitat von Otto von Bismarck: „Es wird niemals so viel gelogen wie vor der Wahl und während des Krieges.“ Wie stehen Sie zu dieser Aussage?
Patrick Haas: Es ist nicht Beruf sondern Berufung. Es ist nicht einfach immer im Wind zu stehen. Ich möchte gerne länger als eine Amtszeit im Amt bleiben und in Hüfingen eine Familie gründen. Dafür ist gute Arbeit und Ehrlichkeit nötig. Leere Versprechungen sind hier fehl am Platz und kosten unglaublich Vertrauen, auch im Wahlkampf.
Andreas Hofmann: Für ihn ist Ehrlichkeit unerlässlich. Eine Lüge ist eine Legende an die man immer wieder anknüpfen muss.
Christina Meckes: Für sie gehört ein Bürgermeister nicht ins Rathaus sondern zu den Bürgern. Klar ist es Verwaltungsarbeit, aber man muss auch mal aus dem Fenster schauen und in Verbindung bleiben. Ziel ist keine Bürgermeistersprechstunde mehr zu brauchen, da man die Bürgermeisterin eh immer sprechen kann.
Wie wollen Sie die Jugendlichen in Hüfingen erreichen?
Christina Meckes: So schwer ist es nicht die Jugendlichen zu erreichen. Jugendliche sind viel politischer, als man sich das vorstellt. Sie war am Bahnhof und es hat mit einer Pizza sehr gut funktioniert. Jugendarbeit funktioniert nicht mit einem Auftrag. Also hin gehen und sagen kommt ins Jugendhaus, weil da wo ihr gerne steht, stört ihr. In Hüfingen haben wir verpasst die Jugendlichen mitzunehmen die nicht in Vereinen sind. Vereinsarbeit kann professionelle Jugendarbeit nicht immer ersetzen Wir haben Themen die Jugendliche mitbringen, man muss sie nur sprechen lassen und auch zuhören.
Andreas Hofmann: Will einen Jugendgemeinderat etablieren.
Patrick Haas: Für ihn war es eine unfassbar lehrreiche Zeit, die Jugendarbeit. Es war learning by doing. Wobei Mönchweiler ist eh eine Leuchtturmgemeinde. Die Frage ist: „Wie beteiligt man?“ Die Kinder und Jugendlichen sind mit der Zeit aufgeblühlt. Die Entwicklung war sehr interessant, wie politisch und auch mutig sie geworden sind. Und wie zentral es ist, dass der Bürgermeister mit dabei sitzt. Wir haben in der Demokratie ein Problem mit Politikverdrossenheit. Wir haben es in der Hand die Generation die folgt politisch zu bilden. Es hat sich verändert, wie wir die Kinder erziehen. Psychische Erkrankungen steigen, weil vieles nicht im familiären Kontext aufgefangen wird. Genau die Jugendlichen müssen wir auffangen, die nicht vom Verein oder der Familie aufgefangen werden können.
Was ist wichtiger Naturschutz oder Wirtschaft?
Patrick Haas: Will einen Konsens finden. Wirtschaft bringt ja auch Geld, man muss die Balance finden und den Konflikt jedes Mal wieder neu verhandeln.
Andreas Hofmann: Wurde bei der Bundeswehr in Punkto Naturschutz erzogen und habe sich gerne daran gehalten.
Christina Meckes: Meint dass beides Hand in Hand gehen kann.
Zum Dank überreicht Peter Albert den Kandidaten einen guten Holzhammer.
Die Diskussion ging drei Stunden und oben ist natürlich nur eine kurze Zusammenfassung. Wer sich eingehender informieren möchte, findet auf den oben verlinkten Internetauftritten die einzelnen Zeitpläne der Kandidaten.
Z‘ Waldhuuse bei de Siebe Hiesli Liit Dä isch ebbs, wa`s sunscht nähnets giit Im Siebte Hiesli wohnt kon Mensch Wa word dää sii, wa denksch ?
