am Ostermontag, den 21. April 2025 hatte ich ein hochinteressantes Erlebnis. Und ich war völlig überrascht. Ich wollte mein Sonnenhutbeet mit Regenwasser gießen, das ich in in 200 und 300 Literbehältern lagere. Ich hob den Deckel, der relativ dicht aufliegt und traute meinen Augen nicht. Da lag etwas auf dem Wasser, was ich zunächst nicht genau erkennen konnte, vielleicht ein Stück Moos oder dergleichen.
Natürlich war bei genauerem Hinsehen klar, dass es sich um einen Knäuel unzähliger Ameisen handelte. Sie trieben übers Wasser, es erinnerte mich an die Szene aus dem Neuen Testament, als Jesus übers Wasser ging. Ich nahm den Knäuel mit der Hand aus dem Wasser und sogleich begann sich der Knäuel aufzulösen. Natürlich habe ich sie befreit.
Zum ersten Mal in meinen 68 Lebensjahren habe ich so etwas gesehen und war wieder sehr verwundert, was ich alles entdecken darf. Ich könnte mir vorstellen, dass es Ihnen vermutlich nicht anderst geht. Google schreibt in einer Übersicht mit KI: „Ameisen können zwar nicht schwimmen und würden bei Einzelkontakt mit Wasser ertrinken, aber sie sind nicht hilflos im Wasser. Sie können sich bei Überschwemmungen zu einem lebenden Floß zusammenfassen, um zu überleben“. In einem Artikel in Bild der Wissenschaftvom 26. April 2011 wurde diese Floßbildung bei Feuerameisen untersucht, die monatelang auf dem Wasser herumdümpeln können. Die unterste Schicht Ameisen verkackt sich so stark, dass Lufblasen zum Atmen eingeschlossen werden. Wenn das kein Hammer ist. Wichtig ist, dass die Oberflächenspannung des Wasser nicht zerstört wird, sonst naht das Ende.
Ich finde eine fantastische Geschichte. Was ich nicht verstehen kann, wieso die Ameisen in die Tonne gingen. Tatsache ist, dass sie randvoll war und die Ameisen vielleicht in die „Wasserfalle“ gerieten. Gespannt bin ich, ob mir jemand ein ähnliches Erlebnis mitteilen kann.
Sie erinnern sich sicher noch an meinen Bericht über Mauerbienen unten. Sie sind die ersten Wildbienen, die man im zeitigen Frühjahr zu sehen bekommt. Ein erstaunliches Detail möchte ich noch nachschieben: Weibliche Mauerbienen können das Geschlecht ihres Nachwuchses selbst bestimmen. Denn befruchtete Eier werden Weibchen, unbefruchtete Eier Männchen. Ganz einfach. Das ist praktisch für die Reihenfolge beim Schlüpfen. In die Niströhrchen legen die weiblichen Mauerbienen vorne immer unbefruchtete Eier, weil die Männchen früher schlüpfen und so dann der Weg frei ist für die Weibchen. Die krabbeln dann einige Tage nach den Männchen aus ihrem Kokon. Ein absoluter Hammer, was die Natur da eingerichtet hat. Die Männchen warten sehnsüchtig auf die Weibchen, um sich mit Ihnen zu paaren. Erinnern Sie sich noch an das tolles Foto einer solchen Paarung das mir Edmund Zeiser aus Zimmern unter der Burg 2024 überlassen hat? Man wundert sich nicht, dass man früher das kleine Männchen mit weißem Schnauz und längeren Fühlern und das Weibchen für zwei Arten gehalten hat.
Dieses Jahr schoss Frau Kornelia Eiermann aus Tennenbronn vor kurzem das Bild oben und stellte es mir dankenswerter Weise zur Verfügung. Es entstand auf unserer Terrasse auf meinem Finger. Sehen Sie den Unterschied zum Bild ganz oben? Sicherlich doch, denn hier sitzen zwei Männchen aufeinander. Ob das bevölkerungspolitisch von Erfolg gekrönt sein wird? Mit absoluter Sicherheit nicht. Edmund Zeiser meinte, dass die Männchen so heiß seien, dass sie es nicht erwarten könnten, bis die Weibchen aus der Röhre kämen und sich deswegen auf Kollegen stürzen. Man könnte aber auch auf ein gleichgeschlechtliches Sexualverhalten tippen. Sei es, wie es sei, jedenfalls eine interessante Beobachtung. Oder, was meinen Sie?
