Lens flare

Liebe Bürgerpostleser, 

haben Sie sich auch schon gewundert, dass bei Sonnenaufnahmen gegenüber der Sonne ein rundes Gebilde zu sehen ist? Vor vielen Jahren war das für mich einmal ein Thema, das aber zugeschüttet wurde. Ich habe das nie mehr im Bewusstsein gehabt, bis der 99-jährige Freund Dr. Otto Kötteritzsch mir einige Bilder schickte. Sie waren gegen die Sonne aufgenommen und zeigten gegenüber der Sonne ebenfalls ein allerdings weißes rundes Gebilde. Da die Sonne, wie auf den Bildern 1 bis 3 unterschiedlich auf den Bildern platziert war, sah man die runden Gebilde auch an verschiedenen Stellen. Da Otto so etwas in seinem Leben noch nie gesehen hatte, fragte er mich, was das sein könnte, was so schnell die Stelle wechselte. Dann war das Thema wieder präsent.

Da ich in Optik kein Held bin, fragte ich Joachim Mayer von fotomayer Hüfingen. Er schrieb mir, das sind Blendenflecke, lens flare genannt. Sie sind das helle Bild der Lichtquelle – in unserem Fall der Sonne -, das durch Reflexionen an einer oder mehreren Linsen im Objektiv entsteht. In meinem Fall an einer Linse. Es hänge von vielen Faktoren ab, wie etwa der Brennweite und der Blende. Die genauen physikalischen Berechnungsgrundlagen kenne er so aber auch nicht. Soweit Joachim Mayer. Was mir aufgefallen ist, dass die Gebilde gegenüber der Sonne im gleichen Abstand vom Bildmittelpunkt entfernt sind wie die Sonne auch, siehe Bilder 1 bis 4. Fällt Ihnen in Bild 4 etwas auf? Man sieht nur einen Halbkreis entsprechend der halb untergegangenen Sonne. Bild 5 zeigt die Sonne fast in der Bildmitte und man sieht keinen Gegenpunkt. Das ist doch auch einmal etwas Interessantes, finden Sie nicht auch?

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Herzliche Grüße

Franz Maus

Scharlachroter Kelchbecherling

Liebe Bürgerpostleser,

Alois Welte aus Mundelfingen hatte in seinem Status Bilder von etwas Rotem drin von einer Wanderung in der Wutachschlucht. Meine Neugier war geweckt. Sie wissen ja von meiner Vorliebe, je „roter“ um so interessanter……Ich fragte dann nach, ob es Pilze seien, was Alois Welte bejahte, aber er kenne sie noch nicht. Ganz so einfach schien das nicht zu sein, zunächst kam „Flammende Herzen“ oder „Purpurroter Prachtbecherling“. Also, ich habe dann mal „Flammende Herzen“ gegoogelt, da kamen verschiedene Süßigkeiten, brennende Herzen und ein Filmtitel von 1978 heraus…… Als ich dann Alois Welte fragte, ob er nicht etwas in der Bürgerpost bringen wolle, verneinte er dies. Wenn ich aber wolle, könne ich das gerne machen und zeitgleich schickte er mir sieben schöne Bilder. Die genaue Bezeichnung nannte er auch, „Scharlachroter Kelchbecherling“. Martin Schwenninger, der sich als Wutachranger bestens in der Schlucht auskennt, habe das bestätigt. 

Der „Scharlachroter Kelchbecherling“ ist ein recht kleiner Schlauchpilz mit einem Fruchtkörper von nur 3 bis 5 cm im Durchmesser. Das auffälligste Merkmal ist die stark rot leuchtende Innenwand. Er besitzt keinen eigenen typischen Geruch. Der Scharlachrote Kelchbecherling ist ausschließlich in den westlichen USA und in Mitteleuropa heimisch. Oftmals treten die Pilze in Herden auf. Sie wachsen auf am Boden liegenden und teilweise verfaulten und bemoosten Zweigen und Stämmen von Laubbäumen, werden dabei teilweise von diesen bedeckt. Scharlachrote Kelchbecherlinge gelten in ganz Deutschland als selten, in den Roten Listen der gefährdeten Großpilze besitzen sie meist den Status „gefährdet“. Die Fruchtkörper erscheinen im zeitigen Frühling nach der Schneeschmelze, bei günstiger Witterung auch schon im späten Winter. Wir wissen, dass normaler Weise die Fruchtkörper bei den Pilzen im Herbst erscheinen, aber es gibt auch Ausnahmen wie in diesem Fall.

