Spätblüher

Liebe Bürgerpostleser, 

der Spätherbst 2022 hat es in sich, ich denke, das erleben Sie auch so. Viele Blumen blühen nach wie vor, aber auch einige Sträucher. Dies habe ich in der Vergangenheit auf jeden Fall nicht wahrgenommen, vielleicht gab es das auch nicht. Bild unten zeigt einen Weißdornast mit Blüten in verschiedenen Stadien und mit einer roten Beere von der „Erstblüte“. Die Aufnahme bekam ich von Adeline Stadtmüller aus Kraichtal-Neuenbürg und fotografiert wurde am 20. Oktober 2022. 

Weißdorn am 20. Oktober 2022 in Kraichtal-Neuenbürg

Nachdem ich in unserer Straßenecke im Oktober Blütenknospen vom Hartriegel beobachten konnte, dachte ich, zur Blüte wird es wohl nicht mehr reichen. Dann sind wir am 6. November 2022 um den Kofenweiher spaziert und was sahen wir dort? Viele Blütenstände vom Hartriegel mit 50 Prozent geöffneten Blüten. Einfach sehr erstaunlich. Die Blätter sind auch so herrlich grün, wie wenn nicht der 6. November wäre. 

Hartriegel am 6. November 2022 beim Kofenweiher

Das nächste Bild zeigt offene Blüten und Blütenkospen vom Wolligen Schneeball auch an der Breg bei Kofenweiher. Das hat mich wirklich überrascht. Man sieht auch schön die Staubbeutel, eben grad so, wie wenn es dem Frühjahr entgegengeht. 

Wolliger Schneeball am 6. November 2022 beim Kofenweiher

Dass alles ein jähes Ende nehmen kann, sieht man auf dem letzten Bild. Eine vereiste Hartriegelblüte, fotografiert auf dem Auenberg morgens am 19. November.

Hartriegelblüte auf dem Auenberg am 19. November 2022

Frostberegnung als Schutz der Obstblüten vor dem Erfrieren sieht auch so aus. 

Ich frage Sie nun etwas zu diesem Frostbild, aus welcher Richtung wird sich das Eis gebildet haben? Ich bin gespannt auf Ihre Antwort.

Zu dem ganzen Thema passt die wissenschaftliche Erkenntnis, dass es in den letzten Jahrzehnten eine Verschiebung der Jahreszeiten weg vom Winter von sage und schreibe drei Wochen gegeben hat. Diesen Herbst kommt das sehr deutlich zu Tage. 

Herzliche Grüße
Franz Maus

Einsatz-Trainings-Zentrum für den Zoll in Hüfingen

Im Januar hatte ich unten schon Einzelheiten erwähnt. Jetzt wurde ein Bebauungsplanverfahren „Hochstraße-Nord“ aufgestellt. Hierzu haben die Ingenieure Gförer über die Hüfinger Bürgerinfo einige Unterlagen zur Verfügung gestellt. Einen Teil davon wollte ich hier zeigen, da die Daten morgen leider nicht mehr öffentlich zur Verfügung stehen:

Neue Gewerbefläche und ETZ

Unten das Exposé vom Januar.

Beitrag vom 28. Januar 2022

Im Herbst haben wir hier über das geplante Einsatz-Trainings-Zentrum für den Zoll (ETZ) in Hüfingen berichtet.

Gestern ging es nun in der Gemeinderatssitzung um den Städtebaulichen Vertrag zwischen der Stadt Hüfingen und der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BIMA). Ich vermute mal dies interessiert unsere Leserinnen und Leser wenig, deshalb möchte ich hier nur darüber informieren, was wohl kommen wird.

