Tannenmeise

Liebe Bürgerpostleser, 

der Zusammenprall von Kleinvögel mit Scheiben endet nicht immer tödlich, Gott sei Dank. Durch den Zusammenstoß ist oft das Gehirn betroffen, was sich in einer Benommenheit zeigt. 

Diese Tannenmeise war leider betroffen am 5. April 2023 um 10.30 Uhr, einem kalten und klaren Frühlingstag. Sie hat sich mit der Zeit sehr gefreut, dass ich sie in meine wärmende Hand nahm. Sie schien es richtig zu genießen. Nach drei Minuten konnte ich sie auf den Holzstoß setzen, von wo sie weiterfliegen konnte. 

Bei der Tannenmeise ist die Situation auch so wie zum Beispiel bei der Elster, dass man das Auge wegen der pechschwarzen Farbe schwer sehen kann. Das wirkt eigenartig. Auf diesen Bildern sind die schönen Äuglein aber prima zu sehen. 

Freuen Sie sich mit über die Rettung dieser Tannenmeise.

Herzliche Grüße
Franz Maus

Waldameisen

Liebe Bürgerpostleser, 

vor kurzem hatte Monika Gauger aus Löffingen diese Bilder im Status und wollte wissen, wer sie erklären könne. Auf den Ameisenhaufen eine Vielzahl von Ameisenanhäufungen, sie verstehen, was ich meine. Ich hatte eine Vermutung, weil ich aber so etwas in der Dimension noch nie gesehen hatte, gab ich die Frage an Dr. Hans-Peter Straub vom Naturschutzamt weiter. Er schickte mir die Homepageadresse https://waldameisen.blog/fruehlingserwachen/

Dort heißt es: Das Frühlingserwachen der Waldameisen beginnt mit einem Sonnenbad auf dem Nest. Zunächst werden die Arbeiterinnen aus den erwärmten oberen Etagen des Nestes aktiv. Sie krabbeln auf das Nest und tanken dicht aneinandergedrängt Sonnenenergie. Danach kriechen sie zurück in den Ameisenbau und geben die aufgenommene Energie des Sonnenlichts als Wärme an die Arbeiterinnen weiter unten im Nest ab. Sie wirken also wie „Wärmeflaschen“. Neue Arbeiterinnen aus den tieferen Schichten wandern an die Nestoberfläche und baden ebenfalls in der Sonne und die Anhäufungen werden immer größer. Dieses Sonnenbaden kann je nach Standort des Ameisenhügels von März bis April beobachtet werden. Ich habe den Eindruck, dass dieses kalte Frühjahr mit wenig Sonne die Ameisen besonders zum Sonnenbaden animiert, wenn sie denn einmal scheint. Hammermässig finde ich die zahlreichen Ameisenknäuel. Übrigens, mit zunehmender Wärme im Nest entwickeln sich aus den Wintereiern die geflügelten Geschlechtstiere, junge Königinnen und Männchen. Auch diese können mit etwas Glück für kurze Zeit auf dem Nest beobachtet werden, bevor sie sich auf den Hochzeitsflug begeben.

Wissen Sie, wie Waldameisen durch den Winter kommen? Sie gehören als Insekten zu den wechselwarmen Tieren. Den Winter verbringen sie in einer Art Winterstarre. Dass sie im Winter nicht erfrieren, verdanken die Waldameisen ihrem hügelförmigen Nestbau. Die kontinuierliche Zersetzung des Nestmaterials setzt auch während des Winters genügend Wärme frei und bewirkt, dass die Nestbewohnerinnen den Winter überleben. Ja, wie so üblich, die Naturgesetze sind sensationell. Jetzt genießen Sie die einmaligen Bilder und Frau Monika Gauger, ihr vielen Dank dafür.

Herzliche Grüße
Franz Maus

Milane

Liebe Bürgerpostleser,

eine ganz einfache Frage, was ist auf dem Bild unten zu sehen? Ich hatte dieses Bild auch im Status und nur wenige gaben die richtige Antwort. Ich habe so etwas auch noch nie gesehen, wußte aber sofort, was es ist. Ich sah nämlich kurz vor den Besitzer dieses Gebildes, eine Weinbergschnecke, die über den Winter ihr Haus damit verschlossen hat. Was mir auch neu war, dass unterhalb des Kalkdeckels ein Schleimdichtungsfolie von der Schnecke geschaffen wurde, vielleicht damit es nicht hineinzieht. Der „Schneckenhammer“, finden Sie sicher auch.