Im übrigen, so sehen im Moment die vier geviertelten Öffnungen der Halterungen unseres Terrassentisches aus. Manche Röhren sind schon geöffnet, manche noch verschloßen, es bleibt auf jeden Fall spannend, was sich weiterhin tun wird.
Rostbraune Mauerbiene Teil I
13. Juni 2023
Liebe Bürgerpostleser,
wissen Sie noch aus früheren Berichten, wie viele Wildbienenarten es in Deutschland gibt? Etwa 570 Stück, es ist unvorstellbar. Allen gemeinsam ist zum einen, dass sie zwar einen Stachel haben, aber defakto nicht damit stechen. Da werden sich viele von ihnen darüber freuen, hab ich recht?
Das andere gemeinsame ist, dass die meisten einzeln sprich solitär leben, nur Honigbienen, Wespen, Hummeln und Hornissen bilden Staaten. Zur Paarung müssen Männlein und Weiblein natürlich zusamenfinden, denn die Vermehrung erfolgt geschlechtlich. Edmund Zeiser aus Zimmern unter der Burg ist ein tolles Foto einer solche Paarung gelungen, herzlichen Dank für die Bildüberlassung. Schauen Sie sich das Bild in Ruhe an. Können Sie nachvollziehen, dass man diese beiden Tieren zwei Arten zuordnete? Das Männchen, obenauf, ist kleiner mit weißem Schnauz und längeren Fühlern als das Weibchen, ist das nicht ein Hammer? Es ist die rostbraune Mauerbiene.
Also, die Paarung war in Zimmern unter der Burg und das weitere passierte in Hausen vor Wald in der Terassentischhalterung und in der Öffnung zweier Stühle.
Zehn Jahre ist nichts passiert, aber jetzt ist die Post abgegangen. In den Kammern unternimmt das Weibchen alles, damit die Nachkommenschaft überleben kann: Jedes Ei erhält einen mit Nektar getränkten Pollenvorrat und die Zelle wird dann zuzementiert. Die Wände der Brutzellen bestehen aus lehmiger Erde und sind in etwa 1 bis 3 mm dick. Der Verschlussdeckel der Brutröhre ist durchschnittlich 5 mm stark.
Durch den Verzehr des eiweißreichen Pollens wachsen die Larven mit atemberaubender Geschwindigkeit heran. Schon in der ersten Woche häuten Sie sich dreimal, im Alter von 7-10 Tagen beginnt die Kotabgabe. Nach 3-4 Wochen ist der Pollenvorrat komplett verputzt. Wirklich atemberaubend. Aber es geht noch weiter: Denn danach überzieht die Larve den ausgeschiedenen Kot und die Zellwände mit Spinnengewebe. Sie spinnt ihren 9-19 mm langen tönnchenförmigen rotbraunen Kokon mit einer weißfilzigen Spitze. Logischerweise unterscheiden sich die Kokons von Weibchen und Männchen deutlich in ihrer Größe. Nach einer zweiwöchigen Ruhephase im Inneren des Kokons verpuppt sich die Larve. Im August ist die Entwicklung abgeschlossen, die voll entwickelten Bienen liegen nun in ihren Kokon und drehen bis zum nächsten März des nächsten Jahres Däumchen. Hammerhart kann man da nur sagen, ich glaube, Ihnen fehlen auch die Worte. Nie hätte ich gedacht, dass sie als Puppen überwintern. Da muss ich mir noch Gedanken zur Einlagerung der Terrassenmöbel über den Winter machen.
Die Bilder oben zeigen einen Verschlussdeckel im Terrassenstuhl, ich vermute auch von der Rostroten Mauerbiene, weil der Verschluss genauso aussieht. Dagegen fand ich eine andere Wildbiene an einer weiteren Stuhlöffnung, die deutlich kleiner ist als die Mauerbiene.