Dieses Exposé hierzu konnte man sich bis gestern auf den Seiten von Hüfingen anschauen:

Mit Erlass III A 1 – SV 4006/16/10010:002 vom 20. Juli 2018 wurde das Konzept „Einsatztrainingszentren der Zollverwaltung“ genehmigt und zur schnellst möglichen Umsetzung frei gegeben.

aus dem Exposé des ETZ

Errichtet werden in Hüfingen:

  • 3 x 3 Bahnen – Raumschießanlage
  • Zweifeldersporthalle
  • Einsatztrainingsgebäude mit Außentrainingsflächen

Zweifeldersporthalle

Die Sporthalle umfasst neben der Zweifeldersporthalle weitere Sport-, Übungs-, und Funktionsräume wie z.B. einen Fitnessraum, einen Matten/Boxsackraum, einen Schulungsraum, Umkleide- und Sanitärräume.

Die Zollverwaltung gestattet den ortsansässigen Sportvereinen der Gemeinde die Teilmitnutzung der Sporthalle und der Kfz-Stellplätze auf dem Gelände des ETZ Baden- Württemberg Süd in Hüfingen außerhalb seiner Dienstzeiten (Betriebszeiten) auf Basis des von der Gemeinde erstellten Mitnutzungs- und Sicherheitskonzeptes.


Absichtserklärung zur Mitnutzung der Sporthalle im ETZ Baden-Württemberg Süd

Wie genau die Sportvereine die Halle nutzen dürfen wird nach Genehmigung und Abstimmung festgelegt.

ETZ Hüfingen. Quelle BIMA

Es ist ist ein Stammpersonal von etwa 55 bis 64 festen Angestellten geplant. Ungefähr 140 Zollbeamte werden täglich zu Trainingseinheiten anreisen.

Es wird auf dem Gelände keine Unterkünfte oder Mensa geben!

Vielleicht sollte man sich jetzt langsam über die Infrastruktur im Städtle Gedanken machen, damit die Angestellten und Beamtinnen nicht in Donaueschingen schlafen und essen.


Besuch beim SPD Kreisvorstand in Hüfingen

Am 16. November hat die SPD eingeladen unsere Bundestagsabgeordnete Derya Türk-Nachbaur im Il Mediterraneo zu treffen. Was lag also näher für mich, als dort mal vorbei zu schauen?

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Es wurde besprochen, was ein Kreisvorstand so bespricht. Was mich aber besonders gefreut hat, war ein Plädoyer von Derya Türk-Nachbaur für ein genossenschaftlich geführtes Ärztehaus. Wie sehr vermissen wir Offenheit für solche Ideen in Hüfingen!

Im Anschluss durfte ich Henrieke Knust und Mete Ünal, die Vorsitzenden des SPD Ortsvereins Hüfingen, kennenlernen.

Mete Ünal, Henrieke Knust und Derya Türk-Nachbaur

Mete Ünal fände einen Jugendgemeinderat für eine sehr gute Idee. Auch in Hüfingen sollte man junge Menschen teilhaben lassen. Dies gehe nur über „Youth Empowerment“.

Henrieke Knust versteht nicht, warum für viel Geld ein neuer Kindergarten gebaut wird und man nicht auf viele kleine dezentrale Lösungen zurückgreift. In Mundelfingen wäre jetzt schon alles überbelegt. Die einzige Abhilfe würde ein Bauwagen machen und nicht ein großer Kindergarten irgendwann für Millionen im neuen Gewerbegebiet. Man wisse ja auch nicht, was in fünf Jahren sei. Warum würde hier so viel Geld ausgegeben und das total am Bedarf und dem Willen der Eltern vorbei? Man könnte jetzt eine schnelle ökologische Lösung haben.

Die Wiesenkinder werden auf jeden Fall von beiden unterstützt und man versteht gar nicht, warum die Stadt sich hier quer stellt.

Mete Ünal sprach dann noch die letzte Gemeinderatssitzung an und spannte den Bogen von den Kindergärten zu den 30.000,– Euro für einen Bürgerdialog im Herbst 2023 kurz vor den Wahlen.

Er ist verwundert, warum die Stadt den Kindergartenkindern von Hausen vor Wald nicht – wie versprochen – die Fahrtkosten bezahlt. Es wären momentan nur 7 Kinder und diese würden etwa 1.000 Euro im Jahr kosten. Hierfür sei anscheinend kein Geld da.