Dä sorrets, summts und fauchts und stampfts Des isch bigott kon Allefanz wo des alls wartet, schmiert und fettet Wenn die den guete Maa nit hettet
De Willi Brugger (III) drei Wa der alls khaa, jo heidenai Us milliardefache Brändbachtröpfle Macht der vill Strom, druckt nuu paar Knöpfle
Die Wassertröpfle wered g`sammlet Im Kirnbergsee sind sie versammlet Bevor’s i grosse Rohr rabdunndret Und Strom druus Word, wa villi wundret
Turbine triebet Dynamo aa Wa Brändbachwasser doch soo alls khaa? Demit khaa mer im Stausee badde Für d‘ Freizeit isch des au kon Schadde
So kinnet d‘ Brielinger Wäsche, Bache Maschine Triebe für vill Sache De Straub khaa Bappedeckel falte, drucke Wo die i Hochregal nuu korz verhucke Millionen Schachtle, bisch ganz backe? Me weltwiit bruucht zum Sach verpacke
Verdanke duet mer des de Manne die baue hond e grossi Wanne E Bogemuur und Rohr us Iise Lond’s Brändbachwasser aabischiesse
Im Kraftwerk vu Waaldhuuse Duets hundert Johr scho kräftig schuuse Us Wasser macht mer dä de Strom Energie für Brielinge isch de Lohn
Drum lobet, jublet dene zue Die niemols gänd e Rueh Dass Brändbachwasser schaffe khaa Gnueg Strom do isch für jedermaa
(Drum isch es manchmal au e Freid Wenn vum Himmel Wasser obe abi kheit En Segen ischs für Flur und Feld bringt Gräene Strom und Geld)
Die drei Brändbacher Wassertröpfle gelesen von Maria Simon
heute möchte ich vor allem durch Bilder aufmerksam machen, was für eine Vielfalt von Käfern es bei uns gibt, wie farbenprächtig sie sind und in der Größe sehr unterschiedlich. Das Bild vom Blauvioletten Scheibenbock schickte mir Edmund Zeiser aus Zimmern unter der Burg. Haben Sie den schon einmal gesehen?
Blauvioletter Scheibenbock
Unten ein Zweifleckiger Zipfelkäfer, den ich Gott sei Danke mit seinen sechs Millimeter Größe gesehen habe auf einer Schnittlauchblüte. Haben Sie den schon gesehen?
Zweifleckiger
Zipfelkäfer
Die Käfer unten sah ich beim empfehlenswerten Rundgang um den Linachtalstausee.
Fichtenrüsselkäfer
Flohkäfer
Der Rüsselkäfer ist wahrscheinlich ein Fichtenrüsselkäfer. Ein toller Hecht finde ich. Der kleine Kerl daneben ist nur drei Millimeter groß, deswegen heißt er wahrscheinlich Flohkäfer.
Das nächste Bild zeigt einen Großen Blasenkäfer, sieht der nicht auch herrlich aus? Zu guter Letzt sieht man auf einen roter Käfer, er ist auch relativ klein. Es ist das Maiglöckchenhähnchen.
Großer Blasenkäfer
Maiglöckchenhähnchen
Wenn man übrigens auf das Foto klickt, öffnet es sich in größer in einem neuen Fenster. Viel Freude an den Bildern.
Was für ein Segen, welch kühne Zukunftsvision, die sich da für den Waldwirt auftut! Dass Abies alba, die Weißtanne, sich durch Schattenerträgnis auszeichnet, zumindest den Halbschatten mag in ihrer Jugend, wohingegen sie auf Freiflächen nicht selten unter Laus, Nadelrostpilz oder Spätfrost zu leiden hat: eben diese Eigenschaften hat sich ein pfiffiger Bauunternehmer aus Rengetsweiler, einem 500-Seelen-Dorf und Teilort der Stadt Meßkirch, zunutze gemacht. Weil er seine Quarzsandgrube zu rekultivieren hatte, war er auf die Idee verfallen, über seiner Tannenkultur mit Solarpaneelen fürs richtige Maß an Schatten zu sorgen. Womit er nun nicht nur eines ferneren Tages Bauholz produzieren wird, sondern ab sofort auch Solarstrom für den Eigenbedarf.