Epiphragma einer Weinbergschnecke*

Das nächste Bild hat mich fasziniert, weil ich noch nie soviele Milane auf ein Bild bekam. Es war Ostermontag, ich war auf Friehofsbesuch in Kommingen und sah diese „Milanwolke“ an der Südseite des Komminger Hausberges „Worberg“. Dort richtete ein Landwirt seinen Acker für die Frühjahrsaussaat her. Die Milane vermuteten dabei natürlich, dass sie etwas Essbares finden würden. Ich fuhr schnell dorthin und dabei gelang mir dieses Bild. Sage und schreibe 20 Milane, meistens rote, vielleicht ein paar schwarze konnte ich zählen. Zählen Sie nach, ich denke Sie finden sie. Eine Beobachterin des Bildes meinte, es seien vielleicht Bussarde, aber eine Kontrolle ergab, dass es Milane waren. Auf dem Ausschnitt sieht man deutlich, was Sache ist. 

Für mich war das ein schönes besonderes Erlebnis.

Herzliche Grüße
Franz Maus


*P.S. von Hannah:
Wer sich für unsere Schnecken interessiert kann hier gucken:

Eichengerbsäure

Liebe Bürgerpostleser, 

Ingo Kirchhoff aus Wietzen hat dieses Mal wieder eine Geschichte erlebt, um die es heute geht. Thema ist, „wenn ich das gewußt hätte, dann wäre das nicht passiert“. Ich denke, das geht uns allen immer mal wieder so. Auch der Spruch passt, „im Nachhinein ist man immer schlauer“. Nun, was ist passiert? Ingo hat am Wochenende einen übervollen Anhänger mit gespaltenem Eichen- und Buchenholz  im Freien stehen lassen, so nach dem Motto, was nass wird, wird auch wieder trocken. Man muss sagen, er hat sauber gearbeitet. Eine Woche stand der Kipper auf seinem schön gepflasterten Hof und ausgerechnet in dieser Woche regnete es nicht nur, sondern es schneite auch, wenn man genau hinschaut auf dem Bild oben, sieht man die „Schneemengen“. Und jetzt kommt es, Regen und Schneeschmelze haben die Gerbsäure aus dem Eichenholz ausgewaschen und den Kipper und einige Pflastersteine versaut. Am eindrucksvollsten sieht man es auf dem letzten Bild, mit den richtig blau-schwarzen Holzscheiter. Nicht einmal ein Kärcher schaffte die Säuberung von den betroffenen Teilen, wer hätte das gedacht? Ingo schreibt, er hätte eine „Megakrawatte“. Ich denke, wir würden sagen einen „dicken Hals“.


Reinhold Mayer, mein Ansprechpartner in jeglichen Holzfragen, hatte sofort die Erklärung parat: „Grundsätzlich dürfte die Reaktion darauf beruhen, dass sich Gerbstoffe mit eisen-(II)-haltigen Verbindungen durch Oxidation zu blau-schwarzen unlöslichen Eisen-(III)-Salzen umsetzen. Deshalb dürfen gerbstoffhaltige Holzoberflächen (z.B. Eiche, Kastanie etc.) nicht mit eisenhaltigen Stoffen in Verbindung kommen. Entscheidend ist dabei das Vorhandensein von Wasser / Feuchtigkeit. Dass tauender Schnee vielleicht zu einer intensiveren Reaktion führt, kann sein“.

Also Ingo, ich glaube, den meisten von uns wäre es gegangen wie Dir, mir auf jeden Fall. Vielen Dank Dir für die lehrreiche Geschichte und die Bilder.

Herzliche Grüße
Franz Maus

Froschlaich

Liebe Bürgerpostleser, 

das ist wieder eine Geschichte. Aber lesen und sehen Sie selbst. 

Meine Nichte Nadine Scherer aus Hondingen schickte mir das erste Bild und fragte mich, was das auf ihren Pflastersteinen sein könnte.

Ich vermutete Laich. Aber was sucht der an der Stelle? Weiter sagte sie mir: „Es liegen noch mehrere solcher Klumpen auf Pflastersteinen herum und einer sogar auf dem Terassentisch, was soll ich damit machen“?

Klar, was macht man mit Laich? Ins Wasser verfrachten ist die richtige Nothilfemaßahme.

Jetzt ist die Frage, was könnte da passiert sein, wieso liegen etwa fünf Teillaiche herum? Ich brauchte Rat und fragte Dr. Hans-Peter Straub vom Naturschutzamt. Er vermutet, dass ein Greifvogel, am wahrscheinlichsten ein Roter Milan, die laichbereite Grasfroschdame – die Zuordnung konnte er anhand des Laiches machen – packte und diese dann ihren Laich portionsweise verlor unter anderem auch auf dem unbedachten Terassentisch. Ist das nicht eine Hammergeschichte? 