Aber 30.000,– Euro für einen versteckten Wahlkampf seien kein Problem. Warum arbeite man nicht zuerst die Anregungen des eben erst beendeten Bürgerdialoges ab? Warum werden Bürgerprojekte abgeschmettert?

Vielen Dank dem SPD Ortsverein für Eure Zeit!

Graswachstum

Liebe Bürgerpostleser, 

dieser Sommer und der Herbst waren etwas Eigenartiges. Der Sommer weniger, das sind wir ja fast gewöhnt. Aber der Spätsommer und der bisherige Herbst schon. Das Bild oben zeigt die Steppensituation, die in vielen Schwarzwaldteilen vorhanden war, hier im oberen Münstertal auf Gemarkung Breitnau in über 1.000 Höhenmeter am 4. August fotografiert. Man fragte sich wirklich, wovon sich die Hinterwälder ernähren, denn sie sahen richtig gut aus. Aber das sind echte Spezialisten, die mit wenig zustreich kommen. 

Am 18. und 19. August gab es auf der Baar gewaltige Niederschlagsmengen. Mir kam leider erst am 22 August die Idee, eine Zeitreihe zu erstellen, wie das Grünland sich entwickelt. Denn das erste Graslandbild von Hausen vor Wald Richtung Döggingen aufgenommen, stammt von dem Tag. Man sieht bereits, dass so langsam wieder Leben kommt. Vor dem Regen sah es deutlich brauner aus. Das nächste Bild ist drei Tage später aufgenommen  worden, sehen Sie die deutliche Wachstumsentwicklung? Am 5. September, nächstes Bild, sah es intensiv grün gefärbt aus. Das letzte Bild in der Reihe entstand am 13. September und der Landwirt konnte nicht nur einen, sondern noch zwei Schnitte abernten. Exakt 22 Tage liegen zwischen dem ersten und letzten Bild, sagenhaft diese Entwicklung. Spätsommer und Herbst sind ein zweiter Frühling, viele haben eine solche Entwicklung nicht mehr erwartet und manche spechen von einem Wunder. Denn die Futtersituation der Rinderhalter ist dadurch um Welten besser geworden, es stand zu befürchten, dass die Vorräte nicht über den Winter reichen. 

22. August 2022
25. August 2022
13. September
5. September 2022

Erkennen Sie den Heiligenschein des Fotografen? Das ist ein optisches Phänomen, das auch schon einmal Gegenstand eines Berichtes war. Es kommt zustande, weil das durch die Tautropfen reflektierte Sonnenlicht zu einer Lichtkonzentration im Gegenpunkt der Sonne führt. Sie erinnern sich sicher noch.

Herzliche Grüße
Franz Maus

Dungkäfer

Liebe Bürgerpostleser, 

diesen Herbst bin ich wieder schlauer geworden.

Was ein Mistkäfer ist, werden wohl die meisten von uns wissen, Bild oben zeigt einen von Ihnen. Er ist gut 1,5 cm groß und ein rechter Brummer. Ariane Fehrenbach aus Furtwangen-Rohrbach war die erste, die mich auf Unmengen kleiner Käfer auf ihrem Hof aufmerksam machte. Sie schickte das Bild unten mit den beiden kleinen Käferlein auf dem Arm Ihres Mannes.

Dr. Hans-Peter Straub hatte schnell die Erklärung, es sind Dungkäfer aus der Familie der Blatthornkäfer. Dann erhielt ich die Anfrage von Lisa Marie Storz aus Peterszell, wer denn den Haufen Pferdeäpfel innerhalb eines Tage so verwandeln würde.