Vielen Dank Alois Welte, dass Du diese recht kleinen Pilze gesehen und für einen Beitrag zur Verfügung gestellt hast.

Herzliche Grüße

Franz Maus

Mehlschwalbenschädlinge

Liebe Bürgerpostleser, 

das ist eine Geschichte, die ich nicht für möglich gehalten hätte. Ulrike Guttenberger aus Brachbach, einem Ortsteil von Untermünkheim im Kreis Schwäbisch Hall hat mir diese Bilder geschickt. Toll ist das 1. Bild mit den vier künstlichen Nestern für die Mehlschwalben. Frau Guttenberger schreibt, „seit Jahren haben wir diese als wartungsfrei beworbenen Mehlschwalbennester am Haus. Dann sind uns im dritten oder vierten Jahr mehrere Bruten ohne erkennbaren Grund gestorben“. Als Tierärztin hatte sie einen Verdacht und Sie überzeugte ihren Mann, die „wartungsfreien“ Nester zu kontrollieren. Beide waren sprachlos, als sie die Ansammlung von Parasiten sahen, die sich da in und oberhalb der Nester versteckt hatten und dort überwinterten. Seitdem werden jedes Jahr im Februar/ März die Nester abmontiert und gereinigt. Zur Klarheit, die Bilder 2 bis 4 stammen nicht vom Katastrophenbefall mit den abgestorbenen Bruten, sondern von der regulären jährlichen Reinigung in diesem Jahr. Wahrscheinlich sind es Schwalbenwanzen, auf Bild 3 sind zwei zu sehen. 

Man muss sagen, dass die aus Holzbeton gefertigten Kunstnester eine wesentlich längere Lebensdauer haben als die selbsthergestellten Lehmnester. Dadurch ist natürlich eine Anreicherung mit Parasiten möglich. Das zweite sind die einfach gestalteten Pressspanplatten, die sehr viele Versteckmöglichkeiten bieten. Ein funierten glattes Holz wäre sicherlich besser und wird heute auch im Handel angeboten. Das Ganze ist schon eine erstaunliche Angelegenheit. 

Wenn Sie auch den Eindruck haben, dass die Bruten leiden, dann ist es sinnvoll, nach Parasiten zu schauen. Und momentan ist der richtige Zeitpunkt dafür, bevor im April die schönen Mehlschwalben wieder kommen.

Herzliche Grüße

Franz Maus

Regenbogen

Liebe Bürgerpostleser, 

der Donnerstag, der 17. Februar 2022 hatte es in sich. Regenbögen, dass die Heide wackelt, etliche waren auch in der Lokalpresse. Durch bestimmte Umstände konnte ich den Regenbogen zweimal erwischen, einmal um 8.21 Uhr vom Badfenster aus und um 9.25 Uhr zwischen Hüfingen und Donaueschingen-Allmendshofen. Erkennen Sie den Unterschied zwischen den beiden?

Ich vermute schon. Der zweite Regenbogen ist flacher als der erste. Man sieht es auch schön an den beiden anderen Bildern, die den Regenbogenfuß zeigen mit ihren unterschiedlichen Winkeln zeigen. Der linke steile Winkel gehört zum 8.21 Uhr Bogen und der flachere zum 9.25 Uhr Bogen. Wir haben das schon einmal beschrieben, vielleicht wissen Sie es noch: Der Winkel zwischen Sonne, Betrachter und Regenbogen ist immer der gleiche. Das heißt, um 8.21 Uhr stand die Sonne tiefer als um 9.25 Uhr, so dass der Regenbogen höher stand als eine gute Stunde später.

Finden Sie es nicht auch beachtlich, dass das so viel ausmacht? Jetzt kommt noch der Gipfel, wenn die Sonne hoch steht um Mittag zur Sommerszeit, dann kann es regnen, so viel es will, es wird kein Regenbogen sichtbar werden. Ist das nicht erstaunlich?

Der Abschluss dieses Regenbogentages war das eindrückliche Abendrot vor meinem Büro in Donaueschingen. Das möchte ich Ihnen nicht vorenthalten.

Herzliche Grüße

Franz Maus

Nilgänse

Liebe Bürgerpostleser, 

am Mittwoch, den 9. Februar 2022 bin ich wegen der Saukälte nicht mit dem Fahrrad, sondern mit dem Auto über die B 27 ins Geschäft gefahren. Dass die ersten Störche seit Anfang Februar hier sind, ist Ihnen sicherlich auch schon aufgefallen. Etwas früher als das Jahr zuvor. Na ja, von Spanien, dem Hauptüberwinterungsgebiet, zu uns ist es ja keine Weltreise mehr.