Und schauen Sie sich den Verschlussdeckel auf dem Bild oben an, eindeutig anders und damit einer eigenen Art gehörend. Ich komme aus dem Stauen nicht mehr heraus, gell, Sie merken das.
Edmund Zeiser zeigte mir ein kleines Schneckenhaus, das eine Wildbiene zur Wohnung nahm und die ähnlich aussieht wie der Verschlussdeckel auf Bild oben. Das dient vermutlich zur Tarnung.
muss man zum Storch noch etwas sagen? Eigentlich nicht. Höchstens natürlich, dass das Mundelfinger Nest immer noch leer ist.
In Karlsruhe versucht ein Storchenpaar mitten in der Stadt ein verlassenes Krähennest auf einer Platane zum Horstplatz zu küren. Meinen Sie, dass das funktioniert? Mein Referendarskollege Dr. Jürgen Looser hat mit diese Hammerbilder geschickt. Wenn da das leere Mundelfinger Nest platziert wäre, mit 99,9 % iger Sicherheit wäre es besetzt.
Mein Freud Ingo Kirchhoff aus Wietzen in Niedersachen hat vor einem Jahr einen Nistplatz gezimmert und ihn im Sommer 2024 aufgestellt. Im dritten Märzdrittel 2025 saß zunächst ein einzelner Storch darauf und wenige Tage später ein zweiter. Das wird ein klassischer Fall von Nestgründung, so schien es. Aber dann passierte etwas Unerwartetes, es kam zum Kampf zwischen mehreren Störchen und seither ist der Nistplatz verwaist. Wahrscheinlich lockte der gute Nistplatz Neider auf den Plan. Ich sagte zu Ingo, ich sei noch vorsichtig optimistisch, dass es dieses Jahr doch noch klappt, ansonsten gilt, neues Jahr, neues Glück.
Vielen Dank Jürgen und Ingo für die Überlassung der Bilder.
der Storch ist in der Zwischenzeitauf der Baar ein sehr häufiger Brutvogel. Aber in Mundelfingen brütet er leider noch nicht. Obwohl Ortsvorsteher Michael Jerg bei der ersten Storch Sichtung auf dem repräsentativen Prunkbau Mundelfingens vor vielen Jahren unverzüglich eine Nest errichten ließ. Er hat damals auch mich vorgewarnt, ich solle gerichtet sein, damit ich etwas schreiben kann. Und es verging Jahr um Jahr und es passierte nichts.
Jetzt ist Mundelfingen regelrecht von Störchen „überfallen“ worden, die Bilder unten hat mir Katharina Springindschmitten freundlicher Weise überlassen. Ihr Mann hat dort gemulcht. Ich habe auf dem ersten Bild 35 Störche gezählt, es kann nachgezählt werden.
Jetzt zum Bild unten. Das bekam ich dankenswerter Weise von Hans Hasenfratz. Erkennen Sie, dass ein Storch im Nest steht und der andere links oben zuschaut? Wenn das kein Omen ist, bestimmt ist es ein Paar, das sich im nächsten Jahr an das tolle Nest erinnern wird. Endlich wird auch in Mundelfingen ein Storchenpaar zu bewundern sein. Wetten dass? Die Chancen stehen gut, denn den Störchen gehen die Brutpätze aus. Skeptiker könnten meinen, den Störchen reiche das Futter nicht für sich und die Jungen, alles papperlapapp, sage ich Ihnen. Ich bin überzeugt, dass das etwas wird anno 2025 mit einem besetztem Storchennest in Mundelfingen.
Ich habe noch etwas mitgebracht. In Allmendshofen gibt es zwei Nester, das eine auf dem roten Rathaus und das andere auf der Grundschule. Weil die Grundschule neu bedacht wurde, konnte das angestammte Paar dort nicht brüten. Kurzerhand bauten Sie auf dem Kamin des leerstehenden Fritschihaus einen Ersatzhorst, schauen Sie sich das Meisterwerk an. Weil der Schornstein zu klein war, haben sie den First miteinbezogen. Wahre Architekten. Drei Jungen haben sie erfolgreich großgezogen, dieses Jahr war das keine Selbstverständlichkeit.
am Sonntag, den 30. März 2025 hat mich meine Frau unter diesem Riesengebilde eines Plantanenastes fotografiert. Wo das war, verrät der „Pegelstandsmelder“ links neben mir im Bodensee. Zur Zeit ist absolutes Niedrigwasser angezeigt.