Das sieht doch eindrucksvoll aus, finden Sie nicht auch? Wenn man vergleicht, was wir manchmal an einem Tag hinbekommen, oha. Also, es ist so, dass die nur 5 bis 8 mm kleinen Dungkäfer sich vom zeitigen Frühjahr bis in den Herbst von Rinder- und Pferdedung ernähren. Nach der Paarung legen die Weibchen 20-25 Eier direkt in den Kot. Die Larven ernähren sich auch vom Kot. Wenn sie alt genug sind, verpuppen sie sich im Erdboden unter dem Kothaufen. Aus der Puppe schlüpft dann der fertige Käfer. Interessanterweise können die Käfer in allen Entwicklungsstadien, also als Ei, Larve, Puppe oder als Käfer überwintern und fliegen in der ersten Generation von Februar bis Juni. Die Folgegeneration fliegt im Herbst von September bis November. Das heißt für unseren Fall, es handelt sich um die Herbstgeneration. Vermutlich war das Wetter so ideal, dass sie in großen Mengen vorgekommen sind. 

Ich will nochmals erwähnen, dass ich bisher vom Dungkäfer noch nichts gehört habe und deswegen wieder schlauer bin. 

Herzliche Grüße
Franz Maus

Minischnecken

Liebe Bürgerpostleser, 

heute mal etwas Kleines aus der Schneckenwelt. Ich weiß nicht, ob Ihnen die Winzlinge schon aufgefallen sind. Ich habe die ersten beiden in „Schlafposition“ an der Westseite unseres Hausen bemerkt. Der helle war so 40 cm über dem Boden und der zweite erstaunlicher Weise über zwei Meter hoch. Dann kam ich zum nächsten Bild und ich bin froh und dankbar darüber. Denn endlich habe ich das Schnecklein mit Kopf und Fuß erwischt. Ist das nicht toll? Wollen Sie wissen, wie es dazu kam? 

Ich habe meine von Fichtensplintkäferlarven befallene Kiefernrolle mit Muskelkraft gespalten. Es war der erste Meter, ich kann Ihnen sagen, eine Mordsarbeit. Auch mit drei Keilen war es schwierig, siehe Bild. Jetzt kommts, ich legte den Klotz auf den Boden und auf der Rückseite sah ich das Schnecklein. Allerdings Kopf und Fuß erst beim näheren Hinsehen aufs Foto. Mensch dachte ich, dass das kleine Schnecklein mit so einem Panzer zurechtkommt, das ist richtig Klasse. Interessant ist auch die variable Färbung der Panzer und die vielen Längsrillen.

Die Recherche war nicht ganz eindeutig, es könnte eine Turmschnecke sein oder eine schmale Windelschnecke. Das finde ich aber nicht kriegsentscheidend. Eine Reaktion, als ich die Schnecke im Status hatte, war, so etwas habe ich noch nicht gesehen. Das wird jetzt mit dem Beitrag vielleicht etwas anders, wenn Sie bewußter darauf achten. Sie müssen aber wissen, diese Schnecklein sind nur etwa zwei Zentimeter lang. 

Herzliche Grüße
Franz Maus

26.10.2022 Hannah Miriam Jaag

Es freut mich sehr, dass Franz hier auf die Schnecke kommt!

Ist sie doch mein Lieblingsspielzeug. Wer mehr über die Schnecken der Baar erfahren mag, ich sammle auf meiner Webseite seit einigen Jahren:

Das oben ist eine Clausila oder auf deutsch eine Schließmundschnecke. Die Tiere heißen so, weil sie ihren Eingang mit einer Clausilium – einem Deckel verschließen können. Spannend an den Schließmundschnecken ist auch, dass das Gehäuse linksgewunden ist.

Bei den Schließmundschnecken gibt es sehr viele Unterarten und die lassen sich nur schwer unterscheiden. Eine Schließmundschnecke, die Clausilia dubia, habe ich mal in den Schriften der Baar (Band 65) beschrieben.

Diese wurde schon vor über hundert Jahren auf der Ruine Kirneck in Villingen beschrieben.

