Schwarzspecht

Liebe Bürgerpostleser, 

im Schlosspark an der Donaueschinger Donau 200 m vor dem Zusammenfluss mit der Breg ist direkt am Weg eine Riesenfichte am Sterben. Die ersten etwa acht Meter sind noch grün, der Rest ist mausetot. Nicht mehr lange, dann sieht der ganze Baum so aus. Traurige Sache.

Das ist die einen Sache. Die andere ist, dass ein solcher Baum Nahrungsquelle ist zum Beispiel für Spechte. Als ich am 13. Januar das erste Mal dort war, waren gleichzeitig drei Spechtarten zu sehen.

Das Bild zeigt ein Buntspecht Männchen, den Grünspecht habe ich leider nicht erwischt, dafür aber den Schwarzspecht. Und das hat mir sehr gefallen, denn den wollte ich Ihnen schon lange vorstellen. Was mich sehr überraschte, dass der große Kerle nicht am Stamm arbeitete, sondern an den Ästen, auch an relativ dünnen.

Dort ist auch schön der schmale Hals dieser Spechtart zu sehen.

Auf dem nächsten Bild sieht man, was charakteristisch ist für Schwarzspechte, nämlich die weiße Iris und die gekrümmte Pupille, hammerhart, finden Sie nicht auch? Dort sieht man auch, dass ein Weibchen am Arbeiten ist, der rote Fleck bedeckt nur den Hinterkopf, beim Männchen ist der Oberkopf bis zum Schnabel rot. Was denken Sie, wie groß der Schnabel ist? Sagenhafte 5-6 cm.

Das letzte Bild zeigt, dass er auch gegen die Schwerkraft von unten am Ast klar kommt. Interessant zu sehen war, dass die Schwarzspechtdame nur eine wenig oberhalb der grünen Zweige die Rinde entfernte. Ich vermute, dass im abgestorbenen Teil oberhalb nichts Fressbares mehr zu finden ist. 

Herzliche Grüße

Franz Maus

Merkur

Liebe Bürgerpostleser,
der 1. Januar 2022 war herrlich. Die ersten beiden Bilder stammen davon.
Das erste wurde vom Auenberg Richtung Mundelfingen aufgenommen und zeigt das Alpenpanorama als dunkle Front, ich dachte, das ist doch einmal etwas anderes. Über der dunklen Kette allerdings sieht man noch das zartes Abendrot.

Das zweite Bild ist etwa zeitgleich Richtung Westen vom gleichen Standort aufgenommen worden. Sehen Sie den Lichtpunkt über den Schwarzwaldhöhen? Haben sie eine Ahnung, was das sein könnte? Genau, Sie wissen es bestimmt. Es ist Merkur, der nächste Planet zur Sonne. 

Weil er so nah ist, hat er eine schnelle Umlaufbahn und ist nicht allzu häufig zu sehen. Die momentane Abendsichtbarkeit dauert vom 12. Dezember 2021 bis 17. Januar 2022 und am höchsten über dem Horizont steht er vom 7. bis zum 13. Januar 2022. Also, es ist relativ wenig Zeit zum Schauen, vor allem, wenn es am Horizont bewölkt ist. 

Ich wünsche Ihnen Glück, dass es Ihnen gelingt.

Die nächsten zwei Bilder haben mich zum Erstaunen gebracht. Wissen Sie, um welche Frucht es sich handelt? Es handelt sich um eine Eiweißpflanze, die ich aus meinen längst vergangenen Studienzeiten, aber nicht als Winter-, sondern nur als Sommerfrucht kannte. Kommt so langsam die Erleuchtung bei Ihnen?

Es ist die Winterackerbohne, eine relative junge Neuzüchtung, bedingt auch durch den Klimawandel. Bei uns hat sie noch eine geringe Bedeutung, in England wird sie stärker angebaut.
Es ist immer interessant, was einem so alles vor die Linse kommt, immer wieder ist etwas Überraschendes dabei.


Herzliche Grüße
Franz Maus