Was folgt ist meine freie Meinung nach §5 GG. Wem es nicht passt, der möge weiter surfen.
Als ich 2019 zum ersten Mal in diesem Gemeinderat saß, war ich zu allererst schockiert über das großkotzige, arrogante Verhalten der vielen Männer.
Lange habe ich darüber nachgedacht, ob dies eine Eigenheit nur von Hüfingen ist oder vielleicht in ganz Deutschland ein Problem.
Ich bin ja Naturwissenschaftlerin und auch Ingenieurin und von daher gewohnt mit vielen Männern zu arbeiten.
Nach vielen Jahren in den USA und auch der Schweiz war ich allerdings durchaus an eine Zusammenarbeit gewohnt.
Es ist so, dass sich Frauen heute zwar wählen lassen dürfen, aber wenn sie gewählt sind, keinerlei Schutz ausserhalb einer Partei bekommen. Es kommt weder die Kommunalaufsicht, noch das Regierungspräsidium zur Hilfe. Ohne starken Mann in einer der Parteien im Hintergrund, ist eine Frau zum Abschuss frei gegeben. Genau dies wird vom Bm hemmungslos ausgenutzt und genüsslich betrieben. Frei nach dem Motto: “Politische Teilhabe könnt ihr haben, aber dann werdet ihr eben fertig gemacht.” Außer natürlich man kann gewisse Damen an wichtigen Schaltstellen positionieren. Qualifikation oder demokratische Grundprinzipien sind vollkommen egal.
Der Rechtsstaat wird für eine bestimmte Kaste ausgesetzt und dies kann öffentlich betrieben werden, da es keine Presse mehr, sondern nur noch unreflektierte Hofberichterstattung gibt.
Ich wurde gewählt, damit auch die Natur und der Artenschutz in Hüfingen wieder eine Rolle spielen. Dies ist nicht möglich und wird verwehrt. Ich wurde massiv gemobbt, beschimpft, beleidigt und bedroht, damit ich den Mund nicht mehr auf mache.
Ich lese viel, mache mir gerne viele Gedanken und explodiere förmlich an Ideen. Eigentlich bin ich gewohnt, über diese Ideen zu reden und auch einige davon umzusetzen. In diesem Gemeinderat knallt man auch mit den kleinsten Vorschlägen an eine engstirnige Betonwand. Da ist jedes Wort Schall und Rauch in einem unendlichen Universum, in einem Vakuum, das den Schall und Rauch einfach schluckt, wie ein Schwarzes Loch.
Wir hatten rotierende Fraktionssprecher in der Fraktion verabredet. Ich werde nicht Fraktionssprecherin werden! Man könnte auch sagen: Ich darf nicht Fraktionssprecherin werden, da der Rechtsstaat vollkommen versagt hat.
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der Spätherbst 2022 hat es in sich, ich denke, das erleben Sie auch so. Viele Blumen blühen nach wie vor, aber auch einige Sträucher. Dies habe ich in der Vergangenheit auf jeden Fall nicht wahrgenommen, vielleicht gab es das auch nicht. Bild unten zeigt einen Weißdornast mit Blüten in verschiedenen Stadien und mit einer roten Beere von der „Erstblüte“. Die Aufnahme bekam ich von Adeline Stadtmüller aus Kraichtal-Neuenbürg und fotografiert wurde am 20. Oktober 2022.
Weißdorn am 20. Oktober 2022 in Kraichtal-Neuenbürg
Nachdem ich in unserer Straßenecke im Oktober Blütenknospen vom Hartriegel beobachten konnte, dachte ich, zur Blüte wird es wohl nicht mehr reichen. Dann sind wir am 6. November 2022 um den Kofenweiher spaziert und was sahen wir dort? Viele Blütenstände vom Hartriegel mit 50 Prozent geöffneten Blüten. Einfach sehr erstaunlich. Die Blätter sind auch so herrlich grün, wie wenn nicht der 6. November wäre.
Hartriegel am 6. November 2022 beim Kofenweiher
Das nächste Bild zeigt offene Blüten und Blütenkospen vom Wolligen Schneeball auch an der Breg bei Kofenweiher. Das hat mich wirklich überrascht. Man sieht auch schön die Staubbeutel, eben grad so, wie wenn es dem Frühjahr entgegengeht.