Aber zurück zum Thema, was ist das für ein Gebilde? Ich will nicht lange um den heißen Brei herumreden, es ist Baumkrebs. Laut Wikipedia wird er durch die Infektion der Rinde und des Holzes mit Bakterien oder Pilzen verursacht. Die infizierten Bäume reagieren mit der starken Bildung von Wundgewebe, Kallus genannt, um die durch die Infektion verursachten Schadstellen zu überwallen. So entstehen an Ästen oder am Stamm Wucherungen, die eine beträchtliche Größe erreichen können.
Hätten Sie gedacht, dass Bakterien und Pilze Verursacher dieser Geschwülste sind? Es gibt eine Vielzahl von Ihnen, die teilweise baumspezifisch sind.
Durch die Infektion wird die Pflanze je nach Art und Stärke der Erkrankung mehr oder weniger geschwächt. Bei ungünstiger Lokalisation der Wunden zum Beispiel am Stamm oder an einem der Leitäste kann es sogar zum Absterben der Wirtspflanze kommen. Oft können befallene Bäume aber auch trotz der Erkrankung sehr alt werden.
Dies trifft für die Linde oben zu, die zu einer Gruppe von starken Linden bei der Pfarrkirche St. Peterund Paul in Hausen vor Wald gehört. Obwohl der Krebs den Stamm ganz schön einnimmt, lebt die Linde noch, aber – nicht weiter verwunderlich – mit angezogener Handbremse.
Liebe Bürgerpostleser, eine Geschichte, wie sie im Buch stehen könnte. Am Montag Morgen lag dieser liebe Brief in unserem Briefkasten. Im Adressfenster sehen Sie gleich, worum es geht, um Zwetschgensteine, die jemand gelöchert hat, um an den nahrhaften Kerninhalt zu gelangen.
Schauen Sie, wie elegant das aussieht, da war kein Hammer oder Brecheisen am Werk. Nun, wie kams zu dem Brief? Hildegard Leibl aus Döggingen war zu Besuch bei unseren Nachbarn. Sie erzählte, dass Ihre Schwester Angelika Baumann in Mundelfingen beim Holzholen im zweijährigen Holzstapel massenweise Zwetschgensteine mit Löchern finde.
Foto: Angelika Baumann
Sie sei am Rätseln, von wem die herrührten. Darauf sagte ich zu Hildegard, es wäre toll, wenn ich ein paar dieser Steine untersuchen könnte. Und es dauerte nicht lange, bis der Brief im Briefkasten lag. Das ist doch eine prima Zusammenarbeit. Und nun, wer wars? Ich ließ google lens darüber und es kam Haselmaus als Ergebnis, was mir sehr gefiel. Gott sei Dank schickte ich das Bild an Dr. Hans-Peter Straub, der an der Haselmaus zweifelte. „Die Frassspuren der Haselmaus sind immer kreisrund und auf der Seite der Nuß“.
Also, es wäre zu schön gewesen mit der Haselmaus. Aber dass Langschwanzmäuse wie die in diesem Fall ziemlich wahrscheinliche Hausmaus solche Löcher auch hinbekommen, ist doch auch etwas Beachtliches. Bleibt die Frage, wieviele gewußt haben, wer der Zwetschge an den Kern ging. Auf jeden Fall gebührt Hildegard Leibl und Angelika Baumann vielen Dank für die Ermöglichung dieser interessanten Geschichte.
darf ich Ihnen die Zackeneule vorstellen? Vielleicht kennen Sie diesen Nachtfalter ja schon. Das Besondere ist, dass er als Falter den Winter übersteht wie einige bekannten Tagfalter auch: Kleiner Fuchs, Tagpfauenauge, Aurora- und Zitronenfalter um die wichtigsten zu nennen.