Hier ein paar Fotos dazu:

Kastanien

Liebe Bürgerpostleser, 

Axel Ortlieb, Hinterwälderzüchter aus dem Münstertal, schickte mir das aktuelle Kastanienbaumbild. Er hatte dies in Neuenbürg am Rhein aufgenommen und war sehr erstaunt. Ich und ein Großteil von Ihnen vermutlich ebenso, denn Kastanienblüten im Oktober, so etwas aber auch. Kann das wirklich sein? Ich habe es noch nie gesehen und ich glaube auch, dass man auf der kalten Baar so etwas noch nicht sehen kann. Es ist bis jetzt vermutlich auf wärmere Standorte begrenzt. 

Denn bei der Recherche fand ich ein ähnliches Bild vom Oktober 2015 im Münchner Hirschgarten. Dort wird Martin Hänsel, Diplom-Forstwirt, folgendermaßen zitiert: „Die Blüte der Kastanien im Oktober macht ihr Leid offensichtlich. Denn es geht ihnen buchstäblich der Saft aus. Mit dem herbstlichen Blattaustrieb und der Blüte versuchen sie, ein Defizit in der Stoffproduktion aus dem Frühjahr und Sommer auszugleichen. Knospen, die eigentlich erst im nächsten Frühjahr austreiben sollten, werden nun aktiviert. Für die Bäume bringt diese Reaktion allerdings keine Besserung: Die austreibenden Knospen fehlen im kommenden Frühjahr und die jetzt gebildeten Triebe können in der Regel nicht mehr verholzen und sterben bei Frost ab„.

Ich muss sagen, dass ich aufgrund der tollen Ergrünens des Grünlandes den Eindruck gewonnen habe, dass es dieses Jahr zweimal Frühling wird. Diese Kastaniengeschichte passt auch in diese Richtung, geht es Ihnen nicht auch so?

Dieses Defizit in der Stoffproduktion der Kastanien hängt mit zwei Faktoren zusammen: Kastanienminiermotte und trockene Sommer sind die zwei Stressfaktoren, unter denen unsere Kastanien leiden. Durch den Fraß der Raupen der Kastanienminiermotte in den Blättern konnten die Bäume nicht genug Photosynthese zur Stoffproduktion betreiben. Die Blätter verlieren Ihre wichtige Funktion zur Photosynthese.

Auch die Sommertrockenheit und die Hitze kann Ursache für die momentane Blüte sein. Bedingt durch den Wassermangel stockt die Photosynthese und die Kastanie versucht dem durch neue Blatt- und Blütenbildung entgegenzuwirken. Was sagt man dazu? 

Herzlichen Dank Herrn Axel Ortlieb für die Überlassung der Bilder.

Herzliche Grüße
Franz Maus

Ortsteiltour Mundelfingen 2022

Altes Bild von Mundelfingen um 1920

Heute durften wir uns bisschen über Mundelfingen informieren. Treffpunkt war der hübsche Dorfmittelpunkt beim berühmt berüchtigten Stecklespringer.

Mundelfingen hat heute 780 Einwohner in 300 Haushalten. Die neuen Bauplätze sind bis auf zwei verkauft und man sucht momentan nach neuen Möglichkeiten. Hierbei wird aber Transparenz in der gesamtstädtischen Grundstückspolitik gewünscht.

In der Grundschule gibt es 50 Schüler und man versucht den Pausenhof etwas zu erweitern.

Dann ging es weiter zum Kindergarten.

Im Mundelfinger Kindergarten gibt es momentan eine 2- jährige Sondergenehmigung für die 45 Kinder. Aber natürlich ist er viel zu klein für so viele Kinder. Deshalb behilft man sich so gut es geht. Aber es wird eine städtische Lösung für die Situation erwartet.

Nach der sehr interessanten Besichtigung des wunderschönen Kindergartens und der Bibliothek ging es zurück ins Rathaus.
Vielen Dank für die Zeit!

rendez-vous mit Wolfgang Kleiser

Hubert Mauz über rendez-yous mit Wolfgang Kleiser

In der Ausstellung, die am Freitag, dem 07.10.2022 eröffnet wurde, räumt das Stadtmuseum für Kunst und Geschichte Hüfingen fünf Künstlerinnen und Künstlern einen besonderen Platz ein.