Und weil man mit solch grünen Eigeninitiativen Positivschlagzeilen erntet, galt es jüngst – nicht anders als bei der Vorstellung von PV-Überdachungen in der Landwirtschaft, im Obst- oder gar Weinbau – auch die weltweit erste Forst-Fotovoltaik-Anlage (PV-Forst) von Forstminister Peter Hauk (CDU) pressewürdig einweihen zu lassen. Unterstützt, gefördert und begleitet werde das bislang einzigartige Pilotprojekt durch das Landratsamt Sigmaringen, das Ministerium für Ernährung, Ländlichen Raum und Verbraucherschutz sowie das Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme (ISE). Und natürlich ist auch die Abteilung Waldwachstum der Forstlichen Versuchs- und Forschungsanstalt Baden-Württemberg (FVA) mit eingebunden, verspricht man sich hier doch „Neuland im Waldwachstum“, wie es im jüngsten Newsletter FVA-Einblick heißt, genauer: „wie junge Bäume unter Sonnenkollektoren heranwachsen können“. Bis sie „die Anlagenhöhe von sechs Metern erreichen“, so lange könne dabei Sonnenenergie in Strom umgewandelt werden. Und das kann dauern, wie die Förster aus naturnäheren Bergmischwäldern wissen, wo Tannenunterstand oft siebzig und mehr Jahre unterm Buchenschirm im „Schattenschlaf“ auszuharren vermag, bis er endlich dann doch „wachgeküsst“ wird. Im konkreten Fall: bis man sich in der ehemaligen Quarzsandgrube dazu entschließen wird, die Fotovoltaik-Überdachung wieder abzubauen. Als ob es dabei für Forschende nicht Vielerlei zu messen und zu dokumentieren gäbe!
Nicht nur weil die Errichtung der Paneele schweres, nicht eben bodenfreundliches Gerät erforderlich macht, pflanzte man neben Weißtannen vorsorglich auch noch eine kleinasiatische Tannenart mit an, die „im Klimawandel ein deutlich besseres Anpassungspotenzial“ verspricht. Zugleich wurden technische Besonderheiten ausprobiert, so die Rückbaubarkeit und Umsetzbarkeit der Träger, weshalb sie nicht auf Betonfundamenten befestigt, sondern auf speziellen, wieder entfernbaren Schraubfundamenten errichtet wurden. „Aus Sicht klassischer Forstwirtschaft mag das auf den ersten Blick tatsächlich abenteuerlich vorkommen“, so wird der Leiter der FVA-Fachabteilung Waldwachstum, Prof. Dr. Ulrich Kohnle, zitiert.
Hier fehlen nur noch die Paneele über den Tännchen (Foto FVA-Einblick)
Auch recht viel Waldeslust wird sich da wohl nicht einstellen: Nicht genug damit, dass der Wald neuerdings mit bis zu 250 m hohen Windrädern überstellt und denaturiert wird, wovon es lt. Koalitionsvertrag allein im Staatswald Baden-Württembergs eintausend werden sollen: jetzt also auch noch die Überdachung mit Paneelen. Weil die für die Windenergie im Wald zuständige Taskforce offenbar in Verzug geraten ist, scheint das Land nun desto dankbarer mit der ersten Forst-Fotovoltaik-Anlage (PV Forst) eine ganz neue Geschäftsidee für Waldeigentümer zu propagieren – hervorgegangen aus einem Geniestreich des Rengetsweilerer Bauunternehmers Emil Steidle, dem der Landesverdienstorden gewiss sein dürfte.
Alles nur eine Frage der Beschattung – Stammscheibe einer 70jährigen Tanne
Die Wiesenkinder stehen in den Startlöchern – die Genehmigung vom Baurechts- und Naturschutzamt kann täglich eingehen – dann wird es losgehen: Im Erlebnisraum Wald am Ortsrand von Hausen vor Wald, entsteht der erste Naturkindergarten unserer Kommune. Das 2.500 m2 große Waldstück wurde gemeinsam mit Förster Wolf anhand eines Kriterienkatalogs ausgewählt. Zuvor hatten die Eltern vom Verein Wiesenkinder e.V. insgesamt 45 andere Einrichtungen besucht, um ihr Konzept zu entwickeln. Hauptbereich zum Spielen und Lernen für Kinder ab einem Alter von drei Jahren wird der Wald sein, der in drei Zonen unterteilt wird:
Einen grünen Bereich im Umfeld der Schutzunterkunft, in dem die Kinder sich frei bewegen dürfen.