Das Bild zeigt ihn innen an unserer Garagenwand hängend am Fastnachtsdienstag, den 4. März 2025. Ich war sehr überrascht und wußte nicht, ob er tot war oder lebte. Ich getraute mich auch nicht ihn zu berühren, nicht dass ich ihn im Winterschlaf störte. Warten war meine Devise und tags darauf war die Zackeneule verschwunden. Der Hammer war, dass am 5. März 2025 Dr. Hans-Peter Straub aus Königsfeld das Bild unten schickte, eine wache Zackeleule. Zwei Standorte und die gleiche Situation mit Faltern, die frisch aus der Winterruhe gekommen sind. Außer die Hausener Zackeleule ist über Nacht nach Königsfeld geflogen, das wäre doch der Oberhammer.
Die Beine sind weiß und braun gemustert. Die Raupen werden ca. 50 Millimeter lang und haben einen schlanken Körper. Die Tiere sind weit verbreitet, unter anderem in Europa, Asien und Nordafrika. Sie leben in verschiedensten Lebensräumen, wie z. B. in Laubwäldern, an Gewässerufern und am Rand von Mooren und Sümpfen, aber auch in Gärten und Parks. Die nachtaktiven Falter können mit ihrem starken Saugrüssel Früchte, wie etwa Brombeeren, anstechen und aussaugen. Sie überwintern als Falter an Orten mit hoher Luftfeuchtigkeit, wie z. B. in Höhlen oder feuchten Kellern und Garagen.
Die Zackeneule fliegt jährlich in zwei Generationen von Juni bis Juli und von August über den Winter bis in den Juni des nächsten Jahres. Die Raupen findet man von Mai bis Juni und von Juli bis September. Sie ernähren sich vor allem vom Laub von Salweide, Korb-Weide und Zitterpappel sowie von weiteren Arten der Gattungen Weide und Pappel. Die Verpuppung findet an der Basis der Pflanzen zwischen Blättern oder direkt am Boden statt. Die Puppe ist schwarz.
diese spannende Geschichte beginnt am 9. Februar 2025. Reinhold Mayer aus Tennenbronn schickte mir das Bild und schrieb: „Wir haben heute im Wald oberhalb des Kesselbergs bei Oberkirnach (über 1.000 m NN) eine Rupfung gefunden. Diese Feder ist 20 cm lang. Kann es wirklich eine Rohrdommel sein?“ Wow, eine gerupfte Rohrdommel im Schwarzwald. Mein „google lens“ kam zum gleichen Ergebnis. Ehrlich gesagt finde ich das Erkennen von Vögel anhand von Federn sehr schwierig. Ich wälzte mein dickes Buch über Federn, das ich mir vor Jahren anschaffte, und hielt auch einen Turmfalken für möglich. Jemand brachte eine Waldohreule ins Spiel. „Mein“ Hinterwälderzüchter und Naturmensch Paul Franck aus Kraichtal-Neuenbürg bot folgende Hilfestellung an: „Eulen fliegen lautlos, deshalb die Feder am Ohr auf- und abbewegen, wenns sehr leise ist, dann war es eine Eule“. Reinhold Mayer machte das und kam zum Ergebnis Eule. Was alle Experten erkannt hatten, dass eine Raubsäugetier die Rupfung vorgenommen hatte, wissen Sie wieso?
Weil die Federkiele durchbissen waren, man sieht das sehr deutlich auf dem Bild oben. Jetzt, was war es nun für ein Vogel? Ein Eulenexperte tippte auch auf Rohrdommel und leitete die Federbilder an einen Federexperten weiter. „Das sind definitiv Rohrdommelfedern“ schrieb er. Ouod erat demonstrandum. Klasse.
In Deutschland kommt die Rohrdommel als ziehender Brutvogel vor allem im Nordosten, besonders in der Mecklenburgischen Seenplatte vor. Sie lebt in ausgedehnten Schilf- oder Röhrichtbeständen am Wasser. Man schätzt den Bestand nur noch auf einige hundert Brutpaare. In Westdeutschland ist sie weitgehend verschwunden.
Jetzt noch zur Deutung des Fundortes Schwarzwald: Möglicherweise befand sie sich auf dem Durchzug nach Nordwesten und machte Rast in einem Feuchtgebiet mit Biberteichen am Rohrbach 500 m unterhalb des Fundortes. Vielleicht ist sie dort Opfer eines Fuchses geworden, der sie zur Rupfung wegschleifte. Manchmal trifft eben auch das Unwahrscheinliche zu.
