Liebe Bürgerpostleser,
die Auflösung des Rätsels lautet, die drei Tiere gehören zur Familie der Bilche und zu sehen waren der Gartenschläfer von Cathrin Schelshorn vom Feldberg (Bild 1), die Haselmaus von Hardy Eggert aus Zimmern unter der Burg (Bild 2) und der heute beschriebene Siebenschläfer (Bild 3). Viele haben es gewußt und manche haben auch Ihre Freude ausgedrückt an diesem Rätsel. Vielen Dank fürs Mitmachen.
Lange habe ich warten müssen, bis der dritte Bilch, der Siebenschläfer aufgetaucht ist. Ich war mit einer elsässischen Vogesenrindzüchtergruppe unterwegs, um einen Weidemelkstall in Zell-Gresgen zu besichtigen. Wie aus heiterem Himmel schaute er skeptisch auf uns herunter, siehe oben. Offensichtlich haben wir den dämmerungsaktiven Siebenschläfer durch unsere Fachgespräche aufgeweckt und bald entzog er sich unseren Blicken. Die Besitzer haben nicht gewußt, dass sie diesen Bewohner haben. Allerdings hätten die Kinder schon berichtet, dass sie Geräusche gehört hätten. Wenns läuft, dann läufts, Ihr kennt diesen Spruch.

Das Bild oben kam ich von der Freundin unserer Tochter, Michelle Megerle aus Heilbronn. Deren Freundin hat den Burschen in einem nach einer Seite offenen Gartenhaus kurz vor dem Absprung aufgenommen.

Schauen Sie die beiden unterschiedlichen Geranienkästen an. Man fragt sich, was das mit dem Siebenschläfer zu tun hat. Das ist ganz einfach, der Siebenschläfer ist ein Allesfresser und er hat Gefallen gefunden an den Bütenknospen. Ja, aber wieso nur rechts? Du glaubst es nicht, dort ist das Hauseck in mittelbarer Nähe, so dass er nur an den ersten Kasten hinkommt. Er ist ein sehr guter Kletterer, aber an der glatten Wand kapituliert er. Dann entwickelte sich die Geschichte in einem fulminanten Höhepunkt durch Bilder meines Augenarztes Dr. Tilman Freytag. Er ist auch Bürgerpostleser und hat mein Rätsel in der letzten Ausgabe mitbekommen. Da ich kurz darauf bei ihm einen Termin hatte, sprachen wir über seine Siebenschläfererlebnisse. Er besitzt eine Jagdhütte bei Bonndorf, von der er schon lange weiß, dass Siebenschläfer da sind. Jetzt schaut Euch die Hammerbilder unten an, die er machen konnte aus nur einem Meter Abstand. Dessertgläser wurden zum Altglas gestellt, ungespült wohlgmerkt. Mit einem Wohlgenuß macht er sich elegant über die Reste von „Cheescake New York“ mit „Vanillegeschmack, Frischkäse und Kekskrümelboden“ her. Man kann förmlich erahnen, wie gut der Nachtisch geschmeckt hat.


Der Name Siebenschläfer kommt daher, dass er normaler Weise einen langen Winterschlaf macht. Wenn er allerdings eine warme „Bude“ gefunden hat, dann macht er gar keinen oder nur einen kurzen Winterschlaf. Ebene Wälder meidet er, ich glaube nicht, dass Ihr wißt wieso: Er überwintert in frostfreien Bodenspalten und unter Wurzelstöcken und nicht in Vogelkästen, weshalb er im Flachland dem Wassertod ausgesetzt wäre. Die Evolution geht geschwungene Wege, kann man nur sagen. Siebenschläfer nutzen Vogelkästen ab 27 mm Lochdurchmesser als Nistplatz für ihre 5 bis 7 Jungen. Ende Mai/Anfang Juni kommt es dabei zur feindlichen und tödlichen Übernahme einer Vogelbrut.
Interessant ist, dass in der Römischen Küche Siebenschläfer gegessen wurden, die in einem speziellen rundlichen Terrakotta-Gefäß mit kleinen seitlichen Belüftungslöchern gehalten und schlachtreif gemästet wurden.
Herzliche Grüße
Franz Maus
Anmerkung Hannah: Falls sich jemand über den Kommentar wundert, ich habe ich den Artikel über das Rätsel gemacht.
Rätsel vom 7. September 2025
Liebe Bürgerpostleser,
heute muss ich etwas langsam machen. Es triftt ab und zu zu, dass ein Pensionär keine Zeit hat. Deswegen habe ich mir gedacht, ich will Euch etwas auf die Probe stellen. Ich stelle Euch ein paar Fragen:
- Zu welcher Familie gehören diese drei Arten? Über zwei von ihnen habe ich bereits einen Beitrag geschrieben.
- Wißt Ihr das noch und welche beiden Arten sind es?
- Könnt Ihr ihre Namen nennen?
- Wie heißt die dritte Art?
So, das wars, ich mache jetzt Feierabend und wünsche Euch viel Erfolg beim Finden der Antworten. Die Auflösung erfolgt nächste Woche und natürlich eine Beschreibung der dritten Art. Genießt die schönen Bilder, Bild 1 ist von Cathrin Schelshorn vom Feldberg, das zweite von Hardy Eggert aus Zimmern unter der Burg und das dritte von mir.
Ich würde mich sehr freuen, wenn ich Rückmeldungen bekomme.
Herzliche Grüße
Franz Maus



Vor kurzem in Fützen um die Mittagszeit fotografiert.
Ungewöhnlich wenn das eine Haselmaus ist.
Weil so gar niemand rätseln mag und die Woche schon etwas fortgeschritten ist …
Wie die Adresse des Rätsels verrät, geht es um Bilche: „https://hieronymus-online.de/bilche/“, Die vielwissende Wikipedia verrät:
„Gliridae; veraltet auch Myoxidae“
„In Mitteleuropa sind sie durch den Siebenschläfer, den Gartenschläfer, die Haselmaus und den sehr seltenen Baumschläfer vertreten.“
Die Haselmaus erwähnt Wolf Hockenjos: https://hieronymus-online.de/moeblierte-wildnis/
Den Gartenschläfer erinnert Franz Maus hier am 7. Mai ’25: https://hieronymus-online.de/kreuzotter-in-ischgl/, der aber sonst nicht vorzukommen scheint beim Hieronymus.
Der Baumschläfer ist nicht nur in natura selten, auch Hieronymus scheint ihn nicht aufzuweisen.
Über den Siebenschläfer wird uns Franz Maus informieren, in der Bildadresse hat er es ja schon verraten:
„https://hieronymus-online.de/wp-content/uploads/2025/09/250907Siebenschlaefer.jpg“
Darum: Wer Rätsel stellt, tut gut daran, nichtssagende Dateinamen zu verwenden.
Es erhöht den Rätselspaß.
Ha, ha, damit dass jemand die Dateien so genau anschaut, habe ich nicht gerechnet.
Die Namen der Dateien hat nicht Franz Maus vergeben, sondern ich.
Und wie man auch sieht, erkannte ich den Baumschläfer und die Haselmaus nicht.
Aber vielen Dank! In Zukunft werde ich die Namen der Dateien erst später vergeben.
Zumindest ich hatte jetzt viel Spaß mit Ihrem Kommentar.