In der Ausstellung „Vom Himmel im Atelier“ im Kloster Museum St. Märgen zeigt Eva Rosenstiel Arbeiten, die in diesen 10 Jahren im Atelier St. Märgen entstanden sind. Inhaltlich geht es hier auch um eine Auseinandersetzung mit Bedingungen von Entstehung der Kunst. Inwieweit beeinflusst der Produktionsort – aber auch Herkunft und familiäre Prägung die künstlerische Arbeit.
Hier einige Eindrücke von der Vernissage am 29. März 2026.
Die Ausstellung ist bis 15. November 2026
Haus Nober
Installation & Buchprojekt
Künstlerische Intervention im Haus Nober.
2016 hat Eva Rosenstiel mit 5 anderen Kunstschaffenden zu einer Ausstellung eingeladen.
In Hüfingen im Haus Nober entstand eine Auseinandesetzung mit der Geschichte des Hauses.
Hierzu gibt es ein Buch beim Verlag April und Tochter Freiburg 2018. Fotos: Bernhard Strauss
Zeitgleich wurde in Freiburg Ulrich von Kirchbach, der langjährige Kultur- und Sozialbürgermeister der Stadt Freiburg, verabschiedet. Zwei seiner Aussagen erscheinen mir auch mit Blick auf Hüfingen bemerkenswert passend:
„Es ist wichtig, für alle Bereiche die gleiche Empathie aufzubringen.“
„Wenn man glaubwürdig sozialpolitisch arbeitet und verankert ist und erklärt, warum Kultur und kulturelle Bildung für die Entwicklung der Stadt und ihrer Kinder wichtig sind, bekommt das eine andere Gewichtung.“
Aus der Badischen Zeitung vom 28. März 2026
Gerade bei einer Künstlerin und einer Ausstellung mit so klarem Bezug zu Hüfingen wäre das heute keine ganz unwichtige Haltung gewesen.
Es wäre schon viel gewonnen, wenn kulturelle Bildung auch hier etwas breiter verstanden würde – und nicht nur dort, wo sie seit Jahren ganz selbstverständlich Aufmerksamkeit, Präsenz und Förderung erhält.
Eva Rosenstiel
1951 in Hüfingen (Haus Nober) geboren, lebt und arbeitet Eva Rosenstiel in Freiburg und seit 2016 zudem in St. Märgen.
Vor ziemlich genau 10 Jahren übernahm sie dort das Atelier von Peter Dreher (1932-2020), bei dem sie nach einem Studium der Kunstwissenschaft an der Universität Freiburg von 1975 – 1981 an der Akademie der Bildenden Künste Karls-ruhe, Außenstelle Freiburg, Malerei studiert hatte.
Ihre Arbeiten waren in zahlreichen Einzel- und Gruppenausstellungen zu sehen und sind in mehr als zwei Dutzend öffentlichen und privaten Sammlungen vertreten.
Frau Rosenstiel erhielt mehrere Auszeichnungen und geförderte Arbeitsaufenthalte. Ein Stipendium des Landes Baden-Württemberg führte sie zudem an die Cité internationale des arts in Paris, wohin sie seither mehrfach zu Arbeitsaufenthalten zurückkehrte. Ihr Schaffen ist oft vom jeweiligen Arbeitsort beeinflußt. So entstehen auch in St. Märgen situationsbezogene Projekte.
Ihre Arbeit „Elfenbeinturm“ über das Atelier in der Wagensteigstraße wurde mit einem Projektstipendium des Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg gefördert.
In ihrem Werk erkundet die Künstlerin die Bedingungen des Sehens und die Beziehungen zwischen Bild und Raum, Farbe und Objekt. Dabei beruht das künstlerische Konzept von Eva Rosenstiel auf der bimedialen Zusammenführung von Fotografie und Malerei in formaler wie inhaltlicher Hinsicht. Dem Medium der Reproduktion wird durch die aufgetragene Malerei mit Ölfarben eine materielle Qualität gegeben und es entsteht ein unverwechselbares Einzelstück, eine Fiktion. Das Sujet Stoff erhält durch Anordnung und Kombination mit verschiedenen Bildgründen (Landschaften, Marktszenen, Portraits, Himmel etc.) unterschiedlichste Aussagen. Dabei werden auch die Bilder unseres kollektiven Gedächtnisses assoziiert.
Visit Eva Rosenstiel
Die Künstlerin Eva Rosenstiel hat dem Hieronymus-online am 14. Mai 2022 ein Foto geschenkt.
Vielen Dank dafür!


Die Bilder stammen aus der Ausstellung „visit“ in der städtischen Galerie Fruchthalle Rastatt.
Auf vergrösserte fotografische Abbildungen von Lithografien aus dem Hieronymus malte sie 2018 Bäume. Die im Original im Wald dargestellten Figuren werden durch die Malerei verdeckt und die Natur wirkt „zeitloser“. Das linke Bild hängt inzwischen im Stadtmuseum in Rastatt.
Im Rathaus hängt übrigens auch noch das eine Bild unten aus 1999.




