Vor der Abfahrt Donaueschingen Mitte sehe ich allerdings etwas anderes im ursprünglich ersten Nest des nun spektakulären Strommasten Standortes. Ich dachte, das muss ich mir näher anschauen und bin unter die Brücke gefahren und dann hoch auf die Brücke über die B 27 marschiert, von wo man gute Bilder machen kann. Und, kennen Sie die Burschen auf dem ersten Bild? Zwei Nilgänse im Storchennest, vermutlich ein Paar, denn die fangen im März zu brüten an. Ich dachte, die werden doch wohl nicht das Storchennest besetzen? Sofort rief ich den hiesigen Storchenbeaufragten Manfred Bartler an. „Die habe ich auch schon gesehen“ gab er mir zur Antwort, „letztes Jahr saßen sie auch eine Zeitlang dort“. Zum Brüten sind sie allerdings nicht gekommen, Manfred Bartler vermutet, dass die regulären Inhaber des Nestes bei der Ankunft die Nilgänse wieder vertreiben werden. Das Schöne ist, dass wir das einfach beobachten können. Ich bin gespannt darauf. Kurz nach dem Fototermin übrigens sind die Nilgänse mit Getöse abgezogen. Ich hatte wieder einmal Fotoglück.

Wenn man „Nilgänse im Storchennest“ googelt, gibt es einige Bespiele, dass die Nilgänse siegten. So auf dem Gelände des Landesjagdverbandes Rheinland-Pfalz. „Aggressive Gänse vertreiben Störche“ ist die Überschrift einer Pressemitteilung. „von 2010 bis 2012 seien acht Jungstörche groß geworden, und 2013 kamen die Nilgänse“. In Gröningen, einem Ort in Sachsen-Anhalt schaute das Storchenmännchen als Erstrückkehrer vor dem Weibchen dumm aus der Wäsche, als er sein Nest auf der alten Brauerei aufsuchte. Dreimal habe er versucht die Nilgänse zu vertrieben, ohne Erfolg wird berichtet. Aus Westerau in Schleswig Holstein wird berichtet, dass seit dem 2. Februar 2012 Nilgänse morgens und abends das Storchennest aufsuchten. Es wird vermutet, dass die Nilgänse das Nest benutzen, um in die Gegend Ausschau zu halten. Man hoffte, dass die Störche die Oberhand gewinnen, wenn sie zurückkommen. 

Denkbar wäre auch folgendes Szenario: Die Brutdauer der Nilgänse beträgt etwa einen Monat. Was denken Sie, sind das Nesthocker wie der Storch, oder Nestflüchter, die sofort nach dem Schlüpfen das Nest verlassen? Natürlich Nestflüchter wie alle Gänse und Enten, das heißt, das Nest ist sofort wieder frei und es würde den Störchen reichen, wenn sie sagen wir Mitte April zu brüten beginnen. 

Lassen wir uns überraschen, was passiert.

Schwammkugelgallwespe

Liebe Bürgerpostleser, 

haben Sie so etwas schon gesehen? Ulrich Tony schickte mir das erste Bild. Er habe es an seiner Garteneiche gefunden und er fragte mich, ob ich weiß, was es ist. Zunächst war guter Rat teuer. Ich tippte zunächst auf ein Haus der Töpferwespe, merkte aber dann, dass die nicht kreisrund sind. Meine Neugier war geweckt und ich habe dann „Bilder Gallwespen“ bei Google eingegeben und relativ schnell fand ich dann die eindeutige Zuordnung anhand der Größe, des Loches und der Anordnung am Zweig. Über Gallen gibt es schon einige Bürgerpostberichte, Sie erinnern sich bestimmt. 

Haben Sie auch das Gefühl, dass die Sache etwas „Perfektes“ an sich hat? Ich finde, das liegt an der Kugelform, wie ein Ball oder ein Planet. 