Wolliger Schneeball am 6. November 2022 beim Kofenweiher
Dass alles ein jähes Ende nehmen kann, sieht man auf dem letzten Bild. Eine vereiste Hartriegelblüte, fotografiert auf dem Auenberg morgens am 19. November.
Hartriegelblüte auf dem Auenberg am 19. November 2022
Frostberegnung als Schutz der Obstblüten vor dem Erfrieren sieht auch so aus.
Ich frage Sie nun etwas zu diesem Frostbild, aus welcher Richtung wird sich das Eis gebildet haben? Ich bin gespannt auf Ihre Antwort.
Zu dem ganzen Thema passt die wissenschaftliche Erkenntnis, dass es in den letzten Jahrzehnten eine Verschiebung der Jahreszeiten weg vom Winter von sage und schreibe drei Wochen gegeben hat. Diesen Herbst kommt das sehr deutlich zu Tage.
Im Januar hatte ich unten schon Einzelheiten erwähnt. Jetzt wurde ein Bebauungsplanverfahren „Hochstraße-Nord“ aufgestellt. Hierzu haben die Ingenieure Gförer über die Hüfinger Bürgerinfo einige Unterlagen zur Verfügung gestellt. Einen Teil davon wollte ich hier zeigen, da die Daten morgen leider nicht mehr öffentlich zur Verfügung stehen:
Gestern ging es nun in der Gemeinderatssitzung um den Städtebaulichen Vertrag zwischen der Stadt Hüfingen und der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BIMA). Ich vermute mal dies interessiert unsere Leserinnen und Leser wenig, deshalb möchte ich hier nur darüber informieren, was wohl kommen wird.
Dieses Exposé hierzu konnte man sich bis gestern auf den Seiten von Hüfingen anschauen:
Mit Erlass III A 1 – SV 4006/16/10010:002 vom 20. Juli 2018 wurde das Konzept „Einsatztrainingszentren der Zollverwaltung“ genehmigt und zur schnellst möglichen Umsetzung frei gegeben.
aus dem Exposé des ETZ
Errichtet werden in Hüfingen:
3 x 3 Bahnen – Raumschießanlage
Zweifeldersporthalle
Einsatztrainingsgebäude mit Außentrainingsflächen
Zweifeldersporthalle
Die Sporthalle umfasst neben der Zweifeldersporthalle weitere Sport-, Übungs-, und Funktionsräume wie z.B. einen Fitnessraum, einen Matten/Boxsackraum, einen Schulungsraum, Umkleide- und Sanitärräume.
Die Zollverwaltung gestattet den ortsansässigen Sportvereinen der Gemeinde die Teilmitnutzung der Sporthalle und der Kfz-Stellplätze auf dem Gelände des ETZ Baden- Württemberg Süd in Hüfingen außerhalb seiner Dienstzeiten (Betriebszeiten) auf Basis des von der Gemeinde erstellten Mitnutzungs- und Sicherheitskonzeptes.
Absichtserklärung zur Mitnutzung der Sporthalle im ETZ Baden-Württemberg Süd
Wie genau die Sportvereine die Halle nutzen dürfen wird nach Genehmigung und Abstimmung festgelegt.
ETZ Hüfingen. Quelle BIMA
Es ist ist ein Stammpersonal von etwa 55 bis 64 festen Angestellten geplant. Ungefähr 140 Zollbeamte werden täglich zu Trainingseinheiten anreisen.
Es wird auf dem Gelände keine Unterkünfte oder Mensa geben!
Vielleicht sollte man sich jetzt langsam über die Infrastruktur im Städtle Gedanken machen, damit die Angestellten und Beamtinnen nicht in Donaueschingen schlafen und essen.
Am 16. November hat die SPD eingeladen unsere Bundestagsabgeordnete Derya Türk-Nachbaur im Il Mediterraneo zu treffen. Was lag also näher für mich, als dort mal vorbei zu schauen?
Es wurde besprochen, was ein Kreisvorstand so bespricht. Was mich aber besonders gefreut hat, war ein Plädoyer von Derya Türk-Nachbaur für ein genossenschaftlich geführtes Ärztehaus. Wie sehr vermissen wir Offenheit für solche Ideen in Hüfingen!