JOSEF BÜCHELER/WOLFGANG KLEISER/ANJA KNIEBÜHLER/DENISE MORIZ/JÖRG MANDERNACH
rendez-vous
07.10.2022 –08.01.2023

„Wie lang häsch no, Bläsi?“ gelesen von Maria Simon

Wie lang häsch no?, Bläsi

„Guete Morge“, du ich dorri brummle
de Morgemuffel hangt mer i de Zai
„Guede“, duet er herwärts mummle
Soo gohts sit Woche mit iis zwei.

En Wälder also, seller Kleiser Maa,
denkt han ich’s glii, jetzt isch es klar.
Kumsch Obends z’ruck, stoht er no doo
Uf sim Podest, doo uff de Boor.

„Guete n’Obet“, ruef ich zu ihm riber
„Guede“ huucht er zue mir n` iber.
Er guckt nit nab und au nit nuff,
sii Handwerk hät der wirkli druff.

So giit’s nuu on wo bloost und drillt
des flissig Glas noch sinem Bild.
D’Betziit Glock nimmt er kum wohr
am „Bläsi – Brunne„ , uff em Brunnestoe.

Dem isch’s au gliich wenn d’Rentner froge:
„Wie lang widd duu dichdenn no,bloge?“
Erst reacht bloost er noo uff die Backe
Und loot de glüejig Buddel knacke.

Denn Arbet isch e Kunscht nie gsii.
Drum zooeget er wie es sott sii,
daß z’fridde mir ad Arbet gond
und froh sind, dass mir oni hond.

„Häsch nit baald gnueg?“ lot er nit gelte
do kennet alli morre, schelte
„Wie lang häsch noo?“, isch ihm en Gruus,
drum schaffft er zue, johrii, johruus.

Den Kerle mueß mer oefach mege
und kon isch au nuu weng degege.
Sitt der im Oortisch, des sei gseit,
macht iis der „Bläsi“ werkli Freid.

Baumpilz

Liebe Bürgerpostleser, 

am 14. Mai 2022, einem Samstag, erblickte ich am dicken Holzblock, der unsere Vogeltränke trägt, dieses farblich schöne Gebilde und zwar um 9:41 Uhr. Die Uhrzeit ist deswegen interessant, weil das nächste Foto nur knapp drei Stunden später geschossen wurde, um 12:38 Uhr. Und das dritte Bild ist um 15:07 Uhr aufgenommen worden, also nur 2 ½ Stunden später. Da bleibt einem doch die Spucke weg, finden Sie nicht auch? Dass Naturabläufe derart schnell verlaufen, hat mich völlig verduzt.

Das letzte Bild stammt von drei Tage später um 7:43 Uhr. Dem Schleim nach haben sich Schnecken über das Gebilde hergemacht. 

Pilz drei Tage später um 7:43 Uhr

Ich habe bis heute gezögert, darüber zu schreiben, weil ich nicht mit der Bestimmung klar kam. Ich machte mich auf die Suche bei den Schleimpilzen, Sie erinnern sich sicher noch an Artikel über sie. Und dabei bin ich vermutlich fündig geworden. An was erinnert Sie das erste Bild? An Fischeier, keine Frage, oder? Jetzt wird es sehr einfach, das Gebilde ist ein Fischeierschleimpilz, ganz logisch. Man könnte meinen, die „Eier“ hat jemand dort abgelegt, so sieht es doch aus. Nein, das muss aus dem Holz heraus entstanden sein. 

Was noch nicht ganz geklärt ist, dass vom lachsfarbenen Fischeierschleimpilz gesprochen wird. Diese Farbe sieht man in Ansätzen nur auf dem zweiten Bild. Vielleicht kann mir jemand von Ihnen noch Genaueres dazu sagen, ich würde mich freuen.

Herzliche Grüße
Franz Maus

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