Einen gelben Bereich, den die Kinder nur mindestens zu zweit betreten werden. Er befindet sich etwas weiter entfernt.
Und einen roten Bereich außerhalb der gelben Zone, der für die Kinder tabu ist. Die natürliche Grenze zwischen gelbem und rotem Bereich bildet ein Bachlauf im Wald.
Zudem ist das Aufstellen eines Tipis, einer Schutzeinrichtung für Kinder und Erzieher:innen und das Errichten eines Materiallagers vorgesehen. Als Träger konnte der DRK-Kreisverband Donaueschingen e.V. gewonnen werden. Das Deutsche Rote Kreuz betreibt deutschlandweit 90.000 Einrichtungen für Kinder und ist damit gut aufgestellt in diesem Bereich. Mittlerweile wurde der Kindergarten in die Bedarfsplanung der Stadt aufgenommen, was für den Träger bedeutet, dass ein Großteil der Kosten vom KVJS, Kommunalverband für Jugend und Soziales Baden-Württemberg, getragen wird, ungefähr ein Drittel der Kosten übernimmt die Gemeinde und beim DRK-Kreisverband verbleiben 7% der Kosten. Wie für alle anderen Kindertagesstätten zahlen Eltern auch für den Naturkindergarten eine einheitliche Gebühr. Apropos Kosten: Sie betragen für den Naturkindergarten einen Bruchteil der Kosten eines konventionellen Kindergartens.
heute geht es um die Lösung der Rätselfrage vom letzten Mal, um was für einen Vogel es sich auf den Bildern handelt. Edmund Zeiser aus Zimmern unter der Burg hat mir dankenswerter Weise nachfolgende Bilder geschickt. Von Ihnen als Leser kamen einige Rückmeldungen, Falke, Wanderfalke, (junger) Baumfalke, Merlin, Gleitaar und eine Würgerart wurden genannt. Leider ist keine Antwort die richtige.
Weil der Vogel etwas außergewöhnlich aussieht, habe ich ihn einigen Fachleuten geschickt. Sie kamen zu der Einschätzung, dass es kein einheimischer Vogel ist, sondern einer, der aus einer Voliere, einem Zoo oder einer Falknerei ausgebrochen ist. Da stockt einem doch der Atem, kein einheimischer Vogel. Es gab einige Erklärungsversuche für Greifvögel aus dem Ausland, aber es passte nicht zusammen.
Die Ansicht, dass es sich um einen geflohenen Vogel handelt, brachte mich auf die Idee, bei Falkner Franz Ruchlak in Löffingen-Bachheim nachzufragen. Wie aus der Pistole geschossen schrieb er: „Das ist kein Flüchtling, sondern ein einheimischer Greifvogel. Es ist ein alter, schön ausgefärbter Sperber, ein Männchen, Sprinz genannt“. Die Betonung liegt auf alt, Franz Ruchlak schätzt ihn auf sieben bis neun Jahre und dass Sperber so alt werden, sei durch ihre kamikazeartigen Jagdmethode eine Rarität. Das heißt, dass man solch gefärbte Sperber nur sehr selten zu sehen bekommt und deswegen kein „Bild“ von ihnen hat. Das besondere an der Färbung ist die weiße Vorderseite, die normal gesperbert ist und die helmartige Kopffärbung. Franz Ruchlak ist passionierter Falkner von Kindesbeinen an und ist Anlaufstelle für verletzte Greifvögel. Über 60 habe er im letzten Jahr betreut. Dadurch hat er einen reichen Erfahrungsschatz über Details ihres Aussehens.
Vielen Dank Franz Ruchlak für die interessante Rätsellöung, vielen Dank Ihnen für Ihr Mitmachen.
Fotos aus dem Jahr 2021 sind wegen eines alten und fehlerhaten Plugins nicht mehr erreichbar.