Im Anschluss durfte ich Henrieke Knust und Mete Ünal, die Vorsitzenden des SPD Ortsvereins Hüfingen, kennenlernen.
Mete Ünal, Henrieke Knust und Derya Türk-Nachbaur
Mete Ünal fände einen Jugendgemeinderat für eine sehr gute Idee. Auch in Hüfingen sollte man junge Menschen teilhaben lassen. Dies gehe nur über „Youth Empowerment“.
Henrieke Knust versteht nicht, warum für viel Geld ein neuer Kindergarten gebaut wird und man nicht auf viele kleine dezentrale Lösungen zurückgreift. In Mundelfingen wäre jetzt schon alles überbelegt. Die einzige Abhilfe würde ein Bauwagen machen und nicht ein großer Kindergarten irgendwann für Millionen im neuen Gewerbegebiet. Man wisse ja auch nicht, was in fünf Jahren sei. Warum würde hier so viel Geld ausgegeben und das total am Bedarf und dem Willen der Eltern vorbei? Man könnte jetzt eine schnelle ökologische Lösung haben.
Die Wiesenkinder werden auf jeden Fall von beiden unterstützt und man versteht gar nicht, warum die Stadt sich hier quer stellt.
Mete Ünal sprach dann noch die letzte Gemeinderatssitzung an und spannte den Bogen von den Kindergärten zu den 30.000,– Euro für einen Bürgerdialog im Herbst 2023 kurz vor den Wahlen.
Er ist verwundert, warum die Stadt den Kindergartenkindern von Hausen vor Wald nicht – wie versprochen – die Fahrtkosten bezahlt. Es wären momentan nur 7 Kinder und diese würden etwa 1.000 Euro im Jahr kosten. Hierfür sei anscheinend kein Geld da.
Aber 30.000,– Euro für einen versteckten Wahlkampf seien kein Problem. Warum arbeite man nicht zuerst die Anregungen des eben erst beendeten Bürgerdialoges ab? Warum werden Bürgerprojekte abgeschmettert?
dieser Sommer und der Herbst waren etwas Eigenartiges. Der Sommer weniger, das sind wir ja fast gewöhnt. Aber der Spätsommer und der bisherige Herbst schon. Das Bild oben zeigt die Steppensituation, die in vielen Schwarzwaldteilen vorhanden war, hier im oberen Münstertal auf Gemarkung Breitnau in über 1.000 Höhenmeter am 4. August fotografiert. Man fragte sich wirklich, wovon sich die Hinterwälder ernähren, denn sie sahen richtig gut aus. Aber das sind echte Spezialisten, die mit wenig zustreich kommen.
Am 18. und 19. August gab es auf der Baar gewaltige Niederschlagsmengen. Mir kam leider erst am 22 August die Idee, eine Zeitreihe zu erstellen, wie das Grünland sich entwickelt. Denn das erste Graslandbild von Hausen vor Wald Richtung Döggingen aufgenommen, stammt von dem Tag. Man sieht bereits, dass so langsam wieder Leben kommt. Vor dem Regen sah es deutlich brauner aus. Das nächste Bild ist drei Tage später aufgenommen worden, sehen Sie die deutliche Wachstumsentwicklung? Am 5. September, nächstes Bild, sah es intensiv grün gefärbt aus. Das letzte Bild in der Reihe entstand am 13. September und der Landwirt konnte nicht nur einen, sondern noch zwei Schnitte abernten. Exakt 22 Tage liegen zwischen dem ersten und letzten Bild, sagenhaft diese Entwicklung. Spätsommer und Herbst sind ein zweiter Frühling, viele haben eine solche Entwicklung nicht mehr erwartet und manche spechen von einem Wunder. Denn die Futtersituation der Rinderhalter ist dadurch um Welten besser geworden, es stand zu befürchten, dass die Vorräte nicht über den Winter reichen.
22. August 2022
25. August 2022
13. September
5. September 2022
Erkennen Sie den Heiligenschein des Fotografen? Das ist ein optisches Phänomen, das auch schon einmal Gegenstand eines Berichtes war. Es kommt zustande, weil das durch die Tautropfen reflektierte Sonnenlicht zu einer Lichtkonzentration im Gegenpunkt der Sonne führt. Sie erinnern sich sicher noch.