Wie ist das weitere Vorgehen? Die Frage, ob die Embryonen noch leben, wird sich mit der Zeit herausstellen, ob Kaulquappen entstehen. Wenn sie entstehen, dann wird es Zeit, dass Sie in ein Gewässer umgesiedelt werden, damit Sie fressen können und genügend Sauerstoff bekommen. 

Vielen Dank Nadine für die Ermöglichung dieser interessante Geschichte.

Herzliche Grüße
Franz Maus

Katze und Vogelhaus

Liebe Bürgerpostleser, 

das ist mein zweites Vogelhaus an unserem Kirschenbaum im Garten. Am 10. März war es stark besucht von Erlenzeisigen, auch auf dem Boden. Ich zählte rekordverdächtige 21 Vögel. Ein paar Tage vorher war ich völlig von den Socken, stellen Sie sich vor, unsere schwarze Gastkatze hockte im Vogelhaus. Ja, wie ist die denn da hineingekommen? Ich vermute mit einem Sprung aus dem Stand. Bild drei zeigt sie kurz nachdem sie das Futterhaus verlassen hat. Ich glaube nicht, dass das Unterfangen von Erfolg gekrönt war. Denn ich habe sie seither nicht mehr im Vogelhaus gesehen. Man sieht sie aber am Boden auf der Lauer und ich denke, dass sie schon den einen oder anderen Piepmatz erwischt und verzehrt hat. Sicherlich hängt das Vogelhaus etwas tief, das werde ich nachbessern.

Wer von Ihnen auch schon Katzen im Vogelhaus erlebt hat, kann sich gerne bei mir melden. Ich bin gespannt auf die Mitteilungen und sage schon Dankeschön.

Herzliche Grüße
Franz Maus

Haselnuss

Liebe Bürgerpostleser, 

am Samstag, den 18. März 2023 habe ich meinen Sohn Emanuel angestellt, er solle mit dem Besenstiel unseren Korkenzieherhaselstrauch in Schwung bringen. Ist das Ergebnis auf dem Bild unten nicht beeindruckend?

Über Mittag dachte ich über die Frage nach, wenn jetzt der Blütenstaub als männliche Samen in solchen Mengen umherschwirrt, dann müßte es doch weibliche Gegenüber geben, die befruchtet werden. Denn an tauben Nüssen hat logischer Weise keiner Interesse. Also habe ich den Strauch näher inspiziert und nach kurzer Zeit sind mir die kleinen Gebilde mit den roten Fäden aufgefallen, das erste Mal in meinem Leben. Sie sind wirklich klein, etwa einen halben Zentimeter lang. Schauen Sie doch einfach mal dieses Wunderwerk selber an.

Haselnussblüte
Haselnussblüte und eine Blattknospe zum Vergleich. 

Braucht der Haselnussstrauch die Biene zum Befruchten der Blüten, was denken Sie? Nein, es erfolgt Windbestäubung, auch Selbstbestäubung ist an der Tagesordnung. Aber die Biene braucht den Haselnusspollen im zeitigen Frühjahr als Eiweißquelle. Sehen Sie die gelbe „Hose“ am Hinterbein? 

Wissen Sie noch, dass es auch blaue „Hosen“ gibt zum Beispiel von der Traubenhyazinthe und von der Phazelia?

Herzliche Grüße
Franz Maus

Jupiter und Venus

Liebe Bürgerpostleser, 

heute steht die Astronomie im Fokus. Nichts ist beständiger als der Wandel, oft ist dieser Spruch zu hören. Auch für die Astronomie gilt er. Die ersten drei Bilder zeigen, wie stark der Mond von Tag zu Tag wandert und heller wird in dieser zunehmenden Phase. Bezugspunkte sind die beiden Planeten Jupiter – jeweils oben – und Venus. Beeindruckend, wie da der Punk abgeht, finde ich. Übrigens gäbe es das Bild vom 22.2. nicht, weil es bei mir bewölkt war, aber dank WhatsApp konnte ich das Bild von Caroline Hepperle verwenden. Vielen Dank.



