Der Frühlings-Enzian beim Hüfinger Orchideenwald blüht jetzt!

Der Frühlings-Enzian beim Orchideenwald blüht jetzt wieder!

Ein Pflücken der geschützten und selten Pflanze ist verboten!

Nach dem Volksaberglauben sollte man den Enzian eh nicht pflücken, da sonst jemand stirbt.
Die ins Haus gebrachten Pflanzen ziehen Blitze an.

Steckbrief

Wetter Nägele
Wissenschaftlicher Name Gentiana verna L.

Weitere Trivialnamen Schusternagerl, Herrgottsliechtli, Himmelsstengel

Gefährdung

  • Rote Liste Deutschland 3 – gefährdet
  • Rote Liste Baden-Württemberg 2 – stark gefährdet

Schutzstatus

  • BNatSchG besonders geschützt
  • FFH-Richtlinie keine FFH-Art

Lebensraum

  • Trocken- und Halbtrockenrasen (Hauptvorkommen)
  • Rasen, Fels- und Geröllfluren des Hochgebirges (Hauptvorkommen)
  • Feuchtwiesen (Nebenvorkommen

Blütezeit

  • März bis August
  • oft im Herbst noch ein zweites Mal

Zeigerwerte(nach Ellenberg)

  • Lichtzahl 8 = Halblicht- bis Volllichtpflanze
  • Feuchtezahl 4 = Trockenheits- bis Frischezeiger
  • Reaktionszahl 7 = Schwachbasenzeiger

Die Fotos unten wurden am 18. April 2020 und 7. Mai 2021 aufgenommen und zeigen ein Vorkommen des Frühlings-Enzians im Naturschutzgebiet Deggenreuschen-Rauschachen. Dieses NSG ist besser als „Hüfinger Orchideenwald“ bekannt.

Fotos von Thomas Kring

Quellen

  1. https://de.wikipedia.org/wiki/Frühlings-Enzian
  2. Breunig, T. & Demuth S. (1999): Rote Liste der Farn- und Samenpflanzen Baden-Württemberg. Naturschutz-Praxis, Artenschutz 2.
  3. https://www.floraweb.de/pflanzenarten/artenhome.xsql?suchnr=2649&

Kolumne Heike Boeke

Frauenschuh

Das Kleinod Hüfingens

Das kleine Städtchen Hüfingen birgt einen Naturschatz, der sich lohnt entdeckt zu werden. Die Natur hat hier mit ganz besonderen Überraschungen aufzuwarten. Waren sie schon einmal im Hüfinger Orchideenwald oder auf dem Naturpfad? Wenn nicht, so erkunden sie im nächsten Frühjahr und Sommer den Wald zu dem die Straße am Römerbad Richtung Mostschöpfle führt. Dort finden sie den seltenen Frauenschuh, mit Glück den Wiedebart und einige andere seltene Orchideenarten. Dieses Kleinod zu schützen und mit ihm die bunte Schmetterlingsvielfalt und Tierwelt sollte für Hüfingen ein Selbstverständnis sein. Doch wie auch die Erdkröten, die kaum noch zu finden sind, so sind auch diese seltenen Blumenarten in Gefahr dem Klimawandel und dem Unverständnis einiger Zeitgenossen zum Opfer zu fallen. Umso wichtiger ist es sich für diese Naturschätze einzusetzen und deren Wichtigkeit für das Ökosystem zu erkennen. Jeden Tag sterben unzählige Tier- und Pflanzenarten aus, noch ehe sie entdeckt wurden. Wie wenig Kinder kennen die Zusammenhänge und die Wichtigkeit unseres Ökosystems ? Wie wenig Erwachsene sind daran interessiert ? Um die Natur zu schützen und zu schätzen, muss man sie erst einmal kennenlernen. Und das fängt damit an, das man sich auf die Suche nach den Schätzen Hüfingens macht. Und damit sie für das nächste Frühjahr Lust auf diese Entdeckungsreise bekommen, zeige ich ihnen mit den beigefügten Bildern, das es sich lohnt sich auf diese Suche zu machen – hier in Hüfingen, das mir am Herzen liegt.