Galläpfel

Liebe Bürgerpostleser,

vor kurzem schickte mir Brigitte Köstel aus Bruchsal das eindrucksvolle Bild mit dem Hinweis, „das habe ich heute im Wald beim Wandern auf dem Boden entdeckt, ein Eichenblatt mit vier festgeklebten Kugeln oder Beeren. Wie kommt es dazu? Ich habe das noch nie gesehen“. So geht es vermutlich den meisten von uns. 

Mein Schwager Hardy Eggert aus Zimmern unter der Burg schickte mir vor wenigen Wochen das Bild unten. Es handelt sich um den gleichen Sachverhalt. 

Google Lens fand schnell die Antwort: „Es sind Galläpfel. Galläpfel sind kugelförmige Wucherungen, die an Eichenblättern entstehen. Sie werden durch die Eiablage der Eichengallwespe verursacht. Die Galle bildet sich als Abwehrreaktion der Eiche auf den Stich der Wespe und dient als Schutzhülle für die sich entwickelnde Larve. Galläpfel wurden früher aufgrund ihres hohen Tanningehalts zum Gerben von Leder und zur Herstellung von Tinte verwendet“. 

Übrigens, die Eichenblattwespe ist nur zwei bis drei Millimeter klein. Sie schlüpft nach einigen Wochen oder nach dem Winter aus einem kleinen Loch. Löcher sieht man bei den Kugeln keine, demnach erfolgte vermutlich noch kein Schlupf. Die Gallen sind für die Eiche harmlos, auch wenn der Befall relativ stark ist.  

Brigitte Köstel und Hardy Eggert vielen Dank für die Überlassung der Bilder.

Herzliche Grüße
Franz Maus

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