Die vier Bilder unten zeigen die Veränderungen von Venus – nun oben – und Jupiter vom 3.3. bis zum 7.3.2023. Ganz beachtlich finden Sie nicht auch? Am 3.3. hatte ich Glück, dass es spät am Abend in Villingen kurz vor einem Vortrag doch noch aufklarte und der Hammer war, dass ich am 5.3. Schützenhilfe von Gisela Brodauf bekam, die in Florenz gutes Wetter hatte und mir dieses Bild überließ. Auf der vorherigen Seite oben ist der Verlauf der beiden Planeten vom 1. März ab dargestellt. Am 1. und am 2. kamen sie sich am nächsten, leider war es von hier aus nicht zu beobachten. Wieder hatte ich Glück, dass Dr. Gerrit Müller in Bammental bei Heidelberg weilte, dort klare Sichtverhältnisse waren und er mir das Bild überließ. Vielen Dank. 


Schon sehr nahe beieinander Venus und Jupiter. Natürlich nicht in Wirklichkeit, aber doch scheinbar. Jupiter ist nach Mars unser übernächster Planet und er braucht 12 Jahre für einen Sonnenumlauf. Venus ist zur Sonne hin unser nächster Planet und braucht nur 240,7 Tage für eine Sonnenumrundung. Jetzt ist es kein Wunder mehr, dass Venus so schnell ist. Gottfriedstutz aber auch. Das letzte Bild zeigt die Situation am 9. März, der Abstand ist schon richtig groß.

Herzliche Grüße
Franz Maus

Fledermäuse Teil 2

Liebe Bürgerpostleser, 

erinnern Sie sich noch an die vermeintliche Rettungstat gegen Fledermäuse (siehe unten) im Kamin? Das ist leider gehörig in die Hosen gegangen.

Aber lesen Sie: Kurz vor Weihnachten am 22. Dezember, warf ich zum Ende des Brennvorgangs einen großen Holzbrocken in den Kachelofen.

Leider brannte er nicht recht und der Ruß zog nicht ab, sondern in die Wohnung, welch ein Graus. Der im Nachbarzimmer angebrachte Rauchmelder fing an zu heulen und ich musste den Holzblock hinausbefördern. Tagsdarauf erklärte mir der Schornsteinfeger, dass man nur Blöcke mit 15 cm Durchmesser in den Kachelofen wirft. Darauf achteten wir danach und es ging gut bis zum 16. Februar, der Schutzige Dunnstig. Dort waren drei normale Klötze im Kachelofen, siehe Bild oben und das Geschehnis wiederholte sich, welch ein Graus. Bis ich die brennenden Hölzer hinausbuxiert hatte, verging eine Zeit, die unsere Wohnung um den Kachelofen ziemlich verrußen ließ. Das sieht man exemplarisch am Umstellhebel.

Also nächster Anruf beim Schornsteinfegermeister. Diesmal erzähte ich ihm von Fledermausschutz auf dem Kamin. Wie aus der Pistole geschossen sagte er, das ist der Grund, die Vorrichtung muss runter. Thomas Staller war so freundlich und stieg wiederum zum Kamin hoch und machte das Bild links:

Ausgang vom Heizöl- und Kachelofenkamin

Dreimal dürfen Sie raten, welches das Heizölkamin und welches das Kachelofenkamin ist. Ich war total überrascht, wie dicht das Gitter von den Holzabgasen war. Das Bild rechts daneben veranschaulicht das sehr deutlich, ein absoluter Hammer. Also, das war nix. „Aus Schaden wird man klug“, dieses Sprichwort passt. Immerhin weiß ich jetzt, was die Lösung ist, schauen Sie auf dem Bild unten. Das auf den Kamin gesetzt, habe man zum einen eine Zierde und den perfekten Vogel- und Fledermausschutz. „Und wird man alt wie eine Kuh, man lernt immer noch was dazu“. 

Hier der Beitrag vom 29. November 2022

Liebe Bürgerpostleser,

heute habe ich Ihnen eine schwere Kost mitgebracht. Die traurige Geschichte ist folgendermaßen: Beim Kaminfegen im Sommer 2020 waren einige lebende Fledermäuse im Ruß drin, die bald wegflogen und sich in Sicherheit brachten. Beim Durchsuchen des Rußinhaltes kamen leider 14 tote Fledermäuse ans Tageslicht.

Ich war natürlich entsetzt ob diesen Bildes und fragte mich, wie das passieren konnte. Ich habe die tragische Situation mit Experten durchgesprochen. Eine Erklärung könnte sein, dass die Fledermäuse das Kamin als „Übertagungsplatz“ genutzt haben. Da es im Juni 2020 teilweise recht kühl war, haben wir ab und an den Kachelofen angefeuert. Und jetzt kommt die Erklärung, wahrscheinlich hatten die Fledermäuse das Kamin während des Anfeuerns noch nicht verlassen, denn im Juni ist die Tagesdauer am längsten, die Sonne geht erst etwa um 21.20 Uhr unter. Dadurch sind die Fledermäuse im Tagschlaf überrascht worden und vermutlich an einer Kohlenmonoxydvergiftung gestorben. 