Was ein Mistkäfer ist, werden wohl die meisten von uns wissen, Bild oben zeigt einen von Ihnen. Er ist gut 1,5 cm groß und ein rechter Brummer. Ariane Fehrenbach aus Furtwangen-Rohrbach war die erste, die mich auf Unmengen kleiner Käfer auf ihrem Hof aufmerksam machte. Sie schickte das Bild unten mit den beiden kleinen Käferlein auf dem Arm Ihres Mannes.
Dr. Hans-Peter Straub hatte schnell die Erklärung, es sind Dungkäfer aus der Familie der Blatthornkäfer. Dann erhielt ich die Anfrage von Lisa Marie Storz aus Peterszell, wer denn den Haufen Pferdeäpfel innerhalb eines Tage so verwandeln würde.
Das sieht doch eindrucksvoll aus, finden Sie nicht auch? Wenn man vergleicht, was wir manchmal an einem Tag hinbekommen, oha. Also, es ist so, dass die nur 5 bis 8 mm kleinen Dungkäfer sich vom zeitigen Frühjahr bis in den Herbst von Rinder- und Pferdedung ernähren. Nach der Paarung legen die Weibchen 20-25 Eier direkt in den Kot. Die Larven ernähren sich auch vom Kot. Wenn sie alt genug sind, verpuppen sie sich im Erdboden unter dem Kothaufen. Aus der Puppe schlüpft dann der fertige Käfer. Interessanterweise können die Käfer in allen Entwicklungsstadien, also als Ei, Larve, Puppe oder als Käfer überwintern und fliegen in der ersten Generation von Februar bis Juni. Die Folgegeneration fliegt im Herbst von September bis November. Das heißt für unseren Fall, es handelt sich um die Herbstgeneration. Vermutlich war das Wetter so ideal, dass sie in großen Mengen vorgekommen sind.
Ich will nochmals erwähnen, dass ich bisher vom Dungkäfer noch nichts gehört habe und deswegen wieder schlauer bin.
heute mal etwas Kleines aus der Schneckenwelt. Ich weiß nicht, ob Ihnen die Winzlinge schon aufgefallen sind. Ich habe die ersten beiden in „Schlafposition“ an der Westseite unseres Hausen bemerkt. Der helle war so 40 cm über dem Boden und der zweite erstaunlicher Weise über zwei Meter hoch. Dann kam ich zum nächsten Bild und ich bin froh und dankbar darüber. Denn endlich habe ich das Schnecklein mit Kopf und Fuß erwischt. Ist das nicht toll? Wollen Sie wissen, wie es dazu kam?
Ich habe meine von Fichtensplintkäferlarven befallene Kiefernrolle mit Muskelkraft gespalten. Es war der erste Meter, ich kann Ihnen sagen, eine Mordsarbeit. Auch mit drei Keilen war es schwierig, siehe Bild. Jetzt kommts, ich legte den Klotz auf den Boden und auf der Rückseite sah ich das Schnecklein. Allerdings Kopf und Fuß erst beim näheren Hinsehen aufs Foto. Mensch dachte ich, dass das kleine Schnecklein mit so einem Panzer zurechtkommt, das ist richtig Klasse. Interessant ist auch die variable Färbung der Panzer und die vielen Längsrillen.
Die Recherche war nicht ganz eindeutig, es könnte eine Turmschnecke sein oder eine schmale Windelschnecke. Das finde ich aber nicht kriegsentscheidend. Eine Reaktion, als ich die Schnecke im Status hatte, war, so etwas habe ich noch nicht gesehen. Das wird jetzt mit dem Beitrag vielleicht etwas anders, wenn Sie bewußter darauf achten. Sie müssen aber wissen, diese Schnecklein sind nur etwa zwei Zentimeter lang.
Herzliche Grüße Franz Maus
26.10.2022 Hannah Miriam Jaag
Es freut mich sehr, dass Franz hier auf die Schnecke kommt!
Ist sie doch mein Lieblingsspielzeug. Wer mehr über die Schnecken der Baar erfahren mag, ich sammle auf meiner Webseite seit einigen Jahren:
Das oben ist eine Clausila oder auf deutsch eine Schließmundschnecke. Die Tiere heißen so, weil sie ihren Eingang mit einer Clausilium – einem Deckel verschließen können. Spannend an den Schließmundschnecken ist auch, dass das Gehäuse linksgewunden ist.