Ulrich Tony´s Frau Andrea hat mir freundlicher Weise den Fund am Montag ins Geschäft mitgebracht. Ich habe dann mit einer Schieblehre den Durchmesser gemessen, sehen Sie es auf dem Bild unten, 1,94 cm. In der Literatur wird von bis zu 2 cm berichtet, also ist dies ein starkes Exemplar. Auf dem Bild sieht man, dass die Kugel anstelle einer Knospe am Astende angelegt wurde. Diese Kugelgallen gehören der ungeschlechtlichen Generation der Art an, es gibt also auch noch eine geschlechtliche. Unglaublich oder besser gesagt, wunderbar. Die Weibchen der ungeschlechtlichen Generation schlüpfen im Spätsommer oder im Herbst aus dem bis zu 2,5 mm großen Loch der Gallkugel. Das Loch sehen Sie auf dem Bild unten und angeschnitten auf dem Bild ganz oben. Nachdem es von der Larve zum Erwachsenen geschlüpft ist, muss es sich selbst befreien. Stellen Sie sich vor, die Lebenserwartung liegt nur bei ein bis zwei Wochen. In dieser Zeit legen sie die Eier der geschlechtlichen Generation an den entsprechenden Wirtsbäumen ab. Für die Ablage der Eier werden jüngere Bäume und Triebe bevorzugt, so war es auch an diesem Eichenzweig. Die Erwachsenen der geschlechtlichen Generation erscheinen im Frühjahr. Die Weibchen der ungeschlechtlichen Generation werden 3,5 bis 5 mm lang, die

Erwachsenen der geschlechtlichen Generation nur 1,7 bis 2 mm. Ist das Ganze nicht der Hammer?

Ich glaube, ich habe noch gar nicht gesagt, wie diese Art heißt, es ist die Schwammkugelgallwespe. Wow. Übrigens, die Kugel ist sehr fest, ich konnte Sie zwischen Daumen und Zeigefinger nicht zerdrücken. 

Vielen Dank dem Ehepaar Tony für die Zurverfügungstellung dieses interessanten Fundes.

Riesenfichte

Liebe Bürgerpostleser,

letzten Mittwoch wollte ich wiederum den Schwarzspecht in der absterbenden Riesenfichte beobachten, aber der Baum war umgesägt aus Gründen der Verkehrssicherungspflicht des Eigentümers. Na ja, die Spechte werden sicher damit klarkommen und Ersatzfuttergründe finden und aufsuchen. Für mich war der Hammer, dass der Baum in über einem Meter Höhe einen Durchmesser von 140 cm aufwies, so auf die Schnelle habe ich ihn auf 100 cm geschätzt. Die Neugier erwachte in mir, wie alt der Baum wohl sei und ich habe in der Schnitthöhe gezählt, siehe Bild 3. Können Sie es sehen? So etwa 135 Ringe, rechnet man 10 Jahre dazu für die Anfangsjahre, dann kommt man auf ungefähr 145 Jahre. So alt wird auf jeden Fall keine Sau und auch kein Mensch. Ehrlich gesagt, ich hätte bei der Breite mehr gedacht. Interessant ist, dass die ersten 43 Ringe ein sehr schnelles Wachstum zeigen, dass es zwischen dem 50 und 70 sehr langsam herging und bis zum Schluss die Ringabstände ebenfalls relativ klein sind. Es gibt einen Wissenschaftszweig, die Dendrochronologie, mit deren Hilfe man anhand der Ringabstände das Alter von Balken und damit von Gebäuden, in die sie verbaut sind, herleiten kann. Denn ungleiche Ringabstände zeigen die unterschiedlichen Jahre und so gibt es Profile, die einem Alter zuzuordnen sind. Spannend, nicht wahr?

Das zweite Bild hat mich erstaunt. Wieso diese Etage auf der Sägefläche? Des Rätsels Lösung ist einfach, sie beantwortet die Frage, wie man mit einer Motorsäge, die ein 50 cm Schwert hat, einen 140 cm breiten Baum umsägen kann. Da musste gegenüber des Fällrichtung der Baum „schlanker“ gemacht werden durch Herausschneiden von Keilen. Not macht erfinderisch, auf eine solche Idee muss man kommen, Hut ab vor dem Fällmeister.

Das nächst Bild zeigt einen vom Schwarzspecht bearbeiteten Ast vermutlich auf der Suche nach Borkenkäferlarven, die nicht ins Holz gehen, sondern unter der Rinde hausen. Ich finde, es sieht eindrucksvoll aus, er hat ja nicht nur die Rinde entfernt, sondern auch Teile des Holzes. Kunst am Ast könnte man sagen.

