Marienbrunnen

Spätestens seit dem Jahre 1704 erhielt der Brunnen vor dem Rathaus den Namen Marienbrunnen und wohl auch ein Marienbild das später von Xaver Reich war. Da der laufende Brunnen besonders stark unter Witterungsschäden zu leiden hatte, waren häufig Erneuerungsarbeiten notwendig.

Die Marienstatue die heute auf der Brunnensäule steht wurde von dem Bildhauer Johann Baptist Riegger geschaffen.

Johann Baptist Riegger wurde am 11. Juni 1855 in Hüfingen als Sohn des Lägelwirts Mathias Riegger geboren und erlernte bei Xaver Reich den Beruf des Bildhauers. 1892 ging er nach Strasbourg und am 14. Februar 1916 legte er dem Gemeinderat von Hüfingen die Federzeichnung des Marienbrunnens vor. Der Gemeinderat erteilte dem Hüfinger Bildhauer in der Fremde den Auftrag zum Preis von 750 Mark und Riegger schuf mit der Madonna auf dem Rathausbrunnen eines seiner letzten Werke. Er starb am 26. September 1916 in Strasbourg.

Hüfingen im Jahr 1930
Der Marienbrunnen im Jahr 1930

Im Zuge der Neugestaltung des Stadtbächles wurde 1964 auch der Marienbrunnen vor das neue Rathaus versetzt. Die bisherige achteckige Form des Brunnenbeckens sollte erhalten bleiben, aber das Becken mußte völlig erneuert werden. Der graue Sandstein war sehr verwittert und wurde durch große Betonflickstellen zusammengehalten.

Marienbrunnen vor dem Rathaus. Altes Fotos von German Hasenfratz
Marienbrunnen mit geflicktem Fundament vor 1964 Foto: German Hasenfratz
Bild im Rathaus von German Hasenfratz aus dem Jahr 1978
Bild im Rathaus von German Hasenfratz aus dem Jahr 1978
Marienbrunnen vor dem Rathaus
Der Marienbrunnen im Oktober 2025
Mari von Johann Baptist Riegger
Mari von Johann Baptist Riegger

Quelle: Chronik der Stadt Hüfingen von August Vetter (1984)

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