Was kann man tun? Nun eindeutiger Vorschlag war, das Kamin so zu sichern, dass keine Fledermäuse mehr hineinkommen. 2020 machte ich allerdings nichts, weil ich dachte, vielleicht war es eine singuläre Situation. Tatsächlich, 2021 war nichts zu entdecken. Umso erstaunter war ich vom Kaminrußergebnis 2022. Wiederum waren 14 tote, teils schon mumifizierte Fledermäuse und ein Rotschwänzchen zu betrauern. 

So jetzt war klar, das darf nicht mehr passieren. In unser Straße wohnt der Dachdecker Thomas Staller, mit dem ich die Sache besprach. Er besorgte daraufhin Edelstahlgitter, zur Sicherheit bohrte er einige Löcher rein, denn der Qualm sollte ja nicht in unsere Wohnung drücken. Das wäre völlig unakzeptabel. Er brachte die beiden Bleche auf den Kaminen an und befestigte sie mit Silikon. Ich bewunderte ihn, wie er in luftiger Höhe so gut arbeiten konnte. Thomas Staller gab den Hinweis, den Kaminfeger daran zu erinnern, dass er wegen dem Gitter vorsichtig nach oben russeln soll.

Gespannt war ich auf des erste Kaminofen Anfeuern, ob der Abzug auch funktioniert. Gott sei Dank, er hat wie gewohnt funktioniert.

Ja, eine traurige Geschichte. Die Frage ist, ob wir eine Ausnahmesituation darstellen in Sachen Kamin und Fledermäuse. Das kann sein, es könnte aber auch so sein, dass der Ruß in anderen Haushalten mit Kachelofen auch so aussieht. Vielleicht schauen Sie beim nächsten Kaminfegertermin den Ruß einmal genauer an. Ich wünsche Ihnen auf jeden Fall, dass keine Fledermäuse drin sind. Wenn doch, so wissen Sie nun, was Sie dagegen machen können.

Herzliche Grüße
Franz Maus

Holzbiene

Liebe Bürgerpostleser, 

nach den Wildschweinspuren von letzter Woche zur größten Wildbiene Deutschland, die Große Holzbiene. Ein Hammer jagt den nächsten, könnte man sagen. Sie ist ein Kind des Klimawandels. Ursprünglich gekoppelt an das warme Weinbauklima hat sie sich auch auf der Baar ausgebreitet und war im letzten Sommer Stammgast bei Gaby Sproll in Hüfingen-Mundelfingen. Warum ist das so? Erstens, weil Gaby Sproll großblütige Pflanzen wie beispielsweise den Garten-Salbei, den die Holzbienen als Nahrungsquelle nutzen, im Garten hat. Die Aufnahme unten rechts, habe ich auf der Insel Reichenau schießen dürfen, auch beim Nektargewinnen an einem Salbei. 

Holzbiene im Juli 2015 in Hüfingen
Holzbiene in Hüfingen
Holzbiene an Salbei auf der Reichenau

Sehen Sie das große Auge? Da Holzbienen schnell von Blüte zu Blüte fliegen, bin ich froh, sie so gut erwischt zu haben. Gaby Sproll hat mir herrliche Videos geschickt, auf denen man das auffallend tiefe Brummen hört. Das zweite, was die 2,5 cm großen Holzbienen brauchen, sind Plätze für den Nachwuchs, die sie in abgestorbenen Bäumen selbst anlegen. Im Bild zwei sieht man, wie die Holzbiene die an einem alten Zwetschgenbaum in Gaby Sprolls Garten intensiv gearbeitet hat. Mit den großblütigen Blüten und den Nistmöglichkeiten kann erwartet werden, dass die Holzbienen standorttreu bleiben und ab April wieder erscheinen. Holzbienen haben keinen Stachel wie alle Wildbienen und sind völlig ungefährlich. Sie sind wie die Bienen nützlich für die Befruchtung der besuchten Blütenpflanzen. Also, wer Sie auf der Baar noch nie erlebt hat, Sie können mit jederzeit mit Ihr rechnen. Das Bild unten ist von Gaby Sproll, herzlichen Dank.

Herzliche Grüße
Franz Maus