Ich habe aus dem kosmos Vogelführer die Abbildung oben eingefügt, das die Rohrdommel im Laufen und im Flug zeigt. Bekannt ist ihre Pfeilstellung bei Gefahr, sehen Sie, wie hervorragend sie getarnt ist?
Reinhold Mayer und allen beteiligten „Detektiven“ vielen Dank.
diesen interessanten Kandelaberbaum hat unsere Tochter Dina in Ludwigsburg auf dem dortigen Friedhof gefunden. Laut Reinhold Mayer handelt es sich um eine Scheinzypressenart, die wie Tuija gerne auf Friedhöfen gepflanzt wurde. Irgendeinen Grund gab es, dass sozusagen ein zweiter Baum entstanden ist. Übliche Gründe sind Brüche des Haupttriebes, wie es schon in Beiträgen beschrieben wurde. Ab und zu gibt es mehrere Seitentriebe, hier ist nur einer entstanden.
Faszinierend ist die Anbindung an den Hauptstamm. Man sieht die starke Verstärkung von unten her, damit das Gewicht des Seitenbaums abgestützt werden kann. Das ganze ist ein optischer Augenschmaus, genießen Sie diese faszinierende Baumkomposition.
Liebe Bürgerpostleser, die heutige Überschrift lautet, „ausgangs Winter“. Das Bild unten brachte mich zum Erstaunen. Schnee an der Seite unseres Fabias, den es richtig auseinanderzog. So etwas habe ich noch nie gesehen. Die Schwerkraft der Erde war zu schwach, damit das sauber abrutschen konnte. Beziehungsweise die Lufttemperatur gerade noch so kalt, dass der Schnee ineinander verhakt blieb. Ist Ihnen so etwas schon begegnet?
Das nächste Bild ist am Valentinstag, 14. Februar 2025 aufgenommen worden. Es zeigt unser Hofpflaster. Ich bin immer begeistert, wenn so etwas zu sehen ist: Die Steine sind schneefrei und in den Zwischenräumen türmt sich der Schnee. Der Grund ist ein einfacher, die Pflastersteine hatten beim Schneefall noch Wärme gespeichert, die in den Zwischenräumen fehlte. Können Sie sehen, dass wir drei Größen von Pflastersteinen verwendet haben?
Die Fotos unten habe ich von Christiane Willmann aus Schwärzenbach und von Edmund Zeiser aus Zimmern unter der Burg dankenswerter Weise bekommen. Edmund schrieb, „es wird Frühling, die Stare sind da“. Christiane frug, ob ich schon einmal einen Starenschwarm am Vogelhaus hatte. Ich konnte das bejahen, wenngleich der Schwarm sehr schnell wieder abzischte. Bei ihr waren es etwa 25 Stück, 15 auf dem Boden und etwa zehn im Haus. Die im Haus hätten gestritten und Krawall gemacht, sie war überrascht. Haben sie diesen Winter auch Starenschwärme am Futterhaus gehabt?
„Gummiflusskrankheit“, haben Sie schon einmal etwas davon gehört? Für mich ist das völlig neu. Der Beginn der heutigen Geschichte fängt mit dem schwarzen Harz des Beitrages unten an. Denn mir fiel ein, dass ich im April 2022 diesen herrlichen gelben Pfropf (am Pflaumenbaum fotografiert habe. Am Kirschbaum fand ich das gleiche vor. Ich wollte vor kurzem das Fotografieren der Pfropfe wiederholen, was ich auch tat, aber die waren ausgetrocknet und schwarz.
Auf der Webpage: https://www.baumpflegeportal.de/baumkrankheiten/gummiflusskrankheit/ ist der Sachverhalt prima beschrieben. „Gummifluss“ gibt es nur bei den Prunusarten Kirsche, Pflaume und Pfirsich. Faktoren, die den Fluss auslösen, sind Trockenstress, Frost und Mangelernährung. Aber auch Bakterien, holzzersetzende Pilze, Käfer und Raupenbefall können dazu führen. Diese Baumarten bilden zur Abwehr kein Harz, wie Nadelbäume, sondern sie bilden Gummifluss. Zunächst unter der Rinde, wo Leitungsbahnen und Zellgewebe verstopft werden. Wenn der Druck zu groß wird, drückt die Flüssigkeit durch die unverletzte Rinde durch und bildet Harzblasen, wie die Pfropfe offiziell heißen.