Bei den Schließmundschnecken gibt es sehr viele Unterarten und die lassen sich nur schwer unterscheiden. Eine Schließmundschnecke, die Clausilia dubia, habe ich mal in den Schriften der Baar (Band 65) beschrieben.
Diese wurde schon vor über hundert Jahren auf der Ruine Kirneck in Villingen beschrieben.
Hier ein paar Fotos dazu:
Clausilia aus meinem KompostClausilia dubia an der Ruine KirneckClausilia auf der LängeClausilia dubia im LaborClausilia dubia im LaborRuine KirneckRuine Kirneck, Villingen
Axel Ortlieb, Hinterwälderzüchter aus dem Münstertal, schickte mir das aktuelle Kastanienbaumbild. Er hatte dies in Neuenbürg am Rhein aufgenommen und war sehr erstaunt. Ich und ein Großteil von Ihnen vermutlich ebenso, denn Kastanienblüten im Oktober, so etwas aber auch. Kann das wirklich sein? Ich habe es noch nie gesehen und ich glaube auch, dass man auf der kalten Baar so etwas noch nicht sehen kann. Es ist bis jetzt vermutlich auf wärmere Standorte begrenzt.
Denn bei der Recherche fand ich ein ähnliches Bild vom Oktober 2015 im Münchner Hirschgarten. Dort wird Martin Hänsel, Diplom-Forstwirt, folgendermaßen zitiert: „Die Blüte der Kastanien im Oktober macht ihr Leid offensichtlich. Denn es geht ihnen buchstäblich der Saft aus. Mit dem herbstlichen Blattaustrieb und der Blüte versuchen sie, ein Defizit in der Stoffproduktion aus dem Frühjahr und Sommer auszugleichen. Knospen, die eigentlich erst im nächsten Frühjahr austreiben sollten, werden nun aktiviert. Für die Bäume bringt diese Reaktion allerdings keine Besserung: Die austreibenden Knospen fehlen im kommenden Frühjahr und die jetzt gebildeten Triebe können in der Regel nicht mehr verholzen und sterben bei Frost ab„.
Ich muss sagen, dass ich aufgrund der tollen Ergrünens des Grünlandes den Eindruck gewonnen habe, dass es dieses Jahr zweimal Frühling wird. Diese Kastaniengeschichte passt auch in diese Richtung, geht es Ihnen nicht auch so?
Dieses Defizit in der Stoffproduktion der Kastanien hängt mit zwei Faktoren zusammen: Kastanienminiermotte und trockene Sommer sind die zwei Stressfaktoren, unter denen unsere Kastanien leiden. Durch den Fraß der Raupen der Kastanienminiermotte in den Blättern konnten die Bäume nicht genug Photosynthese zur Stoffproduktion betreiben. Die Blätter verlieren Ihre wichtige Funktion zur Photosynthese.
Auch die Sommertrockenheit und die Hitze kann Ursache für die momentane Blüte sein. Bedingt durch den Wassermangel stockt die Photosynthese und die Kastanie versucht dem durch neue Blatt- und Blütenbildung entgegenzuwirken. Was sagt man dazu?
Herzlichen Dank Herrn Axel Ortlieb für die Überlassung der Bilder.
Heute durften wir uns bisschen über Mundelfingen informieren. Treffpunkt war der hübsche Dorfmittelpunkt beim berühmt berüchtigten Stecklespringer.
Mundelfingen hat heute 780 Einwohner in 300 Haushalten. Die neuen Bauplätze sind bis auf zwei verkauft und man sucht momentan nach neuen Möglichkeiten. Hierbei wird aber Transparenz in der gesamtstädtischen Grundstückspolitik gewünscht.
In der Grundschule gibt es 50 Schüler und man versucht den Pausenhof etwas zu erweitern.
Dann ging es weiter zum Kindergarten.
Im Mundelfinger Kindergarten gibt es momentan eine 2- jährige Sondergenehmigung für die 45 Kinder. Aber natürlich ist er viel zu klein für so viele Kinder. Deshalb behilft man sich so gut es geht. Aber es wird eine städtische Lösung für die Situation erwartet.