Das letzte Bild zeigt, dass auch schon im Holz Schädlinge eingedrungen sind, vielleicht die Larven den Fichtensplintbockes. Man kann nur staunen, wie Spechte es schaffen, gezielt nach den Larven zu hacken. Vielleicht hören sie gut und kommen über die Nagegeräusche zum Ziel.

Zu dem ganzen Thema möchte ich Johann Wolfgang von Goethe zitieren:

Solang Du dies nicht hast, dieses Stirb und Werde, bist Du ein trüber Gast auf dieser dunklen Erde.

Schwarzspecht

Liebe Bürgerpostleser, 

im Schlosspark an der Donaueschinger Donau 200 m vor dem Zusammenfluss mit der Breg ist direkt am Weg eine Riesenfichte am Sterben. Die ersten etwa acht Meter sind noch grün, der Rest ist mausetot. Nicht mehr lange, dann sieht der ganze Baum so aus. Traurige Sache.

Das ist die einen Sache. Die andere ist, dass ein solcher Baum Nahrungsquelle ist zum Beispiel für Spechte. Als ich am 13. Januar das erste Mal dort war, waren gleichzeitig drei Spechtarten zu sehen.

Das Bild zeigt ein Buntspecht Männchen, den Grünspecht habe ich leider nicht erwischt, dafür aber den Schwarzspecht. Und das hat mir sehr gefallen, denn den wollte ich Ihnen schon lange vorstellen. Was mich sehr überraschte, dass der große Kerle nicht am Stamm arbeitete, sondern an den Ästen, auch an relativ dünnen.

Dort ist auch schön der schmale Hals dieser Spechtart zu sehen.

Auf dem nächsten Bild sieht man, was charakteristisch ist für Schwarzspechte, nämlich die weiße Iris und die gekrümmte Pupille, hammerhart, finden Sie nicht auch? Dort sieht man auch, dass ein Weibchen am Arbeiten ist, der rote Fleck bedeckt nur den Hinterkopf, beim Männchen ist der Oberkopf bis zum Schnabel rot. Was denken Sie, wie groß der Schnabel ist? Sagenhafte 5-6 cm.

Das letzte Bild zeigt, dass er auch gegen die Schwerkraft von unten am Ast klar kommt. Interessant zu sehen war, dass die Schwarzspechtdame nur eine wenig oberhalb der grünen Zweige die Rinde entfernte. Ich vermute, dass im abgestorbenen Teil oberhalb nichts Fressbares mehr zu finden ist. 

Herzliche Grüße

Franz Maus

Merkur

Liebe Bürgerpostleser,
der 1. Januar 2022 war herrlich. Die ersten beiden Bilder stammen davon.
Das erste wurde vom Auenberg Richtung Mundelfingen aufgenommen und zeigt das Alpenpanorama als dunkle Front, ich dachte, das ist doch einmal etwas anderes. Über der dunklen Kette allerdings sieht man noch das zartes Abendrot.

Das zweite Bild ist etwa zeitgleich Richtung Westen vom gleichen Standort aufgenommen worden. Sehen Sie den Lichtpunkt über den Schwarzwaldhöhen? Haben sie eine Ahnung, was das sein könnte? Genau, Sie wissen es bestimmt. Es ist Merkur, der nächste Planet zur Sonne. 

Weil er so nah ist, hat er eine schnelle Umlaufbahn und ist nicht allzu häufig zu sehen. Die momentane Abendsichtbarkeit dauert vom 12. Dezember 2021 bis 17. Januar 2022 und am höchsten über dem Horizont steht er vom 7. bis zum 13. Januar 2022. Also, es ist relativ wenig Zeit zum Schauen, vor allem, wenn es am Horizont bewölkt ist. 

Ich wünsche Ihnen Glück, dass es Ihnen gelingt.

Die nächsten zwei Bilder haben mich zum Erstaunen gebracht. Wissen Sie, um welche Frucht es sich handelt? Es handelt sich um eine Eiweißpflanze, die ich aus meinen längst vergangenen Studienzeiten, aber nicht als Winter-, sondern nur als Sommerfrucht kannte. Kommt so langsam die Erleuchtung bei Ihnen?

Es ist die Winterackerbohne, eine relative junge Neuzüchtung, bedingt auch durch den Klimawandel. Bei uns hat sie noch eine geringe Bedeutung, in England wird sie stärker angebaut.
Es ist immer interessant, was einem so alles vor die Linse kommt, immer wieder ist etwas Überraschendes dabei.


Herzliche Grüße
Franz Maus