Bis zum 3. Mai ist die Ausstellung im Hüfinger Museum zum 90. Geburtstag von Wolfgang Kleiser: Wolfgang Kleiser: SITUATIONEN – zum 90. Geburtstag
Wolfgang Kleiser
1936 geboren in Urach im Schwarzwald
1950 – 1953 Lehre als Holzbildhauer beim Vater Augustin Kleiser in Urach anschließende Gesellenjahre
1956 – 1958 Zeichenkurse an der Fernakademie Paul Linke, Karlsruhe
1958 – 1960 Schüler beim akademischen Bildhauer Franz Spiegelhalter, Freiburg
1960 Meisterprüfung als Holzbildhauer
seit 1961 Selbstständig
1965 – 1968 Zeichenkurse an der Fernakademie „Famous Artist School“, Amsterdam
seit 1972 als freischaffender Bildhauer anerkannt
Mitglied der Gemeinschaft christlicher Künstler der Erzdiözese Freiburg, dem Berufsverband Bildender Künstler Südbaden und dem Kunstverein Villingen-Schwenningen
Chorraumgestaltungen (Auswahl):
Unadingen / Döggingen / Kappel / Altglashütten / Schallstadt / Oberbiederbach
Kreuzwege für Kirchen (Auswahl):
Bad Dürrheim / Hubertshofen / Spaichingen / Schwetzingen / Freiburg / Schallstadt / Böblingen Gelnhausen-Höchst / Heilbronn-Kirchenhausen
Persönliche Höhepunkte des künstlerischen Schaffens:
1978/79 Kreuzweg für die Stadtkirche Spaichingen (Wettbewerb)
1985 Portraits der Eltern des Ministerpräsidenten a.D. Erwin Teufel, Bronze
Portrait des Bundesministers a.D. Dr. Heinrich Krone
1993/94 Chorraumgestaltung für die neue Kirche in Schallstadt – Wolfenweiler, Eichenholz, Bronze (Wettbewerb)
1994 Gestaltung der Jubiläumsstele in Bronze (ca. 280 cm hoch) zum 750. Stadtjubiläum Vöhrenbachs
1999 ein Kreuz (ca. 280 cm hoch) für eine Kirche in Mostar, Herzegowina
2000 Gestaltung des Eingangsbereiches des neuen Krankenhauses in Lichtenstein (Sachsen), Stele und Relief (Wettbewerb)
2003/05 Stationenweg St. Ottilien, Freiburg
2014/15 Stele Rathausplatz Vöhrenbach (525 cm hoch)
Hier gibt es eine Galerie zur Ausstellung:
rendez-vous mit Wolfgang Kleiser
12. Oktober 2022 von Hubert Mauz
In der Ausstellung, die am Freitag, dem 07.10.2022 eröffnet wurde, räumt das Stadtmuseum für Kunst und Geschichte Hüfingen fünf Künstlerinnen und Künstlern einen besonderen Platz ein.
Wie lang häsch no?, Bläsi
„Guete Morge“, du ich dorri brummle
de Morgemuffel hangt mer i de Zai
„Guede“, duet er herwärts mummle
Soo gohts sit Woche mit iis zwei.
En Wälder also, seller Kleiser Maa,
denkt han ich’s glii, jetzt isch es klar.
Kumsch Obends z’ruck, stoht er no doo
Uf sim Podest, doo uff de Boor.
„Guete n’Obet“, ruef ich zu ihm riber
„Guede“ huucht er zue mir n` iber.
Er guckt nit nab und au nit nuff,
sii Handwerk hät der wirkli druff.
So giit’s nuu on wo bloost und drillt
des flissig Glas noch sinem Bild.
D’Betziit Glock nimmt er kum wohr
am „Bläsi – Brunne„ , uff em Brunnestoe.
Dem isch’s au gliich wenn d’Rentner froge:
„Wie lang widd duu dichdenn no,bloge?“
Erst reacht bloost er noo uff die Backe
Und loot de glüejig Buddel knacke.
Denn Arbet isch e Kunscht nie gsii.
Drum zooeget er wie es sott sii,
daß z’fridde mir ad Arbet gond
und froh sind, dass mir oni hond.
„Häsch nit baald gnueg?“ lot er nit gelte
do kennet alli morre, schelte
„Wie lang häsch noo?“, isch ihm en Gruus,
drum schaffft er zue, johrii, johruus.
Den Kerle mueß mer oefach mege
und kon isch au nuu weng degege.
Sitt der im Oortisch, des sei gseit,
macht iis der „Bläsi“ werkli Freid.

































