Nach der sehr interessanten Besichtigung des wunderschönen Kindergartens und der Bibliothek ging es zurück ins Rathaus. Vielen Dank für die Zeit!
Neuerdings zeichnen sich Fürstlich Fürstenbergische Wälder durch ein besonderes Erkennungsmerkmal aus: eine über mannshohe, an Holzpflöcken befestigte, orange gefärbte Acht. Aufgestellt wurde die Ziffer jeweils an beliebten Ausgangspunkten für Waldspaziergänge und Wanderungen, so etwa am Torhaus des Unterhölzers (s. Foto), des einstigen Wildparks. Ob der Waldbesucher allerdings auf Anhieb zu entschlüsseln vermag, was es auf sich hat mit der ominösen Zahl? Handelt es sich womöglich um das Projekt eines Land-Art-Künstlers oder gar um die leicht verfremdete Aufforderung des Waldeigentümers, Acht zu geben auf Wald und Wild, nicht zu lärmen oder sich sonst wie ungebührlich zu benehmen? Oder stehen wir vor der Station eines neuen Walderlebnisparcours?
Alles falsch: Das geschulte Auge erkennt natürlich sogleich den an der Gürtellinie der Acht angebrachten QR-Code, der Auskunft geben könnte, so wie unlängst ja auch schon der elektronische Corona-Impfnachweis. Doch leider soll es noch immer digital unterbelichtete Menschen geben, die App-frei durch den Wald flanieren, zumeist Besucher der älteren Generation, die noch immer kein Smartphone mit sich führen, sich dessen Anschaffung und Gebrauch sogar absichtlich versagen und sich stattdessen selbst im finstersten Terrain mit einem Handy älteren Baujahrs samt Notrufnummer begnügen. Jetzt freilich heißt es für sie zuwarten, bis sich endlich jemand ihrer erbarmt und darüber aufklärt, was es mit der Acht auf sich hat.
Doch prompt lässt sich diesmal Keiner blicken, weshalb die Auflösung des Rätsels verschoben werden muss bis zur Erörterung im Freundes- und Kollegenkreis, gar bei Google: Der Forstbetrieb Fürst Zu Fürstenberg GmbH & Co. KG, erfährt man, der im Südbadischen 18.000 Hektar (den zweitgrößten Privatwald unseres Bundeslandes) bewirtschaftet, weist mit der Acht auf nichts Geringeres hin als auf die Leistung des Waldes zur Eindämmung der Klimakrise. Mithin auf den Umstand, dass im Fürstlich Fürstenbergischen Wald pro Jahr und Hektar – unentgeltlich – 8 Tonnen klimaschädliches CO2 in Holzwachstum und Waldboden eingelagert werden – zumindest bis zur Holzernte und danach weiter in Dachstühlen und Möbeln! In alten, vorratsreichen und noch halbwegs intakten Naturwäldern mögen es jährlich sogar 10 Tonnen pro Hektar sein, doch der Waldeigentümer übt sich mit der 8 in Bescheidenheit: Wohl wissend, dass seinem von der Fichte, dem Brot- und Katastrophenbaum, dominierten Wald nicht das allerökologischste Image anhaftet, speziell auch der Holzerntepraxis mit tonnenschweren Harvester- und Forwardermaschinen auf überbreiten Maschinengassen in allzu engen 20-Meter-Abständen. Womit leicht einmal ein Fünftel bis ein Viertel der Holzbodenfläche fürs Baumwachstum, für Bodenorganismen und damit auch für den Klimaschutz verloren geht. Wie denn auch durch Kahlschläge (im Fachjargon eher „Räumungen“ genannt) ebenso wie durch Sturm- wie Käferflächen das gespeicherte Treibhausgas vorzeitig wieder in großen Mengen freigesetzt wird.
Wie viele Tonnen CO2 vermag der F.F. Fichtenwald zu speichern?