Smaragdeidechsen und Orchideen aus dem Lilienthal
Man braucht nicht in die Ferne schweifen, denn das Gute liegt so nah. Schon einmal den Kaiserstuhl besucht und nicht nur eine Besenwirtschaft aufgesucht? Wenn nein, dann machen sie sich auf Schusters Rappen und besuchen sie die Papageien vom Kaiserstuhl (Bienenfresser) und evtl. sehen sie auch eine der wunderschönen Smaragdeidechsen oder auch die vielen Arten von Orchideen, die es dort gibt. Vielleicht geben ihnen meine Bilder einen Grund dazu eine der so nah liegenden Urlaubsgebiete zu besuchen und auch in Coronazeiten die Schönheiten vor der Haustür kennenzulernen.
Beim Ortstermin am 19.04.2024 mit Elke Zimmer, Staatssekretärin im Verkehrsministerium Baden-Württemberg, und Martina Braun, Landtagsabgeordnete Bündnis 90/Die Grünen, stellte der Bürgermeister den aktuellen Lärmaktionsplan Stufe 4 und dessen Maßnahmen vor. Eine Geschwindigkeitsreduzierung auf 30 km/h ganztags ist vorgesehen auf der L 171 Dögginger Straße, auf der L 171 Hauptstraße/Donaueschinger Straße, auf der L 181 Schaffhauser Straße, auf der Hochstraße und auf der L 181 Bräunlinger Straße. Die Umsetzung der Geschwindigkeitsreduzierung erfolgt durch das Straßenverkehrsamt beim Landratsamt Schwarzwald-Baar-Kreis. Im nächsten Schritt wird eine Verkehrsschau stattfinden, bei der die Straßenabschnitte begangen werden und die notwendige Beschilderung festgelegt wird. Die Stadt Hüfingen hat dazu in der vergangenen Woche das Straßenverkehrsamt angeschrieben und um eine Terminvereinbarung gebeten.
Darstellung aus dem Bericht der Rapp AG nach Beschlussfassung des Lärmaktionsplans Stufe 4 am 29. Februar 2024. Die grün markierten Streckenabschnitte sind mit Tempo 30 ganztags geplant.
Zudem wurde im Lärmaktionsplan festgelegt, dass bei anstehenden Belagserneuerungen ein lärmoptimierter Fahrbahnbelag eingebaut wird. Auch ruhige Gebiete wurden im Rahmen des Lärmaktionsplans untersucht, um sie vor „weiterer Verlärmung, insbesondere durch Verkehrswege oder Gewerbeansiedlungen, zu schützen.“
Der zweite Teil des Besuchs von Elke Zimmer und Martina Braun fand in den Enoteca Bel Nini statt. Frau Zimmer berichtete über die Ideen des Verkehrsministeriums, um die Klimaziele für das Jahr 2030 zu erreichen. Die Einführung des Landesmobilitätsgesetzes wird die gesetzliche Grundlage schaffen für verschiedene Instrumente der Kommunen. Hierzu gehören die Möglichkeiten einer Citymaut, eines Mobilitätspasses und On-Demand-Mobilität, also klimaneutrale Fahrangebote auf Bestellung, die von den Gemeinden ausgestaltet werden können.
Diskutiert wurden anschließend die Lärmbelästigung durch die Bundestraßen, die Hüfingen flankieren, Möglichkeiten zur besseren Nutzung des ÖPNV und zur Unterstützung des Fußverkehrs. Dabei ist mir aufgefallen, dass persönliche Empfindungen unsere Meinung mitunter stark prägen. Als Fazit kann ich festhalten: Veränderungen erfordern Geduld. Uns Menschen fällt es schwer, Gewohnheiten aufzugeben. Bei Einführung der Geschwindigkeitsbegrenzung auf 30 km/h ganztags empfiehlt Elke Zimmer daher auch, die Verkehrsteilnehmer mit großen Bannern auf die Neuerung hinzuweisen, damit sie wahrgenommen wird.
Übrigens: Zur Schaffung der Infrastruktur für die Verkehrswende stehen den Kommunen in Baden-Württemberg mit dem Landesgemeindefinanzierungsgesetz diverse Fördermöglichkeiten zur Verfügung. Hier gibt es also finanzielle Unterstützung.