Liebe Bürgerpostleser,
heute kommt die Auflösung des Vogelrätsels. Es gab einige Antworten, Falke, Trauerschnäpper, junge Mehlschwalbe, Felsenschwalbe, junger Alpensegler und junge Uferschwalbe wurden genannt. Ist die richtige Art dabei? Ja, das ist der Fall. Eine gute Analyse darf ich anonym wiedergeben von Julia: „Man sieht den Schwanz und die Beine nicht richtig und die Größe kann ich nicht einschätzen. Könnte ein junger Alpensegler sein – aber der landet ein Jahr lang nicht und Mitte September ist ganz schön spät für ihn. Schwalben haben ähnliche Gesichter; dann am wahrscheinlichsten Uferschwalbe“. Das ist die richtige Antwort, herzlichen Glückwunsch. Hans Hasenfratz aus Mundelfingen kam auch zu diesem richtigen Ergebnis. Es gab einige Befürworter für junge Mehlschwalbe. Dr. Helmut Gehring gab die entscheidende Bewertung: „Aufgrund des deutlichen Braunanteils im Gefieder des Vogels würde ich auf Uferschwalbe tippen. Leider gibt es keine Ansicht vom Brustbereich“. Dann wäre der Fall zu 100 Prozent klar, weil die Uferschwalbe einen braunen Brustring hat und die Mehlschwalbe dagegen reinweiß an der Brust ist. Generell sagte Helmut, dass die Bestimmung von Jungvögel mit eines der diffizilsten Aufgaben sei. Könnt Ihr Euch noch erinnern an die Beiträge zu den Jungvögeln vom Neuntöter, von der Heckenbraunelle und dem Dompfaff? Hochdiffizile Angelegenheiten.
Jetzt mal Hand aufs Herz, wer von uns rechnet in Baden-Württemberg mit der Uferschwalbe? Ich jedenfals nicht. Ich dachte, die gibt’s überall, aber bestimmt nicht bei uns. Pustekuchen. Die Landesanstalt für Umwelt Baden-Württemberg, LUBW, nennt den Brutbestand dieser Kolonienbrüter im Ländle auf 3.000 bis 5.000 Brutpaare, ist das nicht der Hammer? Sie machen in Sandwänden Brutröhren, wie zum Beispiel die Bienenfresser und der Eisvogel. Und jetzt kommt noch eine Verbindung zum Fundort Hohentengen, Kreis Sigmaringen. Ihr erinnert Euch, Robert Hepp, der Bildfotograf wohnt dort. Die Verbindung ist so, dass die Sandgrube Gertenstock bei Ursendorf nur zwei bis drei Kilometer davon entfernt liegt. Und dort gibt es eine Kolonie von aktuell 35 Brutpaaren von Uferschwalben. https://nabu-msho.de/lokale-projekte/sandgrube/sandgrube-voegel/. Die von uns aus nächstgelegene Kolonie liegt bei Engen-Neuhausen mit sage und schreibe 130 beflogenen Röhren. Die Uferschwalbe ist die kleinste Schwalbenart und mit 12 cm Länge 2 cm kleiner als die Mehlschwalbe.
Zum Schluß nochmal vielen Dank an Robert Hepp für die Bilder und Euch allen fürs Mitmachen bei diesem Vogelrätsel.
8. Oktober 2026
Liebe Bürgerpostleser,
heute seid Ihr wieder gefragt, was für ein Vogel hat sich hier bei Robert Hepp in Hohentengen, Kreis Sigmaringen auf seinem Balkon verirrt? Das Datum der Aufnahme ist der 16. September 2026.
Mehr sage ich nicht. Ich bin sehr gespannt, was Ihr heraus bekommt.