Umso eifriger setzt der F.F. Forst daher auf ein zweites wirtschaftliches Standbein: auf Windenergieanlagen. Derzeit sind es im fürstlichen Wald zwar erst deren sechs, doch weitere 50 (!) sollen folgen, wie Forstchef Dr. Jens Borchers kürzlich dem Schwarzwälder Boten (v. 6. August 2022) anvertraute. Denn nichts gilt heutzutage als profitabler in der deutschen Forstwirtschaft als die Verpachtung von Waldstandorten an Windenergieunternehmen. Vorreiter dieser Entwicklung ist der baden-württembergische Staatswald, der laut grün-schwarzem Koalitionsvertrag Standorte für 1000 Windräder einzubringen hat. Wie sich herumgesprochen hat, belaufen sich die hierbei zu erzielenden Pachteinnahmen (je nach Windhöffigkeit und Erschließung) pro Windrad und Jahr leicht auf Beträge zwischen 15.000 bis maximal 80.000 Euro; dies auf einer Fläche, wo der waldwirtschaftliche Ertrag bestenfalls ca. 300 Euro pro Jahr und Hektar beschert – was für eine Spanne, was für ein Reibach, und das auch noch als heiß ersehnter Beitrag zum Gelingen der Energiewende! Wo Baden-Württemberg bei der Windenergie doch nach wie vor Schlusslicht ist unter den Bundesländern. Gerade mal drei Windräder konnten 2022 aufgestellt werden. Da ist es denn auch kaum verwunderlich, dass im nämlichen Pressebericht auch vehement geklagt wird über den Artenschutz als dem „größten Windkraftverhinderer“: Im Schwarzwald seien es die letzten Auerhühner, deretwegen weite Teile nicht verplant werden dürfen, wiewohl diese Art, bei globaler Betrachtung, doch gar nicht bedroht sei. Und auf der Baar sei es der Rotmilan, mit dem Windräder ausgebremst werden, obwohl sein Bestand doch zunehme.
Außer Betracht bleibt freilich, dass für den Bau einer einzigen Windenergieanlage heutiger Größenordnung inklusive der erforderlichen „Zuwegung“ ca. ein Hektar Wald gerodet werden muss. Das macht, so sich die Absicht des F.F. Forstbetriebs realisieren lässt, pro Jahr (56 Windräder mal 1 Hektar mal 8 Tonnen) 446 Tonnen, die in der „CO2-Senke Wald“ ungespeichert bleiben. Womit der ökologische Rucksack freilich noch längst nicht vollgepackt ist: Natürlich sind in der Aufrechnung auch die immensen CO2-Mengen hinzuzufügen, die bei der Fertigung von Beton und Stahl emittiert werden, desgleichen jene bei der Fertigung der Rotorflügel aus kohlenstofffaserverstärkten Verbundwerkstoffen und tropischem Balsaholz, beim Schwerlastverkehr für Bau und Wartung, letztendlich auch noch bei Entsorgung und Renaturierung. Und dass zur Ökobilanz schließlich auch Rand- und Folgeschäden am aufgerissenen Waldbestand zählen sowie die Schlagopfer an Vögeln, Fledermäusen und Fluginsekten, erst recht nicht zu vergessen der Verlust an Naturlebensraum, an Naturerlebnisraum und an unbelasteter Landschaft. „Windräder im Wald“, so ließ sich unlängst Deutschlands bekanntester Förster und Bestsellerautor, Peter Wohlleben, vernehmen, „sind Schwachsinn im Quadrat!“ Denn in der Tat stellt sich hier die Sinnfrage: Ist Windenergiegewinnung in Wäldern denn überhaupt relevanter Klimaschutz, wo es doch die Bäume sind, die, nebst den Mooren, das CO2 am verlässlichsten speichern und unschädlich machen? Dass Sachsen und Thüringen Windräder im Wald noch immer kategorisch ausschließen, mag bezeichnend sein für dieses Dilemma – von der anhaltenden Diskussion um die Windkraftnutzung in den Wäldern touristischer und ökologischer Vorranggebiete einmal ganz abgesehen. Man könne den Menschen zumuten „in den Schwarzwald zu schauen und Windräder zu sehen“, so zitiert der Schwarzwälder Bote den F.F. Forstchef. Unausgesprochen bleibt: Man wird in seinem Wald doch auch noch Geld verdienen dürfen mit der Energiewende.
Seltsam, was einem nicht alles durch den Kopf geht angesichts einer Acht in der Warnfarbe Orange am Waldeingang!
Profitable Waldwirtschaft auf dem Amtenhauser Berg:
Blick vom Fürstenberg über den Wartenberg auf den F.F. Windpark