Typisch ist zu Beginn eine bernsteinfarbene weiche Masse, die mit der Zeit aushärtet. „Gummiflüsse“ treten vermehrt dort auf, wo ein Baum bereits verletzt ist. Schnittwunden, Käfer- und Larvenlöcher oder abgebrochene Zweige sind prädestinierte Orte. Treten Gummigebilde auch an scheinbar gesunden Stellen eines Baumes auf, dann hat er keinen gesunden Stoffwechsel mehr, weil viele Leitungsbahnen verstopft sind. Das kann soweit führen, dass Teile der Krone austrocknen und absterben. Was kann man tun? Letztlich für eine optimale Pflege sorgen und zum Beispiel bei starker Hitze und Trockenheit die Bäume gießen. Ist das nicht ein Doppelhammer, dass es „Gummifluss“ gibt, und das nur bei Kirsche, Pflaume und Pfirsichen, Mirabellen und Schlehen, die der Baumgruppe Prunus angehören? Ich finde es beachtlich, dass ich über den letzten Beitrag mit dem schwarzen Harz auf diese Geschichte gekommen bin.
05.02.2025
Liebe Bürgerpostleser,
am 7. Januar 2025 fuhren wir durch Zillhausen, einem Stadtteil von Balingen. Was sehen wir in Großbuchstaben neben der Straße? „Wasserfalldorf“. Hoppla, noch nie gehört, meine Frau meinte, den schauen wir uns an. Gesagt, getan, und was sagen Sie zu dem prächtigen Wasserfall?
7. Januar 2025
28. Januar 2025
Und jetzt kommt der Hammer: Mit einer Fallhöhe von 27 Metern ist er vier Meter höher als der Rheinfall. Am 28. Januar 2025 fuhren wir nochmals vorbei, weil ich noch etwas nacharbeiten musste. Wir sahen einen enttäuschenden Wasserfall, können Sie sich vorstellen wieso? Weil das Wasser oben zur Stromgewinnung abgzwackt wurde. So etwas aber auch. Die junge Weißtanne im Vordergrund ist die Ursache für diesen Beitrag, beziehungsweise die runden schwarzen Flecken an ihr.
Sieht doch richtig interessant aus. Ich habe google lens benutzt, da kam die Meldung „Wildschwein“ und „Brandkrustenpilz“. Ich wollte schon loslegen mit einem Beitrag über den Brandkrustenpilz, als Oliver Gaiser, ein Baumsachverständiger (www.bsb-gaiser.de) mit einem Büro in Weinstadt, etwas anderes ins Spiel brachte. Er empfahl, nochmal hinzugehen, denn er vermutete einen Harzaustritt. Und Oliver Gaiser behielt Recht. Ich sägte mit meinem Taschenmesser einen Fleck weg weil mit dem Messer nichts zu erreichen war. Es roch intensiv und gut nach Harz und der Fall war klar. Klar ist auch, dass der Austritt aus entfernten Astlöchern erfolgt, schauen Sie die Bilder an, dann fällt es Ihnen bestimmt auf.
Sicherlich ist das eine Schutzmaßnahme des Baumes gegen Pilzbefall. Jetzt hatte ich noch eine Frage wegen der schwarzen Harzfarbe. Unter Harz stellte ich mir bisher etwas bernsteinfarbenes vor und nun das. Jemand meinte, das Schwarze könnte von einem Pilz stammen. Ich habe dann überlegt, dass ich von einem Rindenstück das Schwarze entferne.
Nachdem klar war, dass alles schwarz ist, behaupte ich nun mal frech, dass das Weißtannenharz tatsächlich schwarz ist oder zusammen mit Sauerstoff schwarz wird. Ob ein Vergleich mit den sehr dunklen Weißtannenhonig angebracht ist, ist aus dem Bauch heraus eine reine Vermutung.
Einen herzlichen Dank gilt Oliver Gaiser, dass er mich auf die richtige Spur führte.